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Fressen, Kunst und Puderquaste

Eine Blitzvisite in der Alten Heimat

Eigentlich hatten wir das anders geplant. Es sollte nämlich an die Mosel gehen in das neue Restaurant das an das Wein- und Winzermuseum in Ehnen angeschlossen ist. Da wir unser Treffen aber um einen Tag nach vorne verschoben hatten, ging es nicht denn der Laden hat Montags und Dienstags geschlossen. Also buchte ich fix um und wir fuhren in die Alte Heimat.
Mit wir meine ich meine drei 90er Damen und ich.

Aus der alten Heimat weiß ich noch dass es immer nach den 15 August mit den Touristen um einiges ruhiger wurde, aber als wir gestern Abend dort ankamen war die Stadt wie ausgestorben. Es war gruselig. Das Restaurant in dem ich den Tisch bestellt hatte ist ein Klassiker.  Le Petit Poéte gibt es immer noch und er ist immer noch ein Umweg wert.

Ein älteres Foto. Zur Zeit sieht es nicht so trist aus. Auf der Terrasse stehen Tische und Stühle und es gibt mehr Blümchen .

Ich habe keine Fotos vom Essen gemacht. Ich hatte Schweinemedaillons in einer Rotweinsoße. Ausgesprochen lecker.

Ein interessantes Gespräch hatten wir hinsichtlich eines Artikels der in der Mady steht.  Wien sinn ech behandelt die Geschichte von Carlione die früher Olivier hieß. Es ging darum dass die sexuelle Geschlechterpäferenz eigentlich nichts mit dem eigenen Geschlecht zu tun hat.
Interessant dabei war, dass die meisten Menschen die im falschen Körper stecken bisexuell sind. Das wusste ich nicht.  Das führt die ewige Frage der eigenen Präferenz ad absurdum.  Es ist letztendlich egal wen man liebt.

Aus dem Familienalbum 20

Tage an denen nicht wirklich etwas bloggenswertes passiert sind eigentlich ideal um das Familienalbum weiter aufzustocken.

Heute fand ich ein weiteres Foto meines Großvaters mütterlicherseits, den ich ja nie gekannt habe, weil er starb als meine Mutter zehn Jahre alt war. Viele Fotos habe ich nicht von ihm.

Großmutter erzählte immer dass Großvater Emile sich in jungen Jahren immer am Aufbau der Achterbahn beteiligte wenn die Schobermesse stattfand. Die war damals aus Holz. Wahrscheinlich hat sie auch über diesen Link (denn ihr Vater, mein Urgroßvater, war Schreiner) Emile kennengelernt.

Ich musste nicht lange suchen um ihn auf dem Bild zu finden. Er hat ein sehr markantes Gesicht.

Es ist der mit der Säge.

Sonntag ist Regentag

Kennt ihr das auch, wenn die Genugtuung in Sinne von ” Ich habs ja schon  immer gesagt!” in Verbindung  mit Gehässigkeit hochkommt und man sich sehr bezähmen muss?

Diese Gefühl hatte ich am Morgen als ein wenig im Blog rückwärts blätterte. Das Foto der Bambus Tastatur von vor ein paar Tagen befindet sich eigentlich in einem Post in dem ich über Blogger_LU schrieb. Die Diskussion  in den Kommentaren war höchst interessant weil sich die Blogwelt in den letzten zehn Jahren sehr verändert hat.  Es kommentierten auch viel Blogger damals.  Jedoch sind die Links ihrer Blog enttäuschend.  Entweder seit Jahr und Tag verwaist, auf privat gestellt oder gar nicht mehr vorhanden.

Und ich bin immer noch da… 😈

Ich flitzte zum Supermarkt in meinem Viertel, der am Sonntag Morgen geöffnet hat. Da ich in der kommenden Woche mehrere Einladungen habe, unter anderem eine bei der ich für einen Nachtisch sorgen soll. Ich kaufte alles um Vanilleeis herzustellen und ein Champagner Kuchen, den ich aber erst einmal testen werde. Doch er klingt vielversprechend.

