Ein Vieh & Grünewald

Der erste Blick als ich am Morgen die Augen aufschlug, viel auf die Decke. Genau dahin, wo der Pfeil hinzeigt. Zuerst dachte ich es sei eine dicke Fleischmücke. Nachdem ich die Brille aufgezogen hatte, sah ich was es war. Ein Vieh, das ich hasse wie die Pest! Eine Spinne! Aber was tun, wenn sie mitten auf der strahlend weißen Decke sitzt? Aufs Bett steigen und mit dem Pantoffel draufhauen, hinterlässt nur einen ekligen Fleck, der nicht mehr weggeht. Eine Akrobatiknummer mit Stuhl und Glas, noch vor dem ersten Kaffee, wäre schlecht für meine Knochen gewesen. Da blieb nur eins, der Staubsauger. Spinnen dieser Größenordnung, verabscheue ich am meisten. Noch größere Exemplare bewirken bei mir dann aber das Gegenteil. Die finde ich dann wieder schön und spannend. Eine ausgewachsene Arachnophobie habe ich also nicht. Es sei denn, es gibt noch eine Unterkategorie, die die Größe der Spinne berücksichtigt.

Zudem hatte ich ein böses Kratzen im Hals. Also hatten die irren Temperaturunterschiede vom Vortag doch ihre schädliche Wirkung gehabt. Mist!

Am Abend ging ich mit der E. und dem M., den Nachbarn von unteren Stockwerk, essen. Wir hatten und das schon ewig lange vorgenommen, einmal zusammen Essen zu gehen aber es kam nie dazu, wegen der Lebensumstände, sprich zwei kleine Kinder, Arbeit und so weiter. Jetzt, da die Großmutter zu Besuch war, um auf die Kinder aufzupassen, sollte das endlich klappen.

Ich hatte einen Tisch in der Hostellerie Grünewald reserviert.

Ich hätte den Fischfang des Tages auf einer leckeren Schaumsauce, mit Wurzelgemüse. Sehr sehr lecker. Auch die beiden Nachbarn waren begeistert. Sie kannten die Hostellerie noch nicht.

Es war ein schöner Abend. Ich lernte viel von der Lebensgeschichte der beiden und dass beide aus dem Montenegro sind.

Gewaltiges Unwetter und keine Vorstellung

Am Morgen schlug die Wetterfühligkeit zu. Mist! Ich hatte wegen der Vorstellung in Wiltz auf dem Festival angedacht, in Esch-Sauer zu Mittag zu essen. Doch ich war müde und matt und hatte auch in der Nacht schlecht geschlafen. Also ließ ich es bleiben.

Kurz vor 15:00 Uhr machte ich mich dann auf den Weg in den Hohen Norden des Landes. Unterwegs hörte ich Nachrichten. Gleich im ersten Beitrag ging es um die Krisensitzung wegen dem bevorstehenden Unwetter. Man würde alles genau im Auge behalten, da es nicht sicher war, ob dieses Unwetter überhaupt über Luxemburg ziehen würde.

In Wilz dann bereitete ich alles vor für die Maske vor und ich hatte bereits die ersten drei Darsteller durch, als die Nachricht kam. Alle Veranstaltungen, die draußen stattfinden, müssen abgesagt werden Beschluss der Regierung.

Die Enttäuschung war groß. Es wäre nämlich die letzte Vorstellung gewesen, und all die Proben und Vorbereitungen am Vortag, waren für die Katz. Also schminkte ich die drei Darsteller wieder ab, und packte mein ganzes Zeug zusammen. Auch die Veranstalter waren traurig, denn die Vorstellung war gut verkauft. Gegen 20:00 Uhr fuhr ich dann nach Hause. Unterwegs fing es an zu regnen, aber es war nicht weiter schlimm. Ich hatte die Befürchtung, dass es nicht zum allerschlimmsten kommen würde, und man wieder über vorsichtig gewesen war.

Doch kaum hatte ich das Auto in die Garage gestellt wurde es immer dunkler. Kurz nach 21:30 Uhr ging es dann richtig los. Kurz davor hatte ich das hier erhalten:

Es donnerte und blitzte unentwegt und es kamen gewaltige Wassermassen nieder. Es war beängstigend. Ich hatte kurz bevor es los ging, auf dem Balkon alles weggeräumt das hätte fort fliegen können. Und im Salon ließ sich die Rollläden ganz runter, was ich nur sehr selten tue. Zudem musste ich alle Fenster, die ich davor noch auf Kipp stehen hatte, weil es sehr schwül und stickig war, schließen.

Nach einer guten Stunde war der Spuk vorbei. In den Nachrichten lass ich das doch so einiges kaputt gegangen war und manche Keller voll gelaufen waren.

Auf nach Wiltz

… zum Wiltzer Festival.

Aber zuvor noch ein Bild von daheim.

Roter Basilikum. Ich finde den eher selten hier. Aber ich mag ihn sehr.

Früh am Morgen los nach Wiltz zu einer letzen Vorstellung der luxemburgischen Operette, die ich schon Anfang des Jahres hatte. Proben heute, Vorstellung morgen.

Die Freilichtbühne erschlägt mich immer wieder ob ihrer Größe.

Die Probe war elend lang.

Ich hatte zuerst angedacht mir ein Hotelzimmer im hohen Norden zu nehmen, ließ es dann aber sein.

Und dann passierte das, was mir schon lange nicht mehr passiert war. Ich ließ das Handy im Make-up Raum liegen und es fiel mir erst auf, als ich wieder daheim war. Mist! Mit dem iPad ortete ich es sofort, aber ich wollte nicht noch einmal Zurückfahren, denn es wäre niemand mehr auf dem Gelände gewesen, und der Make-up Raum war abgesperrt. Darum erscheint das Posting heute auch erst viel später als sonst.

Nur ein Foto

Dieses Foto fasst zusammen, was ich den ganzen Tag getan habe. Ich schwamm eine Runde. Ich trocknete eine Runde. Ich schwamm eine Runde. Ich trockne eine Runde. Ich las die Tageszeitung. Mehr passierte passierte nicht.

Am Abend schaute ich mir die ersten zwei Folgen von 3 Body Problem an. Mehr darüber, wenn ich mir im Klaren bin, was ich davon halten soll.

Neuer Supermarkt & Schwimmen!

Ein wunderbarer Tag, an dem endlich meine persönlichen Betriebstemperaturen herrschten.

Angedacht war, dass ich zu Hause ein bisschen was arbeiten sollte und eventuell auch Dinge vorbereiten für das Wochenende, und nicht wie so oft, auf den letzten Drücker. Doch das Wetter war so schön, dass ich gemeinsam mit der A. einen Ausflug nach Remerschen machte.

Am Morgen fuhr ich zu einer französischen Supermarktkette, die ich bis dahin noch nicht kannte, von der ich aber schon viel Gutes gehört hatte. Grand Frais, was übersetzt so viel heißt wie. die große Frische. In Luxemburg gibt es drei Stück davon, immer ein bisschen außerhalb der Stadt. Sie haben vor allem frische Produkte, sprich Obst und Gemüse, Milchprodukte, Fisch, eine Metzgerei und eine Bäckerei. Alle anderen haltbaren Produkte gibt es auch aber die sind eher von kleinen Firmen und ausgewählt. Die großen gängigen Marken gibt es nicht. So suchte ich zum Beispiel vergebens eingelegte Paprika. Aber dafür gab es frischen Paprika in allen Formen und Farben. Ich fand eine Sorte an Tomaten, die ich bis jetzt nicht kannte. Sie sieht aus, als ob sie verbrannt wäre.

Wieder daheim, packte ich alles fix in den Kühlschrank, packte die Badetasche und die A ins Auto, und wir fuhren nach Remerschen zu den Baggerweihern.

Zu Anfang dachte ich, dass das Wasser noch zu kalt wäre, doch das war nicht der Fall. Herrlich!

Wieder daheim gab es Abendessen auf dem Balkon:

Der Salat bestand aus einer gewaltig großen gelben Ochsenherz Tomate, die so groß wie ein Kinder Kopf war, frischen Blattspinat, Mozzarellakugeln, Artischockenherzen, schwarzem Basilikum, Aprikosenscheiben, kleinen schwarzen Oliven, und weil nicht genug Tomate, zusätzlich kleinen roten Kirschtomaten. Zudem probierte ich heute zum ersten Mal den Air Freyer aus, die ja eine Funktion des Ninja Grill ist. Ich hatte mich aber im Tiefkühlregal vor ein paar Tagen vergriffen. Ich hatte Kroketten gekauft statt Pommes, Nun ja…

Später am Abend schaute ich mir noch eine sehr spannende Reportage von ARTE an. Tukdam ist eine Bewusstseinsebene in der Meditation der Tibeter, die mit den Mitteln der klassischen Medizin und Physik nicht mehr messbar sind. Die Auswirkungen sind aber sehr wohl sichtbar. Dieses Phänomen wurde nun erstmals wissenschaftlich untersucht. Schaut euch die Reportage an. Ich hatte noch nie etwas von Tukdam gehört und fand das höchst spannend und interessant. Es zeigt, dass es noch sehr viel mehr zwischen Himmel und Erde gibt, von dem wir keine Ahnung haben. Man muss dafür nicht gläubig sein. Die Tatsachen sprechen für sich.

Endlich ein richtiger Sommertag

Am Morgen ein wenig getrödelt, ein wenig gedaddelt und ein weiter in der Biographie von Lagerfeld gelesen.

Die D. schickte mir ein Foto von St.Jean.

Das „Spielzeug“ steht wieder auf dem Strand. Es ist seltsam, dass ich dieses Jahr nur einmal dort bin. Für gewöhnlich war ich die letzten Jahre immer zweimal dort.

