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Fressen, Kunst und Puderquaste

Guten Morgen Erkältung

Und ich lese bei anderem Bloggern wie die Erkältung sich langsam einschleicht oder schon so richtig Besitz von ihnen ergriffen hat. Und zack, geht es auch bei mir los.

Schüttelfrost und endlose Nieser am Morgen…
Ich wollte eigentlich zur morgendlichen Probe um das Stück das nächste Woche Premiere hat ganz in einem Durchlauf zu sehen. Doch ich lies die letzte Gelegenheit sausen und blieb im Bett. Warme Bettflasche,heißen Tee, Heizung hochdrehen, heißes Bad und Lemsip halfen. Es kam mir vor als ob ich mit mehreren Kanonen auf einen Spatz schießen würde. Doch es half. Ich schlief noch einmal für ein paar Stunden ein erwachte als ob nichts gewesen wäre.

Am späten Nachmittag zog ich dann los weil das Wetter besser geworden war und ich brauchte noch ein paar kleine Dinge für den Haushalt.

Ich setzte mich kurz im Renert auf die Terrasse und genoss die paar Sonnenstrahlen.

Auf dem Heimweg machte ich einen Umweg durch den Villa Louvigny Park.

 

Es ist schon sehr herbstlich hier.

Abends dann noch zwei Folgen der Doom Patrol.

Das neue Schlüsseletui

Ausgeschlafen! Herrlich!

Tristes trübes Wetter. Keine Sonne.

Da ich erst am Abend eine Besprechung und ein Dinner hatte konnte ich den Tag etwas ruhiger angehen.

So sah das Schlüsseletui schon seit einer ganzen Weile aus und es war nur noch eine Frage der Zeit bis er sich in seine Bestandteile auflösen würde. Zudem gaben die Häkchen oben schon mehrfach nach und es hatten sich schon Schlüssel verselbstständigt, dich aber glücklicherweise sofort wiederfand.
Es musste ein neues her.
Ob ich das Alte wegwerfe ist noch nicht so ganz klar, da es das Etui meiner Tante war,  indem auch sie immer die Schlüssel der Wohnung hatte…

Die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht. In Luxemburg hätte ich ad hoc nicht gewusst wo ich ein neues herbekomme, es sei denn ich hätte in den Markenläden wie Longchamp oder Tumi und dergleichen gesucht. Tatsache ist dass in es Luxemburg an einem Kaufhaus wie Karstadt oder Kaufhof mangelt, da die kleinen Läden schließen weil sie die Mieten nicht zahlen können und stattdessen große Markenketten sich dort breit machen.
Nicht wirklich etwas neues, die Gentrifizierung macht auch vor Luxemburg nicht halt.

 

 

Also kaufte ich  Internet. Von Teemzone.  Überzeugt hat mich vor allem der Umstand dass ich es notfalls auch als Geldbeutel gebrauchen kann da zwei bis drei Karten hineinpassen sowie Kleingeld und Scheine. Sehr praktisch wenn ich abends ausgehe und nicht tonnenweise Zeug in den Hosentaschen haben will.   Zudem scheint es sehr stabil verarbeitet zu sein.

Am Abend dann eine Besprechung der Wohnungseigentümer unseres Hauses, bei der ich meine Anwesenheit sehr in Frage stellte. Nicht dass ich nicht erwünscht gewesen wäre, aber alles was angesprochen und diskutiert wurde tangierte mich sowas von peripher…

Dann ab ins Rooftop das, weil die Besprechung in Bertrange stattfand, mich einmal quer durch die Stadt fahren ließ.  Dabei stellte ich wieder fest dass der Verkehr in der Stadt seit ein paar Tagen noch schlimmer geworden ist, weil neben den Baustellen für die Tram, drumherum noch mehrere Löcher gebuddelt werden, und ein paar kleinere wichtige Umgehungsstraßen auch gesperrt sind. Zudem war das belgische Königspaar nicht nur einen Tag sondern drei!!! Tage lang hier was ebenfalls immer wieder zu stundenlangen Sperrungen von Straßen führte.

Ich hatte die D., die M, und die V. schon lange nicht mehr gesehen. Großes Hallo. Zu essen gab zum ersten Mal in dieser Herbst/Winter Raclette, das ja die Spezialität vom Rooftop für die kalten Tage ist.

***

Ich berichtete vor ein paar Tagen über die E-Roller die jetzt auch hier in der Stadt  Kirchbergviertel herumstehen.
Das Vergnügen war von kurzer Dauer.
E-​​Scooter verschwinden wieder aus der Hauptstadt

 

Gerenne & Proben

flo222 / Pixabay

Und wieder in aller Herrgottfrühe auf.

