Adieu Bovary

Ich erwachte früh wie jeden Tag. Lange schlafen geht ja schon seit einer Weile nicht mehr. Doch irgendwie war ich noch immer müde und ich beschloss den Samstag sehr langsam anzugehen, denn die Woche war hart gewesen.

Doch die kleinen Samstags Rituale sollte ich dann doch nicht außer Acht lassen, also traf ich mich mit der D auf dem Wochenmarkt wie gehabt. Ich kaufte Obst, Gemüse und ein Brot beim Eifler Bäcker. Ich sah seit ewigen Zeiten wieder den B, der für zweieinhalb Monate im Vietnam gewesen war.

Im Anschluss folgten jede Menge Telefonanrufe Sms und alles mögliche, was mich ein bisschen stresste, weil ich einfach meine Ruhe haben wollte und doch wieder so viele Termine fest zurren musste, für die kommenden Tage, dabei ist nächste Woche schon so brechend voll. Zudem war das Wetter nicht so schön wie gestern. Auf Wolken folgten ein wenig Sonnenschein und es war eisig kalt.

Am Nachmittag legte ich mich noch einmal eine Stunde hin und schlief, bevor mich die N weckte und mich fragte, ob ich etwas für den Abend vor hätte. Hatte ich nicht. Angedacht war von der N das für uns ein wenig auf die Terrasse im Bovary setzen würden. Doch es war dafür zu kalt. Also gab es erst mal eine Tasse Kaffee bei mir daheim.

Im Anschluss fuhren wir dann doch ins Bovary aus folgendem Grund:

Adieu Bovary

Die Besitzerin Lili empfing uns mit dem Satz, „Ihr ward die Ersten und seid die Letzten.“

So ganz die letzten waren wir dann doch nicht, denn das Café brechend voll. Aber ich glaube, den meisten war nicht bewusst, dass es der letzte Abend, unter der Leitung von Lili ist.

Das kleine Café mit seiner winzigen Küche und seiner wunderschönen Terrassen im Sommer konnte ich in all den Jahren, mit seinem Ambiente auf Fotos nie so fassen wie es wirklich war und ich habe mich oft gefragt warum?

Es war das erste und bis dato einzige literarische Café in der Stadt und sein Erfolg fusste auf etwas sehr zerbrechlichem, das Lili in den zehn Jahren aufrecht zu erhalten versuchte, so schwierig es auch manchmal war.

Das Bovary war ein Rückzugsort und ein Ort zum ausgelassen feiern zugleich. Ich weiß nicht wie oft war ich manchmal alleine dort war, weil ich allein aber doch unter Menschen sein wollte, weil ich mein Blogposting in aller Ruhe schreiben wollte. Oder all die ungezählten Abende die ich mit Freunden dort verbrachte…

Ich habe versucht eine Reihe von Fotos aus dem Blog vergangenen 10 Jahre zusammenzustellen:

2016
2017 am Valentinstag
2017
Darwin als Welpe
Eines der allerersten Fotos die ich dort gemacht habe am 27 Februar 2016.

Eine Ära geht zu Ende…

***

Eine Frage, die mich in den Kommentaren bezüglich des neuen fahrbaren Untersatzes erreichte, die ich aber nicht freigeschaltet habe, weil ich mich auf die recht dumme Diskussion nicht einlassen will.

„Glauben Sie, dass die kompakten Elektro-SUVs wie dieser endlich den Durchbruch für die breite Masse schaffen werden.“

Meine Antwort: Nein! Ich hätte mir nie einen SUV angeschafft, weil ich diese riesigen Autos nicht mag, selbst in ihrer kompakten Form nicht, weil ich glaube, dass ein Mensch so viel Auto nicht braucht und es eine irrsinnige Materialverschwendung ist. Wenn der kleine Fiat 500 E, den ich davor hatte, mit der gleichen großen Batterie ausgestattet wäre, die ich jetzt bei diesem Gefährt habe, wäre ich nie auf so ein großes Karre umgestiegen.

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