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Fressen, Kunst und Puderquaste

Alice Springs: Uluru & Kata Tjuta

What a day! 1100km!

Pünktlich holte mich der Bus um 5:55 ab. Ein erfreulicher Umstand: wir waren nur zu sechs Mann an die mit Emu Run Experience dorthin wollten.

Da wir flott unterwegs waren machten wir einen kurzen Zwischenstopp an einem ‚Fluss‘, dem Falk River, der mit einer ansehnlichen Brücke überquert wurde, da man dachte er führe auch ab und an Wasser. Er hat seit Bau des Highways noch nie Wasser geführt.

Dort stand ein Wagen mit einer Panne mit vier Ureinwohnern. Sie hatten die ganze Nacht im Wagen verbracht weil niemand dort angehalten hatte. Es war für den Fahrer überhaupt keine Frage dass wir sie bis zum nächsten Halt mitnahmen, wo man ihnen weiterhelfen konnte. Im Outback hilft man sich gegenseitig ohne wenn und aber, denn es kann tödlich enden wenn nicht. Unser Fahrer versorgte sie mit Saft und Keksen die eigentlich für uns vorgesehen waren.

Ein Halt zum Frühstücken mitten im Outback an einer Tankstelle in Ghan (was auch der Name des besser bekannten Zugs von Darvin nach Adelhaide ist). Das schöne daran das wir nur 6 Leute (später 10) waren, war dass es ein bisschen den Charakter einer privat gebuchten Tour hatte und, dass wir uns alle gleich näher kennenlernten.

Es ist schon spannend durch eine montone Landschaft zu fahren. Man gibt viel besser acht auf kleine Dinge die sich verändern.

Zwei Stunden weiter sahen wir ‚ihn‘:

Das ist Fuluru (abgeleitet von fool) wie man ihn dort in der Gegend nennt, weil er oft von Touristen für Uluru gehalten wird. Der richtige Name ist Monut Conner oder Atilla. Es ist auch kein Monolit sondern ein Tafelberg.

Zwei Stunden später sahen wir ihn dann zum ersten Mal.

… und wir fuhren in den Uluru – Kata Tjuta National Park.

Weitaus weniger bekannt aber für die Ureinwohner nicht weniger wichtig der Katja-Tjuta:

Wir besichtigten zuerst den Kata Tjuta was soviel heißt wie ‚many heads‘.
Jeder, wirklich jeder hatte mir angeraten mir ein Fliegennetz zuzulegen, was ich auch tat. Das Hütchen ist übrigens auch neu. Und es wahr wirklich wichtig das Netz zu haben, sonst hätten mir den Mücken den ganzen Ausflug verdorben, den die Luft ist voll von Mücken.
Ich hatte davor zwei von den Mitreisenden angeraten, sich unbedingt auch Netze zuzulegen, was sie dann auch taten. Sie waren mir sehr dankbar dafür.
Unser Fremdenführer hämmerte uns regelrecht in den Kopf IMMER unsere Wasserflasche dabei zu haben und IMMER in regelmäßigen Abständen einen Schluck Wasser zu uns nehmen, was dann auch alle brav taten.

Wir machten einen kurzen Ausflug zu Fuß durch die pralle Sonne bei ungefähr 47 Grad bis zu den Felsen.

Ich habe inzwischen gelernt, dass ich wenn ich die Größe oder die Weite einer Landschaft zeigen will, auch irgendwo im Bild ein Referenzpunkt haben muss, damit einem die Größe bewußt wird. Im folgenden sind es ein paar Touristen die weitab vor mir auf dem Weg gingen.

Dort wo ich dieses Foto machte, zog plötzlich eine Wolke vor die Sonne und für mich war das ein Zeichen umzukehren. 47 Grad sind echt der Hammer.

Der Himmel zog immer mehr zu und es wurde noch drückender als eh schon war. Wir fuhren zum roten Felsen.

Ich lernte viel über die Uraustralier und warum sie in dieser Gegend überleben können.

Eine Carbondatierung ergab dass diese Zeichnungen über 10000 Jahre alt sind.

Es gibt ein Waaserloch im Uluru, das die meiste Zeit leer ist. Unser Guide meinte, wir seien 1% der Besucher die sehen dass tatsächlich Wasser sich dort sammeln kann. Dies kam von den Regenfällen die über Weihnachten und Neujahr niedergingen.

Und als wir an Wasserloch standen fing es an zu regnen. Es war super angenehm in der Hitze. Und plötzlich explodierte die Luft an Gerüchen. Genau dort an der Stelle stehen nämlich auch Eukalyptusbäume und andere grüne Gräser die von der Oase profitieren.

Wir fuhren einmal komplett um den Felsen herum und machten immer wieder Halt wo es etwas interessanteres zu sehen gab.

Im Felsen kann man ein Gesicht erahnen. Es gehört zu einer der vielen Sagen der Ureinwohner.

Es gibt nur noch eine einzige Stelle an der man den Felsen berühren darf.

Und dann sah ich das Schild das hier seit Oktober alles veränderte.

Es starben in all den Jahren über 40 Menschen die den Felsen hochklettern wollten und hinunter fielen. Doch das war nicht der Grund warum man der Erklimmen des Felsen permanent verbot. Der Grund war die sinkende Nachfrage. Als sie unter 20% rutschte gab man von der Regierung aus endlich die Erlaubnis den Weg zu schließen und die Ureinwohner nahmen die Kette an der man hoch hangeln konnte weg.

Hier kann man noch sehr gut sehen wo die Kette hing die Menschen sich hochhangelten.

Abendessen gab es dann an einer Stelle bei der man den Uluru gut sehen konnte und von der er sehr rot leuchtet wenn die Sonne untergeht. Doch es war durch und durch bewölkt und an einen knallig roten Felsen war nicht zu denken.

Doch wird wurden fast am Ende mit diesem kleinen Lichtblick belohnt…

…und der Felsen leuchtete blass rosa.

Und das war die ganze Truppe. Es hat sehr viel Spaß mit allen gemacht. Dann traten wir die Heimreise an und waren nach fünf Stunden und 500 km, kurz vor 1:00 Uhr nachts, wieder in Alice Springs.

***

Noch ein kurzes Update über meinen Koffer. Man rief mich während dem Ausflug an und bestätigte dass man ihn gefunden hätte und ihn morgen nach Alice Springs nachschicken würde. Es bleibt spannend.

1 Kommentar

  1. Monique Nanquette

    30. Januar 2020 at 10:34

    Danke für das Teilen dieser schönen Erfahrungen.
    Ich wünsche ihnen/ dir noch weitere viele tolle Erlebnisse bei bester Gesundheit!
    Monique

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