Ein kleines Wohnungsupdate

Das Wetter ist so grandios seit drei Tagen; ich sitze morgens schon mit der ersten Tasse Kaffee draußen, und so beschloss ich nach der ersten Blogrunde mich ein wenig ins Zeug zu legen und die Wohnung und die beiden Balkone auf Vordermann zu bringen.

Ob es morgen dann ein großes Update gibt, hängt davon ab wie ich heute voran komme.

Der erste von sechs Pflanzkübel auf dem Balkon. Darin gepflanzt eine Petunien Art mit kleineren, weißen Blüten und weißlichen ‚haarigen‘ Blättern. Ein ganz klein wenig erinnern sie mich an Enzian.

 

Die Monstera fühlen sich so pudelwohl in Wohnzimmer und ’saufen‘ mir regelrecht die Haare vom Kopf. Von der Breite her füllen sie inzwischen die ganze vordere Fensterfront aus. Davor standen sie auf den Würfeln, von denen einer noch ein wenig rechts im Bild zu sehen ist. Ich habe sie sozusagen ‚tiefergelegt‘ damit sie jetzt in Höhe wachsen und nicht noch weiter in die Breite. Ich hoffe dass sie den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen.

 

Gestern Abend zum ersten Mal drei Leute auf dem Balkon bewirtet. Es gab mariniertes Rinderfilet und Gemüse Spieße von neuen  Kontaktgrill, den ich euch im nächsten Update zeige. Dazu mehr als reichlich Apérol Spritz.

Der luftleere Sonntag

So ganz luftleer (zumindest was bloggenswerte Themen wären) war er dann doch nicht.

Ich entdeckte auf Netflix, dass der zweite Teil der ersten Staffel von Star Trek Discovery schon eine Weile online ist.
Die Serie ist ok, aber es ist nicht mehr Star Trek. Was mich am meisten stört ist, dass die einzelnen Folgen nicht in sich selbst abgeschlossene Geschichten sind. Der Erfolg all der anderen Star Trek Serien basierte meiner Meinung auch darauf dass man sich eine Folge anschauen konnte, ohne formell zu wissen was davor war. Bei Discovery geht das nicht, da muss alle Folgen hübsch der Reihe nach ansehen, oder man ist raus und versteht gar nichts.

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Into the Wild von Sean Penn
ist ein anderer Film den ich noch zu sehr später Stunde in Fernsehen sah, den ich nie im Kino gesehen hatte. Er beruht auf der wahren Geschichte von Christopher McCandless,der sich aber anderen Leuten während seiner langen Reise als Alex Supertramp vorstellte.
Was ich an der Verfilmung sehr berührt hat, ist dass Sean Penn mit sehr viel Respekt und Ruhe das Leben des Aussteigers verfilmt hat. Emile Hirsch, der Hauptdarsteller verkörpert den Protagonisten sehr gut. Absolut sehenswert.

Jon Krakauer der das Tagebuch von McCandless studierte und das Buch Into the Wild schrieb,  brachte ebenfalls Jahre später eine Reportage und ein Update im New Yorker, und auf denen der Film von Sean Penn auch beruht.

Erst vor kurzem erschien auch ein Buch der Schwester von McCandless

Was mich vor allem sehr berührt hat, war, der Umstand dass dieser junge Mann der ja schon 1992 starb, nur zwei jünger war als ich und den Mut besaß sich selbst zu verwirklichen und sich von seiner Familie zu lösen. Wo war ich 1992? Ich saß in einem kleinen unbedeutenden Haarsalon in einer Trabantenstadt und war sehr unglücklich. Zwei Jahre später nahm ich die von zu hause abgesegnete Entscheidung einen eigenen Salon eröffnen. Eine Flucht nach vorn die so falsch war wie sie nur sein konnte…
Aber das ist eine andere Geschichte…

Liebe in Zeiten des Digitalen

Das durchgeschnittene Bändchen der rp18, das ich jetzt drei Tage lang an hatte. Ich nehme es immer mit, packe es immer in diese kleinen Metallboxen die man auf den Ständen von American Spirit bekommt. Irgendwann fliegt das Bändchen in die Tonne und die Metallbox wird für die Arbeit verwendet.

