joel.lu

Fressen, Kunst und Puderquaste

Matratzen probieren & Mitbringsel

Es ist nicht schön in genau die gleiche Situation zurückzukommen, in der ich meine Straße vor einer Woche verlassen habe.

Gleich am am Morgen krachte uns schepperte es von der Straßenbaustelle her, als ob sich dort nichts geändert hatte. Ich hatte gehofft dass sie zumindest die Betonlatten vom Bürgersteig wieder verlegt hätten, doch nein, sie haben gerade erst begonnen. Das schlimmste Geräusch ist das der Fräse, wenn sie Platten zurecht schneiden müssen damit sie passen. Noch schlimmer empfinde ich das durchdringende Piepen der Bagger und Laster, wenn sie den Rückwärtsgang einlegen. Zudem fiel mir auf, dass die sie nur meine Brügersteigseite aufgebaggert haben haben. Die gegenüberliegende Seite haben sie noch nicht angerührt, was bedeutet dass sie erst kommen wird. Ich rechne mal dass es Ende Oktober an Dezember werden wird. Pfffff……

Auch hinter dem Haus dachte ich, dass sie in einer Woche weiter wären, doch sehe ich immer noch die Dachdecker auf herumhuschen, aber zumindest machen sie keinen Krach mehr.

Ich legte mit der Wäsche los und sah die Post von einer Woche durch. Es war Gott sei Dank nichts unerfreuliches dabei.

Ich packte auch die Mitbringsel aus:

Ein Kilo Kaffee von Deuza und Pu-erh Tee. Le Dernier Atlas und ein paar Winterschuhe von Camper.

Am Nachmittag einen beruflichen Termin wahrgenommen, der allerdings verschoben worden war, ohne dass man mich benachrichtigt hatte.

Nach Termin kam ich zurück und sah ich, dass sie die Metallplatten vor der Grageneinfahrt wieder hingelegt hatten. Also nahm ich die Gengelegenheit wahr um zu einem Matratzengeschäft zu fahren. Ich hatte schon in der Woche vor St.Jean entschieden dass, ich eine Neue bräuchte. Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt und der Ischias hatte mich restlos davon überzeugt.
Die letzte Matratze ist noch nicht so alt war aber definitiv ein Fehlkauf. Ich hatte mir das etwas Memoryform-mäßiges und zu Weiches aufschwatzen lassen, anstatt meinem Instinkt zu folgen. Sie ist knappe fünf Jahre alt und im Prinzip müsste sie länger halten, aber jetzt fliegt sie.

Dem Verkäufer in diesem Laden erklärte ich dann mein Anliegen, der sofort verstand und ich probierte vier verschiedene Stärken aus. Es die letzte und vorletzte machten das Rennen, wo bei eine davon wahrscheinlich zu hoch ist. Das muss ich aber noch ausmessen.

Am Abend schaute ich mir ein Folge von Miss Marple mit Benedict Cumberbatch auf ONE an, die ich aber nur mittelmäßig fand.

Von St.Jean nach Luxemburg

Biarritz

In Luxemburg ging dann alles blitzschnell. Ich stieg aus dem Flieger und auf dem Band kam mir schon der Koffer entgegen. Die A. holte mich ab und fuhr sofort weiter.

Ich packte den Koffer aus und dann ging draußen ein kräftiger Wolkenbruch nieder… willkommen daheim.

Am Abend im Renert wartete ich eine Weile auf die A.und die N. Da i h den ganzen Tag, mit Ausnahme des Croissants, nichts gescheites gegessen hatte, bestellte ich mir eine Bruschetta mit Lachs.

Und da gab es noch jemand der so voller Freude war mich wiederzusehen, dass sie nicht mehr vom Schoß runterwollte:

St.Jean-de-Luz: Der letzte Tag

Ich mag die Überschrift nicht.

Ein Tag der sich als sehr bewölkt erweisen sollte.

In die morgendliche Schwimmrunde erinnerte mich an den See im Remerschen. Das Wasser was spiegelglatt. Ich schwamm meine Runde und anschließend ging es zum Frühstück zu der gleichen Bar wie die Tage davor. Ein Anruf aus der Heimat erinnerte mich daran dass übermorgen wieder der Alltag auf mich zukommt.

