Ein Wiedersehen

Nach dem Blogen, die erste SMS des Tages:

Die, die länger mitlesen, wissen was das bedeutet. Die SMS ging übrigens an die D. raus.

Vom Wetter her waren es nur 2° , die sich fast wie Minusgrade anfühlten, und ich hielt mich dementsprechend wenig draußen auf.

Zudem sah ich zu meiner großen Freude die F aus Österreich wieder, die kurz zu Besuch bei ihrer Mutter ist. Es war wunderschön, mit ihr eine Weile über Dinge sprechen zu können. Sie arbeitet ja mit Menschen mit Behinderung und kennt sich auch bestens in psychischen Störungen aus, die bei diesen Menschen nebst der Behinderung, öfter vorkommen als man denken mag. Sie erklärte mir ein paar Dinge über Bipolarität, wie weitreichend das sein kann und warum ich am Anfang hinsichtlich einer mit gut bekannten Person, die daran leidet, so blind war.

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Eine Amerikanerin die etwas verstanden hat. Hört ihr einfach zu. Dauert nicht lange. Und dann können wir gerne in den Kommentaren darüber reden:

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Wenn es eine Biografie über dich gäbe, wie würde sie heißen?

Einer der auszog, um eine Spur zu hinterlassen.

Frühlingsboten

Ich wurde sehr früh wach und konnte nicht mehr einschlafen. Ich zählte die Stunden, in denen ich eigentlich geschlafen hatte. Es waren nicht mal ganze fünf. Das reicht nicht.

An diesem Tag sah ich zwei Frühlingsboten. Der erste flog am Fenster vorbei. Ein Schwarm Kraniche:

Ich spann noch einmal die Idee der Strafarbeit eine Runde weiter und kam zu dem Schluss, dass ich im Blog einen Aufsatz schreiben werde, den ich tatsächlich einmal schreiben musste. Es war keine Strafarbeit in dem Sinne, sondern eine Klassenarbeit mit dem Titel, Ein Tag im Leben eines/einer… Ich weiß nicht mehr, was ich damals ausgewählt hatte. Aber später hin schwirrte mir immer eine andere Idee durch den Kopf, die ich einmal schreiben wollte. Leider war der Tag so voll gepackt mit anderen Dingen, dass ich nicht dazu kam. Vielleicht am Wochenende.

Am Nachmittag suchte ich die S auf die ich seit Monaten nicht gesehen hatte. Sie hatte in letzter Zeit zwei schwere Schicksalsschläge zu durchleiden, und es geht ihr jetzt den Umständen entsprechend langsam besser. Das traf sich auch gut, denn es war Freitag und Meisterin Proper schwang das Zepter bei mir zu Hause, so dass ich wie immer flüchten musste. Wir zurrten paar Daten fest, um uns weiter um ein Projekt zu kümmern, dass ein bisschen angestaubt war.

Auf dem Rückweg entdeckte ich den zweiten Frühlingsboten und der machte mich sehr glücklich! Schneeglöckchen!

Am Abend war ich sehr unschlüssig, was ich tun sollte. Ich schaute mir schließlich zwei Folgen von Adam Dalgliesh an, von denen ich überzeugt war ich hätte sie noch nicht gesehen. Aber dem war leider so.

Ich ging recht früh zu Bett, da die Nacht davor ja so kurz ausgefallen war.

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Was haben deine Eltern in deinem Alter gemacht?

Ich werde dieses Jahr 60. Mein Vater lebte schon seit acht Jahren nicht mehr. Das war im übrigen ein sehr seltsames Gefühl, als ich 52 wurde und ab da länger lebte als mein Vater. Meine Mutter war mit 60 bereits seit zwei Jahren in Rente.

Samstag mit viel Unterschiedlichem

Brauchst du eine Pause? Wovon?

Viele würden darauf antworten, dass sie eine Pause vom Leben brauchen. Aber wie diese Pause aussehen soll, wissen man nicht. Wenn man diesen Satz nämlich konsequent zu Ende denkt, wird man sich bewusst, wie fatal er eigentlich ist. Richtiger wäre, eine Pause von den aktuellen Lebensumständen. Aber eine Pause ist immer nur eine Pause und anschließend macht man da weiter, wo man aufgehört hat. Es ändert sich also nichts, oder doch?

Mit diesen Gedanken startete ich in den Tag, die für meinen Geschmack etwas zu profund und zu anstrengend waren.

Auf zum Wochenmarkt. Ich setzte mich noch kurz ins Renert für einen Kaffee und drehte eine kleine Runde durch die Stadt. Ich war erstaunt wie viele Touristen mitten im Winter auch da sind. Ich sah nicht weniger als drei Fremdenführer mit schwingenden Fähnchen oder Regenschirmen.

In der Grand Rue hörte ich sie wieder; die Kraniche und sah sie dann auch:

Sehr hoch oben drehten sie einige Runden bevor sie weiterflogen.

Am Abend wollte ich mir den zweiten Teil von Dune anschauen, weil ich ihn damals im Kino verpasst hatte. Doch es kam anders. Die N lud mich ins benachbarte Ausland ein. Es wurde ein sehr lustiger Abend, an dem viel gelacht wurde. Es waren nämlich auch noch andere Bekannte da.

Darwin durfte nicht fehlen.

Es gab eine Anekdote, die eine der Bekannten von ihrer Mutter erzählte, die bereits 94 ist und immer noch Auto fährt. Ich würde sie am liebsten hier zum Besten geben, aber leider kann ich das nicht so sehr anonymisieren.

Was ich aber nicht zu anonymisieren brauche, war eine Todesanzeige in der Zeitung, auf die mich die anderen aufmerksam machten, die ich übersehen hatte. Ein Schauspieler, mit dem ich gearbeitet habe, als ich meine ersten Gehversuche in der Theaterwelt tat, stand heute in der Zeitung. Er war nur sechs Jahre älter als ich. Das erstaunte mich, denn ich dachte immer dass er viel älter gewesen sei.

Er hatte eine der Hauptrollen in einem der allerersten Stücke, dass ich in den neunziger Jahren bestritt. Er spielte einen der beiden Brandstifter in Biedermann und die Brandstifter. es ging überhaupt um sehr viele alte Geschichten, bei denen mir wieder bewusst wurde, wie lange ich schon dabei bin.

Es wurde spät und ich lag weit nach Mitternacht erst in den Federn.

Gar nichts für mich

Den Freitag fällt von seiner Berichterstattung aus Gründen kurz aus. Es gab viel Arbeit am Rechner. Zudem hörte ich am späten Nachmittag die Schneegänse, aber ich sah sie nicht denn es herrschte dichter Nebel. Das bedeutet, es geht endlich wieder bergauf mit dem Wetter.

Am Abend schaute ich mir die Eröffnung der Olympischen Spiele an und wenn wir schon in Italien sind, kochte ich mir auch was italienisches; Ulrike Oricchette Cacio e Pepe. (da ich gleichzeitig während dem ich der Eröffnung zuschaute, auch diesen Text diktierte, schrieb die KI mir Ulrike hin, statt Oricchette. Ich musste so lachen, dass ich es stehen ließ.)

Es gab ein paar wirklich schöne Momente, vor allem der Moment, bevor und während die Ringe durch die Arena schwebten und sich zum Olympia Zeichen informierten. Mariah Carey hätte man allerdings weglassen können. Sie stand da und blickte drein, als ob sie gar nicht da stehen wollte. Die Gründe dafür weiß man nicht. 

Ich sah mir die Show bis zum „Einlauf der Gladiatoren“ an. Alles, was noch danach kam, Andrea Bocelli sowie Cecilia Bartoli mit Lang Lang und Charlize Theron verpasste ich; ich war müde und ging ins Bett.

Ich nahm mir fest vor, dass der Samstag anders ausfallen würde, denn der Freitag war so ein Tag, an dem ich wirklich gar nichts für mich getan hatte.

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Die wichtigste in deiner Lebenszeit gemachte Erfindung ist …

Das Internet, ganz klar. Auch wenn uns in den letzten Jahren die Nachteile davon um die Ohren fliegen, so bin ich überzeugt, dass das Internet so viele gute Dinge hervorgebracht hat, dass die noch immer überwiegen.

Allerlei

Am Morgen setzte ich mich noch einmal hinter das Schneidprogramm. Jetzt ist alles soweit fertig dass ich bis Ende Februar kein Editing mehr habe. Aber die nächsten Aufnahmen stehen schon in den Startlöchern.

Im Anschluss machte ich mich auf ins Rainbow Center, weil es Probleme mit einem Transferlink gab. Es war jedoch schnell beseitigt und im April wird ein Podcast Interview anderweitig erscheinen als bei „Ëmgefall an Ausgelaf“. Wenn es soweit ist, lasse ich es euch wissen.

Mit einer der Administratorinnen speiste ich dann gemeinsam zu Mittag im Mamas Dumpling.Er befindet sich ja keine zehn Schritte vom Rainbow Center entfernt.

Als ich nach Hause ging, nieselte es und das Wetter war wieder so „grujeleg“ wie die Tage davor.

Die Abendunterhaltung bestand aus einer Doku über Terry Gilliam. Seine Kultfilme, die er mit dem Monty Python’s gemacht hat, mag ich bei weitem nicht alle. Aber Brazil mochte ich sehr und wie er damit das Universal Studio in die Knie zwang, weil das Publikum und die Kritik geschlossen hinter ihm standen.

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Und dann möchte ich allen einen Komiker ans Herz legen, den die N mir vor kurzem gezeigt hat. Wenn ihr einigermaßen fit seid in Französisch(mit belgisch Akzent), bitteschön:

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Beschreibe deinen perfekten Tag von Anfang bis Ende.

Ich rätsle bei dieser Frage, ob damit ein Tag gemeint ist, den ich bereits erlebt habe oder ich mir einen ausmalen soll. Wir wissen ja alle, dass es Perfektion nicht gibt. Man strebt danach, aber erreicht sie nie. So gesehen ist die Beschreibung eines erlebten Tages hinfällig. Alles andere ist reine Fantasterei und würde sich sehr kitschig und langweilig anhören. Das Unperfekte ist ja gerade das, was das Leben schön und lebenswert macht.

Podcast, Stippvisite & ein Experiment

Aber vorab der täglichen Berichterstattung; der neue Podcast ist da! Es geht um Karneval, Fasching, Fastnacht. Und die kleine Umfrage, die ich letzte Woche gestartet hatte, hat sehr geholfen. Vielen Dank an alle! Wer kein Spotify hat, bei Apple Podcast gibt es ihn auch.

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Ein erster Blick am Morgen zum Fenster hinaus, und ich war sprachlos. Es gibt ihn also doch noch, den blauen Himmel…

… mit einem strahlenden Mond inklusive.

Das schöne Wetter traf sich gut, denn ich hatte eine längere Fahrt vor mir, die ich gestern schon hätte machen sollen, die ich aber wegen dem ekligen Wetter und dem verhassten Ersatzwagen, nicht angetreten hatte.

Ich fuhr nach Trier und gab eine Menge Geld aus. Nicht für mich wohlgemerkt, man wird es mir zurückerstatten.