Die rp18 hat mich dann doch mehr mitgenommen, als ich dachte.

Gestern Nachmittag nachdem ich gelandet war, und schon mit einigem Erschrecken festgestellt hatte, dass ich meine Hausschlüssel im Safe des Hotels hatte liegen lassen, und dafür hier meine Putzkraft bemühen musste, (Die N. die den anderen Schlüssel hat, war mehr als beschäftigt) merkte ich auch, dass ich keine Kraft mehr hatte mir noch die Nuit de la Culture in Esch anzutun, obwohl ich versprochen hinzugehen. Mein Kopf war einfach nur noch stumpf und ich konnte mir nu  noch Makeup Tutorials auf Youtube antun. Wenn gar nichts mehr geht, Makeup geht  immer.

Als ich heute morgen erwachte galt ein erster Gedanke dem Blog und dem was ich schreiben könnte.

Dieses oben beschrieben Gefühl ließ mich nicht los. Um es perfekt zu machen sah ich mir den verpassten Talk von Sascha Lobo an, der es nicht besser machte. (Und wieder sieht das ganz Publikum grünlich krank aus)

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Ich setzte mich auf die vordere Terrasse mit Kaffee und musste die Augen beim Selfie schließen wegen der Sonne.

Zudem wurde mir bewusst, dass heute der 6.Mai mein geplanter erster Tag nach der Weltreise wäre, wenn mein Blinddarm in Nouméa nicht geplatzt wäre. Das gab mir den Rest.

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Ich schreibe selten über mein Liebesleben im Blog. Doch andererseits ist es gut dass ich ein bestimmtes Datum darin festgehalten habe, wenn auch ein wenig verschlüsselt. Im Juli werden 3 Jahre dass ich solo bin.
Ich will mich nicht beklagen, wenn ich etwas in meinem Leben gelernt habe, dann dass ich mit  dem Ist Zustand zufrieden sein soll. Alles andere wäre nur beständiges Lamentieren.  Doch die Veränderung tritt immer dann ein wenn man sie am wenigsten erwartet.
Meine Haltung ist (der Frühling ist nicht ganz unschuldig daran) auf Hoffen und Erwarten eingestellt. Das nervt ein bisschen, da ich mir wie festgefahren vorkomme. Warten auf Godot der nicht kommen wird. Der nie kommen wird. Watten auf den einen, den es nicht gibt…
Hat das Internet Zeitalter es einfacher gemacht? Um jemand neues kennenzulernen, sicherlich. Doch gibt es viele Bienen so wie mich, die von Blüte zu Blüte fliegen.

Warten und Hoffen und den Blüten beim Wachsen und Verblühen zusehen.

Re:publica 18 / Tag 3

“ Nein Joël! Du hast nicht dieses Jahr so teuer für das Ticket bezahlt, weil du den Start verschlafen hast als es noch early bird Tickets gab, und GEHST JETZT NICHT MEHR HIN!!!“, schalt ich mich. “

Ganz ehrlich, ich ging gestern weg mit der festen Überzeugung, heute nicht mehr anzutreten und nächstes Jahr ausfallen zu lassen. Es ist alles so irre ernst geworden auf der #re18. Ich vermisse die nerdigen, geekigen, lustigen Themen. Ich vermisse die Liebe vom letzten Jahr.

Ich hasse inzwischen dieses giftgrün aus den POP Logo. Bei jeder erdenklichen Gelegenheit wird das Publikum immer wieder grün angestrahlt von Spots und habe das Gefühl dass ich erbärmlich krank aussehe.

Doch heute morgen war der er erste Talk auf der Stage1 ein Hammer!

 

Richard Gutjahr berichtete über seine zwei Jahre in der Hölle eines Shit-Tsunamies und wie er sich zu Anfang duckte und darauf wartete dass der Sturm vorbeiziehen würde, doch es wurde immer schlimmer… Bis er zurückschlug, was es zu Anfang noch schlimmer machte, und dann einen Anwalt hinzu nahm.
Es war sehr emotional aber die Liebe und Zuneigung die dem Herr auf der Bühne aus dem Saal zuströmte muss ihm nicht entgangen sein. Ich kann es nur sehr schwer nacherzählen was ihm passiert ist. Schaut euch den Talk hier an oder den Ted Talk den er vor ein paar Monaten gab.

