Drei Tage Kaiserslautern


Ich hatte im Mai schon einmal von dem Theaterstück Ashcan berichtet. Es war damals schon klar, dass es weitere Vorstellungen geben sollte, in Kaiserslautern.  Doch war auch klar, dass ich nur eine Übergabe machen sollte. Das war dann plötzlich nicht mehr der Fall und ich musste das Stück während dem ganzen Gastspiel betreuen. Das wäre auch alles kein Problem, wenn ich nicht zusätzlich zwei andere Stücke vorbereiten müsste.

Aber klagen hilft nicht. Zudem war es eine gute Gelegenheit aus dem Alltagstrott rauszukommen. Also fuhr ich am Donnerstag los, in der Hoffnung keine bösen Überraschungen zu haben mit seltsamen Haarschnitten oder Bärte die ich nicht schneiden darf, weil die Schauspieler in anderen Projekten beschäftigt sind.  Doch es war klar dass es nicht ohne geht.  Also verbrachte ich den halben Tag damit, mit jedem einzelnen der 12 Akteure zu verhandeln, was machbar ist und was nicht…

Abends nach der einer irren langen Probe ging ich zum Chinesen gegenüber meinem Hotel. Es war ganz in Ordnung doch aß ich viel zu viel und ich merkte erst zu spät dass alles doch ungewöhnlich fettig war.  Ich ging zurück zum Hotel, ( das Altstadt Hotel, das ich nur empfehlen kann) lag die halbe Nacht wach und rülpste vor mich hin und schlief knapp zwei Stunden.

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Ich schleppte mich am Freitag Morgen zur Generalprobe, arbeitete so gut es ging die Zusatzmaske ein und legte mich dann am frühen Nachmittag nochmal eine Stunde im  Hotel hin, um abends für die Premiere einigermaßen fit zu sein. Die Premiere war ein voller Erfolg und alle waren Feierlaune. Nur ich verzog mich beizeiten, denn ich war humdemüde.

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Am Samstag Morgen hatte ich einen kleinen Rundgang durch die Altstadt geplant. Es wurde eine Shoppingtour daraus. Dabei kaufte ich Dinge die ich auch zum Teil in Luxemburg erwerben könnte. Doch laufe ich hier meistens an den Geschäften vorbei ohne sie zu betreten. Mit der billigen Entschuldigung, dass ich ja sonst nichts zu tun habe, schlug ich zu. So kaufte ich bei Rituals zwei neue Raumdüfte einmal fürs Bad und einmal fürs Schlafzimmer. Savage Garden und Precious Amber.



Bei Engbers fand ich diese tolle Strickjacke.

Am späten Nachmittag ging ich zurück ins Theater und absolvierte die zweite Vorstellung. Später dann speisten wir dann noch alle gemeinsam in einer Pizzeria. Ich saß am Kopfende, was seltsamerweise sehr oft passiert.

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Am Samstag Morgen ging es dann zurück nach Luxemburg. Ich hatte das Auto in der Tiefgarage am Theater geparkt wegen dem Sturm, der sich dann aber in Kaiserslautern als harmlos herausstellen sollte. Ich checkte zeitig aus dem Hotel aus und ging los. Da es regnete, und ich dadurch nicht trödeln wollte, ging ich schnellen Schrittes. Auf dem Fussgängerstreifen rutschte ich aus, verstauchte mir den Fuss und legte mich der Länge nach mitten auf die Straße. Ich rappelte mich wieder auf und konnte Gott sei Dank auftreten und weiter gehen ohne dass es zu sehr schmerzte. Im Auto merkte ich dass auch mein Knie weh tat. Aber es ging einigermaßen gut um zu fahren und ich lenkte mich mit guter Laune Musik ab.

Seitdem humpele ich durch die Gegend.

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