Blogger unter sich

Manchmal treffe ich Arbeitskollegen, Bekannte und Freunde die weit weg wohnen, öfter im Jahr als die vor der eigenen Haustür. Geht eigentlich jedem so. Gestern lösten wir den Vorsatz ein uns dieses Jahr endlich kennenzulernen. So gerade haben wir es noch geschafft für dieses Jahr.

Blogger

Anouck.co ist Bloggerin in Luxemburg, schreibt auf Englisch und bloggt über alles was sie interessiert. Das sind Reisen, Makeup, Mode und, so wie ich, Restaurants. Zudem macht sie sehr gute Fotos. Ich ging mit ihr in mein zweites Esszimmer, das Annexe, das sie noch nicht kannte.

Wir sprachen über alles mögliche und auch über den Umstand wie man nach außen ihn auf Menschen wirkt, die einen nur über das Blog kennen und in wie fern sich das Bild von dem tatsächlichen Bild unterscheidet. Es war hochinteressant, da es eine Frage ist die mich seit meinen Bloggeranfängen beschäftigt. Wie gläsern will ich sein? Was gehört ins Blog und was nicht?

Wir aßen ein vorzügliches Mal. Da Anouck Vegetarier ist, war das Annexe genau richtig, denn sie haben den nebst den traditionellen Gerichten auch immer ein paar vegetarische Gerichte, was für klassische französische Restaurants bei weitem nicht immer der Fall ist.

Da wieder ein paar Gerichte auf der Karte gewechselt haben, probierte ich natürlich die neuen Sachen.

Da wäre die neue Veggie Vorspeise. zusammen hatten wir Blumenkohl Waffeln mit Pastinaken Confit

Anouck hatte ein Gemüse Curry mit Wildreis

Ich hatte ein Magret vom Lamm mit Morchelsoße und Auberginen Caviar. Der absolute Knaller.

Es war wie immer hervorragend lecker.

Schuhe, Klamotten & Co.

Und wenn wir schon, wie im Beitrag davor, uns mit Schönheit beschäftigen, dann lasst uns doch mal ein bisschen über die eigene Schönheit sinnieren. Das eigene Aussehen, das jeden von uns Tag für Tag beschäftigt und mit dem jeder so seine Probleme hat.

Ab und an erwähne ich Frau Modeste, die ich sehr regelmäßig lese, weil sie so verdammt gut schreiben kann, und noch gewaltigere Schachtelsätze produziert als ich. Sie fing vor kurzem wieder mit Journal Blogging an und stellte sich die Frage wann sie eigentlich diese tollen Schuhe mit 11 cm Absatz tragen soll die sie erworben hat.

Das erinnert mich an eine Zeit in der das Problem bei mir andersherum gelagert war. Es war Mitte der 80er und ich war in der Friseurlehre. Ich ging täglich zur Arbeit und war immer von Kopf bis Fuß zurechtgemacht, als wenn ich abends ausgehen würde. Es war noch zu einer Zeit in der man sich zum Weggehen richtig zurecht machte, von den Haarspitzen bis zu den Zehnnägel musste alles stimmen. Es geschah nicht aus einem Zwang heraus sondern weil ich das wollte, weil ich mir ein androgenes Image verpasst hatte, mit dem ich herumspielte und mal mehr mal weniger ausbaute.

David Bowie, Boy George und Grace Jones  und Duran Duran waren meine Vorbilder, meine Idole. Nicht so sehr ihre Musik (mit Ausnahme von Grace Jones deren Musik ich heute noch liebe) wie ihr Aussehen. Wenn ich dann zu einem größeren Event eingeladen war, konnte ich im Prinzip von der Arbeit aus direkt ohne großes Umziehen dorthin. Letztendlich wusste ich nie was ich bei diesen Gelegenheiten wirklich anziehen sollte, denn ausschweifender ging es kaum, oder ich wäre zum Kunstwerk mutiert.

Ihr glaubt mir nicht?

