Im Kino: Kota (Hen) & Rauch

Der erste Gedanke beim Aufwachen war, heute nicht schwimmen zu gehen. Der zweite Gedanke war, ‚Nein, es ist der letzte Tag, an dem es noch einmal klappt, also fahr hin!‘

Ich blieb aber nicht sehr lange. Daheim warteten noch ein paar Dinge im Kühlschrank die verzehrt werden wollten und am Nachmittag hatte ich eine Karte fürs Kino. Auf dem Programm ein UFO. Ich hatte die letzten Male im Kino den Trailer gesehen und war neugierig, wie man das verfilmt hatte. Eine Art Coming-of-Age Geschichte eine Art Road Movie von einem Huhn.

Die Story, die sich in Griechenland abspielt, ist mit ein paar wenigen Ausnahmen fast ganz aus der Sicht von dem Huhn erzählt. Als es dann nach mehreren Abendteuern bei bei einer seltsamen Familie landet, die ihre Finger in sehr schmutzigen Geschäften hat, wird die Story sehr bizarr. Sehenswert aber eben ein Ufo (Unbekanntes Film Objekt).

Als ich dann aus dem Kino kam war die Rauchwolke der Waldbrände aus der Eifel definitiv hier angekommen.

Ich weiß nicht ob man das sieht auf dem Bild, aber in der Stadt war es sehr diesig. Die Luft hing voll mit Rauchpartikel imd man roch es auch.

Kurze Zeit später erhielt ich dann auch eine LU-Alert SMS dass man die Fenster daheim schließen soll.

St. Feiertag

Prinzipiell sind mir Feiertage eigentlich schnurz. Vor allem dieser mitten im August. Er ist für mich völlig überflüssig, da er in eine Zeit fällt in der ich seltenst Dienstrunden habe, es sei denn es steht ein Sommerprojekt an. Und Projekte nehmen, egal zu welcher Jahreszeit, nie Rücksicht auf Feiertage. Klar verstehe ich alle die, die feste Arbeitstage und Zeiten haben und sich durch gutes Platzieren von Urlaubstagen dazwischen längere freie Zeiten am Stück haben. Ich kann das nicht. Wenn die Arbeit ansteht, muss sie erledigt werden.

Holunder
Hagebutten
Brombeeren
Weißdorn

Das alles befand sich um Umkreis von zwei Metern von meinem Liegeplatz am Baggersee. Ich schwamm mit zeitlichem Abstand drei große Runden und machte aber kurz vor 14:00 einen Abgang und fuhr heimwärts. Das schöne an der FKK Seite des Sees und ist, dass dort sehr viel weniger Menschen sind und auch wenn die andere Seite, so wie heute, krachend voll ist, ist es dort immer noch ruhig.

Das Auto hatte nicht im Schatten gestanden und innen herrschten schnuckelige 46°! Yeah! Ich muss nicht sagen dass das selbst mir zu heiß ist, oder?

Am Abend ging ich noch einmal ins Le Gléck und traf dort alte Bekannte, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte.

***

Da ich das immer nur so am Rande mitbekomme, sprich gar nicht, wenn ich nicht ab und an selbst nachsehe; es gibt einen neuen Beitrag von mir auf queer.lu. Als die Pride (in Luxemburg) noch ‚Gay mat‘ hieß. Es ist zugegeben eine vom Layout her etwas seltsame Aufgliederung, aber dafür bin ich nicht verantwortlich. Der Content zählt. Alles andere was ich über die Jahre hinweg für sie geschrieben habe gibt es hier.

Freitag mit fast 40°

Was macht man an einem Freitag vor einem Feiertag, der auf Samstag fällt? Richtig, man kauft fürs ganze Wochenende ein.

Zuerst aber das, was die letzten Wochen fast jeden Tag stattfand. Schwimmen. Es wird bis zum letzten Tag ausgenutzt, denn ich habe das dumpfe Gefühl dass nächste Woche Schluss damit ist. Die Wettervorhersage prophezeit Regen.

Ich hatte letztes Jahr fast an der gleichen Stelle ein ähnliches Foto gemacht. Und jetzt seid ihr dran. Was ist daran kurios?

Ein Kaffee in der Jugendherberge:

Im Anschluss fuhr ich nach Wickrange zum Grand Frais, in dem es brechend voll war. Da hatten wohl andere Leute wohl die gleiche Idee wie ich.

Für den Rest des Tages verdunkelte ich die Wohnung und blieb drinnen weil es heute nochmal fast 40° wurden. In der Wohnung waren es dann nur 28°.

Am Abend, als die Sonne untergegangen war, ging ich dann noch mal raus. Ich ging ins Le Gléck.

Ich blieb aber nicht allzu lange.

Schwimmen & Doku

5:00 hrs du mat, j‘ai des frissons…

Als ich kurz nach 5:00 erwachte hatte ich das Lied im Kopf. Ein bisschen sehr vorrausschaubar…

Meisterin Propper kam bereits heute, statt Freitag und das schon um 7:00, was mir nur recht war, denn am Nachmittag sollte Besuch bekommen eines Menschen den ich für einen Podcast eingeladen habe. Und da ich wie gewohnt der Putzhilfe im Weg bin, fuhr ich zeitig mit der D an den See.

Der Wald wird zusehends gelblicher.
Der Reiher war auch wieder da. Wenn die D mitkommt, ist er immer zur Stelle. Wenn ich allein dort bin, zeigt er sich nicht.

Es wurde noch einmal so richtig heiß, und daheim hatte ich Meisterin Proper gesagt, dass sie alles verbarrikadieren soll.

Am späten Nachmittag bekam ich dann Besuch für die Aufnahme eines Podcasts. Das war wieder einer, der richtig gut lief, und bei dem das Thema sehr viel Gesprächsstoff her gab. Er wird aber erst Anfang Oktober erscheinen. Wir haben also sehr gut vorgearbeitet, denn ab Oktober gehen die Dienstrunden wieder los und dann werde ich weniger Zeit dafür haben. 

Am Abend schaute ich mir eine Doku über das Bild „Nachwache“ von Rembrandt an, das eine regelrechte Kriminalgeschichte enthält.

Dazu wurde ein Film und eine Doku von Peter Greenaway gedreht. Besagte Doku sah ich mir an. Der Film schaue ich mir in den kommenden Tagen an.

Sonnenfinsternis

Ich war bereits kurz nach 5:00 Uhr wach. Schlafen ging einfach nicht mehr. Und dann sah ich das hier, und dann ging es erst recht nicht mehr:

Na gut, dann halt aufstehen.

Später dann:

Danach in Chalet:

Ein rote Beete Carpaccio

Wieder daheim musste ich mich erst eine Weile hinlegen, weil der Kopf nicht mehr wollte und leichte Kopfschmerzen bekam. Kein Wunder bei so wenig Schlaf. Eine gute Stunde später ging es wieder.

Ich musste für die Sonnenfinsternis nirgendwo hin fahren auf ein freies Feld. Ich bekam sie im dritten Stock auf den hinteren Balkon auch so geboten.

Ich klebte mir zu diesem Zweck fünf Sonnenclips zusammen, von all den alten Brillengestellen und damit konnte ich dann für wenige Augenblicke die Sonnenfinsternis beobachten. Als sie auf dem Höhepunkt war wurde auch das Licht seltsam fahl.

Ich versuchte mit dem Handy ein Foto zu machen indem ich die Blende so weit wie möglich schloss. Und es klappte!!!

Und wenn wir schon bei Himmelskörpern sind; Guten Abend, Venus:

Im Kino: Was Marielle weiß & Wiedersehen

Schwimmen in Weiher.

Von mir aus könnte das nahtlos so weitergehen. Ja, ich weiß dass das Wetter jetzt schon sehr viele Probleme mit sich bringt und noch viel Schlimmeres, wenn es nicht bald gründlich regnet. Aber ich kann nun mal einfach gut mit Sonne und Hitze.

Für den späten Nachmittag hatte der J. mich gefragt ob ich Lust hätte mit ins Kino zu gehen. Ja, klar, immer, gerne. Auf dem Programm: Was Marielle weiß. Ein Film der schon lange in Deutschland raus ist, aber halt jetzt erst hier läuft.

Marielle bekommt am letzten Schultag eine schallende Ohrfeige von ihrer besten Freundin verpasst. Seit diesem Vorfall kann sie in ihrem Kopf alles hören was ihre Eltern sagen…

Der J. meinte zu recht, nach dem Film, dass die Geschichte etwas sehr Perverses hat. Keine Lüge, kein Geheimnis bleibt unentdeckt. Einerseits verstehe ich worauf der Film hinaus will, andrerseits lässt er den Zuschauer ein wenig unbefriedigt zurück, weil noch sehr viel unentdeckt bleibt.

Nach der Vorstellung hatte ich Hunger:

Tartare de Boeuf, Frites, Salade aus der Osteria

Anschließend ging es noch auf einen letzten Espresso zum Renert. Zu meiner großen Überraschung war der G. wieder da. Ich freute mich richtig ihn wiederzusehen. Es ging ihm über Monate hinweg nicht gut, doch es geht wieder bergauf. Es gab sehr viel zu erzählen und es wurde später als geplant.

***

Tägliche Schreibanregung
Wenn dein Zukunfts-Ich dir einen einzigen Satz schicken könnte – was würdest du hoffen, dass darin steht?

Oh jeee! Das ist so, als ob ich eine Wahrsagerin fragen würde. Optimal wäre eine Antwort wie: „Alles wird gut. Du wirst ein langes, sorgenfreies Leben haben.“ Aber das wird nicht so sein. Das Schicksal wirft einem immer wieder Steine in den Weg. Die Kunst ist es dann diese so zu überwinden, mit alldem was man in seinem bisherigen Leben erfahren und gelernt hat, dass man möglichst keine bleibenden Schäden davonträgt.

Schwimmen & Malen

Eine Schwimmrunde, diesmal im See der Alten Heimat, den ich das ganze Wochenende nicht aufsuchen konnte, weil ich ja weg war. Aber es hätte auch, wenn ich da gewesen wäre, nicht geklappt, wegen dem hier.

Das Wasser war herrlich kühl, da es in den Nächten abkühlt. Die Schwimmrunde war wunderbar.

Im Auto gab es eine ‚Kein Mucks‘ Folge mit dem Titel: Memoiren eines Butlers. Herrlich altmodisch und herrlich schräg.

Am Nachmittag schnitt ich einen weiteren Podcast zusammen, den wir schon vor einer Weile aufgenommen hatten, und von dem ich nicht so ganz überzeugt war. Doch als ich ihn fertig geschnitten hatte, fand ich, dass er besser geworden ist als manch andere. Er wird in einer guten Woche online gehen.

Ich setzte mich auch hin und malte ein wenig, weil ich da etwas malen muss, was ich aber jetzt noch nicht zeigen kann. 

Ich fand ein rührendes Interview mit Tim Curry.

Lästiges & Schönes

Fangen wir mit dem Lästigen an. Morgens gegen 3:00 wurde ich wach durch ein piependes Geräusch. Es war der Rauchmelder. Alle 30 Sekunden ein mittelleises sehr hohes Piepen. Schlaftrunken stieg ich auf den Stuhl und nahm das Ding runter. Als ich ihn dann nach längerem Gefriemel aufhatte, sah ich dass er eine neue 9V Batterie brauchte, die ich natürlich nicht zur Hand hatte. Es ist das einzige Gerät im Haus das so eine blöde eckige Batterie hat und das habe ich nie auf Vorrat.

Zum Glück hatte ich mich nicht so sehr aufgeregt wie jetzt beim Schreiben, dass ich wieder einschlafen konnte.

Am Morgen eine Schwimmrunde:

Mit Schwänen.

Zudem sah ich eine wunderschöne Libelle

Am Abend gingen wir zu dritt in‘s Maison B. Ich hatte einen sehr köstlichen Burger, was sonst gar nicht so meine Gewohnheit ist. Abgelichtet habe ich ihn leider nicht, dafür aber das Dessert:

Eine Dame Blanche

Kurz nach 23:00 lag ich im Bett.

***

Die großartige Joan Rivers, die leider schon lange nicht mehr unter uns ist; Age sucks!

Landau & Wissembourg

Ich hatte erstaunlich gut geschlafen, war aber schon kurz nach 7:00 Uhr wach.

Ein Abstecher in die Innenstadt von Landau zum Wochenmarkt zeigte, dass dieser, wie bei uns auch, eher spärlich besetzt war, was mich aber stutzig machte, denn am Montag legen dort die Schulen wieder los.

Da dies alles etwas unbefriedigend war, fuhren wir eine halbe Stunde weiter ins Elasas nach Wissembourg oder auf Deutsch, Weissenburg. Andere machen Selfie Training, hier kann man sich in Postkartenidylle üben.

Das Gemeindehaus
Die Kirche von außen…
… und von innen.
Der Taufstein, der riesengroß ist und in denen die Menschen wahrscheinlich ganz abgetaucht wurden
Der Kreuzgang
Das ist ein sehr alter Nadelbaum, der vor einer Kapelle aus dem elften Jahrhundert steht.
Und damit er nicht rein wächst, hat man ihm alles an der hinteren Seite weggeschnitten.
Die romanische Kapelle von innen

Und hier begegnete mir der Heilige aus der Alten Heimat. Willibord.

Als wir genug gesehen hatten, taten wir die zweieinhalbstündige Rückreise an. Das waren zwei schöne Tage.

Ein Ausflug nach Landau in der Pfalz

Ich war sehr früh wach. So früh, dass es noch dunkel war. Die Tage sind merklich kürzer geworden.

Koffer packen:

In der Überschrift steht es bereits. Ich fuhr zusammen mit der D nach Landau in die Pfalz. Auf dem Programm, ein Theaterstück, die ich vor sehr sehr vielen Jahren einmal selbst bestritten hatte.

Oben: Der Löwe von Landau. Unten: Die D von Luxemburg.

Wir waren extra hingefahren für die Premiere der Dreigroschenoper als Freilicht Spektakel.

Wir hatten dafür extra Hotelzimmer gebucht, weil ich nicht noch einmal die zweieinhalb Stunden zurückfahren wollte. Neben dem Hotel befindet sich ein kleiner Bach, bei dem die D sich fragte, wo denn der Reiher bleibt, den wir sonst jedes Mal beim Schwimmen in der Alten Heimat sehen. Nach der Erkundung der Innenstadt, als wir zurück ins Hotel gingen, um uns umzuziehen, saß dann plötzlich wie auf Bestellung ein Reiher am Bach:

Wir hatten die Vorstellung mit Abendessen gebucht, weil es auch noch ein Vorspiel gab und es sollte spät werden. Da wir aber direkt bei Ankunft neben dem Hotel in einem sehr netten kleinen Frühstückscafé schon etwas vorab gegessen hatten plus die kleine Erkundung der Stadt, war die angebotenen Käseköpfle ein richtiger Klopper. Zudem war es „eine Spur“ zu warm für so ein Wintergericht.

Restaurant im Deutschen Tor

Anschließend gab es ein Vorspiel das uns an verschiedene Orte in Landau führte. Weil dort an öffentlichen Plätzen gespielt wurde, konnte ich ein paar Fotos machen…

Im eigentlichen Stück das später in einem Innenhof stattfand, ging es aber nicht mehr.

Es waren ungefähr zehn professionelle Schauspieler, der Rest wurde von Laiendarstellern gespielt.

Es war eine unglaubliche Performance, weil das Stück halt sehr lang ist und sehr viel Kraft und Konzentration abverlangt. Mecky Messer wurde hier übrigens von einer Frau gespielt. Wir blieben noch für den kleinen Umtrunk, der danach stattfand, und die B freute sich sehr, dass wir für die Premiere extra angereist waren.

Weit nach Mitternacht lagen wir im Bett im Hotel.

