1000 Fragen 381-400

OyeHaHa / Pixabay

 

381. Wen hast du zu Unrecht kritisiert?
Zu Unrecht kritisieren passiert immer dann wenn ich nicht alle Fakten kenne. Wenn mir das passiert ist es meistens im Job wenn ich die Arbeit anderer bewerten soll/muss und keine gute Stimmung herrscht, aus was für einem Grund auch immer.

382. Machst du manchmal Späße, die du von anderen abgeschaut hast?
Ja.

383. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?
*** Ich bestelle IMMER die Nr.24 beim Chinesen.***
Nein, da ich ja oft auswärts esse, versuche ich das so abwechslungsreich wie möglich zu halten.

384. Gibt es etwas, du insgeheim anstrebst?
*** Ich versuche die Weltherrschaft an mich zu reißen.***
Aber wenn ich das hier erzähle ist es ja nicht mehr geheim.

385. Wie würdest du deine Zeit verbringen, wenn du alles tun dürftest, was du willst?
Ich würde noch mehr reisen.

386. Was begeistert dich immer wieder?
Richtig gutes Schauspiel.

387. Welche Sachen kannst du genießen?
Essen, einen guten Film oder Theaterstück. Meine Freizeit.

388. Findest du es schön, etwas Neues zu tun?
Ja.

389. Stellst du lieber Fragen oder erzählst du lieber?
Das hält sich, glaube ich, die Waage.

390. Was war dein letzter kreativer Gedankenblitz?
Den Goldrahmen vom 50. Geburtstag mit neuen Postkarten dekorieren.

391. Bei welchem Song drehst du im Auto das Radio lauter?
In der Regel Songs aus den 80ern oder 90er.

392. Wann hast du zuletzt enorm viel Spaß gehabt?
Auf einer Feier bei der getanzt wurde.

393. Ist dein Partner auch dein bester Freund oder deine beste Freundin?
Der letzte was es, ja.

394. Welchen Akzent findest du charmant?
Den französischen Akzent im Englischen.

395. In welchen Momenten des Lebens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen?
In den Momenten auf die du lange hingearbeitet hast um sie endlich zu erreichen und dann sind sie fluchs zu Ende.

396. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?
Vor ungefähr einem Jahr. Aber um sie so zu halten muss ich alle drei Wochen zum Frisör.

397. Ist an der Redensart „Aus den Augen, aus dem Sinn“ etwas dran?
Ja.

398. Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag?
Das hängt davon ab mit ich mich beschäftige. Für gewöhnlich bin nicht der Tempo Typ.

399. Machst du jeden Tag etwas Neues?
Nein.

400. Bei welchen Gelegenheiten stellst du dich taub?
Früher was das wenn man mich ganz offensichtlich beleidigte und darauf wartete dass ich reagiere.
Heute traut man sich das nicht mehr.

Der zerlegte Schrank & ein Abendessen

Anfang letzte Woche schrieb ich dass ich endlich den scheußlichen Schrank weghaben möchte, doch mich beim Anblick der Ungetüms der Mut verließ.
Gestern trat also der A-H. an, und der Schrank war binnen einer halben Stunde in seine Bestandteile zerlegt.

Schrank

Und wenn ihr das hier lest, wird der Schrank schon von der Sperrmüllabfuhr abgeholt sein.

Ich hingegen baute neue Regale auf die Anstelle des Schrankes kamen und das gefühlte 10-fache an Stauraum bieten. Denn mit allem was jetzt noch da steht und irgendwann auch teilweise aussortiert werden muss, kommt es mir vor als ob es nicht mal mehr ein drittel von dem ist, was zuvor da stand. Dabei habe ich nichts weggeschmissen!
So sieht es jetzt aus:

Die Kisten im obersten Regal sind randvoll mit Arbeitsmaterial, das ich extra für spezifische Produktionen angeschafft habe und seither aber nicht mehr gebraucht habe. Das muss aussortiert und entsorgt werden. Doch wenn es erst mal entsorgt ist, kommt ein Auftrag in dem man das Zeug gebraucht hätte.
Das ist der Fluch der Maskenbildner und ist mir schon mehr als einmal passiert.

***

Abends hatte die A. eingalden zum Abendessen. Es gab eine Quiche Provencale.