 Klamotten

 Klamotten

So oder so ähnlich sah ich jeden Tag aus. Das hieß aber auch mich jeden Tag selbst und meine Extravaganz auszuhalten und zu meinem Look, der sich sehr von der Masse abhob, zu stehen.

30 Jahre später bin ich ruhiger geworden. Und doch ziehe ich noch immer das an was mir Spaß macht, selbst wenn es sich von der Masse abhebt. Und das sogenannte „Aufbrezeln“ habe ich nicht verlernt.

 

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Wenn Schönheit andere Wege geht

Heute reden wir mal über Schönheit und wie relativ der Begriff eigentlich ist.

Da ich mich ja tagtäglich damit beschäftige und mich regelmäßig informiere was es neues gibt, (und es gibt viel,… seeeehr viel) stoße ich auch bisweilen auf sehr seltsame Trends und bizarre Schönheitsideale. Nein, ich meine nicht irgendwelche Urvölker die tellergroße Lippen haben, sondern von Trends die in der modernen zivilisierten Welt entstehen.

Die beste Fundgrube für diese Dinge ist natürlich Instagram.  Vor eine Weile entdeckte ich dort eine neue gewagte Augenbrauen Form. Die wellige Augenbraue. Das geht natürlich nur mit sehr dünnen und feinen Härchen die sich in die wellige Form legen lassen. Der Trend wird sich aber nicht durchsetzen, denn eine Braue zu einer Welle geformt sieht aus, als ob man beständig Angst hat oder verzweifelt ist.

Schönheit

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Noch seltsamer ist dieser Trend; Nasenhaarverlängerung. (Obwohl ich inzwischen glaube, dass es ein Halloween Scherz war.)

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Noch viel seltsamer ist dieser neue Lippen Trend aus Thailand. Er nennt sich Krachap und geht eigentlich in die entgegensetzte Richtung dessen was man sonst in der westlichen Welt für schön hält. Die Lippen werden nicht aufgespritzt damit sie voller wirken, sondern auf eine ganz spezielle Art verkleinert.  Vor allem die Oberlippe wird in eine Art wellige ‚Herzform‘ verkleinert und wieder zusammengenäht. Die OP ist nicht ganz ungefährlich und es muss oft nachgebessert werden.

Interessanterweise fand ich darüber sehr viele Fotos und Beispiele, und dem Bartschatten nach, gibt auch sehr viele Männer die diese Prozedur über sich ergehen zu lassen. Wer mehr darüber wissen will schaut bei Dr. Apple auf Instgram vorbei.

Ein Schwank aus dem Leben, Verstauchungen und Cognac

Mir ist heute so nach „Schwank aus dem Leben“ zumute.

Hatte ich schon mal berichtet, dass ich mal eine Kinosendung im Radio moderierte? Es war in den Jahren 1995 und 1996. Es war zu einer Zeit in der das Monopol von RTL fiel. Plötzlich gab es einen Piratensender mit wesentlich besserer Musik. Und es stellte sich immer häufiger die Frage warum Luxemburg nur einen deutschen RTL Sender hat und stundenweise einen RTL Sender mit luxemburgischen Programm. Dann wurde das Gesetz gestimmt dass neue Frequenzen im UKW Bereich freigegeben werden für regionale und lokale Sender. Zudem sollte ein weiterer nationaler Sender kommen. Und plötzlich wurde die Radiolandschaft um einiges bunter als zuvor.

Die lokale Frequenz die für meine alte Heimatstadt vorgesehen war, wurde geordert und es wurde ein kleines Studio eingerichtet. Jeden Donnerstag Abend hatte ich eine Stunde lang Kinosendung. Ich hatte sogar von den Kinobetreibern einen Presseausweis bekommen, auf den ich mächtig stolz war, weil ich mir damit jeden Film für lau ansehen konnte und ich konnte damit auch zu Pressevorführungen. Kurze Zeit später ging es dann auch mit Cannes und den Filmfestspielen los…

Es war eine Übergangszeit in der ich noch immer, aber nicht mehr so richtig, meinen Beruf als Friseur ausübte und aber auch schon versuchte meine ersten Aufträge im Theater an Land zu ziehen.