Es geht wieder los

Ein Foto noch von gestern. Ich will niemanden beunruhigen, der in nächster Nähe wohnt, aber es geht bald wieder los und das Datum rückt in großen Schritten näher. Die Fouer kommt.

Zu dem Zeitpunkt konnte man noch die rue de la Faiencerie hochfahren, sonst hätte ich das Foto nicht machen können. Und wenn der Trubel hier vorbei ist, möchte ich niemanden in München beunruhigen, aber knappe zehn Tage später geht das Oktoberfest los. Denn viele der Schausteller fahren von hier aus direkt nach Bayern.

***

Der Tag begann mit Temperaturen unter 20° und mir war es damit zu frisch, um schwimmen zu gehen.

Ich besann mich eines besseren und blieb daheim denn es gab genug zu tun. Es war zum einem großen Teil auch Unerverblogbares dabei, was bedeutet dass es beruflicher Natur war. Das klappte zwar alles wie am Schnürchen doch es fühlte sich seltsam an mich damit zu beschäftigen, weil es mich nur peripher betrifft und und es bis dahin noch soweit hin ist, dass mir das alles viel zu früh vorkam.

Am Abend keine weiteren Vorkommnisse, aber dafür gibt es morgen mehr zu berichten. 

Blätter im Wind

Ein Schwumm am Morgen.

Auf dem Rückweg vom See kam ein Windstoß und wirbelte jede Menge Blätter von zwei völlig ausgetrockneten Birken auf, was aber eher an einer Krankheit liegen wird, denn sie stehen so nah am Wasser dass es von der Trockenheit der letzten Wochen nicht kommen kann. Alle anderen Bäume rundherum sehen fit aus weil sie Wasser vom See bekommen.

Das hatte etwas arg herbstliches. Könnten wird das bitte noch eine Weile hinausschieben?

Wieder zurück ging setzte ich mich daheim hin und schnitt den nächsten Podcast zurecht. Er wird für die „rentrée“ erscheinen. Davor kommt aber noch ein weiterer, der auch „frisiert“ werden will, und nahm ihn mit der D am Nachmittag auf.

Zurück in die eigenen vier Wände konnte ich dann nicht mehr weil Meisterin Propper ausnahmsweise schon am Mittwoch kam. Ich setzte mich ins Renert auf die Terrasse und arbeitete dort weiter. Das Gefühl einen Podcast fertig zur Veröffentlichung zu haben ist immer wieder eine Art Glücksmoment.

Am Abend schaute ich aus einer Reihe von 3sat Kunst für die Ewigkeit die Folge über Edward Hopper an, von dem ich wusste dass er ein seltsamer Zeitgenosse war. Seine Ehe war nicht die glücklichste, aber wenn er seine Frau nicht gehabt hätte, wäre er wahrscheinlich nie so berühmt geworden. Mitte der 2000er Jahre gab es eine große Retrospektive über ihn in Köln zu sehen, wo all seine berühmtesten Bilder hingen, und die mich damals sehr beeindruckte. Noch heute wenn ich seine Bilder sehe, erkenne ich ihn ihnen eine Seite von mir, die ich mit Worten nicht zu beschreiben weiß. Es ist diese allumfassende Einsamkeit und Melancholie, die wohl jeder von uns in sich hat.

Neues Theme, Umfrage & Hêtre

Man sieht es, hier ist umgebaut worden. Das alte Theme hat einen Knacks, und stellte sich nicht mehr richtig dar. Im Hintergrund ist ja immer irgendwas, und ich bin in Handwerksarbeiten im Blog echt nicht gut. Ich bin für Content zuständig. Nicht später als am heutigen Morgen las ich in einem anderen Blog, dass dort ein Hackerangriff stattgefunden hat und so einiges flöten ging. Bei mir ist es aber wahrscheinlich irgendein Update das ich nicht gebacken kriege. Das neue Team gefällt mir so mittel, ich lasse es aber jetzt mal. Vielleicht muss ich mich einfach nur daran gewöhnen.

Ich startete eine Umfrage bei Mastodon:

Wenn ihr etwas dazu beitragen könnt oder wollt, meldet euch. Vielen Dank.

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Kommen wir zur Tagesberichterstattung, die für gestern und heute etwas spärlicher ausfällt.

Der Montag begann mit einer Schwimmrunde, die sich aber anstrengend anfühlte. Zudem war ich sehr müde, als ich dorthin fuhr. Genug geschlafen hatte ich nicht. Am Abend gab es dann endlich den langersehnten Regen, der auch hier bitter nötig ist, in Form eines kräftigen Gewitters.

Den Dienstag dann ließ sich langsam angehen, und strich die Schwimmrunde. Ich hatte genug am Rechner zu tun. Neues Layout im Blog, Podcast schneiden, und und und…

Am Nachmittag ging ich raus auf ein Eis. Ind dann fiel mir plötzlich ein, dass am Mittoch (also heute) der neue Podcast kommt, huch! Ich finalisierte fix die Shownotes und plante ihn für 8:00 Uhr, wie gehabt. Kleiner Spoiler; es ist unser Geburtstagspodcast. Ëmgefall an Ausgelaf wird ein Jahr alt!

Am Abend hatte ich seit einer gefühlten Ewigkeit eine Verabredung mit einer Schulfreundin aus längst vergangenen Zeiten, der E (oder L, je nachdem wie man‘s nimmt). Sie ist inzwischen in Luxemburg die Miss ESC. Wir hatten uns im Hêtre verabredet.

„Le Mur“ vom Museum neben den Hêtre hat ein neues Bild (Graffiti) bekommen:

Es ist eine der schönsten und ruhigsten Terrassen der Stadt, weil ein bisschen abseits, des Touristentrubel.

Zu essen gab ein Tartare und ein Tataki:

Eine letzten Absacker gab es noch im Gudde Weather, das zwar voll aber sehr chill war

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Das fand ich heute per Zufall wieder. Ich hatte schon länger vergeblich danach gesucht, weil ich weder den Titel noch den Namen des Musiker wusste. Ich mag das Lied gar nicht so sehr, aber das Video ist sehr schön und ein bisschen traurig.

Im Kino: De la Comédie-Française

Fangen gleich mal mit der Tagesfrage an:

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Wenn du nur einen einzigen Tipp geben dürftest, der das Leben verändert – welcher wäre das?

Die Antwort wird ein bisschen „Das Wort zum Sonntag“ werden.

Zu dieser Frage las ich anderen Blogs, dass sie gar keinen Ratschlag oder Tipp geben würden, weil sie selbst auch keine ungebetenen Ratschläge hören wollen. Aber hier wird ja explizit danach gefragt, also gebe ich ihn.

Dieser eine einzige Tipp, ist mir auch erst vor einem knappen Jahr bewusst geworden, als während einer Unterhaltung jemand zu mir sagte, dass ich mich selbst nicht sehr ernst nehmen würde. Ich nickte sofort mit dem Kopf und bejahte die Feststellung. Als ich später darüber nachdachte, verfestigte sich der Gedanke. Ich habe mich tatsächlich noch nie besonders ernst genommen und würde jedem raten, es auch zu tun. Es macht das Leben um vieles leichter. Ich finde, dass eine gesunde Portion Selbstironie auch eine Art von Demut ist, und die Selbstakzeptanz und Resilienz fördert.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. So gesehen, täten diejenigen die keinen ungebetenen Ratschläge wollen, gut daran, ihn zu befolgen!

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Kommen wir zur Tagesberichterstattung. Angedacht war dass ich den Sonntag schwimmlos verbringen würde. Doch als ich wieder so früh wach war, bereitete mir dieser Gedanke Unbehagen. Nicht schwimmen ist auch keine Lösung. Aber so ultra früh losfahren, wollte ich nicht. Also las ich erst mal was andere Blogs so geschrieben haben, beantworte die Tagesfrage und fuhr kurz nach 9:00 Uhr los.