…und Pablo war auch mit von der Partie:

 

Wochenmarkt, Charles & Tapas

Dass ich auf den Wochenmarkt war, erwähne ich nur. Ich habe gefühlt mindestens ein Dutzend Fotos davon eingestellt.
Ich kaufte Käse, Brot, Obst und Gemüse fürs Wochenende. Da ich sehr früh dort war, hatte ich das Auto mitgenommen weil ich nicht alles schleppen wollte fuhr ins Parkhaus als noch über 150 Plätze frei waren. Das ist aber nur der Fall im August während der Sommerferien.
Ich traf die D. und es war unser letzter Kaffee im Renert, die ab Sonntag auch in Urlaub gehen für 2 Wochen. Es sind überhaupt viele Bars und Restaurants die Mitte/Ende August schließen und es sind jedes Jahr ein paar mehr.

Der Grund ist die Alljährliche Schobermesse. Die Franzosen sagen übrigens “Schobi” dazu, was ich erst vor kurzem hörte. Wer nicht weiß was die Schobermesse, oder die Fouer ist, der suche den Begriff auf dem Blog nach. Es gibt genug Einträge darüber.
Die K. die übrigens sehr nahe an dem Glacis Platz wohnt wo die Schobermesse jedes Jahr stattfindet, findet es seit letztem Jahr nicht mehr so schlimm, weil das altmodische Pferdekarussell, dass quasi vor ihrer Haustür stand anderweitig aufgestellt wurde. “Die Orgelmusik, lässt dich psychotisch werden”, erzählte sie vor kurzem. Das Gewummere von Technomusik würde sie weniger stören.
Ich selbst höre das Gekreische in meiner Wohnung nur je nachdem wie der Wind geht. Und insgesamt werde ich nicht viel von dem Rummel mitbekommen denn ich bin ja in knapp anderthalb Wochen wieder weg…

***

Ich sah den A. mit seiner Freundin aus der alten Heimat, die seit langem mal wieder an einem Samstag Morgen auf den Markt kamen. Gemeinsam gingen wir spontan zu Charles:

Charles

Charles ist ein Sandwichladen in dem es auch anständige Burger und Salate gibt, alles mit super frischen Zutaten und für luxemburger Verhältnisse sogar sehr günstig.

***

Später am Nachmittag rief dann die N. an, die zur Zeit ein paar Katzen in einem Haus an der Mosel versorgt weil die Besitzer in Urlaub sind, und fragte mich ob ich nicht Lust hätte auf Tapas.  Mit den Tapas hätte ich für diesen Tag theoretisch mein Pensum an Kalorien überschritten, und ich versuche so wenig wie möglich Ausnehmen zu machen. Doch dachte ich mit dass ich einen kleinen Saltat und ein wenig Serano Schinken nicht schaden könnten, und ich sagte zu.

Das Tapas Street das in Remich gleich neben Freibad liegt, (das Foto machte ich von der Terrasse aus) kam schon ein paar mal im Blog vor. Ich bin zumindest immer einmal im Sommer dort. Natürlich war die Portionen wieder gewaltig ich überfraß mich hoffnungslos.

***

‘I Knew You Were Waiting For Me’ bekommt jetzt eine ganz andere Bedeutung.
Bye Aretha, bye Gerorge!

Aus dem Familienalbum 12

Das Foto stammt aus dem Nachlass von Großmutter Marie. Ich weiß auch wer darauf abgebildet ist, doch kenne ich sie nur unter dem Namen Tante Jeanne und Onkel Sepp. Den Familiennamen weiß ich nicht mehr.
Das Foto selbst wurde ganz offensichtlich in der Wohnung oder dem Haus von Großmutter Marie gemacht, denn ich erkenne die Möbel, das Bild an der Wand und die Stehlampe.
Dass sich Onkel Sepp hinter der Stehlampe versteckt oder Tante Jeanne so tut als ob sie lesen würde, ist meiner Meinung nach alles ein wenig gestellt.

Onkel Sepp und Tante Jeannne wohnten in Cronenbourg, einem Vorort von Straßburg, in dem auch das Kornenbourg Bier hergestellt wird.
Ich weiß aber nicht mehr zu welcher Seite der Familie sie gehörten, Großmutter Marie oder Großvater Camille (der sehr früh verstarb). Ich vermute mal dass es die Seite von Marie war, und Tante Jeanne eine Cousine war.

