Die Tür fällt ins Schloss

Großes Hallo am Flughafen. Die N. brachte mich nach hause. Die K. und die A. waren auch da. Die A. konnte es nicht lassen mit einem riesigen  roten Luftballon in Herzform aufzutauchen. So riesig dass er fast nicht das kleine Auto passte, und die N. Schwierigkeiten hatte, aus dem Rückfenster zu sehen.

Die N. hatte mir den Kühlschrank gefüllt, mit allerlei Gemüse und Obst und Schokoladeneiern, ich freute mich riesig darüber.
Als dann alle weg waren und die Wohnungstür ins Schloss fiel, machte sich in der nächsten Sekunde eine Leere, Müdigkeit, Planlosigkeit und Traurigkeit zugleich in mir breit wie noch nie davor.
„Es war die ganze Zeit so viel einfacher in ein neues völlig unbekanntes Hotelzimmer umzuziehen, als jetzt nach hause zu kommen, dachte ich.
Aus dem Koffer leben ist so viel einfacher.
Ich werde dieses Nomadenleben sehr vermissen.
Das war so alles nicht geplant…
Alles Scheiße…“

Trübes, tristes, kaltes, nasses, Wetter. Ich drehte die Heizung hoch auf satte 24 Grad, die nächtlich niedrigste Temperatur in Nouméa.

Die rechte Wunde am Bauch juckt wie Teufel und ich könnte sie blutig kratzen. Nichts ungewöhnliches. Und doch werde ich morgen früh gleich zum Hausarzt gehen zwecks einer Nachuntersuchung.

Kurz nach 20:00 Uhr war kein halten mehr. Ich entschlief auf  Sofa. Kurze Zeit später legte ich mich ins Bett um dann wieder gegen halb drei Nachts quietschfidel zu erwachen und Beitrag hier zu schreiben.
Good morning Jet Lag.

Von Noumea nach Luxemburg

 

Weltreise Tag 66: Abreise

Abreise

So sieht es aus hinter den Hotel, heute am letzten Tag vor meiner Abreise.

Ich möchte noch von einer neukaledonischen Eigenheit erzählen.

Wie im deutschen kann man auch im französischen siezen und duzen. Die Grenzen sind ganz klar wann man das eine oder andere macht.  Hier in Neukaledonien, ab einem gewissen Grad wechselt man ohne Ankündigung zum Du über. Es überraschte mich immer wieder, wie oft das passierte. Sogar heute die morgendliche Bedienung am Frühstücksbuffet, fing an mich plötzlich zu duzen, weil sie mich jetzt über all die Tage kannte.
Der erste Taxifahrer der mich zum ersten Termin in der Klinik fuhr, ging auf der Rückfahrt im Gespräch auf plötzlich ohne Ankündigung zu Du über. Es passierte mir noch ein paar mal und es irritierte mich immer wieder.
Doch so wie es scheint ist es ein Zeichen der Sympathie und Zuneigung und wahrscheinlich auch Respekt des Gegenüber. Ich tat mich schwer damit auch zum Du zu wechseln und dreht dann meine Sätze so dass darin kein direkte Anrede mehr vorkommt. Das Verrückte dabei war, dass es dabei nicht auf den Altersunterschied ankommt, wer damit anfängt.
Sehr seltsam.

Und das war es von der Weltreise. Gegen 21:00 werde  ich zum Flughafen gefahren und gegen 1:00 Uhr werde ich nach Tokio fliegen, von dort  aus weiter nach Amsterdam und nach Luxemburg.

Irgendwie kann ich es nicht richtig fassen, dass es zu Ende ist und dass so enden musste.  Dass mich die Reise verändern wird war klar, doch was letztendlich passierte, ….
Else Buschheuer, schrieb früher über solche Dinge, als sie noch bloggte, dass es eine Lektion in Demut sei. Vielleicht sollte ich es auch einfach solches annehmen, und den Rest der Reise nächstes oder übernächstes Jahr nachholen.

Wir lesen uns in Luxemburg.

