Ich war am Abend davor todmüde ins Bett gefallen und hatte völlig vergessen den Wecker zu stellen. Ich erwarte 5:40 Uhr, schaute schlaftrunken auf den Wecker, bis mir endlich einfiel, dass heute doch etwas war. Richtig, um 7:20 Uhr hatte ich einen Termin in der Klinik für den Kieferknochen Scan. Irgendwie war ich dann doch froh, dass ich so früh wach geworden war.
Wenn ich schon so früh los zog, konnte ich mich auch im gleich um die Premierengeschenke kümmern. Und dann geschah es. Draußen vor der Eingangstür stolperte ich über den letzten Treppenabsatz und landete auf dem Knie. Ich hatte versucht mich mit einer Hand den Sturz abzufangen , die im Anschluss ebenfalls sehr schmerzte. Mist, verdammter!
An zu Fuß gehen und mit dem Bus fahren war nicht zu denken. Ich nahm das Auto, fuhr zur Klinik, meldete mich an, und dort ging alles seinen gewohnten Gang. Es schmerzte doch nicht so sehr, wie ich anfangs gedacht hatte. Doch als ich eine Weile im Wartezimmer saß, und mich dann erhob, um hinüber zum Scanner zu gehen, quietschte das Knie doch sehr.
Wieder draußen ging nicht sofort zur Apotheke. kaufte Schmerztabletten und Voltaren zum einreiben. Ich ging nebenan zu einer Bäckerei Hoffmann, nahm eine Ibu und rieb mein Knie auf dem Klo gründlich mit der Salbe ein. Eine Viertelstunde später, nach der Tasse Kaffee, zeigte es bereits seine Wirkung.
Da ich diese fixe Idee hatte, was die Premierengeschenke angeht, wollte ich die unbedingt im benachbarten Ausland, in Trier kaufen. Also fuhr ich dorthin. Anderthalb Stunden später war ich wieder zurück.
Mittagessen gab es bei Oberweis. Es gab Quenelle de Brochet mit einer Nantua Sauce, Pfannengemüse und Reis.

Die Sauce Nantua hatte ich schon lange nicht mehr bei einem Gericht. Sie war sehr gut. sie erinnerte mich am einen längeren Aufenthalt in der kleinen verschlafenen Stadt.
Wieder daheim legte ich mich kurz aufs Bett und schlief dann noch mal fast eine Stunde lang tief und fest.
Ich rieb noch einmal das Knie gründlich mit Voltaren ein und machte mich fertig für eine weitere Dienstrunde.
Das Knie machte letztendlich wenig Probleme, aber rennen wie ein Wilder war nicht. Die Hand hingegen machte beim Ab- und Aufsetzen der Haarteile und Perücken ganz schön Probleme. Mist, Mist, Mist!
Am Ende des Dienstes muckte das Knie dann auch auf, weil die Schmerzmittel nachließen. Ich hoffe nur dass sich das bis nächste Woche wieder einigermaßen in Ordnung ist, dann bin ich für vier Tage auf Tournee in einem Land in dem ich noch nie war.