Bad Ischl: Ein Privat Post

Erwacht kurz nach 6:00. Ich blieb jedoch liegen bis die Glocke der Kirche läutete und ich mir meinen ersten Kaffee machte. Ich las die Online Zeitung und schoss das Posting raus.

Ich bin müde, unendlich müde und ich weiß nicht wie ich den Rest der Zeit hier noch überstehen soll. Ich zähle schon fast die Stunden bis zum Montag an den ich endlich zwei Tage frei haben werde. Danach geht zumindest mal für ein paar Wochen ein reguläre 5 Tage Woche los.

Es kamen schon durch die Blume ein paar Anfragen ob ich nächstes Jahr wiederkommen kann. Geantwortet habe ich noch nicht, aber die Antwort seht fest. Nein. Es wird nämlich zeitgleich eine Wiederaufnahme eines anderen Stückes in Luxemburg stattfinden das anschließend auf Tournee geht. Und das fällt in die Anfangszeit von Bad Ischl. Ich habe somit schon mal ein perfekte Ausrede.

Was die hier machen ist pure Ausbeutung und es ist gnadenlos unterbezahlt. Man knüppelt hier zwei Operetten a 30 Akteure pro Stück in einem gnadenlosen Tempo in drei Wochen durch. Wenn wir zu vier Vollzeitkräften gewesen wären, dann wäre es einigermaßen erträglich gewesen. Aber jetzt sind wir nur zu zweit und eine Person die schon 70 ist und nur schminken kann und eher behinderlich ist als dass sie uns Arbeit abnimmt. Eine dritte Operette steht mir im August noch bevor aber die werde ich bewusst sehr klein im Aufwand halten.

Ich werde mich mit der Entschuldigung oben elegant aus der Affäre ziehen können. Aber ich werde sicherlich nicht noch einmal herkommen um zu arbeiten. Im Leben nicht!

So jetzt geht es mir besser. Das musste raus.
Irgendwann werde ich diese Posting auch öffentlich machen.

Bad Ischl: Donnerwetter

Was man wissen sollte: Bad Ischl liegt eingekesselt zwischen Bergen und wenn das Wetter umschlägt, dann so richtig und schneller als man denkt. Wetter Apps taugen hier wenig.

Als ich das Foto oben machte saß ich noch draußen auf der Terrasse vom Umeko und genoss den Abend. Doch keine zwei Stunden später ging ein gewaltiges Unwetter los. Ich war schon fast eingeschlafen als es urplötzlich einmal so laut donnerte dass ich aus dem Bett flog. Es toste und brauste so sehr dass mir ein wenig bange wurde und ich befürchtete dass mir irgendwann die Bäume um die Ohren fliegen. Es hielt aber nicht lange und ich konnte endlich schlafen.

Am Morgen erwachte ich dann mit tosenden Kopfschmerzen. Der schnell wechselnde Luftdruck lässt auch hier mein wetterfühliges Ich hervorkommen.

Einen halben Tag lang Unverblogbares getan. Es wird Zeit dass wir endlich eine Routine da hinein bekommen. Sonst werde ich langsam rammdösig. Dann werde ich auch endlich wieder die Zeit haben hier etwas mehr zu posten und ein wenig die Gegend zu erkunden.

Später saß ich dann bei Zauner am Fluss und ließ es mir ein wenig gut gehen.

Ich ging hinunter in den Sissipark.

Doch dann keine Stunde später:

Es kündigte sich ein ausgewachsener Wolkenbruch an. Da ich mit der Z. zum Restaurant schritt mussten wir uns sputen. Wir hatten alle beide Regenschirme mit aber die würden nicht reichen. Und wir kamen so just an bevor es losging.

Doch es hatte sich spektakulärer angesehen als das was wirklich passierte. Es regnete einmal kräftig und das wars. Als wir zurück gingen war es schon fast wieder alles trocken.