Als ich zurück kam fing es wieder an zu regnen. Ich schaue diesbezüglich schon gar nicht mehr auf die Wetterapp.

Scheußliches Wetter den ganzen Tag über.

Also beschäftigte ich mich in der Küche. Vanilleeis.

Die Masse nachdem sie erkaltet sie in die Eismaschine umgefüllt  wird. Ja, die Masse ist dunkler weil ich Rorzucker nehme statt weißen Zucker.

Am Abend alles grau und rosa

 

 

Ein Ausflug nach…

Eigentlich kann ich gar nicht so viel drüber berichten, da ich für eine NO ART Sendung einen Ort besichtigt habe. Bilder kann ich euch also keine zeigen.
Doch habe ich über diesen Ort schon einmal berichtet vor sehr langer Zeit.
Anschließend ging es noch nach Schloss Dyck, das viele wahrscheinlich noch als Kulisse von einer Soap kennen.
Besichtigt haben wir das Schloss, aber erinnerte an eine Leckerei von dort.

Apfel- und Brinenkraut.
Es hat die gleiche Konsistenz wie Melasse, schmeckt aber weitaus besser, vor allem das Birnenkraut.

Anschließend ging es nach Düsseldorf weil ich dort ein Hotel gebucht hatte, und weil  die D. mitgekommen war, die noch nie in Düsseldorf war. Das Hotel war ein Best Western aber wahrlich nicht besonders. Da muss ich auch noch lernen dass es große Unterschiede gibt.

Wir wanderten die Kö einmal hoch unter runter und aßen später im Péga, was zwar gut war, aber im Preisleistungsverhältnis zu weit auseinander lag.

***

Am Samstag hatten wir uns vorgenommen dass wir uns noch das eine der andere in Düsseldorf ansehen wollten, doch da das Wetter umgeschlagen hatte und wir schon am Morgen mit Regen begrüßt wurden ließen wir es bleiben.  Die japanische Community ist in Düsseldorf ja sehr groß und es gibt somit auch eine Reihe von Geschäften die man sonst nirgendwo findet . Wir fanden ein paar schöne Buchläden. In einem davon erstand ich einen neuen japanischen Hefter, der keine Klammern mehr braucht. Von denen die Metallklammern verwenden, habe ich über die Jahre schon viele verschlissen.
Zudem sind die Klammern wie ich im Nationalarchiv lernte reines Gift für das Papier, weil sie mit der Zeit rosten.

Die Rückfahrt war ereignislos und ging ohne Stau von statten. Während Fahrt hörten wir ein Hösrspiel das ich schon sehr lange nicht mehr gehört hatte und die D. noch gar nicht kannte.
Dickie Dick Dickens  Carl-Heinz Schroth. Die Serie ist zwar recht alt, aber kein bisschen verstaubt, im Gegenteil.  Wir bogen uns stellenweise vor lachen.

Luxemburg empfing uns dann mit dem gewohnten Schmuddelwetter und es regnete bis spät in die Nacht.

Links 2,3,4

Wenig Blogbares heute, darum nur ein paar Links. Morgen gibt es mehr zu berichten.

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Diese Serie fasziniert mich zusehends mehr.  Claire Saffiz vom BA Testkitchen  stellt Gourmet Versionen von industriellen Süßigkeiten her. Es ist ein auf und ab an Emotionen, mit viel Versuchen zwischen Scheitern und Erfolg. In dieser Folge versucht sie sich an Ferrero Rocher.

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Mein FB Profil bekommt in letzter Zeit sehr viele gefakte Freundschaftsanfragen. Neu bei dieser hier ist, dass man versucht hat etwas in luxemburgisch zum Foto zu schreiben.

