Fressen, Kunst und Puderquaste

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Freitag mit karger Ausbeute

Der Freitag fing damit an, dass ich am Morgen einen Termin gründlich versammelte. Ich hatte für das Auto ein Wellness Programm gebucht. Innen und außen. Dann muss das Auto anderthalb Wochen dreckig, durch die Gegend fahren bis ich von der Re:publica zurück bin. Am Nachmittag fuhr ich zum Baumarkt und holte neue Salzsäckchen für die Entfeuchterkisten in der Garage und im Keller.

Am Abend betreute ich die letzte Vorstellung des vorvorletzten Stückes meiner Saison. Und damit wäre diese Baustelle auch zu. Uff.

Und weil die Tagesausbeute sehr karg ist, gibt es noch eine Tagesfrage:

Was bedeutet „alles haben“ für dich? Ist es erreichbar?

Natürlich ist es nicht erreichbar. Man könnte darüber eine ganze philosophische Doktorarbeit schreiben.

Aber genau zu der Frage hat Stephen Sondheim mal ein Lied geschrieben das 1990 im Film Dick Tracy zu hören war. Und ich denke das trifft es ganz gut:

Once upon a time I had plenty of nothing,
Which was fine with me
Because I had rhythm, music, love,
The sun, the stars and the moon above,
Had the clear blue sky and the deep blue sea.
That was when the best things in life were free.

Then time went by and now I got plenty of plenty,
Which is fine with me.
‘Cause I still got love, I still got rhythm,
But look at what I got to go with ’em.
“Who could ask for anything more?”, I hear you query.
Who could ask for anything more? Well, let me tell you, dearie.

Got my diamonds, got my yacht, got a guy I adore.
I’m so happy with what I got, I want more!

Count your blessings, one, two, three
I just hate keeping score.
Any number is fine with me
As long as it’s more!
As long as it’s more!

I’m no mathematician, all I know is addition
I find counting a bore.
Keep the number mounting, your accountant does the counting.
(More! More!)

I got rhythm, music too, just as much as before
Got my guy and my sky of blue,
Now, however, I own the view.
More is better than nothing, true
But nothing’s better than more, more, more
Nothing’s better than more.

One is fun, why not two?
And if you like two, you might as well have four,
And if you like four, why not a few
Why not a slew?
More! More!
(More! More!)

If you’ve got a little, why not a lot?
Add and bit and it’ll get to be an oodle.
Every jot and tittle adds to the pot
Soon you’ve got the kit as well as the caboodle.
(More! More!)

Never say when, never stop at plenty,
If it’s gonna rain, let it pour.
Happy with ten, happier with twenty
If you like a penny, wouldn’t you like many much more?

Or does that sound too greedy?
That’s not greed, no, indeedy
That’s just stocking the store.
Gotta fill your cupboard, remember Mother Hubbard.
(More! More!)

Each possession you possess
Helps your spirits to soar.
That’s what’s soothing about excess
Never settle for something less.
Something’s better than nothing, yes!
But nothing’s better than more, more more
(Except all, all, all) Except all, all, all
Except once you have it all (have it all)
You may find all else above (find all else above)
That though things are bliss,
There’s one thing you miss, and that’s
More! More!

Eine Tagesfrage & Buch

Herrlich gut geschlafen, das war schön. Noch in der Horizontalen bei anderen Bloggern gelesen und die Tagesfrage beantwortet.

Welche persönlichen Gegenstände liegen dir besonders am Herzen?

Made with Gencraft

Das ist eine gute Frage die aber eine etwas ausführlichere Antwort verdient. Es gibt einen Unterschied zwischen beruflichen Gegenständen und Gegenständen aus dem privaten Bereich.

