An einem Wahlsonntag

Ich stand für meine Verhältnisse sehr früh auf, ich hatte ab 11 Uhr zum Brunch geladen. Und dem Erfolg nach werde ich das nächstes Jahr zur Abegordnetenwahl wieder tun. Aber eins nach dem andern.

Kurz nach 8:00 schritt ich die Straße hinunter zum Wahllokal um meine 27 Stimmen abzugeben. Der Gemeinderat der Stadt Luxemburg besteht aus 27 Mitgliedern und da wir in Luxemburg ja einzelne Kandidaten wählen können und nicht unbedingt eine Partei kann man so viele Kreuze machen wie es Mitglieder gibt. Doch bei dem größten Gemeinderat des Landes verzählt man sich gerne und so brauchte es eine Weile bis ich alle meine Kreuzchen gemacht hatte. In der alten Heimat waren zum Beispiel nur neun.

Auf dem Weg zum Wahllokal fiel mir ein lustiges Männchen mit verdrehtem Kopf an der Fassade des Key Inn auf. Da ich die Straße all die Jahre nur befahren und nur sehr selten begangen habe, stach es mir erst heute ins Auge.

Das Wahllokal war im der Avenue Marie-Thérèse im sogenannten Konviktsgaart, das schon seit Jahren ein Seniorenheim ist.

Gleich am Eingang hatte man die zwei Restaurants des Heimes zu Wahllokalen umfunktioniert. Ich hatte einen guten Moment erwischt und konnte sofort in die Wahlkabine.

Anschließend ging ich zurück über den Boulevard Joseph II, denn nach dem Männchen und der allgemeinen Ruhe, die an einem Sonntag herrscht, dachte ich, dass mir vielleicht noch ein paar interessante Dinge vor die Linse geraten könnten.

Ich ging an der britischen Botschaft vorbei, was mich ein wenig stutzig machte, denn auf dem Boulevard Roosevelt, also an anderer Stelle befindet sich ebenfalls ein Gebäude der britischen Botschaft. Oder irre ich mich?

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Wieder zu hause machte ich mich an die Vorbereitungen für den Brunch. Ich machte mir am Freitag bereits Gedanken was ich da so auftischen könnte. Ein Suche im Internet zeigt mir nur sehr zeitaufwendige Gerichte und darauf hatte ich keine Lust. Abends sah beim rumzappen im Fernsehen eine Sendung von Jamie Oliver aus der Serie wie man in 30 Minuten ein komplettes Menü zusammenstellt. Zwei der Gerichte schrieb ich mir hurtig auf.

Ein Fetatarte mit Spinat im Filoteig aus der Pfanne und ein Tomatensalat mit einem pfiffigen Dressing und einer Anrichtmethode bei der man sich keine Gedanken machen muss wenn des Salat etwas länger rumsteht und anschließend nicht mehr appetitlich aussieht.

Für die Fetatarte braucht man eine Tüte Pinienkerne in der Pfanne geröstet, die man mit 300gr Feta und 50gr geriebenem Cheddar vermischt. Hinzu kommen zwei große Tüten frischen Spinat, den man vorab mit Olivenöl ,Muskat und Salz kurz in einem Topf angedünstet hat, damit er in sich zusammenfällt. In diese Mischung gibt eine gute Prise getrockneten Oregano (frischen hatte ich keinen), Pfeffer und ein den Abrieb einer Zitrone. Anschließend legt man die Filoteigblätter auf einem Backpapier aus, das man zuvor unter fließendem Wasser zerknüllt und befeuchtet hat, damit es weich wird. Zwischen jede Lage kommt ein wenig Olivenöl und ein kleine Priese Cayenne Pfeffer. Es sollten ungefähr vier Lagen sein. Danach zieht man die ganzen Lagen mit dem Backpapier auf die Pfanne und schüttet die Feta/Spiantmischung hinein. Den Überschuss von den Filoblättern klappt man über die Masse zusammen. Wenn der Teig etwas störrisch sein sollte schneidet man ihn stellenweise etwas ein damit er sich legt und die ganze Masse zudeckt. Notfalls (so tat ich es) legt man noch ein Blatt darüber. Dann streut man noch ein wenig Rosmarin über die Tarte. Den Rest vom Backpapier schneidet man bündig zum Pfannenrand ab. Die Pfanne kommt anschließend für drei bis vier Minuten auf den Herd damit das Teig von unten auch schön knusperig wird und geht dann bei 200 Grad Ober Unterhitze für 20 Minuten in Ofen.