Weil ich mich in letzter Zeit viel mit Marcel Proust beschäftigt habe und auch viel in der Erinnerung herumkramen musste, kommt es mir so vor, als ob die Geschichten die ich von ihnen oder auch von anderen zu hören bekam hauptsächlich Krankeitsgeschichten und minutiöse Beschreibungen von Wehwehchen waren.

So gab es zum Beispiel eine Freundin meiner Tante Alice, Lucie, die in meiner Erinnerung eine wunderschöne Frau war, und auch recht lebenslustig, aber wenn Alice von ihr erzählte, war Lucie eine Enzyklopädie an Krankheitsbildern.  Sie hatte gebrechliche Knochen, litt an deformierendem Rheuma und hatte etwas das ich danach nie wieder hörte; sie hatte rheumatische Beschwerden in den Augen.

Bei Onkel Sepp und Tante Jeanne war es ähnlich. Wenn wir mal zu Besuch waren wurde immer irrsinnig viel über Krankheiten gesprochen und wie schlimm das alles sei.
Es gab mal eine Zeit als kleiner Junge da war ich felsenfest überzeugt Onkel Sepp wäre gestorben, da ich irgendwie noch wusste dass mein Vater sich Hals über Kopf  frei nehmen musste um nach Straßburg zu fahren. Aber Onkel Sepp sollte Jeanne und meinen Vater um etliche Jahre überleben, doch dazu später mehr.

Als ich neun oder zehn Jahre alt war, wurde ich in einem Sommer zur Kur geschickt.  Ich habe keine Ahnung wie oder was meine Mutter damit bezwecken wollte. Ich musste in eine ambulante Kur nach Obertal ins Schwarzwald Sanatorium. (das inzwischen einem chinesischen Konsortium gehört) Da es sehr teuer geworden wäre mich in Obertal unterzubringen fuhren wir jeden zweiten Tag von Straßburg aus dorthin. Wir waren dort bei Freunden von meinem Vater untergebracht.

Zwischenzeitlich besuchte meine Mutter pflichstschuldigst mit mir Onkel Sepp und Tante Jeanne. Ich weiß noch dass diese ganze Kur mich sehr müde machte, und ich auf dem Balkon einschlief. Ich glaube es war auch eine der letzten Male dass ich beide sah. Ich wüsste nicht dass sie später zu großen Familienfeierlichkeiten eingeladen worden wären, sonst gäbe es mehr Fotos von ihnen.

Die Jahre vergingen und als mein Vater starb musste meine Mutter natürlich auch Onkel Sepp informieren, der aber gesundheitlich nicht mehr in der Lage war nach Luxemburg zu Begräbnis zu kommen. Doch bedrängte er sie innigst ihn doch einmal zu besuchen in Cronenburg. Er würde sich über jeden Besuch freuen, jetzt da Jeanne nicht mehr da wäre, würde er sich sehr einsam fühlen.

Wir fuhren dann ein paar Wochen später hin. Ich sage “wir” denn Mutter bat mich mitzukommen, weil sie eine Vorahnung hatte. Er war ein alter gebrechlicher Mann geworden, der am Stock ging und mehr schlecht als recht seinen kleinen Haushalt hielt. Es roch alt und muffig in der Wohnung. Wir unterhielten uns über seinen Gesundheitszustand und dass er, weil er keine Nachkommen hätte schon für alles vorgesorgt hätte. Als ich für ein paar Augenblicke das Klo aufsuchen musste, nutze er die Gelegenheit meiner Mutter an die Wäsche  zu gehen.  Sie wehrte ihn ab und kurz danach stand ich wieder bei ihnen. Meine Mutter wollte keinen Aufstand machen und verabschiedete sich mit der Argument dass wir beizeiten wieder zu hause sein wollten. Sie hatte bereits geahnt dass er ein Schwerenöter der ekelhaften Sorte sei und war somit nicht weiter überrascht, als er zu grabschen begann.

Sie hat anschließend den Kontakt völlig abgebrochen.  Irgendwann erfuhr sie über Dritte, dass Sepp verstorben war.

