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Fressen, Kunst und Puderquaste

Shopping, Lesung & Meeting

Gleich am am Morgen machte ich eine größere Schoppingtour für die Laientruppe die Ende dieser Woche ihre Premiere hat. Da ich das zusammen mit einer Person der Laientruppe machte, und ich nicht stundenlang unterwegs sein wollte, suchte ich ein Friseurbedarfladen und ein Sephora aus die nahe beieinander lagen.
Bei der Gelegenheit fuhr ich zum ersten mal in die neue Shoppingmall  Cloche d’Or.
Meine Aversion gegen diese bombastischen Einkaufszentren ist ja nicht neu und ab einer bestimmten Größe meide ich sie. Die einzigen dieser Art die ich betreten kann, sind Auchan Kirchberg und die Concorde, weil sie noch überschaubar sind.
Es war wie zu erwarten. Die Mall ist gewaltig und man läuft sich die Füße wund bis man das gefunden hat was man sucht.

Da es kurz vor Mittag war speisten wir dort bei Namur.

Nicht sehr schön finde ich dass man man die Decken offengelassen hat und das ganze Durcheinander an Kabel und Rohren sieht. Das macht es leichter für spätere Reparaturen, aber es ist auch ein Staubfänger und in ein paar Jahren wird das gruselig aussehen.

Am Nachmittag dann eine erste Leseprobe von einem englischen Stück das im November auf die Bühne kommt.

Am Abend eine recht lange Besprechung vom Künstlerkollektiv.

Mir rauchte der Kopf. So viel Ba bla an einem Tag ist anstrengend. Als ich Zuhause aufs Bett fiel schlief ich sofort ein.

Ein Dämpfer & ein Erfolg

Es bleibt noch zu berichten vom Vorabend, dass die ganze Truppe vom Konzert noch ein “wenig” gefeiert hat. Einer der Musiker hatte am gleichen Abend noch mehrere Auftritte  im Rahmen der “Nuit des Musées” und mache spekulierten noch hinzugehen,  Doch alle bleiben im Rooftop hängen.
Ich verabschiedete mich jedoch beizeiten, denn am Sonntag sollte ja das zweite Konzert im Heim sein.

***

Ich war also wieder gegen 9:00 im Heim und verschönerte noch einmal ein paar Bewohner. Am Tag davor hatte das wunderbar geklappt. Doch mit der ersten Bewohnerin kassierte ich gleich einen gewaltigen Dämpfer.
Die Bewohnerin war nur zwei Jahre älter als ich und litt am, Korsakov Syndrom. Später erfuhr ich dass sie per Gerichtsbeschluss ins Heim eingewiesen wurde.
“Nein, ich will nicht geschminkt werden!”,sagte sie laut und patzig.
“Na gut, das brauchen Sie auch nicht, aber die Haare werde ich Ihnen föhnen, die sind noch feucht.”
Das ließ sie sie dann auch geschehen.  Und während ich ihr die Haare trocknete kamen immer wieder die gleichen Sätze.
“Ich will den Arzt sprechen!”
“Ich glaube nicht dass der heute kommt, es ist Sonntag!, antwortete ich.
“Ich will ihn HEUTE noch sehen!”
“Der kommt nicht.” konnte ich mit gutem Gewissen antworten, denn ich war sehr sicher dass am Sonntag kein Arzt ins Haus kommen würde für eine reguläre Visite.
“Aber SIE sind doch auch hier!” sagte sie patzig.
“Ja, aber ich bin kein Arzt!”
“Ich muss nach Hause zu meiner Mutter, zu meinen Kindern und zu Tony*.”
“Wer ist Tony*?”
“Mein Freund.”
Der, ich möchte schon fast sagen, Schlagabtausch wiederholte sich mehrfach in der gleichen Form, und führte zu keinem Ergebnis. Ich war froh als ich mit ihr fertig war. Ich sagte ihr dass ich extra gekommen war wegen dem Konzert.
“Ich geh da nicht hin!”
Sie erschien auch nicht.