Berufliche Gegenstände, die mir am Herzen liegen, gibt es in dem Sinne nicht, aber sie sind überlebenswichtig. Wenn ich sie nicht habe, kann ich meinen Beruf nicht ausüben. Es gibt aber Gegenstände, die mich an längst vergangene Projekte erinnern und die ich aus Nostalgiegründen nicht wegwerfen kann. So fand ich vor kurzem kleine längliche, wellenförmige Schaumstoffteile wieder, die man zwischen die Zehen gibt, wenn man die Zehennägel lackiert. Ich hatte sie damals besorgt, und sie waren Teil der Requisite aus einem Film, an den ich schöne Erinnerungen habe. Ich werde diese Schaumstoffteile nie wieder gebrauchen, aber wegwerfen kann ich sie (noch) nicht.

Im privaten Bereich sieht das anders aus. Als vor über zehn Jahren, die traurige Zeit begann, in der einer nach dem anderen aus der Familie starb, war ich plötzlich mit so viel Zeug aus drei verschiedenen Haushalten konfrontiert, die alle viele Erinnerungen beinhalteten. Jedes einzelne Teil, dass ich verkaufte, entsorgte oder weg gab, versetzte mir einen Stich ins Herz, als so, als ob ich die Erinnerungen wegwerfen würde. Es fiel mir zusehens schwerer und ich holte mir Hilfe. Ich heuerte eine Flohmarkthändlerin an. Ich durfte bei ihren großen Aufräumaktionen nicht anwesend sein, da ich es nicht ausgehalten hätte. Sogar jetzt beim Schreiben, überkommt mich immer noch ein Unwohlsein. Andererseits, was hätte ich mit all dem Zeug angefangen? Ich wäre darin erstickt.

Rückblickend gesehen tat ich das einzig richtige, auch wenn es sich heute noch immer schmerzlich anfühlt. Inzwischen sehe ich die Dinge anders. In der Garage und im Keller stehen immer noch Kisten, die ich seit dem Umzug und dem Häuserausräumen nicht angefasst habe. Ich habe mir vorgenommen, im Sommer diese Kisten endlich zu entsorgen. Ob ich es in die Tat umsätze oder nicht, steht in den Sternen.

Und um jetzt auf die Frage oben zu antworten welche Gegenstände mir besonders am Herzen liegen, kann ich nur sagen; es gibt zu viele davon. Sie sind kleine Kostbarkeiten und unendlich schwerer Ballast zugleich.

***

Den Nachmittag mit ein bisschen Haushalten und Lesen verbracht.

Weil mir das letzte Buch von Imgard Keun so gut gefallen hatte, fing ich ein weiters an. Das Mädchen mit dem die Kinder nicht verkehren durften.

Ich sollte vielleicht ein paar Worte über das Werk, das ich davor gelesen hatte, verlieren. Gilgi.

Es ist vor allem die Sprache die mich faszinierte. Zudem gibt sie jeder Figur ihre ganz eigene Sprache. Am interessantesten ist die Hauptfigur selbst, die es mit ihren knappen 21 Jahren versteht sich so ausgewählt und treffend genau auszudrücken, dass es teilweise unglaubwürdig scheint. Das tut der Geschichte an sich aber keinen Abbruch. Schade, dass es mit ihrem Fortgang aus dem Rheinland aufhört. Ich hätte gern gewusst wie es ihr in Berlin so ergangen wäre.

Ich lies so lange im neuen Buch bis es wieder an der Zeit war, dem nachzugehen damit ich Butter auf dem Brot habe.

Sonntag mit Tagesfrage

Die Sonntage, an denen ich dienstlich gefordert bin, sind eher rarer Natur aber nicht unmöglich. Darum gibt es heute eine Tagesfrage:

Als ich die Frage las, fiel mir sofort ein Name ein.

Erzähle eine Geschichte über jemanden, der dein Leben positiv beeinflusst hat.

Manche werden sich wundern, denn die Frau ist auch umstritten. Es ist Oprah Winfrey. Anfang der 90er wurde ihre Show auf dem holländischen RTL4 übertragen. Sie war ja damals die Queen des Dailytalks. Mit der Zeit gab es immer mehr Ableger davon bis zu dem Punkt dass nur noch lächerlich war. Doch Winfrey entwickelte sich weiter. Ihr Themenbereich ging immer weniger in Richtung spezifischer Probleme von Menschen, die bis zum Abwinken ausdiskutiert wurden. Sie stellte stattdessen Menschen vor, die in dem unterschiedlichsten Bereichen inspirierten.