Kleine Nebenbemerkung, mehr an mich selbst, als fürs Blog: Ich stelle seit ein paar Monaten fest, dass meine Haare lockiger werden. Das ist neu. Mein Bruder hatte Locken. Ich nie. Meine Mutter hatte glatte Haare. Mein Vater hatte immer einen Bürstenschnitt. Er gab ihnen nie die Chance auch nur ansatzweise ein klein wenig länger zu werden. Ich habe keine Ahnung ob es welliges Haar hatte oder nicht. Die beiden Großmütter halfen mit Dauerwelle nach. Die Großväter, die ich beide nicht kannte, waren, den Fotos nach, nicht mit Locken gesegnet. Von wem ich sie geerbt habe, kann ich ich letztendlich nicht sagen.

Am Abend ging es dann mit der A. in den Park Belair. Es ist und bleibt ein der schönsten Terrassen meines Viertels, auch wenn die Küche nicht mehr das ist, was sie mal war.

Wir aßen einen Tomaten Burrata Salat. bei dem kann man wirklich nicht viel falsch machen. Es fehlte ein bisschen Salz, aber ansonsten war er okay.

Nationalfeiertag

Von der letzten Nacht, die sich zu Anfang anfühlte, als ob ich sie durchzechen würde, dann jedoch brav um 2:00 Uhr im Bett lag, waren die Auswirkungen bzw. die Nachwehen nicht vorhanden. Das war sehr schön. Ich hatte befürchtet, dass ich noch einmal eine Migräneattacke durchleiden müsste.

Ich schrieb die letzten Sätze des Blogs und skalierte Fotos.

Schönes Wetter. Ich beschloss ins Renert zu gehen, das für die Feierlichkeiten am Vorabend geschlossen war, aber dafür heute geöffnet war.

Und als ich dort saß, den Menschen auf den Platz zuschaute, ließ ich den Gedanken freien Lauf und fing an im Blog zu schreiben.

Ich las zwischen durch in diesem Buch, das ich vor Tagen schon einmal erwähnt hatte:

Darin kam ein Satz von Karl, der auch mir vor Jahren schon schmerzlich bewusst wurde. „De toute façon, tous ceux qui connaissait mon histoire sont plus ou moins au cimetière.“ „Wie auch immer, jeder, der meine Geschichte kannte, ist mehr oder weniger auf dem Friedhof.“

Das ließ mich über meine Geschichte sinnieren und über das Buch von Elke Heidenreich über das Altern nachdenken. Eine Passage die mich ganz besonders traf in dem Buch waren den Hinterlassenschaften gewidmet. Aber dazu komme ich gleich.

Das Buch von Elke Heidenreich ist vor allem eine Ansammlung an Zitaten von großen Schriftstellern, Philosophen und Sängern. Sie setzt deren Zitate oft gegeneinander und prüft, ob sie auf ihr eigenes Leben passen. Denn wenn Heidenreich über das Altern schreibt, dann ist es ihr eigenes Altern, das aber so individuell ist, wie das eines jeden Menschen. Viele Schlüsse, die sie zieht, sind richtig, doch ich bin nicht mit allem einverstanden, was sie sagt. Es hat nicht jeder Mensch, den Tatendrang, wie sie ihn hatte und noch immer hat. Eine Abschnitt jedoch, in der sie über die Rente schreibt und und wie man sich aus dem aktiven Arbeitsleben zurückziehen soll, ist vielleicht die wichtigste Passage aus dem ganzen Buch. Man muss das gründlich vorbereiten. Die guten Vorsätze endlich den Flur neu zu streichen, den Dachboden auszumisten, das Wohnzimmer zu renovieren, reichen nicht aus. Das ganze Lebensmodell muss umgedacht werden.

Kommen wir jetzt zu den Hinterlassenschaften, die ich oben angedeutet habe. Mit Hinterlassenschaften meine ich physische Dinge, die ich geerbt habe. Das Autogramm von Jean Marais das meine Tante von ihm bekam. Die zahlreichen Fotoalben mit Menschen auf den Bildern, von denen ich viele nicht mehr kenne. Die winzig kleine Porzellanvase die meine Mutter einmal auf einem Flohmarkt fand, auf der ihr Name steht. Das letzte bauchige Weinglas, die ich als Kind immer so schön fand, von dem nur noch eines vorhanden ist. Alle anderen gingen zu Bruch. Wenn interessieren diese Dinge noch, wenn ich nicht mehr da bin? Ich kann sie nicht wegwerfen. Das müssen andere tun. Denn mit jedem Stück, dass ich entsorge, kommt es mir vor, als ob ich meine Ahnen noch einmal begraben würde.

Im krassen Gegensatz dazu steht dann aber der Entschluss, den ich mir für diesen Sommer vorgenommen habe. Ich habe vor den Keller und die Garage gründlich auszumisten. Dabei werden so manche Kisten fliegen mit Dingen darin, die ich seit fast zehn Jahren nicht betrachtet oder angefasst habe. Der Großteil davon stammt aus den Häusern und Wohnungen meiner Eltern, Großmutter und Tante. Aber ich will nicht den Wust hinterlassen, den man mir hinterlassen hat.

***

Dieses ganze Grübeln ließ mich trübsinnig werden. Es war schließlich schönes Wetter und ich beschloss, etwas zu unternehmen. Ich ging zurück zur Wohnung, nahm das Auto und fuhr in die alte Heimat. Da ja Nationalfeiertag war, war auch dort ein bisschen mehr los. Auf dem Marktplatz stand eine große Bühne, in der ein Orchester spielte. Drum herum standen Bänke und Tische und Stände mit Würstchen und Bier. Ich traf ein paar alte Schulfreunde, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Ich trank mit Ihnen ein paar Bier (alkoholfreie wohlgemerkt) und wir redeten über alte Zeiten, wie man das halt so unter alten Schulfreunden tut. Wir beschlossen, dass es wieder an der Zeit ist, ein Klassentreffen zu organisieren. Das letzte fand 2017 statt. Mit diesem Vorsatz fuhr ich nach Hause.

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Die No Art On Air Sendung von Samstag, die so lustig war.

Luxemburg feiert

Lange und gut geschlafen. Das war schön.

Das Buch von Elke Heidenreich übers Altern, fast fertig gelesen. Darüber werde ich morgen etwas schreiben.

Am Abend dann in die Stadt ins Getümmel. Der Großherzog feierte seinen Geburtstag, sich selbst, und das Land und wir alle feierten mit. Ich hatte mich mit den Bären verabredet. Die Stadt war zum bersten voll.

Auf der Place Guillaume sahen wir den Fackelzug.

Anschließend ging hinunter zur ‚Gëlle Fra‘ zum Feuerwerk. So schöne Fotos wie vor drei Jahren auf den Boulevard d‘Avranche, wurden es nicht. Aber ein paar davon sind doch ganz ok geworden.

Es war eine der seltenen Male, dass sich die ganze Musik auch mit bekam, denn es wird jedes Jahr immer wieder eine neue Musik komponiert für das Feuerwerk. Ich stand sehr nahe an der Lautsprecheranlage, und alles vibrierte.

Später ging es noch kurz ins Lëtz Boys wo wir ausgelassen tanzten. Und dort erfuhr ich auch eine traurige Nachricht. Die Bar wird aller Voraussicht nach geschlossen werden, wenn nicht ein Wunder geschieht. Das ist sehr sehr schade. Es liegt nicht mal am Geld, sondern an einem der Geschäftspartner.

2 Tage mit einer Tagesfrage

Den Donnerstag verbuchen wir unter viel häuslicher Geschäftigkeit und Unverblogbares am Abend im Theater. Zudem gab es wieder eine Wetterwarnung, diesmal gelb bis orange für starke Unwetter. Ich kann durchaus verstehen, dass sie inzwischen vorsichtig geworden sind und lieber eine Wetterwarnung rausschicken, als dass sie tatsächlich eintrifft. Letztendlich gab am späten Abend nur eine kräftige Regenschauer und das war’s auch schon.

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Diese ganzen Wetterkapriolen brachte auch mit sich, dass meine Wetterfühligkeit sehr strapaziert wurde.

Der Freitagmorgen fing mit einer Migräne an, wie ich sie schon lange nicht mehr hatte. Neben den Kopfschmerz, der mich so lahm legten, dass ich nicht mehr klar denken konnte, gab es auch andere Symptome. Das Gefühl der Übelkeit kannte ich schon. Dass ich auch zusätzlich kalte Schweißausbrüche dabei haben kann, war neu.

Als die erste Tablette, nach einer halben Stunde keine merkliche Wirkung zeigte, schoss ich noch eine zweite hinterher. Ich war dann erst kurz nach 11:00 Uhr einigermaßen tagestauglich, auch wenn sich mein ganzer Körper anfühlte, als wenn er in Watte eingepackt wäre. Der Druck im Kopf war immer noch präsent, aber der Schmerz war weg.

Ich fing an, die Wohnung ein bisschen aufzuräumen, denn am Nachmittag sollte Meisterin Proper kommen.

Gegen Mittag machte ich ein paar kleine Besorgungen, und legte mich anschließend noch ein wenig hin, bis es Zeit war, dem Diestlichen nachzugehen. Das verlief ohne große Zwischenfälle. Da ist die letzte Vorstellung war, gab es am Abend noch eine kleine Feier. Für gewöhnlich gehe ich nicht gerne auf diese Feiern, doch diese hier war recht lustig, und ich sah ein paar Menschen wieder, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte.

Jetzt ist erst mal Pause, was das Dienstliche angeht. Nächstes Wochenende kommt noch mal ein größeres Event auf mich zu.

Kurz nach Mitternacht lag ich im Bett.

