Hörspiele & Louis Wain

Was vom Abend davor noch zu berichten bleibt, ich hörte ein Hörspiel dass genauso alt ist wie ich. Das ist nicht weiter ungewöhnlich aber, weil mir das in letzter Zeit eingefallen war, ich besass weitaus mehr Hörspielkassetten und Schallplatten als Kind, als ich anfänglich in Erinnerung hatte. Ich fand nämlich vom Europa Hörspiel Verlag (der mittlerweile zu Sony Entertainment gehört) eine Liste von 100 alten Hörspielen, die neu aufgelegt wurden und das schon vor einer Weile. Als ich mich durch die Liste arbeitete und die Cover wiederentdeckte, wurde mir das bewusst. 

Da wäre zum Beispiel Die Schatzinsel von Robert L Stevenson.

An das Cover oben konnte ich mich erinnern, das, so erfuhr ich, zu er der Neuauflage von 1977 gehörte. Aufgenommen wurde es aber 11 Jahre davor. Und ich konnte mich an einen Satz erinnern, denn ich als Knirps nicht verstand und mir erklären lassen musste. „ Ich habe Matrosen gesehen, die wie Fliegen am gelben Fieber starben.“ Eine andere war die vom Rosenresli. Ob das wirklich meine war, weiß ich nicht mehr, vielleicht hatte ich sie auch bei den Nachbarskindern gehört. Und dann gäbe es noch Heidi von Johanna Spyri, das die meisten durch die Anime Zeichentrickserie kennen. Ich kannte sie über die Hörspiele.

Am Morgen gab es Arbeit am Rechner, die aber fix erledigt war. Anschließend las ich ein wenig und besann mich dann noch einmal auf die Podcasts. Einer war noch nicht fertig geschnitten. Gesagt, getan und jetzt alle stehen in den Startlöchern bis Mitte März.

Die Abendunterhaltung bestand aus einem Film den ich noch in der Pipeline der Postbox hatte. Ich glaube, er lief um die Feiertage oder Anfang Januar. The Electric Life of Louis Wain. Er lief im gleichen Atemzug wie der Film über Beatrix Potter, die ja auch Malerin war und Tiere zeichnete. Seltsamerweise hatte ich noch nie von Louis Wain gehört. Auch seine Katzenbilder kamen mir nicht sonderlich bekannt vor.

Somit war der Film für mich eine Art Lehrstück über einen Katzenmaler, den ich bis dato nicht kannte. Der Film selbst riss mich nicht vom Hocker. Wenn es nicht Benedict Cumberbatch gewesen wäre und vor allem Claire Foy, wäre es zu kitschig und zu überdreht gewesen. So aber schneidet er diese Extreme nur an, was irgendwie klappt und dann auch wieder nicht. Der Film hinterließ mich mit dem Gefühl, dass man das irgendwie hätte besser machen können. Denn die Geschichte des Mannes ist schon einen Film wert, aber emotional berührte sie mich nur am Ende ein wenig.

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