Weltreise Tag 65: Ein Minispaziergang

Minispaziergang

Wenn man über das Restaurant den Hotelkomplex verlässt, kommt man direkt an den Strand von Anse Vata. Es wehte ein kleines fast frisches Lüftchen und da heute Sonntag ist und nicht viel Betrieb wie unter der Woche, beschloss ich einen kleinen Spaziergang zu wagen.
Direkt gegenüber der Bucht befinden sich zwei kleine Inseln. (Foto) Vom 4. Stock meines Zimmers aus sehe dass es zwei Stück sind. Die vordere heißt Ilot Canard, die hintere Ilot Maître.

Der Strand ist sehr sauber aber sehr schmal. Ich schaute mir ein wenig die Nachbarschaft an. Ein paar wenige Geschäfte, ein paar Restaurants. Nichts wirklich weltbewegendes. Wenn ich etwas Abwechslung wolle, dann müsste ich wahrscheinlich bis in die nördlichere Bucht wandern, die ‚Baie des Cirtons‚. Da ich keine Schmerzmittel mehr nehme, machte mein Bäuchlein den Wanderspaß aber nur eine kurze Weile mit, danach musste ich umkehren.

Ich merkte, dass die Entscheidung von Anfang an im Restaurant des Hotels zu speisen die richtige war. Es ist zwar immer nur Buffet, aber es ändert alles jeden Tag, und jetzt nach einer guten Woche merke ich erst dass sich die Gerichte wiederholen. Es ist alles super gesund mit vielen frischen Zutaten. Und selbst wenn es für ein Buffet dieser Qualität und für unsere Verhältnisse irre teuer ist, hätte ich was anderes nicht essen wollen.
Wenn man sich nur am Salatbuffet bedient, was ich die meiste Zeit tue, mit einer kleinen Flache Tafelwasser, habe ich jeden Abend für fast 28€. Wenn ich mir noch ein Glas Wein dazu gönnte, waren es je nach Wein direkt noch mal 10-15€ mehr. Dabei war nicht ein Wein davon wirklich lecker und ich ließ ihn dann weg. Wenn ich das komplette Menü nehme liegt der Preis bei ungefähr 85€!

Etwas anderes, das ich heute an mir feststellte, ist dieses „devenir mou“, dieses Weichwerden. Nicht nur körperlich sondern auch in Kopf. Ich nehme an dass es mit der beständigen Wärme zu tun hat und dem hohen Level der Luftfeuchtigkeit die nie auf ein „europäisches Niveau“ sinkt. Man wird immer ‚weicher‘ in den Bewegungen und im Denken. Es fühlt sich entspannt an, ist es aber nicht. Eine vom Körper erzwungene Entspanntheit. Ich weiß, es klingt widersprüchlich, aber anders kann ich es nicht erklären. Wer weiß, vielleicht hätte ich es genießen können wenn ich durch die OP nicht so ausgebremst worden wäre.

Ein Tag noch.

Weltreise Tag 64: Nicht der erhoffte letzte Tag

Tag

Ich würde diesem Abschied gerne etwas schönes oder gutes abgewinnen, doch ich kann es nicht. Ich habe die letzten Tage wirklich versucht so positiv wie möglich durchzukommen, und wenn man das Personal des Hotels fragen würde , war Herr Joel.lu  bestimmt ein sehr netter Mann.
Ich aber will nur noch weg.

Der Anruf gestern Abend von der Versicherung dass ich erst in der Nacht von Sonntag auf Montag hier wegkomme, verdarb mir das Abendessen. Ich hatte so sehr gehofft dass es schon am Samstag sein würde… Aber nein…. Zumindest konnte ich durchsetzen dass ich Business Class fliege. Mein armes  geschundenes Bäuchlein über 18 Stunden Flug in einem Economy Sitz eingeklemmt….nein!
Dann hätte ich meine Reiseagentur in Luxemburg machen lassen, die mir übrigens die gesamte Zeit mit Rat und Tat zur Seite stand zumal
„Vielen Dank K. du bist die absolut beste Reiseveranstalterin der nördlichen Heimsphäre, auch für gestrandete Weltenbummler mit geplatztem Blinddarm!!!“

Danke auch an die luxemburgische Post die sich plötzlich sehr besorgt zeigte ob der Telefonrechnung und mir eine SMS schickte ob etwas nicht stimmen würde.  Ja tut mir leid Post, das kann ich leider nicht ändern. Es sei denn ihr schleudert der kaledonischen Post ein nasses Handtuch um die Ohren, damit in Sachen digitale Kommunikation endlich den A…. bewegen.

