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Fressen, Kunst und Puderquaste

Monat: September 2018 (Seite 2 von 3)

Die sozialen Netzwerke und ich

geralt / Pixabay

Heute mal was anderes als Tagebuchbloggen.

Wer hier schon etwas länger mitliest weiß, dass dabei bin mir Facebook abzugewöhnen, weil Facebook einfach …out ist. Dass ich trotz allem mein Profil dort beibehalte, hat weitgehend mit meinem Job zu tun und der Einfachheit halber mich dort wiederzufinden und zu kontaktieren. Eigene Posts werden immer weniger.

Twitter ist inzwischen ein ziemlich raues Pflaster geworden. Da habe ich letztens ein Tweet, der als Aufreger gedacht war, über eine Singvogelart die in den 70ern gegessen wurde und inzwischen geschützt ist, als alten Hut dahingestellt, was er ja auch ist.  Ich wurde im Thread derart niedergeknüppelt als ob es keinen Morgen für mich gäbe.
Ansonsten lese ich viel wüstes Zeug von feigen Trollen mit hohem Frustrationslevel und geringer Schulbildung.
Meine eigenen Tweets beschränken sich weitgehend auf die Verlinkung der Blogeiträge oder Retweets von lustigen Sachen.

Und dann wäre da noch Instagram, das mir mehr wie eine Beautyversion von Twitter vorkommt. Irgendwie wird das regiert von schönen Menschen, die jeden Tag schöner werden und nur schöne Dinge tun mit schönen Partnern in schöner Umgebung.
Ich selbst folge ein paar Beauty Gurus aus beruflichen Gründen weil sie halt sehr viele Produkte testen und deren Urteil weitgehend vertrauenswürdig ist.  Damit ich das tun kann habe ich auch ein Konto dort auf dem ich aber nichts weiter poste. Das letzte Foto war vor fast 2 Jahren!
Doch muss deren Algorythmus mich auf dem Kieker haben, denn ich bekomme stossweise immer neue Follower ohne dass ich irgendwas dafür tue. Vielleicht sollte ich doch irgendwann…?
Ach ich weiß es doch auch nicht.

Da lobe ich mir mein Blog im den ich selbst regiere und so schön oder hässlich bin wie ich es will und mir redet keiner rein oder traktiert mich mit Algorythmen.

Bin ich altmodisch?

Zwei Geburtstage

Das Gefühl habe ich jedes Jahr zur gleichen Zeit, mitte September. Ich bin auf mehr Geburtstagsfeiern eingeladen als sonst im Jahr. Gibt es tatsächlich so viele die unter dem Sternzeichen der Jungfrau geboren wurden? Gibt es so viele Paare die Weihnachten, das Fest der Liebe, und die kalten Wochen danach als Anlass zum Kuscheln und mehr genommen haben?

Gesten war ich auf zwei Geburtstage eingeladen.
Und auf beiden Feiern lagen Freude und Trauer so nah beieinander, dass ich am Ende nur noch eine großer Erschöpfung spürte, die mich wie ein Stein ins Bett fallen ließ.

Die erste Feier war im Park Tony Neumann über den ich schon einmal berichtete und der für mich einer der schönsten Parks der Stadt ist.
Die S. die zwei Tage nach mir Geburtstag hat, rief mich an und fragte ob ich nicht bei Zeiten da sein könnte, um einen Tisch im Park zu besetzen sonst würde es schwierig werden mit dem Picknick. Also musste ich aus dem Stand von 0 auf 100 hochfahren, damit ich zeitig dort war. Doch ich es stellte sich heraus dass der Platz kein Problem war.

Es war sehr entspannt und die Feier war nicht groß. Das Wetter war großartig und wir lagen auf Decken in der Sonne.  Die S. begräbt zur Zeit, wie ich vor ein paar Jahren, ein Familienmitglied nach dem anderen. Zwischenzeitlich bekam sie einen weiteren Telefonanruf der noch einmal alles über den Haufen schmiss. Und zwischen der Wiedersehensfreude  wegen langer nicht gesehenen Freunde und  der Trauer war alles sehr emotional.

