Fressen, Kunst und Puderquaste

Plancha & Niedlichkeit

Am Morgen blieb ich häuslich. Ich hatte mehr als genug zu tun.

Was ich euch noch nicht gezeigt habe, was aber schon zwei Tagen hier steht ist der neue Tischgrill, wobei Grill das falsche Wort ist. Der Kontaktgrill, den ich vor drei Jahren gekauft hatte, gab schon letztes Jahr im Sommer den Geist auf. Die Temperatur war nicht mehr regelbar. Er wurde nur noch glühend heiß, was letztendlich die Grillplatten beschädigte. Und so wanderte er zum Elektroschrott.

Ich liebäugelte schon lange mit einer sogenannten Plancha. In Frankreich sind diese Grillplatten sehr beleibt. Es gab mal in St. Jean einen Laden der sich auf diese Art des Grillen spezialisiert hatte und nur solche Geräte anbot. Marktführer und Spitzenreiter in Frankreich ist die Marke Lagrange. Doch die waren mir alle zu groß und der Preis war auch nicht ohne. Und so überlegte ich hin und her, rechnete mir aus wie oft ich das Ding im Sommer im Gebrauch habe und entschied mich dann für eine günstigere Variante. Es wurde ein Moulinex:

Von der Konstruktion sehr simpel und einfach gestaltet, was mich hoffen lässt, dass er weniger anfällig ist, als das Monstrum davor.

Am Nachmittag, als ich hier schon ein wenig etwas vorschrieb, las ich mich in den Tage wie Glas Beiträgen fest, die ich schrieb, als die Pandemie begann. Das tat mir aber nur so mittelgut, denn ich hatte wieder das gleiche dumpfe hoffnungslose Gefühl in mir, wie damals als kein Mensch wusste, wo wir hinsteuern und wie das alles weitergehen wird.

Um das Gefühl loszuwerden, beschäftigte ich mich in der Küche und machte Eiscreme.

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Wenn alte Fotos zum Leben erweckt werden und längst verstorbene Personen dich plötzlich anschauen, lächeln oder manchmal ein Auge zudrücken. Faszinierend und verstörend zugleich.

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Ihr wollt stündlich ein neues Foto von Quokkas haben?

Und das wäre mein Beitrag dazu von Anfang 2020, als ich auf Rottnest Island war.

1 Kommentar

  1. Trulla

    Oh ja, das waren bedrückende Zeiten, diese Tage aus Glas. Ich erinnere mich gut an diese Art Lähmung alles Gewohnten, die uns – zu Recht, wie ich meine – verordnet wurde, uns seelisch aber sehr zu schaffen machte. Und wer hätte für möglich gehalten, dass auf diesen Schlag gleich noch ein weiterer folgen würde, der unsere so sicher scheinende Welt auf den Kopf stellt.
    Ich hatte fest daran geglaubt, dass der europäische Frieden gesichert, keine Aufrüstung mehr nötig, der Wille “nie wieder Krieg” in aufgeklärten Köpfen fest verankert sei.

    Die jetzige Angst ist von anderer Art.

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