Möchtegernpunk

Ich bin müde. Es macht sich eine Grundmüdigkeit schon seit Wochen breit, die nicht einfach mit einer Nacht gutem Schlaf aus der Welt geschafft ist. Sie geht tiefer. Ich weiß woher sie kommt und auch warum sie nicht weggeht. Sie hat insgesamt drei Ursachen. Zwei davon kenne ich seit jeher; das schiere Volumen an dienstlichem Zeug und meine Wetterfühligkeit. Die Dritte ist auch nicht unbedingt neu aber wurde mit den Jahren immer konkreter. Ich werde alt. Und es ist die dritte Ursache, die mir am meisten zu schaffen macht. Oft schelte ich mich selbst, dass ich mich nicht so anstellen soll. Das hat doch alles „früher“ geklappt wie am Schnürchen. Warum fühlt sich das heute wie ein riesiger Aufwand an? Ich mag es nicht detaillierter schildern, denn es ist oft die Kombi diverser dienstlicher Dinge, die es schwer machen, meinem selbstvorgeschriebenem Perfektionismus gerecht zu werden. Die Lösung wäre alles lockerer anzugehen. Doch der Grad zwischen alles ganz Locker und Gleichgültigkeit ist mitunter sehr schmal.

Als ich den Abschnitt oben schrieb, fiel mir noch ein Grund ein, der aber gesellschaftspolitischer Natur ist. Aber damit würde ich ein viertes Fass aufmachen und das würde einfach zu weit führen.

Schluss damit! Kommen wir zur Berichterstattung.

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Ich hatte Mühe wach zu werden. Ich hatte mir in weiser Vorraussicht den Wecker gestellt, was mir zugute kam, aber Aufstehen wollte ich trotzdem nicht. Ich stand gleich in der Früh Dienstliches an.

Anschließend ging es zum Wochenmarkt. Dort traf ich die D. auf einen Kaffee im Renert und ein Mittagessen in der Casa Gabriele. Ich erzählte ihr von seltsamen Nachrichten auf Facebook und Kommentaren im Blog, die ich seit vorgestern bekam. Zuerst dachte ich, dass es wieder ein Bot wäre oder ein Spamer. Als ich dann die gleiche Nachrichten auf Instagram bekam, war mir klar, dass sich da jemand unbedingt mit mir in Verbindung setzen wollte. Als ich mir das Profilfoto dann genauer anschaute, wusste ich, wer es war. Oh, mein Gott! Es war eine Schulfreundin, die ich seit 40 Jahren nicht gesehen hatte. Große digitale Wiedersehensfreude. Sie schickte mir ein Foto, das ich hier unbedingt zeigen muss:

Der Möchtegernpunk in der Mitte bin ich. Ich war 17.

Wir verabredeten uns für Sonntag.

Anschließend tätigte ich noch ein paar Einkäufe für das Wochenende.

Am Abend war ich mit der A. zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Ich schwor mir nicht, steinalt dort zu werden. Es war dann doch sehr lustig und ich blieb länger als gedacht. 

Cover & Eierlikör

Sehr viel Getue die letzten beiden Tage.

Am Donnerstag jedoch gab es etwas was mich erstaunte zu zugleich sehr freute. Ich hatte am Samstag der Woche davor schon im Renert etwas gekostet, das sie sonst nicht anbieten. Es war Eierlikör, der Weinbrandkellerei ihres Vertrauens. Es war ein erster Versuch ein neues Produkt herzustellen das für Ostern auf den Markt kam. Eier, Ostern, Eierlikör, logisch,oder? Erschmeckt übrigens sehr gut.
Da es im Renert keinen reißenden Absatz findet. gab ich dem Koch den Tipp doch einen Eierlikörkuchen zu backen. Und da kamen meine Internet Bekanntschaften ins Spiel. Während der Pandemie, als alle buken und kochten, fand ich bei Frau Brüllen Fotos eines besagten Kuchens, den ich auch haben wollte. Er schmeckte fantastisch. Nach zwei Klicks im Blog hatte ich das Rezept.

Am Donnerstag dann sah ich den Nachtisch auf dem Wochenmenü stehen. „Dauler Glucke Kuch“

Und so machte ein Rezept den Weg vom damaligen Twitter über die Schweiz zu Frau Brüllen, nach Luxemburg ins Renert, um dort auf dem Wochenmenü zu landen. Now THAT’S what I call Internet!“

Am Freitag ein Termin für die No Art Sendung in Völklingen. Was das genau war, könnt ihr hier sehen, ich hatte schon darüber geschrieben.

Am Abend dann, weil ich ein wenig Socialzing brauchte, eine kurze Stippvisite im Letz Boys. Dort überreichte man mir voller Stolz die neueste Ausgabe von Queer.lu.

Und siehe da wer unter anderem auf dem Cover ist:

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Ein kleines Gedicht von Emma Thompson.

Work & work

Der Dienstag war ausschließlich dem Dienstleisten gewidmet.

Am Abend schaute ich eine weitere Folge Foyle‘s War auf One und ich muss sagen dass die Serie mir immer besser gefällt. Die Episoden sind in sich ja abgeschlossen, ohne elende Cliffhänger und das ist schon mal sehr gut. Außerdem spielen sie in einer Zeit in der ich noch nie eine Krimiserie gesehen habe, nämlich während dem Zweiten Weltkrieg in England auf dem Land.

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Am Mittwoch war Homework angesagt. Ich musste etwas mit Pudel machen und ich war am Ende nicht unstolz, denn ich hatte in allem richtig gelegen und war hartnäckig bei meiner Entscheidung geblieben, es so zu machen, wie ich das für richtig hielt. Interessant fand ich wieder einmal, dass alle Kreationen die ich mache, immer wieder auf einen Punkt hinauslaufen, nämlich die Essenz eines Charakters zu suchen, oder hier einem Tier. Wenn man die hat ist, die Umsetzung ein Kinderspiel. Als ich Fotos davon an die redtliche Crew sendete, waren alle begeistert. Leider kann ich das erst zeigen wenn die Arbeit getan ist, denn zur Zeit ist es noch Work in Progress.

Am Nachmittag hatte das Autochen die große jährliche Inspektion in der Autowerkstatt. Es schlug mit knappen 600€ zu Buche. Peng! Aber jetzt habe ich wieder für ein Jahr Ruhe ausser dem Reifenwechsel im Winter.

Und während ich nebenan im PalCenter wartete schrieb ich schon mal hier vor und beantwortete Mails. Als ich dann das Auto wieder abholen sollte wurde mir gesagt, dass sie ein Update vom Computer zeitlich nicht geschafft hatten. Aber länger wollte ich nicht warten, denn für den Abend hatte ich noch etwas anderes vor. Also werde ich mit dem Wagen noch einmal antreten müssen, aber erst in 10 Tagen, denn davor weiß ich nicht wie ich zwei Stunden sprich einen halben Tag freiboxen soll.

Am Abend hatte ich Karten für die Premiere für dieses Stück in Saarbrücken. Ein sehr schönes Stück, das sich zwischen absoluter Slapstick bewegt bis hin zu Momenten in dem es dir die Kehle zuschnürt.

Sehr spät wieder in Luxemburg.

Ein Montag zum Vergessen

Die vier Tage oder besser dreieinhalb Tage Freiburg hatte ich ein wenig ergaunert, denn ich hätte eigentlich besser gehabt daheim zu bleiben und Dinge vorzubereiten. Aber die Tage haben auch der Seele gutgetan und ich musste einfach für eine Weile hier raus. Das ist der Vorteil der Selbstständigkeit, sich einfach mal was leisten zu können, doch sie kommt auch mit der großen Verantwortung, es im Anschluss nicht schleifen zu lassen. Pünktlich um 17:00 den Rechner zuzuklappen ist keine Option.

Konsequenterweise war der Montag mit so viel Zeug angefüllt, dass ich mir nicht anders zu helfen wusste, als den Wecker auf sehr früh zu stellen und stur die Liste abzuarbeiten die ich mir am Vorabend gemacht hatte. Bis auf eine größere Chose, hatte ich alles von der Strichliste durch und alles was keinen Aufschub mehr duldete, war getan. Uff!

Am späten Nachmittag ging dann der angekündigte Sturm los und er brachte die abendliche Rush Hour ganz schön ins Straucheln. Ich musste in der Zeit noch ins Recycling Center und machte dort Bekanntschaft mit der unfreudlichsten Schrankwärterin die ich je erlebt habe. Sie war derart ungehalten und frech, dass ich ihren Namen erfragte. Das wird ein Nachspiel haben…

Am Abend kam die A. kurz vorbei. Es gab Artischocken Quiche und ich übergab ihr eine Tüte Parmesan Kekse, die ich aus Freiburg mitgebracht hatte.

