
Ich hatte gestern nicht erwähnt, dass ich diesmal ein Leihwagen habe und das machte den Ausflug heute überhaupt erst möglich. Theoretisch würde es auch mit dem Zug gehen, aber es ist eine irrsinnig umständliche Fahrt, die man an einem Tag hin und zurück nicht hinbekommt. Es gibt hier mehr als ein St.Jean und wenn ich das meistens abkürze, dann ist damit immer St.Jean-de-Luz gemeint. Aber es gibt nicht weit von dort noch ein anderes, St.Jean-Pied-de-Port. (Port bitte mit t schreiben. Wenn man es mit c, wird aus dem Hafen ein Schwein und es wäre ein Heiliger Johann der Schweinsfüße) Es liegt eine gute Stunde von dem anderen St.Jean entfernt im Hinterland. Es ist ein mittelalterliches Städtchen, mit einer Zitadelle und einer Festungsmauer.
Als wir dort ankamen, gingen wir vom Parkplatz aus, gleich gegenüber zur Markthalle, in der noch alles geöffnet hatte. Ein paar von den Marktständen, kannte ich von meinem St.Jean. Wir kauften Wein von einer kleinen Bio Produzentin. Und da es schon fast Mittag war, machten wir auch gleich neben der Halle in einem kleinen Restaurant halt für ein Mittagessen. Le Chaudron, hat eine urgemütliche Terrasse. Anschließend ging es in die Stadt hinein. Es folgen Fotos:







Erwähnenswert ist noch das St Jean Pied-de-Port ein Etappenort ist, um nach Santiago de Compostela zu kommen. Im Büro, wo man den Stempel bekommt, standen viele Pilger Schlange.
Es war ziemlich heiß, und wir kehrten nach der dem kleinen Rundgang noch einmal in ein Café ein und tranken einen wunderbaren hausgemachten Apfelsaft zusammen mit einer Flasche Pérrier. Wir bastelten uns die Apfelschorle selbst zusammen, denn das kennt man hier nicht.
Ich fand einen herrlichen Gewürzladen und kaufte mir zwei neue Pfefferssorten, die ich bis dato nicht kannte und die es so oft nicht zugeben scheint. Das gehört alles zu den Mitbringsel und die werden gezeigt, wenn ich wieder in Luxemburg bin.
Anschließend fuhren wir wieder über Stock und Stein zurück. In der Wohnung legte ich mich ein wenig hin und wartete darauf, dass die Sonne ein bisschen tiefer stehen würde, um noch einmal ins Meer abzutauchen. Derweil lud ich ein paar Fotos hoch und schrieb schon mal Text für dieses Posting vor.
Am Abend hatten wir uns vorgenommen, dass wir nur eine Kleinigkeit essen würden und hatten uns die Buvette da la Halles dafür ausgesucht. Doch wurden wir dort vom Chef selbst derart barsch empfangen, dass wir uns sofort umentschieden. Wenn er keine Lust auf quasi einheimische Klientel hat, er muss kein Geld mit uns verdienen!
Wir fanden dann einen Tisch im Petit Escargo, und dort bekam wir auch Kleinigkeiten.

Das sieht jetzt nach sehr viel mehr aus, als es tatsächlich ist und es war sehr angenehm dort. Zudem sahen wir den J wieder, der Chefkoch, der einst das kleine Restaurant Bidaian besaß. Große Wiedersehensfreude und wir werden uns diese Woche noch einmal sehen aber darüber schreibe ich, wenn es soweit ist.













































































