Nach dieser Begegnung, hoffte ich innerlich dass ich nicht, dass ich nicht noch so jemanden haben würde. Ich bewunderte die Pflegerinnen die tagtäglich mit ihr umgehen müssen, da sie sich immer so benimmt.
Alle anderen Bewohner waren dann auch sehr lieb und freuten sich dass sie zurecht gemacht wurden.

 

Das Konzert war noch einmal ein voller Erfolg. Der Saal war so voll, dass sie bis vor die Tür saßen.

Es flossen auch bei einigen Angehörigen und Bewohnern ein paar Tränchen, denn Musik berührt immer tief innen drin und da hier Dekor, Maske und Kostüm stimmte , war es umso emotionaler.

Das emotionale Konzert

Ein Ereignis von gestern bleibt noch  zu berichten.

Ich war mit der A. zusammen hin- und zurückgefahren in ihrem Wagen sonst wäre es mir früher aufgefallen. Wir machten in der Bar vom Grünewald einen kurzen Pitstop und als die A. mich dann zu hause abliefern sollte merkte ich, dass ich kein Schlüsselbund mehr hatte.  Zum Glück war die Nachbarin mit Hund auch just auf dem Heimweg und sie konnte mich reinlassen.

Ruhige Nacht, wenn auch ein wenig kurz.

Am frühen Morgen dann wieder zurück ins Demnez Altenheim in dem heute das Konzert stattfindet das ich bereits vorgestern beschrieben hatte. Der Deal war, dass ich nebst der Sängerin und den Musikern auch ein paar der Bewohner verschönere, immer im Rahmen dessen was sie zulassen.

Da auch noch ein Filmteam zugegen war das die Präsidentin von MIL a.s.b.l. begleitete war das ganze schwieriger als gedacht. Den Großteil der Bewohner machte ich aber ohne Kamera, was erstaunlich gut klappte. Die eine Bewohnerin bei der die Familie die Erlaubnis gegeben hatte für Aufnahmen, war die ‘störrischste’ und wollte sich nicht kämmen oder schminken lassen. Die Filmcrew war ein wenig verzweifelt, da sie nicht die Bilder bekamen die sie wollten.  Wie sie es letztendlich gelöst haben weiß ich nicht, da ich mich dann um die Sängerin kümmern musste die inzwischen eingetroffen war.

Es war sehr schön und viele der Bewohner sangen aus Leibeskräften mit.

Um die Story von Schlüsselbund noch zu beenden: Es lag bei der A, im Wagen auf dem Rücksitz und waren auf den schwarzen Sitzen in der scharzen Hülse am Abend davor in der Dunkleheit wie unsichtbar.  Uff… ich habe sie wieder.

Die Generalprobe

Nicht die beste Nacht. Ich träumte viel Wust.

Am Morgen dann eine Reihe vom Mails und Telefonaten für die kommende Woche.

Aufbau des Schminktisches im Nebenraum des Festsaales  vom Altenheim. Ja das sieht jetzt nach viel aus, aber so schlimm ist das gar nicht.
Für den Spiegel muss ich irgendwann eine Alternative finden, denn er ist riesengroß und schwer wie Blei. Es gibt leichtere und kompaktere was sich aber nicht im Anschaffungspreis niederschlägt. Im Gegenteil. Sie sind noch teurer.

Ich half der A. die auch mit dabei ist noch ein wenig mit der Deko, denn die Sängerin kam erst später.

Die Generalprobe  verlief gut,  auch wenn wir alle einen Riesenschreck bekamen wegen eines anderen Zwischenfalls, von dem ich hier leider nicht berichten kann, da es zu vertraulich wäre. Aber es ging gottlob alles glatt.

Hinsichtlich der Deko, bin ich immer wieder baff, was die A. hinbekommt. Der Festsaal der Heimes in ein schlichter funktioneller Saal, der nach gar nichts aussieht. Zudem darf man keine Löcher in die Wände bohren oder Dinge am Boden befestigen kann.  Doch das was  die A. hier fertigbrachte ist schlichtweg genial. Das sieht jetzt so aus:

Morgen ein paar Fotos mehr davon.

Die ersten e-Roller & Mil a.s.b.l.