Die Fahrt dorthin war nicht ohne. Auch wenn in Luxemburg eitel Sonnenschein herrschte, war das in Trier nicht der Fall und musste durch viele dichte Nebelbänke fahren.

Da ich beizeiten losgefahren war, wanderte ich ein wenig durch die Innenstadt. Im leeren Kaufhof ist im Erdgeschoss ein Discounter eingezogen. Die Fenster stehen voll mit… Zeugs halt. Aber von außen sieht es nicht mehr ganz so trostlos aus.

Ich fand auch einen neuen Asia Market, in dem ich mich gleich mal auf die Suche machte nach weißer Misopaste. Ich fand welche. Zudem fand ich, weil ich gestern so gute gesessen hatte, tiefgefrorene Dumplings. Ich nahm eine Packung mit.

Das Mittagessen im der Trier Brasserie, an der ich sonst nur schwerlich vorbeikomme, ließ ich weg.

Wieder daheim, wunderte ich mich, dass die Tür plötzlich aufgeschlossen wurde. Ich hatte völlig vergessen dass Meisterin Propper nicht am Freitag wie gewohnt kommt. Ich suchte kurzentschlossen das Weite und drehte eine Runde durch die Stadt.

Am Abend kochte ich so richtig, ich hatte Lust dazu. Es gab Hühnchen in einer Miso-Honig Sauce mit Orzo.

Ich machte auch ein kleines lustiges Experiment mit der KI. Ich gab ihr ein Bild zur Bearbeitung das sie schärfer zeichnen sollte. Das gelang ihr recht ordentlich:

Das Bild ist nicht unbekannt. Es stammt aus einer Fernsehserie, aus einer Sitcom, die mehrere Staffeln hatte und in der es immer an der gleichen Stelle im Wohnzimmer hing , gleich neben der Eingangstür. Anfangs dachte ich, dass eine Kopie von einem Bild eines berühmten Malers ist. Doch der zuständige Set Designer fand es damals auf einem Flohmarkt, und es war nie herauszufinden, wer der Mann auf dem Bild ist oder wer es gemalt hat. Er kaufte es für ein paar wenige Dollar.

Vielleicht kommt des durch meine Affinität zu Bildern und zu Porträts im besonderen, aber ich fand es immer schön und dass es einen so prägnanten Platz an einer Wand hatte, dass es mir immer wieder ins Auge sprang, bei jeder einzelnen Folge. Darum machte es mich auch neugierig und nicht nur mich, denn es fragten viele nach dem Bild. In einer kleinen Making Off Sendung, erfuhr ich dann die Geschichte mit dem Flohmarkt. Am Ende der letzten Staffel bekam einer der beiden Regisseure das Bild geschenkt und es hängt seitdem bei ihm zuhause. Elf Jahre, nachdem die letzte Folge abgedreht war, kam die Idee, die Serie wieder auferstehen zu lassen, und es wurden noch einmal drei Jahre lang weitere Folgen gedreht. Das Bild, was dann an der Wand hing, war eine von Hand gemalte Kopie des ersten Bildes und sah dem zwar sehr ähnlich, aber es war nicht das gleiche, das merkte ich sofort. Das wurde mir auch in einem späteren Interview bestätigt.

Das ist alles zugegeben nerdiges Insiderwissen und ich wollte wissen, ob Google KI es es auch weiß. Sie kannte das Bild nicht, schrieb es aber ohne mit der Wimper zu zucken Georg Baselitz zu! Wenn man weiß, was Baselitz gemalt hat, weiß man, dass er das unmöglich gemalt haben kann. So viel zu Google KI… sie hätte es auch Picasso zuordnen können. Ich startete einen zweiten Versuch mit ChatGPT. Sie vermutete, dass Otto Dix dahinter steckt, oder Christian Schad, meinte aber auch, dass sie es nicht genau zuordnen kann. Wenn man weiß, was Dix und Schad gemalt haben, kommen wir der Sache schon näher. Ich finde das Bild jedenfalls immer noch sehr schön und habe es jetzt als Screensaver.

Und jetzt bin ich neugierig, ob jemand meiner geschätzten Leser weiß, aus welcher Serie das Bild stammt.

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Das ist zwar sehr alt aber immer noch lustig.

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Wie beeinflussen wichtige Lebensereignisse oder der Lauf der Zeit deine Sicht auf das Leben?

Das ist eine Frage, die man wahrscheinlich nur mit einem Beispiel beantworten kann. Ich habe lange überlegt, welches ich nehmen soll. Das was wohl am einschneidesten war, war der viel zu frühe und plötzliche Tod meines jüngeren Bruders. Es zeigte mir, wie zerbrechlich ein Leben ist, wie schnell es vorbei sein kann und dass ich besser daran täte, mein Leben zu ändern. Was ich alles geändert habe, das habe ich bereits mehrfach hier beschrieben.

Heinzelmännchen & Blue Velvet

Ich weiß nicht, wie viele Tage hintereinander ich schon geschrieben habe, dass das Wetter ein einziges Elend ist. Wir haben seit über einer Woche keine Sonne gesehen, nicht mal ansatzweise. Es ist kalt, es ist feucht, es ist trüb. Könnte bitte jemand dem Frühling Bescheid sagen, dass er aus den Startlöchern kommen soll?

Am Morgen rockte ich schnell das Posting von gestern runter, für das noch kein einziges Wort geschrieben war. Es fiel dementsprechend kurz aus. Ich hörte ebenfalls viel Geheul von Sirenen von verschiedenen Einsatzwagen und das länger als gewohnt. It‘s just another manic Monday…

Nach einer unverblogbaren Dienstrunde, die aber kurz ausfiel, ein Einkauf in der Belle Étoile. An einem Montag kann man das machen, an einem Freitag oder Samstag macht man das nicht, es sei denn man ist lebensmüde, oder man macht es zu Studienzwecken.

Am späten Nachmittag kam mir mit dem Jingle, von dem ich gestern sprach, mein kleines Heinzelmännchen zu Hilfe, dem T., dem ich wieder einmal, was die ganze Podcasterei angeht, sehr dankbar bin.

Am Abend schaute ich mir einen Film von David Lynch an, den ich schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte, so lange, dass ich nichts mehr von der Geschichte wusste. Blue Velvet. Er lief im schweizerischen Fernsehen, vor ein paar Tagen schon, aber ich kann das ja nachholen. Was für ein Film! Alle inzwischen weltbekannte Darsteller sehen noch so jung aus! Kyle MacLachlan, Laura Dern, Isabella Rossellini, und den schon ein wenig in Vergessenheit geratenen Dennis Hopper, der diesen wahnsinnigen Fiesling so gut verkörperte, dass ich mich fragte, ob er dafür Auszeichnungen bekommen hat. (Ja, hat er!)

Ich war übrigens sehr erstaunt, dass der Film von dem verstorbenen weltbekannten Kritiker Roger Egbert so negativ bewertet wurde.

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Anke Gröner, die seit Anfang dieses Jahres wieder blogt, schreibt über Provenienzforschung, mit einer neuen, öffentlicheren Herangehensweise. Gehört das Ihnen?

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Was kochst du am liebsten?

Was ich am liebsten koche, ist nicht zwingend mein Lieblingsgericht und eine Leibspeise habe ich nicht. Dafür esse ich sehr Vieles viel zu gern. Wenn ich aber von den Zubereitungsarten ausgehe, mag ich weitgehend am liebsten was aus dem Ofen kommt.

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Weiß jemand wo der Begriff ‚No strings attached‘ herkommt? Ich weiß es jetzt!

Im Kino: Vie Privée

Den Freitag lassen wir aus Gründen der Langweiligkeit weg. Ich könnte höchsten einen Überblick über etwas geben, das die Kaltmamsell startete und danch ein wenig in allen Blogs vorkam, nämlich die Morgenroutine.

Tatsache ist, dass ich keine wirkliche Routine habe. Wenn ich bei anderen lese, was die alles in einer halben Stunde oder in zwei Stunden,gleich nach dem Aufstehen, auf die Reihe kriegen, ich könnte mich dann schon gleich wieder ins Bett legen. Ich brauche morgens zwei Stunden, egal wie. Und die sollen bitte stressfrei sein. Erwachen, auf den Wecker sehen, aufstehen, aufs Klo gehen, in die Küche gehen, Kaffeevollautomat anmachen, erste Tasse Kaffee, zum Küchenfenster hinausschauen. Vor dieser ersten Tasse geht gar nichts. Was danach kommt hängt von der Tagesform und dem Tagesprogramm ab. Das kann sehr unterschiedlich sein.

Aber das erörtere ich ein anderes mal.

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Kommen wir zum Samstag der weitaus mehr fürs Blog zu bieten hatte. Am Morgen traf ich mich dem J. auf dem Markt. Es gab einen Kaffee im Renert und sehr viel zu erzählen.

Das Wetter war eine einzige Zumutung. Und doch war ich erstaunt, wie viele Menschen unterwegs waren. Ich kaufte mir eine Pudding Brezel für ein spätes Frühstück daheim.

Im Anschluss malte ich:

Ich zeige hier bei weitem nicht alles, was ich so male. Aber manche Dinge gefallen mir dann so, dass ich sie zeigen kann. Und langsam finde ich auch meinen Stil. Es hat ein bisschen etwas von einem Comic Zeichenstil, das nicht verwunderlich ist, da ich ja viele davon lese.

Am späten Nachmittag hatte ich Karten fürs Kino. Heute war eine Premiere. Ich ging mit der N ins Kino, etwas fas ich ja sonst mit der D. tue oder allein aber nich nie mit der N.! Auf dem Programm: Vie Privée mit Jodie Foster und Daniel Auteuil.

Was für eine nette kleine Geschichte mit einer fabelhaften Jodie Foster und einem nicht minder guten Daniel Auteuil. Absolut sehenswert. Man kann den Film auch nicht in einem gewissen Genre festlegen. Es ist ein Krimi, eine Liebesgeschichte und es ist auch teilweise eine Komödie.

Zum einem kleinen Abendessen ging es dann weiter ins Bovary.

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Vor welcher Sache schreckst du am meisten zurück? Was wäre nötig, damit du dich überwindest, es zu tun?

Da ich nicht wirklich unter einer Phobie leide, außer vielleicht einer gewissen Höhenangst, die aber erst bei einer richtigen Höhe zum Einsatz kommt, sprich so ab 15-20 Meter und darüber, fällt mir jetzt nichts ein. Ich müsste noch einmal darüber nachdenken.

Eine Tagesfrage, die den Tag selbst beschreibt

Worüber beklagst du dich am meisten?

Diese Tagesfrage beschreibt eigentlich am besten den ganzen Donnerstag. Ich beklage mich darüber, dass ich Pech hatte. Wer nicht weiß, auf was ich mich beziehe, der lese bitte das Posting vom Vortag.

Es passierte nicht wirklich viel. Am späten Morgen verabschiedete ich den Schwarzwälder Besuch, der weiter nach Lille fuhr. Es war gut, dass der Besuch da war, denn er lenkte mich gedanklich von allem anderen ab.