Zwischenzeitlich rief die A. und an und erzählte mir die neuesten Schandtaten von meinem Patenkind Dalton, dass er dann doch nicht so gut erzogen wurde wie man sie das glauben machen wollte.  Sie ließ ihn gestern eine Weile an der Longe laufen, bis er urplötzlich keine Lust mehr hatte, regelrecht eine Pirouette drehte und die A. am Halfter über den Sand durch die Halle zog.  Das geht natürlich überhaupt nicht. Zudem sah es so aus als ob er das schon mehrfach probiert hätte mit Erfolg.
Alle rieten ihr einen Zureiter zu engagieren, der das Pferd täglich trainiert und auch länger mit ihm arbeiten kann, damit Dalton seine Macken verliert.

Wir verabredeten uns für den frühen Abend um zur nächsten Party zu fahren. Ihre Cousine, die Besitzerin der Hostellerie du Grünewald feierte ihren runden Geburtstag und es war gewaltiges Fest vorbereitet worden.

Doch auch hier bekam die A. kurz bevor einen Anruf, dass ihre Tante in die Klinik eingeliefert worden sei mit einer Kopfverletzung und einem Blutgerinsel. Das verdarb des A. natürlich die Feier weil einiges organisiert werden musste, da die Tante keine direkte Nachkommen hat und zurückgezogen lebt. (Es erinnerte mich viel an meine Tante Gritty.)

Kurz nach 11 Uhr plumpste ich in mein Bett und schlief sofort ein.

Dalton ist da

Wer schon eine Weile mitliest weiß, dass ich vor kurzem Pate von einem Pferd wurde. Er heißt Dalton. Die ausführliche Geschichte könnt ihr hier lesen.

Heute kam er in Luxemburg an. Pünktlich auf den Tag.

Nach der langen Fahrt sah er ein wenig verdattert aus.
Zudem haben sie ihm die Mähne vorne gerade abgeschnitten. Das lässt ihn ein wenig wie Mireille Matieu aussehen. Ich glaube da muss ich die nächsten Tage nochmal ran; so sieht das doof aus.

Und da ich ja Pate bin will die Tradition dass ich Dragees mitbringe. Ich persönlich mag Dragees überhaupt nicht, weder mit Schokolade noch mit Mandeln.
Ich fand bei meinem Konditor an der Ecke etwas viel besseres. Mandiants, die man mir hübsch einzeln verpackte.

***

Mein Namensvetter Joël twitterte folgen den Link:

Da war ich dann doch sehr überrascht, denn das wusste ich nicht!
Hier sind beide Links des zweiteiligen Artikels.
Teil1 / Teil2
Es soll mir keiner nachsagen ich würde es euch mit den Links nicht leicht machen 😉

Die irre Freitag

Wenn so viel an einem Tag passiert, wäre ich froh ich könnte mir das ein wenig aufteilen auf andere Tage fürs Blog wo es stinklangweilig ist aber, Tagebuch ist nunmal Tagebuch.

Eines vorweg, es werden sehr viele Fotos.

Früh am Morgen bereitete ich alles vor für das erste Meeting im Theater. Ich hatte schon so einiges noch vor der den Ferien vorbereitet. Das sollte sich als sehr nützlich erweisen, denn es wurde alles angenommen, und ich kann dem Endspurt des ersten Theaterstückes der Saison entspannt entgegen sehen.

Nach dem Friseurtermin, der sehr nötig war, traf ich mich mit der N. die ich schon eine Weile nicht gesehen hatte. Die N. sollte an diesem Nachmittag ihr Geburtstagsgeschenk vom letzten Jahr einlösen und ich durfte mit.
Es war ein Rundflug über Luxemburg in einer Piper und ich durfte mit. Das tolle für die N. war, sie durfte den Flieger in der Luft steuern.

Wir flogen von der Hauptstadt aus in nördliche Richtung bis hoch nach Diekirch bis um uns dann an der Sauer und der Mosel zu orientieren und wieder in den Süden zu fliegen, vorbei an meiner alten Heimat weiter hinunter bis zur Mosel.

Die alte Heimat.

 

Die kleine Ansiedlung an Häusern etwas außerhalb der Ortes in der ich aufwuchs. Und bei näherer Betrachtung sah ich das was ich schon wusste aber noch nicht gesehen hatte:

Am linken Ende der Siedlung ist eine leere Parzelle auf der kein Haus mehr steht. Dort stand mein Elternhaus. Es wurde vor wenigen Wochen abgerissen.
Doch trotz diesem kleinen Stich im Herzen, war es ein wunderschöner Rundflug, den ich um alles in der Welt nicht hätte missen wollen.