Wir sahen den S. kurz auf dem Markt bei dem wir am Abend zum Essen eingeladen sind. Später dann machte ich mich auf den Weg zum zweiten Osteopathen Termin, diesmal aber in seiner Praxis in St.Jean. Er zog und drückte mich noch einmal in alle erdenklichen Richtungen. Als ich mich dann vor den Spiegel stellte, merkte ich das ich sehr gerade stand. Sogar das eine Speckröllchen links, das immer dicker erschien als das andere war seltsamerweise geschrumpft.

Ich habe die ganze Zeit nicht erwähnt, dass ich fast jeden Tag einmal zur Eisdiele von Bargeton ging, die beste Eisdiele der Welt und der Umgebung. Ich habe ihn schon oft bei meinen Besuchen in St.Jean erwähnt. Heute zum letzten mal ein Eis.

Den Nachmittag verbrachte ich lesend am Strand. Ich erhielt eine sehr traurige Nachricht aus der Heimat, die mich sehr verstörte. Mehr möchte ich das hier aber nicht ausführen.

Am Abend dann zum S. nach Ciboure. Zwischendurch regnete es ein paar Tropfen. Wir hatten notfalls den Schirm eingepackt.

Ein wunderschöner Abend auf seiner lauschigen Terrasse, und es gab herrlichen Wein. Kurz vor Mitternacht wackelten die D. und ich zurück durch das fast menschenleere St.Jean.

St.Jean-de-Luz: Siegelring & Kino

So in etwa sieht das morgens aus wenn ich schwimmen war, bzw, gehe. Noch leicht verschlafene Augen aber doch hellwach.

Ein weiterer Tag den wir langsam angehen ließen. Angedacht war, dass wir eventuell nach Bayonne fahren, doch Montag ist so ein Tag in der Gegend an dem viele geschlossen hat. Zudem sollte es wieder drückend heiß werden.

Nach der ersten Schwimmrunde, in der das Meer so ruhig da lag wie ein Ölteppich, zogen wir uns um und nahmen das Frühstück noch einmal im dem gleichen Café wie wie gestern ein.

Anschließend ein Besuch bei der Juwelierin meines Vertrauens, Azénor, die inzwischen nicht mehr nur ein Atelier sondern auch einen kleinen Laden hat.

Sie macht neuerdings auch Siegelringe und das war ein Stichwort für mich. Sie zeigte mir ein paar ihrer neuesten Arbeiten und ich war sehr angetan. Wir verabredeten, dass ich ihr ein paar Entwürfe schicke was auf dem Siegelring sein sollte und dann sehen wir weiter.

Bei Henriet orderte ich noch ein „Ding“ für Mittwoch wenn ich zurückfliege.

Wieder in der Wohnung kümmerte ich mich um ein paar Mails, die keinen Aufschub duldeten und die D. begab sich derweil noch einmal an den Strand. Eine knappe Stunde später folgte ich ihr.

Die Sonne verzog sich langsam aber sicher hinter die Wolken, doch es blieb heiß und drückend. Zudem herrschte ein ungewöhnlicher Wind, der Sand aufwirblte, dass wir teilweise unangenehm gesandstrahlt wurden, also zusätzlich ein Peeling bekamen. Ich schwamm noch einmal eine kleine Runde um den Sand loszuwerden, aber es half nur bedingt. Duschen musste ich doch noch einmal .

Am Nachmittag sahen wir uns einen Film im Kino an. Serre moi fort, in den die Luxemburgerin Vicky Krieps die Hauptrolle spielt, lief bereits im Festival in Cannes. Die D. sowohl wie ich hatten zwar davon gehört aber nichts darüber gelesen.
Der Film ist ein kleines Verwirrspiel, bis man endlich dahinter kommt was eigentlich erzählt wird. Vicky Krieps in der Rolle der Mutter liefert sehr eine sehr gute Arbeit ab, aber der Film an sich ist zu lang.

Am Abend hatten wir beschlossen in der Buvette der Markthalle zu speisen. Für die D. gab es gegrillte Sardinen und für mich Thunfisch auf Piperade. Und als wir dort saßen fing es an zu regnen. Es hatte sich bereits den ganzen Tag angekündigt.