Bei welchem Essen fühlst du dich sofort in die Kindheit versetzt?

Mirácoli. Ihr wisst schon, die Spaghetti mit der Tomatensoße und dem kleinen Päckchen Gewürzmischung dazu. Das gab es immer im elterlichen Haus, wenn meine Mutter keine Zeit hatte zu kochen oder es schnell gehen musste. Ich hätte in den Anfangsjahren als ich in der Stadt wohnte, in der kleinen Wohnung, immer eine Packung auf Vorrat im Schrank stehen. Dann irgendwann ließ ich es bleiben, weil es nicht mehr so schmeckte wie früher, wegen einer vermeintlichen Rezepturverbesserung.

Ein weiteres Gericht waren hart gekochte Eier mit weißer Soße und Spinat. Das habe ich als Kind zum Umfallen geliebt.

Guten Tag Herr Lu & zwei Tage

Guten Tag Herr Lu,
ich war gerade auf Ihrer Webseite (joel.lu) und bin dort auf ein paar Dinge aufmerksam geworden, über die ich Sie gerne informieren möchte.
Wenn Sie wünschen, kann ich gerne ein kurzes Video für Sie dazu aufnehmen.
Antworten Sie einfach auf diese E-Mail mit „Video“ und ich sende es Ihnen die Tage zu.
Lucas Müller

Hallo Herr Lu,
ich wollte nur einmal sicherstellen, ob Sie meine E-Mail vor ein paar Tagen erhalten haben? Lassen Sie mich gerne kurz wissen, ob ich Ihnen ein persönliches Video aufnehmen soll bezüglich der aktuellen Situation von Ihrer Webseite (joel.lu).
Lucas Müller

Hallo Herr Lu,
falls Sie lieber ein Telefonat bevorzugen, können wir auch gerne die Tage einmal kurz darüber sprechen.
Es geht um ein paar Dinge bezüglich joel.lu, die mir aufgefallen sind.
Wann können Sie die Tage mal für 15 Minuten sprechen?
Lucas Müller

Allein schon der Umstand dass er annimmt, Lu wäre mein Familienname und nicht das Top-level Domain von Luxemburg, lässt diese Firma relativ dämlich aussehen. Wenn sie schon Kunden Akquise betreiben, mit dem Vorwand etwas über mein Blog zu wissen, das ich nicht weiß, dann klickt man sich vorab doch mal ein wenig durch die Homepage und macht sich schlau. Zudem war die Mail mit nichts anderem versehen als mit dem Text oben. Kein Link, kein Logo, nichts.
Diesen Lucas gibt es tatsächlich. Mit drei Klicks hatte ich ihn gefunden mit Foto unter Customer Success Team ( öh…Success???)

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Das aber nur am Rande kommen wir zum Dienstag.

Ich musste am Morgen noch einmal fix ins benachbarte Ausland, doch der Weg dahin war beschwerlich. Es schüttete wie aus Eimern. Man hatte eine gelbe Unwetterwarnung herausgegeben. Am Nachmittag, hörte es dann auf mit regnen, und es wurde schwül warm. Den Abend verbrachte ich zu Hause mit Vorbereitungen für die Sendung für Mittwoch.

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Am Mittwoch dann machte ich mich fernsehfein und ging zum Wochenmarkt. Dort traf ich die D, und wir aßen gemeinsam zu Mittag im Renert. Anschließend ging es in die Sendung. Sie war sehr lustig und dieses Mal werde ich sie auch am Samstag verlinken.

Am Abend Unverblogbares aus dem Theater. Ich kam nach Hause und fiel wie ein Stein ins Bett.

Bürokram und die Serie Eric

Der Tag war angefüllt mit Bürokram,am Rechner sitzen, Termine absagen und neu legen und eigentlich verlief der Tag überhaupt nicht so, wie er anfänglich geplant war. Ich musste Dinge, die für heute geplant waren und auf Dienstag legen, sowie Dinge von Dienstag auf Montag legen. Viel Durcheinander.

Am Abend schaute ich mir eine sechsteilige Serie auf Netflix an. Eric. Eine Serie mit Benedikt Cumberbatch in der Hauptrolle. Es geht um das Verschwinden eines zehnjährigen Jungen, dessen Vater ein Puppenspieler in einer Fernsehsendung ist. Die Geschichte spielt in den Achtzigern in New York. Ich fand die ersten drei Folgen recht spannend, weil mehrere Pisten aufgezeigt wurden, wo der Junge abgeblieben sein könnte und was ihm zugestoßen sein könnte. Die vierte Folge aber begeht den Fehler und zeigt was mit dem jungen eigentlich passiert ist, was den Rest der Serie leider ein bisschen absehbar macht. In einem Nebenstrang wird die Geschichte eines weiteren afroamerikanischen Jungen erzählt, der 14 Jahre alt ist und ebenfalls vermisst wird. Und die Geschichte ist herzzerreißend.

Insgesamt ist es nichts für schwache Gemüter. Cumberbatch zieht sich gut aus der Affäre, weil er einfach ein guter Schauspieler ist. Ganz großartig, auch der Polizist gespielt von McKinley Belcher III. Doch die Geschichte hat auch ihre Schwächen. So hängt die Story, wie schon oben angedeutet, ab der vierten Folge, leider ein bisschen durch. Die sechste Folge wird es dann wieder besser und reißt alles wieder weitgehend raus. Sehenswert ist die Serie schon, aber leider mit ein paar Abstrichen.

Zurück nach Luxemburg

Ich war sehr früh wach, hatte aber gut geschlafen. Ich skalierte Bilder und lud in aller Ruhe den gestrigen Beitrag hoch. Anschließend eine kurze Putzrunde durch die Wohnung und dann war es auch schon Zeit zurückzufahren.

Die Fahrt war ereignislos mit einem kleinen Stau, kurz vor Brüssel.

Wieder daheim musste ich gleich noch einmal los zu einem Termin, den ich zugegeben ein bisschen vergessen hatte. Es war eine Ausstellungseröffnung. Es ging aber alles glatt. Ich brauchte auch nicht so lange und war beizeiten wieder daheim.

Zwei Fotos kann ich euch zeigen, dass ich in der Galerie gemacht habe. Die Bilder sind von Théo Kerg. Für den Rest müsst ihr warten, bis die Sendung am Samstag raus ist.

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Beim sinnlosen Rumscrollen. (Ich sollte das als Überschrift nehmen für eine neue Rubrik?) Darunter verstehe ich hauptsächlich in diversen sozialen Medien in den Shorts wertvolle Lebenszeit vergeuden. Ich bekenne mich schuldig. Eine Werbung die ich dort sah war sehr triggerig gemacht und ich klickte darauf. Als ich dann das hier sah…

… war mir sofort klar, das ich das unter KEINEN UMSTÄNDEN will, weil erstens, ultra dubios und zweitens, macht es keinen Unterschied ob ich männlich oder weiblich bin und wenn das in der heutigen Zeit die einzigen Optionen sind….oh jeeee. Als ich dann Zimran ltd. nachsuchte sprang mich das Wort Scam regelrecht an. War ja auch klar.

Auf nach Brügge

Die Überschrift sagt es bereits. Keine große Erklärung nötig. Es liegt ja nicht weit entfernt von Knokke.

Aber zuerst eine Runde durch Knokke selbst. Überprüfen ob die Kirche noch im Dorf seht, wie man so sagt.

Yep! Steht! Mmmpf… *kicher, *gacker.

Die Wetterapp sagte genau das Gegenteil von dem was war. Es sollte trocken bleiben. Denkste…. es regnete immer wieder kleine Schauern.

In Brügge hatten wir entschieden die architektonische Triennale 2024 zu besichtigen. Spaces of Possibility Es war ein Tipp der Mutter der A., die sie schon gesehen hatte. Interessant war, dass es ein Rundgang durch die Stadt war ,der nebst den Ausstellungspunkten auch durch viele kleine Gassen führte, abseits der touristischen Massen.

Auf der Brügge App kann man das alles einsehen.

Und jetzt gibt es viele Fotos:

Nebst den Kuriositäten wie die Stiefel oben sahen wir wunderschöne kleine Ecken der Stadt. Ich muss gestehen dass noch nie dort gewesen war.

Irgendwann am späteren Nachmittag fing es aber sehr heftig an zu regnen und wir verzogen uns in ein Café. Der Weg insgesamt sind gute 10km wenn nicht mehr. Zwei der Kunstwerke haben wir sein lassen, wegem dem Wetter und die kleine Blue, die brav den ganzen Weg mitgegangen war, wollte nicht mehr.

Den Abend ließen wir sehr ruhig ausklingen. Ich machte ein Briam und kurze Zeit später lagen wir flach.

***

Ein paar weise Worte von Tilda Swinton

Auf nach Knokke

Heute vor 18 Jahren machte ich dieses atemberaubende Bild von blutroten Wolken. Wann und wo das gemacht wurde weiß ich nicht mehr. Aber wenn ich mir den Horizont genau ansehe war es wahrscheinlich in der Alten Heimat beim elterlichen Haus.

***

Kommen wir zur Tagesordnung:

Kopfschmerz beim Aufstehen. Bäh.

Aber dann:

Viereinhalb Stunden später:

Und in Knokke war bei der Ankunft schönes Wetter! Und es vor allem wärmer! Um einiges wärmer als in Luxemburg.

Wir aßen am Abend im Phare, eines der Restaurants das gleich am Meer liegt, nicht zu überkandidelt ist, aber mit erstklassigem Service.

Dann ging es noch einmal zusammen mit der A. und Blue am Meer vorbei.

