Dass ich am Morgen schwimmen war, werde ich nicht mehr jeden Tag explizit erwähnen. Es ist einfach so.
Aufstehen, Gähnen, Klo, Tasse Kaffee, Badehose anziehen, ins Meer schwimmen gehen. Und dann beginnt erst der Tag. Ich wünschte ich hätte das auch in Luxemburg vor der Haustür….

Der Hausberg der Basken und vor allen der Bewohner von St.Jean und Umgegend ist La Rhune. Ich hatte ihn vor ein paar Tagen schon einmal abgelichtet und hier gezeigt als die Spitze der Berges zu sehen war aber der untere Teil in Wolken verhüllt war.

Ich hatte die letzten Male als ich hier war die D. darauf angesprochen ob man da hochsteigen oder hochfahren könnte. Ja, das kann man mit einer Zahnradbahn. Eine Straße dort hinauf gibt es nicht.  Ich informierte schon vor ein paar Tagen in der Touristeninfo wie man dahin kommt.
Und heute ging es da hoch.
Ein regulärer Bus fuhr uns bis zum Fuße der Berges. Von dort aus kommt mit einer kleinen Zahnradbahn bis auf den Gipfel. Der Höhenunterschied beträgt etwas mehr als 900 Meter. Man hatte uns angeraten, die Tickets früher per Internet zu kaufen da man sonst eventuell sehr lange warten müsste bevor man hoch kommt.

Der Zug wird dieses Jahr 95 Jahre alt, und sieht auch von innen so aus:

Es geht sehr gemächlich hoch mit konstanten 9km/h.

Dort oben sah ich zum ersten mal die baskische Pferderasse Pottok (ausgesprochen Potiok) Sie sind klein, breit und stämmig (so wie ich) und waren früher eines der wichtigsten Lastentiere der Region.

 

Der Rote Turm den man von sehr weit schon sieht.

St. Jean-de-Luz von oben.

Ein ganz besonderer Bewohner des Berges ist der Gänsegeier. Wir konnten sie immer wieder über uns hinweg fliegen sehen. Und irgendwann entdeckten wir einen der ruhig auf einem Felsen saß. Ein sehr beiendruckender Vogel mit einer Flügel Spannweite von zwei Metern. Besser als oben konnte ich ihn leider nicht ablichten.

Man erkennt auf diesem Vorsprung. dass sich über die Jahre hinweg viele verewigt haben indem sie ihre Namen mit Steinen geschrieben haben, fast so wie ein Mosaik. Das ist übrigens hier auch bei Google Maps zu sehen.

Ein Selfie von hinten?  Nein.
Die D. fotografierte mich als ich dabei war ein Zeitraffer Video  der Wolken zu machen die sich hier oben  rasend schnell verändern. Richtig gut wurde es aber nicht.

Bei der Abfahrt dann hatten wir großes Glück, denn wir kamen noch so just in die Bahn hinein.  Es waren nämlich auch viele Schulklassen unterwegs, die schon den halben Zug belegten.

Am Abend eine kurze Stippvisite in der besten Eisdiele der Welt. Heute hatte ich Ananas Sorbet und Litchi Sorbet.

Anschließend waren wir noch auf einer Vernissage in der Pile d’Assiettes, die ich aber nicht besonders fand.

Ein neues Buch angefangen. doch darüber die nächsten Tage mehr.