Danach versuchte ich mich mit diesem Wagen anzufreunden, der nicht meiner ist, mit dem ich aber die nächsten drei Wochen klarkommen muss. Ich hätte ja schon gesagt, dass er um einiges größer ist als der davor, was ich ja begrüße, denn der eigentliche Wagen, der erst in drei Wochen kommen wird, wird das auch sein. Ich setzte also für den Nachmittag eine kleine Fahrt an zu einem Einkauf im Rewe in der Alten Heimat an. Ich hätte nicht wirklich etwas gebraucht, aber wenn schon, dann halt dafür.

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, all die Nachteile aufzuzählen, die mir jetzt auffallen, da ich vier Jahre lang ein Elektrofahrzeug hatte. Der Ersatzwagen ist nämlich ein Benziner. Ein Elektroauto ist sehr viel reaktiver und lässt jeden Benziner lahm aussehen. Das ist vor allem ein Vorteil im Großstadtverkehr, wenn man aus einer Seitenstraße in einer Hauptstraße einbiegen muss und keine Vorfahrt hat. Die kleinste Lücke um mich einzufädeln, war meine. Dann wäre da der Krach eines Verbrenners gegenüber einem Elektromotor. Der Motor hat ja zusätzliche kleine Lautsprecher, dass man ihn überhaupt hört. Im Inneren des Wagens hört man gar nichts.  Ganz zu schweigen vom CO2, Ausstoß…

Das Wetter war trist und blieb es auch den ganzen Tag über. Es fühlte sich zu einem Moment sogar so an, als ob Schnee fallen würde. Ich blieb häuslich nach dem Einkauf, erledigte eine Reihe von Haushaltsdingen, sonst passierte nicht wirklich viel.

Am Abend sah ich mir eine Doku auf ARTE an, über Ted Bundy, aber vor allem über die Schriftstellerin Ann Rule, die einen Bestseller über ihn schrieb. Eine sehenswerte Doku, weil sie sich vor allem mit dem Thema beschäftigt, wie es jemandem geht, der einen Mörder kennt und ihn als Freund und Vertrauten ansah. Seltsam fand ich, dass das Buch nie auf Deutsch erschienen ist, weil ich danach suchte. Es gibt stattdessen im Bastei Lübbe Verlag eine Reihe von anderen Titeln von ihr, aber nicht das eine, wofür sie eigentlich bekannt wurde.

Das wäre übrigens ein Thema, dass ich einmal separat behandeln müsste, da ich ja auch in dem Fall bin, aber hier sind die Umstände ganz andere als bei der Schriftstellerin Ann Rule. Zudem ist es ein so heikles und zugleich feinfühliges Thema, dass ich nicht weiß, ob ich das überhaupt machen soll.

Dinge gehen kaputt

Eigentlich… EIGENTLICH sollte ich heute meinen neuen Wagen bekommen. Aber eine Stunde vor dem Termin rief das Autohaus an und teilte mir mit, dass sie das Auto, als sie es in den Showroom stellen wollten, ein anderes Auto streifte. AAAAAAH!

Ich fuhr dann trotzdem zum ausgemachten Termin hin und beratschlagte, was jetzt zu tun sei. Ich kann mit meinem Auto nur noch zwei Tage fahren, dann sind die Übergangspapiere hinfällig wegen der Kfz Nummer, die ich ja mitnehmen wollte.

Ich sah den Schaden. Auch der Autohändler sah aus, als ob er auch einen Schaden erlitten hätte. Ich habe jetzt erst mal einen Ersatzwagen. Ein MG. Er ist größer, was aber kein Fehler ist, dann gewöhne ich mich in den nächsten Tagen an ein größeres Gefährt, den der Neue wird auch größer sein.

Wieder daheim fühlte ich mich niedergeschlagen. Bricht gerade eine Periode an, in der Dinge kaputt gehen? Gestern die Wasserspülung von Klosett, heute der neue Wagen, vor ein paar Wochen die große Stehlampe im Wohnzimmer… Es gibt immer wieder so Momente, wo ich den Dingen hinterher hechten muss, weil immer wieder etwas dazwischen kommt. Entweder gehen Dinge kaputt und anderes Zeugs bleibt liegen. Ich gebe nichts auf schlechte Omen, aber das ist doch ein wenig viel auf einmal.

Wieder daheim besann ich mich eines Besseren, schüttelte alles Negative ab und brachte die Wohnung auf Vordermann. Ich erwartete Besuch für den Abend aus dem Schwarzwald, der auch hier übernachten sollte.

Der Rest des Abends war wunderschön und lustig.

Was würdest du tun, wenn du im Lotto gewinnen würdest?

Aha! Das ist doch mal ein Klassiker von einer Frage. Ich nehme an, dass die Frage darauf abzielt, wenn man den Jackpot gewinnen würde und nicht nur ein paar Euro. Ich spiele unregelmäßig EuroMillions und habe mir schon oft diese Frage gestellt, was wäre, wenn es mich tatsächlich trifft? Ich denke, man muss sich erst einmal bewusst werden, dass eine so Riesensumme von mehreren Millionen auch eine riesige Verantwortung mit sich bringt. Ich habe vor etlichen Jahren mal ein Interview mit einem Verantwortlichen einer Lotterie gehört, der sagte, man täte besser, es erst einmal zu verschweigen, oder zumindest nie zu sagen, wie viel man tatsächlich gewonnen hat. Wenn man preisgibt, dass man nur paar 100.000 € gewonnen hat anstatt 15 Millionen (ich glaube das ist der Mindestjackpot, den man zweimal pro Woche bei EuroMillions gewinnen kann) dann ist dann ist es für niemanden verwunderlich, wenn urplötzlich ein paar Veränderungen stattfinden, wie zum Beispiel eine luxuriöse Reise, eine aufwändige Renovierung u.s.w.

Ich würde wahrscheinlich eine Foundation gründen, die das Geld verwaltet und verantwortungsbewusst anlegt, die Menschen und Organisationen unterstützt, die mir wichtig sind, inklusive mich mit einer herrschaftlichen Rente pro Monat versorgt.

Tagesfrage, Klempner & Zahnarztbesuch

Ich erwachte kurz nach 7:00 schoss den gestrigen Beitrag raus und ging aufs Klo, bis ich bemerkte, da war doch was… Ach ja, die Spülung funktioniert nicht mehr. Ich ging in die Küche, nahm den größten Bottich aus dem Schrank und füllte ihn mit Wasser um, ach ihr wisst schon… das braucht keine detaillierte Beschreibung.

Kurz nach 8:00 rief ich den Klempner an. Das funktioniert übrigens bei dieser Firma wie am Schnürchen. Man ruft zuerst im Callcenter an, erklärt das Problem und keine 10 Minuten später ruft ein Techniker zurück und macht einen Termin aus. Ich hatte Glück, denn bereits gegen 10:30 Uhr war der Klempner da. Resultat: die Glocke, die unten abschließt, war kaputt und musste ersetzt werden. Der Klempner erklärte mir, dass ihm das selbst auch bei ihm zu Hause passiert sei nach ungefähr 8 Jahren. Das ist so in etwa die Zeitspanne, die meine Glocke auch überlebt hat. Eine knappe Stunde später war er fertig.

Zwischendurch hörte ich das Zeitzeichen über den Regenmacher Charles Hatfield. Ein spannender Mann, der an seine Erfindung glaubte. Mir fiel sofort das Lied Cloudbusting ein:

Der H. schickte Fotos aus Melbourne. Er hatte am Morgen sehr früh eine Ballonfahrt gemacht und geniale Fotos geschossen. Mich ergriff sofort das Fernweh:

Made by H.
Made by H.

Am frühen Nachmittag ein WAZIFUBO Foto. In der Überschrift steht warum.

Nach einer Zahnreinigung, bei der man mir erklärte, dass ich mehr Mineralien im Speichel habe als der Durchschnitt der Menschheit produziere ich auch mehr Zahnstein. Das wusste ich nicht. Ich bekam zudem eine Überweisung für einen Knochenscan im Krankenhaus. Dort fuhr ich gleich nach dem Termin hin und gab die Überweisung ab, mit dem Versprechen, dass man sich telefonisch melden würde zwecks einer Teeminvereinbarung.

Mit einem Umweg über den Recycling Center, um dem kaputten DVD Player loszwerden fuhr ich wieder nach Hause. Inzwischen hatte das Wetter umgeschlagen. Es regnete und war eisig kalt.

Am Abend schaute ich mir eine Doku über Jeffery Dahmer an. Ich hatte mir damals die Miniserie auf Netflix nicht angesehen, da ich von mehreren Seiten gehört hatte, dass sie ein blutrünstiges Machwerk sei. Da diese Doku aber von ARTE ausgestrahlt wurde, und ich so gut wie nie eine ARTE-Doku schlecht fand, ließ ich mich darauf ein.

Es geht um den Comic-Zeichner Derf Backderf der tatsächlich ein Klassenkamerad von Dahmer war und später auch eine Grafic Novel über seine Erinnerungen mit Dahmer herausbrachte. Dass ARTE den reißerischen Titel „Der Kannibale von Milwaukee“ auf YouTube dazu gesetzt hat, finde ich dann doch sehr geschmacklos.

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Letztens fragte mich jemand, warum ich nicht jeden Tag eine Tagesfrage beantworte. Einerseits wiederholen sich die Fragen nach einer Weile. Das merke ich immer dann, wenn ich plötzlich über Jetpack Likes bekomme von einem Posting, das manchmal über ein Jahr alt ist. Dann stehe ich in der Liste, die die Frage schon beantwortet haben. Andererseits gibt es Fragen, die nicht auf mich zutreffen, mir schlicht zu doof sind oder sich zu sehr auf Dritte beziehen, um sie zu beantworten.

Welche Bücher möchtest du lesen?

Na, erst mal alle die Bücher, die hier noch im Regal stehen und im Schlafzimmer, die ich noch nicht gelesen habe und das sind nicht wenige. Ich denke mal jeder, der regelmäßig list hat so ein Stapel. Bei mir ist die Anzahl der ungelesenen Bücher, die ich übrigens nie gezählt habe, mit den Jahren, in der ich in der großen Wohnung lebe, sehr viel größer geworden. Da ich eher selten darüber schreibe, was ich gerade lese oder wie ich das finde, es sei denn, es hat mich sehr beeindruckt, sollte ich auch meine eigenen Lesegewohnheiten einmal überprüfen. Ich lese nicht so viel wie ich soll oder möchte.

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Kennt ihr Jackson? Er tanzt für sein Leben gern und hier lernt er steppen. Sein größtes Idol ist Michael Jackson. Er hat auch raus wie man Alexa befiehlt, die Musik einzuschalten. Seine Besitzerin ist inzwischen schlauer. (oder auch nicht)

Ein bisschen von allem

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?

Da ich berufsbedingt manchmal sehr viel Freizeit zur Verfügung habe und dann wieder überhaupt keine (das sind die Stellen im Blog, in denen das Wort unverblogbar sehr oft vorkommt) gibt es sehr Viele Dinge, die ich in meiner Freizeit mache. Lesen, Schreiben, Podcast, Kino, Theater, Museen fasst in wenigen Wörtern fast alles zusammen, was ich alles in meiner Freizeit mache. Ich beschreibe die Besuche von Kino und Museum ja meistens ausführlich im Blog. Aquarell Bilder malen kam seit letztem Jahr Oktober dazu. Wenn ich irgendwann einmal in Rente gehe, gibt es also mehr als genug Zeugs, um die Zeit aufzufüllen.

