Theoretisch könnte es die gleiche Überschrift wie gestern sein, aber es war nicht ganz so schlimm.
Dienstlich war ich wieder sehr gefordert, doch es gab keine unüberwindbare Hürden. Es wird alles nur sehr, sehr eng werden. Jeder fordert irgendwie seine Zeit ein und und davon ist nicht genug da.
Für den Tag hatte ich mir einen Ausgleich dazu gewählt in Form einer neuen Aufnahme von einem Podcast. Dazu setzten die D und ich uns in den Park von der Villa Vauban, eine der schönsten und gepflegte Ecken des ganzen Parks, doch da die Trambahn alle 5 Minuten vorbeifährt, war es nicht der ideale Platz für eine Aufnahme. Also gingen wir ein Stück weiter und setzten uns dorthin, wo im letzten Jahr für die Gartenausstellung dieses kleine Café mitten im Park geöffnet hatte. Das wird im übrigen dieses Jahr auch wieder öffnen.
Im Gegensatz zu, sonst werde ich dieses Mal verraten, um was es sich im Podcast dreht. Wir sprachen über Wurzeln. Nicht die Wurzeln im Sinne von Botanik, sondern sinnbildlich, also unsere eigenen Verwurzelung. Ich denke, dass er ganz gut geworden ist.
Aus der Ferne sahen wir den Polizisten zu, die sich mit ein paar Jugendlichen auseinandersetzen, wahrscheinlich wegen einem Drogenversteck. Durch diese Aktion, machten wir einen kleinen Umweg und kamen an der Amalia Statue vorbei. Ich erschrak, als ich sah was sie dort angerichtet hatten.

Was ich nicht wusste, war, dass der große, imposante Sequoiadendron, der weit über 150 Jahre alt war, nicht mehr da steht. Er war schon lange krank und war von einem Pilz befallen. Auf einem Schild, das wahrscheinlich schon weitaus früher aufgestellt wurde, war zu lesen, dass er unter ständiger Beobachtung stand. Auf dem Foto selbst sah er schon nicht mehr sehr gesund aus.

Was für ein seltsamer Zufall, dass wir über Wurzeln sprachen, und dann das!

Wenn man vom Springbrunnen aus hinüber über den Boulevard Royal hinweg geht, fällt der Blick sofort auf ein Gebäude, das quasi nur aus Fenstern besteht. Es war jahrzehntelang eine Ruine. Was es davor war und wer es besessen hat, weiß ich nicht. Ich müsste das einmal recherchieren. Im Volksmund wird es das Fensterschloss genannt:

Später dann fing ich, weil es mir urplötzlich so auf sehr Nerven ging, mein Bibliotheks-, Büro-, Gästezimmer auf den Kopf zu stellen. Ich konnte den ganzen Wust in den Regalen nicht mehr sehen. Zudem habe ich ab nächster Woche einen Gast für ein paar Tage.
Für den Abend hatte ich mit der D ausgemacht, dass wir uns eine große Portion Spargel gönnen. Also ging es noch einmal, so wie gestern Abend schon, ins Hotel Park Bel Air.
Kurz nach 22:00 Uhr fiel ich wie ein Stein ins Bett.