Termin um 10:00 in Saarbrücken. Dabei ein paar sehr interessante Dinge über die Maskenbildnerwelt in Deutschland erfahren, u. a. auch Tarife die in anderen großen deutschen Städten als brutto Tagessatz bezahlt werden. Vor allem in Berlin ist das sehr happig.  Ich muss ja schon in Luxemburg kämpfen, aber mit dem Tarif den man in Deutschland zahlt könnte ich hier nicht überleben.

Ein schnelles Mittagessen mit der B. und dann ging es auch schon zurück zur nächsten Probe von einem luxemburgischen Stück.  Ein interessantes Stück über das ich in den nächsten Tagen mehr berichten kann.

Ich war beizeiten zu hause und ließ den Tag gemütlich ausklingen.

Vor ein paar Tagen schon hatte ich eine Serie auf Amazon Prime angefangen. The Doom Patrol ist eine recht schräge DC Serie von ein paar Anti Superhelden, die alle weitgehend ihre Kräfte noch nicht im Griff haben. Der Unterschied hier zu anderen Serien ist, dass  Warner Bros. daran beteiligt und viel Geld hineingeflossen ist und das sieht man auch.  Inzwischen bin ich bei der vierten Folge und es wird immer skurriler aber nicht langweilig.

 

Zwischen Arbeit und Stau

Ein regnerischer Tag.

Den ganzen Vormittag vor dem Rechner gesessen und vieles abgearbeitet,  was keinen Aufschub mehr duldete.

Am Nachmittag versucht über verschlungene Pfade aus der Stadt rauszukommen, was fast unmöglich war. Das belgische Königspaar war auf offizieller Staatsvisite in Luxemburg (wobei ich nicht so richtig verstehe warum) und es waren immer wieder Straßen gesperrt  zusätzlich zu den Baustellen und ich brauchte fast eine Stunde, wo ich sonst 30 Minuten brauche. Ich landete dann doch kurz vor knapp in der Probe. Die Probe selbst verlief auch ohne Zwischenfall und kam sogar früher raus als geplant.

Anschließend fuhr ich noch zu der A. die mir von ihrem Tag erzählte und ich von meinem.
Und Pablo schlief  den Schlaf der Gerechten:

Shopping, Lesung & Meeting

Gleich am am Morgen machte ich eine größere Schoppingtour für die Laientruppe die Ende dieser Woche ihre Premiere hat. Da ich das zusammen mit einer Person der Laientruppe machte, und ich nicht stundenlang unterwegs sein wollte, suchte ich ein Friseurbedarfladen und ein Sephora aus die nahe beieinander lagen.
Bei der Gelegenheit fuhr ich zum ersten mal in die neue Shoppingmall  Cloche d’Or.
Meine Aversion gegen diese bombastischen Einkaufszentren ist ja nicht neu und ab einer bestimmten Größe meide ich sie. Die einzigen dieser Art die ich betreten kann, sind Auchan Kirchberg und die Concorde, weil sie noch überschaubar sind.
Es war wie zu erwarten. Die Mall ist gewaltig und man läuft sich die Füße wund bis man das gefunden hat was man sucht.

Da es kurz vor Mittag war speisten wir dort bei Namur.

Nicht sehr schön finde ich dass man man die Decken offengelassen hat und das ganze Durcheinander an Kabel und Rohren sieht. Das macht es leichter für spätere Reparaturen, aber es ist auch ein Staubfänger und in ein paar Jahren wird das gruselig aussehen.

Am Nachmittag dann eine erste Leseprobe von einem englischen Stück das im November auf die Bühne kommt.

Am Abend eine recht lange Besprechung vom Künstlerkollektiv.

Mir rauchte der Kopf. So viel Ba bla an einem Tag ist anstrengend. Als ich Zuhause aufs Bett fiel schlief ich sofort ein.

Ein Dämpfer & ein Erfolg

Es bleibt noch zu berichten vom Vorabend, dass die ganze Truppe vom Konzert noch ein “wenig” gefeiert hat. Einer der Musiker hatte am gleichen Abend noch mehrere Auftritte  im Rahmen der “Nuit des Musées” und mache spekulierten noch hinzugehen,  Doch alle bleiben im Rooftop hängen.
Ich verabschiedete mich jedoch beizeiten, denn am Sonntag sollte ja das zweite Konzert im Heim sein.