Ich verlinke euch hier den Talk mit der Anmoderation. (Ich bin übrigens auch in der ersten Reihe zu sehen.)

 

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Das Video ober ist übrigens mehrere Stunden lang. Das sind aber ALLE Vorträge von Tag 3 die auf Stage 1 waren.

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Auf Stage2 hatte ich anschließend eine Debatte über Minderheiten. Zu erst war ich nicht sehr angetan davon, doch als ich hörte, dass Kübra Gümüsay, die alle so lieben, die Moderation macht, ging ich doch hin. Und es war großartig, weil hier richtig gestritten wurde. Vor allem die Antworten von Kijan Malte Espahangizi fand sehr interessant weil er die ganze Integrationsdebatte links liegen lässt und von einem menschlichen Problem spricht und nicht von Minderheiten. Sehr spannender Talk. Sucht ihn raus Stage2 Tag 3. Er wurde aufgezeichnet. Ich muss es wissen denn ich saß gleich neben der Kamerafrau.

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Und dann kam ein Talk über eine Firma die am Tag davor nochmal für große Aufregung sorgte, weil sie Konkurs anmeldete. Cambridge Analytica.
Was daran spannend war, war dass niemand so richtig verstanden hat, wie diese Firma es fertigbrachte Einfluss auf einen Wahlkampf zu nehmen, und mit welchen Mitteln. Eine Bühne voll Experten, von denen keiner erklären konnte wie sie das angestellt haben. alle wollen Antworten, doch jetzt mit dem Konkurs scheint es im weite Ferne gerückt zu sein.

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Insgesamt sah ich noch drei Vorträge, doch ich werde nur noch einen davon hervorheben.
Felix Schwenzel berührte mich letztes Jahr sehr mit seinem Vortrag, dieses Jahr versöhnte er mich mit all den düsteren Dingen die dieses Jahr gehört habe. Sein Thema: „42. Warum wir nach Fragen, nicht nur nach Antworten suchen müssen.“ Wieder einer der Vorträge den man schlecht zusammenfassen kann. Schaut ihn euch hier an.
(Es ist im Prinzip das gleiche Video wie oben, aber ab 7:34:45)

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Und das war es von der re:publica 18
Ich habe viele neue Leute kennengelernt, vor allem aber eine Frau, von der ich wusste dass sie hier wäre, und die ich schon sehr lange kennenlernen wollte. Melancholie Modeste ist so unglaublich sympathisch und nett und kann so verdammt gut schreiben. Sie schreibt in letzter Zeit aus beruflichen Gründen etwas weniger, aber ihr Blog ist so voll mit tollen Texten, dass man Lesestoff für Wochen hat.

Re:publica 18 / Tag 2

Heute ein bisschen weniger Vorträge.

Der erste Talk war gleich am Morgen schon ein dicker Brocken. ‚Rechtsruck in Deutschland‘ Doch er interessierte mich weil in der Talkrunde ein paar sehr spannende Leute saßen.

Vor allem Elisabeth Wehling (ganz rechts) erklärte gut wie die sprachlichen Mechanismen funktionieren und das die Presse die Mechanismen völlig falsch einschätzt und den den Rechten eigentlich nur in die Hände spielt. Das bestätigte auch Julia Ebner (zweite von links) die sich lange und noch immer undercover in rechten Foren bewegt und sie erforscht.

In der nächsten Talkrunde ging es um einen Film und um eine Aktion vom Neo Magazin Royale.

Jan Böhmerman war per Skype zugeschaltet.
Es ging um den rechtsextremen Troll-Server Reconquista Germanica, gegen den man ein Neo Magazin Royale eine Gegenbewegung organisierte, über den Film Lösch Dich: wie sich der rechtsextreme Hass im Netz organisiert.  Der Talk war aber nichts besonderes, er langweilte mich und war im Grunde nur so gut besucht weil jeder den Böhmerman sehen wollte, der physisch gar nicht anwesend war.

