Weltreise Tag 10: Die Rückseite der Medaille

Das erste was ich heute morgen las, war das Ergebnis der Goldenen Blogger. Ich machte ein riesigen Jauchtzer, als ich las dass die Kaltmamsell für das Beste Tagebuchblog gewählt wurde. Ich hatte die ganze Veranstaltung leider verschlafen wegen der Zeitverschiebung. Ich habe ihr Blog Vorspeisenplatte schon mehr als einmal erwähnt. Sie versorgt mich und die Welt täglich mit ihren Geschichten und interessanten Links. Zudem hat sie mich während einer Wandertour in Luxemburg besucht und ich war einmal bei ihr und ihrem Gatten in München. Und wir sehen uns alle Jahre wieder auf der re:publica.

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Es war ein seltsamer Tag. Ich hatte nicht wirklich was geplant und ging gestern mit dem Vorsatz ins Bett, dass sich schon irgendwas ergeben würde. Oder mir würde etwas einfallen.
Mir fiel nichts besseres ein als zum Stand zu wandern und mich dort im eine Liege zu legen und zu lesen. Das tat ich dann auch, maximal eingecremt. Irgendwann fiel es mir dann ein mir vielleicht doch noch eine Massage verpassen zu lassen. Diesmal vielleicht ein komplettes Bodyscrup. Gesagt, getan. Ich habe jetzt eine Haut wie ein Kinderpopo.

Die Bodysrup Massage habe ich vom gleichen Masseur wie vor ein paar Tagen für die andere Massage. Er meinte in seinem sehr gebrochenen Englisch, dass er auch private Massagen geben würde. Dabei strahlte er mich auf eine ganz bestimme Art an… Ich hatte sofort verstanden was er damit meinte. Er hatte mir das berühmte ‚Happy Ending‘ einer Massage angeboten.

Ich erklärte ihm dass ich ein ‚Husband‘ hätte und dem auch treu sei, was natürlich gelogen war. Er war hellauf begeistert, als ich ihm erklärte, dass man in Luxemburg als Mann einen Mann heiraten kann.  Und dann erklärte er mir wie schlimm es in Indonesein sei und man sehr gut aufpassen müsse. Er meinte dass man in Bali schon noch einen gewissen Spielraum hätte, doch man sei auf Gedeih und Verderb der Polizei ausgeliefert.
Er erzählte mir ,dass ein Freund von ihm mit Sack und Pack seine Familie verlassen musste, weil er an einer Sexparty teilgenommen hatte. Die Polizei hatte die Party ausgehoben (weil sie nicht ‚bezahlt‘ worden sei) und hatte ein Fernsehteam dabei. Diese Bilder gingen wochenlang über die Sender.  Er zeigte mir die Aufnahmen die immer noch auf YouTube zu finden sind.
Das ist die Rückseite der Medaille eines Paradieses dass eigentlich keines ist.

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Für den Abend hatte ich mir einen Tisch im Baby Monkey bestellt. ( als ich nämlich gestern hin wollte, war alles voll) Ich aß ein fantastisches Mie Goreng.


Der Besitzer und seine Frau kennen mich inzwischen und ich werde sehr herzlich empfangen.

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Gestern sah ich zum ersten mal die Sterne. Da Abend der Himmel meistens bedeckt ist, hatte ich noch keine gesehen. Und da ich mich ja hier nun auf südlichen Hemisphere befinde, gibt es hier Sterne zu sehen die ich noch nie gesehen habe, oder noch nie so hell und so hoch. Sirius zu Beispiel, den man auch bei uns sieht aber nicht so deutlich und so hoch am Himmel.

Ein Screenshot der App Redshift, die ziemlich genial ist. Man hält sie gen Himmel und sie zeigt an welcher Stern sich dort befindet, wie er heißt und wieviele Lichtjahre er entfernt ist.

Eine Meldung aus der Zeitung: Haftstrafe für Prügeleltern

Gestern hat mich eine Meldung aus dem wort.lu sehr zum Nachdenken gebracht hat.

Haftstrafe für Prügeleltern gefordert
Neun- und 17-jährige Söhne offenbar regelmäßig mit Gürtelschlägen gezüchtigt
Mehrmals in der Woche wurden zwei neun- und 17-jährige Jungen aus dem Süden des Landes von Mutter und Vater mit Gürtelschlägen gezüchtigt. Nun droht den Eltern eine Gefängnisstrafe.

