Fressen, Kunst und Puderquaste

Monat: August 2013 (Seite 2 von 2)

Fotoausbeute der lezten Tage

So ein Foto wollte ich immer schon machen. Es ist auf einer Bahnstecke in Dahn die nur noch selten genutzt wird. Sie ist nicht weiter gesichert und so stieg auf die Schienen…

Ein Ausflug nach Weissemburg oder richtiger Wissembourg. Ein kleiner Fluss zieht sich mitten durch die Altstadt. Ein Postkartenmotiv.

In Gedenken an…

Trübsinniges Wetter, also schreiben wir heute mal über etwas, das mich dieses Jahr zum weinen brachte.

Am 1 Juni 2007 schrieb ich im alten Blog:

Eine Seite die sich in Form und Farbe so wie auch vom Inhalt diametral von (meinem Blog)“Augenblicke“ unterscheidet ist Hofgeschnatter. Ich lese das Blog schon seit Jahren still mit. The simple Life wäre auch eine gute Überschrift dafür. Monika, die das Blog betreut ist verheiratet und hat einen Hof mit Hühner, Katzen, Kaninchen, Schafen, Gänsen und seit neustem auch Bienenstöcken. Von Beruf ist Monika Arzthelferin (sie möge mich berichtigen wenn ich was falsches sage) doch ihr ganzes Herz hängt am Hof und seinen Tieren. Sie berichtet viel von ihren Tieren und was tagtäglich an Arbeitspensum ansteht. Sie kocht ihre Marmelade selbst, stellt ihre eigene Seife her, befüllt Weckgläser mit allem was ihr Garten hergibt, dekoriert ihr Haus nach den Jahreszeiten und Festlichkeiten, kocht viele leckere Sachen und stellt die Rezepte dazu im Blog vor.

Es ist ein Leben das ich nicht führen möchte, dafür bin ich zu sehr berufs- und karierefixiert. Aber wenn man ihr Blog eine Weile mit liest, merkt man dass sie sehr zufrieden und glücklich ist mit ihrem Leben. Ein Umstand für den viele sie beneiden…

Irgendwann Ende letzten Jahres war plötzlich Stille. Monika schrieb dass sie keine rechte Lust verspüre zu schreiben und über die Feiertage erst mal Pause macht. Ich kann das absolut nachvollziehen; ich habe ja auch eine große Blogpause eingelegt von etwas mehr als einem Jahr. Und dann im März diesen Jahres schreibt ihr Mann Uwe im Blog, dass Monika unerwartet verstorben sei…
Ich las den Eintrag und all die Beileidsbekundungen in den Kommentaren und mit liefen die Tränen über die Wangen. Es war so als ob auch ich einen wertvollen Menschen verloren hätte, obwohl ich Monika gar nicht persönlich kannte. Alles was sie schrieb war immer so von Herzen ehrlich und positiv, selbst dann wenn sie sich über Dinge ärgerte. Es war Inspiration pur. Und plötzlich war sie weg.
Ihr Mann führt nun das Blog weiter. Es gibt weiterhin Hof- und Tiergeschichten aber auch viele sehr traurige Momente, von einem Mann der der seine Frau über alles geliebt hat und die ihm unsagbar fehlt.

Vermischung aller Eindrücke

…und daran ist nur der Sake schuld.
Ich sollte vielleicht eins nach dem anderen erzählen.
Wobei grad in dem „Café das ich nicht besonders mag, das WLAN aber gut ist“ Cher auf zwei riesigen Flachbildfernsehern ein Konzert singt. Ich wusste nicht dass ich sooo viele Lieder von ihr kenne.

Ich saß beim Chinesen. Ich aß Ente auf einer Brutzelplatte, erstaunlich gut, was mich überraschte, denn es war der Chinese „den ich nicht so besonders mag“, aber ich war zu faul um zwei Straßen weiter zu gehen. Währenddessen las ich Fred Vargas „Die dritte Jungfrau“. Ein Buch das ich mir eigentlich aufsparen wollte für nächste Woche wenn ich ein paar Tage verreise, doch ich konnte nicht anders. Wenn ich etwas an Fred Vargas liebe, dann ihre Art zu schreiben. Es ist ein Hochgenuss. Es liest sich locker flockig dahin ohne nur einen Augenblick platt oder dümmlich zu sein. Zwischenzeitlich viel mir wieder diese Fassade gegenüber des Restaurants auf und ich musste sie twittern.

Die Chinesin und Chefin des Hauses, verwickelte mich ein ein Gespräch, das ein wildes Durcheinander von französisch, Brocken von Chinesisch und Luxemburgisch ist. Ob ich in Urlaub fahre wollte sie wissen. Ja, ich fahre für ein paar Tage weg. Und ob das teuer ist? Nein es ist nicht sooo teuer. Und währenddessen schwirrte mir Kommissar Adamsberg im Kopf herum, der mit die Schönheit von Wasser erklärte, das Steine glatt schleift und zu schönen glatten Kieselsteinen formt, im Laufe der Tage und Jahre und Jahrzehnte. Und als ich einen Schluck Saké nahm, war mir sofort klar, dass es der Schluck zuviel war, der mich umhauen würde und ich noch eine ganze Weile wach bleiben müsste um zu mir zu kommen.

