Der Tag begann mit einer sehr freudigen Nachricht einer Freundin, die beruflich an die Spitze eines Unternehmens aufsteigen wird. Ich werde reisen müssen um das mit ihr zu feiern. Wenn alles unter Dach und Fach ist kann ich mehr darüber sagen. Aber so als Einstieg für einen sonst recht gewöhnlichen Montag, ist das schon mal sehr gut. Wenn der Rest der Woche genau so toll wird kann ich mich nicht beschweren.
***
Ich las bei der Kaltmamsell dass sie Urlaub im Vereinigten Königreich macht. Ich hatte die gleiche Idee, weil ich schon sehr lange nicht mehr dort war. Ab dem 2. April wird zur Einreise ein ETA benötigt. Es geht wie für Australien und Neuseeland inzwischen mit einer App. Und weil ich Anfangs etwas verwirrt war, hier gibt es die App. Alles andere was Google euch sonst so an Apps vorschlägt, ist Mumpitz.
***
Ich habe schon länger nichts mehr über andere Maskenbilder geschrieben, also denen ich im Netz folge. Erin Parsons ist eine meiner Lieblinge, weil sie sich mit Make up Historie beschäftigt. Eine sehr schöne Geschichte erzählt sie über den Lippenstift im zweiten Weltkrieg.
***
Und wenn wir schon beim Make-up sind, hier noch ein Servicelink in eigener Sache. Interessanterweise hatte ich just eine Anfrage auf Mastodon von einem Menschen, der leider zu weit weg wohnt. Am 29.03 werde ich im Rainbow Center einen Kursus für Transfeminine Personen abhalten. Kostenfrei. Es geht um Tages Make-up, nicht zu verwechseln mit Drag Make-up. Ich glaube es gibt noch freie Plätze. Alle Infos und Anmeldung findet ihr hier.
Gegen 8:30 schlug ich die Augen auf und fühlte mich um Längen besser als am Tag davor.
Nach dem Blogposting-hochladen mache ich es mir zur Gewohnheit den Link davon noch bei Thread und Bluesky per Hand zu posten. Bei Mastodon geht es automatisch. Außer von den Trööts, sehe ich bei den beiden anderen beiden nicht wirklich einen Nutzen. Ich kriege sehr selten Likes, die ich inzwischen als ‚Häckchen hinter Text’ ansehe. Man teilt dem anderen mit, dass man es gelesen hat. Ich frage mich ob ich Thread und Bluesky nicht einstellen soll.
Da ich gestern das schöne Wetter komplett verpasst hatte, wollte ich das heute nachholen.
Es wurde ein Ausflug in die Alte Heimat.
Während der Hinfahrt war ich sehr unschlüssig wo genau ich dort hinwollte. Der Großteil der kleinen Stadt ist eine Baustelle. Das hatte ich schon vor einigen Wochen festgestellt, als ich auf riesigen Umwegen durchfuhr. Also auf zum See, der inzwischen, das wissen die, die letzten August hier mitgelesen haben, wieder sehr schön geworden ist und in dem man inzwischen bedenkenlos schwimmen kann. Doch da ich letzte Woche jemand getroffen hatte, der mir erzählte, dass die Stadt in ihrem Kern noch desolater geworden ist und dieses und jenes Geschäft oder Lokal mittlerweile geschlossen hat und dieses und jenes bald schließen wird, wollte ich mich selbst davon überzeugen.
Ja, die Tristesse des Ortes der einst eine Touristenhochburg war, ist spürbar. Großen Respekt all denen, die immer noch durchhalten und sich nicht entmutigen lassen.
Das neue Kapitel, wie oben im Foto geschrieben steht, ist ein so überfälliges Kapitel, das schon vor mindestens 20 Jahren in Angriff hätte genommen werden müssen. Dass die Ruine in den letzten Jahren eine nicht ganz unerwartete Wendung nahm, weil man beim Abriss auf alte Mauern, aus dem 7.Jahrhundert stieß, war vorrauszusehen und niemand wunderte sich, denn wenn man hier buddelt findet man immer was.
Es wird also nochmal ein paar Jahre dauern. Ich bin gespannt ob der Marktplatz wiederhergestellt ist bevor ich in Rente gehe.
Nach einem Kaffee im Café de la Poste, an dem viele Erinnerungen aus Teeniezeiten hängen, schlenderte ich weiter.
Die Innenhof der Abtei. Meine alte Schule in der ich nur ein Jahr lang war.
Später traf ich dann in der Fußgängerzone auf die E., die ich schon viele Jahre nicht mehr gesehen hatte. Ich kenne sie seit ich 18 war, also runde 40!!! Jahre.
Sie stimmte zu, dass wir beide verewigt werden im Blog.
Ich machte noch eine Runde durch den teueren aber halt guten Rewe, und fuhr zurück.
***
Zwischendurch sah ich ein Thread von Frau Diekmann:
Die Frage machte mich ein wenig sprachlos. In der augenblicklichen Situation in der Frauen in Amerika dazu angehalten werden wieder reine Gebährmaschinen zu werden, finde ich die Frage so soso lala. Wie die Gesellschaft über sie urteilt, kann ich nicht sagen, wohl aber wie ich darüber denke. Ich denke dass ich mehr Hintergrundinfo brauche und wie es dazu kam, dass sie so viele Kinder hat, um mir ein Urteil bilden zu können. Dass der Nachwuchs von vier verschiedenen Männern stammt, ist im Prinzip nebensächlich. Wichtiger wäre zu wissen, ob diese Kinder alle von ihr und nur ihr, gewollt waren, in welchen Verhältnissen sie lebt und mit welchem Glauben die Frau erzogen wurde.
Am Freitag gab es ein Geschenk von meiner Meisterin Propper mit den ich absolut nicht gerechnet hatte. Sie weiß dass ich ein Faible für Keith Haring habe. Kein Wunder, sie putzt bei mir seit weit über 10 Jahren und kennt meine Haring Polos, Jacken, T-Shirts, Geschirr und Poster. Sie schenkte mir ein Buch das eine Freundin von ihr wegwerfen wollte, weil sie nichts damit anzufangen wusste.
Ich war hin und weg, weil es der Katalog der Ausstellung war, die ich 2019 in einer Galerie in Luxemburg gesehen hatte und ein paar Bilder davon später noch einmal in Melbourne. Ihr kam das Bild auf den Cover des Buches irgendwie bekannt vor. „Na ja, Sie sehen das Bild jede Woche!“, und ich zeigte auf das gerahmte Poster das im Flur hängt.
Am Abend zog ich mit den Jungs vom Bear-Afterwork im die Häuser. Es war lustig und ich sah ein paar Gesichter wieder, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte.
***
Den Samstag streichen wir aus dem Kalender den mir ging es den ganzen Tag nicht besonders. Ich hatte leichte Kopfschmerzen, die sich nicht entscheiden konnten ob sie zu einer Migräne heranwachsen sollten oder nicht. Ich lag mit Ausnahme eines kleinen Abstecher zum Markt wegen Obst und Gemüse, den Rest der Tages im Bett, schlief und las und hörte ein Podcasts bei denen ich aber wieder wegschlummerte.
Am Morgen ein Friseurtermin, wie alle drei Wochen. Es ist Wahnsinn wieviel da jedes mal runterkommt. Inzwischen müsste ich es gewohnt sein, aber nein, ich staune immer wieder.
Danach hatte ich einen Termin über den ich mich ausschweigen muss. Er dauerte mehrere Stunden und fand in einem Dorf über die Grenze statt. Nur so viel, es war ein Erfolg mit dem ich beim ersten Anlauf nicht gerechnet hatte. Aber es wird bei diesem einen Experiment bleiben. Wiederholen werde ich es nicht.
Gegen 17:00 war ich endlich wieder in heimischen Gefilden. Interessant daran ist, dass ich immer wieder froh bin, wenn ich mein Viertel zurückkehre. So gerne ich die Natur mag, sowie Ausflüge und Reisen, so froh bin ich wenn ich wieder den Grund und Boden meines Reviers betrete. Hier hatte es aber eher mit der Ecke zu tun in der ich den ganzen Nachmittag verbrachte. Ich mag sie nicht sonderlich.
Die Terasse des Renert war endlich geöffnet! Jaha! Und zu Feier des Tages, der an sich ja erfolgreich war, gab es das hier:
Ein Espresso Martini. Jawohl!
Von Balkon aus sah ich die Venus und ein wenig tiefer auch Merkur. Auf dem komprimierten Foto ist Merkur leider verschwunden. Im hochauflösenden Bild sah man ihn:
Am Abend war ich bei den Nachbarn eingeladen, die in der Parallelstraße wohnen. Es kam spontan zustande. Es war ein wunderschöner Abend, der etwas länger dauerte und bei dem es ein wenig zu viel Wein gab. Der Höhepunkt war ein Cognac von 1973 zum Abschluss. Manchmal entdeckt man Menschen die man schon länger kennt, auf eine ganz neue, privatere Art kennen und ist angenehm überrascht.
Der Tag fing mit einem Notruf an. Wenn Kostüme und Perücken nicht richtig gelagert werden, kann es vorkommen, dass sich darin kleine Tierchen im Winter einnisten. Hier waren es Mäuse die es sich in einer großen Tüte und Kiste gemütlich gemacht hatten und man fand überall Ihre Hinterlassenschaften. Und wenn man aus den Kostümen die kleinen Kotbällchen heraus pulen und sie anschließend waschen kann, so ist das bei Perücken doch sehr anders. In diesem Fall waren es synthetische Haare und die kann man nur sehr bedingt waschen, es hängt von der Qualität ab. Doch da es sehr gelockt war konnte ich es teilweise herausschneiden ohne das es auffiel. Aber was ist mit dem Geruch, wenn waschen nicht geht? Lüften und kräftig mit Alkohol einsprühen. Man kann auch selbst hergestelltes Febrèze machen. Dazu nimmt man den billigsten Vodka den man finden kann und gibt ihm ein paar wenige Tropfen eines Duftöles oder Weichspülers hinzu. Umgefüllt in eine Sprühflasche, ist es der perfekte und kostengünstige Ersatz. Noch besser ist unverdünntes 99% Iso-Alkohol. Das tötet alles ab und trocknet schneller. Aber das kann man nicht auf alles sprühen. Je nach Stoff gibt es Verfärbungen.
So verbrachte ich den Morgen.
Am Mittag wollte ich zum Renert, was aber nicht ging. Er hat seit Anfang der Woche geschlossen, weil eine neue Zapfanlage installiert wird. Es gab ein paar Nudeln in der Casa Gabriele zum ersten mal auf der Terrasse in der Sonne für dieses Jahr. Herrlich!
Ich holte meinen neuen Pass ab, da das Passbüro eine Straße weiter ist. Dazu musste ich den alten Pass abgeben damit er als ungültig gekennzeichnet wird. Ich erschrak ein wenig als ich das jetzige Foto mit von vor fünf Jahren verglich. Ich habe sehr zugelegt in grauen Haaren und ein paar Falten sind auch dazu gekommen. Nun ja…
Der Tag war vor allem mit einer Hin- und Rückfahrt nach Saarbrücken gekrönt, mit dem Weihnachtsosterhasengeschnek für den Patensohn. Ich sehe ihn ja nie so oft und Geschenke machen sich rar.
Am Abend hatte ich ein Interview in einer Sendung von 100,7, die sich Fiasko Fest nennt.
Sie wird aber erst im April ausgestrahlt. Wenn sie als Podacst verfügbar ist, werde ich sie verlinken.
Ansonsten war nicht viel aber solange wie die Sonne so scheint wie jetzt und die nächsten Tage, gibt es hier schöne Fotos.
Mein erster Gedanke am Morgen nach dem Aufstehen und der ersten Tasse Kaffee: „ Mach elo eng Dusch an a stell dëch ënner d’Wäschmaschinn.“ Ach ja…
Ich las weiter im Buch von Aldebaran und schaute mich um ob der zweite Zyklus der Saga „Bételgeuse“ zu haben ist. Nein, wie es scheint ist er vergriffen. Ich fand nur ein sehr überteuerte gebrauchte Exemplare.
Dann sah ich die traurige Nachricht dass der Sänger Herbert Leonard verstorben ist. Er wurde sehr bekannt weil er die Titelmelodie einer französischen Fernsehserie sang, die Dallas & Co. nachempfunden war, Châteauvallon. Danach hatte er noch ein paar Hits und dann wurde es still um ihn, bis in die 2010er Jahre. Mein Vater mochte ihn sehr.
Am Nachmittag eine Einkaufsrunde den der Kühlschrank hatte außer zwei Chicorée nichts zu bieten.
Am Abend sah ich mit Brokenwood an, die Neuseeländische Krimiserie.
Ach ja, erwähnte ich dass heute den ganzen Montag strahlend schönes Wetter war? Ein winzig kleiner Mond stand in einem glasklaren, wolkenlosen Himmel.
Das Hotel Bristol hat das Restaurant neu gestaltet und der hintere Frühstücksraum, der auch zum Lokal dazugehört, nicht umgemodelt, sondern so gelassen wie er immer war. Dort hatten wir einen Tisch. Es ist sehr heimelig, das Essen gut, das ich leider nicht abgelichtet habe, und die Bedienung sehr nett und freundlich. Zudem haben sie eine schöne Cocktailkarte. Ich hatte einen hervorragenden Negroni.
Es ist halt in einem Viertel das ein wenig wilder ist,als die Oberstadt, aber das war schon immer so.
***
Am Sonntag war eine nachmittägliche Dienstrunde angesagt, mit anschließendem kompletten Ausräumen von Allem. Die nächsten Vorstellungen sind erst wieder in 10 Tagen. Ich wurde anschließend zum Essen eingalden, sagte aber dankend ab, da ich Mittags mich selbst mehr als gründlich verköstigt hatte.
Am Abend schaute ich zwei Folgen einer britischen Krimi Serie auf ONE die ich nicht kannte, die ich aber sehr spannend fand, Adam Dalgliesh. Ich sah, dass es bereits die zweite Staffel ist. Die erste muss ich demnach verpasst haben.
Ich schlief sehr lange. Fast zu lange, was aber gut war, denn er war bitter nötig.
Am Mittag speiste ich mit der D. im Tzukii, die zum ersten mal mitkam. Sie war genau so begeistert wie ich es schon seit vielen Monaten bin.
Später schaute ich auf das Datum, was ich für gewöhnlich nur wahrnehme, ohne mir dabei etwas zu denken. Der 28. Februar. Zu erstem mal fiel mir seit langem wieder ein, dass es der Geburtstag meines Vaters war. Er wäre heute 89 geworden, er ist seit 37 Jahren nicht mehr da. Manchmal denke ich an ihn wenn ich mich mit Technik beschäftigen muss. Er war ein Technikfreak. Ich denke dass das Internet ihm sehr gefallen hätte, mit all seinen Möglichkeiten. Ich vermisse ihn nicht, das habe ich nie. Wir waren zu verschieden. Und doch hätte ich gerne aus der Ferne miterlebt ob und wie er heute mit dem Leben klarkäme.
Nach einer umspannenden Dienstrunde, über die ich sehr froh war, denn es muss endlich Ruhe und Rhythmus einkehren, ging ich mit der A. auf einen Absacker. Interessanterweise redeten wir über den Bombeneinschlag oder besser die Bombeneinschläge, die immer näher rücken. Damit meine ich Menschen in unserem Umfeld, die ihre letzte Reise antreten. Es ist grad eine Periode in der es, mehr als sonst, Menschen in unserem Umkreis erwischt. Und wenn es auch bedrückend ist und man sich hilflos fühlt, es gehört zum Leben dazu, dass man sich der eigenen Endlichkeit bewusst wird. Das Einzige was man dagegen tun kann, bzw. lernen kann, ist für den Moment zu leben, jeden Augenblick bewusst zu genießen. Das ist nicht einfach, weil unsere Gesellschaft nicht so funktioniert, aber wenn man nicht im permanent in Trübsal, Trauer, Angst und Zweifel gefangen sein will, täte man besser daran im Hier und Jetzt zu leben und nicht in der Vergangenheit oder der Zukunft, mit all ihren Unsicherheiten, die man eh nicht steuern kann.
So oder so ähnlich versuchte ich das der A. zu erklären. Und das ist mein Wort zu Sonntag Wochenende.
Ich habe zwar gestern so einiges geschrieben hier, war aber am Ende des Tages sehr platt, so dass ich den Domnerstag sehr langsam anging. Auf dem Antichte neben dem Bett stand noch ein Comicband, den ich beinah vergessen hätte. Aldebaran von Léo. Der Name ist abgeleitet von einem Stern im Sternbild Stier. Die Serie läuft seit 30 Jahren und jeder Zyklus umfasst fünf Bände. Ich fing jetzt mal mit dem ersten an.
Da ich nichts weiter geplant hatte als am Abend die Dienstrunde mit Premiere und das versprach wieder spät zu werden, ging ich ins ins Renert zum Mittagstisch. Auf dem Menü: Blanquette de Veau. Sehr gut. Es erinnerte mich an Großmutter, die das häufiger machte.
Am Abend dann die Premiere des Stückes. Die Nervosität war spürbar und mehr als gewohnt. Es ging auch etwas schief, was aber niemand im Zuschauerraum bemerkte.
Kurz vor Mitternacht war ich daheim und las noch eine Weile im Aldebaran. Morgen berichte ich mehr darüber.
Manchmal würde ich gerne schreien. Ganz laut. Manchmal mache ich das auch. Meistens im Auto wenn ich alleine bin. Heute hätte ich es gerne während der Dienstrunde getan. Aber man ist ja zivilisiert…Ich war froh als der Tag vorbei war. Es gibt manchmal Projekte, das ist einfach ein riesiger Wurm drin.
Hier wurde mal wieder meine Hassliebe zu Perücken auf die Probe gestellt. Vielleicht sollte ich das irgendwann in einem Blogpost ausführlich erklären, nur nicht jetzt, denn zur Zeit überwiegt der Hass mehr als die Liebe.
Nach dem Dienst der volle 13 Stunden dauerte, hatte ich mir das hier redlich verdient:
Vielleicht sollte ich noch auf die neue luxemburgische Serie eingehen, von der ich vorgestern die erste Folge sah. Marginal.
Es geht um wahre Kriminalfälle aus dem 19. und Beginn des 20. Jahrhundert. Die erste Folge war schon mal sehr gut und und düster zugleich. Das Einzige was mich störte, und das ist inzwischen so ein Unding, das mich wahnsinnig macht, nicht nur im Fernsehen sondern auch im Kino in allen Sparchen. Alle nuscheln nur noch, als ob sie nie sauber sprechen gelernt hätten. Untertitel sind fast unabdinglich. Mit der Zeit wird es dann besser, aber bei den ersten Szenen, war ich kurz davor wieder abzuschalten. Ich bin neugierig ob der Link oben auch im Ausland funktioniert.
***
Heute vor 19 Jahren war ich ausnahmsweise mal verkleidet. Es war in der Alten Heimat, aber für welche Fete ich mich zurecht gemacht hatte, weiß ich nicht mehr.
Am Sonntag war ausruhen, schlafen, lesen und anderweitig schreiben.
***
Der Montag war mit einer Hauptprobe gekrönt. Aber da muss ich noch mal ran, denn da stimmte so manches nicht.
***
Die meisten meiner Leser kommen ja aus Deutschland, die grad sehr verzweifelt sind und in manchen deutschen Blogs lese ich, dass sie sich ernsthaft Gedanken machen um auszuwandern. Ich lasse ja meist das politische Weltgeschehen in mein Blog nicht einfließen, obwohl schon klar sein dürfte, dass das, was alles vonstatten geht, mir auch nicht gefällt. Im Gegenteil, es lähmt mich und weil ich das Gefühl nicht mag, lese ich nur noch einmal am Tag die Zeitung oder schaue nur in eine Nachrichten App. Auch die sozialen Medien sind mir inzwischen herzlich egal.
Im gleichen Zusammenhang sah ich vor zwei Tagen einen Bekannten, der sich vor lagen Jahren “sehr um mich bemühte“ , ich aber nicht um ihn. Kurze Zeit später fand er dann seinen Lebensgefährten den er später heiratete. Er erzählte mir dass er seinen Mann eines Abends, Anfang Januar, leblos in der Wohnung gefunden hätte. „Hast du das nicht auf FB gesehen?“ fragte er mich. Nein, denn seit FB mir mehr viralen Blödsinn zeigt, als das was Freunde und Bekannte schreiben, schaue ich kaum noch rein.
***
Und dann wäre da noch der Dienstag der sehr verregnet war, wieder gekrönt mit einer Hauptprobe. Ach ja… ich arbeitete mich langsam an die Dinge heran. Es wird so ganz langsam was, aber halt nicht so schnell wie sonst, was aber nicht an mir hing. Darum muss ich für den Mittwoch auch den Marktbesuch sausen lassen.
***
Und dann wäre da noch die Tagesfrage:
Wenn du ein Wort endgültig aus der allgemeinen Verwendung verbannen könntest, welches wäre das? Warum?
Das hängt davon ab, aus welchen Gründen man das Wort in die Verbannung schickt. Wenn es nur darum geht ein Wort abzuschaffen, weil es in den eigenen Ohren nicht schön klingt, dann habe ich keines. Wenn man ein Wort aber abschafft, damit das, was das Wort beschreibt, dann auch weg ist und nie mehr wiederkommt, dann hätte ich jede Menge anzubieten. Diktator, Krieg, Hass, Hetze, Klimaerwärmung, Krankheit… man kann die Liste lange fortführen.
Den Freitag verbuchen wir unter Dienstlichem, das nicht so ging wie geplant, und darum hatte ich am Samstag erfreulicherweise frei.
***
Am Samstagmorgen hatte ich einen Beratungstermin mit einem jungen Mädchen mit Down-Syndrom, bei dem sich aber herausstellte, dass sie schon Anfang 30 ist, aber gar nicht so aussieht. Für gewöhnlich mache ich solche Beratungen nicht, aber hier machte ich eine Ausnahme. Ihre Mutter hatte mich angerufen, weil sie sich unwahrscheinlich gerne schminkt aber viel zu viel aufträgt. Ich machte einen Termin mit beiden aus im Kiko Laden im Auchan. Das war für einen Samstagmorgen der beste Ort, denn dort ist nie so viel los. Ich war ein wenig früher da, erklärte der Verkäuferin, wer ich bin und was ich vorhabe und sie war mit allem einverstaden. Am Anfang war die L. noch ein wenig scheu, doch nach ein paar Minuten war sie aufgetaut und fiel regelrecht in ein Makeup Fieber. Wir suchten Farben aus und ich zeigte ihr Techniken die sie selbst hinbekommt. Ich zeigte ihr auch dass man vieles mit den Fingern machen kann. Da sie Brille trägt zeigt ich ihr auch wie man mit einem Handspiegel arbeiten kann.
Was ich an diesen Menschen liebe, ist die 100% echte Emotion, Dankbarkeit und Freude die zurückkommt. Da ist nichts gespielt oder vorgetäuscht.
Es gab anschließend nach eine Tasse Kaffee bei Oberweis und dann machte ich mich auf, zu den eigenen Besorgungen. Eine Glückwunschkarte zum Geburtstag musste her, weil ich Abends eingeladen war. Ich fuhr zurück in die Innenstadt, die für einen Samstag erstaunlich leergefegt war, was aber den Faschingsferien geschuldet ist, die hier eine Woche früher stattfinden als anderswo.
Im Renert den Mittagstisch mitgenommen. Auf dem Menü stand Bœuf Stroganoff. Doch als man mir das Gericht vorsetzte, war ich ein wenig perplex, weil ich davon ein völlig anderes Bild im Kopf hatte, mit Käse und Schinken, doch dann fiel der Groschen. Ich hatte es mit Orloff verwechselt.
Den Nachmittag verbrachte ich daheim und machte mich fein für die Party am Abend.
Es war ein sehr lustiger Abend und ich habe so viel gelacht, wie seit langem nicht mehr.
Kurz nach Mitternacht ging es heimwärts. Auf dem Rückweg versuchte ich wieder mein Glück ein Foto von den beleuchteten Köpfen vor dem Palais zu machen. Es gelang so mittel.
Ein unfreiwilliges Frühaufstehen. Aber ich musste bei Zeiten in Saarbrücken sein. Dabei sah ich seit Weihnachten zum ersten mal die B. wieder. Die Freude hielt aber nur kurz, denn ich musste bei Zeiten wieder zurück.
Dabei gab es ein Abendteuer im Parkhaus, nach der letzten selbstverschuldeten Slapstick-Nummer. Diesmal Parkscheinloses Parken. In Luxemburg geht das in verschiedenen Parkhäusern schon seit längerem. Für eine bestimmte Kette geht das so, dass man nicht mal mehr das Fenster runterkurbeln muss. Das System liest die KFZ Nummer ein und es wird automatisch über eine App von der Karte abgebucht. Im Q-Park Rathaus in Saarbrücken gibt es das auch, aber es erkennt keine ausländische KFZ Schilder. Man hat mal wieder nicht weiter gedacht als die eigene Landesgrenze. Hallo? Großregion Saar-Lor-Lux? Europa? Beim Rein- und Rausfahren und dem Bezahlen muss man immer wieder mit jemandem weitab entfernten in einer Sprechanlage diskutieren und jedesmal alles von vorn erklären, weil es nie die gleiche Person ist. Das levelt den Kommunikationsskill ist aber irre nervig.
Wieder zurück gab es noch eine längere Dienstrunde im Atelier.
Am Abend schaute ich mit eine kleine herzerfrischende Tragikomödie auf ONE an. The Last Word. Mit der immer sehenswerten Shirley McLane und Amanda Seyfried. Der Schluss ist ein wenig zu rührselig, weil das der Hauptprotagonistin vom Charakter her im Prinzip egal sein müsste. Trotzdem sehenswert.
Ein paar Fotos der letzten zwei Tage, weil es sonst nichts weiter zu berichten gibt, zumindest nichts für Dienstag :
Ein klein wenig verwackelt. Aber die strahlende Kirchturmspitze sah in Wirklichkeit sehr viel besser aus.
Wenn ich etwas von Großmutter Thérèse geerbt habe, obwohl ich mich darüber lustig machte, als sie noch lebte, war der erste Blick in die Tageszeitung. Er galt der Seite mit den Todesanzeigen. Ich handhabe das inzwischen genau so. In den letzten Jahren stellte ich fest, dass es immer mehr Menschen sind, die ich kenne. So stand am Dienstag die Anzeige von Guy drin, einem Mitglied des RSC mit dem es in den letzten Monaten erschreckend schnell bergab ging. Ich sah ihn noch ein letztes Mal am Flughafen in Biarritz als er mit der Maschine dort landete mit der ich 30 Minuten später zurückflog. Wir winkten uns zu, durch die gläserne Wand, die die Abflughalle vom Gang mit den ankommenden Passagieren trennte. Da saß er bereits im Rollstuhl…
Diese nahen ‚Einschläge‘ machen mir immer wieder bewusst, das jeder von uns endlich ist, und ich besser daran täte, das Leben in vollen Zügen bewusst zu genießen, denn irgendwann ist es vorbei…
Am Abend schaute ich mir eine Doku an über Vermeer:
Ich lernte nichts neues, aber es gab sehr gute Großaufnahmen von Details die mir bis dato entgangen waren. Und ich üüüdachte mit Wehmut an 2023 zurück und dass ich nicht schnell genug war um mir Eintrittskarten zu sichern.
***
Charlie Nebe erzählt über ihre Schulzeit und wie sie daheim unterrichtet wurde:
Ich fand das höchst interessant und es beantwortete mir ein paar Fragen über mich, ob es eine Option für mich gewesen wäre, denn meine Schulzeit war nicht schön. Aber mit meinen Eltern hätte das nie geklappt. Wenn dann höchstens mit meiner Mutter, denn mein Vater hätte nicht die Geduld dafür gehabt, mal davon abgesehen, dass er eh nicht gut mit Kindern konnte. 
Was ich nicht wusste, ist dass das auch in Luxemburg möglich ist. Zu meiner Zeit gab es das nicht.
***
Das war mal wieder so spannend, dass ich nicht warten wollte bis die nächste Folgen online sind. Baumgartner fasziniert mich immer wieder, weil er jedesmal mit neuen spannenden Methoden kommt, um ein Bild zu restaurieren. Das Bild wurde durch ein Sturm zerstört und die Schäden sind groß. „Pulling it together“ ist wortwörtlich gemeint:
Ein recht ruhiger Montag. Ich fühlte mich am Morgen nicht besonders wohl und blieb erstmal häuslich.
Am Nachmittag übersah ich dann erstmal die Ausmaße der Arbeit und Vorbereitungen für die nächsten zwei Wochen und das nächste Projekt. Es wird zeitlich eng und viel werden. Aber ich habe einen Plan B in der Tasche, der mir den Allerwertesten retten wird, wenn alle anderen Stricke reißen werden. Das kommt davon wenn man mich nicht gleich von Anfang an involviert und mich nicht die Dinge suchen lässt, die in mein Ressort fallen. Manchmal bin es sowas von leid meine berufliche Existenz und mein jahrelanges Wissen immer wieder rechtfertigen zu müssen, anstatt mir einfach mal zu vertrauen…
Genug gemeckert, ändern kann ich es ja doch nicht.
Am Abend schaute ich mir den alten Film The Big Sleep an, den ich noch nie gesehen hatte. Er lief um Weihnachten herum auf Arte und war noch abgespeichert auf dem Server. Jetzt verstehe ich warum man immer sagt, dass es einer der besten Filme von Bogarts ist. Die Handlung ist reichlich verworren und es bleibt auch manches im Unklaren, aber darum geht es nicht. Der Kritiker Roger Ebert fasste es ganz gut zusammen, dass der Film den Prozess einer Ermittlung zeigt und nicht die daraus resultierenden Schlüsse. Ich fand ihn sehr unterhaltsam.
Gegen halb vier erwachte ich durch irgend ein blödes Geräusch und konnte nicht mehr einschlafen. Also machte ich etwas anderes. Ich fand eine YT Serie der englischen Supermarktkette Waitrose, Disch. Sie haben immer bekannte Persönlichleiten zu Gast. Joanna Lumley war für Valentinstag im Studio. Ihr internationaler Durchbruch schaffte sie mit der Rolle von Patsy in Absolutley Fabulous .
Am Nachmittag holte ich die A. vom Zug ab. Da die Zugverbindung aus Paris nicht geradeaus durch bis in die Stadt reinfährt wegen Arbeiten, ist die Endstation schon in Bettembourg. Dort holte ich sie ab, damit sie nicht den Schienenersatzverkehr nehmen muss. Ich setzte sie bei ihr zuhause ab.
Am Abend gingen wir in die Bar Le Trianon in die ich kannte, die aber lange Zeit für das Publikum geschlossen war. Vor ungefähr einem halben Jahr übernahm Tom, den ich seit Jahren kenne, die Bar und wandelte sie in eine richtiggehende Cocktailbar um. Die Deco der Bar ist das Besondere. Sie sieht nämlich immer noch so aus wie zu Empire Zeiten. Sie wirkt wie aus der Zeit gefallen und gerade das macht sie irre schön und charmant. Sie befindet sich im Hotel Cravat. Sie befindet sich mitten im Zentrum, wo ich fast täglich bin aber irgendwie entschwand sie mir wieder aus dem Sinn.
Es war ruhig an dem Abend und ich konnte schöne Fotos machen.
Ich bestellte mir mein Lieblingscocktail, ein Espresso Martini.
Es war /@&€:!?…kalt. Ich strich den Wochenmarkt und ich machte nur eine kleine Einkaufsrunde im E.Leclerc und fuhr bei der Gelegenheit auch gleich durch die Waschstraße. Der Abstecher letzte Woche ins benachbarte Ausland über die Autobahn, hatte den Wagen gründlich verdreckt. Für den Rest des Tages setzte ich keinen Fuß mehr vor die Tür.
***
Ich bin ja ein kleiner ESC Fan. Ich gebe es nur widerwillig zu, aber ich kann es nicht bestreiten. Man fragte mich kürzlich über meine Meinung zum Luxemburger Beitrag, der diesjährigen Ausgabe.
Ich hatte ja schon einmal kurz darüber berichtet, als das Lied gewonnen hatte. Hier jetzt noch mal ausführlicher.
Ich war neugierig, was den all diese ‚React to‘ YouTube Känale davon halten. Das erste Video, das ich sah, war vom Honest Vocal Coach und bei der Dame fiel das Lied ein wenig durch, da wäre noch Luft nach oben. Das war auch der Version die sie sich ansah geschuldet, denn sie sah sich die an, als Laura es noch einmal singen musste, als sie gewonnen hatte. Da waren Fehler drin, sie traf einige Töne nicht und war außer Atem. Andere Kanäle sahen sich die erste Performance an und waren angetan. Es war unserem Haussender RTL auch einen Beitrag wert.
Ich finde dass es ein typisches ESC Lied ist und ein hartnäckiger Ohrwurm. Dass das Lied eine kleine Anspielung ist, auf das luxemburger Gewinnerlied von France Gall, darauf wird immer wieder hingewiesen. Aber da erwähnte ich bereits, dass das ein Schuss ist, der nach hinten losgehen kann. Da sollte man jetzt auch mal langsam davon absehen. Das Lied hat einen 80er Vibe. Es erinnert mich ein wenig an Alizéeund Mylène Farmer nur das Laura eine kraftvollere Stimme hat.
Wird das Lied durch die nächste Vorentscheidung gehen? Die Experten sagen schon mal ja. Ich denke auch dass es ins Finale geht. Aber gewinnen wird es nicht. Wenn man es mit dem Gewinnerlied vom letzten Jahr aus der Schweiz vergleicht, ist es mir nicht modern und komplex genug.
Was übrigens viele nicht wissen, ist dass einer der Sänger aus dem luxemburgischen Vorentscheid vom letzten Jahr, der durchfiel, jetzt ein eigenkomponiertes Lied eingereicht hat und das jetzt für Tchechien zum ESC antritt.
***
Und dann wäre da noch eine Tagesfrage:
Bist du patriotisch? Was bedeutet es für dich, patriotisch zu sein?
Eine sehr gute Frage, bin ich patriotisch? Darf man das in der heutigen Zeit überhaupt noch sagen ohne dass es gleich als Nationalismus angesehen wird? Was sagt denn Wiki dazu?
Patriotismus wird häufig vom Nationalismus und dem Chauvinismus abgegrenzt, insofern sich Patrioten mit dem eigenen Volk und Land identifizieren würden, ohne dieses über andere zu stellen und andere Völker ausdrücklich abzuwerten. Er bezieht sich auf die im staatsbürgerlichen Ethos wurzelnde, zugleich gefühlsbetonte, oft leidenschaftlich gesteigerte Hingabe an das überpersönliche staatliche Ganze, das in dieser Form nicht nur als rechtliche und politische Ordnung, sondern als die den Einzelnen tragende Gemeinschaft empfunden wird. Inwieweit dieser Unterschied tatsächlich besteht und historisch wirksam wurde, wird von mehreren Wissenschaftlern bezweifelt.
Nun, dann bin ich es nicht. Wenn es Zweifel geben sollte, dass Patriotismus und Nationalismus mehr oder weniger das gleiche bedeutet, nein danke! Aber ich habe mich eh nie als richtiger Luxemburger gefühlt, weil ich ja ein halber Franzose bin und mir das von meinem Vater in den ersten Lebensjahren auch eingetrichtert wurde. Ich hatte einen französischen Ausweis. Mit 18 änderte ich das sofort, denn ich wollte nicht zur Armee und den Service Militaire absolvieren . Heute kann man ohne Probleme die doppelte Staatsbürgerschaft haben um das zu umgehen, aber zu meiner Zeit ging das noch nicht.
Die ganze Woche flog nur so dahin. Ich hatte mir wirklich vorgenommen, jeden Tag ein bisschen was zu schreiben. Klappte nicht. Seufz. Also sind es jetzt vier Tage am Stück.
Den Dienstag verbrachte ich daheim fast ausschließlich vor dem Rechner. Wenn es darum geht neue Projekte von einer Idee aus zu entwickeln braucht es einen gewissen Mood der nicht immer vorhanden ist. Aber wenn dann muss ich das ausnutzen.
Da ich am Abend deswegen ein wenig durch den Wind war, dachte ich, ich hätte ein Belohnung verdient und bestellte ein Tisch in Tzukii.
***
Der Mittwoch bestand vor allem aus einer sehr langen Dienstrunde. Doch am Morgen schaffte ich es doch noch kurz über den Wochenmarkt.
***
Der Donnerstag fühlte sich an wie der Mittwoch nur ohne Wochenmarkt und ich war überzeugt, es wäre schon Freitag.
***
Am Valentinstag ging ich kurz durch die Stadt, weil ich meiner Assistentin ein Kleinigkeit schenken wollte. Ich fand eine schöne kleine Packung Pralinen in Form von kleinen Lippen, also Küsschen bei Genaveh. Für den Mittagstisch traf ich den Y. vom RSC (Renert Social Club) im besagten Renert und es gab für mich seit langer Zeit mal wieder den großen Klassiker ‚Buletten mat Schmackes‘ und Salat:
Die Portion war so gewaltig dass ich sie nicht ganz schaffte.
Am Freitag ging auch eine lange Ära eines Theaterstückes auf ihr Ende zu. Es lief volle drei Spielzeiten lang und dauerte jedesmal volle Stunden. Es war eine Ensembleperformance wie ich sie schon lange nicht mehr hatte. Das Stück kam gut beim Publikum an, sonst wäre es nicht so lange gelaufen. Ich selbst war mittelmäßig überzeugt vom Stück, weil es eine Dystopie erzählte, die man vor 15 Jahren geschrieben hätte. Die Protagonisten waren zum Teil so Frauen- und Fremdenfeindlich angelegt, wie man es heute nicht mehr tut. Ich und auch einige der Darsteller waren froh, dass es vorbei war.
Gegen Mitternacht war ich daheim und lag gegen 1:00 im Bett.
Na ja, ein bisschen Wäsche war im Wäschekorb, die sollte doch wohl zu schaffen sein. Am Morgen las und hörte ich im Internet, was andere grad so machen. Ich schrieb noch den Rest vom Blogpost von gestern fertig. Draußen regnete mit Schneeflocken gemischt. Also kein Wetter für Unternehmungen draußen.
Doch als ich mit der zweiten Tasse Kaffee wieder unter die Bettdecke kroch, hörte ich sie, aber ich sah sich nicht. Allein der Umstand, dass ich sie hörte, war eine Freude. Die ersten Schneegänse kommen zurück! Hurra! Der Frühling kommt!
Ich hatte vor kurzem ein Wort für den LOD (Lëtzebuerger Online Dictionnär) vorgeschlagen, was nicht drin stand und von dem ich nur aus dem Kontext herauslesen konnte, was es bedeuten könnte. Das Wort Käfdätscher oder Kefdätscher fand ich in einem alten Artikel einer Zeitung von 1999. Ende letzter Woche erhielt ich eine Antwort. Es ist ein beleidigendes Wort für einen schwulen Mann, wobei das Wort Käf umgangssprachlich für das Hinterteil steht. Aha, also ein Wort, das man mir nicht in den 80ern auf der Straße hinterherrief. Man lernt nie aus.
Ich entdeckte dabei etwas Neues und Spannendes von LOD, das ich noch nicht kannte: Schreifmaschinn.lu Ein neues Tool das auf luxemburgisch Eingelesenes erkennt und und in Text umwandelt.
***
Der Montag entwickelte sich zu einem Unding, der mit einer Besprechung begann, die früher angesetzt worden war, ohne mich und andere davon in Kenntnis zu setzen, von der ich dann nur die Hälfte mitbekam. Das was mich aber betraf, bekam ich mit und das war dann nicht so schlimm.
Danach fuhr ich ins benachbarte Ausland, weil ich Dinge aus dem Discounter brauchte.
Für den Rest des Tages machte ich mir viele Gedanken zwecks eines Projektes, das erst in einem Jahr kommen wird, wenn nicht noch viel später.
Am Abend schlief ich während dem Film den ich mir ansehen wollte, schon gleich während der ersten Minuten im Sessel ein. Als ich erwachte, hatte ich keine Ahnung, was ich da sah, schaltete ab und ging ins Bett.
Am Abend dann eine letzte Vorstellung bevor das Stück weiter zieht. Und es gab ein Küsschen für den Totenkopf im Stück zum Abschied.
Wieder daheim schaute ich mir einen Film auf ZDFneo an, den ich seit seit seinem Erscheinen im Kino nicht mehr gesehen hatte. Ich glaube ich habe ihn sogar damals in einer Sneak Preview gesehen, ansonsten hätte ich ihn nie gesehen. Sleepless in Seattle. Ich hatte ihn komplett falsch in Erinnerung, wahrscheinlich, weil ich ihn mit seinem Nachfolger verwechselt habe, den ich gar nicht gut fand. Sleepless war ja ein halbwegs Remake von An Affair to remember. Und weil Sleepless ein so großer Erfolg war, den ich jetzt wieder durchaus nachvollziehen kann, wollte man die gleiche Mayo nochmal anrühren, mit einem weiteren Remake von Shop around the Corner, ebenfalls mit Tom Hanks und Mag Ryan. You‘ve got Mail ging aber schief.
Er ist endlich online, der letzte Beitrag, den ich für queer.lu geschrieben habe. Die Geschichte von Großonkel Nicolas – Ein Leben im Schatten gesellschaftlicher Zwänge Dabei ist der nächste Beitrag schon fertig, kommt aber erst Ende März in der nächsten Ausgabe. Das war in Sachen Recherche ein größerer Brocken. Verraten kann ich noch nichts darüber, nur dass es wird die Coverstory werden wird.
***
Ein Foto von der A. bekommen. Hunddame Blue hat jetzt Füüüügel.
In der Late Night Show von Steven Colbert, gibt es immer wieder den Colbert Questionnaire. Er stellt bekannten Persönlichkeiten immer die gleichen Fragen um sie „besser kennen zu lernen“. Aus Zeitgründen lässt er manchmal die eine oder andere Frage weg, aber hier sind sie. Er hat das schon mit sehr vielen Promis gemacht und ich dachte mir, ich beantworte die auch, obwohl ich kein Promi bin.
Bestes Sandwich? Ein selbstgemachter Croque Monsieur, mit Leedammer Käse und Schinken. Zwischen die Lagen streue ich immer Kräuter der Provence. Als Brot verwende ich immer Bauernbrot.
Was ist eine Sache, die du besitzt, die du wirklich wegwerfen solltest? Dinge, die schon seit über zehn Jahren ein trostloses Dasein in der Garage fristen, seitdem ich hier eingezogen bin und von denen ich keine Ahnung mehr habe, dass es sie noch gibt.
Was ist das gruseligste Tier? Da gibt es nicht wirklich eines. Ich bin kein Freund von Spinnen, aber ich bekomme auch keinen hysterischen Anfall, wenn ich eine sehe.
Äpfel oder Orangen? Orangen, am liebsten Blutorangen.
Hast Du jemals jemanden um sein Autogramm gebeten? Ja, das erste Mal war mit 16 oder 17 vor der Villa Louvigny in der früher RTL beheimatet war. Die Sängerin Lio war zu Gast und gab uns Kissogramme mit Unterschrift.
Was denkst du, was passiert, wenn wir sterben? Ich denke das da noch etwas danach kommt. Die Idee, dass es da noch etwas gibt, gefällt mir schon. Aber ich glaube auch, dass dieses ‚Leben danach‘ auch endlich ist.
Lieblings-Actionfilm? Jäger des verlorenen Schatzes. Wahrscheinlich weil es der erste richtige große Action Film war, den ich im Kino sah und bei dem ich kaum still sitzen konnte.
Lieblingsgeruch? Da gibt es so viele, ich könnte nicht alle aufzählen. Im Moment ist es das Parfüm von Guerlain „Cuire Intense“
Unliebster Geruch? Erbrochenes
Still oder Sprudel? Meistens Sprudel. Aber auch gerne ab und an Still.
Die am häufigsten verwendete App auf deinem Telefon? Jetpack. Sonst würdet ihr das hier nicht lesen.
Du darfst nur ein Lied für den Rest deines Lebens hören: Welches wäre es: Ich denke, dass es was Klassisches sein muss. Der Bolero von Maurice Ravel könnte ich mir vorstellen. In dem Lied ist alles drin. Liebe, Zärtlichkeit, Verzweiflung, Hoffnung, Trauer, Wut, … alles.
An welche Zahl denke ich? Keine Ahnung. 2.845 ?
Beschreibe den Rest deines Lebens in 5 Worten? Da braucht es nur die drei L Wörter: Lachen, Lieben, Leben.
Es ist einfach so dass, wenn das Unverblogbare überhand nimmt, es im Blog weniger wird. So will es das Gesetz.
Doch ein bisschen was geht immer. So war ich am Sonntag mit der Z. nach der Vorstellung zu meinem neuen Haus und Hofchinesen, Räiskär. Ich hatte ja schon einmal erwähnt, dass der Besitzer des Chinarestaurants meines Vertauens einen Herzanfall hatte und nicht mehr arbeiten kann. Also musste ein neuer her.
Die Z. und mich verbindet viel chinesische Küche. Aber das war eine andere Jahreszeit, ein anderer, weit entfernter Ort und überhaupt, eine andere, längst vergangene Zeit.
Meine Nems waren sehr gut:
Auch die anschließende Ente mit Grand Marnier flambiert war sehr gut, aber von der hatte ich verpasst ein Foto zu machen. Ich dachte erst daran als ich schon verspeist war. Beim Nachtisch wurde nochmal flambiert:
Eine Creme brulée war jetzt nicht so chinesisch, aber es war trotzdem sehr gut.
***
Und so zogen sich sie restlichen Tage hin ohne Aufreger oder Überraschung. Das Wetter war eigentlich recht schön, fast so wie am Samstag, fand jedoch am Montag ein jähes Ende. Es passierte als ich im Supermarkt war. Die Sonne schien noch klar und hell, doch als ich wieder rauskam, war sie hinter dichtem Hochnebel verschwunden und es wurde feucht und schweinekalt. Das hielt dann auch den ganzen Dienstag an. Eiseskälte und trübes Licht, nichts was ich brauche um glücklich zu sein. Es zwang mich dazu häuslich zu bleiben, aber das hatte auch den Vorteil, dass ich sehr viel schrieb, was wiederum zu meinem Vorteil werden wird.
Ich wollte zum Wochenmarkt, nahm aber vorsichtshalber das Auto mit. Es war wunderschönes Wetter aber auch sehr kalt und ich wollte nichts riskieren und mich wieder erkälten.
Als ich dann ins Parkhaus reinfuhr zog ich ein Parkschein am Terminal, das mir aber aus den Fingern glitt und zu Boden fiel. Ich bekam die Tür vom Wagen nicht auf, weil ich zu nah am Terminal stand. Also fuhr ich ein kleines Stück nach vorne, um die Wagentür öffnen zu können, um auf den Boden zu nachzusehen wo der Schein läge. Ich sah ihn nicht. Ich musste ganz aus dem Wagen aussteigen, um nachzusehen ob nicht unter das Auto gesegelt war. Bis ich dann raus hatte, dass ich mich auch entschnallen müsste und sich dabei der Gurt in der dicken Winterjacke verhedderte, kam es mir vor, als ob ich einer dchlechten Slpastick-Nummer gefangen wäre. Ich stieg aus sah, dass ich mit dem Vorderrad AUF dem Schein stand und ihn nicht aufheben konnte. Also musste ich zurück ins Auto steigen, um den Wagen zehn Zentimeter nach vorne rollen zu lassen. Dabei stellte ich fest dass das Elektroauto das nur macht, wenn die Wagentür geschlossen ist. AAARRRGH! Also Tür zu, entsperren, rollen lassen, anhalten, Tür öffnen, aussteigen, Schein aufheben, wieder einsteigen, weiterfahren. Es war SO peinlich!
Als ich dann den Schein betrachtete, war der Barcode voll mit Reifenspuren. Beim Verlassen des Parkhauses überprüfte ich dann sofort, ob er an der Automatikkasse noch lesbar wäre, ansonsten müsste ich ihn austauschen lassen. Doch uff, er war lesbar.
Auf dem Markt dann wurde ich mit Sonne belohnt:
Ich sass mit der D. und einer Reihe von Bekannten im Renert in der prallen Sonne. Herrlich!
Die A. kam später noch hinzu mit Hundedame Blue. Mit ihr ging ich nach den Einkäufen zum Mittagstisch nebenan im in die Casa Gabriele.
Für den Nachtisch ging es zurück in unser Viertel, wo seit einigen Monaten ein neuer japanischer Konditor eröffnet hat. Ich las erst vor ein paar Tagen per Zufall davon in der Zeitung. Als wir dort reinkamen war die Theke bereits völlig leergeräumt.
Aber man sagte uns dass in fünf Minuten frische gefüllte Windbeutel da wären. Also warteten wir und nahmen auch zwei Kaffee. Japanischen Kaffe wohlgemerkt, der in einem Beutel kommt, wie Tee und dann nur ein knappe Minute in die Tasse getunkt werden muss. Ein befremdliches Konzept, das ich so noch nicht kannte, jedoch irgendwie Sinn macht und dann auch wieder nicht.
Der Windbeutel, der sehr köstlich war, habe ich leider nicht abgelichtet. Aber ich werde versuchen, in den nächsten Tagen einen Cheesecake zu bestellen. Ich muss unbedingt wissen, ob er von der Konsistenz und dem Geschmack so ist wie der Cheesecake, den ich in Melbourne hatte.
Am Abend dann die Premiere das Stückes. Es wurde nicht sehr spät, weil ich es bewusst kurz hielt.
Daheim, als ich den Wagen in die Garage fuhr, blickte ich zum Himmel hoch. Es war so gestochen scharf klar, dass ich versuchte ein Foto von den Sternen zu machen.
Der Tag bestand hauptsächlich aus Unverblogbarem. Aber da ich gestern ja schrieb, dass ich heute mal ein bisschen etwas darüber schreibe, werde ich das tun.
Ein Bildschirm hinter der Bühne.
Es war die Generalprobe eines Theaterstücks, dass mir persönlich sehr gefällt. Es ist endlich wieder ein Stück, in dem eine richtige Geschichte erzählt wird und es nicht auf kuriose Regieeinfälle ankommt. Hier ist richtiges Theaterhandwerk gefragt. Am Samstag hat das Stück Premiere im Kapuziner Theater und ich kann es nur wärmstens empfehlen.
Kommen wir zur Tagesfrage:
Schreibe über deinen ersten Computer.
Wenn da gestanden hätte: schreibe über deinen ersten PC, oder schreibe über dein erstes Laptop oder Notebook, dann wäre das etwas präziser gewesen, so aber muss erst einmal definiert werden, was ein Computer ist. Ist ein Taschenrechner auch ein Computer? Ja, natürlich!
Wiki sagt dazu:
Ein Computer oder Rechner ist ein Gerät, das mittels programmierbarer Rechenvorschriften Daten verarbeitet. Dementsprechend werden vereinzelt auch die abstrahierenden beziehungsweise veralteten, synonym gebrauchten Begriffe Rechenanlage, Datenverarbeitungsanlage oder elektronische Datenverarbeitungsanlage sowie Elektronengehirn verwendet.
Mein erster Computer, bzw. unser erster Computer, war also ein Taschenrechner. Wir sind Mitte der 70er Jahre. Er war von Brother und steckte in einem kleinen Lederetui. Seine höchste Rechenleistung war eine Quadratwurzel auszurechnen. Nach zwei Klicks fand ich sogar ein Foto:
Die Hausaufgaben damit machen war ein großes Tabu. Wir mussten entweder Kopfrechnen oder sogenannte Tafelrechnungen machen. Als ich Anfang der Achtziger in die oberen Klassen kam, war er bereits veraltet. Man Vater schaffte später eine andere Rechenmaschine von Casio an, die auch eine Uhr hatte und ich erbte die von Brother.
Über meinen ersten wirklichen Rechner mit Bildschirm, Maus und Turm schreibe ich ein andermal.
Mit der Überschrift ist eigentlich alles gesagt. Der Mittwoch bestand hauptsächlich aus Material sichten und Notizen machen, vor allem Aussagen aus gefilmten Interviews transkribieren. Das war aufwendig und zugleich musste ich vorausschauend arbeiten hinsichtlich dessen was ich wirklich zurückbehalten werde.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag schlief ich schlecht. Ich hatte eine neue Serie auf Amazon angefangen. Blindspot. Ich hätte das nicht tun sollen, denn die Serie ist schon sehr nervenaufreibend. Ich schlief spät ein und wachte sehr früh auf. Doch da der Tag nur zur Hälfte mit Arbeit belegt war und ich am Morgen frei hatte, setzte ich mich dort in aller Ruhe an den Schreibtisch und schrieb schon mal ein Teil vor von etwas das die Öffentlichkeit erst im Frühjahr zu lesen bekommt. Es machte richtig Spaß Recherchiertes neu aufzuarbeiten und in eine andere Form zu bringen. Und so wurden aus den zwei Stunden die ich mal so im Kopf dafür vorgesehen hatte, locker fünf Stunden. Das brachte mich ein wenig in die Bredouille, denn ich hätte auch mehrfach die Waschmaschine bedienen sollen, was ich aber schlechthin vergaß.
Am Abend gab es dann wieder Unverblogbares, das ich aber sehr empfehlen kann. Aber über das schriebe ich dann morgen.
Ich ging den Montag so langsam an, dass ich mir selbst damit auf die Nerven ging. Es war so einiges daheim zu erledigen. Da ich die Nacht über nicht besonders gut geschlafen hatte, überfiel mich am Nachmittag eine große Müdigkeit und ich machte entgegen allen weiteren Dingen, die noch zu erledigen gewesen wären, ein Nickerchen.
Am Abend schaute ich mir auf Amazon einen Film an den zu seiner Zeit in Kino verpasst hatte. Frank Miller’s Sin City:
Es gibt insgesamt drei davon. Dass hier ist der erste von 2005. (Wow, das ist auch schon 20 Jahre her!)
Ich war sehr angetan. Vor allem von der Tatsache, dass man es im Stil des Comics konsequent bis zum Ende durchzog. Es wird nie seicht, wie so viele Serien und Filme heute. Es erinnerte mich im konsequenten Durchziehen eines Generes, sehr an Poor Things.
Es sind drei ineinander verwobene Geschichten die sich in Sin City abspielen und alles andere als (der Name der Stadt sagt es) harmlos und unschuldig sind. Das Aufgebot an Stars die da mitmachen, ist sagenhaft. Sehr sehenswert aber man muss eine härtere Gangart gewohnt sein.
***
Die Berichterstattung vom Dienstag fängt am Mittag in Renert an, mit göttlich guten Rinderbäckchen:
Ich hatte die Bäckchen auch abfotografiert, aber das Foto vom Renert wurde dem Gericht sehr viel gerechter.
Am Nachmittag und Abend stand Dienstliches auf dem Menü.
Da es die letzten Tage sehr betriebsam war, über das ich nichts posten kann, gibt es hier ein bisschen was anderes. Theoretisch müsste es ab Montag wieder besser werden.
***
Am Samstag ein Fremdkörper in der vertrauten Aussicht:
Am Abend gewann das Lied die Vorentscheidung vom ESC, das ich prophezeit hatte, was aber auch nicht sehr schwer war. Es ist ein unerbittlicher Ohrwurm, was alle anderen nicht waren. Laura Thorn – La Poupée Monte Le Son. Das Lied macht auch ganz offensichtlich Referenz auf das Lied das vor meiner Zeit den, damals noch Grand Prix für Luxemburg gewann. Poupée de cire, poupée de son, von France Gall. Das ist ganz nett, kann aber auch ein Schuss sein, der nach hinten losgeht.
***
Der Sonntag machte keine Ausnahme was das Dienstliche angeht. Auch das Wetter war trüb und trist mit Null Sonne. Es war am Sonntag, nicht mehr ganz so kalt, was es für mich erträglicher macht.
Am Sonntagnachmittag den Arbeitstisch abfotografiert. Findet den Fehler:
***
Fand ich auf Threads und ich war im erstem Moment ein wenig verwirrt, aber dann prustete ich los:
Da es die nächsten Tage, was die tägliche Berichterstattung eher ruhig werden wird, machen wir hier ein bisschen was anderes.
Ich fand ein altes Foto wieder das ich noch nie gezeigt habe und wenn doch, dann ist es in den Tiefen des Blogs begraben.
Ich war sieben oder acht Jahre und mein Bruder war vier oder fünf. Das Foto wurde im Urlaub gemacht bei einem Fotografen in einer großen Mall in Südfrankreich. Manchmal frage ich mich wie er heute aussehen würde…
***
Ich las bei der Kaltmamsell dass sie nur alle 24 Stunden eine knappe Zusammenfassung von „The Idiot Trump“* (ich werde ihn nur noch so nennen) haben will. Ich handhabe das inzwischen so, dass ich nur noch einmal am Tag in meine abonnierte digitale Tageszeitung schaue. Das reicht mir. Und dort suche ich mir noch sehr selektiv raus, was ich lesen will. Es tut mir leid für alle die, die ihn nicht gewählt haben und jetzt unter ihm leiden müssen. Ich prophezeie mal dass es ein böses Ende nehmen wird.
*Abgeleitet habe ich denn Ausdruck aus der englischen Serie Waiting for God, in der die beiden Hauptprotagonisten, den Leiter des Altenheim Baines immer the idiot Baines nennen.
***
Ich habe mich lange gegen die Reportage gesträubt und dann dachte ich dich, dass ich sie mir doch ansehen sollte. Arte macht nun mal einfach gute Dokus.
Die Pop Prinzessin, war bis auf sehr wenige Songs, nie mein Fall. Doch hier erklären SoziologenInnen und PsychologenInnen ihren Fall und das macht es dann wieder sehr interessant. So sehr, dass ich eventuell sogar gewillt bin ihre Biografie zu lesen.
Pünktlich kurz vor 8:00 ging das Geschrei im Treppenhaus los. Die Kiddies aus dem Haus müssen zum Hort oder in die Schule. Verständlich, ich würde beim dem Wetter auch nicht vor die Tür wollen.
Das Wetter sehr nebelig. Der Kirchturm des Viertels war den ganzen Tag nicht zu sehen.
Ich mag nicht mehr über meinen Gesundheitszustand schreiben. Es geht in schrittchenweise voran aber am Ziel bin ich noch nicht.
Auf dem Tagesprogramm stand handschriftliche Notizen lesen, was ich aber sofort verwarf. Schreiben am frühen Morgen geht ganz gut, lesen nicht so sehr, vor allem wenn es aus jeglichem Kontext gerissen ist. Aber ich denke es war eher die Handschrift an sich, an die ich mich noch nicht gewöhnt hatte. Also machte ich was anderes. Ein wenig Haushalt wäre auch gern gemacht gewesen.
Am Nachmittag hatte ich ein Termin im Archiv, der mich um einiges weiterbrachte, mir aber andererseits eine weitere Hürde bescherte. Doch ich beschloss, dass es nicht meine Hürde sein wird. Das sollen andere klären.
Am Abend früh zu Bett, doch ich konnte lange nicht einschlafen.
Es kann sein dass es die nächsten Tage etwas ruhiger hier wird. Es kann, es muss aber nicht. Wenn, dann ist das kein Grund zur Beunruhigung.
***
Schreibe über deinen Vornamen: seine Bedeutung, seine Herkunft usw.
Das hatte ich vor längerer Zeit schon einmal gemacht. Es gab nämlich schon mal eine ähnliche Tagesfrage. Aber um der Fragewillen hier noch einmal.
Joel oder so wie ich ihn schreibe Joël, stammt aus dem Alten Testament der Bibel.
Er ist, kurz zusammengefasst, einer der zwölf kleinen Propheten, von dem man aber annimmt, dass er seine Schriften selbst verfasst hat. Wann und wo er geboren wurde, darüber ist wenig oder gar nichts bekannt.
Das Thema des Buches Joel lässt sich verhältnismäßig einfach in einem einzigen Satz zusammenfassen: Joel prophezeit Gottes Gericht, das wie eine Heuschreckenplage hereinbricht, und Gottes Gnade; sowohl zu seiner Lebzeit, als auch in der Zukunft, am Tag des Herrn, dem endgültigen Gericht Gottes.
WIKIPEDIA
Er hat übrigens nichts mit Noël zu tun und wird auch nicht davon abgeleitet. Noël kommt aus dem lateinischen abgeleitet von natalis (Geburt) ist aber auch ein französischer männlicher und seltener auch weiblicher Vorname (Noëlle).
Es gibt ja viele Menschen die ihren Vornamen nicht mögen. Ich mag meinen ganz gern. Ich habe noch zwei weitere, weil zu meiner Geburt das halt so Mode war und in der Familie seine Tradition hatte. Ich heiße auch Jules und Emile. Es denken dabei viele sofort an zwei Schriftsteller. Jules Verne und Emile Zola. Ich mag die beiden Vornamen aber nicht so.
Der Sonntag war vom Wetter sehr nebelig obwohl man uns vor Tagen noch uneingeschränkte Sonne versprochen hatte. Es war genau das Richtige für mich um NICHT vor die Tür zu gehen.
Ich blieb häuslich und fing ein neues Buch an.
Ich hatte noch nie eines von Graham Norton gelesen und suchte mir eines raus was mir von der kurzen Zusammenfassung her gefiel. Forever home. Ich fand dass ich mal wieder Englisch lesen sollte. Ich las ein knappes Viertel davon und auch wenn die Geschichte ein wenig dahinplätschert, liest es sich sehr gut. Ich berichte darüber wenn ich es aus habe.
Zudem las ich mich teilweise durch alte Dokumente, von denen ich aber letztendlich nicht gebrauchen kann. Um was es da genau geht erfahrt ihr im Frühjahr.
Wie es den Nasennebenhöhlen geht? Ach, sie schmerzen nicht mehr so arg, wenn überhaupt noch, aber irgendwas stimmt immer noch nicht. Positiv ist, dass der morgendliche Kaffee nicht mehr nach Hühnerbrühe schmeckt sondern halbwegs wieder wie Kaffee. Aber der Geruch ist immer nich nicht ganz hergestellt.
***
Der Montag dann fing mit einem Termin für den kaputten Nagel des Mittelfingers der rechten Hand an. Diesmal hatte ich jemand anders der mir den Nagel reparierte. Sie tat etwas seltsames. Normalerweise wird die alte Schicht des Acryl abgetragen und dann kommt erst die neue darauf. Sie trug einfach die neue Schicht darüber auf. Gut, die Schichten sind immer sehr dünn, weil ich ja nicht einen schönen langen Nagel zu haben will, sondern damit es beim Auswachsen nicht sofort einreißt und das möglichst bis ins Nagelbett. Der Nagel ist und bleibt immer kurz. Ich bin gespannt ob das so lange hält wie immer. Zudem tat sie etwas was ich partout nicht mag. Sie schnippelte die Nagelhaut weg. Ich war nicht schnell genug um ihr zu sagen dass ich das nicht will. Zudem schnitt sie einer Stelle gefährlich nah am Fleisch vorbei, dass es fast blutete.
Am Nachmittag hatte ich eine Besprechung die endlich etwas Licht in ein Dunkel brachte das mich schon eine Weile umgab. Ich weiß, ich spreche in Rätseln, aber mehr kann ich nicht dazu sagen. Es ist eher als eine Erinnerung an mein spätes Ich zu sehen.
An Abend las ich weiter in Dokumenten in der Hoffnung etwas zu finden. Aber ich fand nichts was wirklich ich gebrauchen könnte. Nun ja, morgen weiß ich mehr.