Ich möchte weiter aus der Meldung zitieren:

… Und erst zögerlich und gegenüber der Polizei gab ein neunjähriger Junge zu, dass er genau wie sein inzwischen 17-jähriger Bruder von seinen Eltern mit Prügel bestraft werde: mit dem Gürtel auf Rücken, Gesäß und Oberschenkel und das alle zwei bis drei Tage…

Und weiter:

…Er wolle nicht, dass seine Eltern bestraft würden, sagte der Junge dem Polizisten unter Tränen, doch er wünsche sich sehr, dass die Schläge aufhören…

Warum der Junge es unter Tränen preisgibt und sich wünscht dass seine Eltern nicht bestraft werden würden, kann ich nachvollziehen. Ich steckte als neunjähriger in der gleichen Situation.

….Zudem hätten die Eltern sich bemüht, ihre Taten herunterzuspielen. So hatte der Vater gemeint, das seien keine wirklichen Schläge gewesen und wirklich regelmäßig habe man die Kinder auch nicht bestraft….

Ich habe überlegt ob mein Vater versucht hätte sich mit dem gleichen Spruch herauszureden.

…“Sie müssen lernen, zu erkennen was sie ihren Kindern tatsächlich antun“, hob die Anklägerin hervor. Deshalb forderte sie ein Haftstrafe von 12 Monaten und 18 Monaten für die Mutter, sowie eine Geldstrafe für beide…

Ich überlege was es mir gebracht hätte zu sehen, dass meine Eltern bestraft würden.  Hätte es den innerlichen Groll den ich heute noch habe, getilgt? Hätte es mich mit meinem Vater versöhnt? Ich weiß es nicht.
Es hätte mir zumindest als kleiner Junge gezeigt, dass mein Vater nicht die allumfassende ultimative große Gewalt ist. Es hätte ihm auch eine Seite gegeben, in der er hätte nachgeben müssen und Reue zeigen müssen. Er wäre endlich eine dreidimensionale Person geworden die Stärken und Schwächen hat. Er wäre menschlich geworden.

Doch er wurde es erst als es schon zu spät war.

Weltreise Tag 9: Stürmisches Wetter

Es ist 11:30 in Bali.
In Europa 2:30.
Ich bin grad sehr nervös, weil ich nicht auf den Server von Joel.lu komme. FB teilte mir just mit (weil ich den gestrigen Post dort verlinkt habe) dass er um 80% erfolgreicher ist als die verlinkten Posts davor. Das will nichts heißen, aber warum zeigt es dann hier ein ‚gateaway time-out‘ an?
Ich versuchte andere Seiten von denen ich weiß dass sie beim gleichen Provider wie ich gehostet sind. Die gehen alle einwandfrei.
„Ruhe, Joël immer mit der Ruhe!“
Letztendlich könnt ihr diesen Post hier lesen und es ist alles wieder in Ordnung.

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Aber ich wollte eigentlich über ein anderes Restaurant schreiben. Die Beiträge schreibe ich für gewöhnlich abends fertig und lade sie hoch bevor ich zu Tische gehe. Denn nach dem Essen bin ich durch die Verdauung nicht mehr in der Verfassung noch einen gescheiten Satz zu tippen.
Darum dieser Nachtrag:

Das Malaika Restaurant befindet sich auch nur ein Katzensprung vom Hotel entfernt, hat hauptsächlich eine vegane Küche und sie organisieren Kochkurse. Es befindet sich ebenfalls unter den Top Ten von tripadvisor.

Ich hatte das Garden Sandwich das leider etwas fade ausfiel, und ein etwas seltsamem Cocktail aus allerlei Gewürzen, der sehr „gesund“ schmeckte aber nicht wirklich lecker war. Ich hätte doch eines von ihren Fleischgerichten probieren sollen.
Zudem war das Restaurant voll gepackt mit hippsterigen Damen (es war nebst mir nur ein anderer Herr zu Gast) Nicht dass ich mich fehl am Platze fühlte, aber alle benahmen sich so als ob immer herkämen und waren nur voller Lob für die Küche.
Ich las dann in der Menükarte den ganzen Wust an Text durch und es klang alles sehr geschwollen und besserwisserisch. Auch der Untertitel auf der Vorderseite des Menüs (das sich health & lifestile Magazine nennt) störte mich.
The „Secret“ Moksha Restaurant.

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Ich beschloss heute morgen es dann noch einmal mit dem Strand zu versuchen. Der Sonnenbrand ist soweit weg, dank dem Aloe Vera Gel.  Doch bereits während dem Frühstück kündigte sich an dass es heute nicht so toll werden wird. Auch auf der Wetter App sah es nicht gut aus. Man hatte stürmisches Wetter vorausgesagt.