😽💋Hmmm de schéinsten Deel vun engem Mënsch ass sengem Hunn an all ech maachen wëllt ass ee selwer probéiert an eng déif vun mech hun permanent wann ech Owend liewen Sex for 💋 kann 🍆 👉

Der schönste Teil des Menschen ist in seinem Hahn?
Es ist schon fast poetisch.

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Das alte neue Annexe & ein Ausflug nach Metz

Ich war zu müde noch etwas zu schreiben am Abend davor, zudem fand ich dass der vorige Blogpost für sich alleine stehen sollte.

Langjährige Leser wissen vom Annexe. Wenn ihr es hier in die Suchmaske eingebt, werden sehr viele Beiträge angezeigt.  Ich feierte dort auch meinen 50. Geburtstag.
Der Besitzer jedoch verkaufte es Ende letzten Jahres und ich hatte diverse Stimmen munkeln hören, dass die neue Besitzerin nicht so….na ja, lassen wir das. Ich bin nicht hier um Gerüchte zu verbreiten.

Der ursprüngliche Plan, zusammen mit der D. war gewesen, zuerst ins Rooftop, anschließend in den Grünewald. Aber beide sind Dienstags geschlossen.
Also plante ich kurzerhand um. Zuerst Renert dann Annexe.
Ich poste in letzter Zeit wenige Fotos vom Renert weil das Café immer noch im Schatten einer gewaltigen Baupalissade steht und es sieht grauenvoll aus.

Ich war skeptisch. Sollten wir wirklich ins Annexe? Der Ort der über Jahre hinweg meine Kantine gewesen war? An den ich so viele schöne Abend erlebt hatte? Was wäre wenn ich bitter enttäuscht würde? Die Erinnerungen wärne futsch.
Ich gab mir einen Ruck und wir gingen doch.

Und wir wurden alles andere als enttäuscht.

Vorspeise: Ravioli gefüllt mit Jakobsmuscheln mit Daikon Rettich und Daschisud.

Die Vorspeise war ein absoluter Knaller. Der Daschisud war der beste Sud den je in meinem Leben hatte, und ich sage das nicht einfach so wie die Amerikaner für alles und jeden “best ever” oder “best of my entire life” sagen. Es ist tatsächlich so!
Perfekt abgestimmt zu den Ravioli und dem Daikon Rettich. Die Kombi war sternereif.

 

Hauptgang: Thunfisch mit Topinambur Püree, rote Curry Sauce und Curcuma Reis.

Die rote Curry Sauce war himmlisch und machte aus dem ganzen Gericht ein Gaumenschmaus.

Dazu gab es  fantastischen Pinot Blanc.

Ich war dann doch sehr froh dort gewesen zu sein.
Der einzige Wermutstropfen: es ist sehr teuer geworden, und vom Preis her wird es nicht noch einmal meine regelmäßige Kantine werden. Aber ein Umweg ist es allemal wert.

Soviel zum Dienstag.

***

Für Mittwoch war ich mit dem C. verabredet, ein Datum das wir schon sehr lange festgezurrt hatten.  Der C., der inzwischen Leiter eines Kulturinstitution geworden ist, hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.
Wir fuhren am Nachmittag los und kamen natürlich voll in den reguären Stau, wenn die ersten Pendler wieder zurück nach Frankreich fahren.  Es war aber weniger schlimm als erwartet, denn es sind Sommerferien und der schlimmste Stau ist immer erst am frühen Abend.

 

Gleich im Eingang befindet sich King Kong

Opéra Monde. La quête d’un art total ,war die Ausstellung weswegen wir hingefahren waren. Kuratiert wurde sie von Stéphane Ghislain Russel, einem Opern- und Theaterregisseur mit dem ich schon mehrfach gearbeitet habe.  Die Ausstellung an sich ist insofern interessant da er viele Beispiele von Bühnen zeit aus vorigen Jahrhunderten bis heute und die technischen Neuerungen.