Beim Weiher angekommen, merkte ich dann, dass es nicht der beste Plan gewesen ist, ausgerechnet dorthin zu fahren. Ich hatte vor ein paar Tagen schon sehr viel Zeug und Deko in der Ecke vom Beachvolley stehen sehen. Als ich dort ankam, lief die Musik bereits auf voller Lautstärke. Also wanderte ich einmal halb um den herum zum Naturisten Areal und ging dort ins Wasser.

Am späten Nachmittag ging ich ins Kino. Es war so heiß, dass man wirklich nicht viel anderes hätte tun können. Auf dem Programm, ein Film, den die D mir wärmstens empfohlen hatte. Nach eigener Aussage hätte sie gewiehert vor Lachen, was ich mir kaum vorstellen kann

De la Comédie Française ist ein Film übers Theater. Es geht um die Premiere von Macbeth in der Comedie française in Paris und wenn ihr euch den Trailer angeschaut habt, wisst ihr, dass sehr vieles schief geht. Toll daran ist, dass es alle Schauspieler sind, die tatsächlich an der Comédie française arbeiten. Und da es dort nicht anders zugeht als auch in anderen Theatern konnte ich sehr viele Umstände nachvollziehen. Ich denke sogar, dass es für mich der regelmäßig im Theater arbeitet, fast noch lustiger war als fürs normale Publikum. Ich habe schon lange nicht mehr so laut gelacht. Der Film dauert nur 1 Stunde 15 und ist eine herrlich kurzweiliges Vergnügen. 

Im Anschluss hatte die D zu sich in den Garten eingeladen für ein kleines Abendessen. Dort saßen wir dann zu dritt, bis es dunkel wurde.

Reiher & Turner in der Villa Vauban

Erstmal schwimmen. Sonst geht gar nichts. Mir graut es jetzt schon davor, wenn das Wetter wieder schlechter wird und ich nicht mehr gehen kann, aber bis dahin…

Wir hatten tierischen Besuch:

Am Nachmittag schaute ich mir endlich die Ausstellung der englischen Maler in der Villa Vauban an, die im 18. Jahrhundert ganz Europa bereisten um dort Landschaften zu malen. Turner von dem auch eine Reihe Bilder zu sehen sind, war während seiner Reisen zwei mal in Luxemburg und malte im Aquarell mehrfach den Bockfelsen und das heutige Plateau. Was aber andere seiner malenden Zeitgenossen mehr faszinierte, war die römische Säule im heutigen deutschen Igel, das damals noch zu Luxemburg gehörte.

Ich hatte mir die Säule irgendwann mal angesehen als ich an der Mosel vorbei auf dem Weg nach Trier war. Ich war felsenfest überzeugt, ich hätte damals Fotos davon im Blog gepostet, aber nein.

Die Ausstellung ist ein wenig enttäuschend, aber wahrscheinlich hatte ich mir zu viel erwartet. Ich saß noch eine ganze Weile im Park und schrieb hier ein Teil vor.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich daheim mit ein bisschen Wäsche und lesen.

Am Abend hatte ich einen Tisch in der Maison B reserviert.

Es gab ein köstliches Vitello Tonato…

… und als Nachtisch eine der besten Dame Blanche, die ich seit langem gegessen habe.

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Welche Fähigkeit hältst du für total basic, die die meisten Leute aber eigentlich gar nicht können?

Ein gute Frage, die ich Verlauf des Tages auch der D stellte. Sie meinte Kopfrechnen wäre so eine Fähigkeit. Ja, stimmt, ich bin da nicht sonderlich gut drin. Ich hingegen fand, dass es sich selbst frisieren ist. Ich kann das ja fast im Schlaf. Aber es gibt sehr viele Menschen, die beim eigenen Haare frisieren plötzlich zwei linke Hände haben.

Ich werde heiraten

Beim Schwimmen kommen der D und mir immer die „tollsten“ Ideen. So auch heute. Wenn ich heiraten werde, wird das niemand geringeres sein als Otto Schlünzel. Ihr könnt ja mal googeln wer das ist, er ist nämlich nicht unbekannt. Seinen Namen werde ich aber nicht annehmen, weil Joël Schlünzel…nein. Aber zumindest blieben die Initialen gleich. Eine andere „tolle“ Idee wäre die Eröffnung eines luxemburgischen Kibbuz im Baskenland. Ich schweife ab…

Wieder daheim machte ich mich weiter an das Schneiden des nächsten Podcastes. Er wird nächsten Mittwoch kommen und es wird unser Geburtstagspodcast. Ëmgefall an Ausgelaf wird ein Jahr alt und ich bin nicht unstolz. Da der Freitag aber auch Meisterin Propper Tag ist, und ich nicht von einer Ecke in die nächst der Wohnung ziehen wollte um dem Staubwedel zu entkommen, nahm ich das iPad mit ins Renert und machte das Editing dort.

Und wenn ich schon dort war, nahm ich auch gleich dem Mittagstisch in Anspruch. Fussilli Pesto:

Die Abendunterhaltung bestand auch einer Doku über die „Nachtwache“ von Rembrandt.
Und ich konnte mich erinnern dass Peter Greenaway vor etlichen Jahren auch einen abendfüllenden Film darüber gemacht hatte, den ich noch nie gesehen habe.

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Mit welcher fiktiven Figur kannst du dich am meisten identifizieren?

Eine Mischung aus Superman, Goofy und Betty Boob mit einem Schuß Charlie Brown und einer Prise Schweinchen Dick.

Im Kino: The Christophers

Pink Moon früh am Morgen.

Ich fuhr später los zum Schwimmen, weil ich zum Weiher fuhr und mir vorgenommen hatte, dass ich diesmal nicht das Getobe und Geschrei von hunderten von Kindern um mich herum haben will. Es gibt nämlich noch einen zweiten Eingang auf der anderen Seite des Weihers. Dort hat man direkten Zugang zum FKK Strand und auf der anderen Seite, das Hundeareal. Im FKK war es sehr ruhig (ich glaube, wir waren zu viert in dem großen Gelände) und ich genoss die Stille und die große Schwimmrunde.

Gegen Mittag zog ein Sturm auf, der nur dreieinhalb Tropfen Regen mit sich brachte, aber dafür gewaltige Windböen. Bevor es richtig los ging, saß ich bereits im Auto und fuhr zurück.

Am Abend ging ich ins Kino. Der Film lief schon in Deutschland im April und anderweitig kam er im Mai raus. Hier kam er erst jetzt. Der neue Steven Soderberg:

Die Hauptrolle des exzentrischen Malers ist dem großartigen Sir Ian McKellen auf den Leib geschrieben. Auch Michaela Coel, die sehr zurückhaltend spielt und mich durch die makellose Schönheit ihres Gesichtes zu Anfang verwirrte, und weil sie nur minimale Emotionen zeigt, ist sehr gut. Da die Geschichte auf mehreren Ebenen spielt (jeder der Protagonisten hat seine eigene, berechtigte Story) und prinzipiell ein Kammer Stück ist, (ich könnte mir das auch sehr gut als Theaterstück vorstellen), verließ ich nachdenklich das Kino. Ich musste erst ein paar Kritiken aus verlässlichen Quellen lesen, bevor mir klar wurde, was ich da gesehen hatte. Doch diese bestätigten mir das, was ich auch halbwegs dachte.

Am Ende geht es bei „The Christophers“ weniger um Fälschungen der Bilder, sondern um das „Durcharbeiten“ von Dingen, „bis sie abgeschlossen sind“. Zumindest ist das die Ausrede, die die gierige Erben verwenden, um die Einstellung von Lori (Michaela Coel) für einen extrem komplizierten Fälschungsjob zu rechtfertigen.

Dinge durcharbeiten bis sie abgeschlossen sind. Das ist ein Satz, mit dem ich etwas anfangen kann. Ein wunderschöner Film und streckenweise sehr lustig.

Servietten & Spinnennetz

Anstatt am Morgen Hektik aufkommen zu lassen, ließ sich es heute ruhig angehen. Angedacht war eine Schwimmrunde im Weiher und nicht im See. Da man dort Eintritt bezahlt, und der Weiher erst ab 10:00 Uhr geöffnet ist, fuhr ich dementsprechend erst später los.

Vorab wollte ich aber noch eine kleine Anschaffung von gestern zeigen:

Es sind zwei Stoffservietten, die ich im Mudam gefunden hatte. Sie passen wie die Faust aufs Auge zum Podcast Ëmgefall an Ausgelaf

Mittwoch ist Wochenmarkt Tag und ich hatte vor, noch vor dem Schwimmen, kurz zum Markt zu gehen, da sich mein Kühlschrank über einen Gemüse- und Obstmangel beklagte. Von dort aus fuhr ich fix zur D., die am Morgen ein sehr lästiges anderes Problem hatte und deswegen nicht mit zum Markt konnte, und holte sie zum Schwimmen ab.

Es wurde sehr heiß und ich war froh dass wir den Sonnenschirm angemietet hatten. Sie haben die Schirme alle ausgetauscht und es sind jetzt nur noch welche mit Plastikstroh. Die D machte ein Foto von mir weil sie ein „Spinnennetz“ in meiner Brille sah.

Im Chalet neben an gab es Mittagessen. Ich habe nur die Vorspeise abgelichtet und die war nicht schlecht:

Eine halbe Avocado, und im unteren Teil befanden sich Schrimps.

Wieder daheim machte ich mich an liegengebliebene Haushaltsdinge. Es war allerhöchste Eisenbahn. Vor allem weiße Hemden und T-Shirts gab ich den Vorrang, denn die müssen die nächsten heißen Tage herhalten.

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Auf dem Kanal Forgotten Britisch TV fand eine befremdliche Game Show, von der ich glaube, dass es sie auch einmal im deutschen Fernsehen gab. Cluedo, das bekannte Brettspiel gab es auch als Fernsehshow. Am seltsamsten fand ich, das Auflaufen der Gladiatoren sprich Verdächtigen .

Weniger Wolle & Mudam

Schwimmen. Es fiel mir schwerer als sonst die die Tage, um aufzustehen und loszufahren. Auch die Schwimmrunde selbst war körperlich anstrengender als sonst. Dadurch wurde sie kürzer.

Jedoch fühlte ich mich danach um einiges lebendiger.

Das Foto dient lediglich als Beweis für die Unmenge an Wolle auf dem Kopf. Denn im Anschluss ging es gleich wieder zurück unter die Dusche und zum Friseur. Resultat:

Die Wolle war weg, vor allem an den Seiten.

Nach ein paar Dumplings beschloss ich ins Mudam zu gehen. Ich war schon eine ganze Weile nicht mehr dort.

Ich wollte vor allem die extra fürs MUDAM kuratierte neue Ausstellung ‚Video Killed The Radio Star‘ sehen und die „Wolken“ und Textilarbeiten von Igshaan Adams. Es folgen Fotos.

Zuerst Adams:

Auf den Fotos kommt gar nicht richtig zur Geltung wie schön und vor allem wie gewaltig groß die Wandteppiche sind.

Im Kellergeschoss befand sich dann die Ausstellung Video Killed The Radio Star. Und bevor ich da weiter darüber schreibe schauen wir uns alle gemeinsam das Video an, das der Ausstellung ihren Namen gab:

Das Video läuft in Dauerschleife gleich am Anfang der Ausstellung. Man kommt nicht drumherum es mit heimlich mitzusingen.

Ein Satz der aus der Erklärung der Ausstellung sehr der mich flashte war folgender:

Video Killed the Radio Star schildert die 1980er Jahre als einen kulturellen Wendepunkt, in dem viele der heutigen Technologien, Spannungen und Sehnsüchte erstmals Form annahmen. Die Ausstellung gibt uns Anlass zu fragen, was von dieser Epoche geblieben ist und was davon unsere heutige, von Algorithmen geprägte Informationsgesellschaft beeinflusst, was davon unsere Internet-Intimität oder auch die Politik in der Post-Truth-Ära prägt, um zu verfolgen, wie die visuellen Codes und politischen Subtexte der 1980er Jahre intersektionale Lesarten der Postmoderne bestimmen.…

„Die Ausstellung gibt uns Anlass zu fragen, was von dieser Epoche geblieben ist…“

Die Musik!!! Immer noch!!! Es vergeht kein Tag an dem ich nicht irgendwo Musik aus den 80ern höre. Und mit ihr kommt die Nostalgie an eine Zeit, in der man das typische Zeug der 80er vor seinem geistigen Auge sieht und der Satz, „Die gute alte Zeit“ käme einem fast über die Lippen, wenn man es nicht besser wüsste. Das Gehirn blendet nur allzu gerne die bösen und schlechten Dinge der Vergangenheit aus. Die 80er, die heute so gerne verklärt werden, sind schön und grausam zugleich gewesen, genau wie die Jahrzehnte davor und danach. Es wird im nächsten queer.lu ein Text von kommen in den ich explizit auf ein Lied aus dieser Zeit eingehe und wie es mich geprägt hat.

***

Heute vor zehn Jahren zog ich für drei Wochen nach Berlin.

Apfelkuchen & Metz

Beim ersten Blick zum Fenster hinaus, war ich ein bisschen unschlüssig, ob ich wirklich schwimmen gehen sollte. Was mir nicht klar war, war, dass die D um 7:00 Uhr vor der Tür stand und klingelte. Huch! Ich wusste nicht mehr was ich mit ihr ausgemacht hatte. Na gut, dann auf jeden Fall in die alte Heimat, zu einer Schwimmrunde im See. Es wehte eine frische Brise, die es nicht einfach machte, uns überhaupt auszuziehen. Das Wasser war auch recht frisch, aber nach den ersten zehn Schwimmzügen, sehr angenehm, so sehr, dass ich nicht mehr raus wollte.

Wieder daheim über kam mich eine Idee zu etwas, dass ich schon lange nicht mehr gemacht hatte; Apfelkuchen!

Kurz vor Mittag rief die N an, und wir vereinbarten, dass ich den Kuchen mit zu ihr nehme, und dass wir einen Ausflug nach Metz machen würden. Für gewöhnlich fahre ich nur dorthin, wenn ich mir eine Ausstellung im Centre Pompidou ansehen will. An einem Montag wird es nicht funktionieren, da haben sie geschlossen.

Und während der Kuchen draußen auf dem Balkon abgekühlte, hüpfte ich unter die Dusche und machte mich ausgehfein. 

Bei der N angekommen, sah ich diese Minipetunien auf ihrer Terrasse, die ich herzallerliebst fand.

Wir machten einen Ausflug nach Metz.

Ich war schon lange nicht mehr in der Innenstadt von Metz gewesen. Sie ist wirklich sehenswert. Die letzten Male, als ich dort war, ging es immer gleich zum Centre Pompidou und das liegt etwas außerhalb. Ich erwarte zwei neue Comic Bände, die vielversprechend aussahen. Das einzige, was dann auch von Vorteil war, war, dass es Montag war. Es hatten sehr viele Geschäfte geschlossen.

Wieder zurück in den kleinen Häuschen der N, gab es dann jede Menge Apfelkuchen. Er war ausgesprochen lecker. Nicht so süß und die Äpfel hatten noch ein klein wenig Biss.

Kurz nach 7:00 Uhr fahr ich dann zurück.

Trauriger Sonntag

Irgendwo war ein Glas Cermant gestern wohl eines zu viel. Resultat: Ich erwachte mit Brummschädel. Er ging auch nicht weg, nachdem ich ausgiebig Wasser und Kaffee getrunken hatte. Ich musste mit einer Kopfschmerztablette nachhelfen. Merke: Cermant und Co. wirklich nur noch in mehr als angemessenen Grenzen. Das machte natürlich meine frühen Schwimmpläne zunichte.

Und dann las ich was am Abend davor in Berlin auf dem CSD passiert ist. Meine Timeline auf Mastodon und Bluesky überschlug sich regelrecht damit. Es machte mich sehr traurig. Das Schlimmste aber ist, dass dieser Anschlag sehr vielen, sehr verabscheuungswürdigen Menschen (und ihr wisst genau wen damit meine!) voll in die Karten spielt und die ihren Profit daraus ziehen werden. Es ist einfach nur zum kotzen…

Und damit war der Sonntag für mich gelaufen. Ich versuchte mich abzulenken mit lesen und adäquater Musik.

Aber den ganzen Tag zuhause bleiben wollte ich auch nicht. Also rappelte ich auf und ging ins Gléck.

Auf dem Weg dorthin hörte ich Musik von einer Band an die ich schon lange nicht mehr gedacht hatte; Deacon Blue. Ihr bekanntester Song, an den ich mich gut erinnern kann, weil er in einem Sommer im Radio und im Fernsehen rauf und runter lief, war Real Gone Kid. Wer so gar nichts mit der Gruppe anfangen kann, dem empfehle ich als Einstieg The Very Best Of Deacon Blue. (Spotify Link) Ihre Musik hat teilweise etwas sehr zeitloses.

Im Gléck entschied ich mich für ein kleines Abendessen auswärts. Aber wo genau? Der Chinese meines Vertrauens ist zur Zeit in Urlaub. Also gab es daheim das hier:

Briam

Eine sehr ausführliche Biografie über Barbara Stanwyck:

Ölteppich & Tiramisu

Perfektes Wetter für die perfekte Schwimmrunde. Das Wasser, so glatt wie ein Ölteppich.

Von dort aus ging es fix zum Wochenmarkt, wo ich alles eingekaufte, für ein Erdbeertiramisu. Auf dem Stand der Obst und Gemüse Frau bekam ich perfekte Erdbeeren, so schön, dass sie fast zu schade waren, um in einem Tiramisu zu versenkt zu werden. Ich kaufte auch noch zwei Saft Orangen, denn mit irgendetwas muss ich die Löffelbiskuits ja tränken. Dabei war ich überzeugt, dass ich noch Löffelbiskuits zu Hause hätte und kaufte keine. Dem war auch so, aber sie waren weit über das Verzehrdatum und rochen muffig. Also musste ich noch mal raus, diesmal aber nur zu dem kleinen Supermarkt um die Ecke. Die Grundcreme machte ich nach einem steinalten Rezept aus einem steinalten Magazin, für das Jamie Oliver sein Rezept vom Tiramisu beisteuerte. Der Unterschied bei dieser Creme ist, dass das Eiweiß nicht mit verwendet wird. Ich habe oft das Gefühl, dass es dann schlonzig wird. Als ich damit fertig war, war ich sehr unschlüssig, was ich als Decko oben drauf machen sollte. Kakaopuder hätte ich da gehabt, hätte auch zu den Erdbeeren gepasst, doch dann fiel mir die Snacktüte mit den gefriergetrockneten Erdbeeren ins Auge:

Und hier das Resultat.

Die getrockneten Erdbeeren zogen sich die Feuchtigkeit aus der Creme und waren dann nicht mehr knusprig. Das war aber nicht weiter schlimm. Wenn ich sie im trockenen Zustand hätte beibehalten wollen, dann hätte ich sie kurz vor Verzehr drauf geben müssen.

Es wurde ein sehr schöner Abend mit vielen lustigen Gesprächen und kurz nach Mitternacht war ich zu Hause.

Schwumm & Podcast

Schwimmen, am Morgen vertreibt und Sorgen. Und heute tat er richtig gut, denn das Wasser ist wieder um einige Grad kühler, und wenn man nach der Runde aus dem Wasser steigt, sind alle Lebensgeister quicklebendig.

Im Anschluss fuhr ich mit der D in ein kleines Dorf in der Mitte des Landes. Dort besuchten wir eine liebe Freundin, die uns versprochen hatte, dass sie bei uns im Podcast mitmachen würde. Mehr möchte ich noch nicht dazu verraten, der Podcast kommt erst Anfang September. Da sie seit einem knappen Jahr erst umgezogen ist, durften wir auch das neue Haus besichtigen, das wirklich sehr schön geworden ist. Sie hatte extra gekocht für uns und zu Mittagessen gab es Ratatouille, ein Gericht, dass ich morgens, mittags und abends kalt oder warm verspeisen könnte.

Wir fuhren zurück und daheim empfing mich Meisterin Proper mit Staubwedel und Co. Ich verzog mich auf den Balkon.

Am Abend war ich sehr unschlüssig, was ich machen wollte. Letztendlich blieb ich zu Hause, und lag recht früh in den Federn, obwohl ich lange nicht einschlafen konnte und dieses und jenes las.

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Tägliche Schreibanregung
Wenn du mit einer fiktiven Figur zu Abend essen könntest – wer wäre das?

Tarzan.

Autopfelge & afrikanisches Dinner

Ich war früh wach, ließ die Schwimmrunde jedoch ausfallen, da ich um 10:00 Uhr einen Termin für eine Wellness Kur mit dem Wägelchen gebucht hatte. Es wäre mit Schwimmen zeitlich sehr knapp geworden.

Also schrieb ich am Morgen das Posting von gestern fertig und fuhr im Anschluss nach Howald zum Car Protect Center. Es ist auch praktisch für mich da eine Straße weiter, die Tram alle fünf Minuten zurück in die Stadt fährt. Doch als ich dort ankam machte mir niemand die Barriere auf und der Ort schien sehr verlassen. Hä? Aber ich hatte den Termin telefonisch ausgemacht und es war die gleiche Stimme der Sekretärin wie immer. Nach einer kleinen intensiveren Recherche am Smartphone, fand ich heraus dass sie nach Wickrange ins Gridx Center umgezogen sind! Na gut, dann dorthin! Ich war schon leicht angepisst. Bis ich den Laden endlich gefunden hatte, im Erdgeschoss von dem monströsen Gebäude, war das Level der Angepisstheit noch einmal gestiegen. Ich gab das Auto ab und tröstete mich damit, dass ich bei der Gelegenheit mir den ganzen Komplex ansehen könnte. Denn von hier wieder zurück in die Stadt geht nicht. Es gibt sicherlich eine Busverbindung die dann aber durch jede Menge Dörfer gondelt. Ich fasste da schon den Entschluss, dass ich das letzte Mal im Car Protect Center gewesen bin. Ich werde mir jemand anderes suchen müssen, so zufrieden ich dort immer gewesen bin. Für mich ist es reine Zeitverschwendung so weit rauszufahren nur um den Wagen reinigen zu lassen.

Als ich mir dann das Gebäude von innen ansah fand ich einen gewaltigen Foodcourt, sehr edel und sehr menschenleer. Ich fand auch ein Klamottenladen der Kette Engelhorn, der riesengroß und genau so leer an Menschen war. Ich erstand ein neues Polohemd für den Rest des Sommers von Boss, das um 50% reduziert war. Im Engelhorn selbst war ein kleines Kaffee in das ich mich setzte und hier schon mal vorschrieb.

Insgesamt ist Gridx etwas für Autofreaks und besonders schön ist der Komplex auch nicht. Es sind hauptsächlich Auto Edelmarken und Zubehörläden vertreten und man muss schon suchen, denn das ganze Areal ist riesig. Es ist auch ein Delhaize dabei, nun ja, ich bin eh kein Fan der Supermarktkette. Als ich das Auto dann wieder abholte, staunte ich nicht schlecht über die Rechnung! Satte 40€ mehr als noch beim letzten Mal. Aber hallo! Tja, das war dann wohl wirklich zum letzten Mal!

Nach dem Morgen, der so gesehen für die Katz war, denn ich hatte vor gehabt mir die englischen Maler in der Villa Vauban zwischendurch anzusehen, fuhr ich wieder heim und werkelte ein bisschen im Haushalt.

Dafür freute ich mich aber umso mehr auf den Abend. Ich hatte einen Überraschungsgast für unser regelmäßiges/unregelmäßiges Treffen mit den Freundinnen aus den 90ern mitgebracht. Es wurde ein sehr schöner Abend in einem afrikanischen Restaurant, dem Odum, in dem ich noch nie war.

Für mich gab es Hühnchen mit einem leicht saueren Gemüse, was ich on der Art noch nie gegessen hatte.