Ich beschloss einen kleinen Ausflug in einen völlig anderen Stadtteil zu machen, nämlich Kuta. Dort merkt man dann dass man in ein richtigen Stadt ist. Mit großen Werbeplakaten und Einkaufsgalerien. Ich fand sogar ein Ableger der französischen Kette Carrefour! Hier in meinem Stadtteil ist alles etwas ländlicher.

Ich lernte den X. kennen, ein Toningenieur aus Frankreich. Er verbringt seit Jahren jeden Winter in Asien. Zeitenweise arbeitet er hier als DJ, dann wieder als Stagemanager, dann wieder Toningenieur für Stars die auf Tournee sind.
Dann lernte ich auch die U. kennen, eine Studentin aus Norwegen, die seit 3 Semester in Australien studiert und ihre Winterferien hier verbringt, wie übrigens viele Australier. Sie gab mir ein paar interessante Tipps was ich mir unbedingt, wenn ich dort bin, noch ansehen soll.

Am Nachmittag zog sich der Himmel dann immer mehr zu und es stürmte immer heftiger. Ich setzte mich eine Weile auf die Terrasse die sehr windgeschützt ist und sah den Bäumen und Palmen zu wie sie sich im Wind bogen. Der Himmel sah trist aus.

Stürmisches Wetter

Plötzlich krachte es! Es war ein gewaltiger Ast von einem Baum Nachbargrundstück abgebrochen und auf Wellblechdach geknallt. Ob er das Dach beschädigt hat konnte ich nicht sehen, aber die Bruchstelle des Astes!

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Heute Abend fand ich einen Zettel auf dem Bett, dass der Internetprovider von Hotel mit seinen Servern umzieht und es in den nächsten 24 Stunden zu Ausfällen kommen kann. Wie nett! Macht euch also darauf gefasst, dass es morgen vielleicht nichts von mir zu lesen gibt.

Weltreise Tag 8: Ubud

6:30 Uhr
„Good morning Mister Joel. This is your wake-up call.“
„(gähn) Thank you. (gähn)“
„You’re welcome. Bye bye.“
„Bye bye.(gähn)“

Aber ich war schon seit einer viertel Stunde wach, da der Hahn mich geweckt hatte. Es gibt hier gleich neben dem Hotel ein paar Hühner samt Hahn, der wie jeder Hahn morgens kräht und das ganz traditionell ‚kikerikiii‘. (Ich hörte da keinen balinesischen Dialekt raus)
Nebst Hahn hört man auch Tauben (die wesentlich kleiner sind als unsere) und noch ein paar undefinierbare Töne von Vögeln. Einer davon sind kleine weiße Papageien mit schwarzem Schnabel, die ich immer wieder vorbeifliegen sehe.

Aufstehen, duschen, Frühstück und los. Ich wählte ein Bami Goreng. Sehr gut! Eine Sängerin von der ich schon länger nichts gehört habe, sang leise über die Lautsprecher. Madeleine Peroux. Ich mochte sie immer sehr, aber irgendwie verschwand sie komplett von meinem Bildschirm…ich schweife ab.

Ich hatte über die Agentur einen Reiseleiter für mich gebucht der mich den ganzen Tag durch Ubud und die Umgebung herumfuhr.

Ubud

Das Teddybär Foto. Hier neben den Reisfeldern in Ubud. Auf den Feldern ist noch nicht viel zu sehen. Sie wurden erst vor kurzem bestellt und es sprießt nur ein leichtes Grün.

So, jetzt wird es ein bisschen eklig, aber nur ein kleines bisschen.
Da ich es schon seit langem kannte aus Fernsehreportagen, war ich sehr neugierig darauf. Dieses kleine possierliche Tierchen ist eine nachtaktive Schleichkatze, ein sogenannter Fleckenmusang. Er wird unter anderem auch mit grünen Kaffeebohnen gefüttert. Das Tier verdaut die Schale und scheidet den Kern (die eigentliche Kaffeebohne) wieder unverdaut aus. Das ist in der Natur bei diesen Schleichkatzen ein völlig natürlicher Vorgang weil sie sich auch dort mitunter von den gleichen Früchten ernähren. Man hat festgestellt dass diese ausgesch…enen Bohnen einen ganz besonderen Geschmack haben und eine tolle Note im Kaffee ergeben. Der sogenannte Luwak Kaffee ist einer der meist ausgefallenen und zudem teuersten Kaffeesorten der Welt.