Für den Tomatensalat nimmt man allerlei verschiedene Tomaten auf schneidet sie auf verschiedene Art und Weise klein.  In dem Mixer gibt einen guten Schuss Ölivenöl, etwas Pfeffer, Salz, ein guten Schuss Balsamico und einen großen Bund frische Basilikumblätter. Das Ganze wird gemixt bis daraus eine Art grüne Soße entsteht. Diese wird in ein breites flaches Gefäß (ich nahem eine Auflaufform) geschüttet und die geschnittenen Tomaten darauf verteilt. Druchgemischt wird der Salat erst von den Gästen wenn sie sich von der Platte servieren.

Beide Gerichte hatte ich in etwas mehr als einer halben Stunde fertig.

Ich hatte ebenfalls einen Apfelkuchen vorgesehen, hatte hierfür jedoch eine Sorte Äpfel gekauft die mir zu säuerlich war. Ich schnitt sie also vorab klein und briet sie mit Butter, Zucker, Zimt und in Rum eingelegte Rosinen an und gab sie erst dann auf den Mürbeteig, zusammen mit Ei-, Rahm- und Zuckermischung.

Es ist ein Wunder dass ich noch ein Foto von einem Stück des Apfelkuchen machen konnte, denn er fand reißenden Absatz.

Des weiteren hatte ich eine große Schale Obst, Müsli, Brot, frische Croissants und eine Käseplatte bereitgestellt. Zu trinken gab es Kaffee, Saft, Champagner und späterhin auch Wein.

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Es war ein wunderbarer Nachmittag und ich bekam jede Menge Mitbringsel, die ich euch aber in einem nächsten Posting zeige.

Später am Abend sah ich mir dann die Resultate der Wahl an und es trat ein, was ich bereits vorausgesagt hatte. Die Presse schreibt ebenfalls heute morgen, dass ein kleiner Rechtsruck durch die Gemeinden ging. Nun ist das aber bei weitem nicht so dramatisch, wie es in Deutschland oder in Frankreich der Fall ist. Es gibt bei uns keine rechtsradikale Partei wie AfD oder Front National.  Die konservative CSV hat überall gut zugelegt und der Trend wird sich wahrscheinlich bis ins nächste Jahr halten wenn wir eine neue Regierung wählen. Auch in Stadt Luxemburg, die immer als Hochburg der Lieberalen galt (und immer noch ist) verlor die DP zwei Sitze an die Konservativen. Sehr erstaunt war ich aber über das Resultat der Sozialisten die durchgehend auch viele Stimmen verloren haben und vor allem in der Hauptstadt einen Dämpfer einstecken mussten und noch viel mehr in ihrer Hochburg Esch-sur-Alzette.

Das ist jetzt nur so eine kleine Übersicht über die Wahlen. Wer mehr darüber wissen will, schaut bitte in der einschlägigen Presse nach.

Eines steht aber fest. Ich werde nächstes Jahr wieder ein Wahlbrunch machen, denn er fand sehr großen Anklang.

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Die Bilder einer Woche

Als ich vor fünf Jahren in die kleine Wohnung zog, hatte ich keine Badewanne mehr. Vor allem im Winter vermisste ich sie, wenn ich völlig durchgefroren nach hause kam. Jetzt da ich wieder eine habe, kam sie mir wie ein heiliger Schrein vor, der gehegt und gepflegt werden will, aber nicht benutzen darf.