Ich hatte sie schon vor einigen Tagen gesichtet. Als ich dann die neue Bibliothek besichtigte, standen welche neben dem Eingang. Jetzt geht es also auch hier los. Stutzig machte mich jedoch dass ich keine Werbung dafür gesehen hatte und nichts davon in einer Zeitung zu lesen war.  Ich lud die App für die sogenannten Bird Roller. Ich wollte nämlich wissen wie viel dass der Spaß kosten würde.  Das erfährt man auch nicht bis ganz am Schluss bevor man den Deal abschließt. 1€ zum Entsperren des Rollers und 0,35€ für jede Folgeminute.  Zudem kann man immer nur Pakete kaufen von jeweils 10, 20 oder 30 €.  Bei 20 oder 30€ bekommt ein paar Entsperrungsgebühren geschenkt.
Ich finde das nicht sehr preisgünstig. Was kostet das denn anderswo?

Heute morgen im Radio hörte ich dass die Betreiber der e-Roller nicht einmal einen Antrag gestellt haben, ob man die Dinger auf Kirchberg (denn da stehen die meisten) aufstellen darf. Die Bürgermeisterin lässt das prüfen und wenn es nicht passt kommen sie weg. So in etwa war ihre Aussage.

Der “heute morgen” im vorigen Satz war übrigens wieder sehr früh, was ja seit ein paar Tagen, nachdem ich ja körperlich schon auf Winterzeit umgestellt habe, eine Qual für mich ist.  Ich musste die N. noch einmal zur Arbeit fahren. Allerdings kam sie mir heute strahlend mit nur mit einer Krücke entgegen, die sie nur zur Sicherheit nimmt.  Sie hat sich fest vorgenommen ab nächster Woche wieder Auto zu fahren, denn sie ist Abhängigkeit leid.
Es folgte das gleiche Spiel mit den Staus auf der Autobahn nach Esch, das ich schon das letzte mal hatte.
Ich setzte mich wieder in die kleine Café-ecke vom Supermarkt und wartete ein gute halbe Stunde bevor ich wieder zurück in die Stadt fuhr.

Und immer wenn ich daran denke bin ich heilfroh dass ich diesen ganzen Rushhours nicht mehr jeden Tag mitmachen muss, wie noch vor sieben Jahren als ich noch in der Alten Heimat wohnte.

Zurück in der Wohnung packte ich das Auto voll und fuhr nach Erpeldange in ein Altenheim für Demenzkranke.  Dieses Wochenende wird der Abend Kanner oh Kanner oh quel Bonheur stattfinden von der neu gegründeten  MIL a.s.b.l.
Mil ist der Vorname des Vaters der Präsidentin der 2012 mit Alzheimer diagnostiziert wurde.  MIL organisiert kulturelle Events die speziell für diese Menschen zugeschnitten ist.
Im Manifest von MIL a.s.b.l. steht:

Kultur ass de Motor vun eiser Gesellschaft. Kultur schwätzt Emotiounen un. Kultur verbënnt a schaaft schéi Momenter zesummen. Virun allem hunn ALL d’Mënschen – nom Artikel 27 vun der Mënscherechtsdeklaratioun – d’RECHT um kulturelle Liewen deelzehuelen. Grad dann, wann d’Fiedem zu Raum an Zäit lues a lues räissen, ka Kultur nees Brécke bauen an de System, an deem de Mënsch mat Demenz sech beweegt, stäerken. Wann d’Krankheet vu mengem Papp mech eppes geléiert huet, dann ass et, déi schéi Momenter, déi mer nach mateneen hunn, intensiv ze liewen. Mir musse just all en Effort maachen an eis drop aloossen.

Kultur ist der Motor unserer Gesellschaft, Kultur spricht Emotionen an. Kultur verbindet und schafft geminsame schöne Momente . Vor allem hat JEDER Mensch – nach dem Artikel 27 der Menschenrechtsdeklaration – das RECHT am kulturellen Leben teilzunehmen. Gerade dann wenn die Fäden von Raum und Zeit zu reißen beginnen, kann Kultur neue Brücken bauen in das dunkle System in dem sich der Mensch mit Demenz bewegt. Wenn die Krankheit meines Vates mich eines gelehrt hat dann, dass man die schönen Momente intensiv  leben, die man zusammen hat. Wir müssen uns nur die Mühe geben uns darauf einzulassen.