Da ich ja ein total eingefleischter Kaffee Fan bin, konnte ich nicht anders als ihn einmal zu probieren. Ich bekam ihn mit Ingwer Geschmack was mich störte, denn ich hätte ihn gerne pur getrunken um zu wissn was anders ist.

Da ich mir eine Tasse von den teuren Kaffee bestellt hatte bekam ich noch eine ganze Batterie an Tassen mit Tee, Kaffee und purem Kakao zum probieren. Alles sehr lecker, sogar der pure Kakao ohne Milch und ohne Zucker. Ich kaufte mir eine kleine Dose von 60 gr. Luwak Kaffeebohnen. (die ich jetzt natürlich bis zum Ende der Riese mitschleppen muss!) Die Fram  Pulina, die ich besichtigte, ist eine von denen, in der die Tiere artgerecht gehalten werden und dem man sehr gut empfangen wird. Ein absolutes Muss.

Weiter ging es zu einem Tempel, den Goa Gajah

Es ist einer der ältesten Tempel der Insel und es vermischen sich die Glaubensrichtungen Hindu- und Buddhismus.

Es ist Brauch dass man als Mann einen Sarong, das traditionelle Wickeltuch, tragen muss wenn man einen Tempel betritt.  Somit kommt jetzt das Bild auf das alle warten:

 

Ich im Sarong.

Der Reiseleiter hatte auch noch den Schmetterlingspark vorgesehen. Ich war skeptisch, denn ich habe schon mehrere besichtigt, und kennst du einen kennst du alle. Ich sagte trotzdem zu. Sie hatten ein paar Motten die traumhaft schön waren, aber sonst war es einer der Parks wie man ihn auf aus Luxemburg oder von der Knokke her kennt.

Spannend war aber das hier; man setzte mir eines der größten Insekten der Welt auf die Hand.

Es ist etwas ähnliches wie eine Stabheuschrecke nur noch größer.

Anschließend fuhren wir noch zu  einem anderen Tempel, dem Batuan Tempel in dem ich ein paar gute Fotos von Statuen machen konnte.

Weltreise Tag 7: Guten Morgen, Sonnenbrand

Dabei kam es mir nicht so vor als ob ich übertrieben hätte. Zudem lag ich gestern permanent im Schatten, oder am Nachmittag war die Sonne durch Wolken verdeckt und ich war eingecremt. Doch die Sonne, so sagte man mir, ist während der Regenzeit hier noch um einiges stärker als sonst.

A propos Regenzeit. Spät am Abend ging hier noch einmal ein Wolkenbruch nieder mit Blitz und Donner so heftig dass man ihn erwähnen sollte.

Am Morgen als ich in den Spiegel schaute sah ich einen partiell gut gegarten Lobster. (Fragt nicht nach einem Foto!!!) Sofort nach den Frühstück,  flitze ich zur Apotheke (die man hier Guardian nennt) und besorgte mir eine Flasche Sonnencreme mit maximal Schutz, ein Packung Vitamin E Kapseln und eine noch größere Flasche Aloe Vera Gel.  Ich wagte dann gleich hinterher doch eine Runde Schwimmen in der Hotelanlage, was die Schultern, die sehr dunkelrot waren, gut abkühlte. Ich blieb dann aber nicht draußen sondern verschwand sofort nach innen. Die gebuchte Massage in Hotel Spa viel dann auch nicht so heftig aus, da es vor allem im Schulterbereich sehr weh tat.

Ach ja, das Frühstück: Es gibt sechs verschiedene Formeln von der man sich eine aussuchen kann. Gestern hatte ich ein sehr gutes Müsli das ich ich hier nicht erwartet hätte. Heute hatte ich ein Sudamala Früstück was eigentlich ein englisches Frühstück ist. Ich hatte Egg Benedict, auf einem Brötchen unterlegt mit einer Scheibe Schinken. Dazu gab es Chicken Sausage.

Am späten Nachmittag hatte ich mich noch einmal mit dem F. verabredet, der morgen weiter nach Bangkok fliegt. Ich werde ich 3 Tagen in die entgegengesetzte Richtung fliegen.  Wenn alles von den Daten her stimmt werden wir uns noch einmal auf der Route sehen…

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Am Abend war ich wieder im Baby Monkey (der Name macht mich leicht wuschig) und probierte diesmal das Thunfisch Steak das öfters im Tripadvisor über den grünen Klee gelobt wurde. Zu recht übrigens, es schmeckte mit der balinesischen Soße ganz ausgezeichnet.