Es war auch eine Zeit in der ich Kinokritiken am laufenden Meter produzierte. Es machte richtig Spaß und es war Gehirntraining pur.

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Ich hatte ja schon erzählt dass ich mich letzte Woche einmal quer über die Straße legte und mir dabei kräftigst den Fuß verstauchte. Nun gestern in der Nacht verstauchte ich mir die rechte Hand. Während ich schlief. Im Bett. Ich kann mich schemenhaft daran erinnern, dass ich kurz wegen einem stechenden Schmerz erwachte, dann aber wieder einschlief. Am Morgen dann tat die Hand höllisch weh.  Da das Gel das ich mit für den Fuß aus der Apotheke besorgt hatte, plötzlich unauffindbar war, plagte ich mich den ganzen Tag mit den stechenden Schmerz. Gestern Abend fand ich es dann…

Was will mir das Universum mit diesen Verstauchungen mitteilen?

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Es war für gestern gewaltiges Schmuddelwetter angesagt und das ist leider eine Prognose bei der sich die Meteorologen nie irren.  Ich hatte in Erwägung gezogen mit dem Wagen zur Abendprobe zu fahren, entschied mich dann aber doch dagegen. Fazit: Ich hatte mich richtig entschieden, denn die Stadt war so verstopft mit Autos und die Tiefgarage am Theater war mehr als proppenvoll.

Als ich dann später am Abend nach hause schlenderte (es regnete Gott sei Dank nicht mehr) fand ich diese Flasche Cognac in einem Schaufenster:

Zu Anfang dachte ich, das Preisschild wäre ein Fehler. Aber nein, die Flasche Louis XIII von Rémy Martin kostet tatsächlich 2200€. Dem Preis nach müsste er ja dann zu Zeiten von Louis XIII destilliert worden sein. Wieder falsch. Er ist „nur“ 100 Jahre alt. Und wenn man sich dann auf der Seite von Rémy Martin umsieht, ist es nicht mal die teuerste. Vermute ich zumindest, denn es gibt noch weitere  Tropfen die noch höher in den Himmel gelobt werden. Preise werden aber keine genannt.

 

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Was die letzten Tage wichtig war

Nein, ich bin noch nicht auf dem Punkt an dem ich letzte Spielzeit war, dass ich nur noch funktioniere und anschließend einen totalen Filmriss habe und nicht mehr weiß was ich getan habe. So geschehen im April…

Dieses Mal wird das anders sein. Durch die Weltreise wird es eine sehr kurze Spielzeit werden (oder zumindest eine mit einer gewaltigen Pause). Am 20.Januar geht es los.

Doch bis dahin steht mir noch einiges bevor. Ich befinde mich zur Zeit in den Endproben eines Stückes das ich vor Jahren schon als Film gesehen hatte, obwohl es ursprünglich ein Theaterstück ist.  ‚Tom auf dem Lande‘ wurde von Xavier Dolan verfilmt und hatte mich damals im Kino umgehauen. Als ich sah, dass es dieses Jahr auf dem Spielplan steht, nahm ich es sofort an obwohl ich da schon wusste, dass es mir wahrscheinlich zu viel werden würde. Letztendlich tut es mir nicht leid zugesagt zu haben, obwohl es jetzt gerade in den Endproben heftig ist, da ich ja auch schon am Weihnachtstück arbeite.

Deshalb ist es hier im Blog etwas ruhiger.

Vorgestern dachte ich noch nicht an die Jahresendzeitfeierlichkeiten, die mir ja seit ein paar Jahren zuwider sind. Doch dann sah ich das hier auf der Place de la Constitution:

Das Riesenrad wird für den Weihnachtsmarkt aufgebaut. Und die Bäume sind noch halbwegs grün… Als ich heute am an der Place d’Arme vorbei ging, war dort auch schon emsiges Treiben, denn die Holzhäuser wurden aufgebaut.

Gut dass ich vorgesorgt habe. Aber davon schreibe ich wenn es soweit ist.