Früh zu Bett.

St.Jean-de-Luz: Pause

Nach den letzten Tagen an denen wir viel durch die Gegend gefahren waren und uns Dinge angesehen hatten, legten wir heute mal eine Pause ein.

Am Morgen brachten wir den Leihwagen zurück und gingen ins Xistera für ein typisches französisches Frühstück. Anschließend schwimmen. Ich schwamm heute weiter hinaus als die Tage davor weil ich mich fitter fühlte. Der Ischias verhielt sich ruhig. Er meldete sich nur einmal den ganzen Tag als ich unbedacht eine sehr falsche Bewegung machte, im Sinne von: ‚Ich bin immer noch da und du machst noch immer hübsch langsam, gell?‘ Insgesamt hielten wir es aber nicht lange am Strand aus, denn es wurde heute richtig heiss.

Nach dem Schwimmen ging ich auf eine Einkaufsrunde für die Hinter Daheimgebliebenen. Später setzten wir uns in die Bar de la Marine in den Schatten und lasen. Doch gegen 16:00 wurde es sogar im Schatten unerträglich, dass wir uns in die kühlere Wohnung verzogen. Ein Nickerchen war angebracht.

Gegen sechs ging es dann noch einmal an den Strand der merklich leerer war. Noch einmal in die Fluten.

Für den Abend hatten wir uns Bidaian vorgenommen, der Gästetisch von dem ich das letzte mal so begeistert erzählt hatte. Man kann bei ihm auch unangemeldet vor der Tür speisen. Und das was man bekommt ist zum niederknien gut.

Austerntartare
Für die D. Thunfisch und für mich Iberico Schwein.
Baskischer Blauschimmelkäse.

Wir trotten durch eine laue Nacht zurück zur Wohnung und machten früher Schluss als sonst.

St. Jean-de-Luz: Arnaga & viele Fotos

Wir hatten bei unserem letzten Aufenthalt und dem davor angedacht, endlich Arnaga zu besuchen. Beide Male wurde nichts daraus. Aber heute war das alles richtig geplant mit Kartenvorbestellung und Leihwagen. Doch greife wie so oft dem Tagesablauf vor.

Fangen wir mit dem gleichen Foto an wie im gestrigen Posting, diesmal in Farbe. (also mit Sonne und blauem Himmel)

Schwimmen. Entschädigt, belohnt, heilt, beruhigt und ist insgesamt ein rundum Wohlfühlpacket und für alles gut.

Anschließend ein Croissant mit einer Tasse Kaffee.

Wir fuhren nach Cambo wo sich diese doch sehr bekannte Villa des Schriftstellers Edmont Rostand befindet. Der Name mag vielen nicht geläufig sein, doch eines seiner Theaterstücke kennt die ganze Welt. Cyrano de Bergerac. Seit der letzte Erbe, sein Enkel gestorben ist, ist die Villa öffentlich zugänglich ( so glaube ich es zumindest irgendwo gelesen zu haben)

Ein riesiger Park umgibt das ganze Gelände und er ist zum Teil sehr den geometrischen Gärten von Versailles nachempfunden. Dort fand ich meine erste Kastanie dieses Jahr:

Die Villa an sich sieht dann von außen eher unspektakulär aus weil sie im Stil der Häuser des Baskenlandes gebaut wurde, nur viel größer:

Doch innen sieht es dann schon sehr anders aus. Es erinnerte mich an eine Mischung aus 20er Jahre mit einem kräftigen Schuss Ludwig den XIV. Herr Rostand hatte schon ein sehr großes Faible für alles Theatralische und Imposante. Auch seine Frau Rosemonde ließ sich gerne wie ein Kaiserin malen:

Wieder in St. Jean merkten wir dass Wochenende ist. Die Stadt war merklich voller als die Tage davor. Das hielt uns aber nicht davon ab nochmal eine Runde tu schwimmen. Zweimal am Tag ist schon fast Pflicht. Der Wind jedoch machte daraus eine schaukelige Achterbahnfahrt, das ich nicht lange aushielt.