Ich machte ein paar Aufnahmen von Schildern die im Restaurant hängen:

…und genau was auf dem Schild stand tat ich auch.

Zum Abschluss des heutigen Tages noch ein Schild das mein Credo für die kommenden Wochen, Monate…ach… Jahre! werden wird.

Und morgen geht es früh raus, denn ich fahre nach Ubud.

Weltreise Tag 6: Sanur – Erste Mini Erkundungen

Sanur heißt der Vorort von Denpasar in dem mein Hotel steht. Es liegt etwas weiter südlich und das Hotel steht ungefähr 150 Meter vom Strand entfernt.

Gestern postete ich folgendes Bild vom Hotel selbst auf FB:

Daraufhin meldete sich der F. dass er auch in Bali sei. Den F. kenne ich seit ewigen Zeiten noch aus der Schule. Große Wiedersehensfreude. In Luxemburg laufen wir uns nie über den Weg.

Ich fuhr per Taxi nach Dusa Nua, eine Art Hochsicherheitskomplex, in dem wir dann in einem der besseren Hotels uns in die Sky Lounge setzen und ein Cocktail tranken. In dem Hotel ist sogar das Schwimmbecken ein Kunstwerk.

So viel noch von gestern.

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Heute nahm ich vor nichts zu tun. Ich werde übrigens versuchen etwas regelmäßiger nichts tun. Schließlich bin ich im Urlaub. Ich ging, nachdem ich richtig lange ausgeschlafen hatte einmal durch die Straßen rund um das Hotel. Es sieht so gar nicht aus wie in Singapur. Es ist im Gegensatz naturbelassener und alles viel einfacher  .

Anschließend schlenderte ich zum Strand, legte mich dort auf eine Liege und verbrachte ein paar Stunden mit lesen.

 

Auf dem Rückweg erwarb ich ein T-Shirt:

So knallrot wie ich noch nie eines hatte.

Am Abend regnete es wieder gründlich und ich beschloss mich nicht zu weit weg zu bewegen. Ich speiste gegenüber vom Hotel in einem kleinen Restaurant das sich Warung Baby Monkeys nennt. Ich hatte Hühnchen mit karamellisierten Zwiebeln viiiiel schwarzem Pfeffer und Reis. Es war ausgezeichnet! Und jetzt eben schaute ich nach einer Homepage.  Und ich habe es anscheinend sehr gut getroffen; das Restaurant steht sechster Stelle der besten Restaurants für Sanur auf Tripadvisor.

Weltreise Tag 5: Von Singapur nach Denpasar /Bali

Ein zweieinhalb Stunden Flug von Singapur nach Denpasar.

Davor sehr schlecht geschlafen. Eigentlich überhaupt nicht geschlafen. Ich verstehe aber nicht richtig warum. Die Nacht davor habe ich geschlafen wie ein Murmeltier und wurde nicht mehr so früh wach wie die Tage davor. Es können doch unmöglich noch Nachfolgeerscheinungen vom Jetlag sein?
Ich tat das was meine Großmutter in dem Fall auch immer machte. Sie versuchte zu ruhen, den Geist nicht mehr anzustrengen, nicht zu lesen und einfach darauf zu warten dass irgendwann der Schalf eintritt. Tat er nicht, aber zumindest fühlte ich mich dadurch heute morgen kurz vor 5:00 Uhr nicht wie gerädert.

In Singapur lief das Einchecken glatt wie an Schnürchen. Es läuft überhaupt alles glatt wie am Schnürchen in Singapur.
Der Taxichauffeur der mich heute Morgen zum Flughafen brachte, erklärte mir dass November, Dezember und Januar die Monsunzeit ist in Singapur. Ich hatte also großes Glück in den paar Tagen dass ich keine Schauer ab bekam. Was ich gestern Nachmittag aber durch das gewaltige Gewitter (das hatte ich nicht erwähnt) nicht machen konnte, war noch einmal die Nationalgalerie gehen und mir die Sonderausstellung der Bilder von Claude Monnet anzusehen. Es war nämlich auch ein Seerosenbild dabei (mit dem ich ja immer noch liebäugele ob ich mir nicht ein Kopie ins Wohnzimmer hängen soll)

Das Peninsula Exelsior Hotel an sich war ok, doch es wäre schön wenn man langsam aber sicher die Zimmer renoviert, denn meines sah sehr verlebt aus. Das Frühstück auf‘s Zimmer bestellen war keine gute Idee, am Tag danach versuchte ich das Frühstück im großen Frühstücksraum, und war dann doch sehr angetan ob der großen Vielfalt.

Soviel zu dem was ich die letzten Tagen nicht aufgeschrieben habe.

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Als ich in Bali ankam regnete es noch nicht, doch die Schauer kam als ich im Hotel war. Es war überhaupt ein etwas seltsamer Transfer. Hier anzukommen ist etwas anders als in Singapur. Da ich keinen Transfer zum Hotel dabei hatte musste ich ihn selbst organisieren. Das ist insofern kein Problem, da es ja Taxis gibt. Ein Mann sprang regelrecht auf mich zu und bot sich mich zu fahren. Ich willigte ein. Ich bat ihn noch an einem Stand zu halten an dem Internet Pin Karten verkauft werden. Doch da ich noch nichts gewechselt hatte schob er das Geld vor! Fand ich sehr nett von ihm. Er brachte mich anschließend zu einem Geldautomaten, damit ich Rupien abheben konnte. Ich hinterließ ihm ein bombastisches Trinkgeld.
Das Hotel heißt Sudamala Suits & Villas und ist nicht besonders groß, was ich sehr zu schätzen weiß, denn dann ist die Betreuung individueller. Es dauerte eine Weile bis ich mein Zimmer beziehen konnte, doch als ich es sah war ich sprachlos:

Ist das Zimmer nicht ein Traum?

Bali

Ein Stapel Elefanten im Garten.

Zu hause brüste ich mich ja immer mit meiner großen Dusche in der mindestens 3 Leute Platz haben. Hier kann ein halbes Dutzend gleichzeitig duschen.

Und dann wäre da NOCH eine Dusche. Eine die ich bis dato nie in einem Hotelzimmer hatte. Das Klo besitzt nämlich auch eine. Ein sogenannter Eco-Wascher. Da ich mich ja immer gerne für Experimente hergebe, werde ich berichten… Ob das jetzt nur ein lauwarmes feuchtes Lüftchen ist, oder eher in Richtung Einlauf mit Hochdruck geht.

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Und was sonst noch so passiert ist darüber schreibe ich morgen.

Weltreise Tag 4: Letzter Tag Singapur

Dass das Essen gestern Abend von Mongolischen Grill nicht in Ordnung war, teilte mir meine Verdauung umgehend in Form eines gewaltigen Durchfalls mit. Wie gut dass ich mit der Verdauung nie wirkliche Probleme habe. Wenn ich mal etwas Schlechtes gegessen habe, bin ich es rasend schnell wieder los, ob zum Vorder- oder Hinterausgang.*

Der letzte Tag.
Ich wollte mir unbedingt noch die Gärten der Marina Bay ansehen und wenn ich schon da bin, auch einmal auf das Sands Gebäude steigen.

Die Gärten der Marina Bay sind sagenhaft! Wenn Singapur sich etwas vornimmt, dann wird das richtig und im großen Stil gemacht. Das gilt auch für die Gärten. Ich konnte und wollte sie nicht ganz durchwandern, das hätte einen ganzen Tag in Anspruch genommen. Ich besuchte die großen gläsernen Dome die, glaube ich, die größten Glasgewächshäuser der Welt sind. Es gibt ein Blumen- und ein Waldhaus. Und während man in sich Europa darauf gefasst macht, dass es in solchen Gewächshäusern warm und feucht ist, ist es hier genau umgekehrt. Die Häuser sind runtergekühlt! Noch wärmer und feuchter als Singapur, geht ja auch nicht!

Und überall, wie auch schon in Chinatown, überall Hunde! Bis es mit endlich von selbst einfiel! Das chinesische neue Jahr hat vor kurzem begonnen und wir habend das  Jahr des …HUNDES! Zudem war eine extra Ausstellung über Dahlien, die aber nur noch ein paar Tage geht.

Neben den Dahlien, gibt es auch die permanente Ausstellung der Sukkulenten. Und es sind nicht nur die Pflanzen ausgestellt sind sondern auch jede Menge Kunst. So versteckt sich zum Beispiel Alice im Wunderland in einem Teil der Hochbeete. (siehe oben)

In den grün bewachsenen Wänden verstecken sich immer wieder Dinge wie hier der doppelköpfige Drache,

…oder hier Steinschnecken. Was anderswo vielleicht sehr kitschig aussieht, hier passt es einfach.