Die N. und unser Pilot.

 

MERCI N.!!!!!

***

Von dort aus ging es dann ins Rooftop wo die A. uns erwartete mit einer weiteren Überraschung. Ich bekam eine Reihe von kleinen Geschenken die alle auf etwas größeres hinwiesen. da ich ja für meinen Geburtstag nicht hier war, kam das Geschenk jetzt nach.

Die N. dokumentierte das ganze mit Fotos, die ich aber unmöglich alle einstellen kann. Hier ein paar davon:

Ein Tiernapf? Nein eine herzförmige Silikonbackform.

 

Ich stehe völlig auf dem Schlauch. Minigewürze und ein Mini Einkaufswagen…

 

Eine Shoppingtour im Supermarkt????? Nein. Die A. brach zusammen vor Lachen.

 

Und dann bekam ich den letzten Umschlag….

Einen Gutschein für einen Kochkursus von einem Tag mit einem der größten Sterneköche aus Luxemburg.
WOW!

Die Rückfahrt

Der erste Teil der Fahrt am Mittwoch war ereignislos wenn auch lang. Ich mag einfach nicht mehr so lange fahren.

Das Hotel das ich mir bei Orléans ausgesucht hatte, war völlig in Ordnung, doch das angeschlossene Restaurant war ein Reinfall. Ein gehetzter gestresster Service. Dann war das Gericht das ich bestellte so gerade genießbar. Ich war zu müde zum reklamieren und ich ging einfach ins Bett.

***

Den Rest der Fahrt nach Luxemburg erwies sich als schnell aber sehr trist. Es regnete quasi die ganze Strecke durch und die Temperaturen waren so kanpp unter 20 Grad.

Willkommen in Lxuemburg.

***

Später am Nachmittag schickte mir die D. die neue Eisvariante von Bargeton in St.Jean. Rhabarber!
Ach Menno! Ich will die auch kosten!

Noch viel später saß ich im Rooftop:

…das wieder geöffnet ist, nachdem es für die Schobereasse geschlossen hatte.
Es war schön, aber es war schweinekalt.

1000 Fragen 421-440

OyeHaHa / Pixabay

 

421. Welches Ritual hast du beim Duschen?
Wenn das Duschgel oder die Seife die ich benutze etwas Ritualhaftes hat, dann ja.  Aber eine bestimmte Reihenfolge der zu reinigenden Oberflächen habe ich nicht.

422. Wie gefährlich ist deine Arbeit?

Eigentlich gar nicht wenn man gute Nerven und ein dickes Fell hat.

423. Welchen Kinofilm hast du sehr genossen?
Da ich früher sehr viel ins Kino ging und heute immer noch versuche mindestens einmal die Woche zu gehen, könnte ich jetzt ein Liste an Filmen angeben die genial fand. Einer meiner absoluten Lieblinge ist aber immer noch Cabaret von Bob Fosse.

424. Welches Brettspiel magst du am liebsten?
Keines.

425. Wem hast du zuletzt eine Postkarte geschickt?
Meiner Großmutter als sie noch lebte. Es war eine Urlaubskarte.

426. Wie eng ist deine Beziehung zu deinen Verwandten?
Die paar wenige sehr entfernte Verwandten die ich noch habe, sah ich die letzten Jahre nur auf Beerdigungen. Also tendiert es gegen Null.

427. Wann hast du zuletzt in ein Mikrofon gesprochen?
Bei diesem Radio Interview.

428. Hast du gelegentlich Freizeitspaß?
Ja. Was man auch immer darunter verstehen mag 😉

429. Was sind die drei schönsten Ereignisse des heutigen Tages?
Heute war nichts schönes dabei. Gestern war es der Strand und das tolle Abendessen

430. Macht du manchmal einen Mittagsschlaf?
Oh ich LIEBE den Mittagsschlaf! Aber leider kann ich den nicht immer halten.

431. Findest du es wichtig, dass deine Meinung gehört wird?
Ja, sonst würde ich dieses Blog nicht schreiben.

432. Was ist dir in Bezug auf das andere Geschlecht ein Rätsel?
Das große Rätsel meiner Meinung nach ist, dass es keines gibt!

433. Kannst du dich gut beschäftigen?
Ja. Ich bin sehr selten gelangweilt.

434. Kannst du Dinge leicht von dir abschütteln?
Das hängt von den Dingen ab. Wenn es mich emotional sehr mitgenommen hat ist es schwieriger.

