Ein kleines Dorf in den Cevennen / Tag 7

Die A. hatte Geburtstag.
In aller Frühe, die A. schlief noch, machten ihr Freund und ich uns auf, ins benachbarte größere Dorf um dort in der Patisserie eine Zitronentarte zu kaufen, die man uns im Laden freundlicherweise mit einem Geburtstagsspruch und einer Kerze versah.
Und die Überraschung gelang…

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Eines fällt mir hier sehr auf. Die Tage kommen und gehen und ich denke an nichts was mich in Luxemburg nach meiner Rückkehr erwartet. Es stehen ein paar große Projekte noch bis Ende des Jahres an, doch das ist mir gerade mal schnurzegal. Ich habe zwar schon so meine ersten Vorstellungen und Ideen wie ich was machen könnte, doch keine davon ist ausformuliert, geschweige denn zu Ende gedacht. Und was die Baustelle der Wohnung angeht, die ist fertig wenn sie fertig sein wird. Rumtoben und sich ärgern hilft nicht.

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Wieviele Bassins habe ich schon beschrieben? Drei? Dann kommt jetzt der vierte. Dieses liegt am unteren Ende des Dorfes und ist eigentlich das Bassin, wo sich die meisten Sommergäste aufhalten. Folgendes Foto zu schießen war auch nicht so einfach um möglichst wenige Menschen mit darauf zu haben. Denn es wurde im Verlauf des Nachmittages richtig voll.

Das schöne an diesen Wasserlöchern ist, dass beständig frisches Wasser aus den Bergen nachfließt und alles glasklar und sauber ist. Es schwimmen hunderte von kleinen Fischen darin. Zudem sind hier alle Besucher sehr darauf bedacht alles sauber zu halten. Man sieht nirgendwo Plastikflaschen oder sonstigen Müll liegen.

Eine Libelle stattete mir einen Besuch ab und blieb schön sitzen als ich langsam mein Smartphone aus der Tasche holte und sie abzulichten.

Da es heute so heiss war, dass man wirklich nichts anderes tun konnte als rumliegen und sich ab und an im Wasser abzukühlen, unternahmen wir auch nichts weiter bis zum Abend.

Wir speisten in den kleinen Restaurant das sich im Herzen des kleinen Dorfes befindet und ich muss gestehen, dass es nicht besonders war. Die A. kannte den neuen Besitzer auch noch nicht, da es letztes Jahr noch jemand anders war.

Anschließend gingen wir noch eine Straße weiter (jetzt kommt’s) zum Jazz Festival! Diese klitzekleine Dorf hat ein Jazzfestival und das schon seit über 10 Jahren! Nun muss man wissen, dass die Franzosen es verstehen manche Dinge mit Namen so aussehen zu lassen, dass man glaubt es wäre das absolute Sumumm. Das Endresultat ist dann oft niederschmetternd enttäuschend.

Doch ich war dann doch sehr erstaunt wie gerammelt voll der Platz war.

Ich bin nun nicht der große Fan von Jazz, es sei denn es ist klassisch, was an dem Abend nur sehr bedingt de Fall war. Den Namen der Band kann ich nicht sagen ich müsste es nachsehen und es ist letztendlich nicht wichtig. Aber dass es so viele Begeisterte anzieht, die total aus dem Häuschen waren, war verblüffend.

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