Leider machte ich dann einen Fehler und trank zu später Stunde noch einen Kaffee. Dabei müsste ich wissen dass mir das nicht mehr bekommt… Nun ja.

Sonntag mit Rückfahrt

Die Homepage wurde wieder einmal aus unerfindlichen Gründen, und das immer an einem Sonntag, wenn niemand erreichbar ist, in Quarantäne geschickt. Also musste ich bis Montag warten um alles hochzuladen. Den Sonntag ging ich sehr gemächlich an, packte den Koffer und alle Mitbringsel ein und fuhr los. Auch die Rückfahrt verlief sehr entspannt. In Ecksviller hinter Straßburg lud ich das Auto noch einmal voll auf.

Das ganze Fahrt nach Freiburg und zurück beflügelte mich, es in der nächsten Zeit auch in andere Richtungen zu versuchen und das Auto zu nehmen. Ich musste nur einmal zwischendurch aufladen um entspannt anzukommen. Es gibt noch eine kleine Reise, die ich dieses Jahr unbedingt machen will, zu einem Menschen den ich fast 40 Jahre lang nicht gesehen habe. Ich hatte die Reise schon letztes Jahr ins Auge gefasst, aber um dorthin zu kommen, hätte ich mit dem Zug eine kleine Ewigkeit gebraucht.

Am Abend traf ich die D. und ich gab ihr das Mitbringsel:

Es sind kleine bröselige Parmesankeckse die man zum Apéro reicht, die die C. in der Alten Wache entdeckt hatte. Ich bin ja nicht so der salzige Knabbergebäck Typ. Aber die sind schon sehr toll. Man könnte sie gebackene Butter mit Parmesan nennen, denn sie sind sehr gehaltvoll.

Wir trafen ums entgegen unser Gewohnheit auf der Place de Paris, im Bahnhofsviertel.

Auch hier hat man das Unding vollbracht die ganzen Pflastersteine rauszureißen und eine Betonwüste zu erstellen, die jetzt schon verdreckter aussieht, als die Pflastersteine je ausgesehen haben. Und anstatt den schönen verschnörkelten Brunnen wieder hinzustellen, gibt es jetzt hier auch, wie auf der Place Guillaume, dieses lächerliche Wasserspiel mit kitschigem Farbwechsel, das in den 2000er in Mode kam und dann aber schnell wieder verschwand, nur hier nicht. Im Punkto Nachhaltigkeit gibt es ebenfalls Minuspunkte. Ich wette dass dieses Geplätscher ein paar wenige Jahre halten wird bevor es kaputt geht. Der alte Springbrunnen jedoch stand über Jahrzehnte dort.

Ich ging früh zu Bett.

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Honi soit qui mal y pense.

Ein Ausflug ins Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Heute gibt es noch einmal viele Fotos und geballtes Wissen über den Schwarzwald, das mir nicht bekannt war.

Aber das alles hätte nicht stattgefunden wenn das Wetter nicht so toll gewesen wäre.

Samstagmarkt am Dom. Ich kaufte Stephan’s Käsekuchen. Ich sah erste Schwalben.

Danach ging es Richtung Gutach. Der R. bot an mein Auto zu fahren, damit ich die Landschaft ansehen könnte. Und so ging es durch Täler und über Berge durch viel sattes Grün.

Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof ist großes Areal mit Schwarzwaldhäusern aus der ganzen Region die vom Abriss bedroht waren, dann Stück für Stück abgebaut wurden und dort wieder aufgebaut wurden. Dort sieht man alle Arten von Häusern die es hier in der Region gibt. Sie sind quasi alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Sie liegen fast immer in einem Hang. Im unteren Teil ist das Vieh untergebracht. Im Mittelteil sind die Wohnbereiche und im oberen Teil die Scheune. Das Heu und Stroh wurde dann immer von der hinteren Handseite ins Haus gebracht wo es meistens eine Rampe gab, die direkt ins Dachgestühl führte. Mann kann alle Häuser innen und außen besichtigen.

Letztes Foto machte ich damit man sich mal bewusst wird wie dick die Strohdächer sind.

Ich lernte ebenfalls viel über Kopfbedeckungen. Der Bollenhut der ja als Aushängeschild für den ganzen Schwarzwald steht, ist aber nur ein Trachtenhut für drei verschiedene Städte unter anderem Gutach, wo er eigentlich herstammt. Eine Strohflechterin erklärte uns eine ganze Menge über Hüte und wo sie herstammen.

Ich kannte nicht einen davon. Es gab einen der noch viel abgefahrener aussah als der mit dem Bollen. Und während die meisten nur zu besonderen Gelegenheiten getragen wurden, was der hier ein Alltagshut:

Hier gibt noch andere Kopfbedeckungen zu sehen.

Es gibt auch hier schlaue Leute die Traditionen verpoparten und vermarkten.

Zudem lernte ich dass die Schwarzwälder Kirschtorte 1927 erfunden wurde und bald ihre hundertsten Geburtstag feiern wird.

Nach so viel Wissen über den Schwarzwald fuhren wir nach Schönwald im Schwarzwald zur Löwen Patisserie. Hier gab es Kaffee und Kuchen für die Profis:

Keine 10 Minuten später sah das dann so aus:

Am Abend wurde ich noch einmal von der C. und dem R. eingeladen zu einem kleinen Abendessen, das wieder sehr „grün“ ausfiel, aber sehr gut schmeckte.

Ein Ausflug nach Colmar

Ich kann mich vage erinnern, dass mein Vater oft von Colmar sprach und die kleine Stadt sehr mochte. Doch hingekommen sind wie als Familie nie.

Als die liebe C. mit der Idee kam dorthin zu fahren vor allem, um uns den dem berühmten Altar von Isenheim anzusehen sagte ich sofort zu.

Aber von vorn.

Ich hatte schlecht geschlafen ob der Völlerei vom Vortag. Ich war sehr früh wach. Da ich weiter nichts vor hatte am Morgen, ging ich alles sehr langsam an. Ich wanderte noch einmal zum Brotbruder und nahm mir eine Cardamonschnecke von der ich aber nicht so überzeugt war. Die Laugenbretzel hingegen, war sehr gut.

Am Nachmittag fuhren wir dann los nach Colmar.

Colmar ist eine kleine Stadt, bei der man vor allem im Stadtkern denkt, das Malerische wäre hier erfunden worden.

Bekannt ist die Stadt vor allem weil sie den Isenheimer Altar in dem Museum Unterlinden beherbergt. Und der ist wirklich sehenswert. Er steht in vier großen Teilen aufgebaut damit man alle Panele sehen kann. Wie er tatsächlich aussah und auseinanderkeklappt wurde, konnte man auf einem kleinen Fernseher sehen und mit auch mittels einer 3D Brille.

Er war jahrelang wegen Restaurierungsarbeiten nicht zu sehen, doch er strahlt jetzt in all seiner Farbenpracht. Wenn er heute noch einen so bleibenden Eindruck hinterlässt, welchen Eindruck muss er dann erst im Mittelalter auf die Pilger gehabt haben?

Bekannt ist die Stadt aber auch wegen dem Bildhauer Auguste Bartholdi der dort geboren wurde. Sein Geburtshaus ist ein kleines Museum. Bekannt ist er durch die Freiheisstatue von New York. Hier ein Foto vom Innenhof des Museums, das wir aber nicht besichtigt haben:

Wir stärkten uns zwischendurch in einer der zahlreichen Patisserien.

Das spektakuläre Getränk war eine Pampelmusen Schorle.

Am Abend fuhren wir zurück und die C. lud mich zu sich nachhause ein für ein kleines sehr „grünes“ Abendessen:

Risotto mit Bärlauch, Spargel und Salat. Sehr gut!

Freiburg, *hach, seufz, freu*!

Heute gibt es viele Fotos.

„Wo bin ich?“
Die Frage und das Foto postete ich auf Instagram und keine Minute später kam schon die richtige Antwort.
Jawohl! Ich bin in Freiburg.

Ein kleiner Spaziergang durch kleine Gassen, die ich so noch nie durchwandert hatte, brachte mich zu Michael dem Brotbruder. Die liebe C. hatte mir die Bäckerei wärmstens empfohlen. Und sie sollte recht behalten. Die zwei Teilchen die ich aß, standen in keinem Vergleich zu dem was man sonst in deutschen Bäckereien findet. Heiligs Blächle!