435. Wie voll ist dein Bücherregal?
Das neue Bücherregal ist noch nicht so voll dass ich schon wieder aussortieren müsste. Ich hoffe dass das auch nicht mehr so schnell vorkommt.

436. Bist du mit deiner Handschrift zufrieden?
Ja.

437. Können deine Hände machen, was dein Kopf will?
Ich verstehe die Frage nicht. Meine Hände machen grundsätzlich was mein Kopf will. Die führen kein Eigenleben.

438. Wie oft am Tag schaust du in den Spiegel?
Wenn ich an Projekten arbeite, stehe ich oft über Stunden vor dem Spielgel.

439. Klagst du schnell über körperliche Beschwerden?
Nein. Wenn es kleine Wehwehchen sind machen sie mich lediglich wütend.

440. Klickst du auf Facebook manchmal auf „gefällt mir“, obwohl du anderer Meinung bist?
Nein. Ich bin mit dem “Gefällt mir” austeilen sehr sparsam. Und in letzte Zeit noch weniger da ich kaum noch Facebook nutze.

St. Jean-de-Luz Tag 13: Der letzte Tag

Ich schreibe die Überschriften nicht gerne.
Zumal nicht wenn es mir so außerordentlich gut gefallen hat wie hier.

Am Morgen stand noch ein vorletztes mal Schwimmen auf dem Programm. Das letzte mal wir morgen früh sein bevor ich die Heimreise antrete.

 

Zwischenzeitlich suchte ich ein Hotel für eine Übernachtung, da ich die 1200 km bis nach Luxemburg nicht an einem Tag fahre.
Ich fand ein recht schönes Best Western kurz vor Orléans.

Ein letztes Mal Schwimmen am Nachmittag, und während ich in Sand lag sah ich den Schäfchenwolken zu.

…die sich immer mehr zu etwas Größerem von der Südost Seite verdichteten:

Es ist schon beeindruckend, wenn am Meer etwas am Himmel aufzieht. Letztendlich sah es aber schlimmer aus las es tatsächlich war.

Ein letztes Mal in der fantastischen Boëte essen:

 

Zwischendurch alles durchgehen was ich eingekauft habe und was ich auch für die D. mit nach Luxemburg nehmen muss.

Es sieht nach sehr viel aus, ist aber letztendlich nicht.

In Luxemburg soll es um einiges kälter sein als hier…brrr. Nun ja.

Es war wunderschön hier und es waren wunderbare Ferien die ich um nichts in der Welt hätte missen wollen. Merci D. !!!!!

 

St. Jean-de-Luz Tag 12: Der alljährliche Jahrestag

Am Tag davor prosteten die D. und ich uns zu, um Mitternacht und ich bekam ein Geschenk:

Das ist ein Badetuch aus baskischem Webtuch von Lartigue, das aber so schön und weich und chic ist, dass ich es als Plaid für das Sofa zu Hause nehmen werde.
Ein weiteres Geschenk das ich mir selbst gemacht habe ist diese neue Umhängetasche:

Gefertigt von einer Lederdesignerin hier vor Ort. Manufactoum hat echt sehr viele schöne Sachen.

***

Als ich dann heute morgen aufstand war ich frohgemut und freute mich auf die Schwimmrunde im Meer, bis ich die traurige Nachricht bei Fräulein Read On las. Es war schon seit Tagen abzusehen dass das unausweichliche passieren würde, doch wenn es dann tatsächlich passiert ist immer noch mal ein Schock. Ich kenne das leider aus zu vielen eigenen Erfahrungen.

Der Himmel war ein wolkenverhangen, doch das Schwimmen im Meer macht so frei und klar im Kopf wie selten etwas anderes. Ich wanderte noch eine Weile am Strand herum als mir noch etwas anderes bewusst wurde:
“Ich werde heute so alt wie mein Vater…”