***

Und dann viel mir beim Aufwachen heute siedend heiß ein, dass ich die Weltreise ja in Berlin beenden wollte, auf der re:publica! Zur re:pupblica gehe ich auf jeden Fall, selbst wenn mir ein Krokodil noch ein Bein abbeißen sollte. Da muss ich also noch was ändern.

Als ich dann in die Mails sah, wurde nochmal alles um einen Tag verschoben…wegen der Streiks von Air France. Ich konnte mich nicht einmal darüber aufregen. Ich fliege also definitiv erst am 27.6 aber dafür sind die Zwischenaufenthalte kürzer und der ganze Flug insgesamt ist kürzer.

Wettermäßig ist es sehr bedeckt heute und das wird sich auch nicht ändern.

 

Also wird morgen nicht mein letzter Tag sein sondern erst übermorgen.

Weltreise Tag 63 : Blitze und Donner

Das Wetter schlug um.
Gleich nach den Abendessen ging ein tropischer Regenguss nieder, wie ich sie nur von hier kenne. Zuhause, selbst bei Sommergewittern, habe ich das so noch nicht erlebt. Während der Nacht schreckte ich mehrfach hoch weil sich ein Donnerwetter dazu gesellte, und die Einschläge der Blitze ziemlich nah waren.
Und doch, wie jeden Tag pünktlich um morgens um 5, erwachte ich ohne Wecker. Es ist dann noch stockdunkel aber man hört die ersten Vögel und in einer Stunde ist es taghell.
Der Tag versprach ob des nächtlichen Regens sehr feuchtheiß zu werden.

Ich habe mir bereits zusammengelegt was ich für die Reise anziehen werde. Lange Jeans, ein paar topmodische, hochelelgante weiße Kompressionsstrümpfe, zur Vermeidung von Reisethrombosen.  Für gewöhnlich ziehe ich so etwas nicht an. Doch jetzt nach der OP sahen mich alle im Krankenhaus an als ob es unter Strafe stehen würde, keine anzuziehen. Also füge ich mich. Zudem hat man mir noch eine Antithrombosen Spritze mitgegeben die ich mir vorher in den Oberschenkel jagen soll. Ich der immer eine gehörige Aversion gegen Spritzen hatte…. nun ja.
Ein Langarm Sweater den ich extra für die etwas kühleren Tage in Ushuaïa eingeplant hatte. Davon habe ich zwei Stück mit, von denen ich noch keinen angezogen habe. Dann wäre da noch meine Lieblings Angorajacke, die ich jeden Winter anhabe weil sie sehr dünn ist und doch unglaublich warm hält. Doch die wird vorerst im Rucksack verstaut und kommt erst in Europa zum Einsatz. Und dann die obligate Fließjacke.

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Was mich seit gestern am meisten mürbe machte, war das Warten auf eine Antwort. Das Warten auf einen Moment in der Zukunft in der es endlich weitergeht. Ich kann mich für gewöhnlich sehr gut beschäftigen und habe eigentlich nie Langeweile. Früher nannte man das in elitären Kreisen, sich in Muße üben. Doch gerade jetzt fällt es mir besonders schwer.

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Ich wollte noch erwähnen was ich zur Zeit lese. Den Margret Atwood Roman habe zur Seite gelegt, da ich nur sehr leichte Lektüre vertrage. (So wie mein Gedärm leichte Kost) Renée hatte mich in den Kommentaren schon vor einigen Wochen auf eine Krimiserie hingewiesen von Mario Giordano: Tante Poldi und
Ich habe den ersten Roman begonnen muss aber sagen, dass Giordano keinen besonders guten Schreibstil hat, der sich locker wegliest es holperig und stellenweise gequält lustig. Zudem ist mir seine Hauptprotagonisten Poldi nicht sehr sympathisch und die Beschreibungen von ihr sind widersprüchlich. Trübsinnig, depressiv, dem Alkohol verfallen einerseits, und dann wieder zielstrebig, emsig, lustig, Männerfressend. Irgendwie passt das alles nicht zusammen. Nach drei Kapiteln habe ich aufgegeben.

