Endlich

An einem Ostermontag in der Provence bekam ich den Satz gliefert.
Es ist wie so oft die olle Else. Else Buschheuer, die mich auch vor gefühlten 100 Jahren zum bloggen bewog, sagte in einem Interview genau den Satz, den ich brauchte.

Loslassen heisst die Hände frei haben.

Danke Else, schon wieder, nochmal, für alles.

Damit wäre eigentlich alles gesagt. Wie ich es in den letzten Tagen schon mehrmals angedeutet habe, es ist Zeit für Veränderungen. Es sind so viele Dinge die mich zur Zeit in Anspruch nehmen, so auch das Schreiben, aber in einer anderen Form als Bloggen und mit völlig anderen…sagen wir mal „Nachfolgeerscheinugen.“

Leider habe ich den Moment, zum Aufhören ein wenig in die Länge gezogen und ich hätte es schon früher machen können, aber vielleicht war das ja ganz gut so und wer weiss wofür…

Jetzt genieße ich erstmal die letzten Tage meines Urlaubs.

So ganz von der Bildfläche werde bzw. aus dem Internet ich aber nicht verschwinden. Es gibt (wieder) mein Facebookaccount, und dann kommt wahrscheinlich noch etwas neues hinzu.

Keine Angst, ich sterbe nicht, ich lasse nur los.

Zeitreise

 

Als ich eben über eine trostlose verregnete Croisette in Cannes schlenderte, wurde mir bewusst wie lange ich schon nicht mehr hier war. Es kamen Erinnerungen aus vielen Jahren Filmfestival hoch. Sogar aus von weit davor, als ich noch nicht im Filmgeschäft war…

Für das eigentliche „Kino“film Festival ist es noch zu früh, das findet erst im Mai statt. Im Moment läuft ein anderes Festival das träumt und hofft, da es im gleichen inzwischen etwas maroden Festivalpalast, zum gleichen Prestige zu kommen. Die Studios stellen ihre neuesten Fernsehserien vor und hoffen sie an andere Sender zu verkaufen…  Von außen sieht das alles ein bisschen gleich aus, nur weniger opulent. Überall hängen Plakate mit den neuesten Ankündigungen von Serien die noch kein Mensch kennt. Von  den schrottigsten Mangas bis zur neusten Produktion mit Charlie Sheen die Anger Management heisst.

Jetzt sitze ich im Restaurant „Le Festival“ gleich neben dem Noga Hilton in dem sich absolut nichts verändert hat und merke wieder dass es Zeit für Veränderungen ist.

Auszeit

Irgendwann war der Reiz des Bloggen verschwunden. Ich weis nicht wann das war.  Es ist so als ob man etwas verlernt hätte.  Ich vermisse es nicht. Es tut nicht weh.  Es ist einfach weg.  Seltsam.

Und so sitze ich hier in meinem lang ersehnten Urlaub und habe zum ersten mal keine  Ausrede nicht zu posten. Also zwinge ich mich dazu.

Der erste Veruch im sogenannten Freewriting schlägt  fehl.  Soll ich was über den Urlaub schreiben? Darüber dass ich auf einem iPad schreibe. Interessiert das noch irgendwen?  Ich glaube nicht. Interssiert es noch irgendwen was ich arbeite? Dass ich die letzen Monate ein Projekt nach dem anderen wie an einem Fließband abgearbeitet habe? Nein, mich selbst interessiert es nicht einmal. Ein paar Zeilen weiter im Lebenslauf, weiter nichts.

Es wird Zeit für Veränderungen.

Hallo

Ich habe in den letzten Tagen die Worte „Hallo“ und „schlaf gut“ gefühlte eine Million mal gehört.
Ich habe laut gelacht, mich amüsiert, war den Tränen nahe, ging durch tiefe Täler und über hohe Berge.

Das alles wegen 2 Hörbüchern:
Daniel Glattauer – Gut gegen Nordwind / Alle sieben Wellen

Und bitte, …bitte… B I T T E nicht als Buch kaufen sondern als Doppelpack Hörbuch.

Es ist die Begegnung von Leo Leike und Emmi Rothner in der virtuellen Welt, die auf einem Zufall beruht. Sie schreiben sich E-mails.

Mehr möchte ich nicht verraten, der die Geschichte der beiden noch nicht kennt. Zudem war es ein herrliches Wiederhören mit Andrea Sawatzki, von der schon bei Leonie Swann’s Glennkill so begeistert war.
Hier liest sie zusammen mit ihrem Mann Christian Berkel vor.

Ein absolutes Muss für Hörbuchsüchtige.

Wasser

Frage: Was ist das?

Es besteht aus 21 Wassertanks, 4000 Wassergalonen und 11000 Wasserflaschen.

Falsch: Es ist nicht Lagerhalle eines Getränkeherstellers

Richtig: Es ist das Bühnenbild des Stückes The Last Virgin das gestern Abend Premiere im TNL hatte.

TNL

L’Artiste

Schon die Ankündigung letztes Jahr in Cannes zu den Filmfestspielen machte mich neugierig auf den Film. Jetzt nun endlich habe ich ihn auch gesehen und auch verstanden warum er so viele Oscars bekam. Der Film ist wie der SpOn schreibt:
Vor allem aber ist „The Artist“ einfach ein Riesenspaß! Und gleichzeitig so viel mehr, denn er geht wirklich zu Herzen.

An einem Sonntagmorgen

Es ist geradezu schändlich wie ich mein Blog vernachlässige. Mea Culpa. Ich sollte definitiv einmal die Woche versuchen etwas zu Blog zu kriegen.

Das Problem ist halt dass es im Moment jeder macht dank Facebook. Kürzlich sprach ich noch mit einem Journalisten, der lange für eine Tageszeitung und später auch für’s Radio arbeitete. Da er jetzt in einer völlig anderen Branche tätig ist, ist Facebook für ihn so etwas wie eine seine eigene kleine Zeitung in der täglich Kommentare und Berichte schreibt.

Mich sträubt es weiterhin persönliche Dinge im Netz preiszugeben weil sie nicht spannender und nicht langweiliger sind als das was andere auch schreiben. Zudem habe ich keine Lust ein Objekt einer Marktstudie zu werden.(Obwohl ich es wahrscheinlich schon bin)
Über was soll ich dann schreiben? Ich habe mich nie zu dem Berichterstattern gezählt, obwohl es da zwei Versuche gab. Einen davon findet man noch immer im Internet….

Was bleibt also?

Im letzten Beitrag habe ich angedeutet dass ich inzwischen auch anderweitig meine Schreibkünste einbringe. Und es macht Spaß, richtig Spaß. Den Kick, dass man es sofort veröffentlicht und die ganze Welt es lesen kann, gibt es hier nicht. Im Gegenteil, die Herausforderung liegt ganz woanders und das ist es was es für mich so neu und spannend macht.

Doch es wurmt mich mein Blog in das ich so viel Zeit und Liebe investiert habe einfach versanden zu lassen. Hiermit gelobe ich also zumindest einmal die Woche etwas zu schreiben und wenn es auch nur ein kurzes „Hallo“ ist.