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Eine kleine Notiz an mich selbst: Nie wieder Dalacin! Seit der Einnahme dieses Antibiotikums nach der Implantat OP, bis zum heutigen Tag, war mein Darm über vier Wochen völlig aus dem Takt, oder anders ausgedrückt, ich hatte knallhartenweichen Durchfall. Nun weiß ich aus Erfahrung, dass das immer passiert, wenn ich Antibiotika nehmen muss, aber nach dem Absetzen des Medikamentes (hier nach acht Tagen) , ist mein Darm binnen ein oder zwei Tagen auch wieder in Ordnung und nicht erst nach vier Wochen! Und ja, ich habe während der gesamten Zeit auch probiotische Pillen geschluckt UND zusätzlich Kohletabletten UND Luvos Heilerde Granulat.

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Ich wusste nicht, dass es die Serie Portrait Artist of the year, auch in Australien gibt. Und das hier war eine sehr emotionale finale Episode.

Kleine Fische & großes Set

Die Landschaft am See bekommt langsam etwas herbstliches. Es sind nicht nur die furztrockenen Wiesen, auch die Bäume haben leichte Verfärbungen. Und interessanterweise las ich nach den Schwimmen bei der Kaltmamsell, dass auch sie einen leichten Anflug von herbstlichen Gefühlen hat. Dabei haben wir erst Juli!

Ich war munterseelen allein am See für die Schwimmrunde. Die Enten und Schwäne schwammen anderweitig. Und das blieb auch so bis fast 10:00 Uhr.

An einem Abschnitt des Ufers, dort wo dir Algen dicht an dicht stehen, sah ich winzig kleine Fischlies daran nagen:

Die obligate Tasse Kaffee in der Jugendherberge strich vom Programm, ich weil ich noch zum Markt wollte. Ich kaufte nochmal alles für ein Briam ein. Den letzte den ich gemacht hatte, war super lecker geworden und schmeckte am Tag danach kalt auch ganz vorzüglich. (Der Link führt zum Video mit dem Kochrezept.)

Mittagessen gab gleich im Anschluss gab es in der Casa Gabriele. Ich hatte Lust auf Pasta. Zwischendurch schrieb ich schon mal hier vor.

Aus der Pasta wurde dann aber ein Vitello Tonnato, das ich schon ein gefühlte Ewigkeit nicht mehr hatte.

Am Abend gab es dann noch mal eine weitere Folge von Portrait Artist of the Year.

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Am 22. Juli 2003, also vor 23 Jahren arbeitete ich an dem größten Filmset, das je in Luxemburg gebaut wurde. Es sah aus wie Venedig und es war um einiges einfacher dort zu drehen als in der richtigen Lagunenstadt, weil nichts abgesperrt werden musste. Der eigentliche Film für den das Set gebaut worden war, war schon lange abgedreht, aber man behielt es, weil es sich für andere Filme sehr gut eignete. Es war eine große Hollywood Produktion, die 2003 kurz zu Gast war.

Das Set gibt es schon lange nicht mehr.

Im Museum: Berthe Brincour

So, auf ein Neues! Ich gebe der Jetpack App heute eine letzte Chance. Es ist seit einer Woche jeden Morgen das gleiche Spiel. Sie lädt die Beiträge nicht hoch und ich muss über den Code Editor jedesmal ein Copy/Paste in den Browser machen. Das Zwischenspeichern auf dem Server geht übriges auch nicht mehr. Es nervt.

Der neue Podcast ist da! Es geht im den Film The Odyssey den die D und ich uns letzte Woche angesehen haben.

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Am Nachmittag ging ich ins Museum am Fischmarkt und schaute eine neue Ausstellung der wenig bekannten luxemburger Künstlerin Berthe Brincour (1879-1947) an. Die letzte Ausstellung von ihr fand vor 80 Jahren statt, seitdem wurden ihre Werke fast gar nicht mehr gezeigt. Kein Wunder also wenn ich nichts von ihr wusste. In ihrem Nachlass verfügte sie, dass alle ihre Werke an den luxemburger Staat gehen sollten. Und erst jetzt sind sie in einer Retrospektive zu sehen. Die Anzahl der Werke ist nicht sonderlich groß und wissen tut man auch nicht sehr viel über sie. Sie war eine der seltenen Frauen die in München an einer Kunstschule war. Das war nur möglich weil sie aus einer wohlhabenden Familie der oberen Gesellschaftsschicht kam. Sie malte Landschaften, Stillleben, aber auch Aktzeichnungen. Und davon gab es eine, die so anders war als das was man sonst zu der Zeit malte, dass sie mir direkt ins Auge sprang.

Das würde ich mir daheim sofort an die Wand hängen zumal es großformatig ist.

Selbstporträt

Auch ihre Portraits haben etwas sehr eigenes. Eine Malerin, die schon viel früher hätte zu Ehren kommen sollen. Auch wenn es nicht sehr viele Bilder von ihr gibt, ein Besuch ist die Ausstellung allemal wert.

Im Anschluss saß ich noch eine Weile auf der Terrasse des Vis-à-vis und las in dem Ausstellungskatalog, den ich mir gekauft hatte. Ich begegnete einer Bekannten, die ich letzte Woche auf der Geburtstagsfeier gesehen hatte. Sie kam aus einer Boutique, die gleich nebenan in einer kleinen Galerie mit Geschäften ist, wo ich oft dran vorbeigehe. Aber durch die Galerie selber gehe ich nie. Diese Boutique wird von einer meinen Ex-Kolleginnen geführt mit der ich vor drei Jahren noch zusammen in der Kultursendung war. Großes Hallo, als ich dort ankam. Wir hatten uns volle drei Jahre lang nicht gesehen und es gab sehr sehr viel zu erzählen. Ich versprach ihr, dass ich nun öfters vorbeikommen werde.

Wieder daheim, schaute ich mir noch eine Folge von Portrait Artist of the Year an, diesmal mit Brian Cox und lag sehr bald in den Federn.

Rascheln & Eis

Am Morgen durch heftiges Geraschel auf dem Balkon wach geworden und das ziemlich früh. Mein erster Gedanke war, dass ein Rabe sich an der blauen Tüte mit dem Wertstoffmüll zu schaffen machte. Ich sprang sofort auf und schaute nach. Aber nein, es war der Nachbar unter mir, der seine eigenen Tüten hinunterwuchtete, damit sie abgeholt werden. So gesehen war das frühe Aufwachen nicht schlecht, denn ich brachte meine Tüte dann auch gleich vor die Tür.

Ich ließ die frühe Schwimmrunde heute aus. Es gab noch einiges für den nächsten Podcast zu tun, und ich wollte das unbedingt fertig haben. Ich schnitt ihn fertig zurecht, schnipselte alle Öööh‘s, Äääh‘s und Versprecher raus und lud ihn hoch.

Gegen 9:30 Uhr fuhr ich dann doch los, aber diesmal zum Weiher für eine Schwimmrunde.

Es ist definitiv anderes im Weiher als im See. Auch die Schwimmbewegungen fühlen sich anders an, irgendwie weicher.

Wieder zurück, machte ich erst ein Nickerchen, und dann bereitete ich die Eiscreme zu. Ich hatte für den Abend ein Pistazieneis versprochen. Vom griechischen Händler vom Markt hatte ich noch ein 250 Gramm Glas ungesalzene Pistaziencreme, die ich in die selbsthergestellte englische Creme gab und mit dem Mixstab pürierte. Nach dem Abkühlen ging sie in die Eismaschine.

Das Resultat ist immer wieder spektakulär cremig, was kein Wunder ist bei dem Ölgehalt der Nüsse.

Am Abend war ich eingeladen und nahm das Eis mit, das ich zu diesem Zweck im Tiefkühler im Deep Freeze Modus extra hatte fester werden lassen. Der Modus ist gedacht um selbst Dinge schnell einzufrieren, und er kühlt dann runter bis auf -32°. Für gewöhnlich mache ich das nicht, aber hier war es praktisch, weil ich das Eis ja mitnehmen musste. In der Tiefkühltasche hielt es dann einwandfrei bis zur Ankunft.

Gegen 23:00 war ich dann zurück.

Sonntag

Das Lied des Tages gleich mal vorneweg…

… und das kam so. Da ich die letzten Tage auch wieder mehr male, schaue ich mir auch ab und an Shorts an, um andere Inspirationen zu bekommen oder auch andere Techniken zu sehen. Eine davon hatte einen Gitarrensound, der mich sehr an dieses Lied erinnerte. Und es kam, wie es kommen musste. Ich hatte das Lied im Kopf und wurde es nicht los. Das einzige was hilft, ist es mir intensiv und mit voller Konzentration einmal anhören. Nur dann geht es auch langsam wieder weg. Zu dem Lied selbst gibt es auch ein schönes Video in dem George erklärt, wie es entstanden ist.

Aber mit dem Lied kamen auch andere Dinge hoch, sehr traurige Erinnerungen, die tief vergraben waren, an Menschen, die, so wie George Michael, schon sehr lange nicht mehr da sind. Drei Menschen die viel zu früh aus dem Leben gerissen wurden, mit denen ich am Abend davor noch gefeiert hatte, und am Tag danach waren sie nicht mehr da. Ich kann mich nur noch verschwommen an ihre Gesichter erinnern…

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Aber Gott sei Dank war der ganze Tag nicht so melancholisch. Er fing an mit einer Schwimmrunde, wie fast alle anderen Tage davor auch.

Ich versuche immer wieder neue Eindrücke des Sees mit seiner wunderschönen Landschaft abzulichten.

Am Sonntagmorgen war es empfindlich kalt draußen. Knappe 14°. Das waren fast 20° weniger als noch ein paar Tage davor. Ich schlüpfte in Windeseile aus den Klamotten und stieg sofort ins Wasser, das immer noch sehr aufgeheizt war und wesentlich wärmer als die Außentemperatur. Das brachte wieder mit sich, dass ich nach der Schwimmrunde, die ich um einiges verlängert hatte, nicht mehr raus wollte. Ich schwamm ein bisschen nach links ein bisschen nach rechts, legte mich auf den Rücken, schwamm noch mal zu dem Außensteg hin und wieder zurück, bis ich mir endlich einen Ruck gab.

Am Abend war ich zu einem Abendessen eingeladen, das aber aus Gründen im letzten Moment umgelegt wurde und bei mir zu Hause stattfand. Über die Gründe mag ich nicht reden, weil sie mich nicht betreffen. Doch ich glaube, dass in den nächsten Wochen und Monaten in meinem nahen Umfeld große Veränderungen stattfinden werden.

Ganz großes Kino

Falls jemand wissen möchte, was ich morgens so anhabe, wenn ich zur Schwimmrunde fahre, siehe Foto. Bei dem Look dachte ich, dass weiße Kniestrümpfe und Adiletten ganz gut passen würden, bis mir einfiel, dass ich überhaupt keine Adiletten habe… und weiße Kniestrümpfe auch nicht. Sind das absolute Must-haves, die jeder in seinem Kleiderschrank haben sollte? (Nicht antworten!)

Und dann erlebten die D und ich eine Premiere. Schwimmen im Nebel. Es war sagenhaft, ja fast irreal und ganz großes Kino!

Das Wasser war wärmer als die Außentemperatur, was genial war und ich wollte nicht mehr aus dem Wasser raus.

Anschließend fuhren wir zurück zum Wochenmarkt und kauften alles ein für ein Briam, den wir morgen machen werden.

Ich fand eine wunderschöne Doku auf ARTE, die noch einmal hochgeladen wurde, die ich das erste Mal verpasst hatte. Es geht um die Ghibli Studios und Hayao Miyazaki.

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Welche veraltete Technik vermisst du am meisten – und warum?

Eine Stereokompaktanlage mit Plattenspieler und Kassettenrekorder. Und die Tatsache, dass wir über Stunden hinweg daneben saßen und Mixtapes für Freunde aufgenommen haben. Wenn das keine Liebe und Freundschaftsbekundung war, dann weiß ich auch nicht.

Virton & Postkarten

Ich war in der Nacht kurz vor 4:00 Uhr wach geworden, wegen Blitz und Donner. Ich hatte am Abend davor sämtliche Balkontüren, von der Küche, vom Schlafzimmer und vom Gästezimmer aufgelassen, damit endlich ein bisschen kältere Luft in die heiße Wohnung ziehen sollte. Ich stand eine Weile auf dem Balkon und sah mir die Blitzlichter an, die bisweilen so hell waren, dass sie mich blendeten. Der Donnergroll folgte aber erst viel später, so dass ich annehmen musste, dass das eigentliche Gewitter über den Norden Luxemburg und Belgien zog. Ich hatte mal ein Video von einem ähnlichen Unwtter gemacht:

Doch keine Stunde später kam das richtige Unwetter, und es goss wie aus Kübeln.

Mit dem Schlafen war es vorbei, also konnte ich auch aufstehen. Und wieder einmal hatte die Jetpack App diesen seltsamen Schluckauf. Er verband sich nicht richtig mit dem Server und ich musste wieder Abschnitt für Abschnitt in den Browser kopieren, um den Beitrag hochzuladen.

Die morgendliche Schwimmrunde hatten die D und ich in weiser Voraussicht gestrichen. Zudem hatten wir etwas anderes vor. Wir fuhren nach Virton.

Es ist eine kleine Stadt in Belgien, deren Name ich immer ein bisschen verunglimpfe. So sage ich absichtlich immer Louis Virton, anstatt Vuitton. Eine, wie ich finde, angemessene Despektierlichkeit, die den überteuerten Taschen gut zu Gesicht steht. In Luxemburg ist diese kleine Stadt vor allem bekannt für ein Internat, das meine Eltern auch für mich einen Moment lang in Betracht zogen. Dort waren immer viele Luxemburger untergebracht. Doch ich landete schließlich in einem anderen Internat. Ob es diese Institut noch immer gibt weiß ich nicht.

In Virton dann kamen wir in ein kleines Hotel, das in einer Villa untergebracht ist. Die Villa O. Und Oh! ist das was einem dort als erstes in des Sinn kommt, wenn man reinkommt (siehe Fotos von ihrer Homepage). Es sieht fabelhaft aus. Ich selbst habe keine Fotos gemacht.

Dort nahmen wir den Podcast auf der in drei Wochen erscheinen wird. Ich denke er ist ganz gut geworden.

Wieder zurück gönnten wir uns ein Mittagessen in der Maison B.

Oben: Graved Lachs mit rohem Gemüse/ Unten: Poularde.

Im Anschluss fuhr ich noch ins Renert weil Meisterin Propper daheim bereits angetreten war, und ich dann nicht in Ruhe arbeiten kann. Um dort nicht ewige Stunden zu verbringen, schaute ich auch kurz im Rainbow Center vorbei.

Ich schaute mir aber auch die neue alljährliche Fotoausstellung der Fotothek an, die dieses Jahr vom Thema her wirklich gelungen ist: More than a Postcard

Aus dem Begleittext: Seit dem 19. Jahrhundert etabliert sich Luxemburg als eine faszinierende Reiseziel. Die Fotothek der Stadt Luxemburg verfolgt diese Spuren in Bildern: von der Ankunft bis zum Bummel durch die Stadt, von der Entdeckung der Sehenswürdigkeiten bis hin zur Entspannung und Beobachtung, bis zur Suche nach dem perfekten Foto oder dem Schreiben von Postkarten. Die Fotografien sind nicht nur Zeugnisse klassischer touristischen Aktivitäten; sie spiegeln auch die Veränderungen der Stadt und ihrer Besucher wider. Während im 19. Jahrhundert ausländische Besucher noch selten waren, ermöglicht die schrittweise Einführung des bezahlten Urlaubs in den europäischen Ländern zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr Menschen das Reisen.

Leider hatte ich völlig verpasst Fotos zu machen, weil ich total fasziniert war, doch das hole ich die nächsten Tage nach.