Von Cloppenburg nach Münster und Duisburg mit MKM

Übernachtet habe ich im Park Hotel:

Ein von außen etwas unattraktiver Bau mit Renovierungen die sicherlich in den 80er gemacht wurden. Von innen aber hat es den Charme der 60er, vor allem die große Freitreppe die zu den Etagen führt. Die Zimmer wiederum sind modern eingerichtet. Es ist ein reines Frühstückshotel und das Frühstück ist sehr gut. Auch das Omelett sieht so aus als ob es mit frischen Eiern gemacht wurde und nicht mit der Pampe aus den Tetrapack. Kulinarisch hat Cloppenburg übrigens recht wenig zu bieten. Als ich am Abend davor suchte, fand ich nichts was mir wirklich zusagte. Außer das Übliche wie Pizza, Burger, Döner und Co. war da nicht viel. Ich hatte noch einen Inder gefunden und einen Griechen aber auf beides hatte ich keine Lust.

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Ich war zeitig wach und ging hinunter zum Frühstück. Obwohl Essen am Morgen bei mir ja meist vergebene Liebesmüh ist, zwang ich mich dazu etwas zu essen. Dann würde ich den Mittagstisch nämlich ausfallen lassen und die unumgängliche Fressnarkose bliebe auch aussen vor.

Ich setzte noch schnell den Wagen um auf einen anderen Parkplatz, gleich nebenan, wo ich am Abend davor eine Ladestelle entdeckt hatte. Ich trank noch einen Kaffee und wartete ein Weile bis die Batterie wieder voll war.

Kurz nach 9:00 war ich unterwegs.

Und dann tat ich etwas, von dem ich mir anfangs nicht sicher war, ob es ein Fehler war oder nicht. Jetzt da ich es schreibe, denke ich, es war keiner. Ich hielt kurz an in Münster im Stadtteil Hiltrup. Ich schaute in einem Laden vorbei, von dem ich dachte, dass ich dort jemanden wiedersehe. Und ja in der Tat, die Person war da! Große Wiedersehensfreude nach fast zehn Jahren.

Ich trank noch einen Kaffee in der Konditorei nebenan und fuhr weiter nach Duisburg.

MKM oder Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Aber Hallo! Christian hmbl hatte nicht zu viel versprochen. Es folgen Fotos:

Es gab mal eine Skulptur von Plensa in Luxemburg während der Artweek zu sehen. Sie sind schon sehr einzigartig…
…und die gleich beim Eingang zum Museum verschlägt einen regelrecht die Sprache. Ich habe extra gewartet bis jemand aus dem Museum rauskam, damit man den Größenunterschied sieht.
Einmal von vorn und von der Seite. Irgendwie glaubt man immer man würde eine Art Verzerrung in einem Spiegel wahrnehmen im Zweidimensionalen, doch die Skulpturen sehen tatsächlich so aus.
Auch hier wartete ich bis die Frau genau dazwischen stand, sonst merkt man nicht wie groß die Figuren tatsächlich sind.
Einmal von unten…
…und von oben.

Und jedesmal wenn ich einen neuen Raum betrat entfuhr mir jedesmal ein Wow! Aber die Beleuchtung trägt auch sehr viel dazu bei. Emotional kann ich das noch gar nicht richtig einordnen. Sicher ist, dass diese Köpfe etwas in mir auslösen und dass ich sehr berührt war.

Ich könnte jetzt noch lange so weitermachen und noch sehr viele Fotos einstellen, nicht nur von der Plensa Sonderausstellung, auch von all den anderen permanenten Werken im Rest des Hauses. Es wird alles gezeigt was Deutschland an Rang und Namen zu bieten hat. Richter, Baselitz, Kippenberger, und und und… Und auch einer meiner liebsten ist mit dabei – Anselm Kiefer, dessen Werke mich immer wieder zuriefst bewegen. Diese zwei muss ich noch zeigen:

Klingsors Garten, verwelkt und vertrocknet.
Und dieses Bild hängt an der Seite neben dem Garten.

Und damit das hier alles nicht zu lang wird, noch schnell etwas zum Hotel. Das Twin Hotel das ich auf die Booking Bewertung hin genommen hatte, ist auch Wow. Ich habe ein schönes modernes Zimmer im obersten 5 Stock. Zudem gibt es noch eine sehr schöne Rooftop Bar, die an diesem lauen Abend geöffnet hatte mit einem Rundumblick über ganz Duisburg.

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In welcher fiktiven Welt würdest Du am liebsten Urlaub machen?

Eine in der es nur Urlaub und Kunst gibt? Aber vom theoretischen und philosophischen Standpunkt her wäre das unsinnig.