Auf nach St.Jean

Der Flieger ging um 11:00 Uhr. Der Wecker klingelte um 6:00 Uhr. Irgendwo muss ich mich verrechnet haben, denn das war eine gute Stunde zu früh. Aber was soll’s, schlafen kann ich auch noch im Flieger. Und so entschied ich, wenn ich schon so früh mit allem fertig bin, dann auch gleich zum Flughafen zu fahren und mir dort ein gescheites Frühstück zu gönnen, in dem Restaurant im ersten Stock. Ein Restaurant, das die wenigsten kennen. Nicht später als gestern, sprach ich, noch mit meiner Friseuse, der L darüber, die auch ein großes Fragezeichen im Gesicht hatte.

Der Flieger war proppenvoll. Neben mir saß eine Frau mit einem unmöglichen Parfum. Ich bin ja sonst ein Parfumfreak, aber der hier hatte so etwas an sich, als ob die Dame, untenrum nicht ganz sauber gewaschen wäre. Brrrr!

Zwei Stunden später. Oh yeah!!!

Anschließend zogen wir uns fix um ein Konzert zu besichtigen.

Zur Zeit findet hier das Ravel Festival statt. Ich habe das über die Jahre immer so am Rande mitbekommen, hatte mir aber noch nie etwas angesehen. Heute war es dann soweit. Die D hatte schon vor etlichen Wochen Karten besorgt für ein Kino Konzert. Auf dem Programm standen zwei Filme von Louis Buñuel mit Livemusik.

Der erste Film war ein Dokumentarfilm und ziemlich heftig. Terre sans Pain – Les Hurdes. (Land ohne Brot- Die Hurdes) in dem es um eine Reihe von Dörfern ging, mitten in den Bergen von Spanien, wo die Bewohner, die Hurdes die ein sehr einsames Dasein fristeten und vor allem recht wenig zu essen hatten, weil die Böden so karg waren, dass sie nicht sehr viel hergaben.

Der zweite Film, dann war der berühmte Klassiker von Buñuel, den ich schon einmal gesehen hatte, die D aber noch nie. Un Chien Andalou. Die für beide Filme neu geschriebene moderne Musik, von Martin Matalon passte hervorragend dazu, vor allem beim andalusischen Hund, ein Film, der so surreal ist, konnte man sich keine andere Musik vorstellen.

Am Abend ging es dann als hohen Einstieg in die kulinarische Kunst, ins Instincts.

Der Koch Hugo hatte sich wieder einmal selbst übertroffen. Das was der kocht ist schon sehr Sterne würdig.

Ach, es ist schön wieder hier zu sein und den Sommer noch ein wenig zu verlängern. In Luxemburg war er zu schnell vorbei.

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