Ich weiß nicht ob das jemand versteht. Es war für mich die letzten Jahre sehr wichtig all den Ballast der Vergangenheit abzuwerfen und ein Leben zu führen das meines ist, und nicht eine Fortsetzung in den Fußstapfen von jemand anderem.  Wer hier schon etwas länger mitliest weiß was ich meine. Ich habe sehr viele Dinge bewusst “über Bord geworfen” und weggegeben obwohl mir klar war, dass ich manches bereuen würde.
Es ist auch immer eine Gratwanderung zwischen sich selbst verleugnen und mit der zu Vergangenheit leben, die man nun einmal hat. Eine ganz klare Abgrenzung für mich war, dass ich vor zwei Jahren zum ersten mal für Weihnachten ganz bewusst weg fuhr.  Das war im Nachhinein betrachtet einer der wichtigsten Schritte für mich, endlich loszulassen.  Heute, mit 52 Jahren kann ich sagen dass ich das Leben führe, was ich immer führen wollte, dass die Geister der Vergangenheit noch immer präsent sind, doch sie plagen mich nicht mehr.

***

Ich verbrachte einen herrlichen Tag mit der D. Wir gingen etwas später schwimmen als sonst und frühstückten erst gegen 11 Uhr. Danach las ich ausführlich im Internet und bloggte eine wenig. Am Nachmittag zogen wir ein wenig um die Häuser, will heißen, wir waren auf der Suche nach ein paar neuen Kleidungsstücken für den Gemahl der D. der in Luxemburg nur selten etwas in seiner Größe findet, so wie ich auch. Bei ihm ist es am unteren Ende der Skala, bei mir am oberen Ende.

Anschließend ging es noch einmal zu Strand um eine weitere Runde zu schwimmen. Ich weiß jetzt schon dass ich das sehr vermissen werde wenn ich wieder in Luxemburg bin.

Abend hatte die D. einen Tisch in einem Sternerestaurant in Guethari reserviert.  Das Briketenia hat einen Michelin Stern.

Wir saßen draußen leicht erhöht und konnten bis zur Bucht von St.Jean sehen, es war eine Wucht. Und da war wieder dieses goldene Licht, das sich heute nach dem Sonnenuntergang auch noch mal in ein rosa verwandeln sollte.

Ganz weit hinten, am Fuße des Berges erkennt man das Meer.

 

Ich habe nicht daran herumgebastelt, die Wolken waren tatsächlich rosa.

 

Und auf solchen rosa Wolken flogen die D. und ich kulinarisch durch die nächsten 2 Stunden. Ein perfekteres Menü hätte ich mir für meinen Geburtstag nicht wünschen können. Ich habe weiter keine Fotos gemacht, weil ich für einmal nicht ans Blog dachte sondern einfach nur genießen wollte. Das Dessert jedoch lichtete ich ab:

 

Die D. die nach dem Kalbsmedaillon (das Hauptgericht), mehr als pappsatt war, verkündete lautstark, dass sie nichts mehr hinunter bekäme, ich könnte ihr Dessert getrost mitessen, sie wolle nur einmal “kosten”.
Das kleine schokoladige Etwas im Hintergrund bewirkte bei ihr eine wundersame Magenerweiterung und sie verputzte ihn mit allem drum und dran.
Auch mein kleiner Cheescake war der Himmel auf Erden.
Wir beglückwünschten die Chefin und den Küchenchef die am Ende zu uns an den Tisch kamen zu kompletten Menü und dass sie einen Konditor hätten der nicht mit Gold aufzuwiegen wäre.

Mit dem Taxi ging es anschließend zurück nach St. Jean.

St. Jean-de-Luz Tag 11: Ein Ausflug nach Hendaye und Hondarribia

So sah der Strand heute morgen aus. Ein paar Regentropfen hielten uns nicht davon ab unsere Runde zu schwimmen. Es ist immer wieder verrückt wie sehr die Farben und das Licht wechseln, wenn das Wetter umschlägt.

Wir fuhren heute mal ausnahmsweise nicht mit dem Wagen sondern mit Bus und später mit dem Schiff:

Es ging nach Hendaye, eine Stadt die an der Grenze zu Spanien liegt. Sie ist weitaus weniger “niedlich” als St. Jean hat aber einen riesigen Strand der sich über mehrere Kilometer zieht. Hier auf dieser Luftaufnahme sieht man das sehr gut.  Von dem kleinen Hafen aus ging es mit einer Minifähre nach Hondarribia in Spanien.
Natürlich ist alles Baskisch. Doch auf den spanischen Seite ist noch viel ersichtlicher als auf der Französischen Seite. Vieles ist nur in Baskisch geschrieben, was in Frankreich zum Beispiel nicht der Fall ist. Es gibt immer auch die französische Übersetzung.
Auf der Französischen Seite gibt es diesen unvergleichlichen Savoir Vivre, den ich auf der anderen Seite vermisste. Hondarribia ist irgendwie verschlafener und in den Geschäften sind sie weitaus weniger freundlich. Der Unterschied war frappierend.

