Zwischen Weltreise und Alter Heimat

Der Tag begann damit, dass ich mir für den Morgen fest vorgenommen hatte, den Keller der neuen Wohnung in Angriff zu nehmen, weil dort noch ‚Dinge‘ aus einer Vergangenheit stehen, die nicht meine Vergangenheit sind. Lange Zeit sträubte ich mich dagegen, doch jetzt, da der Termin des Umzuges immer näher kommt, muss ich ran.

Der Plan wurde durch eine Mail zunichte gemacht, die meine große Reise vom nächsten Jahr betrifft. ( Ich gestehe: die Mail kam mir sehr gelegen)

Also fuhr ich am frühen Nachmittag in die alte Heimat, weil sich dort das Reisebüro meines Vertrauens befindet.

Hier die provisorische Reiseroute, aber ich glaube nicht, dass sich daran noch viel ändern wird:

Luxemburg – Frankfurt – Saigon – Singapur – Port Moresby – Brisbane – Perth – Adelaide – Melbourne – Hobart – Sydney – Auckland – Christchruch – Neukaledonien – Papeete – Moorea – Osterinsel – Santiago de Chile – Buenos Aires- Ushuaïa – Rio de Janeiro  – Frankfurt – Berlin – Luxemburg

Das sind alle Stationen. Verschiedentlich geht es auch mal hin und zurück aber das habe ich jetzt nicht explizit aufgezählt. Im Chile sind die zwei inländische Flüge auch nicht dabei, weil sie noch nicht festgelegt sind.  Perth – Adelaide- Melbourne werde ich per Zug machen. Dort gibt es nämlich eine Art Orient Express.

Es verwundert wahrscheinlich warum ich am Ende von Frankfurt erst nach Berlin fliege und dann nach Luxemburg. Nun, ich werde ich am 30.April in Berlin sein, rechtzeitig zur re:publica ,die vom 2.Mai – 4.Mai stattfindet. Davor noch nach Hause fliegen wäre Selbstmord. Meine Weltreise endet also dort wo ich mich die letzten beiden Jahre sehr wohl gefühlt habe ,und jedes mal mit tausend Eindrücken und tollen Ideen zurück nach Luxemburg kam. Ich finde das ist ein schöner Abschluss und es ist ein gute Gelegenheit mich kennenzulernen.

Und ich habe da noch so eine Idee… aber das erfahrt ihr wenn es denn soweit ist.

Es wäre immer noch sehr schön, wenn jemand mich begleiten würde. Aber ich verstehe auch wenn man das nicht so ohne weiteres tun kann.

***

Als ich aus dem Reisebüro trat, dachte ich dass ich doch mal ein Update über die alte Heimat im Blog machen könnte, weil ich schon einmal vor Jahren etwas geschrieben hatte, das ziemlich niederschmetternd ausfiel.

Doch hatte ich das Smartphone zu hause liegen lassen. (Ganz schlimm) Also konnte ich auch keine Fotos machen. Da ich vor ein paar Tagen die Idee hatte, ich sollte mir für die neue Wohnung doch auch einen neuen Fernseher anschaffen, ging ich zum Elektrofachhandel meines Vertrauens und orderte eine neue Kiste. (Kiste ist das falsche Wort. Schwarzes Fenster?)

Ich begegnete vielen Bekannten, wie jedes mal, und man setzte mich auf den neuesten Stand der Dinge, was alles in der alten Heimat von Belang ist, wer mit wem, wie viel mal, wann und wo.

Und es fühlte sich seltsam an. Wenn ich dort bin fühle ich mich zwar nicht fremd aber nach Heimat fühlt es sich auch nicht mehr an. Dieses Gefühl nach hause zu kommen ist definitiv weg. Das ist gut so, doch da ich schon immer ein Hang zur Melancholie habe, ist es auch traurig.

 

 

 

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