Tohuwabu um eine Baustelle

Am Morgen noch vor dem Wecker wach geworden mit dem wirren Gefühl im Kopf, dass ich etwas tun müsste. Nur fiel mir nicht mehr ein, was. Es brauchte eine ganze Weile, bis ich klar denken konnte. Es wird höchste Zeit für ein paar Tage ohne Termine. Es ist dieses beständige hin und her springen zwischen allen Fronten, dass mich wuschig werden lässt. Aber wenn der heutige Tag durch ist, ist eine von vier Baustellen erst mal bis September geschlossen. Und bis dahin sind die anderen drei auch vom Tisch.

Aber diese Baustelle machte heute an ihrem letzten Tag ganz besonders viel Spaß, und wir kamen besser durch als gedacht. Ich sträubte mich zu Anfang ein bisschen dagegen, weil ich nicht einsah, warum vorab schon so viel Tohuwabu darum gemacht wird, aber jetzt freue ich mich darauf vor allem weil das Projekt mich später in eine Ecke Europas führen wird, in der ich noch nie war.

Mittagstisch im Renert. Dort eine schöne Begegnung mit einer guten Freundin der D.

Am Abend ging es dann ins Pacha, ein Lokal in meinem Viertel das ich aber nur sehr selten besuche. Ich hatte einen Bauernsalat der außergewöhnlich gut war. Leider kein Foto.

Früh zu Bett, denn am Freitag wird es am Vormittag hektisch werden. Das weiß ich jetzt schon.

Beileidsbekundung & Karl

Der Tag fing damit an, dass ich erst mal ein Beileidsschreiben, an eine langjährige Bekannte senden musste, weil ich gestern Abend spät in der Zeitung eine Todesanzeige ihres Vaters sah. Nicht schön. Ich musste dieses Jahr schon so einige Beileidsbekundungen schreiben. Und ich denke, in den nächsten Jahren wird das nicht besser werden…

Dann kurz vor Mittag fuhr ich noch einmal fix nach Trier wegen der Bestellungen von Montag. Fix sollte die Fahrt sein, aber sie wurde eine elende Fahrt mit Stau. Wegen der Europameisterschaft werden die Grenzen kontrolliert und zwar alles was nach Deutschland fährt. Dass ich zusätzlich für die nächsten drei Jahre eine gewaltige Baustelle hinter der Grenze befindet, machte das Ganze nicht besser. Ich hätte besser gehabt, schon früh morgens zu fahren. Nun ja…

Das Resultat der Hin- und Rückfahrt waren Kopfschmerzen, wie hätte es auch anders sein können. Ich fuhr anschließend noch zu einem Arbeitstermin, bei dem ich eh zu spät war aber das war jetzt auch egal. Gegen 5:00 Uhr war ich zu Hause und konnte endlich eine Kopfschmerztablette einnehmen. Uff…

Daheim betätigte ich mehrfach die Waschmaschine, was dringend nötig war.

Den Abend wollte ich eigentlich draußen verbringen, aber das Wetter war mir zu wechselhaft. Ich schaute mir auf Disney+ die neue Serie Becoming Karl Lagerfeld an, mit Daniel Brühl in der Hauptrolle und blieb seit langem mal wieder bis nach Mittnacht vor Kiste kleben, bis ich alle sechs Folgen durch hatte.

Als ich die erste Ankündigung für die Serie sah mit Brühl auf dem Plakat, dachte ich, das es eine sehr ungewöhnliche Wahl ist um die Rolle des Modeschöpfers ausgerechnet mit ihm zu besetzen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das gut gehen würde. Doch es geht erstaunlich gut. Der Film basiert auf dem Roman Kaiser Karl von Raphaëlle Bacqué und die Geschichte ist zum Teil fiktional, auch wenn sie auf wahren Begebenheiten beruht. Sie spielt in der Zeit, als Karl noch für Chloé arbeitete, und endet Anfang der Achtziger, als er den Posten des Chefdesigners für Chanel übernahm. Neben der Liebesgeschichte zwischen Karl und seinem Lebensgefährten Jaques de Bascher, gibt es auch einen Einblick in das Leben von Yves Saint Laurent und warum es zwischen den beiden diese große Rivalität gab. Eines vorweg: es lag nicht nur daran, dass beide Modedesigner und Konkurrenten waren. Sehenswert!

Ein schönes Interview mit Brühl gibt es im Guardian: Daniel Brühl on playing Karl Lagerfeld: ‘He never lost touch with the pulse’

Ein Ausverkauf & Links

Irre schlecht geschlafen. Weiß der Teufel warum.

Gegen Mittag schleppte ich mich zu einem der wichtigsten Termine des Jahres. Ein Termin, an dem sich sehr vieles klärt, was in den nächsten Wochen und Monaten auf mich zukommt. Ich muss dann lediglich auf der Hut sein, dass sich nichts überlappt. Aber es klappte.

Am Nachmittag, wenn wir schon dabei sind, eine Stippvisite in meinem verhasstesten Einkaufszentrum, weil dort eine eine belgisches Geschäft einer Kette mit Haarprodukten in Konkurs ging und ein Ausverkauf mit 80% stattfand. Und diesmal kam genau das zur Geltung weswegen ich nicht gern dorthin gehe. Es ist ihre gewaltige Größe. Ich fand sofort einen Parkplatz auf der Seite an dem der neuere Teil der Mall war, weil ich überzeugt war, dass sich das Geschäft dort befinden würde. Falsch. Es lag im alten Teil gaaaaanz hinten. Ich musste also einmal quer durch das ganze Gebäude marschieren. Als ich dort ankam, war fast nichts mehr in den Regalen. Ich hätte gleich am frühen Morgen da sein sollen. Ich fand aber ein paar wenige Dinge, die ich arbeitstechnisch gebrauchen kann.

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Zugegeben ich hätte den Link schon früher posten sollen, wenn ich es denn gewusst hätte. Meine langjährige Freundin und Arbeitskollegin Larisa hat etwas im Guardian geschrieben.
I was born behind the iron curtain but I got lucky. It’s why I’m voting in these European elections.

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Heute vor 16 Jahren besuchte ich das archäologische Ausgrabungsgebiet von Cauria in Korsika.

Das sind die Momente in denen ich froh sehr bin, dass ich mein Blog habe. Denn in meiner Erinnerung war das nur sehr bruchstückhaft vorhanden. Aber als ich heute die Bilder in der Timeline von Amazon Photos sah, erinnerte ich mich dass ich davon sehr angetan war.

Leerstände & Buch

Ich war schon lange nicht mehr in Trier. Da ich aus Gründen sowieso hin musste, freute ich mich auf den kleinen Abstecher.

Der erste Schreck, aber eigentlich war es klar dass so kommen würde, war das hier:

Und somit geht weider ein Ära tu Ende. Das Gebäude in der sich die Kaufhof Filiale befindet, war ganz früher mal ein Horten. Aber das ist schon so lange her, dass es schon fast nicht mehr wahr ist. Nachdem ich die oben genannten Gründe absolviert hatte, war Mittagspause.

Solange ich nicht mehr in Trier gewesen war, solange war ich auch schon nicht mehr in der Trier Brasserie. Das Tagesmenü war Maispoularde.

Ich ging anschließend noch ein wenig durch die Stadt. Für gewöhnlich, wenn ich dort bin, gehe ich nur selten hinunter bis zur Porta Nigra. Doch diesmal tat ich es. Es ist in Trier nicht anders, wie in vielen anderen größeren Städten auch. Der Leerstand der Ladeflächen grassiert auch dort wie ein Virus. Zugegeben noch nicht so schlimm wie anderweitig, aber es fällt schon auf.

Ich hielt Ausschau nach einem neuen Polohemd in rot. Ich hatte mal eines, aber ich glaube, das hatte ich bei der letzten größeren Kleideraktion weggegeben, weil es sehr verfärbt aussah. Ich ging zurück zum Kaufhof und sah mich dort um, da vieles schon runtergesetzt war. Aber ich fand nur Klamotten in der Farbe ziegelrot, die mir absolut nicht steht.

Zudem zog der Himmel sich zu, und das Wetter schlug um. So schön, wie es am Morgen gewesen war, so dunkel wurde es. Ich sah zu, dass ich zurück zum Auto kam und keine 10 Minuten später auf der Autobahn auf dem Rückweg, fing es an zu regnen und es wurde merklich kühler.

Bei sinnlosen Scrollen kam mir folgender Short vom Hansaverlag entgegen:

Ich bin bei weitem nicht mit allem einverstanden, was Elke Heidenreich so von sich gibt, das wäre auch schrecklich. Aber ich denke, beim alt werden, kennt sie sich aus. Wer mein Blog schon länger verfolgt, weiß, dass es auch ein Thema ist, das mich beschäftigt. Ich habe das Buch heruntergeladen und werde die nächsten Tage berichten.

Das Wochenende mit Muttertagsmenü & Minispaziergang

Am Samstag fing für mich ein Projekt an, dass wieder eines dieser Herzensprojekte ist, organisiert von der M.I.L. asbl. M. I. L. steht für ‚Momente intensiv leben‘ und ist eine Organisation, die kulturelle Events speziell für menschen mit Demenz ins Leben ruft.

E Chouer fir jiddereen. (Ein Chor für jedermann). Das Projekt an sich läuft schon seit längerer Zeit. Der Chor setzt sich zusammen aus Demenzkranken und deren Angehörige. Jede zweite Woche gibt es am Samstag eine Chorprobe und einer dieser Chorproben wohnte ich bei.

Anfang Juli wird das große Konzert zum Sommerfest stattfinden in Erpeldange in der A.L.A. Der Chor wird 50 Mann stark sein, was auch für mich keine kleine Angelegenheit werden wird. Ich werde mir aber Hilfe holen bei KollegenInnen.

