Ich war in der Nacht kurz vor 4:00 Uhr wach geworden, wegen Blitz und Donner. Ich hatte am Abend davor sämtliche Balkontüren, von der Küche, vom Schlafzimmer und vom Gästezimmer aufgelassen, damit endlich ein bisschen kältere Luft in die heiße Wohnung ziehen sollte. Ich stand eine Weile auf dem Balkon und sah mir die Blitzlichter an, die bisweilen so hell waren, dass sie mich blendeten. Der Donnergroll folgte aber erst viel später, so dass ich annehmen musste, dass das eigentliche Gewitter über den Norden Luxemburg und Belgien zog. Ich hatte mal ein Video von einem ähnlichen Unwtter gemacht:
Doch keine Stunde später kam das richtige Unwetter, und es goss wie aus Kübeln.
Mit dem Schlafen war es vorbei, also konnte ich auch aufstehen. Und wieder einmal hatte die Jetpack App diesen seltsamen Schluckauf. Er verband sich nicht richtig mit dem Server und ich musste wieder Abschnitt für Abschnitt in den Browser kopieren, um den Beitrag hochzuladen.
Die morgendliche Schwimmrunde hatten die D und ich in weiser Voraussicht gestrichen. Zudem hatten wir etwas anderes vor. Wir fuhren nach Virton.
Es ist eine kleine Stadt in Belgien, deren Name ich immer ein bisschen verunglimpfe. So sage ich absichtlich immer Louis Virton, anstatt Vuitton. Eine, wie ich finde, angemessene Despektierlichkeit, die den überteuerten Taschen gut zu Gesicht steht. In Luxemburg ist diese kleine Stadt vor allem bekannt für ein Internat, das meine Eltern auch für mich einen Moment lang in Betracht zogen. Dort waren immer viele Luxemburger untergebracht. Doch ich landete schließlich in einem anderen Internat. Ob es diese Institut noch immer gibt weiß ich nicht.
In Virton dann kamen wir in ein kleines Hotel, das in einer Villa untergebracht ist. Die Villa O. Und Oh! ist das was einem dort als erstes in des Sinn kommt, wenn man reinkommt (siehe Fotos von ihrer Homepage). Es sieht fabelhaft aus. Ich selbst habe keine Fotos gemacht.
Dort nahmen wir den Podcast auf der in drei Wochen erscheinen wird. Ich denke er ist ganz gut geworden.
Wieder zurück gönnten wir uns ein Mittagessen in der Maison B.

Im Anschluss fuhr ich noch ins Renert weil Meisterin Propper daheim bereits angetreten war, und ich dann nicht in Ruhe arbeiten kann. Um dort nicht ewige Stunden zu verbringen, schaute ich auch kurz im Rainbow Center vorbei.
Ich schaute mir aber auch die neue alljährliche Fotoausstellung der Fotothek an, die dieses Jahr vom Thema her wirklich gelungen ist: More than a Postcard

Aus dem Begleittext: Seit dem 19. Jahrhundert etabliert sich Luxemburg als eine faszinierende Reiseziel. Die Fotothek der Stadt Luxemburg verfolgt diese Spuren in Bildern: von der Ankunft bis zum Bummel durch die Stadt, von der Entdeckung der Sehenswürdigkeiten bis hin zur Entspannung und Beobachtung, bis zur Suche nach dem perfekten Foto oder dem Schreiben von Postkarten. Die Fotografien sind nicht nur Zeugnisse klassischer touristischen Aktivitäten; sie spiegeln auch die Veränderungen der Stadt und ihrer Besucher wider. Während im 19. Jahrhundert ausländische Besucher noch selten waren, ermöglicht die schrittweise Einführung des bezahlten Urlaubs in den europäischen Ländern zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr Menschen das Reisen.
Leider hatte ich völlig verpasst Fotos zu machen, weil ich total fasziniert war, doch das hole ich die nächsten Tage nach.













































