Nach etwas über zwei Wochen nach dem Umzug, habe ich es trotzdem gewagt. Ein wundervoll duftiges Schaumbad.

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Eine kleine Erinnerung als ich vor zwei Jahren mit C. in London war. Da der C. noch nie in London war, ich hatte darüber berichtet, klapperten wir alle Touristenattraktionen ab, u.a. auch Harrods wo diese kleine Foto-Love-Story zwischen mir und einem Scone entstand.

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In einer Ecke des Kellers fand ich diese fünf Teller, von denen meine Tante ein paar davon an der Wand hängen hatte. Es ist eine limitierte Auflage von Villeroy & Boch in Zusammenarbeit mit dem Alters- und Invalidenverband von Dommeldange. Keine Ahnung ob die Serie komplett ist, oder es noch mehr davon gibt. Es sind alte Ansichten vor allem vom Vorort Dommeldange und der Oberstadt.

Ich bin nicht so der Fan von Dekotellern. In unserer Familie war es mal schwer im Trend die Wände mit Dekotellern regelrecht zu tapezieren, bis zu dem Zeitpunkt, als mein Bruder ein paar schöne Stücke mit dem Fußball zerdepperte. Danach ebbte die Begeisterung merkbar ab. Ich schweife ab…
Sind die Teller was Wert? Kennt jemand die Serie? Kann ich sie bedenkenlos als Servierteller benutzen? Denn an die Wand hänge ich sie nicht mehr.

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Aussichten von der Wohnung aus. Die Straße am frühen Abend und die frühe Morgensonne die sich im Kaminrohr spiegelt.

An einem Samstag

Ein gewaltiger Knall ließ mich kurz nach 6:00 Uhr aus dem Bett hochfahren. Mein erster Gedanke galt dem Kran der quer gegenüber steht. Da ich ihn letztens vom Balkon aus sehr bedenklich wackeln sah, war ich überzeugt, er wäre umgefallen.

Doch der Kran stand da, unerschütterlich. Es ging ein Gewitter nieder, an frühen Morgenstunden doch eher ungewöhnlich. Es goss wie aus Eimern und die warme Luft kühlte binnen wenigen Minuten stark ab.

An Schlafen war nicht mehr zu denken, und bei dem Wetter ist der samstägliche Wochenmarkt auch kein Vergnügen. Ich schmiss meine Pläne um, blieb zu hause und betrieb nach sehr langer Zeit mal wieder ausführliches Körper- und Gesichtswellness.

Die Glamglow Maske, die schon mal hier beschrieben hatte, ist nach wie vor der Hammer, und die Haut fühlt sich anschließend herrlich straff und fest an.

Ich könnte euch bei dieser Gelegenheit auch den Badezimmerschrank zeigen der sich gut neben der Badwanne macht. Er wurde am Freitag endlich geliefert.

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Am späten Morgen machte ich mich auf nach Bettembourg zu Rugs & Sons. Rug and Sons ist ein Pop Up Store der seinen festen Sitz in Paris hat, aber immer wieder seine Wäre für sehr kurze Zeit an vielen verschiedenen Orten der Welt verkauft. Ihre Spezialität sind alte Berber Teppiche. Ich kam dort an und musste feststellen dass ich viel zu früh da war, denn der Laden sollte erst gegen 14:00 Uhr öffnen. Doch man ließ mich freundlicherweise rein und ich konnte mir die Teppiche ansehen. Es waren wunderschöne Stücke dabei. Einer der mir ganz besonders gefiel, war weit über 40 Jahre alt und vom Preis weit von dem was ich vorhatte auszugeben.

Ich wählte zwei Stück aus, die etwas günstiger waren, und machte mit dem Verkäufer aus, dass er am frühen Nachmittag mit beiden vorbeikäme und ich sie mir zu hause ansehen könnte. Ich hatte beide für das Wohnzimmer ausgesucht, doch letztendlich wählte ich einen für das Gästezimmer.

