Fressen, Kunst und Puderquaste

Antwort auf die Montagfrage

Da heute wieder einer dieser Tage ist, an dem ich an einem Projekt arbeite, über das ich schweigen muss, machen wir was anderes.
Nur so viel: Es war ein guter Tag an dem es nicht regnete und die Stimmung recht ausgelassen war.

Am Abend jedoch sah ich wilde Wolken,…

…die sich zu einem Donnerwetter zusamnebrauten:

Das Bild gibt leider nicht wieder wie schwarz die Wolken tatsächlich waren. An einem gewissen Punkt konnte man den Regen und die Feuchtigkeit von weitem so sehr spüren als ob man neben einer aufgedrehten Dusche stehen würde.

***

Ich hatte die Frage ja gestellt, weil ich etwas überprüfen wollte:

Kannst Du Dich noch an eine Begebenheit aus deiner Kindheit erinnern in der es ums Essen ging? Erzähl mal!

Ich habe oft festgestellt dass Kindheitserinnerungen im Zusammenhang mit Essen, zumindest was meine Generation angeht, nicht immer die Besten sind. Das ist auch bei mir der Fall.

Es gab im elterlichen Haus immer sehr viel Fleisch, weil mein Vater ein außerordentlicher Fleischesser war. Ein Steak kurz durch Pfanne gezogen ohne irgendeine Beilage reichte ihm oft schon. Er liebte Koteletts, und es ist mit ein Grund warum ich sie heute hasse. Die dicken Fettränder schnitt ich immer weg weil ich sie nicht mochte. Das war mit meinem Vater immer der Punkt an dem es Geschrei gab. „Du isst alles was auf dem Teller liegt!“ Manchmal schnitt ich dann die Fettränder so klein dass ich sie ohne einmal darauf zu kauen, hinunterschlucken konnte. Wahrscheinlich ist das heute mit der Grund warum ich Pillen ohne Wasser nehmen kann. Aber der Trick funktionierte nicht immer. Bisweilen würgte ich derart daran dass es Ohrfeigen setzte.
Die einzige Ausnahme war Leber. Die musste mein Vater alleine essen, da meine Mutter sie auch nicht mochte und sie mich und meinen Bruder nicht dazu zwang sie zu essen.
Es gibt heute noch gewisse Fleischstücke vom Rind wie vom Schwein, die ich nicht essen kann, weil es mich extrem ekelt.

1 Kommentar

  1. Kaltmamsell

    Wenn ich auf diese Frage antworte, muss ich immer gestehen, dass ich meine gesamte Kindheit ab dem vierten Lebensjahr bis zum Auszug auf Diät gesetzt war, mit unter anderem der Folge, dass in unserer Küche neben der aktuellen “Brigitte”-Kalorientabelle ein Zettel mit meinem bisherigen Tageskonsum lag, von meiner Mutter geführt, und dass ich nur an meinem Geburtstag so viel essen durfte, wie ich wollte. Dann gucken die Leute immer so komisch und haben Ansichten über meine Mutter (der das alles heute entsetzlich leid tut), deshalb lasse ich es lieber.

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