In diesem Raum zum Beispiel hat man das Gefühl als ob man in den “Bühnenraum” durch ein Tüll blicken würde und er wäre mit Rauchschwaden gefüllt. Aber nichts davon ist der Fall. Es nur die spärliche Beleuchtung und die Farben Lila Rosa und Blau die diesen Effekt erzeugen.

Es muss schon eine gewaltige Aufgabe gewesen sein durch ganz Europa zu fahren um all die ausgestellten Objekte zu bekommen und auch Teile des Dekors. Eine Mammutarbeit. Respekt.

Anschließen hatte der C. vorgeschlagen dass wir doch in die Brasserie Flo einkehren sollen, doch gibt es sie leider nicht mehr. Anstelle am eine andere die Arts et Metiers nennt und ebenfalls sehr schön ist.

Verstörende Begegnung

doctor-a / Pixabay

Auf die Gefahr dass ich jetzt vielleicht als Feigling oder als Egoist abgestempelt werde, werde ich doch von der Begegnung erzählen, die vorgestern am Sonntag geschah. Zuerst wollte ich sie nur als kleines Detail in die restlichen Geschehnisse des Tages einfügen, doch ich denke sie einen eigenen Blogpost verdient.

Ich fuhr vom Kino aus zurück mit der Tram.  Ich stieg ein und sah eine ziemlich heruntergekommene Frau beim Eingang sitzen. Ich schaute sie kurz an, machte mir aber weiter keine Gedanken und ich vermeide es soweit wie möglich die Leute anzustarren, weil es für diejenigen unangenehm ist.
Ich setzte mich weiter nach vorne und hörte plötzlich meine Namen.
“Du darfst mit mir sprechen…Joël.”
Sie kannte mich!
Da es aber so leise gewesen war und ich eh nicht in der Stimmung war (wir erinnern uns an meine Unlust überhaupt etwas zu tun) tat ich so als ob ich nichts gehört hätte.
Ich setzte mich weiter vorne hin und die Tram fuhr los.
“Ja, ja du gehörst auch zu den ignoranten dummen Schicki-Micki Leuten!” schrie sie durch die Tram.
Uff, dachte ich, Glück gehabt.
Doch das Geschrei hörte nicht auf.
Ich kramte in meinem Gehirn woher ich sie kennen könnte, denn das Gesicht kam mir bekannt vor.  Dann fiel es mir ein. Es war die Ni.*  Die Ni war in meiner Klasse gewesen.  Es war in der neunten Klasse des Lycée Technique.  Sehr viel später sah ich sie wieder auf Partys.  Sie gab nebenbei Fitnesskurse im Studio einer Kundin von mir. Tagsüber arbeitete sie einer Eventagentur. Das war alles noch in meinem früheren Leben als Friseur. Ich kann mich an einen Abend erinnern an dem wir beide auf eine Geburtstagsfete geladen waren.  Damals hatte sie lange  hellblonde Haare, eine großartige Figur, war immer top gekleidet und war eigentlich ein liebenswerter Mensch,  der aber immer sehr oberflächlich wirkte. Bei mir lief sie unter der Kategorie ‘ferne Mitwirkende’.
Ich begegnete ihr ab und an, wir grüßten einander und das wars.
Dann sah ich sie jahrelang gar nicht mehr.
Bis zu dem Tag.