Im Hintergrund steht übrigens das neue Schlafsofa für Gäste das ebenfalls am Freitag geliefert wurde.

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Am Abend war ich zu einer Geburtstagsfeier geladen und ich tanzte bis in in frühen Morgenstunden. Die Gastgeberin M. hatte eine Bühnenbildnerin angeheuert für die Deko. Es sollte eine finnisch/marokkanische Deko sein. Das kam dabei raus.

 

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Ich hatte es schon auf Facebook gezeigt. Doch es gehört auch ins Blog. Am Donnerstag entdeckte ich auf der Kreuzung Boulevard Grand-Duchesse Charlotte / Avenue du 10 Septembre folgenden Zettel:

Als ich las was darauf stand wurde mir ganz warm ums Herz. Ich werde es übersetzen:

Am Donnerstag Morgen, 10. August viel mein Mann hier um weil er einen Schwächeanfall hatte. Ein paar Unbekannte haben ihm wieder auf die Beine geholfen, einen Krankenwagen gerufen und sind bei ihm geblieben bis der Wagen da war. Dank dieser Unbekannten, geht es meinem Mann wieder besser. Ich und meine ganze Familie sind ihnen sehr zum Dank verpflichtet. Ein großes Dankeschön an diese Unbekannten!! 🙂

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Bilder der letzten Tage

Es war gestern am späten Nachmittag als endlich alle Handwerker aus der Wohnung waren und ich mit Fabrice auf dem Balkon saß. Ein strahlend blauer Himmel ohne eine einzige Wolke. Ich werde es im Winter vermissen. (Aber nur bis Ende Januar, dann steht die große Reise auf der südlichen Hemisphäre bevor.)

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Mir gefallen die Cover der Hefte vom New Yorker immer, in denen es etwas mehr um Mode geht, denn sie sind meist atemberaubend schön.

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Wenn ich, wie diese Woche, an einem Maskenkonzept für ein Theaterstück arbeite, das ich nicht während der gesamten Spielzeit betreue, bekomme ich von der Produktion ein Budget zur Verfügung gestellt, für das ich dann die  Schminkartikel kaufe. Make-up Läden wie Mäc oder Sephora sind dann immer hellauf begeistert, denn ein paar hundert Euro gehen dann schon über die Ladentheke.

Meistens werde ich dann noch mit zusätzlichem Zeug zugeschüttet. Dieses Mal war es ein Gesichtspeeling und ein Duschgel. Das Peeling ist ganz gut, da es die Haut nicht austrocknet jedoch sehr samtig weich wird. Das Duschgel habe ich noch nicht probiert, da meine Körperhaut ein sehr pingelig ist, wenn es keine reine Seife ohne Zusatzstoffe ist.

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Ein tolles Produkt das ich erst jetzt bei Sephora entdeckt habe, ist der trockene Pinselschwamm, der binnen Sekunden die Makeup Pinsel von Farbpigmenten reinigt. Das ist ideal wenn man den gleichen Pinsel für mehrere Lidschattenfarben verwendet. Der kleine Rouge- und Puderpinsel ist ideal für Reisen, und kann mit der Aufbewahrungsbox verlängert werden, wenn man mit dem kleinen Stummel von Griff nicht klarkommt.

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Ach ja das Kinderstück für das ich arbeite heißt A,B,Zeh und läuft ab Freitag im CAPE.

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Und zum Abschluss die Nachricht eines Unfalls, der so tragisch war dass ich trotzdem lachen musste.

Mann in Walferdingen von Grabstein erschlagen

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Märchenwoche

Montagmorgen und erstmal bloggen. Es fehlt mir, da ich es ja sonst regelmäßiger mache.

Das Einrichten musste ich die Woche ein wenig aus dem Programm klammern. Es war Märchen angesagt.