Das ganze Manifest (auf luxemburgisch) könnt ihr hier lesen.

Wir bauten den Festsaal völlig um für dem Abend mit Glitzer und Gold und roten Samtvorhängen. Ich richtete mich in einem Nebenraum ein.  Am späten Nachmittag fuhr ich zurück.

Und gegen Abend bot mir der Himmel über der Stadt folgendes Bild:

Frühstück, Bibliothek & Kino

Als der Wecker um 6:00 Uhr klingelte war das definitiv zu früh und ich hätte mich am liebsten noch einmal umgedreht und weiter geschlafen. Doch es half nichts. Ich musste raus da ich schon um 8:00 einen Termin in Saarbrücken hatte.

Der Termin war so früh weil ich für Mittag  für den Folgetermin schon wieder zurück sein musste, doch es blieb Zeit für ein gediegenes Frühstück im Alex quer gegenüber der Oper.

Und das übertraf meine Erwartungen voll und ganz. Wow!

Und plötzlich schien die Sonne:

Solche Momente muss man fix festhalten denn keine zehn Minuten später war es schon wieder vorbei.

Ein seltsames Ampelmännchen (oder Ampelbaby?) entdeckt:

Auf Weg zurück fuhr ich dann von einer fetten Regenschauer in die nächste, was auf der Autobahn nicht spaßig ist.

Und dann fiel der Mittagstermin aus, was mir sehr recht war. Ich hatte eh zuhause zu tun, was mir aber auch vereitelt wurde, da sich die Putzhilfe spontan angekündigt hatte. Ich entschied bei dem Sauwetter ins Kino zu gehen. Irgendwas läuft immer. Doch auf dem Weg entschied ich mich um und landete in der brandneuen Staatsbibliothek. Ich hatte vorgehabt sie am letzten Sonntag zum Tag der offenen Tür zu besichtigen, wenn mir nicht so elend gewesen wäre.

WOW! Das ganze Gebäude ist so konzipiert das es keine Begrenzung gibt, es ist alles weit und offen. Ich konnte nur Panofotos machen um das einzufangen.

Und dann entschied ich doch ins Kino zu gehen. Downton Abbey. Es war ein wenig kurz vor knapp und ich flitzte in den Saal in dem schon die Vorabwerbung lief, um dann bei Beginn des Films zu merken dass ich im falschen Saal saß. Bilder eines indischen Dorfes und der erste Name der im Vorspann erschien war Julian Moore. Na gut, wenn Julian Moore mitspielt kann es so schlecht nicht sein, dachte ich und ich blieb sitzen. Downton kann ich immer noch sehen.

After the Wedding ist ein Remake vom gleichnamigen dänischen Film von 2006.  Das scheint in letzter Zeit  die Masche von Julian Moore zu sein, denn der letzte Film den ich mit ihr sah, Gloria Bell, war auch schon ein Remake.  Und seltsamerweise ist die erste Einstellung von Moore auch wieder eine, in der sie im Auto sitzt und zur Radiomusik singt, ganau wie bei Gloria Bell.
Die Geschichte ist wenn man sie zusammenfasst etwas seicht, jedoch sehr intelligent erzählt, da sie ein paar unerwartete Wendungen nimmt. Moore spielt gut wie immer doch in einer Rolle die eigentlich wenig zu bieten hat. Die andere Hauptdarstellerin ist Michelle Williams.
Der Film wird keine sehr großen Spuren hinterlassen, leider.

Ein Trailer den ich vorab noch sah elektrisierte mich aber:

Was, werdet ihr fragen, sowas willst du du dir ansehen?
Ja, weil erstens Emma Thompson und zweitens Emma Thompson mit dem Akzent, also bitte… oder?
Zudem hat Thompson die Story selbst geschrieben.

Stau & Verstopfung

Das Foto beschreibt ganz gut den heutigen Tag.