“Ihr seit doch alle nur IDIOTEN! , schrie sie.
“Das Gehirn verseucht mit Ammoniak! Ihr pädophilen Wichser! ihr wisst gar nichts vom Leben! Ihr habt überhaupt keine Ahnung! Ihr starrt immer nur auf euer Handy!”
In der Tram, die nur spärlich besetzt war, war es mucksmäuschenstill.
“Ich hatte auch einen Jungen der immer drauf starrte und er wurde damit begraben!”
Und während ich das schreibe kommt ein Bild hoch, dass ich ihr irgendwann einmal begegnet bin, dass sie einen Kinderwagen vor sich herschob.
Dazwischen murmelte sie immer wieder unverständliches unzusammenhängendes Zeug.
“Ein lieber feiner Junge der von euch misshandelt wurde! Ihr Drecksschweine!”
Langsam ergab ihr ganzes Geschrei Sinn.
Wenn ich dem glauben sollte, hatte sie als Mutter ihren Sohn überlebt und begraben. Nun weiß ich aus eigener Erfahrung dass es meine Mutter fast den Verstand gekostet hat, als mein Bruder starb. Ich war kurz davor aufzustehen und zu ihr zu gehen, doch jede einzelne Faser meines Körpers hielt mich davon ab es zu tun.
Ich steig an der Place de l’Étoile aus. Ich drehte mich nicht zu ihr um, denn sie hatte sich inzwischen so in Rage geredet dass ich nur noch weg wollte.

Ich frage mich ob ich hätte mit ihr reden sollen.
Ich weiß es nicht.

* Ich nehme für gewöhnlich nur die Anfangsbuchstaben der Vornamen. Da der Buchstabe N aber schon seit etlichen Jahren von einer meiner besten Freundinnen belegt  wird, und ich später auch noch wissen will wer das war, ist es jetzt Ni.

Verregneter Verspannungstag

Der Tag begann strahlend schön um dann kurz vor Mittag in einem Wolkenbruch mit Unterbrechungen bis zum späten Abend hin anzuhalten.

Die untere Kante des vorderen Balkons.
Ich knipste so lange bis ich einen fetten Regentropfen vor die Linse bekam.

Diese Verspannung ist sehr seltsam. Ich hab immer noch nicht so richtig herausgefunden was für eine falsche Bewegung sie auslöst. Es ging jetzt Tag für Tag besser doch am Abend ging es wieder los. Vielleicht saß ich zu lange am Computer? Will mir mein Körper damit mitteilen dass ich mich mehr bewegen soll?  Oder weniger? Oder anders? Ich kapiere es nicht!
Da es jetzt Tag für Tag besser ging und das übers Wochenende hatte ich keinen Termin angefragt beim Chiropraktiker.
Als ich dachte dass es vielleicht doch besser wäre, rief ich an, nur um zu erfahren, dass alle in der Gemeinschaftspraxis im Urlaub sind bis nächste Woche.
Ich hoffe dass sich das bis Ende der Woche einigermaßen wieder gelegt hat, sonst wird der geplante Kurztrip die Hölle.

 

 

Ein Sonntag zum vergessen

Dabei hatte es vielversprechend angefangen.
Ich hatte mir überlegt einen Spaziergang fürs Blog zu machen. Zudem wollte ich mich wieder einmal richitg umsehen in der Stadt weil ich in ein wenigen Tagen Besuch bekomme, den ich herumführen will.
Zudem wollte ich die neue Kamera ausprobieren, weil sie dieses Wochenende zum Einsatz kommt.

Zu diesem Zweck wanderte ich in mein voriges Wohnviertel zum Bahnhof.

Unterwegs beschloss ich das Viertel weitgehend zu meiden hinsichtlich der Tour, denn die Avenue de la Liberté ist eine riesige Baustelle ab dem Pont Adolphe. Um zum Bahnhof per Bus zu gelangen muss man sehr viel Geduld mitbringen, sogar an einem Sonntag. Hinzu kommt dass die Avenue de la Gare, für den Auto verkehr ebenfalls komplett gesperrt ist, weilt dort…ein Radweg hinzugefügt wird?

Ich stieg in einen Zug in Richtung Mersch/ Belgien um gleich an der ersten Station Pfaffental wieder auszusteigen und machte dabei Zeitraffervideo.

Die Brücke die ja schon seit längerem einen neuen Anstrich bekommt wird noch eine Weile länger warten müssen. Der Zulieferer der Farbe hat Konkurs angemeldet.

 

Der kleine automatische Bus der vom Pfaffental Aufzug bis zum Pfaffental Bahnhof fährt.