Das ist das einzige Panoramafoto das annähernd die gewaltige Größe zeigt. Als ich oben auf der Brücke stand, die hier im Bild mit winzig kleinen Leuten zu sehen ist, merkte ich wieder, dass ich ab einer gewissen Höhe nicht mehr so tun kann als ob ich schwindelfrei wäre.

Und dann wären noch diese riesigen Gebilde die man auf jeder Postkarte von Singapur findet:

Singapur

Man lässt daran Pflanzen hochwachsen und irgendwann werden die ganz zugewachsen sein.

Von den Gärten aus gelangt man über ein Ponton bis in das Sands Gebäude hinein. Doch als ich inwendig nach den Aufzug suchte um auf die oberste Plattform zu gelangen, war dort die Schlange so lang, dass ich aufgab.

Ich ging stattdessen in die Shoppingmall und setzte mich in ein Dumpling Restaurant. Es sah alles so irrsinnig lecker aus, und die Bedienung musste mich in meinem Bestelleifer bremsen. Sie bat mich  dann von allen Gerichten mindestens zwei Stück zu streichen weil zu viel wäre. Sie sollte recht behalten, denn alles was an den Tisch kam schaffte ich nicht. Dabei liebe ich Dumplings über alles, aber hier sind sie um einiges größer und sättigender als bei uns.

Ich wankte zurück ins Hotel und machte ein Nickerchen.

Gegen 17:00 weckte mich ein gewaltiges Donnerwetter, das man vorausgesagt hatte.

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Ich muss gestehen, ich habe mich selten so schnell in eine Großstadt verliebt wie in Singapur. Sogar Berlin, das immer noch meine Lieblingsgroßstadt Nr1. ist, kommt da nicht ran. Ich habe noch nie eine so saubere Stadt erlebt. Man kann hier bedenkenlos vom Bürgersteig essen! Man sieht keine einzige Kippe rumliegen, kein Papierchen, nix! Wenn was auf dem Boden liegt, dann ein welkes Blatt eines Baumes und selbst das bleibt nicht lange liegen, denn hier wuselt eine Armada an Straßenfeger umher. Ich hatte auch nie das Gefühl nicht sicher zu sein. Es gibt keine Bettler und nur sehr wenige Obdachlose. Gestern Abend sah ich zum ersten mal ein paar wenige Männer sehr versteckt in Ecke vom Park hinter dem Hotel sitzen. Es gibt hier Chinesen, Malaysier, Inder, Japaner, Europäer, alles wild durcheinander gemischt und es klappt. Ich hatte nie das Gefühl ein Fremder zu sein.

Ich werde ganz bestimmt noch einmal nach Singapur kommen, denn ich habe ja nur einen kleinen Bruchteil der Stadt gesehen.

Morgen muss ich sehr früh raus denn mein Flug geht kurz nach 8:00.  Wir lesen uns in Bali, vorrausgesetzt, das mit dem Wifi klappt so reibungslos wie hier.

* Was für ein gefühlvoll delikater Blogpost Anfang!

 

Weltreise Tag 3: Zwischen Vergnügen und Schauer

Das mit dem Jetlag ist seltsam. Ich bin morgens sehr früh wach. Ich erwachte kurz vor 5:00 Uhr.

Dabei war ich gestern Abend auf eine Empfehlung hin ins Smoke & Mirrors, eine Bar die sich in der National Galerie befindet. Sie haben wirklich ausgefallene Cocktails. Dabei entstand folgendes Foto:

Das Marina Bay Sands Gebäude ist einfach der Hammer.

Auf eine weitere Empfehlung ging ich gestern ins Jumbo Seefood Restaurant. Als ich dort ankam hatte ich wenig Hoffnung überhaupt einen Tisch zu bekommen, doch ging es erstaunlich schnell.

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Heute morgen flog ich kurzentschlossen nach Ägypten und machte ein paar Fotos.

Aber da mir das eh keiner glaubt; ich war in den Universal Studios. Es ist ein Teil der Vergnügungsinsel Sentosa und ganz südlich vom Zentrum. Asiatische Vergnügungsparks sind noch mal um eine Idee schriller und lauter als die bei uns oder in den Staaten. Man hält das nur bedingt lange aus. Doch wenn ich schon mal da bin dann, dann will ich auch wissen wie schlimm es tatsächlich ist.