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Kommen wir zur Tagesberichterstattung. Am Morgen lass ich ein wenig bei anderen, was die so geschrieben haben, wie das fast jeden Morgen der Fall ist. Das Wetter draußen nebeliges Elend. Der Blick aus dem Fensters sah aus, als ob der Rest der Welt verschluckt wäre und es gäbe nur meine Straße.

Und ohne draußen gewesen zu sein, konnte ich jetzt schon sagen, dass wieder diese feuchte Kälte herrscht, die einem sofort bis in die Knochen zieht.

Ich begann den Tag mit Teig kneten. Ich hatte Lust Brot zu backen. Und während der Teig für 2 Stunden aufging, malte ich ein bisschen, und sah mir den Gewinner von gestern Abend vom LSC an. Der ganze Vorentscheidungsprozess war dieses Mal völlig an mir vorbeigegangen. Ich hatte selbst im Radio nicht aufgepasst, wenn die 8 Songs gespielt wurden, die im Finale waren. Die Gewinnerin, Eva Marija hat eine interessante Stimme leicht näselnd und ein wenig gebrochen, was mir sehr gut gefällt. Das Lied an sich ist aber nicht so der Hit. Meine Prognose; das Lied kommt mit ein bisschen Glück weiter, aber gewinnen wird es sicherlich nicht.

Bis die Aufgehzeit vom Brot fertig war, blieb noch Zeit, mich um einen der letzten Podcasts zu kümmern und ihn zuzuschneiden. Es wird der Podcast sein, indem wir über Fasnacht/Karneval/Fasching sprechen. Er kommt Mittwoch in einer Woche.

Ich recherchierte auch über ein Phänomen, das sehr viele haben. Mein iPhone ist seit dem letzten Update nämlich nicht mehr gewogen sich mittels CarPlay so ohne weiteres an mein Auto anzuschließen. Das geht nur mit viel Hickhack, und es nervt ungemein. Nun hab ich bereits mehrfach das Handy aus dem Auto abgemeldet und wieder frisch angemeldet, aber es wird nicht besser. Sogar wenn ich es mit Kabel anschließe, ist das keine Garantie, dass sich das iPhone nicht nach einer Weile wieder ungefragt abmeldet. Die einen sagen, dass käme von der Software des Autos die nicht auf dem letzten Stand ist, dass ich aber als Erklärung ablehne, denn es passiert erst seit dem letzten Update vom iPhone nicht vom Fahrzeug! Ich bin sehr unschlüssig, was ich da machen soll. Einerseits lässt Apple nur sehr bedingt und mit viel Mühe ein Downgrade zu. Andererseits bekomme ich nächste Woche den neuen Wagen, bei dem ich hoffe, dass es wieder einwandfrei klappt.

Ich malte das Bild fertig. Vorlage war ein Short wo jemand Steine aufeinander legte, so dass alles im Gleichgewicht war. Keine Ahnung ob meines so halten würde.

Ich zog das Brot aus dem Ofen. Es sah furchterregend gesund aus und erinnerte mich an den Klotz den ich vor Monaten gebacken hatte und komplett ungenießbar war weil die Hefe nicht mehr taugte. Vor Anschnitt musste er erst ganz abkühlen und das füllte die ganze Wohnung mit frischgebackenem Brotduft.

Dann beschloss ich am frühen Nachmittag, doch ein wenig vor die Tür zu gehen, dem Wetter zum Trotz. Der Trotz wurde nicht belohnt, ich hielt es keine halbe Stunde draussen aus, obwohl ich mich mit mehreren Lagen eingepackt hatte. –

Wieder daheim schnitt ich das Brot an. Es schmeckte gut mit dicke Butter und Marmelade.

Ich malte noch eine recht lange Weile weiter an einem Bild für das eine Doodle Vorlage war. Das ist aber so kleinteilig, dass ich länger brauche. Dabei kam mir die Idee doch mal ein Wimmelbild zu malen. Wir werden sehen.

Am Abend schaute ich mir den Tatort an, den ich nur so Mittel fand. Später sah ich dann ein Terra X Doku über die aktuelle Lage in dem Staaten. Das heißt ich hörte sie mehr als dass ich sah, weil ich mich wieder an den Esszimmertisch gesetzt hatte und malte, aber das reichte mir auch. Das ist alles sehr beunruhigend was dort drüben abläuft…

Sonntag an der Mosel

Am Morgen las ich eine interessante Tagesfrage, die ich beantwortete. Sie steht weiter unten. Auf Umwegen fand ich, via Herr Buddenbohm, ein Text von Kiki, der hinsichtlich der Tagesfrage zum Teil auch Antworten liefert über das, was ich gerne rückgängig machen möchte. Das beschäftigte mich den Großteil vom Vormittag.

Den Rest des Tages jedoch, verbrachte ich an der Mosel, wie es die Überschrift bereits verrät. Ich hatte einen Termin mit der M ausgemacht. Sie und ich waren zusammen im Kindergarten und in den ersten Jahren der Grundschule. Es ist ihr zu verdanken, dass es in den letzten Jahren ein paar Klassentreffen der Jahrgänge 66-67 meiner Alten Heimat gab. Wenn ich an die Jahre zurück denke, waren es nicht die schönsten meines Lebens. Ich war viel und oft das Objekt der Begierde, um gehänselt zu werden. Doch das Gehirn des Menschen funktioniert nun einmal so, dass es die schlechten Dinge mit der Zeit ausblendet, es sei denn, sie waren so traumatisch, dass sie bleibende Schäden hinterlassen haben. Bei mir hält sich das die Waage. Zudem war das letzte Klassentreffen sehr schön.

Die M hatte einen Tisch im Restaurant l‘Écluse reserviert.

Das Essen war in Ordnung. Der Salat zu Beginn sollte ein Vitello Tonato sein. Nun ja… ich hab das Original anders in Erinnerung. Die Scampis in Pfeffersoße als Hauptgang waren ganz gut. Das Vanilleeis mit Himbeeren war sehr gut,da kann man nicht viel falsch machen, aber es war eine doppelte Portion.

Wenn wir schon an der Mosel sind, wollten wir auch daran entlang spazieren, aber der Wind war eisig und es fühlte sich sehr viel kälter an, als es tatsächlich war. Wir hielten die Wanderung kurz.

Wieder daheim war mir dann eisig kalt. Nein, bitte jetzt keine Erkältung, BITTE NICHT!

Ich wehrte mich mit allen verfügbaren Mitteln. Glühend heißer Tee, heiße Badewanne und und und…

Am Ende lag ich sehr früh unter mehreren Decken im Bett und schaute mit auf dem iPad, The Hours an, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte.

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Wenn du eine Erfindung rückgängig machen könntest, welche wäre das?

Da ich nicht später als gestern einen Podcast über Einstein hörte, dachte ich sofort an die Atombombe, als ich diese Tagesfrage las. Doch nach einigen Überlegungen möchte ich etwas anderes rückgängig machen, das noch viel weiter zurück liegt. Wo es angefangen hat kann ich nicht sagen. Ich würde gerne eine Reihe von Phobien rückgängig machen. Nicht die Phobien die aus der natürlichen Angst heraus erwachsen sind sich selbst z.B. vor großen oder giftigen Tieren in Acht zu nehmen, sondern die menschengemachten Phobien, die allein darauf beruhen, dass in grauer Vorzeit jemand behauptet hat, das wäre schlecht oder widernatürlich. Ich rede von Homophobie, ein neuerer Begriff wäre Queerophobie, oder genau so verwerflich, Xenophobie. So gesehen sind Phobien keine Erfindung, aber wenn ich die Macht hätte, etwas rückgängig zu machen, dann das.

Ruhiger Fluß

Die Tage sind ein langer ruhiger Fluß, zumindest die zwei letzten.

An Arbeit stand noch an, (obwohl, Arbeit ist es nicht, ich verdiene kein Geld damit) die beiden letzten Podcasts zu schneiden und hochzuladen.

Zudem standen die ersten Meetings an, in denen es um dienstliche Dinge geht. Es wird nicht so schlimm werden wie September, Oktober letztes Jahr, aber diese eine Produktion wird voraussichtlich es in sich haben.

Ich backte Brot das mir aber gründlich misslang. Die Krume war viel zu fest geworden. Wahrscheinlich hätte ich es länger gehen lassen sollen.

Ich malte ein paar Lesezeichen. Das Bücherregal musste ich kürzen, weil ich da etwas versucht habe, was nicht gelang.

Ich aß zu Mittag im Renert. Eine Blanquette de veau. (Kalbsfrikassee)

Das Wetter, obwohl nicht so kalt, war aber wenig einladend.

Und wäre noch eine Tagesfrage:

Wo könntest du Unordnung in deinem Leben reduzieren?

Ich könnte zum Beispiel das Büro –, Bibliotheks – und Gästezimmer in Angriff nehmen und die Bücherwand endlich mal so ordnen, dass ich Dinge wieder finde. Das verbuchen wir dann unter Frühjahrsputz, obwohl der noch längst nicht vor der Tür steht, aber ich bin den Winter mehr als leid.

Neuer Podcast, neue Kappen & Tagesfrage

Der neue Podcast ist da! Während meinem Aufenthalt in St.Jean war ich mit der D im neu eröffneten Museum Bonnat-Helleu in Bayonne. Es gibt jede Menge Fotos von dem was wir im Podcast beschreiben auf der Homepage Êmgefall an Ausgelaf.

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Los geht es mit einer Lieferung am Morgen.

Ich habe neue Kappen für die Schuhe bestellt, die am Morgen geliefert wurden. Wer gestern mitgelesen hat weiß, dass diese Schuhe davor blaue Kappen hatten. Nicht dass die dunkelblauen, scheußlich wären doch wir haben Winter und mit all den tristen Farben, die die Natur grad zu bieten hat und auch die Klamotten die wir anziehen, wollte ich einen Gegenakzent setzen. Knallige Farben im Winter, sonst wird das nix! Wenn das alle machen würden, wäre der Winter glaube ich nur halb so trist. Die blauen Kappen werde ich dann auf die weißen Schuhe setzen.

Ansonsten bleibt noch zu berichten, dass der Wäschekorb schon zur Hälfte leer ist und der Rest heute und morgen drankommt.

Obwohl es draußen immer noch -3° waren, lockte die Sonne und ich ging gegen Mittag raus.

Socken mit Spiegelei und los!

Die neuen Schuhe habe ich aber nicht angezogen dafür war es zu kalt. Die Winterstiefel mussten her.

Vor der Tür hatten die Kinder aus dem Haus offensichtlich Spaß:

Um nochmal auf meine Rückkehr zurückzukommen; an dem Abend als ich zurück fuhr, war ich erstaunt immer noch die Weihnachtsmärkte zu sehen. Aber seit Montag werden sie abgebaut:

Eine heiße Suppe im Renert kam genau richtig. Ich musste überall grüßen und wünschen für das neue Jahr.