Friseurtermin & Kino am Donnerstag.

Der Feiertagsmittwoch war so ereignislos, wie selten ein Tag. Ich konnte mich auch zu nichts aufraffen. Es blieb bei Lesen, Daddeln, und ein bisschen YouTube kucken.

***

Ein Friseurtermin. Es ist wieder sehr kurz, so dass ich die nächsten vier Wochen ohne Friseur überstehen werde.
Von dort aus zu Fuß ins Annexe. Zum ersten mal die Brücke unter der Brücke von nahem gesehen. Ich hätte das schon Ende letzten Jahres gekonnt als die Eröffnung war. Doch hatte ich den Termin verschlafen.

***

Eine kurze Stippvisite im Annexe:

Gegenüber vom Annexe steht ein Kastanienbaum der die Touristen wie ein Magnet anzieht. Er hängt voll mit Zettel und Sprüche darauf:

***

Am Nachmittag traf ich mich mit der D im Kino. Ausgewählt hatten wir My Lady / The Children Act mit Emma Thompson und Stanley Tucci.  Emma Thompson ist so atemberaubend gut in den Film, wie selten zuvor. Ihre Präsenz sprengt die Leinwand.  Die Geschichte selbst basiert auf einem Roman von Ian McEvan.  Emma Thompson spielt eine Jugendrichterin, die in einem Fall von Verweigerung der Jehova Eltern einer Bluttransfusion an ihren minderjährigen Sohn eine Entscheidung treffen muss, wäre sicherlich nicht so gut geworden wenn es nicht Frau Thompson gewesen wäre.

***

Ach ja, das wollte ich euch noch zeigen:

Als ich mit der D. vor ein paar Tagen Eis essen war in die Bonomeria, kamen wir an einem Haus vorbei bei dem mehrere Kisten mit billigen französischen Krimis lagen. Ein Cover schöner als das andere…

***

Abends ging ich nach ewig langer Zeit mal wieder ins Dipso. Die T. war dort und es wurde ein lustiger Abend.

Möbel nicht niederreißen & Links 2,3,4

PublicDomainArchive / Pixabay

Als ich aus dem schwedischen Möbelgeschäft kam, war ich fix und foxi. Warum ist dort an einem Dienstag Nachmittag so viel los? Weil der Mittwoch ein Feiertag ist?
Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes machen doch als ich sah was das alles implizieren würde, verließ mich augenblicklich der Mut

Doch schön der Reihe nach.

Vorgenommen hatte ich mir den morschen alten 5-türigen sehr scheußlichen Schrank der immer noch in der Garage seht, und nicht wirklich für Stauraum sorgt, weil ein Teil der Ablageflächen herausgebrochen sind. Er ist so scheußlich dass ich ihn nicht mal ablichten wollte um hier einzustellen. Er muss weg!
Also ging ich am morgen voller Tatendrang in die Garage und als ich sah, was  ich da alles umräumen muss, und dass ich den Schrank nie im Leben alleine auseinander nehmen kann, verließ mich der Mut. Ich bestellte den A-H., der Mann für alles, der eine Zeit lang auch der Assistent der Bühnenbildnerin A. war und machte einen Termin aus.
Sonntag wird abgerissen, und Montag in aller Früh kommen die Männer vom Sperrmüll.

***

Da ich in zwei Wochen, kurz bevor ich wieder in der Süden fahre, zum ersten mal in der neuen  Wohnung Übernachtungsgäste haben werde, fuhr ich los um Bettzeug für das Schalfsofa zu kaufen. Da das Sofa weder den Maßen des alten Bettes aus der kleinen Wohnung (140×200), noch den Maßen des neuen Bettes entspricht(180×200) musste zumindest ein Matratzenschoner und und ein neuer Spannbezug her, in der Größe 160×200.
Ich griff zu da verschiedene Muster im Sonderangebot waren und kaufte ein komplett neue Garnitur, inklusive zwei neue Kissen, alles zusammen für knapp 50.-€. Kann man nicht meckern.

Wie schick alles ausschaut seht ihr wenn alles ausgepackt und die Lacken und Bezüge einmal gewaschen wurden.