Da gehe ich jetzt jeden Morgen hin zum Frühstück.

DAS, meine Lieben,ist eine Zimtschnecke so wie die sein soll, und kein Kaugummi à la Cinnamonrolls. Aber auch das Nusshörnchen ist eines der besten das ich je gegessen habe. Nicht zäh und knautschig, sondern es knuspert und zerbröselt im Mund.

Zwischendurch kaufte ich mir eine neue Sommerhose bei Breuniger, die aber erst daheim zeigen werde, wenn sie gekürzt wurde:

Die Tradition will dass man auf dem Markt ein Lange Rote mit Weck und Zwiebeln isst.
Die Tradition will ebenfalls, dass man im der Alten
Wache am Markt eine Kalte Sophie schlabbert.

Und während ich auf der Terrasse der Alten Wache saß und schon mal hier in Teilen vorschrieb, fühlte ich mich wie Gott in Fr…eiburg.

Später traf ich dann endlich die liebe C. aber nur ganz kurz, denn sie war noch dienstlich eingespannt.

Am Nachmittag fuhr ich Bad Krozingen und besuchte den S.

Wieder zurück gab es NOCH eine kalte Sophie, diesmal aber in weiß und diesmal mit der C.

Für den Abend waren wir dann mit Freunden der C. nebst ihrem Mann in der Küchenschelle verabredet:

Ein kleines großartiges Restaurant neben einer Gartenkolonie, indem ich vor Jahren schon einmal war.

Es ist inzwischen zu einem Frühstücks- und Mittagsrestaurant umgewandelt geworden und hat nur noch einmal in der Woche Abends geöffnet, an dem es Freiburger Tapas gibt.

Eine hoffnungslose Überfressung war vorprogrammiert. Aber es war einfach zu köstlich:

Da fehlt ein Cannelé, das ich regelrecht inhaliert hatte bevor die C. das Foto machen konnte.

Komplett überfressen ging es durch ein windiges, sehr kühles Freiburg zurück ins Hotel.

Auf nach Freiburg im Breisgau

Alles Dienstliche ist jetzt erstmal für ein paar Tage auf Eis gelegt.

Da ich zur Zeit der DB mit ihrem Streiks nicht so recht traue, hatte ich beschlossen das Auto zu nehmen. Ein klein wenig mulmig war mir schon, ob ich die Strecke schaffe mit Aufladen und allem pipapo. Zumindest bis Keskastel klappte das schon mal wunderbar. Das ist ungefähr die letzte Station vor einer längeren Durststrecke ohne Ladestationen. (Was dann aber auch nicht mehr der Fall war, denn alle Raststätten mit Sprit haben inzwischen auch Ladestationen.)

In Keskastel lud ich dann das Gefährt wieder voll auf und schaffte es ohne Zwischenhalt bis nach Freiburg. HiiHaa!!! Der Trick ist nicht zu rasen, denn dann braucht man exponentiell mehr.

Ich habe diesmal ein anderes Hotel gebucht. Das Mercure am Münster. Nicht so schick und gediegen wie das Victoria aber Mercure ist für meine Zwecke völlig ausreichend. Ich stelle das Auto in die Roteckgarage, obwohl die weiter entfernt ist, aber da konnte ich dann das Auto aufladen, was mir von der App angegeben wurde. Später dann erfuhr ich dass es in der Garage am Karlsbau ebenfalls Ladestationen gibt von der gleichen Firma, die noch gar nicht in den Apps angezeigt werden.

Wunderschönes Wetter in Freiburg. Ich wäre auch sehr enttäuscht gewesen wenn dem nicht so wäre. Schließlich hat Freiburg einen Ruf zu verteten.

Am Abend war ich mit dem S. verabredet. Das war schön. Wir aßen im El Gallo gleich neben dem Hotel. Ich hatte Mole roje:

Es war erstaunlich lecker und eine Riesenportion.

Ich machte früh Schluss. So lange Autofahrten sind nicht mehr mein Ding.

Hetze & Häme

Es steht seit zwei Tagen grad viel Dienstliches an, demnach gibt es weniger hier zu lesen.

Made by Gencraft

Aber eine Nachricht schlug am Montag dem Fass den Boden aus. Und damit hat die katholische Kirche bei mir ausgedient. Es geht dabei um das neueste Schreiben des Papstes. Dignitas infinita Ein vermeidliches Dokument zur Menschenwürde.

In Punkt 55 schreibt er:

Die Kirche möchte vor allem „bekräftigen, dass jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, in seiner Würde geachtet und mit Respekt aufgenommen werden soll und sorgsam zu vermeiden ist, ihn „in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen“ oder ihm gar mit Aggression und Gewalt zu begegnen“. Aus diesem Grund muss es als Verstoß gegen die Menschenwürde angeprangert werden, dass mancherorts nicht wenige Menschen allein aufgrund ihrer sexuellen Orientierung inhaftiert, gefoltert und sogar des Lebens beraubt werden.

Das kann ich sogar mitunterschreiben. Aber dann in Punkt 57 geht es diametral in die andere Richtung:

Im Hinblick auf die Gender-Theorie, über deren wissenschaftliche Konsistenz in der Fachwelt viel diskutiert wird, erinnert die Kirche daran, dass das menschliche Leben in all seinen Bestandteilen, körperlich und geistig, ein Geschenk Gottes ist, von dem gilt, dass es mit Dankbarkeit angenommen und in den Dienst des Guten gestellt wird. Über sich selbst verfügen zu wollen, wie es die Gender-Theorie vorschreibt, bedeutet ungeachtet dieser grundlegenden Wahrheit des menschlichen Lebens als Gabe nichts anderes, als der uralten Versuchung des Menschen nachzugeben, sich selbst zu Gott zu machen und in Konkurrenz zu dem wahren Gott der Liebe zu treten, den uns das Evangelium offenbart.

Kirche-und-Leben.de

Das, meine Damen und Herren und alle Anderen, ist Hetze und Häme verbreiten, in einer Weise, wie ich sonst nur aus der rechtsradikalen Ecke kenne. Ja, glaubt den jemand wirklich, alle Trans-Frauen und Männer und Nonbinäre Menschen, haben sich ihr Schicksal AUSGESUCHT? Die Kirche erkennt damit einer ganzen Menschengruppe die Existenz ab. Diese Menschen wollen sich nicht zu Gott machen, sondern wollen sich nicht mehr im falschen Körper gefangen fühlen. Um Gott auf Erden werden zu wollen gibt es andere Wege. Diktatoren und mächtige Amts- und Würdenträger sind einer gottähnlichen Gestalt da schon viel näher.

Das war der letzte definitive Anstoß mir das Formular herunterzuladen um aus der Kirche auszutreten. Einen finanziellen Vorteil bringt das in Luxemburg übrigens nicht.

***

Auf so viel Ärger musste ich Schokolade schauen.

Die Mitbringsel

Ich hatte den Gluggerfisch schon oft gesehen. In St.Jean und Umgebung gibt es ihn massenweise. Doch es sind Kopien. Im der Neuen Nationalgalerie fand ich die Originale. Ich kaufte einen ohne lange zu überlegen wie ich den im Flieger mitnehmen sollte, denn in den Koffer passte er nicht. Ich nahm ihn dann gut verpackt in einer Einkaufstasche beim Handgepäck mit.

Einen neuen Sommer Jinbey in grün.

Schuhe von Camper aus der CamperLab Serie.

Und das unten ist kein Mitbringsel. Das ist Darwin von der N.:

Darwin war kurz bei mir, morgens und ein Teil das Nachmittags, weil die weg musste. Als die N. ging quietschte er erbärmlich. Dabei kennt er mich und ist immer aus den Häuschen, wenn er mich sieht aber ich bin nun mal nicht sein Besitzer. Ich nahm ihn mit in die Stadt. Darwin war immer ein Stadthund, lebt aber jetzt, seitdem die N. umgezogen ist, auf den Land. Es war benahm sich ziemlich daneben, denn er ist Straßen und große Alleen nicht mehr gewohnt. Ich musste ihn sehr kurz an die Leine nehmen und festen Schrittes über die Straßen mit ihm gehen, denn er sprang jedem Blatt und Papierchen nach das vorbeiflog. Er sieht weder Autos noch Busse.

Als ich dann mit ihm im Park auf der Wiese war, ging es wieder.

Das Wetter war übrigens ein Traum. Sonne und endlich Temperaturen im zweistelligen Bereich. Ich konnte das Sonnenschutz ausfahren. Yay!

Am Abend ging ich kurz mit der A. und ins Parc Belair wo wir den Tag ruhig ausklingen ließen und unsere Pläne für koordinierten für die nächste Woche. Gleich zu Anfang werden ein paar harte Tage kommen.

Am Abend schaute ich mir den Irland Krimi an. Ich fand ihn ok, aber nicht überragend.

Berlin: Letzter Tag mit Zoo & Wurm

Aua! Wie schon im Posting davor angekündigt; eines der Gläser Wein war schlecht, sehr schlecht. Dementsprechend fing ich den Tag mit einer Brumschädelpille an.

Nach einem ausgedehnt langen Frühstück mit dem Kollegen, checkte ich aus dem Townhouse aus. Ganz große Empfehlung von mir auch für längere Aufenthalte in Berlin. Sehr schöne Zimmer und sehr gutes Frühstück. Und den Rezeptionisten hätten alle knuddeln können. Sehr freundlich und zuvorkommend.

Da ich erst spät am Abend den Flieger zurück nach Luxemburg hatte, blieb mir noch ein fast ganzer Tag zum herumwandern. Es waren Wolken jedoch kein Regen angekündigt. Da ich Lust hatte draußen zu sein und nicht in einem Museum oder ähnliches, beschloss ich in den Zoo zu gehen. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal dort war, aber es ist schon sehr viele Jahre her. Ich glaube Knut lebte da noch. Also begab ich mich auch auf den Weg zur ‚entfernten Verwandtschaft‘.

Ich übte mich wieder Tierfotograf.

Das Foto hatte ganz viel Geduld erfordert. Das Erferkel ist im unterirdischen nachtaktiven Teil zu sehen, und ich musste lange warten bis es lange genug still saß um ein scharfes Foto zu machen ohne Blitzlicht.

Ich habe ja schon viele Zoos besichtigt, nicht nur in Europa. Aber ich kann immer wieder bestätigen, dass der Berliner Zoo einer der artenreichsten Zoos ist den ich bis jetzt gesehen habe. Hier noch ein kleines Video mit giftigen aber dafür sehr beruhigenden Quallen:

In einem der zahlreichen Kaffees im Zoo saß ich dann noch eine Weile und machte das kleine Video.

Und nach ein wenig Zeittotschlagen war es schon an der Zeit den weiten Weg hinaus zum Flughafen anzutreten.

Ab da war dann der Wurm drin. Ich reiste ja mit zwei anderen KolligInnen zurück. Eine von ihnen bekam eine Nachricht von einer Bekannten, die im Flieger von Luxemburg nach Berlin saß. Sie schrieb ihr, dass der Flug bereits Verspätung hätte. Dem war auch so, doch in Berlin holte man die Verspätung auf damit der Flieger pünktlich zurück fliegen könnte. Und während wir auf den Transitbus warteten sah ich in der Ferne Blitze. Ein Unwetter. Wir waren just im Bus als eine gewaltige Regenschauer nieder ging. Im Flieger selbst bestätigte uns der Kapitän was ich befürchtet hatte. Niemand dürfte starten oder landen bis sich das Unwetter verzogen hätte. Wir warteten also eine gute halbe Stunde bevor wir zur Startbahn rollten. In Luxemburg dann waren wegen dem Unwetter, das über ganz Europa hinweg zog, mehrere Flieger ganz schnell hintereinander gelandet und es dauerte nochmal eine ganze halbe Stunde bevor wir überhaupt aussteigen konnten. Der Flug der sonst 1:20 dauerte war insgesamt fast drei Stunden lang.

Ich fiel fix und foxi ins Bett. Ich hatte nicht mal den Koffer ausgepackt.

Berlin: Neue Nationalgalerie

Diese liebe Notitz fand ich erst heute morgen:

Am Morgen ging ich National Galerie in der es zwei für mich neue Ausstellungen gibt. Die Dritte, von Gerhard Richter, hatte ich schon das letzte mal gesehen.

Ich wanderte ein wenig durch die Straßen:

Die Zerreißprobe fängt bei der Nachkriegskunst, als die nationalsozialistischen Kriterien nicht mehr galten, was Kunst ist und was nicht. Zusammengestellt wurde sie mit den Kunstwerken aus dem Fundus der Galerie. Sie betrachtet dabei wie sich einige interessante Kunstrichtungen entwickelten, nachdem es eine Weile einen Stillstand gegeben hatte. Auußerdem zeigt sie Auf wie viele Künstler auf die weiteren Evolutionen der Zeit reagierten, wie der Massenkonsum z. B.

Ich hatte mir ein Audioguide genommen und war zum ersten mal enttäuscht von dem was ich da zu hören bekam. In einem Raum gab es dann ein seltsames Hörspiel zu hören, was mich völlig aus dem Konzept brachte. Man kann Kunst in dem Kontext nicht mit Kunst erklären.
Aber die Kunst die ich zu sehen bekam, war schon sehr groß.

Das bizarrste Werk war vom Wiener Aktionisten Günter Brus, sich in einem Video Schmerzen zufügt und die sich mit Rasierklingen schneidet. Davon wollte ich kein Foto machen.

Das schönste Werk war eine Videoinstallation von Pipilotti Rist in dem eine Frau frohgemut auf den Bürgersteig in Zeitlupe vorangeht und mit einem großen Blütenstängel Autofensterscheiben einschlägt:

Als ich wieder aus der Galerie raus war, fing es wieder an zu regnen. Nun ja…

Da ich dann doch noch etwas Schlaf nachzuholen hatte, legte ich mich am Nachmittag noch einmal kurz hin, um dann anschließend bei der Deutschlandpremiere dabei zu sein. Ein Foto von mir vor der Pressewand:

Es wurde später als ich befürchtet hatte und irgendwo war auch ein Glas Wein zu viel.

Von Luxemburg nach Berlin

3:30 Wecklingeln. Ich hätte auch später aufstehen können, aber ich brauche am Morgen einfach meine Zeit um in die Gänge zu kommen.

Flughafubo: Ich habe diese Schuhe jetzt schon anderthalb Jahre und bekomme immer noch Komplimente dafür. Die Verkäuferin die mir den Kaffee und das Teilchen verkaufte, strahlte als sie die Schuhe sah.

Wahrscheinlich das einzige mal dass ich während der nächsten Tage blauen Himmel sehen werde. Dem war auch so.

Willkommen in einem grauen Berlin. Hier und hier werde ich die nächsten zwei Tage verbringen:

Da ich erst am späten Nachmittag dienstlich gefordert war, fiel ich am Morgen in improvisiertes Shopping Fieber. Die Ausbeute zeige wenn ich wieder daheim bin. Nur so viel: Der Camperladen am Hackischen Markt wurde mir zum Verhängnis.

Dienstlich war es eine erfreulich schöne Erfahrung. Es ist immer wieder schön mal mit völlig anderen Menschen zu arbeiten in eine komplett anderen Umgebung um dann festzustellen, dass es arbeitstechnisch wie am Schnürchen klappt.

Am Abend jedoch war ich sehr viel früher als sonst über den Punkt des Reboots hinaus. Gut dass nicht immer alle Tage so lang sind. Kurz nach 22:00 lag ich flach und schnarchte.

Pfundweise Vorbereitungen

Aufgewacht mit einem kitschigen Ohrwurm aus den Tiefen der 80er. Ich hatte ihn schon mal gepostet.

Neugierig wie ich nun mal bin, habe ich versucht ein wenig mehr über den Song herauszufinden. Interessanterweise fand ich einen Podcast beim 100,7. Die Gruppe Maya war eine Eintagsfliege mit einem einzigen Hit, der aber in den letzten Jahren mehrfach gesampelt wurde. Ich fand noch ein anderes Albumcover mit einem weiteren Lied, den Song selbst aber nicht. Der Sänger Philippe Touboul ist einer Facebookgruppe zufolge, schon 2008 verstorben. Auf anderen Seiten fand ich das Jahr 2009. Er war auch Radiomoderator bei einem Pariser Radiosender.
Interessant ist auch, dass es einen französischen Übersetzer gibt mit dem gleichen Namen, der sich aufs Übersetzten von Comicbüchern spezialisiert hat.

Ich begann den Tag mit den Einchecken des Fluges für morgen. Ich zog den kleinen Koffer aus dem Schrank. Irgendwann fing der Kopf an zu drehen und ich bekam Panik, dass ich etwas vergessen würde. Also macht ich mir die gute alte Strichliste und arbeitete Punkt für Punkt ab was zu tun war. Am späten Nachmittag war ich fertig mit allem, es blieb nur noch der Koffer und eine Ladung Wäsche.

Das Abendessen war Zusammengewürfeltes aus dem Kühlschrank was weg musste. Ich ging sehr früh zu Bett, was aber nicht wirklich half früher einzuschlafen. Nu ja…

Die Tradition am Ostermontag mit Vinaigrette & Schildkröten

Die Tradition am Ostermontag will, dass man zur Éimaischen geht.

Doch das Wetter war, am Morgen, eine einzige Regenschauer.

Ich war mittags zum Spargelessen eingeladen bei der D., die gestern aus dem ‚Sudouest‘ zurückkam und welche von dort mitbrachte. Statt einer Hollandaise gab es eine Vinaigrette, von der die D. mich gebeten hatte sie vorzubereiten. Ich googelte mich also durch unzählige Rezepte bis ich eine fand, die mir zusagte. Ich werde sie aufschreiben, denn ich wandelte sie noch ein wenig um.

2 kleine sehr feingeschnittene Schalotten / 1 kleingeschnittenes hartes Ei / 6 Esslöffel Olivenöl / 1 Esslöffel Zitronensaft / 1 Esslöffel Rotweinessig / 1 Teelöffel Senf mit Piment d’Espelette (Dijon oder Löwensenf geht auch, Hauptsache scharf) / 1 Prise Salz / 1 Prise Pfeffer / 1 Teelöffel dunkle Sojasoße / 1 Teelöffel getrocknete Kräuter ( Bouquet Garni)

Meine Abwandlungen waren der zusätzliche Esslöffel Rotweinessig der Espelette Senf in Ermangelung von anderem scharfen Senf und der Teelöffel Sojasoße, der alles schön abrundete.

Zum Nachtisch gab es…. Jaaaaa! Baskischer Kuchen!

Die D. gab mir ein Stück mit, aber das zeige ich weiter unten.

Nach dem Essen hörte es auf zu regnen und wir begaben ums dann doch in die Stadt zur Éimeischen, die dann erstaunlicherweise brechend voll war.

Ich hatte vor etlichen Jahren schon einmal darüber berichtet. Ich bin mir sogar ziemlich sicher aber ich finde das Posting nicht. Es geht um Schildkröten. Das Herrenbekleidungsgeschäft Zwick hatte, so lange ich denken kann, in einem Schaufenster immer Schildkröten mit einem Wasserbecken und großen Steinen auf denen sie sich ausruhen konnten. Dazwischen standen die Bekleidungspuppen mit den neusten Designs. Auf diesem Foto sieht man das besagte Fenster und man sieht auch die Steine im unteren Teil. Als ich klein war, mussten wir immer an dem Geschäft vorbeigehen, weil ich die Schildkröten sehen wollte. Letztes Jahr war mir aber schon aufgefallen dass sich in dem Schaufenster nicht mehr viel bewegte. Gut man gab den Tieren auch die Gelegenheit sich zurückzuziehen und dann sah man sie nicht. Aber so oft ich daran vorbei ging, es saß keine mehr dort.

Als wir heute daran vorbeikamen, wussten wir es mit Gewissheit.

Das Wasserbecken ist weg, was wohl bedeutet, dass auch die letzte Schildkröte das Zeitliche gesegnet hat. Zur Erinnerung, den JEDER der hier aufgewachsen ist, kannte die Schildkröten, haben sie ein großes Foto einer Kröte im Hintergrund und eine kleine auf einem der Steine.

Am Abend gönnte ich mir nochmal ein Stück baskischen Schokoladenkuchen in der dekadenten Variante, nämlich mit dem selbstgemachten Eis von gestern.

Und wer gerne wissen will wie dieser famose Kuchen in der klassischen Variante hergestellt wird:

Ostern mit Eis

Willkommen Sommerzeit! Vielleicht hilft es ja dass es endlich wenig weniger regnet.

Der neuen Zeit nach sehr spät wach geworden, obwohl ich das bis Dienstag in dem Griff bekommen muss, da ich mitten in der Nacht raus muss.

Ansonsten ein ruhiger Tag, den ich mi einem längeren Spaziergang durch die Stadt krönen wollte, mit vielen Fotos fürs Blog. Doch das Wetter, vor allem die Kälte, machte mir einen Strich durch die Rechnug.

Ich hatte eine unbändige Lust auf Eis. Pistazieneis!

6 Eigelb / 200gr. Zucker / 250ml Milch / 250ml Sahne / 200gr. ungesalzene Pistaziencreme. (ich hatte ein Glas mit 190gr. Das reichte auch) / Ein Spritzer Mandelextrakt.

Zuerst wird die englische Creme hergestellt. Einen Teil des Zuckers wird mit dem Eigelb verrührt, der andere Teil kommt in die Milch und wird einmal ganz kurz aufgekocht. Die Milch kurz stehen lassen damit sie ein wenig abkühlt. Sie dann unter rühren mit dem Schneebesen zuerst löffelweise zu der Eigelbmasse geben und dann ganz einrühren. Die Mischung zurück in den Topf geben, auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze, unter ständigem Rühren bis auf 80 Grad erhitzen. Ein Küchentermometer ist da sehr hilfreich. Damit werden eventeuelle Keime im Ei abgetötet und es bleibt nicht mehr ganz flüssig sondern wird eine Creme. (Zur Rose abziehen nennt man das auch)

Die Creme vom Herd nehmen und die Pistazien Creme und den Spritzer Maldelextrakt. mit dem Mixstab unterrühren. Die Mischung eine Weile im Kühlschrank abkühlen lassen, und dann kommt sie schon in die Eismaschine. Wenn sie dann so aussieht wie oben, wird sie umgefüllt in einen Behälter der sofort ins Tiefkühlfach wandert. Et voilà!

Die Pistaziencreme fand ich hier in Luxemburg auf dem Wochenmarkt beim dem kleinen griechischen Stand, der Pistazien in allem möglichen Varianten anbietet. Ich fand sie aber auch schon in großen gut sortierten Supermärkten. Und gebt acht dass sie ungesalzen ist.

Der Spritzer Madelextrakt unterstützt das Pistazienaroma. Ich fand aber auch schon Rezepte, die einen ganzen Teelöffel voll davon verwenden. Aber dann wird es meiner Meinung nach Pistazieneis mit Mandelgeschmack. Ein Spritzer reicht völlig. Wenn ihr sie grüner haben wollt müsst Ihr Lebensmittelfarbe dazugeben. Aber das muss nun wirklich nicht sein.

Am Abend war der Himmel plötzlich rosafarben…

…doch die Sonne war nicht erschienen.

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Und da wäre noch eine Tagesfrage:

Welche Aspekte machen deiner Meinung nach eine Person einzigartig?

Die Frage ergibt keinen Sinn aus zwei Gründen.

Das Wort Aspekt leitet sich vom Sehen ab, also vom Blick, Blickwinkel, Blickrichtung, Ansicht. Richtiger wäre nach den Eigenschaften zu fragen.

Und selbst dann, wäre die Frage noch immer unsinnig, denn jeder Mensch IST einzigartig. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Nach den Eigenschaften zu fragen ist somit hinfällig, denn es sind Eigenschaften an sich, die seine Einzigartigkeit ausmachen.

Ostersamstag

Am Morgen auf den Wochenmarkt, nebst einem Kaffee auf der kalten recht ungemütlichen Terrasse des Renert. Brrr.

Als ich zurück ging fing es an zu regnen. Am Morgen war der nächtliche Regen auf den Autos in meiner Straße getrocknet und hinterließ einen gelblichen Schleier vom Sahara Sand. Jetzt wurde er weggespült um neuem Sand Platz zu machen, denn man sah den Sand regelrecht in der Luft hängen. Das Licht war so gelblicht trüb wie selten davor.

Es erinnerte mich an meine Reise 2019/20 nach Australien während der Buschbrände und der gelbliche Himmel über Sydney:

29.12.2019
Zugegeben in Sydney war es noch gelblicher

Das kalte regnerische zog sich über den ganzen Tag hinweg bis in den Abend. Brrr.

Am Abend hatte ich einen Termin mit dem J. im Hêtre. Ich hatte mir diesmal fest vorgenommen ein paar Fotos zu machen, doch ich verpasste es wieder. Nun ja.

Ich ging anschließend noch auch einen Absacker ins Letz Boys. Ich fühlte mich aber sehr überfressen und bleib nicht lange.

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Wenn du etwas nach dir benennen könntest, was wäre das?

Ich denke, das entscheide ich nicht selbst, es sei denn ich mache in der nächsten Zeit eine bahnbrechende Erfindung, was aber höchst unwahrscheinlich ist. Auch wenn ich auf meine Vergangenheit zurück blicke, gibt es da nichts weswegen es mir benannt werden sollte.

Aber es gibt ja auch Menschen, deren Namen für etwas verwendet wird, das sie zeitgeschichtlich auf immer und ewig festhält, ob die das wollen oder nicht. So lernte ich erst kürzlich was die Miranda Rechte sind, benannt nach dem aus Mexiko stammenden Ernesto Arturo Miranda. Bekannt sind sie inzwischen auf der ganzen Welt, weil sie in jeder U.S Polizeiserie zitiert werden. Möchte ich so in die Geschichte eingehen? Wohl eher nicht. Aber eine Straße wäre schön.

Rue Joël / 1966-20.. / Blogeur de la première génération à Luxembourg

Karfreitag

Karfreitag und warten aufs Chr…, nein das ist der andere Feiertag. In dem Sinne fand ich diesen alten Tweet:

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Der Tag begann mit kaltem Regen. Ich musste früh raus wegen einem Termin mit einem Handwerker. Ich vertrödelte dann etliche Stunden damit am Morgen. In der Wartezeit suchte ich aber nach einem Hollandaise Rezept für dieses alte Küchenutensil, das noch aus dem elterlichen Haushalt stammt. Ein Saucenzubereiter von Seb.

Ich war überzeugt, dass ich das Kochbuch dafür verloren hätte. Und ich scheine nicht der einzige zu sein, denn ich fand Unmengen von Anfragen im Internet. Und oh Wunder, ich fand das kleine Buch wieder; nicht im Netz, sondern im Küchenschrank der Großmutter. Da ich auf der Netzsuche sehr viele Fakeangebote fand,um sich das Kochbuch zu beschaffen, werde ich es die Tage mal einscannen und zur Verfügung stellen, denn es gibt das Heftchen seit den 80ern nicht mehr. Wer Interesse hat, bitte melden.

Wenn ich von Hollandaise Sauce spreche kann man sich schon denken warum. Ja genau, wegen Spargel. Die D. wird am Sonntagabend zurückkommen aus dem Baskenland und zu Ostermontag gibt es dann frischen Spargel aus den Landes, den sie mitbringen wird. Es soll ja Menschen geben, die Spargel nicht mögen, bzw. sehr unterwältigt davon sind. Ich mag Spargel, jetzt nicht so sehr, dass ich sie pfundweise essen muss, aber ich freue mich doch jedes Jahr wenn die Spargelzeit beginnt.

Ich kaufte alles dafür schon heute ein, damit ich nicht am Samstag los muss und die Geschäfte alle platzen. Muss nicht sein.

Es regnete fast ununterbrochen den ganzen Tag, was mich trübsinnig stimmte. Nun ja.

Ich zappte mich am Abend durch die Fernsehkanäle, fand aber nichts was mich fesselte. Früh zu Bett.

Wetter & Kopf

Das Wetter macht mir zu schaffen. Zwei Tage hintereinander rutschte das Barometer von Höhen ins Bodenlose und wider zurück und mein Kopf macht dabei Tilt, sprich Kopfschmerzen mit Tendenz Migräne.

Ich bekam am Mittwoch so just das geregelt was zu regeln war. Ich legte mich am Abend mit Migräne ins Bett und wachte am Donnerstag damit auf. Da war sie dann so heftig, dass ich etwas einnehmen musste. Pillen auf den leeren Magen sind nicht ideal und ich würgte eine Scheibe Brot mit etwas Butter mit hinunter. Ich verdunkelte das Zimmer und legte mich noch einmal hin. Kurz nach 9:00 war der Schmerz soweit betäubt, doch ich fühlte mich sehr wattig im Kopf. Es half alles nichts, ich musste raus wegen dienstlichem Zeug.

Am Abend ging ich mit der A. zu Pablito der Mexikaner an der Ecke in meinem Viertel. Ich war schon lange nicht mehr dort, weil ich es irgendwann sehr teuer fand und die Portionen sehr klein. Außerdem ging lecker anders.

Das hat sich jedoch geändert. Es ist besser geworden.

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ONE zeigt seit letzter Woche eine alte britische Serie die ich bis dato nicht kannte, Inspektor Foyle bzw. Foyle‘s War.

Was ich sehr an den zwei ersten Folgen schätzte, ist die Unaufgeregtheit mit der die Fälle gelöst werden und die dass die Umstände des zweiten Weltkrieges mit hineinspielen. In der zweiten Folge in der der Sohn eines raubeinigen Fischers stirbt, weil er versucht Soldaten über der Ärmelkanal hinweg versucht zu retten, ging mir sehr nahe.

Wutträume

Mitten in der Nacht wurde ich wach, wegen einem Traum der sehr realistisch war. Ein fein gekleideter Schnösel wollte ein Rabatt von ein paar Cent auf einer Einzelpackung haben die man aber nur bei einer größeren Menge bekommt. Die Verkäuferin versuchte ihm das zu erklären, aber der Schnösel machte einen Aufstand und vernannte die arme Verkäuferin, die nichts dafür konnte …. Also sprang ich vor Wut aus dem Bett und schrie den Schnösel an… Es kurz nach 4:00 Uhr. Ich brauchte ewig lange um wieder einzuschlafen. und verschlief dann fast den ersten Termin des Tages.

Wenn Tage so beginnen, ist das für gewöhnlich ein Vorbote, dass da noch mehr kommt. Dem war auch so. Little did I know.

Ein Anruf am Morgen ließ mich in Panik geraten. Ein weitere Anruf ließ mich wütend werden… Es nahm bis zum Mittag kein Ende. Insgesamt flogen mir drei dieser Bomben um die Ohren.

Am Mittag setzte ich mich ins Renert und machte mir eine Liste der dringlichsten Dinge, die alle heute noch erledigt werden müssen.

Also verkroch ich mich am Nachmittag ins Büro uns schaffte alles weitgehend weg was mir am Morgen das Leben schwer machte. Uff.

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Dass Baumgarthner Bilder restaurieren kann wissen wir. Hier macht er was anderes.

Wochenanfang

Sehr früh aufgewacht noch vor dem Wecker, weil ich schon früh zu tun hatte. Es hatte sich ein Handwerker für 8:00 angekündigt. Das ging auch erfreulich glatt. Zwischendurch brachte ich ein paar Vorhänge zur Wäscherei die mehr als reif für eine Reinigung waren.

Was ich bei dem ganzen Hin und Her in der Stadt immer schätze sind die Öffis und den Umstand, dass sie nichts kosten. Ich konnte alles schneller erledigen als wenn ich das Auto genommen hätte.

Kurz nach 11:00 war alles soweit erledigt und ich gönnte mir einen Kaffee.

Später ich ging an einer Baustelle vorbei, die ich glaube ich noch nie gezeigt habe:

Das alte Hotel Central Molitor sieht so schon mal vielversprechend aus. Es ist innen völlig hohl, nur die schöne verschnörkelte Fassade steht noch. Ich kann mich noch erinnern, dass die Besitzerin des Hauses in den 80ern Kundin im Friseursalon war, im dem ich meine Ausbildung machte. Aber das ist alles schon so lange her, dass es schon fast nicht mehr wahr ist…

Mal ehrlich, überkommt euch nicht manchmal das Gefühl dass die ganze eigene Vergangenheit und das Erlebte, egal ob gut oder schlecht, sich wie zu viel Ballast anfühlt und man kommt sich plötzlich steinalt vor? Ich mag das Gefühl nicht, denn es bewirkt zugleich, Stillstand und eine Schwere im Kopf, die ich nicht haben will. Sind das erste Alterserscheinungen?

Ich schweife ab…

Ich wanderte ein wenig durch die Stadt und machte Fotos:

Das Foto ist fast vom gleichen Standpunkt aus gemacht, wie mein allererstes Foto auf Instagram. Es hat sich viel verändert.

Ich fuhr mit der Tram zum Kirchberg:

Es tat gut durch die frische Luft zu wandern.

Am Abend eine sehr spannende Reportage über Elisabeth Friedman. Sehenswert!

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Wie oft sagst du „nein“ zu Dingen, die deinen Zielen im Weg stehen würden?

Das hängt von den Zielen ab die betroffen sind.

Aber davon mal abgesehen, muss man mit den Jahren lernen ‚Nein‘ zu sagen. Man sagt zu allem Ja und Amen wenn man jünger ist, vor allem im beruflichen Bereich, weil immer die Angst mitschwingt, es könnte verheerende Auswirkungen auf die Zukunft haben. Mit der Zeit lernte ich dann abzuschätzen, was wirklich wichtig ist und was nicht. Ich entwickelte einen sechsten Sinn für die Dinge die sich nach Ausnutzen anfühlten und konnte sie gleich im Keim ersticken. Mit den Jahren kommt es dann immer seltener vor.

Ich weiß dass sich Antwort sehr allgemein beantwortet anhört, doch Beispiele würden wie so oft dritte Personen miteinbeziehen.

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Ein sehr altes Lied wiederentdeckt, das mich melancholisch werden ließ:

Ein kalter Sonntag mit Regen und Sonne

Wir haben immer noch März, nicht April. Nun ja.

Am Morgen den Tagesbericht von gestern hochgeladen und den Wochenendeinkauf von nachgeholt. Ich hätte ihn in meinem Viertel machen können (der Cactus hat morgens geöffnet), doch ich wollte auch Dinge nachkaufen die ich dort nicht finde. Also machte ich eine Stippvisite in der Alten Heimat im REWE.

Auf den Weg hin wechselte das Wetter mindestens dreimal. Auf einem drittel regnete es, das nächste Drittel hatte strahlend Sonnenschein und in der Alten Heimat fielen ein paar einzelne Schneeflocken. Ich hatte mir vorgenommen, wenn das Wetter denn mitspielt, eine Runde um den See zu wandern, aber mit Schnee und eiskalten Windböen, nein danke. Ich muss, jetzt da Winter fast vorbei ist, als krönenden Abschluss keine Erkältung haben.

Darum blieb ich auch nicht dort, sondern fuhr gleich wieder zurück.

Am späten Nachmittag gab es dann ein letztes mal Dienstliches.

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Was ist eine geheime Fertigkeit oder Fähigkeit, die du besitzt oder gerne besitzen würdest?

Wenn ich sie hier verraten würde, wäre sie nicht mehr geheim.

Katz und Maus

Ein recht ruhiger Samstag mit sehr unstetem Wetter. Als ist die Jacke anhatte um zum Wochenmarkt zu gehen, stürmte und regnete es. Also strich ich den Wochenmarkt aus dem Tagesprogramm. Kaum hatte ich die Jacke wieder ausgezogen, schien die Sonne. Nee, also, ne?

Da ich keine Lust hatte auf das Katz und Maus Spiel mit dem Wetter, denn am frühen Nachmittag hagelte und schneite es und ich blieb daheim. Dann erledige ich die Einkäufe eben am Sonntagmorgen.

Am Abend dann Dienstliches.

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Bei folgendem Fundstück auf Thread fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

Warum hat mir das niemand vor Jahrzehnten schon gesagt? Ich muss unbedingt noch wachsen! Folgt mir für weitere unschlagbare Weisheiten.

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Ich fasse es nicht dass William Shatner schon 93 ist! Er tingelte die Tage durch eine Reihe von Talkshows. Das unten ist meiner Meinung nach das beste Interview von ihm mit Kelly Clarkson.

Sinnieren über Alkohol & L‘Hêtre

Sehr gut geschlafen. Noch im Bett überflog ich noch einmal das Posting von gestern und las bei anderen Bloggern.

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Ein Artikel aus der Süddeutschen ließ mich meine eigenen Werte überprüfen. Möchten Sie vielleicht ein Bier? Es geht dabei um die Frage des eigenen Alkoholkonsums und wie wahrheitsgemäß man die Frage vor einer OP beantwortet. Via Kaltmamsell

Ich kann mich an die Frage erinnern, und dass sie mir mehrfach gestellt wurde, bevor ich in Neukaledonien mit dem geplatzten Blinddarm operiert wurde. Doch ich wollte sie einmal genauer für mich überprüfen. Es ist nämlich auch eine Frage der eigenen körperlichen Kondition und wie gut bzw. wie schlecht der Körper den Alkohol abbaut. Das ist demnach von Mensch zu Mensch völlig verschieden. Als man mir die Frage damals im Krankenhaus stellte, antwortete ich wahrheitsgemäß, dass der Konsum in den letzten fast zwei Monaten bei denen ich auf Reisen war, höher war. Ich speiste quasi jeden Abend in einem Restaurant und trank dazu ein Glas Wein, manchmal wenn es sehr gut schmeckte, auch zwei. Je nach Gediegenheit des Ortes gab es auch ein Aperitif davor. Tagsüber jedoch trank ich nichts.

Mein Alltagskonsum in meinen doch recht unsteten Leben, ist genau so unstet. Ich trinke gern ein Glas Wein wenn ich im Restaurant bin. Das ist so im Durchschnitt zweimal pro Woche, manchmal auch drei. Alkohol gegen den Durst habe ich noch nie getrunken. An heißen Tagen und/oder nach körperlicher Anstrengung ist es mir sogar zuwider. Eine Flasche Bier gegen den Durst ist für mich ein NoGo, mal davon angesehen, dass ich Bier nicht besonders mag. Eine Flasche Wein kann bei mir zuhause wochenlang im Regal stehen, ohne dass ich sie öffne. Es gibt Abendmahle die ein Glas Wein nicht wert sind, weil es einfach nur irgendwas ist, was ich in mich reinstopfe. Dafür ist mir der Wein dann zu schade. Zudem hasse ich das Gefühl beschwipst zu sein und mich nicht mehr unter Kontrolle zu haben.

Macht mich das zum Alkoholiker? Meiner Meinung nach nicht.

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Am Nachmittag nachdem ich noch ein paar Bürodinge erledigt hatte, musste ich raus an die frische Luft.

Es war herrlich. Ich wanderte ein wenig durch die Stadt und traf mich dann mit der N. im Renert zum Apéro. Es war zu lange her, dass nur wir beide uns gesehen hatten. Es wurde ein schöner Abend. Ich hatte einen Tisch bestellt im Hêtre. Ich hatte bei meinem ersten Besuch schon einmal kurz darüber berichtet. Der Name kommt von der alten Buche die früher in dem Innenhof stand, die aber leider weichen musste, weil sie krank und riesengroß war und wenn sie gestürzt wäre, hätte sie viel Schaden angerichtet. Jetzt steht eine kleine Buche dort. Doch bevor die die stattliche Größe ihrer Vorgängerin erreicht, werde ich nicht mehr da sein.

Der Innenhof
Die Aussicht

Und während wir hin und zurück vom Restaurant gingen, machte ich Fotos von einer nicht so leeren Stadt wie es auf den Fotos scheinen mag.

Noch ein Tag mit viel Hin und Her

Es fing mit einem Besuch beim Friseur an. Der „Wiedehopf“ sollte weg. Doch am Morgen entschied ich ihn stehen zu lassen und nur die Kontur und die breiten Seiten kürzer zu schneiden. Denn seit einer Woche sah ich Mirielle Mathieu für Arme nicht unähnlich. Das sieht jetzt so leicht asymmetrisch aus und ich bin sehr zufrieden:

Dann begab ich mich zur Wäscherei meines Vertrauens nur um zu erfahren dass sie keine Matratzenüberzüge reinigen, warum auch immer. Die Reinigung in der Concorde gleich beim Eingang zum Parkhaus, zu der ich nie gehe, bejahte die Frage. Sehr gut. Ich glaube ich werde mein Vertrauen jemand anderem geben…

Mittagessen bei Oberweis. Das Schweinemedaillon schmeckte so mittel obwohl es sehr lecker aussah:

Ich holte den Überzug ab und fuhr ihn zur Reinigung.

Und dann war es schon an der Zeit den letzten Termin des Tages wahrzunehmen. Dort ging alles glatt, was mich außerordentlich freute, denn ich sah endlich Licht am Ende eines Tunnels durch den ich seit Wochen fuhr.

Wieder daheim spendierte mir der Himmel hunderte von roten Schäfchenwolken:

Am Abend machte ich früh das Licht im Schlafzimmer aus.

Viel Hin und Her

Ein Bürotag wie ich ihn hasse. Dabei gingen zwei Dinge gerade gründlich schief, was mich sehr ratlos werden ließ. Eine davon konnte ich Ende des Tages regeln. Eine andere war schon schwieriger. Verdammt. Ich hasse es wenn ich kein Plan B in der Rückhand habe.

Am Nachmittag dann drei Stippvisiten von denen eine mich wieder fuchsteufelswild werden ließ. Nun ja, ich kann es nicht ändern.

Gegen 16:00 Uhr hatte ich die Nase gestrichen voll und setzte mich auf die Terrasse vom Renert die seit Dienstag wieder draußen steht. Das kleine Chalet wurde abgerissen.

Den Abend auf den Sofa verbracht.

Völklinger Hütte: Der Deutsche Film

Es war schon länger ausgemacht dass ich am Dienstag nach Saarbrücken fahren sollte um die B. zu besuchen. Was ich nicht wusste, war dass auch ihr Mann, der D. und ihre Tochter, die O. dabei wären. Eine schöne Überraschung.

Wir aßen in einem urigen aber sehr schönen Restaurant mit klassischen Gerichten. Ich hatte Backfisch, der sehr lecker war.

Auf den Rückweg entschloss ich mich spontan, da ich sonst nichts weiter vor hatte, die Ausstellung über den deutschen Film zu besuchen die noch bis August in der Völklinger Hütte zu sehen ist.

In diesem Gebäude soll einmal die neue Eingangshalle entstehen

Es gab mit einer Ausnahme einen guten Querschnitt durch die ganze Historie des Films, angefangen bei 1895 bis 2023.

Das System war wie auch in Ausstellungen davor, dass man einen Audioguide bekam, der sich immer mit dem jeweiligen Film verband vor dem man gerade stand.

Äußerst spannend fand ich vor allem die Anfangsjahre, weil ich da so gar nichts darüber wusste. Oder wusstet ihr dass es schon 1919 einen ersten deutschen queern Film gab?

Von den Filmen selbst sah man immer nur einen kurzen Ausschnitt der maximal fünf Minuten dauerte.

Zudem sah ich viele große Filmplakate sowie Kostüme und altes Material, wie zum Beispiel einen der ersten Schneidetische.

Louise Brooks. Für mich eine der schönsten Schauspielerinnen der Stummfilmzeit.

Der Film Metropolis hatte drei Leinwände mit Ausschnitten.

Über allem stand eines der Kostüme aus dem Film Der Himmel über Berlin.
Eine Übersicht des oberen Teil der riesigen Halle. Die Leinwäde sind teilweise so groß wie im Kino.

Schön war dass es auch Ausschnitte von Filmen gab wie zum Beispiel der erste queere Film in der DDR, der seine Premiere am Tag es Mauerfalls feierte.
Schön war auch dass es überall verteilt kleine Fernseher standen mit späteren internationalen Filmen die sich an den jeweiligen deutschen Filmen inspiriert hatten . Bei Metropolis war das nicht nur ein Film.

Es gab einen Teil der über die nationalsozialistischen Filme, mit es gleich zwei Filme von Leni Riefenstahl. Mir persönlich hätte einer gereicht. Da ich mich gerade auch mit ihr wegen einem Theaterstück beschäftigen muss, in dem eine Geschichte aufgezeigt wird, die gar nicht weiter bekannt ist, in der sie kaltblütig Willy Zielke aus dem Weg räumen lässt, ist mein Riefenstahl Bedarf zur Zeit mehr als gedeckt.

Den letzten Teil der Ausstellung durchlief ich schneller weil ich fast alle Filme kannte und schon einmal gesehen hatte. Doch es waren schöne Erinnerungen dabei. „Angst essen Seele auf“ der mich damals sehr berührt hatte. Aber auch ein Film neueren Datums der mir sehr unter die Haut ging; Systemsprenger.

Sonntag mit Theater & Kino

Zuerst im Theater. Eschenliebe

Die Geschichte eines Mannes der sich in einen Baum verliebt. Die Schriftstellerin Theresia Walser hat dem Schauspieler Steve Karier eine Rolle auf den Leib geschrieben.

Das Stück lief schon im letzten Jahr an vielen Orten in Deutschland und kam jetzt endlich nach Luxemburg in seiner definitiven Fassung, denn eine Arbeitsfassung gab es schon letztes Jahr im Monodrama Festival zu sehen.

Es ist sehr minimalistisch. Eine Bühne, ein Mann und zwei Eimer Wasser. Der Applaus am Ende war tobend. Es gab sogar am Ende ein kleines Nachgespräch mit dem Publikum und Schriftstellerin.

Und als ich nach etwas mehr als einer Stunde aus dem Theater raus war ( es war eine 17:00 Uhr Vorstellung) war mein kultureller Bedarf noch nicht gedeckt. Ich schaute auf die Kino App und fand eine Vorstellung von Wicked Little Letters im OV um 19:30. Perfekt. Ich hatte vor Monaten schon den Trailer hier gezeigt.

Eine kleine wunderbare englische Komödie, die auf einer wahren Geschichte beruht. Und hier zeigte sich auch wieder, wie großartig Olivia Coleman ist. Leicht verklemmte und sprunghafte Charaktere ist absolut ihr Fach. Aber auch Timothy Spall, der ihren garstigen Vater verkörpert, ist unbedingt sehenswert.

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As if nothing happened:

Eine Tagesfrage

Du gehst auf eine Überlandreise. Reist du per Flugzeug, Bahn, Bus, Auto oder Fahrrad?

Bei der Frage musste ich schmunzeln. Wenn jemand in Luxemburg sagt, dass er morgen den Großteil des Tages im Ausland verbringt, verpufft jeglicher Wow-Effekt. Wenn ich noch in der Alten Heimat wohnen würde, hätte ich zu Fuß ins Ausland gehen können, was ich auch regelmäßig tat.

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Der Samstag war ansonsten eher gemächlich. Am Morgen ging ich mit der A. und Blue auf den Wochenmarkt und ich kaufte ein für das Wochenende. Obst und Gemüse sowie Käse und Brot beim Eifeler Bäcker.

Anschließend gab es einen Kaffee im Renert wo wir noch viele weitere Bekannte trafen.

Am Abend dann das üblich dienstliche wo bei überlegte ob ich nicht im Anschluss noch kurz auf einen Absacker… Ich ließ es aber bleiben.

Donnerstag & Freitag

Made by Gencraft

Manchmal gibt es Tage… ach lassen wir das. Es involviert so viele dritte Personen, dass ich nichts darüber erzählen mag und auch nicht kann. Und vielleicht wäre besser ich hätte jetzt einen Blogbeitrag im privaten Modus geschrieben. Mein zukünftiges Ich wird wieder sagen, dass ich hier in Rätseln spreche. Aber manchmal ist es auch gut, dass ich nicht alles schriftlich festhalte, da man ich sowieso vergessen möchte. So ein Tag war der Donnerstag. Nur so viel; der oben mit KI generierte dunkle Himmel beschreibt es schon ganz gut.

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Der Freitag fing dann mit den Dingen an, die am Donnerstag nicht bewältigt hatte, geschweige denn überhaupt angegangen. Das beinhaltete an Orte fahren und Besprechungen nachholen, die ich kurzerhand abgesagt hatte. Den Mittagstisch nahm ich im Renert war. Es gab ein typisch belgisches Gericht. Mit Béchamel überbackene Chicorée im Schinkenmantel mit ein paar Kartoffeln. Für alles was am Tag davor war und für den Tag selbst, war es Comfort Food erster Klasse. Leider kein Foto.

Dann hatte ich endlich ein klein wenig Zeit für mich und schrieb schon mal hier vor.

Ich kann nicht sagen woher es kommt, aber seit ein paar Wochen ist der Wurm drin. Ich hatte schon angedacht hier eine Pause einzulegen, weil ich mich oft müde und schlapp fühle um noch irgendwas zu schreiben. Doch wenn ich mir das dann konkret vorstelle, ist es ein totales No Go. Es ist oft so, dass das Geschriebene, vor allem wenn es negativ belastet ist, im Anschluss aus dem Kopf raus ist und nicht in einem Hinterstübchen vermodert und gar Schimmel ansetzt. Doch das widerspricht zum Teil dem Vergessen was ich oben geschrieben habe. Denn was man schreibt, das bleibt.

Ach, ich weiß auch nicht… beides funktioniert und manchmal geht beides auch nicht. Vielleicht sollte ich mich einfach schreiend in eine Ecke stellen und alle schauen mich nur ratlos an.

Da hilft nur eins. Alors in danse:

Vielleicht sollte ich das tatsächlich tun. Einfach tanzen gehen am Abend. Thank God it‘s Friday.

Wieder daheim setzte ein paar Dinge für die Zukunft um die mir Freude bereiten. Ich buchte alles für meinen Geburtstag im September. Zudem hatte ich schon angedacht kurz nach Ostern für ein paar Tage zu verduften und buchte ein Hotel in Freiburg. PENG‼️

Dann kam noch ein dienstlicher Abschnitt den ich aber inzwischen mit links mache. Währenddem dachte ich darüber nach, ob ich das mit dem Tanzen wirklich in die Tat umsetzen soll.

Resultat:

Es war die richtige Entscheidung.

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So habe ich noch keinen Gitarre spielen sehen.