Am Abend dann eine letzte Vorstellung bevor das Stück weiter zieht. Und es gab ein Küsschen für den Totenkopf im Stück zum Abschied.
Wieder daheim schaute ich mir einen Film auf ZDFneo an, den ich seit seit seinem Erscheinen im Kino nicht mehr gesehen hatte. Ich glaube ich habe ihn sogar damals in einer Sneak Preview gesehen, ansonsten hätte ich ihn nie gesehen. Sleepless in Seattle. Ich hatte ihn komplett falsch in Erinnerung, wahrscheinlich, weil ich ihn mit seinem Nachfolger verwechselt habe, den ich gar nicht gut fand. Sleepless war ja ein halbwegs Remake von An Affair to remember. Und weil Sleepless ein so großer Erfolg war, den ich jetzt wieder durchaus nachvollziehen kann, wollte man die gleiche Mayo nochmal anrühren, mit einem weiteren Remake von Shop around the Corner, ebenfalls mit Tom Hanks und Mag Ryan. You‘ve got Mail ging aber schief.
Er ist endlich online, der letzte Beitrag, den ich für queer.lu geschrieben habe. Die Geschichte von Großonkel Nicolas – Ein Leben im Schatten gesellschaftlicher Zwänge Dabei ist der nächste Beitrag schon fertig, kommt aber erst Ende März in der nächsten Ausgabe. Das war in Sachen Recherche ein größerer Brocken. Verraten kann ich noch nichts darüber, nur dass es wird die Coverstory werden wird.
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Ein Foto von der A. bekommen. Hunddame Blue hat jetzt Füüüügel.
In der Late Night Show von Steven Colbert, gibt es immer wieder den Colbert Questionnaire. Er stellt bekannten Persönlichkeiten immer die gleichen Fragen um sie „besser kennen zu lernen“. Aus Zeitgründen lässt er manchmal die eine oder andere Frage weg, aber hier sind sie. Er hat das schon mit sehr vielen Promis gemacht und ich dachte mir, ich beantworte die auch, obwohl ich kein Promi bin.
Bestes Sandwich? Ein selbstgemachter Croque Monsieur, mit Leedammer Käse und Schinken. Zwischen die Lagen streue ich immer Kräuter der Provence. Als Brot verwende ich immer Bauernbrot.
Was ist eine Sache, die du besitzt, die du wirklich wegwerfen solltest? Dinge, die schon seit über zehn Jahren ein trostloses Dasein in der Garage fristen, seitdem ich hier eingezogen bin und von denen ich keine Ahnung mehr habe, dass es sie noch gibt.
Was ist das gruseligste Tier? Da gibt es nicht wirklich eines. Ich bin kein Freund von Spinnen, aber ich bekomme auch keinen hysterischen Anfall, wenn ich eine sehe.
Äpfel oder Orangen? Orangen, am liebsten Blutorangen.
Hast Du jemals jemanden um sein Autogramm gebeten? Ja, das erste Mal war mit 16 oder 17 vor der Villa Louvigny in der früher RTL beheimatet war. Die Sängerin Lio war zu Gast und gab uns Kissogramme mit Unterschrift.
Was denkst du, was passiert, wenn wir sterben? Ich denke das da noch etwas danach kommt. Die Idee, dass es da noch etwas gibt, gefällt mir schon. Aber ich glaube auch, dass dieses ‚Leben danach‘ auch endlich ist.
Lieblings-Actionfilm? Jäger des verlorenen Schatzes. Wahrscheinlich weil es der erste richtige große Action Film war, den ich im Kino sah und bei dem ich kaum still sitzen konnte.
Lieblingsgeruch? Da gibt es so viele, ich könnte nicht alle aufzählen. Im Moment ist es das Parfüm von Guerlain „Cuire Intense“
Unliebster Geruch? Erbrochenes
Still oder Sprudel? Meistens Sprudel. Aber auch gerne ab und an Still.
Die am häufigsten verwendete App auf deinem Telefon? Jetpack. Sonst würdet ihr das hier nicht lesen.
Du darfst nur ein Lied für den Rest deines Lebens hören: Welches wäre es: Ich denke, dass es was Klassisches sein muss. Der Bolero von Maurice Ravel könnte ich mir vorstellen. In dem Lied ist alles drin. Liebe, Zärtlichkeit, Verzweiflung, Hoffnung, Trauer, Wut, … alles.
An welche Zahl denke ich? Keine Ahnung. 2.845 ?
Beschreibe den Rest deines Lebens in 5 Worten? Da braucht es nur die drei L Wörter: Lachen, Lieben, Leben.
Es ist einfach so dass, wenn das Unverblogbare überhand nimmt, es im Blog weniger wird. So will es das Gesetz.
Doch ein bisschen was geht immer. So war ich am Sonntag mit der Z. nach der Vorstellung zu meinem neuen Haus und Hofchinesen, Räiskär. Ich hatte ja schon einmal erwähnt, dass der Besitzer des Chinarestaurants meines Vertauens einen Herzanfall hatte und nicht mehr arbeiten kann. Also musste ein neuer her.
Die Z. und mich verbindet viel chinesische Küche. Aber das war eine andere Jahreszeit, ein anderer, weit entfernter Ort und überhaupt, eine andere, längst vergangene Zeit.
Meine Nems waren sehr gut:
Auch die anschließende Ente mit Grand Marnier flambiert war sehr gut, aber von der hatte ich verpasst ein Foto zu machen. Ich dachte erst daran als ich schon verspeist war. Beim Nachtisch wurde nochmal flambiert:
Eine Creme brulée war jetzt nicht so chinesisch, aber es war trotzdem sehr gut.
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Und so zogen sich sie restlichen Tage hin ohne Aufreger oder Überraschung. Das Wetter war eigentlich recht schön, fast so wie am Samstag, fand jedoch am Montag ein jähes Ende. Es passierte als ich im Supermarkt war. Die Sonne schien noch klar und hell, doch als ich wieder rauskam, war sie hinter dichtem Hochnebel verschwunden und es wurde feucht und schweinekalt. Das hielt dann auch den ganzen Dienstag an. Eiseskälte und trübes Licht, nichts was ich brauche um glücklich zu sein. Es zwang mich dazu häuslich zu bleiben, aber das hatte auch den Vorteil, dass ich sehr viel schrieb, was wiederum zu meinem Vorteil werden wird.
Ich wollte zum Wochenmarkt, nahm aber vorsichtshalber das Auto mit. Es war wunderschönes Wetter aber auch sehr kalt und ich wollte nichts riskieren und mich wieder erkälten.
Als ich dann ins Parkhaus reinfuhr zog ich ein Parkschein am Terminal, das mir aber aus den Fingern glitt und zu Boden fiel. Ich bekam die Tür vom Wagen nicht auf, weil ich zu nah am Terminal stand. Also fuhr ich ein kleines Stück nach vorne, um die Wagentür öffnen zu können, um auf den Boden zu nachzusehen wo der Schein läge. Ich sah ihn nicht. Ich musste ganz aus dem Wagen aussteigen, um nachzusehen ob nicht unter das Auto gesegelt war. Bis ich dann raus hatte, dass ich mich auch entschnallen müsste und sich dabei der Gurt in der dicken Winterjacke verhedderte, kam es mir vor, als ob ich einer dchlechten Slpastick-Nummer gefangen wäre. Ich stieg aus sah, dass ich mit dem Vorderrad AUF dem Schein stand und ihn nicht aufheben konnte. Also musste ich zurück ins Auto steigen, um den Wagen zehn Zentimeter nach vorne rollen zu lassen. Dabei stellte ich fest dass das Elektroauto das nur macht, wenn die Wagentür geschlossen ist. AAARRRGH! Also Tür zu, entsperren, rollen lassen, anhalten, Tür öffnen, aussteigen, Schein aufheben, wieder einsteigen, weiterfahren. Es war SO peinlich!
Als ich dann den Schein betrachtete, war der Barcode voll mit Reifenspuren. Beim Verlassen des Parkhauses überprüfte ich dann sofort, ob er an der Automatikkasse noch lesbar wäre, ansonsten müsste ich ihn austauschen lassen. Doch uff, er war lesbar.
Auf dem Markt dann wurde ich mit Sonne belohnt:
Ich sass mit der D. und einer Reihe von Bekannten im Renert in der prallen Sonne. Herrlich!
Die A. kam später noch hinzu mit Hundedame Blue. Mit ihr ging ich nach den Einkäufen zum Mittagstisch nebenan im in die Casa Gabriele.
Für den Nachtisch ging es zurück in unser Viertel, wo seit einigen Monaten ein neuer japanischer Konditor eröffnet hat. Ich las erst vor ein paar Tagen per Zufall davon in der Zeitung. Als wir dort reinkamen war die Theke bereits völlig leergeräumt.
Aber man sagte uns dass in fünf Minuten frische gefüllte Windbeutel da wären. Also warteten wir und nahmen auch zwei Kaffee. Japanischen Kaffe wohlgemerkt, der in einem Beutel kommt, wie Tee und dann nur ein knappe Minute in die Tasse getunkt werden muss. Ein befremdliches Konzept, das ich so noch nicht kannte, jedoch irgendwie Sinn macht und dann auch wieder nicht.
Der Windbeutel, der sehr köstlich war, habe ich leider nicht abgelichtet. Aber ich werde versuchen, in den nächsten Tagen einen Cheesecake zu bestellen. Ich muss unbedingt wissen, ob er von der Konsistenz und dem Geschmack so ist wie der Cheesecake, den ich in Melbourne hatte.
Am Abend dann die Premiere das Stückes. Es wurde nicht sehr spät, weil ich es bewusst kurz hielt.
Daheim, als ich den Wagen in die Garage fuhr, blickte ich zum Himmel hoch. Es war so gestochen scharf klar, dass ich versuchte ein Foto von den Sternen zu machen.
Der Tag bestand hauptsächlich aus Unverblogbarem. Aber da ich gestern ja schrieb, dass ich heute mal ein bisschen etwas darüber schreibe, werde ich das tun.
Ein Bildschirm hinter der Bühne.
Es war die Generalprobe eines Theaterstücks, dass mir persönlich sehr gefällt. Es ist endlich wieder ein Stück, in dem eine richtige Geschichte erzählt wird und es nicht auf kuriose Regieeinfälle ankommt. Hier ist richtiges Theaterhandwerk gefragt. Am Samstag hat das Stück Premiere im Kapuziner Theater und ich kann es nur wärmstens empfehlen.
Kommen wir zur Tagesfrage:
Schreibe über deinen ersten Computer.
Wenn da gestanden hätte: schreibe über deinen ersten PC, oder schreibe über dein erstes Laptop oder Notebook, dann wäre das etwas präziser gewesen, so aber muss erst einmal definiert werden, was ein Computer ist. Ist ein Taschenrechner auch ein Computer? Ja, natürlich!
Wiki sagt dazu:
Ein Computer oder Rechner ist ein Gerät, das mittels programmierbarer Rechenvorschriften Daten verarbeitet. Dementsprechend werden vereinzelt auch die abstrahierenden beziehungsweise veralteten, synonym gebrauchten Begriffe Rechenanlage, Datenverarbeitungsanlage oder elektronische Datenverarbeitungsanlage sowie Elektronengehirn verwendet.
Mein erster Computer, bzw. unser erster Computer, war also ein Taschenrechner. Wir sind Mitte der 70er Jahre. Er war von Brother und steckte in einem kleinen Lederetui. Seine höchste Rechenleistung war eine Quadratwurzel auszurechnen. Nach zwei Klicks fand ich sogar ein Foto:
Die Hausaufgaben damit machen war ein großes Tabu. Wir mussten entweder Kopfrechnen oder sogenannte Tafelrechnungen machen. Als ich Anfang der Achtziger in die oberen Klassen kam, war er bereits veraltet. Man Vater schaffte später eine andere Rechenmaschine von Casio an, die auch eine Uhr hatte und ich erbte die von Brother.
Über meinen ersten wirklichen Rechner mit Bildschirm, Maus und Turm schreibe ich ein andermal.
Mit der Überschrift ist eigentlich alles gesagt. Der Mittwoch bestand hauptsächlich aus Material sichten und Notizen machen, vor allem Aussagen aus gefilmten Interviews transkribieren. Das war aufwendig und zugleich musste ich vorausschauend arbeiten hinsichtlich dessen was ich wirklich zurückbehalten werde.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag schlief ich schlecht. Ich hatte eine neue Serie auf Amazon angefangen. Blindspot. Ich hätte das nicht tun sollen, denn die Serie ist schon sehr nervenaufreibend. Ich schlief spät ein und wachte sehr früh auf. Doch da der Tag nur zur Hälfte mit Arbeit belegt war und ich am Morgen frei hatte, setzte ich mich dort in aller Ruhe an den Schreibtisch und schrieb schon mal ein Teil vor von etwas das die Öffentlichkeit erst im Frühjahr zu lesen bekommt. Es machte richtig Spaß Recherchiertes neu aufzuarbeiten und in eine andere Form zu bringen. Und so wurden aus den zwei Stunden die ich mal so im Kopf dafür vorgesehen hatte, locker fünf Stunden. Das brachte mich ein wenig in die Bredouille, denn ich hätte auch mehrfach die Waschmaschine bedienen sollen, was ich aber schlechthin vergaß.
Am Abend gab es dann wieder Unverblogbares, das ich aber sehr empfehlen kann. Aber über das schriebe ich dann morgen.
Ich ging den Montag so langsam an, dass ich mir selbst damit auf die Nerven ging. Es war so einiges daheim zu erledigen. Da ich die Nacht über nicht besonders gut geschlafen hatte, überfiel mich am Nachmittag eine große Müdigkeit und ich machte entgegen allen weiteren Dingen, die noch zu erledigen gewesen wären, ein Nickerchen.
Am Abend schaute ich mir auf Amazon einen Film an den zu seiner Zeit in Kino verpasst hatte. Frank Miller’s Sin City:
Es gibt insgesamt drei davon. Dass hier ist der erste von 2005. (Wow, das ist auch schon 20 Jahre her!)
Ich war sehr angetan. Vor allem von der Tatsache, dass man es im Stil des Comics konsequent bis zum Ende durchzog. Es wird nie seicht, wie so viele Serien und Filme heute. Es erinnerte mich im konsequenten Durchziehen eines Generes, sehr an Poor Things.
Es sind drei ineinander verwobene Geschichten die sich in Sin City abspielen und alles andere als (der Name der Stadt sagt es) harmlos und unschuldig sind. Das Aufgebot an Stars die da mitmachen, ist sagenhaft. Sehr sehenswert aber man muss eine härtere Gangart gewohnt sein.
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Die Berichterstattung vom Dienstag fängt am Mittag in Renert an, mit göttlich guten Rinderbäckchen:
Ich hatte die Bäckchen auch abfotografiert, aber das Foto vom Renert wurde dem Gericht sehr viel gerechter.
Am Nachmittag und Abend stand Dienstliches auf dem Menü.
Da es die letzten Tage sehr betriebsam war, über das ich nichts posten kann, gibt es hier ein bisschen was anderes. Theoretisch müsste es ab Montag wieder besser werden.
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Am Samstag ein Fremdkörper in der vertrauten Aussicht:
Am Abend gewann das Lied die Vorentscheidung vom ESC, das ich prophezeit hatte, was aber auch nicht sehr schwer war. Es ist ein unerbittlicher Ohrwurm, was alle anderen nicht waren. Laura Thorn – La Poupée Monte Le Son. Das Lied macht auch ganz offensichtlich Referenz auf das Lied das vor meiner Zeit den, damals noch Grand Prix für Luxemburg gewann. Poupée de cire, poupée de son, von France Gall. Das ist ganz nett, kann aber auch ein Schuss sein, der nach hinten losgeht.
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Der Sonntag machte keine Ausnahme was das Dienstliche angeht. Auch das Wetter war trüb und trist mit Null Sonne. Es war am Sonntag, nicht mehr ganz so kalt, was es für mich erträglicher macht.
Am Sonntagnachmittag den Arbeitstisch abfotografiert. Findet den Fehler:
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Fand ich auf Threads und ich war im erstem Moment ein wenig verwirrt, aber dann prustete ich los:
Da es die nächsten Tage, was die tägliche Berichterstattung eher ruhig werden wird, machen wir hier ein bisschen was anderes.
Ich fand ein altes Foto wieder das ich noch nie gezeigt habe und wenn doch, dann ist es in den Tiefen des Blogs begraben.
Ich war sieben oder acht Jahre und mein Bruder war vier oder fünf. Das Foto wurde im Urlaub gemacht bei einem Fotografen in einer großen Mall in Südfrankreich. Manchmal frage ich mich wie er heute aussehen würde…
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Ich las bei der Kaltmamsell dass sie nur alle 24 Stunden eine knappe Zusammenfassung von „The Idiot Trump“* (ich werde ihn nur noch so nennen) haben will. Ich handhabe das inzwischen so, dass ich nur noch einmal am Tag in meine abonnierte digitale Tageszeitung schaue. Das reicht mir. Und dort suche ich mir noch sehr selektiv raus, was ich lesen will. Es tut mir leid für alle die, die ihn nicht gewählt haben und jetzt unter ihm leiden müssen. Ich prophezeie mal dass es ein böses Ende nehmen wird.
*Abgeleitet habe ich denn Ausdruck aus der englischen Serie Waiting for God, in der die beiden Hauptprotagonisten, den Leiter des Altenheim Baines immer the idiot Baines nennen.
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Ich habe mich lange gegen die Reportage gesträubt und dann dachte ich dich, dass ich sie mir doch ansehen sollte. Arte macht nun mal einfach gute Dokus.
Die Pop Prinzessin, war bis auf sehr wenige Songs, nie mein Fall. Doch hier erklären SoziologenInnen und PsychologenInnen ihren Fall und das macht es dann wieder sehr interessant. So sehr, dass ich eventuell sogar gewillt bin ihre Biografie zu lesen.
Pünktlich kurz vor 8:00 ging das Geschrei im Treppenhaus los. Die Kiddies aus dem Haus müssen zum Hort oder in die Schule. Verständlich, ich würde beim dem Wetter auch nicht vor die Tür wollen.
Das Wetter sehr nebelig. Der Kirchturm des Viertels war den ganzen Tag nicht zu sehen.
Ich mag nicht mehr über meinen Gesundheitszustand schreiben. Es geht in schrittchenweise voran aber am Ziel bin ich noch nicht.
Auf dem Tagesprogramm stand handschriftliche Notizen lesen, was ich aber sofort verwarf. Schreiben am frühen Morgen geht ganz gut, lesen nicht so sehr, vor allem wenn es aus jeglichem Kontext gerissen ist. Aber ich denke es war eher die Handschrift an sich, an die ich mich noch nicht gewöhnt hatte. Also machte ich was anderes. Ein wenig Haushalt wäre auch gern gemacht gewesen.
Am Nachmittag hatte ich ein Termin im Archiv, der mich um einiges weiterbrachte, mir aber andererseits eine weitere Hürde bescherte. Doch ich beschloss, dass es nicht meine Hürde sein wird. Das sollen andere klären.
Am Abend früh zu Bett, doch ich konnte lange nicht einschlafen.
Es kann sein dass es die nächsten Tage etwas ruhiger hier wird. Es kann, es muss aber nicht. Wenn, dann ist das kein Grund zur Beunruhigung.
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Schreibe über deinen Vornamen: seine Bedeutung, seine Herkunft usw.
Das hatte ich vor längerer Zeit schon einmal gemacht. Es gab nämlich schon mal eine ähnliche Tagesfrage. Aber um der Fragewillen hier noch einmal.
Joel oder so wie ich ihn schreibe Joël, stammt aus dem Alten Testament der Bibel.
Er ist, kurz zusammengefasst, einer der zwölf kleinen Propheten, von dem man aber annimmt, dass er seine Schriften selbst verfasst hat. Wann und wo er geboren wurde, darüber ist wenig oder gar nichts bekannt.
Das Thema des Buches Joel lässt sich verhältnismäßig einfach in einem einzigen Satz zusammenfassen: Joel prophezeit Gottes Gericht, das wie eine Heuschreckenplage hereinbricht, und Gottes Gnade; sowohl zu seiner Lebzeit, als auch in der Zukunft, am Tag des Herrn, dem endgültigen Gericht Gottes.
WIKIPEDIA
Er hat übrigens nichts mit Noël zu tun und wird auch nicht davon abgeleitet. Noël kommt aus dem lateinischen abgeleitet von natalis (Geburt) ist aber auch ein französischer männlicher und seltener auch weiblicher Vorname (Noëlle).
Es gibt ja viele Menschen die ihren Vornamen nicht mögen. Ich mag meinen ganz gern. Ich habe noch zwei weitere, weil zu meiner Geburt das halt so Mode war und in der Familie seine Tradition hatte. Ich heiße auch Jules und Emile. Es denken dabei viele sofort an zwei Schriftsteller. Jules Verne und Emile Zola. Ich mag die beiden Vornamen aber nicht so.
Der Sonntag war vom Wetter sehr nebelig obwohl man uns vor Tagen noch uneingeschränkte Sonne versprochen hatte. Es war genau das Richtige für mich um NICHT vor die Tür zu gehen.
Ich blieb häuslich und fing ein neues Buch an.
Ich hatte noch nie eines von Graham Norton gelesen und suchte mir eines raus was mir von der kurzen Zusammenfassung her gefiel. Forever home. Ich fand dass ich mal wieder Englisch lesen sollte. Ich las ein knappes Viertel davon und auch wenn die Geschichte ein wenig dahinplätschert, liest es sich sehr gut. Ich berichte darüber wenn ich es aus habe.
Zudem las ich mich teilweise durch alte Dokumente, von denen ich aber letztendlich nicht gebrauchen kann. Um was es da genau geht erfahrt ihr im Frühjahr.
Wie es den Nasennebenhöhlen geht? Ach, sie schmerzen nicht mehr so arg, wenn überhaupt noch, aber irgendwas stimmt immer noch nicht. Positiv ist, dass der morgendliche Kaffee nicht mehr nach Hühnerbrühe schmeckt sondern halbwegs wieder wie Kaffee. Aber der Geruch ist immer nich nicht ganz hergestellt.
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Der Montag dann fing mit einem Termin für den kaputten Nagel des Mittelfingers der rechten Hand an. Diesmal hatte ich jemand anders der mir den Nagel reparierte. Sie tat etwas seltsames. Normalerweise wird die alte Schicht des Acryl abgetragen und dann kommt erst die neue darauf. Sie trug einfach die neue Schicht darüber auf. Gut, die Schichten sind immer sehr dünn, weil ich ja nicht einen schönen langen Nagel zu haben will, sondern damit es beim Auswachsen nicht sofort einreißt und das möglichst bis ins Nagelbett. Der Nagel ist und bleibt immer kurz. Ich bin gespannt ob das so lange hält wie immer. Zudem tat sie etwas was ich partout nicht mag. Sie schnippelte die Nagelhaut weg. Ich war nicht schnell genug um ihr zu sagen dass ich das nicht will. Zudem schnitt sie einer Stelle gefährlich nah am Fleisch vorbei, dass es fast blutete.
Am Nachmittag hatte ich eine Besprechung die endlich etwas Licht in ein Dunkel brachte das mich schon eine Weile umgab. Ich weiß, ich spreche in Rätseln, aber mehr kann ich nicht dazu sagen. Es ist eher als eine Erinnerung an mein spätes Ich zu sehen.
An Abend las ich weiter in Dokumenten in der Hoffnung etwas zu finden. Aber ich fand nichts was wirklich ich gebrauchen könnte. Nun ja, morgen weiß ich mehr.
Am Morgen auf dem Samstagsmarkt. Ich brauchte nicht viel. Ich wollte ein paar frische Champignons und Pasta ( von der ich jetzt schon wieder den Namen vergessen habe, aber sie sehen aus wie zu kurz geratene abgeflachte ungefüllte Cannelloni. Ich traf mich mit der D. und der A. im Renert auf einen Kaffee.
Ich selber war unschlüssig, was ich am Abend machen wollte. Es gab da eine Art Lesung, die die A. vorgeschlagen hatte, die am späten Nachmittag sein sollte. Doch niemand von uns hatte so recht Lust dazu. Wir beschlossen, ins Kino zu gehen. Auf dem Programm stand ein Film, von dem ich bis dato überhaupt nichts gehört hatte, geschweige denn irgendeinen Trailer gesehen. Manchmal ist es ganz gut so.
Fürs Mittagessen gingen wir hinüber zur Casa Gabriele.
Es gab sehr leckere große Cappelletti ( die dann anders heißen) mit Lachs, dazu Kirschtomaten Burrata und frischem Basilikum:
Großartig wie immer.
Draußen war es feucht und kalt und ich sah zu dass ich schleunigst heim kam.
Am Abend sahen wir uns dann alle wieder im Kino:
Der Film hat eine Rate von 97 % bei Rotten Tomatos. Das will nicht unbedingt etwas heißen doch es ist schon mal ein gutes Zeichen.
Es geht eine die Theatergruppe im Sing Sing Gefängnis, das sogenannte RTA Programm. Heartwarming, Uplifting, A film you‘ll never forget. So hochlobend waren die Kritiken. Ich bin, jetzt nachdem ich eine Nacht über Film geschlafen habe ein bisschen anderer Meinung, obwohl ich ihn immer noch gut finde. Sehenswert ist er allemal. Das interessante daran ist, dass die meisten Darsteller sich selbst spielen, das heißt der Film ist weitgehend mit Ex-Gefängnisinsassen gedreht worden. Das machte mich durch den ganzen Film, weil ich es nicht wusste, ein wenig stutzig. Erstens weil kein einzig bekanntes Gesicht dabei war, und weil das Spiel so ‚nah‘ an der Realität war. Erst am Schluss löste es ich dann für mich auf, was eine Überraschung war. Der Film wird nie gewalttätig und zeigt auch nie die wirklich harte Seite eines Gefängnisses mit maximal Sicherheit, man erahnt es nur.
Ich sagte es bereits, der Film ist sehenswert. Aber er hat auch ein paar Längen, die nicht explizit unangenehm sind, aber auffallen tun sie schon.
Dann fix hinüber ins Theater, wegen allerhand Papierkram.
Dann war es schon 15:00 Uhr. Huch! Ich beschloss noch ein paar wenige Einkäufe zu machen und fuhr zu Auchan. Das war jedoch als ich dort ankam, nicht die beste Idee, denn der Laden war sehr gut gefüllt. Ich fand jedoch recht schnell alles was ich brauchte und war auch fix wieder raus. Das ist das einzig Gute an der Mall, dass die Wege verhältnismäßig kurz sind.
Am Abend dann ein unerwarteter Besuch von S. und seinem Partner P., die ich schon seit Monaten nicht mehr gesehen hatte.
Ich frage mich, wie oft ich das in der nächsten Zeit noch als Überschrift für ein Posting nehmen muss. Aber von vorn.
Ich hatte in der Nacht gründlich geschwitzt und fühlte mich am Morgen ein wenig besser. Da ich ein Termin beim Arzt hatte, machte ich mich ausgefertig und war beizeiten dort. Die Ärztin bestätigte mir genau das, was ich auch schon vermutete. Eine kräftige Nasennebenhöhlenentzündung. Sie verschieb mir unter anderem auch Antibiotika, weil das jetzt schon drei Wochen anhält.
Von der Apotheke aus ist es nur eine Tür weiter bis in meinen kleinen Supermarkt. Ich sah mit Entsetzen, dass er am 18. Januar definitiv sein Türen schließen wird. Ich wusste bereits, dass der etwas größere Supermarkt von der gleichen Kette, mitten in der Stadt, auch geschlossen wird. Und der kleine Supermarkt im Bahnhofsviertel wird auch folgen. Damit geht die Ära ‘Alima‘ auf ihr Ende zu.
Ich fragte die Kassiererin wie es weiter geht. Der Lokal wird bis zu sechs Wochen geschlossen bleiben und danach als Delhaize wieder eröffnen. Uff. Das ist erfreulich, denn es wird niemand der Bedienungen und der Kassiererinnen den Job verlieren. Ich bin nicht der größte Fan der Delhaize Kette, aber zumindest bleibt ein Supermarkt dort bestehen.
Wieder daheim legte ich mich ein wenig hin und arbeitete dann ein paar Dinge am Rechner ab.
Danach machte ich mich auf ins Rainbow Center wegen einer Besprechung wegen einer großen Schreibarbeit, die mitunter das größte wird was ich bis dato in einem Guss liefern musste. Es wird sehr viel Recherche werden.
Am Abend telefonierte ich kurz mit der A. und war relativ früh im Bett. Die Pillen zeigten jedoch schon ihre erste Wirkung, denn ich fühlte mich schon weitaus weniger schlapp als die Tage davor.
Dienstag war es wie gehabt. Ich versuchte mich zu schonen und schlief am Nachmittag auch noch mal eine lange Runde.
Für den Abend gab es nichts besonderes. Ich war einfach platt.
***
Am Mittwoch dachte ich, dass das nicht so weitergehen kann und ich verabredete mich auf dem Mittwochsmarkt mir der D. Es gab einen Kaffee im Renert, ein Brot vom Eifeler Bäcker und eine Tüte voll Mandarinen vom Obsthändler meines Vertrauens.
Eine kurze Stippvisite im Rainbow Center. Die neue Ausgabe vom Queer sollte da sein, aber sie war noch nicht geliefert worden. Nicht schlimm, morgen muss ich eh nochmal hin. Ich machte ein Foto von einem meiner Lieblingsplätze:
Mittagessen bei Oberweis. Es gab einen Burger. Der war lecker aber es war sehr viel. Ich schaffte nicht alles.
Da der Druck im Kopf, sprich in den Nasennebenhöhlen, wieder stieg an und da ich mich sehr schlapp fühlte, ging ich zum Arzt auf gut Glück, doch das Wartezimmer war extrem gut gefüllt. Ich bekam aber einen Termin für den Tag danach.
Daheim fiel ich aufs Bett und schlief eine Stunde tief und fest.
Am Abend ging ich früh zu Bett und träumte von Raben und seltsamen Ereignissen am Theater, das alles sehr lebhaft, dass es sich wie Fieberträume anfühlte.
Für den Sonntag hatte ich mir vorgenommen sooo viiiel zu machen. Gemacht habe ich letzten Endes gar nichts, da ich es gescheiter fand daheim zu bleiben und diese Erkältung, die ich jetzt schon seit Weihnachten habe, weiter auszukurieren. Ich huste nicht mehr, die Nase schnieft nicht mehr, ich fühle mich nur sehr schnell müde und der Geruchssinn ist immer noch im Urlaub. Also, nicht mehr so ganz, ein paar Dinge rieche ich schon wieder und im ersten Moment nach der Nasenspülung kommt es mir so vor als ob alles wieder in Ordnung wäre. Aber richtig riechen geht anders.
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Am Montag dann:
Ich erwachte mit Kopfschmerzen die aber keine Migräne waren sondern eindeutig von den Nasennebenhöhlen herkamen. Ich mache eine Nasenspülung das sofort half. Da ich nichts aber auch wirklich gar nichts essbares mehr hatte, fuhr ich zum Supermarkt. Ich kaufte Gemüse und vor allen Champions den ich hatte Lust auf ein Toast und Salat dazu.
Die Sonne schien klar und hell und ich verpasste es ein paar Fotos zu machen.
Als ich dann wieder daheim war, war ich erledigt. Die kleinste Anstrengungen und die Batterie ist leer.
Am Abend schaute ich ein bisschen dies und das und vor allen interessierte mich aber die TikTok Sache in den Staaten das ja bis zum 19. Januar dort abgeschaltet werden soll. Ich selber habe kein TikTok und war nie wirklich daran interessiert. Emily D. Baker erklärt das ganz gut was da grad auf dem obersten Gerichtshof passiert.
Die Auslandskorrespondentin Martha (Swinton) ist an Krebs erkrankt und bittet ihre Freundin (Moore) sie auf ihrem letzten Teil des Weges zu begleiten.
Es war mir erst gestern nach dem Interview mit Tilda in der Late Night Show klar, dass ich dem Film wirklich sehen will.
Was mich und die D., die auch mitgekommen war, am Anfang ein wenig störte, war eine gewisse Theatralik in einigen Szenen die mir so gar nicht gefiel. Das ist aber auch ein bisschen Almodovar geschuldet, der das in allen seinen Filmen hat. Doch das legt sich dann auch wieder.
So großartig wie Tilda Swinton ihre Rolle als Strebende hier spielt, so finde ich dass Julian Moore den noch schwierigeren Part zu spielen hat und diesen mit absoluter Bravour meistert. Der Film drückte mir auch zweimal die Kehle zu, weil er mich an Dinge erinnerte, die ich vor über zehn Jahren durchleben musste. Der Film ist ganz klar eine Ode an das Leben auch wenn man das bei der Thematik nicht vermuten mag. Er hat den Goldenen Löwen in Venedig zu recht erhalten.
Nach dem Film hatten die D. und ich noch einen weiteren Termin in Bonneweg in einem italienischen Restaurant zusammen mit der N. und der V.
Luci ist ein so richtiges italienisches Restaurant wo man auch sehr viele Italiener sieht und hört. Wir kehrten dort fast eine Stunde zu früh ein, was aber kein Problem war, den wir tranken erstmal in aller Ruhe ein Apéro und diskutierten den Film durch.
In den Pastagerichten gab es eines das mich und die D. sofort interessierte. Thunfisch mit Artischocken und Orange. Und da ich ja noch immer alles sehr begrenzt schmecke, kam das sehr gelegen, denn das leicht Bittere der Artischocke und mit Orangenabrieb, schmeckte ich dann doch heraus. Eine spannende Kombination.
Es war wie immer wenn wir zusammen sind, ein sehr lustiger Abend.
Aber es war auch wieder schweinekalt und feucht und ich war froh dass das Auto nicht weit stand. Noch glücklicher war ich über die aus der Ferne bedienbare Standheizung und dass ich diesmal auch daran dachte sie beim Bezahlen der Rechnung schon einzuschalten. So konnten wir sofort in ein schnuckelig warmes Auto schlüpfen.
Ich schlief wie ein Murmeltier. Wenn etwas wirklich zu meiner absoluten Zufriedenheit klappt die letzten Tage, dann schlafen. Ich werde auch schnell müde.
Ich hatte beschlossen, je nach Gefühlslage, dass ich den Termin beim Friseur absage. Gegen 11:00 war ich aber soweit hergestellt dass ich wahrnahm.
Da das Wetter einigermaßen stabil war, beschloss ich, anschließend in die Stadt zu gehen. Ein paar Ravioli mir Linsen und Guanciale in der Casa Gabriele:
Wieder daheim fühlte ich mich halb erfroren und legte mich sofort wieder in Bett und schlief nochmal volle zwei Stunden.
Im Theater war es brechend voll und ich sah viele Menschen, die ich meistens nur im Theater sehe. Es lief jedoch alles glatt.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass meine Stimme am Abend langsam versagte. Das war seltsam, denn das war in den letzten zwei Wochen gar nicht der Fall.
Ich machte beizeiten Schluss und kroch sehr bald unter die Daunendecke.
***
Wegen ihrem neuen Film( den ich mir morgen ansehe) war Tilda bei Stephen Colbert zu Gast.
Sie spricht auch über den hervorragenden Film Twack! 😉 Und weil es da ein zweites Video gibt und ich von Tilda eh nicht genug haben kann, bitte schön, danke, gerne:
Ich hatte heute um 11:00 den allerletzten Kontrolltermin beim Zahnarzt meines langjährigen Vertrauens. Ende Januar geht er in Rente. Ich ging hin seit dem ich in dem Ort gearbeitet hatte in meinem früheren Leben als Friseur. Das war Ende der 80er.
Es kommt eine Gemeinschafspraxis hin, deren Hauptsitz in der Hauptstadt ist und bei der ich immer wieder einen anderen Zahnarzt haben werde. Will ich das? Ich glaube nicht. Ein Zahnarzt ist für mich eine Vertrauensperson und ich will da nicht alle Nase lang jemand anders der mir im Mund rumwühlt. Ich werde mich also auf die Suche begeben müssen. Ein paar Adressen habe ich schon. Ich habe jedoch schon mal in weiser Voraussicht einen Termin bei den neuen Ärzten in einem halben Jahr. Kann ja sein dass sie doch was taugen…
Ich fuhr von dort aus in die Alte Heimat, die inzwischen in von vorn bis hinten eine Baustelle ist und sich seltsam anfühlt. So wie es aussieht, wollen sie dort ein Einbahnstraßen System einführen, von dem ich bezweifle dass es die Verkehrslage verbessern wird. Ich brauchte ewig um durch zu kommen. Nun ja. Ich wollte eigentlich nach Irrel in einen deutschen Supermarkt. Das tat ich dann auch. In Irrel selbst hatte dann auch so mein Problem. Ich fuhr durch das Dorf und erkannte manches nicht wieder. Es gibt dort immer noch eine seltsame Umgehung die seit gefühlten 20 Jahren besteht und der Dorfkern ist davon ausgeschlossen.
Ich fand jedoch alles was ich suchte und fuhr zurück. Inzwischen hatte es wieder zu schneien angefangen.
Wieder daheim legte ich mich kurz hin, auch wenn ich so halbwegs wieder hergestellt bin, fit geht anders.
Ich sah mir eine Talkrunde an:
Die Roundtables vom Hollywoodreporter werden von vielen anderen imitiert, kommen aber nicht das Original heran. Ich hätte mir diese Runde nicht angeshen, wenn nicht meine Lieblingsschauspilerin dabei gewesen wäre, Tilda Swinton, von der Ende dieser Woche ein neuer Film hier anläuft unter der Regie von Pedro Almodovar.
Im Theater ging alles seinen gewohnten Gang.
Ich hatte Hunger auf Chinesisch, auch wenn ich noch nicht alles schmecke. Ich bestellte einen Tisch im Räiskär.
In den Empfehlungen stand ein Gericht, das ich noch nie auf einer chinesischen Karte gesehen hatte. Hühnchen mit Maronen.
Ich schmecke ja noch immer nicht alles, es kommt jedoch langsam wieder, aber das hier war sehr interessant, auch vom Beißen her.
Und dann wär da noch eine Tagesfrage:
Was ist deine Mission?
Wenn ich das Wort Mission nachschlage steht bei Wikipedia folgendes:
Mission (lateinisch missio „Sendung, Auftrag“) steht für:
Auftrag, allgemein eine Aufforderung zu einer bestimmten Handlung
Großprojekt bemannter oder unbemannter Raumfahrt, die Raumfahrtmission
Mit irgendeiner internationalen Auftraggebung habe ich nichts zu tun und Missionieren im religiösen Sinn ist mir höchst zuwider. Wenn, dann würde ich gegen religiöses Missionieren missionieren.
Am Morgen schickte die D. ein Bild von St.Jean vom Strand, als ob es gemalt worden wäre.
Ging es den ganzen Tag wie es jemandem geht der sich nicht fit fühlt. Ich machte einen Versuch zu Wochenmarkt zu gehen, der aber genau do ausgedünnt war, wie am Samstag.
Das Renert war aber geöffnet und hatte Wildschweinragout auf dem Menü. Ich blieb dort. Schmecken tat ich jedoch nicht sehr viel. Ich mochte zum ersten mal den Rotkohl, den er mir sonst immer zu säuerlich macht. Jetzt war er genau richtig.
Am Nachmittag machte ich eine Nasenhöhlenspülung, die mich hoffen ließ dass da noch was ist, denn für ein kurzen Moment roch ich wieder.
Am späten Nachmittag dann:
Schnee, der aber nicht lange blieb, denn es wurde wieder wärmer und es fing an zu regnen.
Später dann:
Im Theater in der Vorhalle.
Und das wars auch schon. Ich lag beizeiten in den Federn, denn morgen früh hab ich ein Kontrolltermin für die Beisserchen.
Es hinkt und hackt. Insgesamt fühlte ich mich körperlich einigermaßen wohl, mit Ausnahme einer Chose. Seit der Erkältung, die ich mir in in St.Jean zuzog, (wahrscheinlich aber schon ein paar Tage früher hatte) ist mein Geruchssinn weg. Es ging ja zum Teil mit einer kräftigen Nasennebenhöhlenentzündung einher, die nach ein paar Tagen verschwunden war, aber der Geruchssinn kam nicht wieder.
Die Tasse Kaffee am Morgen, roch am Montag nach gar nichts, am Dienstag dann roch sie leicht nach Gemüsebrühe. Auch mit dem Kochen ist das so ein Ding. Ich würze alles weil ich es so gewohnt bin, aber letztendlich merke ich nichts davon. Um wenigstens einen Geschmack zu haben ist mein Pfefferverbrauch enorm gestiegen.
Dabei war ich vor wenigen Wochen nich so stolz auf mich gewesen, dass ich brav alle meine Vitamine nehme und meine Abwehrkräfte genug geboostert sind. Aber es hat wahrscheinlich eh nichts damit zu tun.
Nun ja…
Ich werde wohl die versprochene Kochrunde nächste Woche ausfallen lassen. Denn so aus dem Handgelenk heraus, ohne dass ich etwas abschmecken kann, mute ich niemandem meine Kochkünste zu.
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Kommen wir zu kurzen Tagesberichterstattung vom Montag. Es war sehr stürmisch hier. Ich sollte Besuch bekommen, der aber krankheitsbedingt kurzfristig absagte. Es war mir recht, denn so toll fühlte ich mich auch nicht, dass ich in der Lage gewesen wäre, jemand zu bespaßen.
Auf Arte lief am Abend eine schöne Doku über Neuseeland über die Fjorde und Regenwälder. Es gab zwei Orte die ich kannte. Queenstown und Milford Sound. Vor allem bei Milford bekam ich ein wenig feuchte Augen. Das ist für mich einer der schönsten Ecken der Welt die ich je gesehen habe. In der Doku sah ich dann auch die Straße die nach Milford Sound führt, von der man mir damals erzählt hatte, aber befahren habe ich sie nicht. Wie ich dorthin kam, könnt ihr hier lesen.
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Den Dienstag fühlte ich mich keinen Deut besser. Ich blieb häuslich. Ich schlief viel und war zu nichts nutze.
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Eine kleine Doku möchte aber empfehlen. Ich hatte vor einer Weile im Blog alle meine Parfums beschrieben. Unter den Düften befindet sich auch ein (imzwischen zwei) Düfte vom „Schneider des Papstes“ Filippo Sorcinelli.
Über das Wetter zu berichten, käme einer knackigen Zusammenfassung der Todesanzeigen der Zeitung gleich. Also lassen wir das.
Springen wir gleich zu dem Moment als ich am Nachmittag ins Kino ging.
Vingt Dieux
Vingt Dieux ist eigentlich ein Fluch, wie so viele Flüche, die vom christlichen Glauben kommen, wie Himmel Skara oder auf luxemburgisch Nonditjö.
Der deutschte Titel das Films“ Könige des Sommes“ passt zwar irgendwie, sagt aber etwas völlig anderes aus.
Der 18-jährige Totone verbringt seine Freizeit mit dem Biertrinken und Herumhängen mit seinen Freunden. Doch dann wird er plötzlich gezwungen, sich um seine siebenjährige Schwester zu kümmern und seinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Er beschließt, Käse zu produzieren und setzt sich das Ziel, den besten Comté der ganzen Region herzustellen. Denn dem Gewinner dieses Titels winkt ein hohes Preisgeld.
So die kurze offizielle Zusammenfassung. Der Film wurde im Jura gedreht, ausschließlich mit Laiendarstellern. Es gibt nicht ein bekanntes Gesicht. Das macht ihn ein wenig holperig und doch er ist sehenswert. Was vor allem sehr gut rüberkommt ist die Stimmung dieser dünn besiedelten Region und wie die Realität und das Schicksal zuschlagen kann. Der Film war die Überraschung auf den Filmfestspielen in Cannes.
Der Film erinnerte mich auch ein wenig an meine Jungend, da ich ja auch in der tiefsten Wildnis auf dem Lang groß wurde.
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Am Abend schaute ich mir ein Film mit einem Schwein an Arte an. Die haben zur Zeit sehr viele Filme mit Maggie Smith in ihrer Mediathek.
Ich fühlte mich immer noch wackelig und machte am Nachmittag recht langsam.
Für den Abend hatte ich eine Einladung zum Bear Afterwork. Ich war lange unschlüssig ob ich gehen sollte, aber letztendlich ging ich dann doch. Ich sollte es nicht bereuen, denn es wurde ein lustiger Abend.
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Den Samstag fing ich mit einer feuchteisigen Runde auf dem Markt an, die ich aber sehr fix beendete, weil ich den Markt noch nie ausgedünnter an Ständen gesehen habe. Mit der A. und einer Nachbarin gab es einen schnellen Kaffee in der Piazza, weil das Renert wegen Renovierungsarbeiten in der Küche geschlossen hatte.
Wieder daheim wurschtelte ich herum und war unschlüssig was ich tun sollte. Das Wetter war so gar nicht einladend noch mal eine Runde draußen zu drehen. Im Kino lief auch nichts was mich beflügelte, aber dafür fand ich einen Film für morgen Nachmittag, den die D. mit wärmstens empfohlen hatte.
Am Morgen gab es noch einen Kaffee im Chistera und kurz nach Mittag war es auch schon an der Zeit den Zug zu nehmen für die lange Fahrt zurück.
Unterwegs hörte ich, da meine Laune nicht die Beste war, erstmal Musik. Ich hatte mich bereits gestern mit einer ‚alten Liebe‘ beschäftigt, die da Erasure hieß. Ich war neugierig ob es sie noch gibt. Oh ja, und sie produzieren immer noch. Und von Erasure zu Vince Clarke, zu Alyson Moyet ist es nicht weit. Und ja, es gibt auch sie immer noch. Ich hörte ich ihr erstes Soloalbum Alf, einmal ganz durch. Es kamen Bilder und sehr altvertraute Emotionen zurück, diese undefinierbare Sehsucht nach Dingen von der ich damals selbst nicht richtig wusste auf was diese Sehnsucht ausgerichtet war… Bevor ich zu melancholisch wurde, schaute ich in den Hörbüchern nach, was passen könnte. Ich sah dass ich noch zwei Stunden von Vicky Baums ‚Vor Rehen wird gewarnt‘ zu hören hatte und hörte das zu Ende. Ich hatte das Buch schon ein paarmal erwähnt. Sehr große Empfehlung von mir.
In Paris dann ging alles wie am Schnürchen. Raus aus dem Zug und hinunter zur Taxistelle an der eine Schlange stand, die sich aber fix auflöste. Ich hatte ein wenig Bedenken, dass ich zu spät dran sei, doch mein Taxifahrer fuhr kleine Umwege und in knapp 25 Minuten war ich einmal quer durch Paris an der Gare de l’Est. Es blieb reichlich Zeit für ein Kaffee und ein Sandwich.
Und dann ging es noch einmal für zwei Stunden durch die Nacht und kurz vor 22:00 war ich dann da.
In Luxemburg war es a….kalt. Die A. wollte mich abholen, dachte aber aus irgendeinem Grund ich wäre geflogen, statt zuggefahren. Es dauerte seltsam lange bis ich sie anrief und sie schon fast am Flughafen war. Alles ging glatt, ich musste nur ein klein wenig länger warten.
Daheim ging es ziemlich schnell in die Horizontale.
Der erste Tag des Jahres war eher ruhiger Natur. Ich war noch immer nicht ganz wiederhergestellt und ich tat besser daran nicjt ganz so sehr aufzudrehen. Zum herrschten am Morgen 0 Grad.
Gegen Mittag jedoch zogen wir los in die Bar de la Balaine an die auch ein kleiner Austern und Meeresfrüchteverkäufer angeschlossen ist. In der prallen Sonne aßen wir ein Portion Austern und Bulots (Wellhornschnecken)
Und das war schon alles was es zu berichten gibt.
Am Abend aßen wir das war ich gestern beim Feinkosthändler aus Halles gekauft hatte.
Es geht mir besser aber so ganz hergestellt bin ich noch nicht.
Am Morgen machte ich eine kurze Runde über dem Markt, der proppenvoll war. Ich kaufte ein bisschen was für nächstes Jahr, während die D. anderweitig beschäftigt war.
Es war sehr kalt und feucht und ich hielt es nicht lange draußen aus. Zudem wollte ich nicht den Teufel beschwören damit die Erkältung noch einmal von vorne startet.
Da wir eh nichts weiter für den Tag geplant hatten als am Abend im Instincts zu feiern und das Wetter überhaupt nicht einladend zum spazieren war, beschloss ich mir gleich zwei Filme anzusehen. Den ersten sah ich auf Empfehlung der D., die ihn schon gesehen hatte.
Oh, Cananda, gefiel mir gut. Interessant war vor allem die Machart die Paul Schrader gewählt hatte mit vielen Rückblicken, die sich überschneiden und manchmal auch widersprechen, den Zuschauer aber nie in die Irre führen. Mir einem genialen Richard Gere, der am Anfang so schrecklich aussieht, dass ich einen Moment brauchte um ihn wiederzukennen. Und dann die wunderbare Überraschung in Form von Uma Thurman, die ich sehr sehr lange nicht mehr auf der großen Leinwand gesehen hatte. Ich würde mir wünschen sie würde wieder mehr drehen.
Der zweite Film wurde im Rahmen Serie ‚Séance de rattrapage‘ gezeigt, in der Filme, die erst vor kurzem gezeigt wurden und schon aus dem Programm raus sind, noch einmal wiederholt werden, damit man sie nachholen kann.
Das kostbarste aller Güter ist ein Zeichentrick der dieses Jahr in Cannes lief. Was vom Trailer her sich wenig rührselig anfühlt, ist alles andere als das. Während des Zweiten Weltkriegs wird eine französische jüdische Familie nach Auschwitz deportiert. Auf dem Weg zum Vernichtungslager wirft der Vater verzweifelt eines seiner Kinder aus dem Zug in den Schnee. Dieses Mädchen wird von der Frau eines Waldarbeiters gefunden und gegen alle anfänglichen Hindernisse großgezogen.
Die Geschichte ist herzzerreißend, hat aber einen groben Fehler, den sie mehrfach begeht. Es ist an zwei oder drei Stellen im Film eine Schicht zu viel Grauen miteingeflossen, denn man weiß ja was im Zweiten Weltkrieg los war. Wen das nicht stört, die Geschichte ist sehr schön erzählt in sehr klaren Bilden ohne Schnickschnack. Sehenswert, wenn auch mit einem Abstrich.
Nach dem Kino ging es zurück ins Haus und wir machten uns fein für den Abend. Sylversteressen im Restaurant Instinct zum dritten Mal in Folge.
Es war bis jetzt, von all den Schlemmerabenden, der Beste. Und ich war hocherfreut, dass ich mit der ganzen Erkältung zum ersten mal wieder halbwegs etwas schmecken konnte.
Der Fotorückblick geht in seine fünfte Runde. Insgesamt war 2024 ein schwieriges Jahr. Es gab Hürden die nicht so leicht zu überwinden waren. Der Fotorückblick spiegelt aber all die schönen Momente wieder, an die ich mich gerne zurückerinnern mag und wofür der Rückblick auch gedacht ist.
Am Ende dieses Postings findet ihr wie gewohnt Mr. Linky, bei dem ihr euch gerne eintragen könnt wenn ihr mitmacht. Der Beitrag wird bis zm den 10. Januar oben angeheftet bleiben. Alle neueren Beiträge befinden sich logischerweise darunter.
Januar
Die Havarie eines Fischerbootes in St.JeanSchnee
Februar
WochenmarktMarienkäfer im Februar
März
Die Grand RueWährend einem Spaziergang beim Festungsmuseum ‚3 Eicheln‘
April
Erdferkel im Berliner ZooFreiburger Dom
Mai
Public Viewing des Eurovision Song Contest im Chou-ChouDas Bändchen durchschneiden am letzten Tag der re:publica
Juni
Der Skytower mitten in der Stadt gesehen vom Küchenfenster der A. Brügge
Juli
Wiedersehen mit dem H. aus MelbourneEine Ausstellung in Centre Pompidou in Metz
August
Meine erste DurianAm See der Alten Heimat
September
In Erromardi bei St.JeanSamstagsmarkt
Oktober
Die Terrasse bei Nacht in der Skybar Für mich das schönste Foto von diesem Jahr, das nur durch Zufall entstand.
November
Der renaturierte Fluss Petruss
Dezember
Schlittschuh Deko auf der KönigswieseSt.Jean-de-Luz
Unten könnt ihr euren Fotorückblick eintragen. Mister Linky kann aber nur Englisch und kennt daher keine ü, ä und ö oder gar é, ê und è. Auch mein ë von Joël mag er nicht. Schreibt entweder Umlaute wie ae ue oder oe und lasst sämtliche Hütchen und Häkchen weg. Wenn ihr es doch tut bildet er nur ein blankes Feld ab.
Die letzten beiden Tage waren ein wenig wie der Bäh Tag, also Bäh 2 und Bäh 3, wenn auch nicht ganz so schlimm. Was vor allem sehr Bäh war, war die Nasennebenhöhlenentzündung, die mir quasi 24 Stunden lang diesen Kopfschmerz bescherte. Und da sich auch noch ein Sonntag dazwischen befand, wo hier alle Apotheken geschlossen hatten, verzögerte sich alles. Es gibt also nicht sehr viel zu berichten von den letzten zwei Tagen. Wir waren zweimal essen und ich habe versucht so weit wie möglich häuslich zu bleiben, außer ich hielt es nicht mehr aus und gönnte mir kleine Rundgänge am maximal 30 Minuten. Es sind ein paar schöne Fotos dabei entstanden, da die letzten Tage ausnahmslos schönes Wetter war, wenn auch sehr kalt.
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Etwas dass ich vor Tagen schon hätte posten sollen: Ich hatte die beiden Damen mit der legendären Kochsendung ‘La cuisine des Mousquetaires‘ aus den Achtzigern, Maïté und Micheline, schon ein paar mal vorgestellt. Maïté, die Köchin wurde kurz vor Weihnachten beigesetzt. Sie war hier im Südwesten Frankreichs bereits zu Lebzeiten eine Ikone und sehr beliebt, nicht nur wegen ihrer sehr deftigen und gehaltvollen Küche, sondern weil sie ein Mensch war, der sehr viel Freude und Güte ausstrahlte.
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Noch eine kleine Notiz in eigener Sache: Um Mitternacht erscheint der alljährliche Beitrag vom Fotorückblick des Jahres. Ihr könnt da gerne wie gewohnt mitmachen. Der Beitrag bleibt auch eine Weile oben angeheftet, auch wie gewohnt. Wir lesen und sehen uns nächstes Jahr!
Ich fühlte mich gestern den ganzen Tag soweit okay. Doch am Abend nach dem Kino, als ich schon im Bett lag, fing meine Nase an, so viel Rotz zu produzieren, dass ich selbst erstaunt war. 
Und damit war der Samstag vorprogrammiert, mit Sinitus Schmerzen, Triefnase, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und all dem Zeug was dazugehört.
Angedacht hatten wir einen Abstecher nach San Sebastian. Die D. fuhr hin ich blieb unter Decke und hoffte auf ein wenig Besserung für abends, denn wir hatten einen Tisch im Gaua reserviert.
Für mich war es leider vergebene Liebesmüh, denn ich schmeckte nichts.
Nach der einer durchschwitzten Nacht in der ich mehrfach wach war, fühlte ich am Morgen doch um einiges besser. Uff…
Gegen 10:00 war ich dann unterwegs auf den Markt, der hier ja am Freitag ist. Die Haut kribbelte immer, als ob da gestern was gewesen wäre. Und ein sehr leichter Kopfschmerz machte sich im Sinus bemerkbar, das war aber alles verkraftbar. Wir kauften ein für einen Brunch den den wir dann am Mittag zu ins nahmen. Anschließend legte ich mich noch einmal eine Weile hin.
Am Nachmittag kaufte ich ein Buch nebenan im Buchladen:
…und ging (man sieht es am Foto) an den Strand.
Diese zwei Stunden am Meer waren an Qualität für mich das Doppelte, wenn nich das Dreifache wert. Ich las, ich schrieb und machte ein Reel:
Am Abend gingen wir kurz ins Chistera, auf einen Pertersfisch, der sehr lecker war.
Auf dem Foto sieht es aus, als ob er in Sauce ertränkt worden wäre. Aber darunter befand sich noch eine Kartoffelpüreeschicht.
Anschließend gingen wir ins Kino. Wir hatten Karten für Sarah Bernardt, la Divine. Mit Sandrine Kiberlain in der Hauptrolle.
Eines vorweg, bevor ich den Film kritisiere. Sandrine Kiberlain ist großartig. Diese Exaltiertheit und zu wissen, dass sie gut ist in seinem Beruf spielt sie sehr gut. Auch Laurent Laffite als Lucien Guitry, ihr Liebhaber zeitlebens, neben vielen anderen, die ihr aber weniger bedeuteten, ist sehr gut in seiner Rolle.
Aber man muss wissen, bevor man sich diesen einen Film ansieht, wer diese Frau war, denn sonst macht der Film streckenweise wenig Sinn. Ich hatte vor einiger Zeit eine kleine Doku hier gepostet, die es bei ARTE zu sehen gab. Leider ist sie schon weg. Man muss wissen, dass sie die erste Frau war die zu einer Zeit, in der es weder Fernsehen noch Film gab, ein Weltstar wurde. Es dreht sich hauptsächlich um die Liebesbeziehung der beiden Hauptakteure. Das birgt zum einen die Gefahr kitschig zu werden, wurde es aber gottlob nicht. Zum anderen ist es sehr spärlich nur davon zu erzählen, denn diese Frau war wesentlich mehr als das. Der Film wird sicherlich Preise für die darstellerische Leistung bekommen, aber von der Geschichte her finde ich ihn ein wenig schwach.
Die Überschrift sagt schon, dass nicht so sehr viel zu berichten gibt.
Ich erwachte am Morgen leicht schüttelfrostig mit einem Kratzen im Hals. Ach nee, nicht schon wieder! Was hab ich gestern denn getan, dass das jetzt wiederkommt?
Wir hatten aber beschlossen, einen kleinen Ausflug nach Bayonne zu machen. Im Frankreich gibt es ja keinen zweiten Weihnachtstag.
Doch das Wetter war dort noch ekliger als in Saint Jean. Es war so feucht kalt, dass es so sofort in die Knochen zog. Wir blieben nicht lange. Die D. kaufte sich ein Silvester Outfit. Ich kaufte Seife auf Vorrat, weil es dort einen Laden mit meinen Seifenstücken gibt. Da es wirklich ungemütlich war, fuhren wir kurz nach 13:00 schon wieder zurück.
Für den Rest des Tages lag ich dann viel in der Horizontalen.