***

Der Schuss Essig im Wasser um poschierte Eier zu machen muss gar nicht sein. Er hilft zwar dass das Eiweiß schneller stockt aber letztendlich bewirkt er auch, dass die Eier nach selbigem schmecken wenn man zu viel nimmt. Wichtig ist der Wasserstrudel. Wie man Rührei, Omlette, poschierte Eier und Spiegelei perfekt hinbekommt seht hier in dem Video von Bon Appétit, die übrigens ganz ganz ganz viele tolle Videos haben. Hier z.B. wie man Eggs Benedikt für ein Dutzend Leute gleichzeitig macht.

***

Sehr traurig war ich über die Nachricht vom Schriftsteller George Hausemer, der bereits am Montag an seinem Krebsleiden verstarb. Er berichtete fast zwei Jahre lang in seinem Blog Ich und mein Tumor über seine Krankheit, dies aber immer mit sehr viel Humor.

Aus dem Familienalbum 11

Immer dann wenn es aus dem Alltag nicht sehr viel zu berichten gibt, krame ich in der Fotokiste herum. Es kommt mir so vor als ob ich die beiden Fotos schon einmal gepostet hätte, aber ich finde sie nicht.
(Selbst schuld. Ich könnte auch Kategorien einfügen, was es um einiges leichter machen würde, aber dann müsste ich das auch für 5000 Beiträge machen….nö)

Das Foto war etwas inszeniertes von Großmutter Marie, mit meinem Bruder auf dem Stuhl neben Rax dem Hund, der es aber viel interessanter fand zum Fenster hinaus zuschauen. Ich erinnere mich noch an den kleinen windschiefen Apfelbaum gegenüber, und den hellblauen Briefkasten…

 

Ich kann mich noch vage an den Moment erinnern an dem Großmutter Marie das Foto schoss. Sie hatte mich und meinem jüngeren Bruder auf den Kunstledersessel gesetzt und machte ein Foto von uns. Das Stück Leopardenfell als Überwurf war echt. Heute wäre es ein totales No Go.
Ich durfte auf diesen Fotos nie groß lachen weil ich wegen der vielen Medikamente die ich kurz nach der Geburt wegen dem aktivem Kolibazillus bekommen hatte, meine Zähne voller brauner Flecken waren. Deshalb sieht man mich auf Fotos immer nur lächeln.

Mein Vater sprach Großmutter Marie nie zu, dass sie gute Fotos machen könne, doch letztendlich sind es die Fotos die ich aus ihren Erinnerungskisten habe, mit die besten die je von uns gemacht wurden.

1000 Fragen 361-380

OyeHaHa / Pixabay

361. Was war deine schlimmste Lüge?
Oh an die erinnere ich mich noch sehr gut, aber das gehört nicht hierher. Es reicht dass ich es noch immer weiß und was ich damit ausgelöst habe und dass es mir bis heute zu schaffen macht.

362. Erweiterst du deine eigenen Grenzen?
Meine Wissensgrenzen erweitere ich quasi jeden Tag.

363. Kannst du gut Witze erzählen?
Ich KANN Witze erzählen, wie gut ist wieder so eine Skalafrage.

364. Welches Lied handelt von dir?
Es gibt keines, oder zumindest keines das mir jetzt spontan einfällt.

365. Welche kleinen Dinge kannst du genießen?
Eine Verschnaufpause.

366. Wofür darf man dich nachts wecken?
Wenn das Haus brennt in dem ich schlafe.

367. Was würdest du gern an deinem Äußeren ändern?
Ein paar Kilo weniger dürften es sein.

368. Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?
Das werden die entscheiden die der Beerdigung beiwohnen.

369. Lässt du dich leicht zum Narren halten?
Nein.

370. Was würdest du gerne einmal tun, vorausgesetzt dass es keinesfalls schiefgehen könnte?
Ein Banküberfall?

371. Muss man immer alles sagen dürfen?
Nein.

372. Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?
Die Frage würde eher auf mich zutreffen, wenn man sie in der Vergangenheitsform stellen würde. Wem hätte ich mehr Aufmerksamkeit schenken sollen? In dem Fall wäre es mein Vater gewesen.

373. Kannst du gut loslassen?
Vor eine paar Jahren noch nicht, aber jetzt, ja. Denn loslassen heißt die Hände freihaben.

374. Wofür bist du dankbar?
Der Mensch zu sein der ich bin und in der privilegierten Situation in Europa und in Luxemburg zu sein in der ich mich befinde.