Im Dezember werde ich die größte Produktion des Grand Theatre dieser Spielzeit betreuen; Rumpelstilzchen. Da für einige Szenen Filmaufnahmen gebraucht wurden, waren ich die ganze Woche zusammen mit der Kostümbildnerin zugange, zwei der insgesamt 15 Figuren fertigzustellen. Ich würde euch ja gerne zeigen was wir da entworfen haben, aber das bleibt vorerst noch ein Geheimnis.
Das Wochenende verbrachte ich somit mit Filmaufnahmen im Wald.

Als wir letzte Woche die Konzeptionsbesprechung hatten, (also während der Tage an denen es ununterbrochen regnete) hatte ich die Angst wir würden alle knietief im Wald durch den Morast waten, aber dem war Gott sei dank nicht so. Im Gegenteil, wir hatten strahlend schönes Wetter.

Märchen

Die ersten Herbstanzeichen sind schon zu erkennen.

Während dieser intensiven Arbeitswoche, hatte ich mein Atelier kurzfristig ins Atelier der Kosümbildnerin verlegt. Da es nicht weit von Mondorf entfernt liegt speisten wir dort an einem Nachmittag. Dort steht eines der schönsten Artdeco Häuser aus ganz Luxemburg.

An einem Abend vielen mir die wunderschönen Wolken auf, die am Balkon der neuen Wohnung vorbeizogen.

 

Wahlen, neues Menü & Küche

Vielleicht sollte ich mal erwähnen dass wir in Luxemburg auch bald Wahlen haben. Als ich vor ein paar Tagen als ich in der alten Wohnung nach den Rechten sah, vielen mir diese Plakate auf. Der Wahlkampf kommt langsam in Fahrt. Anfang Oktober schreiten wir zur Urne.

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Das Annexe hat ein neues sogenanntes „Kleines Menü“ Ich habe es gestern probiert.

Vorspeise: Panierte Sardinen auf einer Panna Cotta mit Parmesan, Yuzu Perlen und Rucola Salat.

Hauptgang:  Gebratenes Spider Steak* vom Kalb, mit Pfifferlingen, grünen Bohnen und hausgemachtem Kartoffelpüree.

*Ich habe absichtlich den englischen Namen verwendet, weil das Stück Fleisch in Deutschland nicht sehr bekannt ist. Man kennt es in Österreich und Süddeutschland auch noch unter Kachelfleisch. Wer mehr drüber wissen möchte, schaue bitte hier

Nachtisch: Sabayone mit Mango und Passionsfrucht.

Ein sehr leckeres Menü bei dem man sich anschließend nicht überfressen fühlt.

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Manch einer möchte dann doch jetzt endlich die Küche sehen. Ich habe den richtigen Winkel noch nicht gefunden um sie schön ins Bild zu bekommen. Aber hier mal ein Foto an man schon sieht wo es hingehen soll.

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Da es zur Zeit sehr stressig ist, (Drehtage, Theaterpremiere Ende der nächsten Woche, Handwerker im Haus) kommt das Blog seit einer Weile zu kurz. Keine Angst das wird besser…hoffentlich.

Le Chalet de Kreuzerbuch

Es kommt nicht so oft vor, dass ich mal die Nase vorn habe in Sachen Restaurant. Doch gestern war es, dank Fabrice, der Fall. Wir hatten uns verabredet um in ein gemeinsam in ein Outletcenter zu fahren, das knappe 12 Minuten über die belgische Grenze hinweg entfernt liegt.

Ich erstand dort einen neuen Pullover, ein Jackett und ein paar neue iduktionsfähige Pfannen. Ich hatte im vorigen Posting davon berichtet.

Auf dem Weg zurück, es war schon über die Mittagszeit hinweg, hatte Fabrice die Idee ein brandneues Restaurant aufzusuchen, das erst letzten Freitag Eröffnung hatte. Es gehört zu den Restaurants von der Gäichel. Es liegt in einem winzig kleinen verschlafenen Ort der sich Kreuzerbuch nennt. Le Chalet de Kreuzerbuch.

Innen sieht es sehr urig aus, eben wie eine Berghütte mit ganz viel Holz. Die Speisekarte ist klein gehalten, was mir außerordentlich gut gefiel. Wir hatten Fondue Bourguinionne. Die letzte dich gegessen habe war im elterlichen Hause als meine Mutter noch nicht unheilbar krank war.  Es gab drei verschiedene hausgemachte Saucen, von der eine auf den Punkt genau so schmeckte wie zu hause und es kamen unweigerlich nostalgische Gefühle in mir hoch.

Es war ein wunderbarer Nachmittag und ich war ganz sicher nicht zum letzten Mal dort.
Ich musste eine Weile suchen bis ich die richtige Homepage fand da die von alten Besitzern auch noch online ist, genauso wie die Bewertungen auf Google.
Doch die Seite hier ist die richtige.Dort gibt es auch Fotos vom Umbau zu sehen. Wer sich für die Speisekarte interessiert, die gibt es hier.

Links ich. rechts Fabrice, und in der Mitte der Geschäftsführer Erwan, ein Freund und früherer Arbeitskollege von Fabrice.

Bilder der letzten Tage

Nach 2 Tagen Regen an denen ich schon nicht mehr glaubte, dass es noch einen blauen Himmel gibt, riss die Wolkendecke für wenige Augenblicke auf und ließ das blau durchscheinen.

 

So eine Büroecke habe ich mir immer gewünscht. Ein todschicker Campingtisch mit Gartenstuhl. Vielleicht kommt es ja groß in Mode… Spaß beiseite, ich warte sehnsüchtig auf den richtigen Bürotisch, der immer noch nicht geliefert wurde.

 

Ich habe schon bei Freunden zu hause mit Induktion gekocht und war begeistert davon wie schnell das ging. Also wollte ich auch für die neue Wohnung ein Induktionskochfeld haben. Ich war mir immer sehr sicher, dass die meisten Töpfe und Pfannen die ich besitze induktionsfähig sind. Denkste. Die Hälfte davon kann ich abgeben. Mist.

 

So langsam füllt sich das Wohnzimmer mit Möbeln. Die Beleuchtung über dem Tisch wurde endlich fertig gestellt und ich konnte den Stchu-Moon von Catellani & Smith endlich aufhängen. Abends sieht er spektakulär aus.

Ansonsten fehlt noch ein Couchtisch und die eine kleine Ottomane im gleichen Stil wie das Sofa.

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Zwischen Umzug und neuen Projekten

Es ist genau das eingetreten was ich über Wochen versucht habe zu vermeiden. Der Umzug kollidiert mit mit dem Start neuer Theaterprojekte. Aber jammern hilft nicht; ich muss jetzt da durch.

In der Wohnung sind fertig gestellt:
-Das Schlafzimmer. Wer mir auf Instagram folgt hat das Schlafzimmer bereits gesehen.
-Die Küche. Doch heute habe ich festgestellt dass die Geschirrspülmaschine eine Macke hat. Freitag kommt ein Techniker vorbei. Die Leuchte über dem Tisch kommt auch am Freitag.

Das Badezimmer ist schon seit über ein Woche fertig. Doch habe ich festgestellt dass es hier an Stauraum fehlt und ich habe noch einen hohen schlichten schmalen weißen Schrank bestellt.

Noch nicht fertig sind:
-Der Wohn- und Essbereich. Es fehlen noch ein paar Spots im Essbereich und die Lichtinstallation an der Wand. Der Sofatisch so wie ein kleiner Puff sind auch noch nicht geliefert.
-Das Büro- und Gästezimmer mit Bibliothek. Dort fehlen noch sämtliche Möbel. Das Bürotisch sollte schon hier sein doch da wurde etwas falsch geliefert. Zudem fehlt noch die Bücherwand und das Schlafsofa. Das sollte aber alles spätestens Ende September hier sein.  Deshalb habe ich noch keine Bücher mitgebracht. da sie nur im Weg wären.