Ein Apéro in der Bar de la Marine bestätigte die Vollizität der Stadt:

Am Abend aßen wir eine Kleinigkeit in der Pile d‘assiettes.

St. Jean-de-Luz & San Sebastian

Nach einer Tasse Kaffee und Bloggen war Schwimmen angesagt. Der Himmel jedoch verhieß nichts gutes, doch mir war das Schnuppe. Und so schwamm ich zu ersten mal in St. Jean im Regen.

Der Ischias zwickte inzwischen nicht mehr so sehr. Doch lange herumlaufen ging auch noch nicht.

Am Nachmittag hatte ich einen Termin beim Osteopathen, den die D. mir ausgesucht hatte und ich hatte gleich schon Luxemburg aus einen Termin gebucht. Dafür musste ich aber nochmal nach Biarritz. Der Mann war eine Wucht. Es fand weitere Knoten und Verspannungen die alle dort waren wo ich sie nicht vermutete, jedoch damit zusammenhingen. Der beste Beweis; ich hinkte die Treppe hoch zu seiner Praxis und ging sie anschließend wieder ohne Schmerzen hinunter.

Am Abend hatten wir uns auch Reservierungsgründen dafür entschieden, dass wir in meinen Geburtstag hineinfeiern und hatten einen Tisch, wie schon die zwei Jahre davor im Briketenia gebucht. Der Sommelier erkannte uns sofort wieder und wusste sogar noch was wir das letzte mal getrunken hatten.

Zum Menü gab es ein Champagner von Delamotte, den ich noch nicht kannte, der jedoch großartig war.

Kurz vor Mitternacht waren wir zurück und tranken ein letztes Glas auf der Terrasse der D. als es anfing in Strömen zu regnen. Egal. Aber es war wunderbar.

***

Meinen eigentlichen Geburtstag verbrachte ich größtenteils in San Sebastian. Am Morgen länger ausgeschlafen als sonst. Der Champagner und der anschließende korsische Mandarinen Schnaps hatten es dann doch in sich. Die morgendliche Schwimmrunde aber brachte alles wieder ins Lot.
Die D. überraschte mich mit einem Buch von Keith Haring, von dem ich nichts wusste und nicht kannte. Ich wusste nicht dass er von seinem 19. Lebensjahr an Tagebuch geführt hatte.

Später holten wir den Leihwagen ab und fuhren nach San Sebastian.

Ich kaufte mir ein paar neue Winterschuhe bei Camper, die es ja schon seit Jahren in Luxemburg gar nicht mehr gibt. Ich zeige sie wenn ich wieder daheim bin.

Im Kulturzentrum Tabakalera, gleich neben dem Bahnhof, gab es eine interessante Ausstellung über argentinische Fotografinnen mit Bilder von den 50er bis in 90er hinein. sehr spannend fand ich dass sie fast alle deutsche Namen hatten. Annemarie Heinrich, Grete Stern, Lisl Steiner… um nur ein paar Beispiele zu nennen. Alles Frauen die vor dem zweiten Weltkrieg geflüchtet waren. Was von ihnen gezeigt wurde erinnerte mich sehr eine Family of Man Ausstellung aber eben nur aus Argentinien.
Irgendwann muss ich dann doch einmal dorthin. Es stand ja vor Jahren schone einem lauf dem Programm…

Ein Bild fand ich ganz besonders schön:

Dieses gewaltige Mobile hing im Eingang war von seiner Konstruktion so simpel wie genial.

In einer kleinen Pintxos Bar mitten im Altstadtzenrum, gab es dann gegen 14:00 ein schnelles Mittagessen.

Anschließend ging es noch einmal ins SanTelmo Museum, das ich auch schon letzte Jahr besucht hatte. Dort sahen wir eine atemberaubende Ausstellung über die Reise des Ferdinand Magellan, The longest journey die so spannend und schön gemacht war dass es mir die Sprache verschlug. Wenn sie nächstes Jahr noch zu sehen sein sollte würde ich sehr gern die A. mitnehmen, weil es in ihren Arbeitsbereich fällt. Fotos durfte ich keine machen.