Anschließend hatte ich genug von rechtsextremen Themen.

Da die großen Fernsehsender ARD und ZDF diesmal mit sehr großen Ständen vertreten sind, gibt es auch viel spannendes zu sehen.

Helgas Ohrsalon z.B  Ich hatte ihn schon am ersten Tag entdeckt als er noch nicht geöffnet war, und machte ein Foto davon, weil die Deko aus den 50er und 60er einfach genial ist.

Da ich zu Anfang nicht wusste was das erklärte man mir es.  Man setzt sich unter ein Haube und hört ein Hörspiel aus der Mediathek der ARD. das sieht dann so aus.

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Anschließend verliebte ich mich augenblicklich.
Der kleine Maulwurf aus der Sendung mit der Maus.

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Dann war schon Mittagszeit und ich setzte mich eine stille Ecke und schrieb den Beitrag von gestern fertig, und schaute ins Programm was ich mir noch ansehen könnte.
Ich fand einen weiteren Vortrag über Algorythmen und künstliche Intelligenz, über die ich gerne noch ein bisschen erfahren wollte.

Doch Julia Krüger die den Vortrag hielt musste ihn von einer Stunde auf eine halbe Stunde zusammenstauchen. Zudem ist sie keine gute Referentin da sie unglaublich leiert, was schade ist, denn das was  sie erzählte war doch ein sehr spannendes THema.

Mir kam dabei immer wieder ein Scetch der Show Little Britain in den Sinn. Computer Says No.

Seltsamerweise wurde ich schon gestern mehrfach daran erinnert.
Was hier in Video sehr lustig rüberkommt, und auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist heute eine Realität. Comuter says no. Sei es zur Kreditbewilligung oder Handyvertrag. Unser Leben wird immer mehr durch Algorythmen bestimmt, die die Entscheidungen treffen. Es steckt letztendlich kein Mensch mehr dahinter.

Als ich mir den Rest der Vroträge für den Nachmittag anschaute, sah ich sehr oft das gleiche Thema oder Themen die mich nur sehr am Rande interessierten. Eine letzte Veranstaltung hätte mich noch gereizt, doch da es die letzte für den Tag war…
Ich fuhr zurück ins Hotel.

Irgendwie war an diesem zweiten Tag der Wurm drin.

 

 

1000 Fragen 21-40

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?
Nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert… Doch es ist mir schon wichtig dass ich einen guten Ruf im Beruf habe weil ich nun mal selbständig bin.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?
Keine im besonderen jede hat seinen Reiz.

23. Kannst du gut kochen?
Ich denke ja.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?
SOMMER!!!! Ganz klar.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?
In Neukaledonien während dem Klinikaufenthalt.

26. Warst du ein glückliches Kind?
Als Kleinkind ja. Danach wurde es schwieriger.

27. Kaufst du oft Blumen?
Ja, vor allem im Frühjahr.

28. Welchen Traum hast du?
Es gibt keinen bestimmten Traum.

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt?
Wenn ich das Internat mitzähle sind es bis heute sieben verschiedene.

30. Welches Laster hast du?
Früher hätte ich rauchen gesagt. Heute ist es wahrscheinlich die Völlerei, obwohl ich so nicht als Laster ansehe. Ich bin ein Genussmensch, Punkt!

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?
Eines aus der Lilian Jackson Braun Serie.

32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?
Um das genau zu beantworten müsste ich ein Buch schreiben, aber das führt bei 1000 Fragen wahrscheinlich zu weit.
Darum: Weil sie mir steht.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?
Ganz klar nein. Ich bin Internetversessen, unabhängig vom Gerät.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?
Da kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich es nicht weiß, weil sich das jeden Tag mehrfach ändert.
Das müsste ich explizit nachschauen.

35. In welchen Laden gehst du gern?
Elektrofachgeschäfte. Das Warum erkläre ich ein andermal.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?
Zur Zeit mag ich gerne den Moscow Mule Cocktail. Ansonsten Weißwein.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?
Ja.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?
Bin ich doch schon.