Und Kommissar Adamsberg erzählte mir warum er den Ehering seines Vaters trägt, denn keiner traute sich zu fragen ob er nun doch verheiratet sei.

Und Cher dröhnt mir in den Ohren; es sind die letzen Songs des Konzertes und somit ihren letzten großen Hits die alle grauselig technolastig waren.

Ich sehne mir den Montag herbei… und noch mehr den Dienstag an dem ich endlich wieder einen gescheiten Internetanschluss haben werde und nicht in Kneipen sitzen muss.

Buhen

Buhrufe sind demonstrative Äußerungen des Missfallens, mit denen enttäuschte oder entrüstete Publikumsmitglieder Darbietungen wie Theaterstücke, Konzerte, Filmpremieren oder andere Performances beurteilen. Als ein Partikel gehört Buh zur Wortart der Interjektionen.

Über diese Interjektionen schreibt, Sybille Berg in ihrer letzten Kolumne. Interessant dabei ist, dass ich ihre Sichtweise absolut vertreten kann und sie hat genau genommen mit allem Recht was sie schreibt. Doch arbeite ich selbst viel und oft am Theater und habe während der Spielzeit oft zwei Premieren im Monat, wenn es sehr heftig kommt manchmal sogar drei. Buhrufe sind dabei echt die Ausnahme. Ich glaube es ist mir ein oder zwei mal in meiner ganzen Karriere am Theater passiert.
Dazu muss ich sagen, dass es bei diesen Aufführungen vorauszusehen war und sich niemand wunderte dass es geschah. Gründe dafür gibt es verschiedene, das Stück ist grottenschlecht, die Inszenierung ist unzumutbar. Selten sind die es die Schauspieler selbst die für ihre Art der Darbietung angegriffen werden.
Vor kurzem noch saß ich selbst in einer Vorstellung, in Recklinghausen bei der ein Klassiker von Horwarth der so lieb- und einfallslos inszeniert war, dass Buhrufe echt angebracht gewesen wären. Doch merkte man auch, dass die Schauspieler enormes Potenzial hatten und und mit allen Mitteln dagegen kämpften. Das spürte das Publikum auch und so blieben die Buhrufe aus, weil es nicht fair gewesen wäre.
Es sei hinzugefügt, dass vor allem bei Premieren gebuht wird, da es dort die trifft die es dem Publikum nach verdienen. In den regulären Vorstellungen geht es dann meist gesitteter zu.

Ob mich die Buhruffe treffen? Darüber werde ich schreiben wenn es denn mal wieder der Fall sein sollte.

Irgendwo zwischen allen Fronten

Sitze in einem Kaffee das ich nicht besonders mag, doch die Musik ist grad nicht schlecht. Nathalie Imbruglia – Torn. Ein alter Titel der viele Erinnerungen in sich birgt. Der Internetanschluss ist recht gut hier. Ich kann auf dem iPad schreiben, ohne große Probleme. Der Anschluss schluckt alles.
Die Idee ist es ein Freewriting Eintrag zu schreiben…

Heute Abend wurde mir bewusst, dass ich das alte Haus in der alten Heimat vermissen werde so schön wie die neue Wohnung auch sein mag. Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier, ich bin da nicht anderes. Dabei sehe alle unerledigten Dinge sich auftürmen in allen Ecken. Es sind so viele die ich noch in Angriff nehmen soll…muss…doch mir fehlt jegliche Kraft dazu. Die augenblickliche Hitze ist dabei nicht besonders förderlich, obwohl ich diese heissen Tage ja liebe.

Ich habe nächste Woche ganz spontan ein paar Wellness Tage gebucht, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, keinen Urlaub zu machen, da mein Budget so schon arg strapaziert wurde wegen dem Umbau. Es ist mir egal, ich muss raus hier.

Dann ist da noch der ganze private Wust, über den ich hier nicht schreiben möchte, der mich aber mehr in Anspruch nimmt als ich es mir selbst eingestehe…

Die nächste Theatersaison klingt auch nicht besonders vielversprechend. Die Saison 13/14 wird voraussichtlich nicht so großartig werden wie die beiden letzten Jahre.

Und wenn ich das alles hier lese ist es ein einziges Wehklagen…Herrgott wie das hasse!

Noch mehr Elefanten

Aber dieses mal, und das wusste ich nicht, nicht in Luxemburg, sondern in Trier.

Auf den ersten Blick sind sie ja ganz nett, aber der Kitschfaktor setzt dann doch sehr schnell ein, allen voran der letzte mit dem Baguette. Geschmäcker sind halt sehr verschieden.

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