375. Sind Komplimente von Leuten, die du nicht gut kennst, wichtig für dich?
Das hängt davon ab für was ich das Kompliment bekomme. Wenn es Menschen im Blog sind die mir einfach nur danke sagen für ein schönes Posting, freut mich das sehr.

376. Vor welchem Tier hast du Angst?
Angst hab ich vor gar keinem Tier.  Respekt wäre treffender.

377. Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?
Als ich einer Diskussion nicht mehr folgen konnte, weil ich aus Müdigkeit einen Teil nicht mitkommen hatte.

378. Was hast du immer im Kühlschrank?
Wasser, still und/oder Sprudel.

379. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?
Nein. Da ich fast kein Fernsehen mehr schaue und vor allem keine Werbefernsehesender, sehe ich mir auch quasi keinen Mist an.

380. Wann hattest du die beste Zeit deines Lebens?
Die ganzen Wochen meiner Weltreise, die letztendlich ja keine war.

Die etwas andere Erfüllung eines Traums.

Ich greife meinen Geschichten immer gerne etwas vor, der Spannung wegen, doch versuche ich das heute nicht zu tun.

Ich hätte die zwei letzten Tage auch bloggen können, doch war ich so müde von der Fahrerei, dass ich es bleiben ließ.
In den letzten zwei Postings hatte ich angedeutet, dass ich mir noch mehr Pferde ansehen würde. Es geht noch immer darum dass die A. ein eigenes Pferd haben will. Auf der Suche nach Minorquiner Pferden, die es gar nicht so häufig gibt, fand sie ein weiteres Gestüt im Nord Pas-de-Calais in einem winzig kleinen Dörfchen mit dem Namen Wail. Dort sollten wir und einen Minorquiner Hengst, der zu Verkauf stand, ansehen.

Wir fuhren also am Freitag, nachdem ich den ganzen Donnerstag damit verbrachte hatte die Waschmaschine be- und entfüllen, von Urlaubszeug, und waren wieder für 2 Tage auf Achse. Diesmal war es aber nur die A. und ich.  Die A. hatte ungefähr 30 Minuten vom Pferdehof In Montreuil-sur-Mer ein Best Western Hotel für die Übernachtung gefunden und gleich daneben ein tolles Restaurant, aber dazu komme ich gleich.

Wir fuhren so in Luxemburg los dass wir mit den zwei kleinen Pausen pünktlich in Wail zum Termin kamen. Der Hengst heißt Dalton und hatte der A. bereits auf den Fotos die man hier geschickt hatte, sehr gut gefallen.  Die hatte ihr Reitzeug mitgenommen und konnte Dalton zum ersten mal in der Halle reiten.

Es ist ein ein wunderschönes Tier und er benahm sich, so lange er in der Halle war, vorbildlich. Doch als man der A. anbot etwas draußen zu reiten ging es an einer Wiese mit Stuten vorbei und da war Dalton nur noch schwer im Zaum zu halten. (Ein Hengst eben)
Es wurden eine Reihe von Details besprochen, wie z.B. dass wenn sie Dalton kaufen würde, er unbedingt einen kompletten Check-up beim Tierarzt durchlaufen müsse, vor allem die Beine müssen geröntgt werden.

Die A. war sehr nervös und aufgeregt.
Wir verabredeten uns mit dem Besitzer des Pferdes und dem Halter des Gestütes, dass wir am Samstag mit Dalton zum Tierarzt gingen.

Die Überlegungen der A. gingen in verschiedene Richtungen. Dalton wäre eigentlich der Richtige, aber nicht als Hengst, sondern als Wallach. Denn auf das Gestüt auf das er in Luxemburg kommen würde, wäre eines mit vielen Stuten und er hätte keine Minute Ruhe. Doch letztendlich hinge auch alles von den Röntgen ab, denn wenn man dort auch den kleinsten Fehler feststellen würde, würde sie ihn nicht nehmen.

***

Im Hotel angekommen, das übrigens sehr schön ist, legten wir ein Verschnaufpause ein und gingen zum Restaurant Anecdote das sich als ein Knaller erweisen sollte.