Ich hatte der N. versprochen sie am Morgen zur Arbeit nach Esch zu fahren, da sie immer noch nicht selbst fahren kann wegen ihrem gebrochenen Fuß.

Da sie im Radio Stau auf allen Autobahnen gemeldet hatten in in Richtung Hauptstadt wegen Unfällen, und ich die langen Schlagen auf dem Hinweg sah, legte ich in Esch ein Kaffeepause bevor ich wieder ins Auto stieg. Das verhinderte aber nicht dass ich trotzdem im Stau stand.

Wieder zu hause packte ich all mein Zeug zusammen für ein Fotoshooting am frühen Nachmittag, das mir schon seit einer Weile auf dem Magen liegt, weil….ach lassen wir das.
Wahrscheinlich ist auch wetterbedingt dass seit meiner Rückkehr aus Lissabon so bäääh bin und mir alles auf den Senkel geht. Am liebsten möchte ich mit einem guten Buch unter der Bettdecke verkriechen.

Das Shooting ging besser als erwartet und es war ziemlich schnell durch. Anschließend fühlte ich mich wie wenn nach drei Tagen Verstopfung endlich alles losgeworden wäre… so luftig leicht.

Da die Fotos im Theater gemacht wurden und dort in einem anderen Saal eine Oper lief auf der drei Kolleginnen arbeiteten, blieb ich ein wenig länger um sie noch vor den Calls zu erwischen da ich alle drei lange nicht gesehen hatte. Es stellte sich heraus dass eine von ihnen Mitten im Stau stand wegen einer Demo der Bauern in Frankreich. Also blieb ich um einzuspringen wenn sie nicht bei Zeiten da wäre. Doch sie kam so kurz vor knapp und ich musste es nicht tun. Da es gar keine Umzüge während dem Stück gab, blieb uns Zeit genug um uns gegenseitig alle Schandtaten der letzten Zeit zu erzählen. Maskenbildner unter sich…
Ich machte jedoch beizeiten Schluss, weil ich wußte das ich am nächsten Tag sehr früh raus muss.

Ein Sonntag zum vergessen & Arbeitsmontag

Free-Photos / Pixabay

Am Sonntag strich ich alle Pläne und blieb den ganzen Tag Zuhause. Ich fühlte mich matt und schlapp als ob so etwas wie eine Erkältung aufziehen würde, die ich aber gar nicht gebrauchen kann, denn ich habe diese Woche zwei große Aufträge und ich muss topfit sein.

***

Am Montag ging es einigermaßen besser. Körperlich habe ich bereits auf Winterzeit umgestellt, ich wurde spät wach.  Oder hat sich der Körper nur den Schlaf geholt den er brauchte, weil es gestern so gar nichts ging?  Wir werden es nie erfahren.

Eine neugierige Meise auf dem Balkon gesehen, die nach  Fressbarem suchte. Ich dachte an Meisenknödel und das ich  die mal besorgen könnte. Doch weiß ich nicht ob ich überhaupt mit Vogelfüttern diesen Herbst und Winter anfangen soll.  Ich  werde, wenn es am nötigsten ist, für zwei Monate nicht hier sein.
Frage an meine Leser: Soll ich überhaupt beginnen?

Gegen Mittag ging es los. Eine Probe war vorverlegt worden und man hatte mir das nicht mitgeteilt. Also musste gleich von Null in den fünften Hang schalten und los.

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle etwas erklären was mein Job angeht. Ich muss nicht beständig bei den Proben für ein Theaterstück anwesend sein, doch brauche ich auch während dieser Zeit, meine Zeit um mit den Darstellern Dinge zu klären oder auszuprobieren. Ich mache das gerne am Anfang oder Schluss der Proben, dass niemand noch einmal extra wegen mir erscheinen muss, und die Probe nicht zu sehr durcheinanderbringt, es sei denn es geht nicht anders. Daher muss ich wie alle anderen über jede Änderung der Probenpläne in Kenntnis gesetzt werden und das ist häufig nicht der Fall.
So geschehen heute.