Als ich wieder daheim war überflog ich schnell die Überschriften in der Zeitung und erschrak als ich in den Todesanzeigen, den Vater einer Kollegin imd Freundin entdeckte, der am vorletzten Tag des letzten Jahres unerwartet verstorben war. Sie hatte erst vor kurzem die Mutter verloren. Ich war wie vom Donner gerührt, da sie sich auch erst aus einer Trennung aufgerappelt hatte. Ich schickte ihr meine Beileidsgrüße.

Später dann holte ich die N vom Krankenhaus ab, weil sie wegen der Verstauchung in eine Kontrolle musste. Es ist in der Tat kräftig verstaucht aber nichts war gerissen oder gebrochen. Uff! Wir tranken bei mir eine Tasse Kaffee und erzählten uns die letzten Ereignisse, weil wir uns seit Weihnachten nicht gesehen hatten.

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Abendunterhaltung: Über Pinsel habe ich noch nie weiter viel nachgedacht, außer, dass ich regelmäßig neue kaufe, meistens aus beruflichen Gründen. Aber genau genommen sind sie die Verlängerung meiner Hand. Kunstrestaurator Julian Baumgartner ist wieder aus Tour und besichtigt andere Menschen. Im Queens stattete er FMBrush einen Besuch ab:

Ich lag relativ früh im Bett.

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Wenn du eine Autobahn-Werbetafel hättest, was würde darauf stehen?

An der Frage merkt man, dass sie anfänglich auf Englisch war. Autobahn Werbetafeln gibt es bei uns nicht, aber in den Staaten. Das beantwortet aber nicht die Frage. Ich weiß nicht so richtig, für was ich diese Werbetafel gebrauchen könnte. Werbung für mein Blog? Wahrscheinlich nicht. Werbung für den Podcast? Ja, wahrscheinlich eher. 

Am letzten Tag des Jahres in San Sebastián

Es war so eine Idee den Tag mit etwas zu gestalten, das einigermaßen sinnvoll wäre, weil vom Wetter sollte es nicht so toll werden. Also saßen die D und ich am Morgen im Flixbus.

Ich erstand ein paar lang gewünschte Schuhe in schwarz, wo man die Kappen auswechseln kann. Foto davon gint es die Tage

Gegenüber vom La Vinia befindet sich ein weiterer Käsekuchenladen in den wir einkehrten und zu Mittag aßen.

Ein süsses Mittagessen

Als wir dort raus wollten ging es nicht. Die Straße war voll mit Läufern für den Sylvesterlauf. Huch! Damit hatten wir nicht gerechnet!

Und plötzlich kam da eine Stimmung auf, die sagenhaft war. Ich versuchte eine der Nummern auf den roten Shirts zu lesen. Das war eine der höchsten die ich sah:

Also mussten mindestens an die 6000 Menschen teilnehmen. Es dauerte auch eine ganze Weile, bis alle durchgelaufen waren und wir weiter konnten.

Ich fand noch ein paar hübsche Strümpfe vom meinem Künstler in einer schönen Box. Sie macht sich gut als Deko ohne ihren Inhalt.

Wieder daheim blieb noch Zeit bevor wir zum Restaurant gingen. Ich legte mich kurz hin und las ein wenig.

Zwischendurch beantwortete ich eine Tagesfrage:

Was löst Nostalgiegefühle in dir aus?

Am meisten sind es Gerüche, die, und das ist erwiesen, die stärksten Nostalgiegefühle auslösen. Wahrscheinlich bin ich deswegen auch so ein Parfum Freak. Aber es können auch Gerüche sein wie zum Beispiel Eukalyptus. Als ich vor Jahren in Singapur war, roch ich schon beim Verlassen des Flughafens die Bäume. Hierzu muss ich erklären, dass der Geruch der Bäume die Moskitos fern hält. Ich fühlte mich augenblicklich nach Korsika in meine zarteste Kindheit versetzt, weil es dort in Porto beim Strand das gleiche Problem gab. Seitdem die großen sehr stark riechenden Bäume dort stehen, sind die Schnacken weg. Seltsamerweise lösen Eukalyptus Bonbons die Erinnerung aber nicht aus. Gleich dahinter kommt Musik, vor allem dann, wenn es Lieder sind, die ich sehr lange nicht mehr gehört habe. Das ist dann Nostalgie pur.

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Im Instincts dann. Ich hab das jetzt einfach mal übersetzen lassen:

Rinderbouillon in Gelée & Schellfisch, grünes Shiso:

Terrine von Gänseleber und Artischocken. Gedämpftes Brot mit Trüffel (das war Hammer!)

Rohe Jakobsmuscheln. Crème double aus der Liège-Region. Zedrat-Zitrone & geräucherte Hechtstücke (das auch!)

Flammengegarter Rotbarbenfisch. Safran-konfierte Kartoffeln. Grätenjus, gebunden mit Rotbarbenleber:

Stockente mit Topinambur. Lauchjus. Dattelcondiment: (das war auch sehr gut!)

Warme Tartelettes mit Brie de Meaux und Trüffel. Buchweizenpulver:

Konfierte Quitte. Madeleine mit Honig. Weiße-Schokoladen-Vanille-Ganache & Eis mit Bienenwachs: (Das Eis mit Bienenwachs!!! Genial!)

Frohes Neues!

St.Jean: Der dritte Tag

Ein gutes Zeichen ist, dass ich hier völlig die Wochentage vergesse.

Am Morgen malte ich ein Bild.

Später ging es bei strahlendem Sonnenschein auf einen Kaffee in die Bar de la Marine.

Ab dem Nachmittag fing ich an den Podcast von gestern zuzuschneiden. Es ist um einges mehr an Arbeit, wenn wir das nicht in einem Wisch aufnehmen, sondern dazwischen immer wieder Pausen machen und ich dann später im Schneidprogramm alles selber zusammenschnipseln muss. Ich denke aber, dass er ganz gut geworden ist. Ich habe übrigens zum ersten Mal eine Richtigstellung eingebaut. Er wird am 7.Januar erscheinen.

Am Abend kochte ich. Wir hatten ein paar schöne Filets de Bar (Wolfsbarsch) gekauft. Zu Anfang war die Überlegung sie in Alufolie mit Gemüse ‚à l‘étouffé‘ im Ofen zu garen. Doch es war nicht mehr genug Alufolie da. Also machte ich sie in einer ofenfesten Form. Das sah dann so aus:

Das Gemüse (Möhren, Sellerie, Lauch) kleingeschnibbelt mit reichlich Olivenöl, Salz, Pfeffer, Rosmarin und rote Beeren vermischen.
Die Hälfte davon in die Form geben…
… die Filets darauf legen und noch einmal kräftig würzen (Salz, Pfeffer, Olivenöl) und den Rest des Gemüse darüber verteilen. Zum Schluss ein kleines Glas Weißwein drüber schütten. Mit Alufolie zudecken umd bei 190 Grad für gute 45 Minuten in den Ofen damit.
Das sah dann angerichtet so aus. Wir hatten Basmatireis dazu.

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Du könntest deinen perfekten Platz zum Lesen und Schreiben schaffen. Wie würde er aussehen?

Er wäre wahrscheinlich am Meer am Strand. Tatsache ist aber, dass ich überall lesen und schreiben kann und es mir im Prinzip nichts ausmacht, wo ich das mache. Ich kann in einem lautstarken Cafe ein Buch lesen oder einen Blog Text schreiben. fahre jetzt in diesem Augenblick, da ich diese Zeilen schreibe, liege ich auf dem Bett.

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Ein Bericht über Fast Fashion den ich schon gestern sah. Ab jetzt werden Zara, H&M, Cos und Co. noch mehr gemieden als ich es eh schon tat. Das sollte übrigens jeder tun.

Zweiter Weihnachtstag mit vielen Fotos

Auf nach Bayonne!
Das letzte Mal als ich hier war, war der linke Turm noch eingepackt. Er wurde gereinigt. Man sieht es deutlich!

Das Foto hier und die zwei nächsten braucht ein wenig Erklärung. Bayonne ist ja nicht nur die Stadt des Schinkens sondern auch der Schokolade. Hier waren die D und ich in einem Schokoladenhaus mit einem Teesalon (also Tee gab es sicherlich auch, aber heiße Schokolade sollte man dort eher trinken) Bei Puyodebat gibt es kuriose Tassen:

Man nennt den Salon auch Salon Moustache und mit den eigentümlichen tasses à moustache, also Schnauzbarttassen, oder besser Anti-Schnautzbarttassen.

Dieser kleine Einsatz in der Tasse verhindert das man einen Schokoladenschnäutzer bekommt. Es gibt sie sogar für Linkshänder.

Im Anschluss ging es in das Museum Bonnat-Helleu das volle 14 Jahre geschlossen war. Es öffnete Anfang November seine Türen wieder für das Publikum. Nebst einer kompletten Renovierung und einer Vergrößerung des Museums, gab es noch viele andere Probleme, die gelöst werden mussten. So zum Beispiel verhinderte jahrelang eine Schule, die gleich nebenan ist, die Erweiterung und die Riesenbaustelle überhaupt. Dann gab es noch politische Gründe und und und.

Es ist den Umweg wirklich wert wenn ihr in der Gegend sein solltet. Da die D und ich während der Besichtigung einen Podcast aufgenommen haben, mag ich nur wenig hier darüber schreiben. Nur so viel. Es scheint für Kenner eines der wichtigsten Museen zu sein zwischen dem Louvre in Paris und Madrid. Der Podcast wird am 7. Januar erscheinen.

Wieder in St.Jean machte ich ein fantastisches Nickerchen.

Am Abend hatte die D einen Tisch im Gaua bestellt. Sie haben die Tische geändert. Am sitzt jetzt seltsam tief, was sehr befremdlich ist. Das Essen war wie die letzten Male auch, alles zum Teilen. Sehr gut waren die Sardinen Pinchos.

… und die Poularde, die etwas seltsam aussah aber sehr gut schmeckte. Insgesamt war es aber nicht mehr die schöne Erfahrung wie letztes Jahr oder im Jahr davor.

Kurz vor Mitternacht lag ich in der Horizontalen.

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Ein unsinnige Tagesfrage die eine entsprechende Antwort verdient:

Was ist dein absolutes Lieblingsauto?

Eines mit vier Rädern.

Betrübliches, Befremdliches & Köstliches

Der Samstag beinhaltete ein Doppelvorstellung und im Nachhinein fragte ich mich, was schlimmer ist, Pest oder Cholera? Schulvorstellungen oder Doppelvorstellungen? Ich übertreibe…

Im Anschluss ging ich noch zur Weihnachtsfeier vom Rainbow Center. Es war schön aber ich hielt es bewusst kurz.

Daheim konnte ich jedoch lange nicht einschlafen. Ich sah mir auf One zwei Folgen von Sherlock Holmes an mit Benedikt Cumberbatch. Und obwohl ich die Geschichten und die Auflösungen kenne, ist es immer wieder schön sie noch einmal zu sehen. Als ich ein letztes Mal auf den Wecker schaute, war es 3:00 Uhr morgens. Zugegeben, ich hätte es ein bisschen herausgefordert, damit ich endlich aus der Schiene 6:30 Uhr 7:00 Uhr aufwachen rauskomme.

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Das klappte auch halbwegs. Ich erwarte erst gegen 8:30 Uhr.

Nach ein paar Tassen Kaffee setzte ich mich an den Rechner und schrieb die lästige Material Abrechnung fertig.

Danach legte ich mich noch einmal ein bisschen hin und scrollte durch meine Podcasts. Auf NDR 2 fand ich eine kleine Serie über Weihnachtslieder und deren Entstehung. Da ich dieses Jahr noch nicht ein einziges Mal GeWham‘t wurde, hörte ich mir die Geschichte davon an; danach von Chris Rea, I’m driving Home for Christmas; und dann die tragische Geschichte von Melanie Thornton und Holidays are Coming.

Was ich beim Hören nicht bedacht hatte, war, dass ich wieder diesem berühmten Satz der Schriftsteller Haruki Murakami folgte: „Wenn ich glaube, nicht mehr weitermachen zu können, mache ich noch ein kleines Stück weiter – und genau dann lerne ich, dass ich mehr ertragen kann, als ich dachte.“

Denn urplötzlich waren die Geister der Vergangenheit wieder so präsent, dass es mir fast körperliche Schmerzen bereitete. Es ist jedes Jahr vor Weihnachten dasselbe und bis jetzt war ich froh, dass sie mich weitgehend in Ruhe ließen. Dass sie an diesem Morgen so zuschlugen, war schon lange nicht mehr der Fall. Aber wenn ich ehrlich bin, hatte ich es auch herausgefordert.

Gegen 14:00 Uhr machte ich mich auf zur Nachmittagsvorstellung. Alles lief wie am Schnürchen ohne Vorkommnisse.

Im Aufenthaltsraum, der weihnachtlich geschmückt ist, fand ich etwas in einem Kranz auf einem der Tische, das aus Wachs geformt war, wahrscheinlich von einer Kerze, und sehr befremdlich aussah.

Von der Seite sah es aus wie ein alter Mann…
… von vorne hatte es aber etwas von einem Vogel.

Gegen 19:00 war ich raus und beschloss ins Parc Belair Hotel zu fahren. Ich hatte Hunger auf andere Dinge, als die,die in meinem Kühlschrank lagen. Zugegeben, so viel ist nicht mehr drin, denn ab Mittwoch bin ich anderweitig zu finden.

Als Vorspeise:

Ja, genau das! Foie Gras! Er stand nicht auf der Karte und war eine Empfehlung, hausgemacht und frisch. Das dunkelbraune ‚Brot‘ oben war gar keines. Es war Lebkuchen und schmeckte hervorragend dazu.

Als Hauptgericht hatte ich:

Schweinebäckchen. Köstlich!

Und irgendwie machte das gute Essen den Tag wieder wett.

Im Restaurant saßen auch zwei ältere Damen, die ich immer wieder hier begegne. Ihre Gespräche auf Luxemburgisch drehen sich immer um Alles und Nichts. Es ist mitunter sehr lustig ihnen zuzuhören. „Wer bezahlt heute? Du oder Ich?“ „Ich weiß es nicht mehr!“ „Ich weiß es wieder! Das letzte Mal war die Engländerin mit dabei, da haben wir geteilt.“ „Nein, ich habe alles gezahlt. Du hattest kein Geld dabei.“ „Das kann nicht sein. Ich habe immer Geld mit.“ „Nein, ich musste alles zahlen!“ „Du denkst ja eh, dass ich knauserig bin.“ „Bist du auch!“ „Wir nehmen eh nichts mit wenn wir gehen müssen…!“ „Stimmt auch wieder.“

Und irgendwie endete der Tag dann doch schön.

Am Ende eröffnete mir der Kellner S. den ich schon seit Jahren kenne, dass das Hotel und das Restaurant den ganzen Januar und Februar geschlossen haben wird wegen größerer Umbauten. Es war also heute zum letzten Mal, dass ich in diesem Jahr dort war.

Die Tagesfrage:

In welchen Momenten bist du am glücklichsten?

-Wenn ich etwas Gutes zu essen bekomme.

-Wenn sich unverhofft ein paar Stunden oder auch manchmal ein ganzer Nachmittag ergibt, an dem ich nichts vorhabe ind ich spontan entscheiden kann was ich machen will. Es kommt eher selten vor.

Dienstrunde & Tagesfrage mit Erinnerungen

Ein sehr ruhiger Morgen, an dem ich Haushaltsdinge erledigte und etwas mehr Körperpflege betrieb als üblich:

Zudem betätigte ich mehrfach die Waschmaschine. Der Wäschekorb schrie zwar noch nicht um Hilfe, dass er wieder zum platzen gefüllt war, aber es muss ja nicht jedes mal zum Äußersten kommen.

Zudem hatte ich Lust zu malen:

Ich hatte die Ränder nicht fest genug abgeklebt und es suppte an den vier Seiten raus. Ich werde die Tage versuchen das irgendwie zu retten indem ich eine Rahmen malen werde. Wie das genau aussehen soll weiß ich auch noch nicht.

Gegen 15:30 machte ich mich auf zu einer Dienstrunde.

Während der Arbeit wurde mir leicht schwummerig, was ich schon lange nicht mehr hatte. Ich befürchtete dass ich die letzte Darstellerin, die die aufwendigste Maske hat, nicht schaffen würde. Es kostete sehr viel Kraft. Zudem konnte ich es mir nicht anmerken lassen. (Darsteller sind da bisweilen sehr empfindlich, weil sie immer gleich die schlimmste ansteckende Krankheit dahinter vermuten) Ich streckte mich und zog den Rücken im alle Richtungen um irgendwie im Bewegung zu bleiben. Ich konnte nicht richtig ausmachen an was die Schwummerigkeit genau lag. Doch ich schaffte alles. Uff. Anschließend ging ich raus an die frische Luft und das half. Letztendlich fiel mir ein, dass ich seit gestern Mittag nichts Gescheites mehr gegessen hatte. Vielleicht lag es auch daran.

Das mit den Essen musste ich ändern, ich habe nämlich nicht mehr viel Ordentliches im Kühlschrank, das ich ja nächste Woche Mittwoch verduften werde. Die, die schon länger mitlesen wissen wo es hingeht…

Ich entschloss mich kurzerhand zum Chinesen meines Vertrauens zu gehen, obwohl ich letzte Woche schon dort war.

Reisnudeln mit Shrimps. Perfekt! Kein Foto.

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Beschreibe einen Menschen, der dein Leben positiv beeinflusst hat.

Da gibt es viele, die mein Leben positiv verändert haben, aber eine der frühesten Menschen in meinem Leben, der mir beibrachte die Welt zu anderes zu betrachten; die Welt überhaupt mit eigenen Augen wahrzunehmen, war Chantal. Ich lernte sie in der Schule kennen als ich 13 oder 14 war. Sie stammte aus einer Familie die so anders war als meine. Sie war ein Nachzögling und ihre Geschwister waren alle sehr viel älter. Ich mochte sie sehr. Sie verstrab 2018 sehr plötzlich an einer Sepsis die man im Krankenhaus nicht in den Griff bekam. Ich hatte ihre Todesanzeige in der Zeitung gesehen und war sehr erschüttert. Das mit der Sepsis habe erst sehr viel später erfahren durch ihre ältere Schwester und lernte bei der Gelegenheit auch ihre Tochter kennen, die Chantal so ähnlich sieht, dass es mir fast die Sprache verschlug. Im April 2019 schrieb ich etwas über sie.

Müde

Puh! Der Mittwoch war dann doch anstrengender am Morgen, als ich angenommen hatte.

Es war noch einmal eine Vorstellung sehr früh am Morgen angesagt. Ich hatte angenommen, dass es mir leichter fallen würde, so früh aufzustehen, doch dem war nicht so. Ich hatte wirklich Schwierigkeiten, in die Gänge zu kommen. Ich absolvierte alles mit der gewohnten Routine, doch es fiel mir sehr viel schwerer als am Tag davor.

Für das Mittagessen hatte ich einen Tisch im Hêtre reserviert. Ich hatte meine beiden Assistentinnen eingeladen. Leider konnte eine von Ihnen nicht mitgehen, dass sie anderweitig dringend benötigt wurde. Also gingen wir nur zu zweit.

Es war hervorragend.

Das Wochenmenü bot als Vorspeise Hummus mit klatem Hühnchen und roter Beete, als Hauptgericht Saltimbocca mit Polenta und als Nachtisch Bûche de Noël mit Mango. Wunderbar.

Ich bin immer wieder geflascht, wie herrlich gut die dort kochen können und dass die Preise doch angemessen sind. Es ist nicht über die Maaßen teuer.

Leicht überfressen wackelte ich heim und machte ein hervorragendes Nickerchen.

Am Abend schaute ich mir ein Folge Hercule Poirot auf ONE an, die ich schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte und bei der ich mich tatsächlich nicht an den Mörder erinnern konnte.

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Ist dein Leben heute so, wie du es dir vor einem Jahr vorgestellt hast?

Nein, nicht ganz. Es ist inzwischen ein Jahr her dass ich nicht mehr fürs Fernsehen arbeite. Einerseits war es vorauszusehen, obwohl ich gehofft hatte dass es eventuell doch weitergehen würde. Doch nach der Ernüchterung, war mir klar, dass ich es hätte damals schon erkennen können. Die Gründe liegen nicht unbedingt an mir, obwohl… ich hatte von Anfang an meine Bedingungen klar und deutlich kommuniziert und dass ich für verschiedene Dinge nicht zur Verfügung stehe. Das hat wahrscheinlich manchen nicht gefallen nebst anderen Umständen, die nicht in meiner Hand lagen und die ich nur vermuten kann. Und damit war ich raus aus dem Spiel ohne dass je mich jemand klar darüber in Kenntnis gesetzt hat.

Dafür habe ich ein halbes Jahr später gemeinsam mit der D. den Podcast Ëmgefall an Ausgelaf ins Leben gerufen. Mir gefällt dabei, dass wir unser eigener Chef sind und wir die volle Kontrolle haben.

Der Wochenstart

Ein sehr gemütlicher Montag. Keine Vorstellung! So gemütlich dass ich ein paar Dinge vergaß. Am Abend hatte ich ein Dinner mir der N. im K116.

Insgesamt ein Tag der blogweise nicht viel hergab.

Am Abend schaute ich mir die Doku von James Dean auf Arte an über der ich jedoch einschlief.

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Der Dienstag fing dann mit einer Schulvorstellung an. Um 10:00! Das bedeutete dass ich kurz nach 7:00 aus dem Haus musste, also ohne wenn und aber um 6:00 aufstehen, was für mich sehr ungewohnt ist. Ich arbeite sonst ja grundsätzlich abends.

Das Positive daran aber war, dass ich bereits gegen Mittag fertig war. Im Anschluss gab es dann Parpadelle al Ragú im Renert. War sehr gut, aber mir nicht scharf genug.

Daheim machte ich ein fantastisches Nickerchen.

Am Abend zappte ich lustlos im Fernsehprogramm herum. Es war nichts dabei, was mich wirklich interessierte. Ich ging früh zu Bett, denn der nächste Morgen sollte mich wieder um 6:00 Uhr aus dem Bett klingeln.

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Ein Fundstück bei Mastodon, das mir meine Endlichkeit wieder vor Augen führte.

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Welche Städte möchtest du besuchen?

Nachdem ich vor ein paar Tagen eine Sendung über Madeira gesehen habe, ist es eines der nächsten angestrebten Reiseziele. Es wäre also Funchal.

MUDAM & Weihnachtsparty

Der Tag begann früh, weil ich früh wach war. Ich nutzte die Zeit zum Podcast schneiden, den letzten für dieses Jahr. Wenn ihr hören wollt wie ich schallend lache, hört ihr ab dem 24.12 da mal rein. Ëmgefall an Ausgelaf. (Oder auch hier)

Danach hatte ich eine Verabredung mit der D an einem Lieblingsort. Im Museum, genauer gesagt im MUDAM auf dem Marché des Créateurs. Viele kleine Stände mit Kreativen, aber es kam mir vor als ob es weniger waren als sonst. Ich fand von einem Hersteller, der in Metz ist, ein schönes Hemd, dass er aber leider nicht in meiner Größe hatte. Die D fand aber ein schönes Schmuckstück in Form einer Halskette.

Später ging es dann zur Brasserie Schuman zu einem kleinen Mittagessen. Ich war das letzte Mal sehr enttäuscht gewesen, als ich dort gespeist hatte. Und dieses Mal sollte es nicht anders sein. Sie verlangen unverschämte Preise für winzig kleine Portionen. Der neueste Trick, den ich schon in ein paar anderen Restaurants gesehen habe, scheint zu sein, dass man sich ein Gericht wählt ohne Beilagen. Die kann man dann extra auswählen und sie schlagen dann pro Beilage 7-9 Euro hinzu. So auch hier! Wenn man zwei Beilagen wählt, oder vielleicht sogar drei, kann ein einfaches Gericht über 40 € kosten. Der Preis würde sich höchstens rechtfertigen, wenn es denn richtig lecker wäre, oder nach den Sternen greifen würden. Es sind einfache Brasserie Gerichte.

Später gab es eine kleine, schnelle Dienstrunde, in der ich noch ein paar Dinge vorbereitete, die ich am Montag machen werde.

Wieder daheim legte ich mich eine Weile hin, denn am Abend sollte ich auf eine Weihnachtsparty gehen, vom Rainbow Center.Ich machte mich ein bisschen feiner zurecht und fuhr hin. Dieses Mal hatten sie das Ganze im Parkhotel organisiert, dass ein bisschen außerhalb liegt. Ich kam aber mit einer unverhofften Verspätung an, da die Stadt voll gestopft war mit Menschen, die die Weihnachtsmärkte besuchten. Ich glaube seit dem Artikel von der BBC, die die Luxemburger Weihnachtsmärkte zu den weltbesten erhoben,(ich hatte darüber berichtet) ist es schlimmer geworden.

Es war ein schöner Abend, und ich sah viele Menschen wieder, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Leider hatte ich auch ein Glas Crémant zu viel. Über die Folgen erzähle ich morgen.

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Siehst du manchmal wildlebende Tiere?

Ja, die Vögel, jeden Tag wenn ich zum Fenster hinausschaue.

Zuwachs

Ich weiß nicht so richtig wo ich anfangen soll, Die Reihenfolge ist eigentlich unwichtig,

Aber zuerst noch etwas von gestern, das ich beinah vergessen hätte. DER NEUE PODCAST IST DA! Diesmal haben wir etwas neues ausprobiert. Wir haben uns die Ausstellung X-Ray in der Völklinger Hütte angesehen und die Aufnahme gemacht während wir dort waren.

Die Dienstrunde verlief ohne Zwischenfälle.

Zwei Stück sind noch nicht ganz fertig. Eine muss nachgearbeitet werden und für eine brauche ich weiteres Material.

Ich malte. Ich versuchte ein Foto das ich im Sommer gemacht hatte, aus dem Gedächtnis zu malen ohne es mir anzusehen.

Hat so halbwegs geklappt.

Dann erhielt ich einen Anruf dass ich mich auf eine Überraschung gefasst machen sollte.

Ich traf eine alte Bekannte wieder; Blue.

Sie hat eine acht Monate alte Freundin bekommen:

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Am Abend schaute ich mir Storm Center mit Bette Davis an.

Die Geschichte einer Bibliothekarin, die sich weigert ein Buch über Kommunismus auszusortieren und dafür ihren Job verliert. Die McCarthy Ära lässt grüssen. Der Film hat einen bitteren aktuellen Beigeschmack.

Als ich ihn mir fertig angesehen hatte, war ich neugierig, wer der sehr junge Bursche war, der zwar überzeugend aber doch sehr überdreht spielte. Kevin Coughlin. Viel fand ich nicht, es gibt keine Wikiseite von ihm. Ich fand eine Notiz in der NY Times. Ein Kinderstar, der bereits mit 30 Jahren starb.

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Und dann wäre da noch eine Tagesfrage:

Wenn du keinen Schlaf bräuchtest, was würdest du mit all der zusätzlichen Zeit machen?

Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Die Frage kam schon einmal vor Jahren bei mir auf, als ich mir eine Sience-Fiction Serie ansah, in der größte Teil der Menschheit nur noch aus einem Gehirn bestand, der Rest war nicht mehr organisch. In dieser Welt landete ein Mensch aus Fleisch und Blut, der schlafen und sich analog ernähren musste. Alle anderen fanden das sehr befremdlich. Damals schon dachte ich, dass es wahrscheinlich sehr schnell mit uns vorbei sein könnte, wenn dem so wäre und unsere Lebenszeit entsprechend kürzer.

Aber das war nicht die Frage. Sie zielt darauf ab, wenn es tatsächlich so wäre. Mit 20 hätte wahrscheinlich nonstop Party gemacht. (Das habe ich zwar auch so, aber mit den entsprechenden Folgen.) Und heute? Wie schon gesagt, ich weiß es nicht. Nach Kant heisst es ja: „Die Zeit ist eine Form des inneren Anschauens, eine Struktur unseres Geistes, die Erfahrung erst möglich macht.“ Wenn in dieser Annahme die Schlafenszeit wegfällt, wäre ich heute mit meinen fast 60 Jahren so abgeklärt, hätte alles mehrfach gehört und gesehen, und stünde derart über allem, dass ich mir wahrscheinlich wünschen würde, es wäre bald vorbei.

Ein Sonntag mit Stöckchen & Tagesfrage

Gleich morgens bei Flusskiesel ein Artikel in der Taz gelesen, der genau das bestätigt was ich schon fast ein Jahr lang mache oder zumindest immer mehr mache. Nämlich wegkommen von US Tech-Giganten Google, Microsoft, Meta und Co.

Wer jetzt wechselt, macht das selbstbestimmt

Das Wetter lockte weitaus weniger als gestern. Zudem überlegte ich mir gut, ob ich wirklich Lust auf Menschenmassen habe in einer großen Ausstellung. Muss ich mir das wirklich antun? Soll ich nicht einfach irgendwo hinfahren und eine große Runde spazieren gehen?

Doch zuerst machte ich etwas anderes. Weiß noch jemand, was ein Stöckchen ist? Es war früher mal eine Mode sich gegenseitig zwischen Bloggern, ein Stückchen zu zuwerfen, in Form von Fragen, die man beantworten sollte. Es tauchten augenblicklich Nostalgie Gefühle auf, denn Stückchen werfen, hab ich schon lange nicht mehr gemacht, geschweige denn eines bekommen. Wie auch immer, ich greife es mir jetzt einfach mal.

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Via Kieselblog

12 belanglose Fakten über mich.

  1. Benutzt du Zahnseide? Nein. Ich benutze die kleinen Würstchen Bürstchen für die Zwischenräume.
  2. Tee, Kaffee oder Wasser? Alle drei! Wasser am meisten, gleich hinterher kommt Kaffee und Tee gibt es auch ab und zu.
  3. Welche Schuhe trägst du am liebsten? Wer schon länger hier mitliest, weiß das. Camper.
  4. Dein Lieblingsdessert? Da gibt es drei Stück; Vanille Eis, Crème brûlée, Montblanc, und jetzt zur Weihnachtszeit, Egg Nog.
  5. Was machst du als erstes, wenn du aufwachst? Vom Klogang abgesehen, eine Tasse Kaffee und das Posting fertig schreiben, überlesen und hochladen.
  6. In welchem Alter würdest du gerne bleiben? Ich denke mal, dass meine 50er Jahre gar nicht so schlecht waren.
  7. Wie viele Hüte besitzt du? Keinen! Halt, doch! Ich hatte mir vor Jahren ein grünes Hütchen gekauft, um ein Mückennetz drüber zu stülpen, damit ich nicht völlig doof aussehe, als ich in der australischen Wüste herum spazierte und nicht permanent von Mücken im Gesicht angegriffen werden wollte. Ansonsten besitze ich auch keine Kopfbedeckungen. Wenn ich so etwas ähnliches anziehe, dann ist es meistens eine Art von Stirnband, dass die Ohren bedeckt, damit die nicht ganz wegfrieren. Und wenn ich wirklich etwas auf dem Kopf haben muss, sind die Kapuzen der Hoodies.
  8. Beschreibe das letzte Foto, dass du gemacht hast? Das waren die beiden Fotos aus dem Posting von gestern, wo ich die zwei Aquarelle abgelichtet habe.
  9. Die schlechteste Fernsehsendung? Oh je! Da gibt es so viele. Es wäre einfacher gewesen, mich zu fragen, was ich mir im Fernsehen anschaue. Aber grundsätzlich schaue ich mir keine Unterhaltungssendungen oder Talkshows mehr an, weil es vergeudete Lebenszeit ist. Ansehen tue ich mir Dokumentationen, Kunst- und Kultursendungen sowie Wissenschaft, Sendungen und Nachrichten. ansonsten ab und an mal eine Serie oder seltener, Fernsehfilme.
  10. Was war als Kind dein Berufswunsch im Erwachsenenalter? Bankdirektor! Kein Witz! Wir würden das nämlich im zweiten oder dritten Schuljahr von der Lehrerin gefragt. Meine Antwort sorgte für allgemeines Gelächter, was ich aber nicht verstand, denn ich fand die Berufswahl schon sehr clever.
  11. Etwas auf deiner Wunschliste, dass du nicht rechtfertigen kannst, zu kaufen? Da gab es sehr viel, und gibt es immer noch. Doch alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.
  12. Welcher Jahreszeit fühlst du dich am meisten verbunden? Der Sommer! Und das mit Abstand vor allen anderen.

Ich werfe das Stückchen keinem in Besonderen zu, aber wer mag, bitteschön, bedient euch!

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Gegen Mittag beschloss ich rauszugehen.

Doch als ich dann aus dem Badezimmer kam, sah der Himmel nach Schnee aus. Kurze Zeit später war dem so.

Ich blieb daheim.

Auf YouTube fand ich eine interessante Doku, über den ersten Film The Wizard of Oz und wie er mittels KI aufgeblasen wurde, dass er im Sphere in Las Vegas gezeigt werden kann, und warum das es dem Film und der Geschichte nicht gut tut. Be Kind Rewind bestätigte mir, was ich bereits vermutete.

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Strand oder Berge? Was ziehst du vor? Warum?

Strand! Immer! Berge sind schön zum anschauem, von unten oder wenn ich darüber hinweg fliege, aber sie besteigen ist so gar nicht meins. Der Strand hingegen ist ein Ort an dem ich das Meer sehe und den Wellengang unendlich lange betrachten kann. Dort fällt es mir leicht den Kopf leer zu kriegen und so sehr bei mir zu sein, wie ich es nirgendwo sonst kann.

Die Ausstellung X-Ray

Die ersten richtigen Frost Fotos.

Die Dächer weiß gefroren.

Wir hatten es schon vor zwei Wochen geplant. Die D und ich wollten uns die neue Ausstellung X-Ray in der Völklinger Hütte ansehen und live ein Podcast darüber machen. Eine völlig neue Erfahrung im Podcasten für uns beide. Es gab eine Hürde. Es gab nämlich Audio-Guides. Zeitgleich einem Audio-Guide zuhören und ein Podcast aufnehmen ist nicht machbar. Aber wir haben das elegant gelöst. Wie wird das gemacht haben, könnt ihr nächste Woche Mittwoch hören.

Die Ausstellung war toll! Hier ein paar Fotos. Alles weitere gibt es nächste Woche im Podcast.

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Ein schönes Interview mit Annie Lennox, im Rahmen des neues Buches von ihr „Retrospektivs“. Ich habe es sofort im englischen Buchladen bestellt.

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Welchen Monat des Jahres magst du am liebsten? Warum?

Es sind alle Sommermonate, weil mit der Kälte hab ich es ja nicht so. Wenn man mich nach dem Monat gefragt hätte, den ich am wenigsten mag, dann wäre es ganz klar der November.

Dienstrunde & Tagesfrage

Am Morgen als ich zum Fenster hinaussah, entdeckte ich einen Regenbogen:

Nach ein paar Minuten war er wieder weg.

Der Tag bestand hauptsächlich aus einer langen Dienstrunde, die ich bewusst lang hielt, da ich am Dienstag etwas anderes machen werde, worauf ich mich jetzt schon freue. Ich wollte mindestens ein „Kunstwerk“ fertig haben und nicht noch einen weiteren Tag darauf verwenden. Das ging leider nicht auf, weil es mir plötzlich an Material fehlte. Ich fand eine Lösung, wenn auch nicht die Beste.

Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich ein Fan von Julian Baumgartner bin. Er ist Kunstrestaurator und zeigt immer wieder interessante Objekte, Bilder vor allem, die er restauriert.

Heute beschäftigt er sich mit einem Thema, das in der Kunst viele Fragen aufwirft und wovor viele Angst haben, die KI! Er verwendet für dieses Projekt keine KI, aber ein völlig neues Verfahren, das eigens dafür erstellt wurde, Bilder die in hohem Maße beschädigt sind, wieder zu neuem Glanz zu bringen.

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An welchen Ort in deiner Stadt gehst du am liebsten?

Sämtliche Museen und Ausstellungsorte der Stadt sind sicherlich die Plätze, an denen ich mich am liebsten aufhalte. Aber wenn wenn ich die Häufigkeit mit einbeziehe, ist es auch die Place Guillaume mit ihrem Wochenmarkt und dem Renert.

Im Kino: Predator Badlands

Ich habe das früher öfter getan, in letzter Zeit nicht mehr. Aber ich gehe gerne am Sonntagmorgen ins Kino in die 10:00 Uhr Vorstellung. Meistens laufen Kinderfilme, was mich dann eher davon abhält, aber heute war es ein Actionfilm zu dem ich mich auch ein wenig überreden lassen musste. Der Titel steht in der Überschrift. Theoretisch wäre das so gar nicht meins.

Predator ist ein Franchise Ding, wie DC oder Marvel, von dem ich noch keinen einzigen Film gesehen hatte. Ich wußte aber dass es ein Einzelfilm ist und nichts mit den anderen Predator Filmen zu tun hat. Das einzige was mich ein wenig überzeugte ihn mir anzusehen, war die Hauptdarstellerin Elle Fanning, die ich inzwischen sehr schätze, weil sie nicht nur ein schönes Gesicht hat, sondern auch was kann.

Und ich muss zugeben, der Film hat mich weitestgehend überzeugt. Er ist nicht elend lang und ziemlich gradlinig. Zudem ist Fanning eine echte Bereicherung für den Film, denn ab ihrem etwas späteren Erscheinen, bekommt die Story endlich Rückenwind. Davor schaut man nur gut gemachtem CGI zu , aber ohne jegliche Seele.

In Anschluss fuhr ich wie letzten Sonntag, ins benachbarte Ausland um dort einen Briefkasten zu leeren nach dem Rechten im Haus zu sehen.

Ich hatte ein Einladung zum Nachmittagskaffee an die Mosel bekommen. Es gab viel zu erzählen, weil die K. und ich uns schon länger nicht mehr gesehen hatten und es wurde später als ich geplant hatte. Ich fuhr im Stockdunkeln zurück, was eher selten vorkommt und wenn, ist es mitten in der Stadt mit ordentlicher Beleuchtung. Aber so über Land in der Finsternis fällt mit zusehends schwerer.

Daheim malte ich:

… und ging zu Bett.

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Nenne den teuersten persönlichen Gegenstand, den du jemals gekauft hast (außer deinem Haus oder deinem Auto).

Ein Kunstwerk.

Kein Zuwachs in der Nachbarschaft

Erst mal ein Foto vom Tag davor. In der Nachbarschaft gab es Zuwachs in Form eines Krans:

Doch als ich heute Morgen zum Fenster hinaus schaute, war der Kran wieder weg:

Ich war mir sehr unschlüssig, ob der Kran nur im Nebel verschwunden war oder tatsächlich wieder abgebaut wurde. Ich sollte es am Nachmittag erfahren. Ja, er war tatsächlich weg. Das wunderte mich dann doch sehr, weil zum Aufbau ein Kranwagen da war, um ihn aufzurichten. Warum der so schnell wieder abgebaut wurde… Ich kann mir nur vorstellen, dass sie nicht die richtige Genehmigung hat, nur mit aufzurichten.

Es war schweinekalt am Morgen. Ich zog zum ersten Mal die dicke, warme Lederjacke hervor, um zum Markt zu gehen. Ich traf mich mit der D wie gewohnt zu einer Tasse Kaffee im Renert. Anschließend fuhren wir zu mir nach Hause und nahmen einen neuen Podcast auf. Ein ziemlich spannendes Thema übrigens. Er wird aber erst Ende November erscheinen, wenn nicht erst Anfang Dezember.

Ich hatte für den Nachmittag eine Kinokarte, um mir einen Film anzusehen, mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle. Sie spielt die reichste Frau der Welt. Liliane Bettancourt. Doch dann übervielen mich kräftige Bauchkrämpfe. Ich blieb daheim. Ich hätte mich eh nicht auf den Film konzentrieren können…

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Welche Podcasts hörst du?

Also erstmal meinen eigenen Podcast Ëmgefall an Ausgelaf, den ich mit der D zusammen mache. Den muss ich mir eh beim Schneiden Wort für Wort anhören.

Ein täglicher Podcast von dem fast alle Folgen anhöre, es sei denn das Thema interessiert mich wirklich nicht, ist Zeitzeichen vom WDR5. Sie dauern immer nur knappe 15 Minuten und ich höre sie entweder abends beim einschlafen oder morgens, wenn ich aufstehe.

Einen luxemburgischen Podcast, den ich sehr mochte, der aber leider letztes Jahr sein Ende fand, war Achtziger Kult von Gibbes Bertolo.

Wenn ich viel Zeit zum Hören habe, suche ich mir ein Podcast von der Langen Nacht aus.

Neue Sklpturen

Das Berufliche schlägt wieder mit voller Wucht zu. Und das wird sich in den nächsten Tagen nicht ändern.

Positiv daran ist, dass ich handwerklich heute einen Teilerfolg für mich verbuchen konnte. Das beflügelt ungemein weiter zu machen.

Insgesamt war es ein schöner Tag mit viel Sonne. An der Tramhaltestelle vom Theater standen wieder zwei Skulpturen, die darauf hinweisen, dass bald die Art Week ist. Leider hatte ich nicht die Zeit genau hinzuschauen, von wem diese Werke sind, beziehungsweise was sie darstellen. Der Fuchs im ersten Bild kommt mir aber sehr bekannt vor.

Bei diesem Bild musste ich leider so viel rum basteln, dass man einigermaßen sieht, dass es eine Eule ist. Die Sonne stand genau dahinter und die Skulptur sah in ursprünglichen Foto fast schwarz aus.

Und da es sonst wenig gab, was ich hier noch verbloggen könnte, gibt es noch eine Tagesfrage. Sie passt übrigens gut zum heutigen Tag.

Brauchst du mehr Zeit?

Ja, heute hätte ich mir gewünscht, ich hätte zwischen 11:00 und 12:00 eine Stunde mehr gehabt, weil ich die Termine zu eng gelegt hatte. Aber grundsätzlich ist die Frage nicht relevant. Ich habe die Zeit, die mir vom Schicksal her zugeteilt ist. Wenn ich irgendwann gehen muss, dann muss das wohl so sein. Der Zeitmangel im tagtäglichen Leben ist eine reine Frage der Organisation.

Ein Tag mit viel Gerenne

Ich hatte den Termin für den Winterreifenwechsel auf punktgenau die gleiche Uhrzeit wie der Termin beim Zahnarzt. Der eine Termin stand im Smartphone, der andere im Taschenkalender, und als ich den einen aufschrieb, war der andere mir nicht bewusst. Bewusst wurde es mir erst am Abend davor. Also fuhr ich das Auto gute anderthalb Stunden vorab in die Garage, nahm den Bus und fuhr dann zum Zahnarzt. Es war insgesamt nicht die glücklichste Situation, denn es war auch der erste Tag, an dem ich im Theater antreten musste, für die große Jahresendproduktion. Und so rannte ich von einer Baustelle zur anderen, bis endlich alle geschlossen waren.

Es war auch ein Tag mit viel grübeln und manchen dunklen Gedanken. Oh, wie ich diese dunkle, triste, kalte und feuchte Jahreszeit hasse! Aber ich habe nun mal keinen Schalter im Kopf, der mir erlaubt, das auszublenden.

Ich malte ein Bild:

Und als ich es fertig hatte, wurde mir bewusst, was ich da gemalt habe. Und mir kam die Idee einer Serie.

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Erfinde einen Feiertag! Erkläre, wie und warum er gefeiert werden sollte.

Der Feiertag der Unerwünschten. Auf Französisch klingt es noch besser. La journée des Indésirables. Ich denke da muss ich nicht viel erklären, oder?