Fressen, Kunst und Puderquaste

Abflug nach St Jean-de-Luz

Gegen 10:00 hielt mich nichts mehr zu hause. Ich war bereits gegen 6 Uhr wach und obwohl ich mich noch einmal hätte umdrehen können und weiterschlafen, war die Gefahr zu groß zu verschlafen. Somit hatte gegen 9 schon alles erledigt ohne mich groß anzustrengen.

Es ist zum ersten mal dass ich ins Baskenland non-stop fliege. Das erste mal nahm ich das Auto, was ich nie wieder tun werde, denn die Strecke ist einfach zu lang und mit Autobahngebühren und dem Zwischenstopp zu teuer. Das zweite mal flog ich die Stecke mit von Metz aus nach Lyon und dann nach Biarritz. Das dritte mal war mit dem Zug. Und jetzt Sommer gibt es eine direkte Verbindung von Luxemburg hierher.

Die D. hatte mit bereits vor ein paar Tagen ein  Link geschickt in dem alles Events standen die an diesem Wochenende in St. Jean stattfinden. Ich hatte das nicht richtig ernst genommen… little did I know.

Als wir ankamen, waren die Straßen zu einem Großteil bereits abgesperrt und wir mussten ein Teil des Weges zu Fuß gehen. Wir kamen in die Wohnung und das einzige was uns schon im Flugzeug nur vorschwebte, war endlich ins Meer zu kommen.

Gesagt getan. Herrlich und herrlich kalt, aber herrlich.

Wir sahen schon sehr viele Mensch die den Look für den heutigen Tag an hatten. Schwarz und rot, die Farben von St.Jean.
Zurück in der Wohnung hatten wir Lust auf Apéro und stützten uns in Getümmel.

Heute wird der Namenstag des St. Jean also des heiligen Johann gefeiert. Es ist zugleich in Luxemburg der Vorabend zum Nationalfeiertag, wo heute übrigens auch die Hölle los ist.  Ich war aber schon seit Jahren nicht in der Innenstadt um mir das Feuerwerk anzusehen oder den ganzen Trubel mitzumachen, weil sehr früh sehr schnell ausartet.

In St. Jean läuft das alles sehr viel freudiger und schöner ab und die Stadt ist in so einem Ausnahmezustand als ob hier vorab der 14 Juli (der berüchtigte Quatorze Juillet) gefeiert wird. Durch die ganze Innenstadt wandern Musikkapellen aller Art. Eine der tollsten fand ich gleich zu Anfang.  Eine reine Frauen Trommel Gruppe.

Ich staunte nicht schlecht als plötzlich Dschingis Kahn mit Moskau lief. (Die Tippfehler im Tweet sind der Aufregung geschuldet)

In der Bar de la Marine, unserem Stammcafé zum Apéro trinken, hatten wir etwas Mühe einen Tisch zu bekommen. Unser Stammkellner der S. war aber gleich zur Stelle. Es gab ein Lillet.

Anschließend ging es weiter zur Boëte die eine Bar in der Straße aufgerichtet hatte und nebst Getränken an dem Abend nur frische Garnelen, Austern und Tapas verkaufte.

Ich hatte selten so Lust auf Garnelen pulen wie hier.

Sie sind im übrigen so frisch dass man das kleine Erfrischungstuch kaum braucht um den Geruch von den Fingern zu bekommen.

Dann ging es weiter durch die Straßen tanzend und singend.  Auf dem Hauptplatz war eine Band die baskische Lieder spielte und alles tanzte mit. In einer Seitenstraße nicht weit von der Wohnung war ein DJ der 80er Jahre Disco spielte und alle (die D. und ich inklusive) tanzten mit.

Im Bild oben spielte eine brasilianische Band und alles tanzte Capouera und Samba.

Eine tolle Nacht.
Ich saß noch bis weit nach Mitternacht auf dem kleinen Balkon und schrieb, diesen Beitrag fertig und ging dann auch zu Bett.

3 Kommentare

  1. Regina

    Willkommen in Südfrankreich 🙂
    Grüße von ça 4 Autostunden nordöstlich,
    dem schönen Gers, allerdings ohne direkten Meerzugang

    • Joël

      Liebe Grüße zurück 😃

  2. Claudine Muller

    Schein Vakanz, Joël, geneisst ett

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