39. Willst du immer gewinnen?
Möglichst ja. Und jeder der etwas anderes auf diese Frage antwortet ist ein Lügner.

40. Gehst du in die Kirche?
Bei Begräbnissen.

Re:publica 18 / Tag 1

Huiiiii was für ein Tag.

Aber der Reihe nach. Ich war mehr als zeitig hier, weil nicht so besonders gut geschlafen hatte und machte dieses tolle Foto, das ich mir als Poster vorstellen könnte

Es ist so toll wieder hier zu sein!!! Und ich weiß dass es Leute gibt ganz dolle Bauchschmerzen haben dass sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht hier sein können.

Nach der obligaten Begrüßung von Tanja Häusler, Markus Beckedahl, Johnny Häusler und Andreas Genhard ging es gleich los mit dem Thema Wie eine algorithmische Welt unterminiert werden kann, von Dana Boyed.

Sie zeigte ganz klar anhand von einfachen Beispielen wie man durch Fakeaccounts gewisse Informationen bei Suchmaschinen und Netzwerken boosten kann und erklärt warum das so ist. Zudem zeigte sie warum man bei gewissen Begriffen( und das habe ich auch schon bei harmlosen Beispielen gemerkt) grundsätzlich falsche Antworten bekomme.

Es sind keine schönen Aussichten die uns Dana Boyed präsentierte ich hätte anschließend einen Schnaps gebraucht.

Das ist ein Pressefoto das man mir zugespielt hat. Miss Maning im Vordergrund und ich dahinter.

Danach ging es gleich weiter mit der Whistleblowerin Chealsea Maning. Es entstand ein bisschen Tumult und es wurde ein emotionales Interview. Was ich hier ein bisschen seltsam fand, war dass die beiden Moderatorinnen ihr Fragen stellten, die man einer großen Visionärin stellt, was sie nicht ist.  Dass sie damals sich gegen die eigene Regierung gestellt hat und der Welt gezeigt was die USA tatsächlich da tun, ehrt sie sehr. Und sie war auch ganz gerührt über den Empfang und sie stand mehrfach kurz vor den Tränen.

Mein persönliches Highlight war dieser Herr oben. Bernhard Pörksen erklärte ganz klar warum es keine Filterblasen gibt. Richtiger wäre ein Filterclash. Ich hoffe dass es diesen Vortrag als Video zu nachsehen gibt, denn es ist sehr spannend was der Herr den ich bis dato nicht kannte, erzählt.

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In der gleichen Halle wurde es dann anschließend sehr voll. Die Journalisten Debatte mit ziemlich bekannten Gesichtern von ARD und ZDF. (Ich persönlich finde das ja interessant, das die ganz großen deutschen Medien inzwischen auch große Stände auf der Re:publica haben) Es ging um Fake News und um Neutralität in Zeiten von AfD und Co.

Anschließend machte ich ein bisschen Pause, weil es auch einfach sehr viel Info in sehr kurzer Zeit ist. Ich freute mich auch meinen Landsamann Ranga Yogeshwar.

Und jetzt wurde ich leider ein wenig enttäuscht. Ich fand seinen Vortrag soso lala. Der Titel Mensch und Maschine: wer programmiert wen?, war spannend. Aber das was Ranga brachte, auch wenn er das sehr gut kann und auch keinen Augenblick langweilig war, so war es doch eher ein Kessel Buntes, das nicht so zusammenhängend war wie ich es mir gewünscht hätte.

Davor schmiss irgendeine deutsche Ministerin eine sehr peinliche politische Rede, bei der viele verschämt an die Decke oder auf den Boden schauten.

Nach Ranga machte ich Schluss weil ich noch eingeladen war. Dadurch verpasste ich zwar die alljährliche Predigt von Sascha Lobo, aber die werde ich im Netz nachholen.

Der 1.Mai in Berlin

Nein das wird keine Bestandsaufnahme was alles an Demos hier stattfand oder wo sich gar geprügelt wurde.