Am Abend die nächste Probe bei einer Laientruppe eine halbe Stunde Autofahrt aus der Stadt raus. Hier habe ich aber eine beratende Funktion und werde das Stück nicht während der ganz Vorstellungen betreuen.  Die erste Probe auf der eigentlichen Bühne. Das reinste Chaos, aber das ist normal. Das ist auch bei den Profis so, wenn es vom Probenraum auf die Bühne geht. Jeder muss sich neu zurechtfinden und alle haben den Text vergessen.

Sehr spät nach hause gekommen.

***

Ich werde immer wieder nach Schminktipps gefragt. Eine Frage die ganz besonders oft kommt ist, wie man Schlupflider schminkt. Die Antwort ist alles seitlich hoch- und rausziehen und über die Lidfalte mit den Lidschatten hinausgehen. Mit dem Eyeliner jedoch nicht.
Eine Youtuberin die das sehr anschaulich erklärt ist Alissa Ashley.   Auch in punkto Eyeliner gibt sie wertvolle Tipps. Bei Eyeliner, ganz besonders bei flüssigem, gilt jedoch wie vielen anderen Dingen im Leben auch: Üben, üben, üben.
Das Video ist fast eine halbe Stunde lang. Nehmt euch ein wenig Zeit dazu.

Samstag im Feinkostladen

Ich wurschtelte am Morgen lange in der Wohnung herum ohne wirkliches Ziel. Das Wetter draußen, war partout nicht einladend, auch nur einen Schritt vor die Tür zu tun.

Und dann so gegen 10:00 ging ich doch. Ich hatte Lust zu kochen, zu backen, und die Idee morgen eventuell einen gediegene Nachmittags Kaffee zu veranstalten. Da es das letzte Wochenende für lange Zeit sein wird, in den ich nicht arbeite, wäre es die perfekte Gelegenheit.

Ich traf die K. im Renert auf eine Tasse Kaffee und wir fuhren anschließend zu dem kleinen aber sehr feinen Feinkostladen ThymCitron im Bahnhofsviertel, den ich sehr vermisse, seitdem ich umgezogen bin. Der Laden hat so tolle Produkte und macht einfach glücklich allein beim durchschlendern.  Und wer das nicht nachvollziehen kann, dem empfehle ich

das kleine Video das im Laden gedreht wurde. Dann versteht ihr warum:

Gell?

Am Abend dann ein winzig kleiner Lichtblick:

***

Ich wusste nicht dass in meiner “Alten Heimat” Mufflons, die hier gar nicht ansässig sind, schon in den 90er Jahren ausgesetzt wurden und jetzt in einem bestimmten Waldabschnitt Überhand nehmen.  Es gab sie auch schon in den Wäldern des alten Großherzogs, der gerne auf die Jagd ging.  Mufflons sind in Sardinien und Korsika heimisch.
Die Herde in der alten Heimat ist  derart groß geworden dass der Wald Schaden nimmt.

Echternach: Waldschutz mit der Kugel (Text leider hinter einer Paywall)
Der Waldschutz mit der Kugel ist aber noch nicht vollzogen worden.

***

Ach ja, wir sind jetzt auch Papst Kardinal.
Jean-Claude Hollerich ist Kardianl

 

Zurück nach Luxemburg

Das ist alles ein bisschen zu viel in zu kurzer Zeit gewesen.
Aber gut, es war nicht zum letzten mal.

Am Morgen beschlossen wir nicht im Hotel zu frühstücken, da es zwar günstig war, aber der Kaffee ungenießbar und der Rest ließ auch zu wünschen übrig. Ein kleines Brunchrestaurant mit Namen Delydeluxe, nicht weit vom Hotel, war weitaus besser.

Es bringt übrigens nichts per App im voraus einzuchecken, denn es gibt in Lissabon keine Drop off Schalterfür die Koffer, was ein wenig ärgerlich ist denn man spart keine Zeit ein.

Aus unerfindlichen Gründen wurde der Flugraum für eine habe Stunde über Lissabon gesperrt und wir kamen erst später los.

In Luxemburg dann das trübe graue Nieselwetter…

 

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