Fressen, Kunst und Puderquaste

Sonntag

Ich erwachte gegen 5:20 und die Nacht war vorbei. Schlafen ging nicht mehr. Dabei war ich nicht so früh ins Bett gegangen, dass ich mein Quantum an Schlaf schon durch hätte. Ich stand auf, versuchte im Buch zu lesen, das für die Sendung am Mittwoch lesen soll, aber es ging nicht. Also ließ ich mich von allerlei YT Videos berieseln.

Unter anderem sah ich bei Cecilia Blomdahl vorbei, die auf Spitzbergen wohnt. Sie lädt jede Woche ein Video hoch. Dort sind sie inzwischen in der Phase angekommen, in der sie überhaupt gar kein Tageslicht mehr haben. Der Himmel wird gar nicht mehr hell nicht mal für eine Stunde in der man glauben könnte, da wäre ein leichter Schimmer eines Tages zu erkennen. Es bleibt stockfinster. Und sie freut sich darauf. ” The cozy time of the year”, nennt sie es.

Ich finde es faszinierend, dass es Menschen gibt, die das toll finden, weil ich das nämlich bekanntlich gar nicht so finde und ich versuche zu verstehen warum. Wenn die Tage hier kürzer werden, werde ich trübsinnig und habe düstere Gedanken. Was findet man an der totalen Dunkelheit schön? Wenn ich das für mich irgendwie erschließen könnte, vielleicht fielen mir die Winter dann weniger schwer?

Ich würde sie zudem gerne einmal fragen ob sie dabei das Zeitgefühl verliert. Es gibt nämlich das Phänomen bei den Höhlenforscher, wenn sie tagelang unter Tage durch Grotten wandern, dass ihnen das Zeitgefühl verloren geht und sie ihren Ablauf sehr durchstrukturieren müssen, damit es klappt.

Ich schlummerte dann doch noch einmal kurz weg, was an sich gut war. Weniger gut daran war, dass ich wirres Zeug träumte. Aber das muss wohl so sein.

Am frühen Nachmittag machte ich mich dann auf um ein letztes mal Unverblogbares zu tun, Und damit wäre dieser Auftrag dann auch zu Ende. Es war übrigens der erste größere Auftrag, seit Bad Ischl und er versöhnte mich wieder mit der Barockepoche.

Am Abend traf ich die A. auf unserer beider Winterterrasse. Doch wir machten früh Schluss.

1 Kommentar

  1. Thierry

    Ob ich 24 Stunden Nacht auf lange Zeit toll finden würde, weiß ich nicht, aber ich mag Winter eigentlich sehr gerne. Es gibt für mich nichts besseres, als mit heißer Schokolade über den Weihnachtsmarkt zu spazieren oder in einem Café mit Kaminfeuer zu sitzen.

    Den Sommer mag ich dagegen überhaupt nicht, mit Hitze komme ich nicht klar und bin dann oft auch Mal sehr grantig. (Das liegt aber hier auch vor allem daran, dass es so wenige Klimaanlagen gibt. In Singapur zum Beispiel war mir die Hitze relativ schnuppe, weil es wirklich überall die Möglichkeit für eine Abkühlung gab.)

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