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Wer hier schon länger mitliest wird gemerkt haben dass ich ein Hotel am Kurfürstendamm habe. Etwas weiter oberhalb gibt es zwei Theatersäle. Die Komödie und das Theater am Kurfürstendamm. Es war sehr lange ein Politikum was damit passieren soll dann der ganze Block inklusive der zwei Theater soll abgerissen werden, und das seit Jahren schon. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie die Direktion (die beide Theater betreut) das aushält seit über 10 Jahren, nicht zu wissen wann endlich Schluss ist.
Ich habe vor sechs Jahren ein Theaterstück dort betreut, das eine Koproduktion mit Luxemburg war.  Es hieß Tag der Gnade von Neil LaBute. Regie: Herbert Knaup. Mit Désirée Nosbusch und Roman Knižka. Premiere hatte es in Luxemburg und wurde ein Jahr später nach Berlin und Hamburg verkauft. In Berlin lief es fast einen Monat lang und ich machte lediglich die Übergabe an die Maskenbildnerin vor Ort.
Damals war schon alles auf der Kippe und keiner wusste ob das Theater an Ende des Jahres noch stehen würde. Doch ich kam mit den Jahren immer wieder her, die Theater standen immer noch und es wurde noch immer gespielt.

Doch jetzt steht auf den Plakaten: Letzte Spielzeit vor dem Abriss

Auf einem der Fotos steht aber auch das es im Herbst weitergeht im Schillertheater. Also wird es mit der Komödie weitergehen, aber anderweitig. Und doch kommen legendäre Theater weg, die noch aus den 20er Jahren stammen.

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Am Nachmittag ging ich dann zur Berlin Station um meine Tasche mit Werbematerial, das Armband zum Eintritt und und das Ümhängedingsda abzuholen dann brauch ich morgen nicht so früh los.

Und könnten wir bitte für die nächsten drei Tage so schönes Wetter wie heute haben?(siehe Foto unten) Danke.

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Und dann noch ein Kleinigkeit in eigener Sache. Da es in Deutschland eine Reihe neuer Datengesetze gibt, (die meiner Meinung nach schon fast Maulkorbgesetze sind!!) nahm ich es zum Anlass und habe den Haftungsausschluss ergänzt und angepasst.
Ich möchte betonen dass dieses Blog unter luxemburgischem Recht läuft und nicht unter deutschem Recht auch wenn die Datenschutzerklärung eine deutsche Erklärung ist, die zu 100% zutrifft.
Ihr könnt das alles unter Alles über joel.lu nachlesen.

Guten Tag Berlin

Der Flug von Luxemburg nach Berlin war so angenehm und ereignislos wie immer.

Am Abend noch schnell ins Reihnard’s weil es halt nicht weit weg ist und letztes mal ganz ok war. Doch muss ich leider sagen dass es in Punkto Qualität nachgelassen hat, und dadurch jetzt wirklich überteuert ist.

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Als ich am Morgen erwachte in dem gleichen Hotel in dem ich auch das letzte mal war, als ich auf der re:publica war, und ich dachte daran, dass ich so oder so hier gelandet wäre. Ich hatte ja geplant, dass die letzte Station der Weltreise, Berlin sein sollte. Dass ich jetzt hier bin fühlt sich irgendwie als ob ich geschummelt hätte.

Beim Frühstück erinnerte ich mach daran, dass es einfacher ist entweder gleich morgens in aller Frühe um halb7 zu frühstücken, oder erst viel später so gegen 10. Dazwischen, von 8-9 ist es ein Unding. Zudem, und das überraschte mich, schien ich einer der jüngsten im Raum zu sein.

Nach dem Frühstück knöpfte ich mir noch mal das Thema Schuhe vor. Und es ging wie gehabt schief. Neben dem Hotel befindet sich ein Camper Laden. Sie haben mehrere neue wirklich schöne Modelle. Doch entweder war meine Größe nicht da oder er passte nicht, oder der Spann vom Schuh war nicht hoch genug (übrigens das Problem, das mir in letzter Zeit die meisten Schuhkäufe vermasselt) Das Universum will nicht dass ich neue Schuhe bekomme.