***

Ich war also wieder gegen 9:00 im Heim und verschönerte noch einmal ein paar Bewohner. Am Tag davor hatte das wunderbar geklappt. Doch mit der ersten Bewohnerin kassierte ich gleich einen gewaltigen Dämpfer.
Die Bewohnerin war nur zwei Jahre älter als ich und litt am, Korsakov Syndrom. Später erfuhr ich dass sie per Gerichtsbeschluss ins Heim eingewiesen wurde.
“Nein, ich will nicht geschminkt werden!”,sagte sie laut und patzig.
“Na gut, das brauchen Sie auch nicht, aber die Haare werde ich Ihnen föhnen, die sind noch feucht.”
Das ließ sie sie dann auch geschehen.  Und während ich ihr die Haare trocknete kamen immer wieder die gleichen Sätze.
“Ich will den Arzt sprechen!”
“Ich glaube nicht dass der heute kommt, es ist Sonntag!, antwortete ich.
“Ich will ihn HEUTE noch sehen!”
“Der kommt nicht.” konnte ich mit gutem Gewissen antworten, denn ich war sehr sicher dass am Sonntag kein Arzt ins Haus kommen würde für eine reguläre Visite.
“Aber SIE sind doch auch hier!” sagte sie patzig.
“Ja, aber ich bin kein Arzt!”
“Ich muss nach Hause zu meiner Mutter, zu meinen Kindern und zu Tony*.”
“Wer ist Tony*?”
“Mein Freund.”
Der, ich möchte schon fast sagen, Schlagabtausch wiederholte sich mehrfach in der gleichen Form, und führte zu keinem Ergebnis. Ich war froh als ich mit ihr fertig war. Ich sagte ihr dass ich extra gekommen war wegen dem Konzert.
“Ich geh da nicht hin!”
Sie erschien auch nicht.

Nach dieser Begegnung, hoffte ich innerlich dass ich nicht, dass ich nicht noch so jemanden haben würde. Ich bewunderte die Pflegerinnen die tagtäglich mit ihr umgehen müssen, da sie sich immer so benimmt.
Alle anderen Bewohner waren dann auch sehr lieb und freuten sich dass sie zurecht gemacht wurden.

 

Das Konzert war noch einmal ein voller Erfolg. Der Saal war so voll, dass sie bis vor die Tür saßen.

Es flossen auch bei einigen Angehörigen und Bewohnern ein paar Tränchen, denn Musik berührt immer tief innen drin und da hier Dekor, Maske und Kostüm stimmte , war es umso emotionaler.

Das emotionale Konzert

Ein Ereignis von gestern bleibt noch  zu berichten.

Ich war mit der A. zusammen hin- und zurückgefahren in ihrem Wagen sonst wäre es mir früher aufgefallen. Wir machten in der Bar vom Grünewald einen kurzen Pitstop und als die A. mich dann zu hause abliefern sollte merkte ich, dass ich kein Schlüsselbund mehr hatte.  Zum Glück war die Nachbarin mit Hund auch just auf dem Heimweg und sie konnte mich reinlassen.

Ruhige Nacht, wenn auch ein wenig kurz.

Am frühen Morgen dann wieder zurück ins Demnez Altenheim in dem heute das Konzert stattfindet das ich bereits vorgestern beschrieben hatte. Der Deal war, dass ich nebst der Sängerin und den Musikern auch ein paar der Bewohner verschönere, immer im Rahmen dessen was sie zulassen.

Da auch noch ein Filmteam zugegen war das die Präsidentin von MIL a.s.b.l. begleitete war das ganze schwieriger als gedacht. Den Großteil der Bewohner machte ich aber ohne Kamera, was erstaunlich gut klappte. Die eine Bewohnerin bei der die Familie die Erlaubnis gegeben hatte für Aufnahmen, war die ‘störrischste’ und wollte sich nicht kämmen oder schminken lassen. Die Filmcrew war ein wenig verzweifelt, da sie nicht die Bilder bekamen die sie wollten.  Wie sie es letztendlich gelöst haben weiß ich nicht, da ich mich dann um die Sängerin kümmern musste die inzwischen eingetroffen war.

Es war sehr schön und viele der Bewohner sangen aus Leibeskräften mit.

Um die Story von Schlüsselbund noch zu beenden: Es lag bei der A, im Wagen auf dem Rücksitz und waren auf den schwarzen Sitzen in der scharzen Hülse am Abend davor in der Dunkleheit wie unsichtbar.  Uff… ich habe sie wieder.

Die Generalprobe

Nicht die beste Nacht. Ich träumte viel Wust.

Am Morgen dann eine Reihe vom Mails und Telefonaten für die kommende Woche.

Aufbau des Schminktisches im Nebenraum des Festsaales  vom Altenheim. Ja das sieht jetzt nach viel aus, aber so schlimm ist das gar nicht.
Für den Spiegel muss ich irgendwann eine Alternative finden, denn er ist riesengroß und schwer wie Blei. Es gibt leichtere und kompaktere was sich aber nicht im Anschaffungspreis niederschlägt. Im Gegenteil. Sie sind noch teurer.

Ich half der A. die auch mit dabei ist noch ein wenig mit der Deko, denn die Sängerin kam erst später.

Die Generalprobe  verlief gut,  auch wenn wir alle einen Riesenschreck bekamen wegen eines anderen Zwischenfalls, von dem ich hier leider nicht berichten kann, da es zu vertraulich wäre. Aber es ging gottlob alles glatt.

Hinsichtlich der Deko, bin ich immer wieder baff, was die A. hinbekommt. Der Festsaal der Heimes in ein schlichter funktioneller Saal, der nach gar nichts aussieht. Zudem darf man keine Löcher in die Wände bohren oder Dinge am Boden befestigen kann.  Doch das was  die A. hier fertigbrachte ist schlichtweg genial. Das sieht jetzt so aus:

Morgen ein paar Fotos mehr davon.

Die ersten e-Roller & Mil a.s.b.l.

Ich hatte sie schon vor einigen Tagen gesichtet. Als ich dann die neue Bibliothek besichtigte, standen welche neben dem Eingang. Jetzt geht es also auch hier los. Stutzig machte mich jedoch dass ich keine Werbung dafür gesehen hatte und nichts davon in einer Zeitung zu lesen war.  Ich lud die App für die sogenannten Bird Roller. Ich wollte nämlich wissen wie viel dass der Spaß kosten würde.  Das erfährt man auch nicht bis ganz am Schluss bevor man den Deal abschließt. 1€ zum Entsperren des Rollers und 0,35€ für jede Folgeminute.  Zudem kann man immer nur Pakete kaufen von jeweils 10, 20 oder 30 €.  Bei 20 oder 30€ bekommt ein paar Entsperrungsgebühren geschenkt.
Ich finde das nicht sehr preisgünstig. Was kostet das denn anderswo?

Heute morgen im Radio hörte ich dass die Betreiber der e-Roller nicht einmal einen Antrag gestellt haben, ob man die Dinger auf Kirchberg (denn da stehen die meisten) aufstellen darf. Die Bürgermeisterin lässt das prüfen und wenn es nicht passt kommen sie weg. So in etwa war ihre Aussage.

Der “heute morgen” im vorigen Satz war übrigens wieder sehr früh, was ja seit ein paar Tagen, nachdem ich ja körperlich schon auf Winterzeit umgestellt habe, eine Qual für mich ist.  Ich musste die N. noch einmal zur Arbeit fahren. Allerdings kam sie mir heute strahlend mit nur mit einer Krücke entgegen, die sie nur zur Sicherheit nimmt.  Sie hat sich fest vorgenommen ab nächster Woche wieder Auto zu fahren, denn sie ist Abhängigkeit leid.
Es folgte das gleiche Spiel mit den Staus auf der Autobahn nach Esch, das ich schon das letzte mal hatte.
Ich setzte mich wieder in die kleine Café-ecke vom Supermarkt und wartete ein gute halbe Stunde bevor ich wieder zurück in die Stadt fuhr.

Und immer wenn ich daran denke bin ich heilfroh dass ich diesen ganzen Rushhours nicht mehr jeden Tag mitmachen muss, wie noch vor sieben Jahren als ich noch in der Alten Heimat wohnte.

Zurück in der Wohnung packte ich das Auto voll und fuhr nach Erpeldange in ein Altenheim für Demenzkranke.  Dieses Wochenende wird der Abend Kanner oh Kanner oh quel Bonheur stattfinden von der neu gegründeten  MIL a.s.b.l.
Mil ist der Vorname des Vaters der Präsidentin der 2012 mit Alzheimer diagnostiziert wurde.  MIL organisiert kulturelle Events die speziell für diese Menschen zugeschnitten ist.
Im Manifest von MIL a.s.b.l. steht:

Kultur ass de Motor vun eiser Gesellschaft. Kultur schwätzt Emotiounen un. Kultur verbënnt a schaaft schéi Momenter zesummen. Virun allem hunn ALL d’Mënschen – nom Artikel 27 vun der Mënscherechtsdeklaratioun – d’RECHT um kulturelle Liewen deelzehuelen. Grad dann, wann d’Fiedem zu Raum an Zäit lues a lues räissen, ka Kultur nees Brécke bauen an de System, an deem de Mënsch mat Demenz sech beweegt, stäerken. Wann d’Krankheet vu mengem Papp mech eppes geléiert huet, dann ass et, déi schéi Momenter, déi mer nach mateneen hunn, intensiv ze liewen. Mir musse just all en Effort maachen an eis drop aloossen.

Kultur ist der Motor unserer Gesellschaft, Kultur spricht Emotionen an. Kultur verbindet und schafft geminsame schöne Momente . Vor allem hat JEDER Mensch – nach dem Artikel 27 der Menschenrechtsdeklaration – das RECHT am kulturellen Leben teilzunehmen. Gerade dann wenn die Fäden von Raum und Zeit zu reißen beginnen, kann Kultur neue Brücken bauen in das dunkle System in dem sich der Mensch mit Demenz bewegt. Wenn die Krankheit meines Vates mich eines gelehrt hat dann, dass man die schönen Momente intensiv  leben, die man zusammen hat. Wir müssen uns nur die Mühe geben uns darauf einzulassen.

Das ganze Manifest (auf luxemburgisch) könnt ihr hier lesen.

Wir bauten den Festsaal völlig um für dem Abend mit Glitzer und Gold und roten Samtvorhängen. Ich richtete mich in einem Nebenraum ein.  Am späten Nachmittag fuhr ich zurück.

Und gegen Abend bot mir der Himmel über der Stadt folgendes Bild:

Frühstück, Bibliothek & Kino

Als der Wecker um 6:00 Uhr klingelte war das definitiv zu früh und ich hätte mich am liebsten noch einmal umgedreht und weiter geschlafen. Doch es half nichts. Ich musste raus da ich schon um 8:00 einen Termin in Saarbrücken hatte.

Der Termin war so früh weil ich für Mittag  für den Folgetermin schon wieder zurück sein musste, doch es blieb Zeit für ein gediegenes Frühstück im Alex quer gegenüber der Oper.

Und das übertraf meine Erwartungen voll und ganz. Wow!

Und plötzlich schien die Sonne:

Solche Momente muss man fix festhalten denn keine zehn Minuten später war es schon wieder vorbei.

Ein seltsames Ampelmännchen (oder Ampelbaby?) entdeckt:

Auf Weg zurück fuhr ich dann von einer fetten Regenschauer in die nächste, was auf der Autobahn nicht spaßig ist.

Und dann fiel der Mittagstermin aus, was mir sehr recht war. Ich hatte eh zuhause zu tun, was mir aber auch vereitelt wurde, da sich die Putzhilfe spontan angekündigt hatte. Ich entschied bei dem Sauwetter ins Kino zu gehen. Irgendwas läuft immer. Doch auf dem Weg entschied ich mich um und landete in der brandneuen Staatsbibliothek. Ich hatte vorgehabt sie am letzten Sonntag zum Tag der offenen Tür zu besichtigen, wenn mir nicht so elend gewesen wäre.

WOW! Das ganze Gebäude ist so konzipiert das es keine Begrenzung gibt, es ist alles weit und offen. Ich konnte nur Panofotos machen um das einzufangen.

Und dann entschied ich doch ins Kino zu gehen. Downton Abbey. Es war ein wenig kurz vor knapp und ich flitzte in den Saal in dem schon die Vorabwerbung lief, um dann bei Beginn des Films zu merken dass ich im falschen Saal saß. Bilder eines indischen Dorfes und der erste Name der im Vorspann erschien war Julian Moore. Na gut, wenn Julian Moore mitspielt kann es so schlecht nicht sein, dachte ich und ich blieb sitzen. Downton kann ich immer noch sehen.

After the Wedding ist ein Remake vom gleichnamigen dänischen Film von 2006.  Das scheint in letzter Zeit  die Masche von Julian Moore zu sein, denn der letzte Film den ich mit ihr sah, Gloria Bell, war auch schon ein Remake.  Und seltsamerweise ist die erste Einstellung von Moore auch wieder eine, in der sie im Auto sitzt und zur Radiomusik singt, ganau wie bei Gloria Bell.
Die Geschichte ist wenn man sie zusammenfasst etwas seicht, jedoch sehr intelligent erzählt, da sie ein paar unerwartete Wendungen nimmt. Moore spielt gut wie immer doch in einer Rolle die eigentlich wenig zu bieten hat. Die andere Hauptdarstellerin ist Michelle Williams.
Der Film wird keine sehr großen Spuren hinterlassen, leider.

Ein Trailer den ich vorab noch sah elektrisierte mich aber:

Was, werdet ihr fragen, sowas willst du du dir ansehen?
Ja, weil erstens Emma Thompson und zweitens Emma Thompson mit dem Akzent, also bitte… oder?
Zudem hat Thompson die Story selbst geschrieben.

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