 

Mir fiel seit zum ersten mal das große Gewächshaus auf, das aber schon jahrelang nicht mehr genutzt wird. Ich frage mich was es da drin wohl zu entdecken gibt.

Oben angekommen,  fing es an zu regnen. Also setzte ich mich in die Tram und fuhr bis zum Kinépolis, weil die Kombi Regenwetter und Kino, mir am logischsten erschien. Herumwandern hatte ich bereits gestrichen. Die Kino App verriet mir, dass nicht wirklich viel spannendes läuft. Ich fuhr trotzdem hin weil ich dachte dass vielleicht ein Kinoplakat mich inspirieren würde, was aber nicht der Fall war.

Und dann überfiel mich diese große Unlust überhaupt etwas zu tun. Ich fuhr zurück.

Ich stieg noch einmal beim Glacis aus weil ich diese Monstrum an Achterbahn noch nicht gesehen hatte. Es ist eine der beiden größten transportablen Achterbahnen weltweit und wenn ein Münchener hier mitlesen, werden die sie wohl wiedererkennen vom Oktoberfest. Es ist die Alpina Achterbahn.

Zuhause schmiss ich mich aufs Sofa und schaute Zombie Filme. Fragt nicht…

Der Tag nach dem Tornado & Bovary

Ein ruhiger Tag nach dem Sturm.
Da sich viele Baubetriebe in Luxemburg im vertraglichen Kollektivurlaub befinden, ist s nicht so einfach die abgedeckten Dächer der über 100 Häuser wieder auf Vordermann zu bringen, zumal für die nächsten Tage noch weiter Regenschauern vorgesehen sind. Doch es gibt ein große Solidaritätswelle und den Tornado Opfern zu helfen.
Wer von meinen deutschen Lesern etwas Luxemburgisch lesen und hören will,  bei RTL gibt es ein paar Reportagen über den Tag danach.

***

Erwachte relativ früh, weil diese seltsame Zerrung/Verspannung  mir wieder zu schaffen machte. Nach einer sehr heißen Dusche ging es dann einigermaßen.
Es war Samstag und Wochenmarkt. You know de drill.

Ich traf mich mit der D. und wir saßen wie gewohnt im Renert. Ich kaufte  frisches Brot vom Eifeler Bäcker und Kaffee in der Rösterei meines Vertrauens, bei Santos.  Ein Thema am Morgen war, wie  schlecht es eigentlich um den Markt bestellt ist. Die D. und ich versuchten ein wenig aufzuzählen wer alles aufgehört hat die letzten Monate. Es sind so einige die nicht mehr da sind. Mein französische Käseverkäufer ist seit ein paar Monaten nicht mehr da. Die Frau mit all den bretonischen Spezialitäten ist weg. Die Frau mit all den allgäuer Produkten ebenfalls. Es gab mal ein Pilz Gärtner…weg. Ein Vogelstrauß Metzger…
Es ist ein wenig beängstigend.

Am Abend hatte ich mich mit einer Berufskollegin verabredet.  Sie war für mehrere Projekte meine Assistentin gewesen als sie noch ganz neu auf dem Markt war. Doch auch sie kämpft, wie viele  ums Überleben. Vor allem die Filmbranche ist ein sehr hartes Pflaster geworden und ich bin froh dass ich mich aus diesem Sektor ausgeklinkt habe. Wenn ich all die Horrorgeschichten höre…

Ich hatte sie mit ins Bovary genommen, das sie nicht kannte. Es war sehr voll, denn es war ein Konzert angekündigt. Man setzte uns etwas abseits  weil wir keine Tischreservierung hatten und bekamen wir das Konzert nur am Rande mit, was letztendlich nicht verkehrt war, denn die Sängerin traf die Töne nicht und hörte sich an wie eine Katze mit zu viel Vibrato in der Stimme…
Der Abend  war trotzdem schön und wir schworen uns das öfters zu wiederholen.

 

 

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