Vor allem der Merlan (u.l.) war besonders gut. Der Baba au Rhum (u.r.) hingegen war ok, kam aber nicht gegen den Baba der Hôstellerie du Grünewald an, über die ich ja schon oft berichtet habe.

***

Am Tag danach verlief alles glatt beim Tierarzt und er konnte nichts außergewöhnliches feststellen. Und somit stand eigentlich fest was geschehen würde. Dalton wird nach einer kleinen OP den Besitzer wechseln und nachdem der sich davon erholt hat nach Luxemburg kommen.
Die A. hatte Tränen in Augen.
Endlich!!! Nach all den Monaten in denen sie mir damit in Ohren lag…

Ich hatte ja in der Überschrift geschrieben die etwas andere Erfüllung eines Traumes. Diese Überschrift bezieht sich auf mich. Die A. bot mir an Pate vom Pferd zu werden. Das rührte mich sehr, denn dass ich je einmal Pate werden würde, war in weite Ferne gerückt, an dem Tag als mein Bruder starb. Und so erfüllt sich ein Traum den ich schon längst aufgegeben hatte wenn auch etwas anders.

Darf ich vorstellen:

Die A. und mein neues Patenkind Dalton.

Mitbringsel & Links 2, 3, 4.

Ich konnte nicht ohne Vin de Merde zurückkommen. Doch habe ich diesmal nur Weißwein mitgebracht, weil der Weinverkäufer sich mit dem Weingut in die Haare bekam, und er die letzten Flaschen verkauft, die er noch auf Lager hat. Danach wird es keinen mehr geben. Wie es scheint ist dem Herrn der den Wein konzipiert hat, der Erfolg zu Kopf gestiegen… Nun ja.

Die sechs Becher und die rote Salatschüssel stammen vom gleichen Töpfer bei dem ich letztes Jahr den Weincooler gekauft hatte, den ich aber jetzt als Behältnis für die Kochlöffel verwende.

Letztes Jahr hatte ich das große Salatbesteck gekauft. Dieses Jahr kam das kleine Besteck hinzu.

Den Goldpfeffer das Goldsalz und den Goldsenf habe ich eher aus Jux gekauft. Den Senf habe ich breites gekostet und er schmeckt gut.

Und dann wäre da noch der Kastaniencreme um eine original Coupe Cévénole herzustellen. Wenn es soweit ist zeige ich sie euch.

***

Ich bin ja nicht mehr so sehr RTL Luxemburg Fan, weil sie mir in letzter Zeit einfach zu sehr mit ihren Neuerungen an der Realität (und an mir) vorbei fahren. Das muss nicht jeder so sehen aber ich höre den Radiosender fast gar nicht mehr und Fernsehsender nur noch über ihre Internetseite, wenn gewisse Reportagen oder Filmausschnitte dabei sind die mein Interesse wecken.
Ein Artikel von Luc Marteling fand ich jedoch grandios.
Bist du ein Internet Troll? Mach den Test! Er stellt 13 Behauptungen auf wenn man alle allein und ehrlich für sich mit ja beantworten kann, ist man durchaus ein Troll. oder andersherum, je mehr man mit Ja geantwortet hat umso trolliger.
Ganz lustig geht es dabei in den Kommentaren zu, in denen sich viele der Großkommentiererinnen persönlich angegriffen fühlen und sich lautstark auf die freie Meinungsäußerung behaupten, als ob es ein Freifahtsschein wäre für jegliche Beleidigung oder Frechheit.

***

Via Tageblatt ein Kurzfilm über das Dorf La Estrella in Spanien gefunden. Eines von vielen kleinen Dörfern in Galizien das zu einem Geisterdorf zu werden droht. Doch zwei Menschen leben noch dort.

***

Tränen gelacht bei den Bloopers der Carol Burnett Show. Dort wurde bei den Aufnahmen vor Publikum nicht so schnell abgebrochen wenn etwas schief ging oder sich jemand versprach, die Schauspieler mussten versuchen es so gut wie möglich hinzukriegen, selbst wenn sie einen unhaltbaren Lachkrampf hatten.

***

Wenn ihr das hier lest, bin ich schon wieder unterwegs in den Norden Frankreichs in den Nord Pas-de-Calais. Doch davon morgen mehr.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen