Der Tag bestand hauptsächlich aus vielen Haushaltsdingen wie Wäsche waschen und Ähnlichem. Zudem gab es viel am Rechner zu tun und es möchte noch ein Podcast fertig geschnitten werden, der nächste Woche online geht.
Für den Abend hatte ich geplant, mit dem J ins Kino zu gehen. Er hatte Karten für einen Film des Filmfestivals Luxemburg. Eine Koproduktion zwischen französisch Kanada und Luxemburg, mit einer Regisseurin, für die ich vor sehr vielen Jahren auch schon mal gearbeitet hatte: Léa Pool.

Der junge und illegal eingewanderte Saad aus Marokko plant eine gefährliche Reise nach Kanada mit seinem iranischen Liebhaber Reza. Als sie in Montreal ankommen, sieht sich Saad gezwungen, Reza vor der drohenden Abschiebung in den Iran zu retten, wo ihn unweigerlich eine harte Strafe erwartet. Angesichts dieser Bedrohung versucht Saad das Unmögliche: Er verführt einen hochrangigen Beamten des kanadischen Einwanderungsministeriums in der Hoffnung, auf diese Weise die Sicherheit von Reza zu sichern…
Es ist ein Film, der schonungslos das zeigt, was mit Flüchtlingen passiert. Ich habe während dem Film Rotz und Wasser geheult und blieb bis zum Schluss sitzen um mich zu beruhigen, bis auch der letzte Name im Abspann durch war. Es ist zwar eine fiktive Geschichte, aber sie könnte sich durchaus so abgespielt haben.
Im Anschluss probierte wir mit noch zwei anderen Bekannten das neue Restaurant im Kino selbst aus. Es ist glaube ich der vierte oder fünfte eröffnete Annapurna. Ein indisches Restaurant. Ich hatte den Klassiker Chicken Tikka.
Ich lag nicht allzu spät im Bett.
Erst mal muss ich loswerden, wie sehr ich Ihre Fähigkeit bewundere, sich in verschiedenen Sprachwelten so sicher zu bewegen. Ihr Blog in deutscher Sprache beweist das ja schon eindrucksvoll.
Ich bin auch so eine Person, der die Tränen fließen in bewegenden Filmmomenten. Und nicht nur da. Zum Thema des Films kann ich nur bestätigen, dass ich aus meiner Erfahrung früherer Jahre in der Flüchtlingshilfe mitgenommen habe, was für tragische Geschichten sich hinter einzelnen Schicksalen verbergen, von dem sich manch satter Bürger kein Bild macht (und leider oft auch gar nicht machen will).