In der Taunzienstraße fand ich jedoch ein schönes Sommerhemd bei Desigual. (zeige ich euch die Tage)

Nein, nein, das Foto ist echt. Nein ich habe mich nicht geirrt. Ich traute mich zum ersten mal in einen Laden den ich in all den Jahren noch nie von innen gesehen hatte. Käthe Wohlfahrt ist eine Institution und es gibt beim Kuhdamm einen dreistöckigen Laden, nicht nur mit Weihnachtszeug aber fast. Und wenn heute die meisten Geschäfte sehr großzügig mit ihrem Platz umgehen, so ist das hier genau umgekehrt. Der Laden ist zum bersten voll gestopft. Aber es läuft Gott sei Dank KEINE Weihnachtsmusik.

Irgendwann am späten Nachmittag fing es an zu tröpfeln und ich verzog mich ins Hotel und las.

Am frühen Abend war ich mit dem S. verabredet, den ich schon seit Jahren nicht gesehen hatte. Da S. aber morgen früh raus musste, und noch bis nach Weißensee fahren musste, zog ich alleine los, suchte mir ein Restaurant und landete schließlich Maredo weil ich meinen inneren T-Rex füttern musste.  Auch wenn das Maredo eine Kette ist, aber ich bin dort hinsichtlich der Qualität noch nie enttäuscht worden.

Samstag, Sonntag & Links… 2,3,4

Am Samstag war ich nur kurz über den Wochenmarkt, da ich am Sonntag eh nach Berlin fliege, machte ein Einkauf keinen Sinn. Abends überkam mich seit ewigen Zeiten mal wieder eine Migräne, die ich aber sofort als im Ansatz als solche deutete und sofort mit einer hohen Dosis Paracetamol  in die Knie zwang.  Der Auslöser wahr wahrscheinlich der schnelle Wetterwechsel.

Den Sonntag Morgen verbrachte ich mir gründlichem Bloggen und Internetlesen, sowie einer weiteren Runde der 1000 Fragen, die ihr aber erst lesen werdet wenn ich schon längst wieder von Berlin zurück bin. Ich bin am überlegen ob ich nicht die 1000 Fragen Runden von 20 auf 30 Fragen pro Eintrag hochschrauben soll oder einfach immer dann eine Runde Antworten posten soll, wenn sonst nichts besonderes ist.

Eigentlich hatte ich geplant mittags mit der N. essen zu gehen, doch sie war schon anderweitig beschäftigt. Als ich dann nach der Bloggerei sah, dass doch noch so einiges an Haushalt zu tun sei, was gestern wegen der Migräne liegenblieb, stich ich das Mittagessen und legte los.

Am späten Nachmittag fuhr mich die N. zum Flughafen.

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Der Gitarrist Cary Levincamp stammt aus Tasmanien. Er hatt einen Stand auf dem Salamanca Market, wo ich ihn kennenlernte. Er verkaufte seine CD’s und im Hintergrund lief immer eine davon. Da ich dort noch immer davon ausging ich käme erst Anfang Mai wieder zurück, kaufte ich keine CD doch ich nahm seine Visitenkarte mit.

Seine Musik erinnerte mich  zum Teil an der großartigen Tausendsasa Chilly Gonzales und seine Alben Solo Piano I und II, aber eben in einer Gitarrenversion. Seit ein paar Tagen läuft seine Musik auf meinem Player, wenn ich durch die Stadt marschiere. Und manchmal (so wie jetzt) ergreift mich ein sehr heftiges Fernweh und ich wünschte mir ich könnte mich auf einen Schlag 17.000 km weit weg versetzen lassen.

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Ihr kennt Kathrin Passig. (wenn nicht…selber schuld)
Die Kaltmamsell verlinkte die Kontakt Seite ihrer Homepage, bei der ein Zufallsprogramm immer neue Firmen erfindet, wenn man die Seite neu lädt. Warum das so ist erklärt sie in diesem Tweet. Ich habe bei manchen Tränen gelacht.
– Sonderforschungsbereich „Grenzen des Frittierbaren“
– Leitprojekt „Unifying Concepts in Frustration“
– Leistungszentrum „Ursprung und Struktur des Germknödels“
Ach probiert es selbst.

Übrigens ist der neue Untertitel meines Blogs eine Anpassung, die meiner Meinung nach wie die Faust aufs Auge passt.
Luxemburgische Gesellschaft zur Ausbreitung der einheimischen Naturschönheit und des guten Geschmackes

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