Es ist eines dieser Projekte auf das ich mich immer wieder freue, auch wenn es von den Anforderungen her nicht das Niveau eines Theaterstückes erreicht. Aber das, was man von den Menschen an Dankbarkeit und Freude zurückbekommt, ist unbezahlbar.

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Der Sonntag war schon lange im voraus geplant.

Ich war mit der C., die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, an die Mosel. Der Sonntag beinhaltete mehr als nur die Europawahlen, es war auch Muttertag in Luxemburg. Das mache es ein wenig schwierig etwas zu finden, das geeignet war und sich nicht in der Stadt befand, denn ich wollte raus. Ich hatte während der Woche schon mehrere erfolglose Versuche gestartet einen Tisch zu reservieren. Ich fand schließlich einen in Remerschen im Chalet gleich am Baggerweiher.

Es gab ein Muttertagsmenü, und eine Überfressung war vorprogrammiert.

Die Amuse Bouche zu Anfang hatte ich nicht abgelichtet.

Es ist immer wieder toll wie viel Mühe sie sich im Chalet für Feiertage geben, denn ich ihre reguläre Karte ist weitaus bodenständiger. Und beim Schreiben erinnerte ich mich daran dass ich zum letzten Muttertag auch schon dort war.

Ein kleiner Spaziergang mit Fotos musste sein.

Den Rest des Tages verbrachte ich mit Verdauen und lesen.

Am Abend dann auch hier auch die gruselige Nachricht, dass die ADR (unsere rechtsextremistischen Hampelmänner) es ins Europaparlament geschafft haben. Es macht mich nicht stolz auf mein Land.

Beschreibung von einem Knacks & Museum

Ein Satz den die Kaltmamsell vor einigen Tagen schrieb:

… irgendwas in mir hat sich noch nicht von der existenziellen Erschütterung durch die Pandemie (ja, wir verdrängen das gesunderweise, aber es war wirklich, wirklich schlimm) erholt und lässt die Flügel hängen.

Da es für diesen Satz bei ihr ein paar interessante Kommentare gab, dachte ich, dass ich das mal in meinem Blog abhandeln sollte.

War die Pandemie eine existenzielle Erschütterung für mich? Oh ja! Beim ersten Lockdown stellte ich meine komplette Existenz infrage. Meine grundlegend positive und optimistische Einstellung zum Leben, hatte einen Knacks bekommen. Und dieser Knacks ist da und geht auch nicht mehr weg. Mir ist eine Art Leichtigkeit abhandengekommen, die ich sonst immer verspürte und die mich oft gerettet hat, weil sie mich schadlos Dinge (im Kopf wohlgemerkt) überstehen ließ. Diese Leichtigkeit bewirkte auch, dass nichts Schadhaftes an mir kleben blieb. Das alles ist nicht mehr da.

Versteht mich nicht falsch, mir geht es gut! Das tagtägliche Leben hält mich auf Trab und ich fühle mich auch sonst wohl. Aber dieser Knacks ist da.

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Am Morgen andere Blogs gelesen und die Wohnung putzfertig aufgeräumt, denn am Nachmittag kam Meisterin Proper. Draußen herrlich schönes Wetter. Über die Mittagsstunde ein Kaffee im Renert, das brechend voll war. Er ergatterte so just einen Platz auf der Terrasse.

Ich holte aus der Umänderungsschneiderei die Hose ab, die ich vor etlichen Wochen schon in Freiburg gekauft hatte. Ich hatte sie weggelegt und nicht mehr daran gedacht. Aus den Augen, aus dem Sinn. Da es aber eine Sommerhose ist, kommt sie jetzt gerade wie gerufen.

Ich hatte selten eine Stoffhose, die so bequem und so perfekt sitzt wie diese, ich, der sonst ausschließlich Jeans trägt.

Am Nachmittag ging es ins City Museum. Die zwei temporalen Ausstellungen, waren aber, zumindest für mich, ein wenig enttäuschend. All you can eat heißt die eine Ausstellung, die noch bis zum 14. Juli laufen wird. Es geht ums Essen. Wo kommt es her, wie wird es hergestellt? Aus didaktischer Sicht ist sie für Kinder und Jugendliche sicherlich wertvoll. Ich jedoch lernte nichts Neues dabei. Es gab aber ein paar schöne, alte Broschüren, Fotos und Werbeplakate zu sehen, die eine gewisse Nostalgie hervorriefen.

Die Ausstellung über Europa pur werde ich mir vielleicht noch einmal genauer ansehen, denn ich ging nur einmal kurz hindurch. Dort gab es sehr viel zu lesen und ich hatte keinen Nerv dafür.

Am Abend ein Treffen mit den Bären. Zu Anfang dachte ich, dass wir nur sehr wenige wären, aber letztendlich waren wir fast zu 20. Es war ein lustiger Abend, und es dauerte länger als gedacht. Ich machte noch vor Mitternacht Schluss, denn am Sonntagmorgen sollte ich einen Termin haben.

Haarschnitt & Villa Vauban

Ein kleiner Nachtrag von gestern. Der Renert steht endlich wieder auf der Place Guillaume.

So das das am Morgen aus:

Zu Anfang fand ich den asymmetrischen Haarschnitt ganz schön, weil es wirklich mal was anderes war. Doch ich fange an, diese eingebildete Manie zu bekommen, mir beständig mit den Fingern durch die Haare zu fahren. Ich kann es bei anderen partout nicht leiden, ergo, gehe ich mir damit schwer auf die Nerven. Da ich die Asymmetrie aber immer noch mag, hatte ich mir gedacht, vom gleichen Haarschnitt eine Kurzform zu machen. Wenn das nicht machbar wäre, geht es in die Rockabilly Richtung, wie im Januar 2020 in Tasmanien.

Es wurde Rockabilly:

Mittagessen in der Casa Gabriele:

Das Lokal ist winzig klein. Es gibt wenig auf der Karte, und das was drauf steht, ändert fast täglich. Ich habe bis jetzt noch nicht ein Gericht dort gegessen das ich nicht mochte.

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Ich war schon lange nicht mehr in der Villa Vauban. Also nichts wie hin.

Zur Zeit ist dort wieder ein Großteil der permanenten Ausstellung zu sehen und eine kleinere temporäre Ausstellung mit Gravuren. Alles befindet sich in dem neuen Anbau. Der alte Teil ist zur Zeit geschlossen weil dort eine neue Ausstellung aufgebaut wird.

Fangen wir mit den permanenten Bildern an. Der Großteil davon sind aus der Pescatore und Lippman Kollektion, und stammen aus dem 17.-18. Jahrhundert. Andere aus der gleichen Periode wurden später hinzugekauft. Ich kannte viele davon, was aber nicht heißt, dass ich sie mir nicht noch einmal ansehen werde.

Eines der Bilder das mich immer wieder ob seiner Größe beeindruckt.
In einem Saal mit Landschaftsbildern hat man eine Art pertersburger Hängung versucht, sich aber nicht so ganz getraut es vollends durchzuziehen. Schade, denn die Bilder mit den wuchtigen Rahmen hätten eine völlig neue Ansicht bekommen.

Ich entdecke jedesmal neue Dinge und zugleich Altvertrautes, fast so, als ob die Bilder mir gehören würden. Es ist immer wieder faszinierend wie sehr ich mich in eine Ausstellung fallen lassen und tief darin eintauchen kann.

Die Gravuren Ausstellung war dann logischerweise weniger spektakulär. Es waren ausschließlich Bilder von Tieren, zumeist Studien. Kühe, Ziegen, Schafe, Pferde und Hunde. Hier sah man auch dass das Vieh damals auch Hunger litt und in manchen Gravuren sehr abgemagert aussah.

Ich setzte mich in den schönen Park der Villa, skalierte Fotos und lud sie hoch.

Ich ging durch zwei Parks heimwärts.

Am Abend war die A. zu Gast und wir probierten den neuen Grill. Es gab Gemüsespieße, die erstaunlich schnell fertig waren. Wow!

Ein schöner Tag, auch vom Wetter her, mit schönem Abschluss.

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Kann sich noch jemand an Ertha Kitt erinnern? Die Sängerin mit der tiefen, nasalen Stimme? Zumindest jedes Jahr hört man immer wieder ihren Weihnachtshit, Santa Baby. Und in den Achtzigern hatte sie ein Comeback als Disco Queen. Sie war nicht nur Sängerin, sondern auch Schauspielerin und die erste, die Catwoman verkörperte, lange bevor Michelle Pfeiffer und Halle Berry.

Und dann wäre da noch der Zwischenfall im Weißen Haus mit der Frau von Präsident Johnson, von dem ich nichts wusste:

Blick in die Einkaufstasche

Den Dienstag verbuchen wir unter sehr ruhig.

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Am Mittwoch war etwas mehr los. Es gab diverse Termine. Unter anderem war ein Arbeitstermin dabei, der sich allein was seine Zahlen angeht, erschreckend anhört. Ich muss da jetzt schon so einiges vorbereiten, obwohl wir noch weit davon entfernt sind. Dabei hatte ich im Kopf den Arbeitsmodus schon weitgehend heruntergefahren.

Noch vor der Mittagsstunde, ging ich zum Mittwochsmarkt. Ich kaufte allerlei Obst und Gemüse. Ein Blick in die Einkaufstasche:

Der grüne Spargel kommt auf den neuen Grill.

Am Abend hatte ich angedacht, ins Kino zu gehen, doch ich fand nichts, was mir wirklich zusagte. Also sah ich mir den Dreiteiler an Die Tote in der Bibliothek. Immer noch mit Joan Hickson. (Der letzte Link führt zu einem Bild von ihr als Mädchen in jungen Jahren).

Fingernägel

Ein Tag mit Papierkram und allerlei Telefonaten. Am Nachmittag kaufte ich ein, denn mein Kühlschrank hatte ein Problem mit seiner Daseinsberechtigung, das umgehend behoben werden musste. Ich füllte ich den Wahlzettel, aus, packte alles in den dafür vorgesehenen Briefumschlag und warf ihn ein. Ich ging ebenfalls kurz ins Nagelstudio und ließ meinen Mittelfinger wieder reparieren. Das sieht jetzt wieder schick aus, er bricht nicht andauernd weg und man sieht es kaum.

Ich lasse das immer wieder mal machen, wenn ich daran denke.

Der Unfall mit den Fingern liegt 18 Jahre 9 Monate und 24 Tage zurück. Es gibt sogar ein Foto davon.

Hier ein Auszug von dem, was ich damals schrieb.

Meine Assistentin knallte mir die Wagentür auf Zeige und Mittelfinger der rechten Hand. Die Wagentür war zu und die Finger steckten drin…
Als sie endlich kapierte hatte was sie gemacht hatte und die Tür wieder öffnete, (ich konnte nur fast unhörbar quietschen) sahen die Finger aus als ob sie durch eine Presswalze gelaufen wären. Mir wurde es fast schwarz vor Augen vor Schmerz. 
[…] Zum Glück war nichts gebrochen. Aber unter den Fingernägeln verfärbte sich langsam alles blau. Der Druck durch dem Blutstau war fast nicht zum Aushalten. […] Danach fuhr ich zum Hausarzt, der mir mit einer
etwas ungewöhnlichen aber sehr effektiven Methode ein Loch von oben in das Nagelbett brannte damit das Blut ablaufen konnte. Der Druck und der Schmerz gaben sofort nach.

Der Zeigefinger wurde nicht weiter beeinträchtigt, und der Nagel wächst heute wieder normal. Vom Mittelfinger jedoch wurde das Nagelbett beschädigt und er wächst zu einer Seite hin, sehr dünn nach. Zwischen der dünnen und der normalen Seite reißt er immer wieder ein. Zu Anfang ließ sich manchmal einen falschen Nageltip kleben, was aber sehr seltsam und dick aussah. Heute gibt es bessere Produkte, wie zum Beispiel klares Nagelgel das unter der UV Lampe aushärtet. Das lasse ich (wenn ich denn daran denke) im Nagelstudio auftragen.

Sonntag mit Neuanschaffung und Theater

Ich packte die Neuanschaffung von Samstag aus. Ich hatte schon lange damit geliebäugelt. Und hier ist er:

Der Ninja Woodfire Elektrogrill. Er ist größer, als ich gedacht hatte. Aber es ist nicht nur ein Elektrogrill. Es ist auch ein Räuchergerät und ein sogenannter Speiseföhn. Das war auch der Ausschlag, warum ich ihn gekauft habe. Ein Speiseföhn wollte ich schon lange haben.

Den Rest des Tages verbrachte ich weitgehend mit anderen Haushaltsdingen.

Am späten Nachmittag ging ich zusammen mit der A. ins Theater. Um 17:00 Uhr war eine Vorstellung von Akram Khan- Jungle.

Es ist die Geschichte vom Dschungelbuch und dem kleinen Mogli, aber ein wenig umgeändert. Darum heißt sie auch Jungle Reimagined. Ich brauchte zum Schluss eine Weile, um wieder auf die Erde zurück zu gelangen, soweit war ich weg. Die unglaubliche Präzision der Tänzer, um auf Musik und Text zu tanzen, dass man manchmal glaubte es, sie hätten alle auch die Texte live gesprochen. (was aber nicht der Fall ist) , ist schon sehr bemerkenswert. Ein großes Lob auch für den Komponisten und den Video Künstler, der die Bühne beständig in andere Welten umwandelt. Das ganze Tanzstück funktioniert wie ein Sog. Es war kein Wunder, dass zum Schlussapplaus der ganze Saal stand.

Anschließend setzen wir uns noch ins Pavillon vom Park Belair auf einen letzten Absacker. Doch verblieben nicht allzu lange, denn die Temperaturen waren sehr frisch.

Früh zu Bett.

Ein Samstag ohne Plan

… und manchmal sind die planlose Tage, die besten. Es fing damit an, dass ich morgens fix zur Post musste, um ein Einschreiben abzuholen. Es war die Briefwahl, die natürlich gleich am Montag vom Briefträger gebracht worden war, als ich in Berlin weilte. Vom Hauptpostamt aus ging es dann zum Wochenmarkt. Ich hatte mich mit der D. verabredet, weil sie die nächsten Tage weg sein wird.

Ich nahm sie mit zu einem Termin mit meinem Elektrofachhändler meines Vertrauens. Da ich den Sommer weitgehend in Luxemburg verbringen werde, hatte ich dort etwas entdeckt, was mir den Sommer über große Freude machen würde. Was das genau ist, zeige ich morgen.

Wieder daheim machte ich mich ans auspacken des Koffers, den ich noch nicht geöffnet hatte.

Am Morgen hielt sich das Wetter einigermaßen, doch am Nachmittag fing es wieder an zu regnen, und es wurde merklich kühler. Die A. mich an und hatte eine Idee. Sie hätte noch eine Portion Käsefondue, im Tiefkühler, die sie eigens aus der Schweiz mitgebracht hatte. Käsefondue! Im Juni! Na gut! Es passte ja perfekt zum Wetter!

Sie schmeckte hervorragend. Doch wie das nun mal so ist mit Käsefondue, wird man davon schnell pappsatt. Ich fühlte mich leicht überfressen wie an kalten Wintertagen.

Da die A noch vier Stockwerke höher wohnt als ich, machte ich von ihrem Küchenfenster aus folgendes Foto, als es schon dunkel wurde:

Der rote Turm sieht schon sehr seltsam aus, so mitten in der Stadt. Es ist der fahrende Aussichtsturm, von dem ich schon berichtet hatte.

Die Fressnarkose war vorprogrammiert, und ich lag beizeiten im Bett.

Von Berlin nach Luxemburg

Seitdem die Abflugzeiten geändert haben von Berlin, ist der Rückflug ein verlorener Tag. Entweder in aller Früh oder sehr spät.

Noch vor 7:00 Uhr wach. Ich lud den gestrigen Beitrag hoch, legte alle alles zusammen, packte den Koffer und checkte aus. Den Koffer ließ ich im Hotel aufbewahren und marschierte los.

Das Wetter bedeckt mit Sonnenschein aber kein Regen.

Ich suchte mir ein Museum aus das nicht allzuweit weg war. Das déjà-vu Museum. Nun ja, es ist eher eine touristische Attraktion, als dass es ein Museum im eigentlichen Sinne ist. Es gibt ein paar schöne Spielereinen. Es ist die im Instapost. Vor allem eine hatte es mir angetan. Alles andere war dann eher bescheidener.

https://www.instagram.com/p/C7qbvNmIAiX/?igsh=MTc0bTd6Y2E3aWIyaQ==

Ich flanierte noch ein wenig durch die Stadt, aber es ist wie immer an Rückfahrtstagen. Wirklich inspiriert zu großen Taten war ich nicht mehr.

Auf dem Rückweg hörte ich das Hörbuch ( im Flieger kann ich nur sehr bedingt lesen) zu Ende Das Mädchen mit dem die Kinder nicht verkehren durften von Irmgard Keun. Es ist schon ganz erstaunlich wie sehr ich meine Kindheit und meine damaligen Gedankengänge an dem des Mädchens festmachen konnte. Absolute Empfehlung.

Kurz vor Mitternacht fiel die Haustür ins Schloss.

Auf nach Potsdam!

Ich schlief lange, das war schön. Ich nahm zum ersten Mal das Frühstück im Hotel ein. Das war auch schön. Das Buffet war recht klassisch ausgestattet, aber mit sehr gutem Kaffee. Das war nicht nur schön, das war wichtig! Mit 30€ Zuschlag aber ein bisschen sehr teuer.

Die Kaltmamsell hatte mir die Modigliani Ausstellung gezeigt m Barberini Museum empfohlen. Und wenn die Kaltmamsell etwas empfiehlt, sollte man das auch tun. Also auf nach Potsdam!

Ich besorgte mir das Ticket über Internet inklusive einer Führung, die mir wichtig war. Ich hatte zwar schon manche Bilder von Modigliani in den letzten Jahren gesehen, aber aber über ihn selbst wusste ich wenig.

Da ich fast eine Stunde zu früh da war, besuchte ich vorab die Impressionisten aus der Hasso Plattner Kollektion. Ach, das war schon schön:

150 Jahre Impressionismus und die Faszination für diese Maler ist bei mir, wie bei sehr vielen Menschen ungebrochen. Ich finde sogar dass die Beliebtheit noch zugenommen hat. Ich habe mich gefragt warum? Ich denke, es ist in unserer schnelllebigen Zeit, in der es immer weniger Platz gibt, für jeden von uns, etwas das wir vermissen. Ich möchte um nichts in der Welt, in der letzten Jahrhundertwende gelebt haben, in der alle diese Bilder entstanden, denn das Leben war damals nicht einfach. Aber diese Bilder vermitteln eine Stimmung, einen Moment der … ja, der was? Ich denke es ist die Einfachheit. Der eine kleine Moment, in dem alles so ist, wie es sein soll. Es muss nicht perfekt sein, er muss lediglich einen kleinen Eindruck und eine schöne Erinnerung hinterlassen. Vielleicht ist es gerade deswegen Perfektion…

Anschließend machte ich die Führung zu Modigliani mit.

Modigliani machte schon sein eigenes Ding. Er gehörte keiner anderen Gruppe an, was nicht heißt dass er sich nicht von anderen Stilrichtungen beeinflussen ließ. Im ersten Bild oben sieht man schon die Einflüsse von Picasso und dem Kubismus. Bei anderen Bildern findet Ansätze von Impressionismus. Das Museum hatte es leider nicht geschafft, zumindest eine Skulptur von ihm auszustellen, den er hatte auch eine Schaffensperiode in der er sich ausschließlich damit beschäftigte.

Am Abend ging wollte ich ein etwas edleren Schmaus und reservierte mir einen Tisch im Cecconi‘s, an dem ich öfters vorbei gegangen war.

Es war sehr gut!

Berlin: re:pubilca – Tag 3

Kurz nach 5:00 Uhr morgens, bereits hellwach. Ich ging hinunter zur Rezeption und kaufte mir eine Flasche Wasser. Als ich wieder hoch kam, hatte ich eine etwas seltsame Begegnung. Mir kam auf meiner Etage eine hübsche, junge, sehr zierliche Dame entgegen, fein zurecht gemacht, fertig fürs Büro, in einem Chanel Kostüm. Sie begrüßte mich mit einem ‚Guten Morgen‘ und einer Stimme, die einen so tiefen Bass besaß, dass ich fast erschrak. Die Stimme passte so gar nicht zu ihrem Aussehen.

Apropos Aussehen: Ich habe in den letzten zwei Tagen festgestellt, dass man in Berlin sehr viel schwarz trägt. Es erinnerte mich an die Achtzigerjahre, in denen ich nichts anderes im Kleiderschrank hatte als schwarz. Interessant ist, dass es sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Es sind nicht nur Büroangestellte sondern auch Fahrradfahrer, Jogger und Menschen mit sonstiger legerer Freizeit- oder Arbeitskleidung.  Alles von Kopf bis Fuß schwarz. 

Ich überflog noch einmal das Blogposting von gestern und lud es hoch.

Dritter und letzter Tag der re:publica, und der fing damit an dass ich erstmal sehr unmotiviert war. Zumindest in den ersten Panels war nichts was mich bewog aufzustehen und sofort zur Arena zu fahren. Also zog ich erst kurz vor Mittag los.

Zum Glück begegnete ich der Kaltmamsell die mich in zwei Panels mitnahm. Und für das dass ich so bäh war, nahm ich dann doch noch jede Menge mit.

“I wake up to a thousand tweets insulting me”: Digital attacks against exiled and diaspora women activists – and what to do about them.

Repressive Regierungen nutzen invasive Überwachung, Online-Belästigung und Verleumdungskampagnen, um Aktivistinnen im Ausland im Exil zu bedrohen. Auf der Bühne waren drei Frauen vertreten, eine aus der Türkei, eine aus dem Aserbaidschan, und eine aus dem Iran. Erschreckend fand ich, dass es für diese Frauen keine Anlaufstelle gibt. Doch inzwischen tut sich was in der Richtung.

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Digitale Gegenwelt: Wie mit Wikipedia, Mastodon & Co. ein freieres und freundlicheres Internet entsteht. Mit Stefan Mey

Ein interessantesü Panel für die, die ihre Internetgewohnheiten einmal überprüfen wollen. Ich selbst habe ja schon viele Sachen seit Jahren geändert. Ich nutze zum Beispiel die Programme von Mozilla, und meine Office Programme sind von Open Office. Doch mit den weit über 100 Programmen, die er vorstellte, könnte ich da noch so einiges ändern. Hier ein Link von Stefan Mey selbst mit all den frei verfügbaren Programmen, die er in dem Panel vorgestellt hat.

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Die Gedanken sind frei, oder doch nicht? – Wenn künstliche Intelligenz das Gehirn lesen kann. Mit Simon Eickhof

Noch ein KI Panel, aber diesmal kam mir das kalte Grausen. Forschungsarbeiten zeigen, dass es möglich ist, allein auf Basis der individuellen Struktur und Funktionsweise des Gehirns, mittels künstlicher Intelligenz Aussagen über individuelle Eigenschaften wie Persönlichkeitszüge und kognitive Fähigkeiten vorherzusagen.

Und mit all den Diagrammen, die Herr Eickhof uns zeigte, ist das mittlerweile sehr wohl möglich. In meinem Kopf spielten sich Horrorszenarien ab. Denn wenn es einerseits eine sehr gute Methode ist, um Präventionsarbeit zu leisten, hinsichtlich gewisser Krankheiten, so könnte ich mir auch vorstellen, dass man in naher Zukunft zum nächsten Bewerbungsgespräch ein MRT Scan mitbringen muss, um eine Anstellung zu bekommen.

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Bei diesem Panel hatte ich es so just geschafft, noch ein Foto zu machen, bevor die Überschrift verschwunden war. Mit Jeanette Hofmann Politikwissenschaftlerin und Digitalisierungsforscherin

Ich hätte ich mir wirklich gewünscht Frau Hofmann hätte ein bisschen mehr Zeit gehabt als nur eine halbe Stunde. Aber in dieser knappen Zeit hat sie sehr anschaulich erklärt, wie Desinformation im digitalen Zeitalter funktioniert. Sie gibt dabei den sozialen Netzwerken die kleinste Schuld, nach dem Motto ‚Don’t Shoot the Messenger.‘ Ich lief Frau Hoffmann später noch einmal über den Weg und bedankte mich bei ihr, weil ich ein paar Dinge sehr viel besser verstanden hatte. Hier unbedingt das Video anschauen.

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Geheimsache Wasser. Ein weiteres Panel des Verbundes in investigativer Journalisten, Correktiv.

Man hatte sich die Frage gestellt, wer eigentlich die größten Wasserverbraucher in Deutschland sind, und da Wasser eine Länder Angelegenheit ist, schrieb man sämtliche Länder an, um gewisse Daten zu bekommen, was sich aber als schwieriger herausstellte. Viele wollten nämlich nicht mit der Information herausrücken. Dabei sind es Informationen, die öffentlich zugänglich sein müssten. Hier hatte ich mir zugegeben etwas mehr erwartet, aber diese Investigation läuft noch.

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Zwischendurch ein Panel zum ‚entspannen‘. Es ging um ein neues Fernsehformat, dass das ZDF in Ende der achtziger Jahre, Anfang der neunziger startete. Was jugendlich frisch der herkommen sollte. Es nannte sich X Base. Dem Großteil der Leute war es unbekannt.

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Und dann ein letztes Panel mit Felix Schwenzel, bevor die Klausingzeremonie begann. Hunde sind auch nur Menschen.

Hunde haben unbestritten nicht die ausgeprägtesten kognitiven Fähigkeiten. Trotzdem haben sie die Welt erobert und die Kontrolle über viele Menschen übernommen.

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Wenn meine geschätzten Leser es bis hier hin geschafft haben, mitzulesen, Glückwunsch! Ich habe meinen persönlichen Rekord an Panels an einem Tag gebrochen. Sieben Stück! Es folgen noch ein paar wenige Fotos der Closing Session und dem offiziellen durchschneiden des Armbandes,dass ich dieses Mal dort ließ.

Ich werde versuchen, noch einige YouTube Videos vor allem von den Panels, die mir wichtig waren, nachträglich einzufügen. Aber nicht mehr heute.

Ich schleppte mich müde und matt ins Hotel und aß nicht weit davon entfernt, noch einen kleinen Happen. Ich fand ein kleines Sushirestaurant, das ziemlich klasse war!

Gute Nacht.

Berlin: re:publica – Tag 2

Wieder sehr früh wach geworden.

Aber so konnte ich zumindest den Blogbeitrag noch einmal durchlesen und hochladen. (Und es sind noch immer noch Fehler drin)

Pünktlich vor dem Regen war ich in der Station. Ich war sehr unschlüssig was ich als erstes wählen sollte und wählte das Falsche.

Es ging um Memes die wissenschaftlich ausgewertet wurden. Ich muss sagen dass der Vortrag mir nun wirklich nichts gebracht hatte. Es erzählte mir nichts Neues, was ich nicht schon wusste. Er war aber schnell durch und hatte noch Zeit für ein paar Fragen, doch ich wanderte ab und ging hinüber zur Stage1 wo Herr von Hirschhausen seine Zeit überzog. Ich hatte ihn zugunsten von dem anderen Beitrag über die Memes, verschmäht.

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Ich wollte einen weiteren Beitrag über KI hören. „Wo stehen Chatbots auf dem Weg zur Superinelligenz?“ von Eva Wolfangel:

Es ging dabei um eine Erfahrung die sie selbst gemacht hatte mit einem Chatbot von Google von vor ein paar Jahren, bei dem sie als Forscherin davon überzeugt war, dass man inzwischen von einem Gewissen und einer eigenen Identität der Bots sprechen könne. Sie war nicht allein die das Phänomen entdeckte. Auch ein anderer Wissenschaftler hatten darüber berichtet.

Sie hat sich überlegt, wie man das testen kann und fand mit Hilfe anderer heraus dass die Bots nich lange nicht so weit sind, und dass ihre Erfahrung auf einem Zufall beruhte, dass der Bot auf genau die Worte zurückgriff die er als ausgewertet für richtig empfand.

Merke: Eloquenz bedeutet nicht Intelligenz.

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Dazwischen hatte ich noch einmal eine Session, die etwas, befremdlich war. Es ging darum wie Randgruppen unsere Existenz bedrohen. Ich gehöre zu einer, also Trigger pur.
Es ging dabei aber eher um rechte Gruppierungen die die Demokratie gefährden. Na gut. Daniel Ziblatt , ein Amerikaner, zeigte es auf anhand von Donald Trump. Ich hatte etwas Mühe mitzuhalten, auch aufgrund eines heftigen Akzents, und schaltete dazwischen im Kopf immer wieder ab.