Aber dafür von den riesigen Puppen die im Kreuzgang standen und einmal im Jahr für einen bestimmten Anlass (ich weiß leider nicht welcher) durch die Stadt getragen werden. Unter dem Rock verschwindet ein starker Mann der dann über 60 Kilo auf den Schultern schleppen muss.

Wir fuhren zurück und hatten einen kräftigen Stau auf der spanischen Autobahn wegen einer Polizeikontrolle in Frankreich. Das brachte unser Programm etwas ins Hintertreffen, denn ich hatte angedacht mich noch eine halbe Stunde hinzulegen, denn der Ischias hatte genug vom Herumlaufen. Stattdessen fuhren wir sofort nach Soccoa, dem Nachbardorf von St.Jean. Dort hatten wir bereits unterwegs einen Tisch in Pantxua bestellt, da es immer sehr voll ist und auf gut Glück, dort nicht fündig wird.

Für die D. gab es Thunfisch Tartare und für mich gegrillte Gambas mit Jakobsmuscheln.

Mein Ischias zickte immer mehr herum und meldete sich lautstark es wäre nun genug. Also fuhren wir zur Wohnung und waren recht früh im Bett.

Zwei lange ereignisreiche Tage.
Morgen machen wir ein wenig langsamer.

Von Luxemburg nach St. Jean-de-Luz

Beim Aufstehen fühlte ich mich gerädert. So konnte das nicht weiter gehen. Ich warf alles an Schmerzmittel ein was ich noch zur Verfügung hatte. Anschließend fühlte ich mich wie ein hochgespriztes Rennpferd. Mir was schon klar dass, wenn ich das nicht machen würde, ich die zwei Stunden sitzend im Flieger nicht überstehen würde.

Ich versuchte dann im Flughafen mich nur kurz hinzusetzen, weil ich ja aus den letzten Tagen aus Erfahrung wusste, dass ich anschließend jaule wie Hund dem auf die Pfote getreten wurde.

Im Flieger sah die Chefstewardess dass ich hinkte und bot mir sofort einen Sitzplatz in der ersten Reihe an wo es ein wenig mehr Beinfreiheit gibt. Dafür war ich schon mal sehr dankbar. Sie meinte auch dass ich ruhig während dem zweistündigen Flug aufstehen und ein bisschen laufen könnte. Ach Luxair, I ❤️ you!

In Biarritz gelandet ging alles wie am Schnürchen. Mein Koffer kam als einer der ersten auf dem Band und ich bekam sofort ein Taxi.

Als ich dann der Wohnung ankam, war die D. noch nicht zurück von ihrem Termin. Ich beschloss alles liegen lassen, die Badehose aus dem Koffer zerren und sofort schwimmen zu gehen. Wenn ich etwas gelernt habe die letzten Tage, dann dass Bewegung der Chose gut tut. Doch just als ich raus wollte, fing es an zu regnen. Mist!

Kurz darauf trudelte die D. ein und wir warteten die Schauer ab die nur kurz anhielt. Und dann:

Jaaaaaaaa! So soll das sein! Nichts macht mich glücklicher, fröhlicher und entspannter zugleich als Schwimmen.

Ein Apéro in der Bar de la Marine musste sein. Große Wiedersehensfreude mit dem S.

Für den Abend hatte die D. einen Tisch im Essentiel bestellt. Es gehört immer noch zu meinen Favoriten hier.

Das Hauptgericht und das Dessert kannte ich. Aber die Vorspeise war neu. Ein Tataki, so sensationell wie ich noch keines davor gegessen hatte.

‚An du koum de Mann mam Hummer.‘ Es kam so unerwartet schnell dass ich auf dem kurzen Rückweg zu Fuß hätte im Stehen schlafen können.

Sofort ins Bett.

Nur ganz kurz

Das mit dem Hinken erwies sich dann doch als eine längere Angelegenheit. Es ist noch bei weitem nicht Ordnung. Ich hatte viel Schreibarbeit, musste notgedrungen viel sitzen und fühlte insgesamt nicht sehr wohl. Ich schleppte mich später hin und her zum Kofferpacken, da ich morgen noch eine Woche in St. Jean verbringen werde bevor es wieder los geht.

Ich bin inzwischen davon überzeugt dass es der Ischiasnerv ist, der mir Sorgen macht und der kann mitunter höllisch weh tun. Das weiß ich aus Erfahrung.

Ich verbrachte ein grottenschlechte Nacht mit wenig Schlaf. Nun ja…

Geh, und verkünde die frohe Botschaft…

dass Joël wieder laufen kann.
Aber der Reihe nach.

Ich erwachte am Morgen, überzeugt davon dass dass das Pfund Pferdesalbe und 2 Ibu schon ihr Wirkung getan hätten. Hatten sie auch, aber nur zum Teil.

Ich schrieb in Windeseile den Blogbeitrag von gestern da mir klar war, dass ich bei einer längeren Sitzung im Bürostuhl nichts Gutes bewirken würde.

Anschließend telefonierte ich mit den Chiropraktiker den die N. mir damals empfohlen hatte und letztes mal wegen meinem Ellenbogen auch ein kleines Wunder bewirkt hatte. Doch der Gute war in Urlaub. Die Dame am Telefon gab mir aber einen Kollegen von ihm an.

Der quetschte mich zwischen zwei Termine, als er hörte dass ich von einem Kollegen empfohlen wurde. Ich war sehr dankbar dafür.

Kurz vor 13:00 hatte ich den Termin. Da ich mir nicht ganz sich war, wo das genau wäre, hatte ich angedacht hinzufahren, sicher ist sicher, als ich entsetzt feststellte, dass die Bauarbeiter von der Straße Mittag machten und die Metallplatten NICHT vor die Garagenausfahrt gelegt hatten. Gut dass es mir früh genug aufgefallen war. Denn ich musste jetzt mit dem Flieger, Zug und Bus hin. Das löste sich aber alles in Wohlgefallen auf denn ich hatte einen Bus den ich sonst nur selten nehme von einer Haustür zur nächsten.

Er war sehr nett und freute sich dass ich von einem Kollegen geschickt worden war. (Lustigerweise sind beide Praxen quasi gegenüber voneinander in Parallelstraßen) Er war jedoch im Vergleich zu dem Anderen um ein paar Grad härter und machte dem Namen ‚Schinder‘ alle Ehre. Er zog und drückte dass es knackste und quietschte ohne lange zu Warten. Ich nehme mal an dass es dem Umstand geschuldet war, dass er mich zwischen zwei Termine gequetscht hatte.

„Ok, dann stehen sie auf und sagen mir was ihnen noch weh tut.“
„Öh,…. nichts mehr!“
Ich fühlte tatsächlich nichts mehr und das ganze hatte ein bisschen etwas von einem Wunder aus der Bibel. ‚Steh auf und geh…!‘
Nun weiß ich aber auch aus Erfahrung, dass die erste Euphorie über die Schmerzfreiheit nachlassen wird, wenn der Schmerz wiederkommt. Das tat er auch, aber nicht sofort.

Zwischendurch erhielt ich eine sehr freudige Nachricht, die mich sehr glücklich machte. Ich erhielt eine Zusage auf die ich innerlich sehr gehofft hatte und nun bestätigt bekam. Viel kann ich noch nicht darüber erzählen weil es noch eine Weile dauern wird, aber für meine Luxi Leser:
Merkt euch schon mal den Abend vom 9.November vor.

Ich fuhr zur Schobermesse und bestellt mir zu Feier des Tages das hier:

Das absolute luxemburgische Traditionsgericht auf der Schobermesse oder sonstigen Kirmes. Fisch im Teig frittiert mit Pommes und Salat. Der Fisch ist so heilig wie die Maß Bier auf dem Oktoberfest. Mehr Luxi Tradition geht nicht.

Ich ging zu Fuß zurück zur Wohnung und merkte dann doch, dass die Session beim Chiro mir mehr zugesetzt hatte als ich anfänglich wahrhaben wollte.
Ich legte mich aus Bett und schlief sofort für zwei volle Stunden tief und fest ein. Danach fühlte ich mich um Längen besser, obwohl das Bein noch zwickte, aber das war auszuhalten.

Am Abend schaute ich mir ein Folge von Inspector Barnaby an, die ich noch nicht gesehen hatte.

« Ältere Beiträge

© 2021 joel.lu

Theme von Anders NorénHoch ↑

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen