Ich räumte wie jeden Freitag die Wohnung auf, weil Meisterin Propper antreten sollte, bis ich mich einfiel, dass sie sich vor zwei Tagen krank gemeldet hatte. Also musste ich selbst ran.
Kurz vor Mittag hielt ich es nicht mehr aus in der Wohnung. Ich ging raus.
Ich fuhr hinaus zum See in die Alte Heimat.








Am Abend las ich Wuthering Heights aus. Oh boy! What a story! Ich hatte während dem ganzen Roman Mühe verschiedene Protagonisten auseinander zu halten. (Das, so habe ich gelesen, ging auch Virginia Woolf bei dem Buch so.) Es gibt zwei verschiedene Cathrines die bisweilen auch beide Cathy genannt werden. Es gibt Heathcliff aber es gibt auch seinen Sohn Linton Heathcliff, der auch manchmal Master Heathcliff genant wird und dann mit dem Vater verwechselt wird. Und dann gibt es noch den Edgar Linton, der Onkel von Linton Heathcliff und Vater der zweiten Cathy. Da die Ich-Erzähler auch manchmal wechseln, da die ganze Geschichte ja nie aus einer unpersönlichen Perspektive erzählt wird, sondern immer nur über Dritte, macht es auch nicht leichter. Es gibt nur eine Person in der Geschichte die weitgehend sympathisch ist, die Haushälterin Ellen (Nelly) Dean, doch auch sie fällt falsche Entscheidungen. Alle anderen sind durch die Bank antipathisch.
Ich las später ein wenig was manche so über das Buch geschrieben haben. Manche Kritiker auch von damals meinten das Buch sei ein Monster, was ich durchaus nachempfinden kann. Aber es ist ein großartiges Monster und ich bin froh, dass ich es endlich gelesen habe.
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Da queer.lu ein vor allem ein Magazin ist, das von einer sehr kleinen Redaktion geführt wird, erscheinen die Artikel erst in physischer Form bevor sie online gehen. Vor einer Weile wurden die Homepage umstrukturiert und jetzt findet sich alles viel leichter. So habe ich jetzt meine eigene Seite mit allen Artikeln die ich für das Heft geschrieben habe. Vor allem die beiden letzten Texte waren nicht so leicht zu finden, z.B. der Text, der letztes Jahr im Sommer ein Herzensprojekt war und der sehr viel Zeit in Anspruch nahm: Historically Queer: Herculine-Abel Barbin (1838 – 1868)
Auch der Text über Christina von Schweden hatte ich bis jetzt nicht verlinkt.