(Huch! Mir fällt gerade siedend heiß ein, dass ich auch noch ein paar Dinge im Keller der kleinen Wohnung habe, die auch noch umziehen müssen….Zudem muss ich mir mein Atelier einrichten, das ich dringend für die nächsten Projekte benötige)

Aber wenn es am Wochenende nicht regnet werde ich mit euch ein Fototour durch das neue Revier machen.

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Andere haben auch Geburtstag

Geburtstag
Pixabay

Gestern an meinem Geburtstag, als schon früh am Morgen die Glückwünsche das Smartphone im Minutentakt klingen ließen, dachte ich an ein paar Menschen die am gleichen Tag Geburtstag haben wie ich.

Da wäre zum Beispiel die M-C, eine gute Freundin, die letztes Jahr auch auf meiner großen Geburtstagsfeier war. Mit ihr traf ich mich die letzten Wochen mehrfach, weil sie ebenfalls eine größere Feier plant und ich gab ihr meine To-Do-Liste vom letzten Jahr damit sie ja nichts vergisst.

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Das wäre auch die A., die Gattin vom Inhaber des Elektrogeschäftes meines Vertrauens. Ich sah sie die letzten Tage mehrfach, weil ich für die neue Wohnung ein paar Dinge brauchte.

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Ich dachte an Herr T., den ich nie wieder gesehen habe. Ich weiß nicht ob er noch lebt. Als ich in meinem früheren Leben noch in der Ausbildung war, sah ich ihn jeden Tag. Herr T. hielt zusammen mit seiner Frau den Zeitungskiosk an der großen Bushaltestelle, an der ich jeden Abend den Bus nahm, zurück in die alte Heimat. Er stand damals schon kurz vor der Rente. Er war immer nett und freundlich. Seine Frau kam regelmäßig zu uns in den Laden zum Haareschneiden. Er legte mir regelmäßig meine Zeitschriften zurück und durch ihn ergatterte ich damals ein Exemplar vom Spiegel in dem es um die Tagebücher von Hitler ging, die sich später als Fälschung erwiesen. Ich hatte Ausgabe noch lange bis ich sie irgendwann entsorgte.

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Und dann wäre da noch der A.
Ich weiß nicht mehr unter welchen Umständen ich ihn kennenlernte. Der A. war Algerier und kam in sehr jungen Jahren nach Frankreich. Er war gelernter Kellner und arbeitete damals in verschiedenen Hotels meiner alten Heimat. Er war ein Sonnenschein wie es sie selten gibt. Ich kann mich nicht erinnern dass er je schlechte Laune hatte. Jeder mochte ihn. Er liebte Reggae Musik und veranstaltete mit zwei Freunden in einer „Steinzeit“ Diskothek im Nachbardorf Reggae Abende. Ich kann mich noch an die erste Party erinnern. Das Laden war so voll, das man sich kaum bewegen konnte. Und der A. stand am DJ Pult und strahlte über das ganze Gesicht.

Er lernte meine Schulfreundin, die C. kennen und sie wurden ein Paar. Es war ein Beziehung die viele Höhen und Tiefen durchlebte und alles andere als ein ruhiger Fluss war. Die C wurde schwanger und sie bekamen ein Mädchen. Heute ab und an sehe ich noch Fotos von ihr auf Facebook, weil ich die C. in der Freundesliste habe. Die Kleine ähnelt dem A. sehr. Der A. bekam eine Stelle in der Parfümfabrik die zu der Zeit ein Großteil ihres weltweit bekannten Sortimentes in meiner alten Heimat produzierte. Er arbeitete in der Lagerhalle. Eines Abends ging eine Nachricht durch die Stadt wie ein Lauffeuer. Es hatte einen tödlichen Unfall gegeben. Man fand den A. leblos unter einem umgestürzten Gabelstapler. Ich selbst war wie gelähmt und konnte zwei Tage nicht arbeiten. Mir wurde zum ersten mal bewusst wie endlich unser Dasein doch ist, und dass es viel zu früh enden kann.

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