Fressen, Kunst und Puderquaste

Drei Tage mit Tagesfrage

Am Sonntag war ausruhen, schlafen, lesen und anderweitig schreiben.

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Der Montag war mit einer Hauptprobe gekrönt. Aber da muss ich noch mal ran, denn da stimmte so manches nicht.

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Die meisten meiner Leser kommen ja aus Deutschland, die grad sehr verzweifelt sind und in manchen deutschen Blogs lese ich, dass sie sich ernsthaft Gedanken machen um auszuwandern. Ich lasse ja meist das politische Weltgeschehen in mein Blog nicht einfließen, obwohl schon klar sein dürfte, dass das, was alles vonstatten geht, mir auch nicht gefällt. Im Gegenteil, es lähmt mich und weil ich das Gefühl nicht mag, lese ich nur noch einmal am Tag die Zeitung oder schaue nur in eine Nachrichten App. Auch die sozialen Medien sind mir inzwischen herzlich egal.

Im gleichen Zusammenhang sah ich vor zwei Tagen einen Bekannten, der sich vor lagen Jahren “sehr um mich bemühte“ , ich aber nicht um ihn. Kurze Zeit später fand er dann seinen Lebensgefährten den er später heiratete. Er erzählte mir dass er seinen Mann eines Abends, Anfang Januar, leblos in der Wohnung gefunden hätte. „Hast du das nicht auf FB gesehen?“ fragte er mich. Nein, denn seit FB mir mehr viralen Blödsinn zeigt, als das was Freunde und Bekannte schreiben, schaue ich kaum noch rein.

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Und dann wäre da noch der Dienstag der sehr verregnet war, wieder gekrönt mit einer Hauptprobe. Ach ja… ich arbeitete mich langsam an die Dinge heran. Es wird so ganz langsam was, aber halt nicht so schnell wie sonst, was aber nicht an mir hing. Darum muss ich für den Mittwoch auch den Marktbesuch sausen lassen.

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Und dann wäre da noch die Tagesfrage:

Wenn du ein Wort endgültig aus der allgemeinen Verwendung verbannen könntest, welches wäre das? Warum?

Das hängt davon ab, aus welchen Gründen man das Wort in die Verbannung schickt. Wenn es nur darum geht ein Wort abzuschaffen, weil es in den eigenen Ohren nicht schön klingt, dann habe ich keines. Wenn man ein Wort aber abschafft, damit das, was das Wort beschreibt, dann auch weg ist und nie mehr wiederkommt, dann hätte ich jede Menge anzubieten. Diktator, Krieg, Hass, Hetze, Klimaerwärmung, Krankheit… man kann die Liste lange fortführen.

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Der Grund warum Scarlett Johansson nicht in den sozialen Medien ist.

2 Kommentare

  1. Trulla

    Ja, ich habe so ein Wort, das für mich in seiner Konnotation dermaßen negativ ist, dass es mich ekelt. In modischen Gebrauch gekommen ist es im Zuge des Anwachsens demokratiefeindlicher, rechtsradikaler, inhumaner Politiker*, die alles „fremde“ verachten und heißt: „biodeutsch“. Es möge bald wieder in der Versenkung verschwinden, ebenso wie seine Anwender von den Neuen Rechten.
    Ein gutes Zeichen immerhin, dass es 2024 zum Unwort des Jahres gewählt wurde

    • Joël

      Ich hatte das Wort auch gehört und fand, dass man ihm eine andere Bedeutung geben könnte. Wenn sich jemand so bezeichnet taugt er nur zum Kompostieren.

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