Der Transformers 3D Ride war schon ziemlich spektakulär zumal man nicht richtig weiß wie weit man wirklich herumgefahren wird, oder wie viel einem vorgegaukelt wird. Wer will kann es sich hier mehr oder weniger ansehen.

Ach ja, ich habe die Liebe meines Lebens gefunden:

Auf den Rückweg, zog sich der Himmel immer mehr zu.

Das Foto habe ich durch die grünlich eingefärbte Scheibe des Sentosa Express gemacht. Als ich dann im Zentrum ankam, wurde es so unerträglich heiß, dass ich kurzerhand in ein Starbucks flüchtete. Doch als ich wieder raus kam, war es noch wärmer geworden und es fühlte sich an als ob bald ein gewaltige Schauer käme.

Dem war auch so.

Schauer

Ich zappte noch einmal durch die Fernsehsender und viel auf eine sehr ungewöhnliche Serie.

Young Sherlock ist eine chinesische TV Serie die während der Tang Dynastie spielt. Das ist bis jetzt die exotischste Version der Roman Figur von Arthur Conan Doyle.

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Für’s Abendessen hatte ich bereits gestern auf dem Weg zum Jumbo Seafood einen Mongolischen Grill entdeckt. Den wollte ich ausprobieren, da nicht noch einmal nach Fisch wollte. Der Name des Restaurants „Kublai Kahn“ erinnerte mich an die asiatischen Abende des Intercontiental Hotels (das heutige Hilton) in Luxemburg gaanz gaanz früher…
Was für ein Reinfall! Das erste Restaurant in dem ich so richtig enttäuscht wurde. Zudem war es nicht besonders sauber, und eigentlich hätte ich sofort Kehrt machen sollen.

Stattdessen bekam ich den Tipp in einem Brillengeschäft, es doch mal auf der anderen Seite des Flusses zu versuchen nicht am Clark Quey, sondern am Boat Quey.

Weltreise Tag2: Singapur, erste Erkundungen

Mein Hotel heißt Peninsula Exelsior und ist ein ziemlich dicker Brocken. Das erste was ich entdeckte war die Sky Lounge im 22. Stock in die man nicht so ohne weiteres hoch kommt. Doch die Aussicht ist ….

Singapur

Ich rate euch auf das Bild zu klicken und es euch in der Originalgröße anzusehen.

Ein bisschen Jetlag muss sein, obwohl ich ihn als nicht wirklich schlimm empfinde. Ich zwang mich am Abend davor noch eine Weile aufzubleiben, bis mir die Augen zufielen. Doch kurz vor 5 war ich wach. Also zappte ich durchs Fernsehen. Auf einem Singapursender fand ich eine Info über eine wöchentliche Soap. Sie nennt sich Together Apart. Singapur wir ja immer als toller Meltingpot angesehen, in dem es so viele verschiedene ethnische Gruppen gibt und alle leben harmonisch miteinander. Die Soap zeigt dass es doch nicht so einfach ist und sich heftigst darüber gestritten wird, wer sich denn nun Singapurianer nennen darf.

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Ich ließ mir das Frühstück aufs Zimmer kommen. Das war nicht wirklich eine gute Entscheidung, denn es war soso lala. Es gab australische Marmelade und Oldenburger Butter. Merke: Morgen das Frühstück in dem kleinen italienischen Café direkt unten am Hoteleingang nehmen.

Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, doch seltsamerweise macht sie mir nichts aus. Also zog ich erst mal zu Fuß los zu all den spektakulären Gebäuden die ich am Abend davor von der Sky Lounge aus gesehen hatte.

Den Teddy gaben mir die A., die N., die S. und der M. mit, um an jedem Ort ein Foto von ihm zu machen. Ein bisschen so wie der Zwerg aus dem Amélie Poulain Film.
Bitte schön.
Mit dem Gebäude im Hintergrund; mehr Singapur geht nicht!

Ich ging zu Fuß über die Double Helix Bridge hinüber zur Marina Bay.

Vor dem Art Sience Museum gibt einen prachtvollen Seerosenteich.

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Die Shopping Mal der Marina Bay Sands ist übrigens eine der größten und schönsten die ich bis jetzt gesehen habe. Allein der Chanel Laden geht über drei Stockwerke:

Von dort aus nahm ich die U-Bahn nach Chinatown.

Ein unglaubliches Gewusel von Touristen und Chinesen mit hunderten von Geschäften.

Ich beschloss dann zu Fuß zum Hotel zurück zu gehen, das nicht mehr weit war, und dort ein paar Stunden am Pool verbringen.