Theaterfestival in Hermannstadt (Sibiu)

Ich bin nicht zum ersten mal hier. Das letzte mal war vor vier Jahren in Rumänien auf dem gleichen Festival in Sibiu.

Damals haben wir in einer alten Halle gespielt, die inzwischen aber in sich zusammengekracht ist.
Diesmal waren wir im Teartu National untergebracht in dem weitgehend alles zur Verfügung stand, was ein Theater zur Verfügung haben sollte.

Während der Fahrt als morgens die Sonne aufging

Die Fahrt und der Flug waren schrecklich. Da die Festivalleitung den vorangekündigten Flug über München schlichtweg verpasst hatte zu buchen, wurden wir morgens um 2:00 Uhr per Bus nach Stuttgart gefahren um anschließend mit dem Billigflieger BlueAir nach Sibiu zu kommen. An Schlaf war nicht zu denken, und so kamen wir in Sibiu völlig übermüdet an. Da die Vorstellung aber erst am Samstag war, hatten wir einen Tag Zeit wieder auf die Beine zu kommen.

Ich ließ mich also am ersten Tag durch die Altstadt treiben und von Festivalfieber anstecken. Es finden hier an die 50 verschiedene Shows pro Tag statt, sowohl in Räumen als auch auf den Straßen. Es wird also richtig was geboten.

Und hier ein Video das ich mit dem iPhone 7 machte. Ich bin völlig platt wie gut die Qualität der Aufnahmen inzwischen ist.

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Untergebracht waren wir im Hotel Imparatul Romanilor, was soviel heißt wie römischer Kaiser.  Ein ehemaliges Bonzenhotel, das es aber verpasst hat mit der Zeit zu gehen und jetzt ein Abklatsch dessen ist, was es einmal war. WLAN gab es, aber es war grottenlangsam oder gar nicht vorhanden.

Der Frühstücksraum und die Eingangshalle sehen fabelhaft aus, doch bei näherer Betrachtung, vor allem der Zimmer, bröckelt der Stuck und der Putz ab. In punkto Sauberkeit ist es…. okay. Ich hatte ein Zimmer bekommen das einigermaßen in Ordnung war. Andere der Truppe leider nicht.

Ein relativ gutes WLAN gab es im Theater und so konnte ich zumindest Teile dieses Textes vorschreiben.

Da  die Vorstellung bereits um 16:00 Uhr war, war es umso hektischer, alles bei Zeiten fertig zu haben. Die Beleuchter taten mir besonders leid. Sie hatten die ganze Nacht durchgeackert ohne Pause, ohne Schlafen um dann noch die Vorstellung zu fahren. Auch die drei Schauspielerinnen waren mehr als nervös weil sie nur Textproben in der Loge machen konnten und kein Durchlauf auf der Bühne. Zudem war der Premierminister von Luxemburg UND der von Rumänien bei der Vorstellung zugegen.
Und es war RTL eine Reportage wert.

Nach der Vorstellung ging es zur Casa Luxemburg, wo unser Premier zu einem Drink eingeladen hatte. Dann schlug das Wetter um. Es fing an zu regnen und es wurde schweinekalt. Ich kehrte abends noch in ein empfohlenes Restaurant ein, das aber ein ziemlicher Reinfall war.

Die Fahrt zurück  am Sonntag war noch ein wenig mühsamer, da wir ja ab Stuttgart, wieder in einem Bus saßen, der diesmal aber mehrfach in Stau stand.

Das hört sich alles viel Gejammer an. Aber Festival Vorstellungen sind Stress pur, im Gegensatz zu regulären Gastspielen, bei denen alles etwas gemächlicher von statten geht. Missen möchte ich diese Erfahrungen jedoch nicht. Es ist immer ein Abenteuer, ganz besonders wenn es mich in Länder führt in denen ich noch nie war.

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