Schöner Traum & Theaterstück

Ich erwachte früh am Morgen und hatte etwas schönes geträumt. Ich träumte ich hätte ein Interview mit Tracey Thorn geführt. Ich war ganz zitterig als ich aufstand. Ich könnte ja wenn ich wirklich wollte, das richtig in Angriff nehmen. Die Wege und Mittel hätte ich. Aber ich stelle mir dann vor, dass es tatsächlich passieren würde und sehe mich vor ihr stehen, wie ein 60-jähriger, kreischender Teenager. Und die Vorstellung ist so peinlich, dass ich es lieber sein lasse.

Draußen gab es ein weiß gefrorenes Dach, doch die Sonne lockte.

Und während ich die letzten Zeilen von gestrigen Post schrieb und die ersten von diesem Text, hörte ich eine Playlist von CC.DISCO! (ja, das schreibt sich in Großbuchstaben, keine Ahnung ob man dass schreien muss)

Doch ich besann mich eines Besseren und belieb daheim, denn es gab jede Menge am Rechner zu tun. Ich ackerte toujours durch bis fast um 15:00 Uhr, danach war alles geschafft für den Tag. Uff!

Vielen lieben Dank für all die Rückmeldungen zu meiner Recherche über die fünfte Jahreszeit. Und danke an die Kaltmamsell fürs Boosten der Frage auf Mastodon. Das hat sehr geholfen! Sie ist nämlich im Blogadel Ranking sehr viel höher angesiedelt als ich. (Ich Großherzog, Sie Kaiserliche Hohheit!)

Am Abend war ich mit der N im Théâtre du Centaure, das ab und an auch englische Stücke hat. Wir sahen Seven Methods of Killing Kylie Jenner. Ein Stück das 2019 den Critics’ Circle Theatre Award in England bekam. Das Stück erzählt von zwei jungen Schwarzen britischen Frauen, Cleo und Kara, die beste Freundinnen sind. Cleo postet online ein fiktives Kunstprojekt mit dem Titel „Seven Methods of Killing Kylie Jenner“, das sich kritisch mit kultureller Aneignung, Rassismus und der Vermarktung Schwarzer Ästhetik beschäftigt. Der Post geht viral und löst heftige Reaktionen aus. Während Cleo die Aufmerksamkeit als notwendigen politischen Akt versteht, hat Kara große Zweifel. Sie fürchtet die Konsequenzen, sowohl persönlich als auch beruflich, und wirft Cleo vor, mit Provokation eher Schaden anzurichten als echte Veränderung. Im Laufe des Stücks eskaliert der Konflikt zwischen den beiden.

Ich fand das Stück gut, wenn auch an manchen Stellen vom Text her zu überdreht. Zudem war die Slangsprache mit all ihren Abkürzungen für viele gewöhnungsbedürftig, es gab Zuschauer die nur Bahnhof verstanden.

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Ein schöner Text von Herr Buddenbohm über Twin Peaks. Ich könnte auch meine Erinnerugen und Anekdoten darüber niederschreiben, aber das habe ich schon mehrfach getan. Ich kann übrigens nicht behaupten, dass ich ein eingefleischter Lynch Fan bin, das war ich nie, doch wenn ich alle Filme zusammenzähle, die markante Erinnerungen hinterlassen haben, bin ich wohl doch einer.