Ein Allerheiligen Spaziergang 

Dieses Jahr wurde meine Bitte irgendwie erhört, denn bei Plaudereien über das Wetter, sage ich immer dass das schlechte Wetter sich ruhig Zeit lassen kann bis nach Allerheiligen. Es war traumhaft schönes Wetter heute.

Habt ihr Lust auf einen Spaziergang? Ich schon! Also los, kommt mit. Mein verstauchter Fuß ist noch nicht so ganz in Ordnung, aber das ignorieren wir jetzt mal. Außerdem wird ihm ein wenig Bewegung gut tun, denn immer wenn ich länger still sitze, schmerzt er mehr als davor.


Der Ausblick vom Wohnzimmer in einen strahlend blauen Himmel.

Ich werde euch heute mitnehmen durch die Parks der Stadt. Es gibt im Prinzip für jedes Viertel ein Park in der Stadt. (Mein Lieblingspark ist der Tony Nauman Am Limpertsberg von dem ich schon vor Jahren berichtet hatte.) Da ich aber am östlichsten Zipfel von Belair wohne ist der eigentliche Park Belair etwas weiter entfernt. Die Parks die sich einmal quasi rund um das Zentrum schlänglen sind jedoch gleich nebenan.

Es gibt deren vier Stück die sich aneinanderreihen jeweils durchkreuzt von drei Avenues. Der südlichste geht am Boulevard Marie-Thérèse los und ist der zweitkleinste. Es war früher mal der Park mit dem großen Spielplatz. Dort brach ich mir im zarten Alter von 6 Jahren den vorderen Schneidezahn. Leider war es kein Milchzahn mehr, und lief jahrelang mit einer Zahnlücke herum.

Als die Tiefgarage der Avenue Monterey gebaut wurde, verschwand der Spielplatz und der Park wurde zum ebenfalls erneuert mit einem Teich, Wasserfall und Fontaine.


Oberhalb der Avenue Monterey befindet sich der Park in der wohl im Ausland am bekanntesten sein dürfte durch die Villa Louvigny. Der Spielplatz des unteren Parks ebenfalls zog dorthin um.

In der Villa Louvigny begann einst die legende von RTL

Dieser Hintereingang war früher der Artisteneingang und ich stand mit 13/14 Jahren oft dort und holte mir Autogramme.  Heute befindet sich dort noch immer der Saal des Philharmonie Orchesters (das früher RTL Orchester hieß) und es teilt sich den Bau mit dem Gesunheitsministirium.

Der kleine Pavillon stand früher auch im unteren Park und wurde aber nach anfänglicher großer Empörung wieder beim Spielplatz errichtet .

Über die Avenue Émile Reuter hinweg gelangt man dann in der größten der Parks in dem es meiner Meinung nach drei Abschnitte gibt. Die Villa Vauban, den Amalia Teil, und die Königswiese.

In der Villa Vauban war ich ja erst kürzlich zur Museumsnacht. Hier findet man Fotos der Villa. Der Zentaurus der gleich neben der Villa in einer verlassenen Ecke steht, stand früher am Kapuzinertheater, wo er viel besser zu sehen war und besser beachtet.

Gleich neben der Villa ist diese Laube zu finden.

Die Statue der Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach. Neben hier stehen zwei Mammutbäume.

Die Königswiese von der man jetzt schöne Fotos machen kann, da sie nicht mehr voller Mülleimer steht wie im Sommer. Es gibt noch andere kleine Sehenswürdigkeiten in dem Park, z.B die Gedenktafeln der Fahrradfahrer, die hier erwähnt werden.

Dann geht es weiter über die Avenue Pescatore in den kleinsten der Parks. Er trägt den gleichen Namen wie die Avenue.

Hier sind einige der Bänke etwas höher und speziell für Senioren gestaltet, da sich gleich nebenan das Seniorenheim Pescatore befindet.  Am obersten Ende der Parks sieht man über das Pfaffental hinüber auf den Kirchberg.

Hier befindet sich auch der Aufzug den ich schon hier beschrieben hatte.

Der neue Pfaffental Bahnhof mit angeschlossener Drahtseilbahn nimmt immer mehr Gestalt an und soll nächstes Jahr fertig sein. Hier sieht man ihn unterhalb der roten Brücke.

Und dann habe ich noch eine Frage: Im Pescatroe Park fand ich diesen Baum. Was sind das für Beeren? Er trägt kaum noch Blätter aber die Vögel rühren die Beeren nicht an.

Mein Knöchel zwickt noch immer nach der Bauchlandung am Sonntag in Kaiserslautern und für den Rückweg nahm ich den Bus. Ich hoffe der Spaziergang hat euch gefallen.

 

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Die Kapselmaschine für Wein

Eigentlich verrate ich in der Überschrift schon um was es geht, und ich hätte auch längst schon darüber geschrieben, wenn mir Kaiserslautern nicht dazwischen gekommen wäre. Doch jedes mal wenn ich das Foto (unten) sehe, regt es mich auf. Dabei hörte es sich zu Anfang vielversprechend an, bis zu dem Moment an dem dem ich hinter die Chose sah. Aber der Reihe nach…

Ich bekam vor zwei Wochen eine Mail von der N. in der sie ganz aufgeregt über ein neues Projekt redete das sie zusammen mit dem B., einem Bildhauer und Maler gemachte hätte. Die Präsentation wäre im Cercle Münster, ein privat Club. Ich sagte sofort zu, da ich neugierig war, nicht allein auf das Projekt der beiden, sondern auch auf den Club, an dem ich sehr oft vorbei gehe aber noch nie betreten habe, weil ich kein Mitglied bin und auch niemanden kenne der Mitglied ist.
Die N. hatte schon einmal davor mit dem B. für eine limitierte Auflage an Serigraphien gearbeitet für die sie lyrische Texte geschrieben hatte. Dieses Mal war es ein Auftrag in Zusammenarbeit mit dem Weingut La Croste aus Frankreich, das in Luxemburg sehr bekannt ist, da der großherzogliche Prinz Felix (der jüngere Bruder vom Kronprinzen) dort eingeheiratet hat. Ich dachte noch, „Uiiii…diesmal hat die N. ein größeres Los gezogen.“

Auf der Einladung stand ‚Tenue de Ville‘, was bedeutet, dass man Krawatte tragen sollte. Wir fanden uns alle gegen 18:30 dort ein. Der Cercle Münster ist sehr klassisch ausgestattet und es erinnerte mich ein wenig an das Oro e Argento, das ja eines Lieblingsrestaurants ist.  Jeder war gespannt ob Prinz Felix auch da sein würde, doch er war leider verhindert. Als ich dann den Koffer sah, für den der B. die Zeichnung und die N. den Text entworfen hatte, wurde ich stutzig.

Was hier so schön in der Holzschatulle ausgestellt zu sehen ist, sind drei kleine Flaschen mit einem Fassungsvermögen von 0,1L pro Flasche. Jeweils ein Rotwein, Weißwein und Roséwein. Doch dann erklärte man mir dass es sich um Flaschen handelt, zu denen eigentlich noch eine Maschine gehört.

Diese Maschine mit Namen 10-Vins ist eine Art Nespresso Maschine für Wein. Oben im Flaschenhals befindet sich ein Chip auf dem vermerkt ist wie der Wein temperiert und ‚gelüftet‘ sein soll. Die Maschine stellt sich dann automatisch ein und schenkt dann das Glas Wein so aus, wie auf dem Chip der Flasche gewünscht.  Für stolze 890 € ist die Maschine zu haben. Es gibt bereits eine große Auswahl an Weinen aus aller Welt die bei diesem … Unfug mitmachen.

Ganz ehrlich, gehts noch?  Kapselkaffee ist schon eine unmögliche Ressourcen Verschwendung, muss es jetzt auch noch für Wein sein? Produzieren wir nicht schon mehr als genug Abfall? Zudem wenn man den Preis für diese kleinen Flaschen hochrechnet, ergibt das einen stattlichen Preis für eine ganze Flasche.

Aber zumindest habe ich den legendären Privatclub einmal von innen gesehen. Und ein Foto konnte ich mir in dem großen Salon nicht verkneifen :

Drei Tage Kaiserslautern


Ich hatte im Mai schon einmal von dem Theaterstück Ashcan berichtet. Es war damals schon klar, dass es weitere Vorstellungen geben sollte, in Kaiserslautern.  Doch war auch klar, dass ich nur eine Übergabe machen sollte. Das war dann plötzlich nicht mehr der Fall und ich musste das Stück während dem ganzen Gastspiel betreuen. Das wäre auch alles kein Problem, wenn ich nicht zusätzlich zwei andere Stücke vorbereiten müsste.

Aber klagen hilft nicht. Zudem war es eine gute Gelegenheit aus dem Alltagstrott rauszukommen. Also fuhr ich am Donnerstag los, in der Hoffnung keine bösen Überraschungen zu haben mit seltsamen Haarschnitten oder Bärte die ich nicht schneiden darf, weil die Schauspieler in anderen Projekten beschäftigt sind.  Doch es war klar dass es nicht ohne geht.  Also verbrachte ich den halben Tag damit, mit jedem einzelnen der 12 Akteure zu verhandeln, was machbar ist und was nicht…

Abends nach der einer irren langen Probe ging ich zum Chinesen gegenüber meinem Hotel. Es war ganz in Ordnung doch aß ich viel zu viel und ich merkte erst zu spät dass alles doch ungewöhnlich fettig war.  Ich ging zurück zum Hotel, ( das Altstadt Hotel, das ich nur empfehlen kann) lag die halbe Nacht wach und rülpste vor mich hin und schlief knapp zwei Stunden.

***

Ich schleppte mich am Freitag Morgen zur Generalprobe, arbeitete so gut es ging die Zusatzmaske ein und legte mich dann am frühen Nachmittag nochmal eine Stunde im  Hotel hin, um abends für die Premiere einigermaßen fit zu sein. Die Premiere war ein voller Erfolg und alle waren Feierlaune. Nur ich verzog mich beizeiten, denn ich war humdemüde.

***

Am Samstag Morgen hatte ich einen kleinen Rundgang durch die Altstadt geplant. Es wurde eine Shoppingtour daraus. Dabei kaufte ich Dinge die ich auch zum Teil in Luxemburg erwerben könnte. Doch laufe ich hier meistens an den Geschäften vorbei ohne sie zu betreten. Mit der billigen Entschuldigung, dass ich ja sonst nichts zu tun habe, schlug ich zu. So kaufte ich bei Rituals zwei neue Raumdüfte einmal fürs Bad und einmal fürs Schlafzimmer. Savage Garden und Precious Amber.



Bei Engbers fand ich diese tolle Strickjacke.

Am späten Nachmittag ging ich zurück ins Theater und absolvierte die zweite Vorstellung. Später dann speisten wir dann noch alle gemeinsam in einer Pizzeria. Ich saß am Kopfende, was seltsamerweise sehr oft passiert.

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Am Samstag Morgen ging es dann zurück nach Luxemburg. Ich hatte das Auto in der Tiefgarage am Theater geparkt wegen dem Sturm, der sich dann aber in Kaiserslautern als harmlos herausstellen sollte. Ich checkte zeitig aus dem Hotel aus und ging los. Da es regnete, und ich dadurch nicht trödeln wollte, ging ich schnellen Schrittes. Auf dem Fussgängerstreifen rutschte ich aus, verstauchte mir den Fuss und legte mich der Länge nach mitten auf die Straße. Ich rappelte mich wieder auf und konnte Gott sei Dank auftreten und weiter gehen ohne dass es zu sehr schmerzte. Im Auto merkte ich dass auch mein Knie weh tat. Aber es ging einigermaßen gut um zu fahren und ich lenkte mich mit guter Laune Musik ab.

Seitdem humpele ich durch die Gegend.

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Gerade jetzt

Gerade jetzt
OyeHaHa / Pixabay

Auch eine Suche nach diesem Stöckchen (obwohl ich es nicht als solches empfinde) hat nichts ergeben. Dabei dachte ich dass ich das hier schon einmal gemacht hätte. Nö. Die Kaltmamsell hat es vor ein paar Tagen getan. Und da ich zur Zeit für’s Blog etwas ideenlos bin,…
Bitteschön.

Ich lese… die letzten Wochen mit Ausnahme des New Yorkers fast ausschließlich Internet. Sei es die Tageszeitung, oder Blogs, oder die alltäglichen Belanglosigkeiten von Freunden und Bekannten auf der bestgemachten Werbe- und Datensammelplattform der Welt, Facebook.

Ich trage… meinen neuen Hausmantel, den ich euch vor ein paar Tagen hier gezeigt habe. Ich liebe ihn heiß und innig.

Ich habe… finanziell die letzten Wochen versucht ein bisschen auf die Bremse zu treten. Vom Umbau und den neuen Möblen stehen noch mindestens drei richtig fette Rechnungen an. Im Dezember kommt der Weihnachtsausflug in den Süden. Und im Januar steht die Weltreise an. Danach muss ich einen Gang runterschalten.

Ich höre… die letzten Tage viel Radio. Verstärkt wieder 100,7, WDR5 und die beiden Deutschlandfunk Sender. Im Auto immer mehr l’Essentiel, den Sender der täglichen Gratiszeitung.

Ich trinke…die letzten Tage mehr Kaffee als gut für mich ist.

Ich esse…seit ein paar Tagen verstärkt zu hause. Das Kochen, selbst wenn es nur für mich allein ist, macht in der neuen Küche so viel Spaß wie schon lange nicht mehr.

Ich stehe…dort im Leben wo ich sein auch gerade sein will. Das Gefühl das mich über Jahrzehnte begleitet hat, auf einem Abstellgleis zu stehen, oder mich im Kreis zu drehen, habe ich Gott Sei Dank nicht mehr. Meine beste Idee vor fast fünf Jahren war umziehen in die Hauptstadt und das hat vieles zum Guten verändert.

Ich gehe… Seit ein paar Wochen wesentlich mehr zu Fuß als davor, weil ich mit dem Umzug in die neue Wohnung festgestellt habe, dass ich noch näher am alla meine Werkstätten, sprich Theater, gezogen bin als davor.

Ich lache… die letzten Tage sehr viel mit Patricia Bright, eine YouTuberin aus London die mich sehr an meine beste Freundin Jacky aus London erinnert. Sie kauft Klamotten in sehr billigen Internet Shops für ganz wenig Geld ein und probiert sie dann vor laufender Kamera an, und zeigt dann das Resultat zwischen was sie gekauft hat und wie es tatsächlich aussieht. Ich habe schon Tränen gelacht mit ihr.

Ich sehe…auf Netflix Star Trek Discovery und The Good Place, wobei ich bei Star Trek nach der ersten Folge wieder aufhören wollte, weil es nur schrecklich schlecht war. Doch dann sah ich einen Tweet von einem mir vertrauten Blogger der beteuerte, dass es ab der dritten Folge besser werden würde und das tat es dann auch. Über de The Good Place schreibe ich in einem anderen Posting.

Ich mag… den Frühling und den Sommer, wenn alles zu Leben erwacht. Und da wir uns jetzt in der Zeit befinden in der genau andersherum ist, fällt es mir schwer etwa gutes an dieser Zeit zu finden.

Ich schreibe… zur Zeit weniger als mir lieb ist. Ich hoffe das ändert sich bald.

Ich weiß… durch das alljährliche Schreiben des Centre Informatique, das gestern im Briefkasten lag, dass mein Vater heute vor 29 Jahren starb. Er wäre jetzt 81 wenn er noch leben würde, und würde wahrscheinlich mit der Welt nicht mehr klarkommen.

Ich möchte… mit ein paar Dingen in meinem Leben endlich abschließen können. Aber das werde ich wahrscheinlich nie.