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Danach ging es zu Bernard Pörksen, den ich schon mehrfach auf der re:pubilca gesehen und gehört habe und auf den ich mich freute.

Sein Thema: Aufmerksamkeitscrash. Kurzfristiges und langfristiges Denken.

Die Aufmerksamkeitsspanne wird in den heutigen Zeiten von Häppchen Journalismus und Aufreger du Jour immer kürzer. Seine Grundfrage: Wie können wir die großen Langzeitbedrohugrn der Welt, wie Klimawandel, Rassismus und dergleichen mit High and Low Denken lösen? Antwort: GAR NICHT. Denn interessanterweise entwickeln wir uns gradewegs in Gegenrichtung. Es wird alles immer schneller, je schlimmer die Situation wird.

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Ralf Raul Krauthausen: Wie sähe ein kultureller Wendepunkt für echte Inklusion aus?

Ihr kennt ihn vielleicht aus der Soap ‚Marienhof‘ (oder sowas ähnliches, ich habe mir das sehr nur selten angesehen) Er ist behindert und Aktivist. Alles was er sagte über marginalisietre Menschen war schon sehr richtig. Dabei sprach er nicht nir von Menschen mit Behinderung sondern auch von anderen Randgruppen.

Was mir aber auffiel war eine gewisse Verbitterung, die mir bekannt vorkam. Meine Freundin Françoise, die schon seit fünf Jahren verstorben ist, und ihr Leben lang an Krücken ging oder im Rollstuhl saß, hatte sie ebenfalls. (Irgendwann werde ich darüber berichten. Das ist aber ein eigener Blogbeitrag)

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Danach brauchte ich eine Pause. Die Wetterschwankungen bescherten mir Kopfschmerzen. Juchuuu! Doch ich hatte keine Tabletten eingesteckt. Ich suchte die nächst gelegene Apotheke auf und setze mich in ein Café und wartete dass sie ihre Wirkung zeigten. Ich aß eine Kleinigkeit und nach einer guten Stunde war ich soweit wieder fit.

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Ich ging zurück zur Station, denn Carolin Emcke war da. Wenn es eine Frau gibt der ich lange und viel zuhören kann, dann ihr. Ich sah sie das erste mal auf der re:pubilca hier. Es war das Jahr in dem sie auch den Friedenspreis des Buchandels bekam. Sie hatte damals Dinge gesagt, die mich sehr tief bewegten.

Zusammen mit Claudia Kempfert und Jonas Schaible diskutierte sie über Gewalt und Wahrheit im Angesicht der Klimakatastrophe. Ein Satz, den ich für mich aus dieser Diskussion mit nahm, war der, dass ich, wenn ich heute auf mein Leben zurück schaue, sehr viel falsch gemacht. Klimaneutral leben, war das nicht. Mehr möchte ich aber nicht auf diese Diskussion eingehen, da ich müde bin und eh schon zu viel heute geschrieben und gedacht und gelesen habe.

Ich habe versucht, soweit, wie ich sie finden konnte einzelne Panels und Konferenzen, die auf YouTube bereits verfügbar waren, einzufügen. Auch für den gestrigen Tag habe ich bereits ein paar nachträglich eingefügt.

Am Abend noch einen kurzen Besuch im Salhino und ein fabelhaftes Abendessen.

Berlin: Re:publica 24 – Tag 1

Die Tagesfrage die ich mal nicht so direkt verlinke, passt zum ersten Tag der re:publica wie die Faust aufs Auge und wäre ein Panel wert: „Erinnerst du dich an ein Leben vor dem Internet?“ Ich denke mal dass alle die, die hier mitlesen, das noch können. Leser der Nullerjahre hab ich sehr wenige.

Früh aufgewacht.

Kein Frühstück. Ich werde die Berlintage auch dafür nutzen, die Fresserei der letzten Tage etwas einzudämmen.

Und da wären wir!

Es ist schön wieder in der Station zu sein. Ich mochte die Arena in Kreuzberg nicht so sehr. Das war mit einer der Gründe warum ich letztes Jahr nicht da war. Der andere war, dass ich kein Early Bird Ticket bekommen hatte, weil ich den Verkaufsstart verpasst hatte. Die regulären Tickets sind inzwischen sehr teuer geworden.

Um 10:30 ging es los mit den Gründervätern einer davon Johnny Häusler.

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Den nächsten Vortrag, den ich mir rausgesucht hatte :

Verloren auf Plattformen. Wir erinnern uns dass Elon Twitter ja kaputtgemacht hat. Was nun?

Ja, die Ratlosigkeit ist groß. Für alle der Komferenzteilnehmer gibt es bis jetzt nichts Gleichwertiges, was Twitter mal war. Der einen oder anderen Plattform fehlen immer wieder verschiedene Aspekte, sei es Mastodon, Bluesky, Thread oder Fediverse, mal davon abgesehen, dass einige davon globale Player sind. Es kamen ein paar der Lobpreisugen, die es immer wieder, seit Jahren schon gibt, dass man wieder mehr sein eigenes Ding machen sollte, z.B. auf der eignen Plattform bloggen und das Reichweite nicht so wichtig ist. Auch die guten alten Rss Feeds, die ich auch noch nutze, wurden nochmal hervorgehoben.

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Die beiden nächsten Panels fanden hintereinander auf der Stage7 statt und waren eng verbunden miteinander. Es ging um KI. Ich selbst empfinde ja KI in mancher Hinsicht als etwas, das ich nicht will, weil es für mich als Kunstschaffender sehr schädigend sein kann.

KI wird uns alle retten. Es sei denn sie tut es nicht. Matthias Spielkamp erklärte was KI alles retten kann, oder wenn man genau hinschaut, wohl eher nicht. Das Klima wäre da ein schönes Beispiel.

Der Redner gleich im Anschluss war für mich viel imteressanter. Jörg Heidrich, Jutiziar und Datenschutzbeauftragter bei Heise.de zeigte mir ein paar Dinge auf die ich davor nicht wusste. Er beantwortete mir vor allem eine Frage die mich schon lange beschäftigte. Welches Material darf KI nutzen um davon zu lernen? Also das berüchtigte Data Mining. Antwort: ALLES! Die Urheberrecht Experten der EU haben da wohl etwas zu kurz überlegt. Denn das Gesetz, dass KI alles verwenden kann, wurde auf Europaebene durchgewunken.

Es sei denn man selbst erlaubt es für den eigenen Internet Content nicht. Aber wen wird es stören wenn ich als kleiner Blogger auf jeder Seite mit php. einen Satz generiere, der das verbietet? Glaubt jemand wirklich, dass sich da irgendein großer amerikanischer Konzern daran halten wird? Wohl eher nicht.

Ja und das oben in dem Foto wird noch für so manchen Konflikt sorgen.

Danach machte ich eine Pause trank eine Mate und schrieb schon mal in großen Teilen hier vor.

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Danach machte ich mich auf zur Stage 10 die auf der anderen Seite in Technik Museum war. Das Thema hatte mich getriggert. Queer Mutants: Modes to Cultivate Generic Resitants. Ein Thema von dem ich gar keine Ahnung hatte.

Lyndsey Walsh ist ein sogenannter Mutant und berichtete über ihren/seinen eigenen Weg. Aber wenn man es ganz genau in der Auslegung des Wortes nimmt, sind wir es alle. Vorab erklärte sie/er einige Dinge. Man kann sich genetisch testen lassen ob diverse Krankheiten predominant sind oder nicht. Für die ihn war kam heraus dass sie/er zu 99,9 % an Brustkrebs erkranken würde, weil ihre/seine genetische Struktur nicht dafür ausgelegt ist eigene Abwehrzellen zu Abwehr zu prodzieren. Sie/er erklärte ebenfalls welche doch recht fiesen Tricks die Krankenversicherungen inzwischen anwenden, um mit solchen Mutanten nicht konfrontiert zu werden und dafür aufkommen zu müssen. Sie/er beschrieb aber auch eine Methode die sie/er inzwischen anwendet, die auch bei Autoimmun Erkrankungen zum Einsatz kommt, nämlich sich immer wieder den Krebszellen auszusetzen. Da sie/er auch eine Künstler/in ist, sieht man das auf ihrer Homepage.

Nach dem Vortrag war ich so geflasht und gewowt, dass ich mich bei ihr/ihm bedankte.

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Der letzte Vortrag dann war von Jean Peters vom CORRECTV. Es ging um den Knaller Anfang des Jahres, als die AfD dabei erwischt wurde, wie sie sich heimlich mit Neonazis traf. Jean Peters berichtete im Detail darüber, wie es angestellt hat.

Er wurde im Anschluss an seinen Vortrag sehr bejubelt, und das zurecht.

Ich hatte im Anschluss noch einen Vortrag eingeplant, den ich mir unbedingt ansehen wollte, doch mein Kopf wollte nicht mehr.

Zum Abendessen hatte ich angedacht in das gregorische Restaurant zu gehen, in dem ich schon bei meinem letzten Berlin Besuch war, doch das hat montags geschlossen. Ich entschied, mich zum Savignyplatz zu fahren und dort im zwölf Apostel eine Pizza zu essen. Dabei könnte ich mir einen Aperol Spritz.

Ich bestellte mir eine zwölf Apostel Pizza. Es war vor fast 20 Jahren die erste Pizza, die ich bei meinem allerersten Berlin Besuch gegessen habe. Damals schmeckte sie köstlich, war anders belegt als heute. Sie ist immer noch gut, aber nicht mehr wie damals.

Müde und matt schleppte ich mich ins Hotel. Ich schrieb die letzten Zeilen von einem doch recht langen Blogeintrag und wählte auf der App die Vorträge für morgen aus. Es tut so gut wieder hier zu sein. Ich hab die Re:publica sehr vermisst.