Ich erinnerte mich an eine Serie die ich vor fast 20 Jahren gelesen hatte, als Katzenkrimis noch schwer in Mode waren. Rita Mae Brown mit Mrs.Murphy ist wahrscheinlich die bekannteste Schriftstellerin von diesem Genre. Doch die Schrifstellerin die ich meine heißt Lilian Jackson Braun mit ihrer 30- bändigen Serie: Die Katze die…
Soweit ich mich noch erinnern kann lasen die ersten 20 Bände locker weg, danach schwächelte die Serie etwas.

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Am späten Morgen rief die Versicherung an und versprach am frühen Abend sich noch einmal zu melden wegen der Details des Fluges. Den Rest des Tages verbrachte ich mit lesen des Krimis und mich nicht zu sehr draußen zu bewegen weil es wieder so irre feucht war.

 

Weltreise Tag 62: Blick in den Spiegel

Der größte blaue Fleck der während einer Blutabnahme entstand. Es gab noch viele andere, aber das war der spektakulärste. Ein bisschen weiter unten an Oberarm sieht man noch den letzten Rest der Vene die irgendwann den Katheter nicht mehr wollte.

Im Hotelzimmer habe ich drei große Spiegel hängen, die mir die letzten Tage sehr von nutzen waren wenn ich die Pflaster wechseln wollte. Der Bauch war immer noch geschwollen wegen der Gase und ich konnte nicht nach vorne bücken um zu sehen was ich da tat.
Als ich mich heute in einen von den besagten Spiegeln anschaute, entdeckte ich zum ersten mal Dinge an mir die einen alten Mann ausmachen. Es würde zu weit führen euch genau zu sagen was es war, aber der mir so vertraute Gesamteindruck, war anders.
‚Hirngespinste, dachte ich noch, doch jetzt da ich es niederschreibe… Ich werde es im Auge behalten.

Am Morgen hatte ich einen weiteren Termin in der Klinik. Es ging schon damit los, dass die Versicherung an Ort und Stelle das Taxi zur falschen Uhrzeit gebucht hatte. Also musste ich mir ein Taxi suchen und selbst bezahlen. Hinzu kommt dass die Taxifahrer keine Visa Karte nehmen, was dem Fehlen des 4G geschuldet ist. Also musste ich erst los und ein Geldautomaten suchen.
Natürlich war meine Chirurgin nicht da, natürlich stand sie im OP, natürlich war nicht klar wann sie Zeit für mich hätte und ob überhaupt. Die Sekretärin nahm die Sache dann in die Hand schrieb eine Erklärung vor, die die Ärztin zwischen zwei OP’s unterschrieb.

Und jetzt warte ich auf eine Antwort….
Wann geht’s nach hause?

Weltreise Tag 61: Room With A View

So ganz ohne Bild sehen die Einträge doch sehr fade aus, oder? Das hier ist der Blick vom Balkon in den Hinterhof vom Hotel, oder besser gesagt in den Vorderhof.  Es ist ein wenig verdreht. Der Haupteingang mit Parkplatz und großer Eingangshalle befindet sich in einer Seitenstraße, während die Hauptstraße und der Zugang zum Meer sich eigentlich den hinteren Teil der Komplexes ausmachen. Das hat den Vorteil, dass auf der Hauptstraße das Restaurant und die Bar des Hotels stehen, die, so wie ich das bis jetzt beurteilen kann, auch so manche Kunden von außerhalb anlockt.

Den Titel habe ich nicht nur wegen das Fotos gewählt. Room With a View ist immer noch einer meiner liebsten James Ivory Filme, den ich übrigens vor ein paar Tagen hier auf einem französischen Sender sah. Zudem ist Ivory ja dieses Jahr mit einem Oscar ausgezeichnet worden für das beste adaptierte Drehbuch. Die Kaltmamsell hat sich den besagten Film Cal Me By My Name angesehen und schreibt darüber. Und ich freue mich darauf wenn ich ihn mir zuhause ansehen kann.

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Über FB erreichte mich ein Foto aus den Staaten:

Der Musiker S. der eine längere Auszeit nimmt zusammen mit seiner Frau S. sind gerade in Florida unterwegs und schickten mir dieses Foto, wahrscheinlich aus einem Restaurant.

Lustigerweise ist zur Zeit mein Lieblingsweißwein, Sauvignon Blanc. Nur der Name ist, wie soll ich sagen… für mich etwas zu hoch gegriffen?
Ich sah mich noch nie als höheres Wesen das verehrt wird.

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Gesundheitlich bin ich fast wieder ganz hergestellt. Der Bauch fühlt sich  jedoch immer noch so an als ob er mit viel Liebe behandelt werden muss.  Ich versuche mich so gesund wie nur möglich zu ernähren und ihm nur Sachen zu geben die nicht schwer verdaulich sind. Milchprodukte lasse ich zur Zeit ganz weg, weil ich auch schon davor Probleme hatte und erst vor einem Tag aufgehört habe Antibiotika zu schlucken. Beides verträgt sich nämlich gar nicht.
Morgen ist der Tag der Entscheidung. Aber das erzähle ich euch dann.

Weltreise Tag 60: Regenzeit

„Es ist Regenzeit hier, sagte die Bedienung gestern am Frühstücksbuffet. Nicht weiter ungewöhnlich“
In der Nacht ging ein heftiger Wolkenbruch nieder.
Dafür war es am Nachmittag dann wieder fast so schwül wie am ersten Tag an dem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Dieses Hin und Her mit der Versicherung bereitete mir eine schlaflose Nacht. Ich telefonierte heute morgen noch einmal und dann war einiges klarer. Ich erspare euch die genauen Details, denn je mehr ich darüber nachdenke, je wütender macht es mich. Das hat alles nichts mehr mit Entspannung und Vorbereitung für die lange, sehr lange Heimreise zu tun.

Zudem fühle ich mich eingesperrt. auf mehrfache weise. Da ich immer noch mehrmals am Tag immer wieder eine Stunde oder mehr wegnicke, mag ich mich nicht zu weit vom Hotel entfernen. Zudem ist Neukaledonien richtig, aber so richtig richtig teuer. Ich hatte ja schon Sydney als teure Stadt erwähnt. Neukaledonien schlägt die Stadt um Längen. Das heißt so kleine Shoppingfluchten, sind finanzieller Selbstmord. Was mich aber am meisten stört ist der Rückständigkeit puncto Internet. Ich hatte bereits hier darüber geschrieben.

Weltreise Tag 59: Parallelwelt

Kennt ihr das, wenn mein eine schwerwiegende Entscheidung getroffen hat und darauf wartet sie eintritt und die Zeitspanne bis dahin zieht sich wie Kaugummi in die Länge?

Ich fange an mich wie in einer Parallelwelt gefangen zu fühlen. Ich könnte noch ein wenig mehr herum wandern und  das eine oder andere erkunden. Doch muss ich vorsichtig sein, denn mein Darm ist noch nicht so zuverlässig wie er es mal war, und ein Klo in der Nähe ist immer willkommen.  Zudem habe ich nicht wirklich Lust mir jetzt noch viel anzusehen. Ich habe beschlossen dass Schluss ist, also IST jetzt Schluss.

Am Morgen hatte ich noch einmal ein Termin im Krankenhaus wegen der letzten drei Klammern die noch im Bauchnabel steckten. Nur um mir dann noch einmal ein Termin verpassen zu lassen, beim Arzt diesmal, den ich wirklich nicht brauche und dieses Fit to FLy Dokument zu kriegen ohne dass mich die Versicherung nicht fliegen lässt. Der letzte Stand war dass die Versicherung den zweiten Termin beim Arzt nicht bezahlen will.
Wie gut dass ich in der Hinterhand noch meine Reiseagentur habe die mich auch nach Hause fliegen wird, ohne diesen Zettel.

Es ist gerade ein bisschen Murks mit Versicherungen angesagt.  Ich hab ja sonst nichts zu tun!

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Frau Gröner vertwitterte einen Artikel über jemanden der im Netz des Hartz 4 regelrecht gefangen ist und nicht herauskommen kann.