Dabei waren wir extra hingefahren weil dort ein großes Fest stattfinden sollte, mit Riesenpuppen. Es herrschte auch eine Art Aufbruchstimmung und sehr viele hatten etwas saftgrünes an. Und überall sah man diese Plakate hängen:

Da ich ja gestern über die Baskischen Kuchen berichtete, war ich neugierig ob die im spanischen Teil genau so schmecken wie in Frankreich.

Ja und nein. Der Mürbeteig war etwas gröber und die Vanillecreme war nicht so lecker. Der andere Kuchen mit Schokolade war etwas völlig anderes. Mit einer Joghurtcreme und einer dicken Schicht Schokolade überzogen. Nicht schlecht aber sehr mächtig.

***

Man hatte den Umzug der Puppen für 17:00 angekündigt, doch sie hatten gründlich Verspätung. Wir waren schon kurz davor wieder zum Hafen zu gehen als es endlich losging.

Anschließend fuhren wir dann zurück nach St Jean.

St. Jean-de-Luz Tag 10: Sonne, Süßes & Kino

Das Wetter ändert hier so schnell dass die Vorhersagen nicht mithalten. Also nehmen wir was kommt, die Wahl haben wir ja eh nicht.

Strahlender Himmel, Sonnenschein. Heute morgen war das Schwimmen im Meer war göttlich. Es ist vor allem klasse weil noch fast kein Mensch da ist und man das Meer quasi für sich alleine hat. Ich schaffte es endlich einmal bis zu den Bojen und zurück zu schwimmen.

Ich kaufte ein paar Mitbringsel für zuhause. (Was es ist kann ich hier nicht schreiben, es lesen ja alle mit!)

Die D. hat sich vorgenommen mir ALLE süßen Köstlichkeiten der Basken vorzusetzen. Eine davon ist der baskische Kuchen.  Ein Mürbeteigkuchen mit einer Füllung. Den ihr hier unten seht ist die Solo Version. (bereits geviertelt weil er gleich mit der Tasse Kaffee wegschnabuliert wird)
Das Original ist größer und ist für mehrere Personen gedacht.

Das Original ist es mit schwarzer Kirschmarmelade gefüllt, aber der hier hatte eine Vanillecreme und war auch… mjam.
Dann gibt es noch die baskischen Macarons. Weitaus einfacher als z.B. die schweizer Luxemburgerli, die ich ja schon einmal vorgestellt hatte.
Sie sind größer und mich mit einer Creme gefüllt sondern einfach naturbelassen. Hier schmeckt man noch richtig die Mandeln raus.

 

Bevor wir ins Kino gingen gab es noch ein Eis.

Die Eisdiele Bargeton ist nicht groß aber dafür sehr sehr lecker mit ungewöhnlichen Sorten, die man nicht so schnell findet.
In dem Becher waren 3 Sorten Sorbet: Orange, Grapefruit und rote Traube. Der absolute Wahnsinn.
Hier werden keine Konzentrate verarbeitet wie bei den meisten Eisdielen, hier werden noch richtige Saisonprodukte genommen. Und das schmeckt man sofort.

***

Im Kino sahen wir dann eine Vorpremiere von I Feel Good, die erst Ende September in die Kinos kommt, im Beisein des Regisseurs.
I Feel Good mit Jean Dujardin, hatte ich schon als Trailer in Luxemburg gesehen und war neugierig, weil Dujardin ein sehr guter Darsteller ist und vor allem auch ein guter Komiker.

Es geht um einen Landstreicher der es nie in seinem Leben zu irgendetwas gebracht hat, der von großen Geld träumt, von der großen Idee die er haben wird um damit den großen Reibach zu machen…
Er wurde in der großen Emmaus Kommune von Pau in Frankreich gedreht, und der Großteil der Statisten sind Bewohner dieser Kommune.

Auch wenn der Film zu Anfang etwas zu lange braucht um in die Gänge zu kommen und stellenweise ein wenig wirkt wie ein Nummernprogramm, so ist er doch erfrischend anders und ein “Fell Good” Film im besten Sinne der Wortes. Empfehlenswert!

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