Es war auch die Zeit in der sich bei mir das Gefühl festgefahren hatte, auf einem Abstellgleis zu stehen. Ich war auf der Sinnsuche.

Sie stellte einmal eine Frau vor, die ihr eigenes Schönheitsinstitut in New York eröffnet hatte. An einen Satz kann ich mich heute noch erinnern. „Exfoliation is my passion“, sagte die Kosemtikerin. Und Oprah schaute später in die Kamera und fargte, „What is your passion?“

Ja, was? Die Vorstellung das Leben zu haben dass ich jetzt habe, war weit entfernt. Das heißt das Verlangen danach war schon da. Aber es fühlte sich so utopisch an, dass ich den Wunsch nicht zu haben wagte. Ich musste noch ein paar tiefe Täler durchlaufen bevor ich soweit war.

Doch Oprah brachte mir auch viele grundlegende Dinge bei, wie z.B: „You can‘t change a person.“ Durch sie habe ich von Wally Lamp, den sagenhaften Roman ‚ Der Gesang der Wale‘ gelesen.

Sie brachte mir viel Zwischenmenschliches bei, von dem ich keine Ahnung hatte. Noch heute, wenn ich sie in Interviews sehe, berührt es mich immer noch irgendwie. Ich sehe sie aber weitaus differenzierter als damals. Viele der Kritikpunkte, wie zum Beispiel, dass ihre ganzen philanthropischen Aktionen, doch nur Eigennutz sind und dem eigenen Image dienen, kann ich nachvollziehen.

Schwimmen & Blue

Ein Tag warmit ein paar dienstlichen Einkäufen gekrönt, die mehr Zeit in Anspruch nahmen, als gedacht. Zudem hatte ich den halbjährlichen Kontrolltermin beim Zahnarzt, der aber wie gewohnt verlief mit ein bisschen Zahnstein Entfernung. Nichts dramatisches.

Es war aber auch ein Tag an dem sich sämtliche Verkehrsteilnehmer sehr aggressiv benahmen. Ich hatte mehrfach Situationen, vor allem auf dem kleinen Teilstück Autobahn, wo es hätte schief gehen können.

Am Nachmittag ging ich dann endlich mal wieder schwimmen. Daraus wurde aber eine etwas kürzere Aktion als geplant, denn ich musste Blue abholen. Die A. hatte Verspätung in ihrem Ablauf und hatte Blue zuhause gelassen. Damit kein Malheur passiert holte ich sie ab und ging mit ihr in den Park.

In der roten Tüte befand sich… ja genau das!

Ich schickte das Foto der A. und fragte sie ob auch den Inhalt der Tüte sehen wolle.

Später berichtete sie mir, dass sie während dem Meeting das just stattfand, fast einen Lachkrampf bekommen hätte, als sie es las.

Wir saßen sehr viel später noch eine ganze Weile auf meinem Balkon.

***

Was war die letzte Live-Performance, die du gesehen hast?

Ich sehe fast jeden Tag welche. Proben und Vorstellungen sind ich das ganze Jahr über. Aber so richtig als unbeteiligter Zuschauer, das ist schon eine Weile her.

Der erste Bärenabend seit langem

Erstmal eine, für die Zeit, aktuelle Tagesfrage. Sie kam übrigens genau richtig, denn ich hatte beinah etwas vergessen:

Machst du von deinem politischen Wahlrecht Gebrauch?

Ja, immer. Ich muss ja, weil es bei uns eine Wahlpflicht gibt. Nicht zur Wahl zu gehen ist hierzulande eine Straftat. Demnach sind die Wahlen bei uns nicht frei aber geheim. Ich habe jetzt für die Europawahlen am 9. Juni die Briefwahl angefordert. Es ging so just noch. Den am 15. Mai wäre der letzte Tag an dem ich sie anfordern könnte. Es kann nämlich durchaus sein, dass ich dann nicht da bin.

***

Mit Kopfschmerzen erwacht. Wie schön. Ich hatte sie fast schon vermisst.

Es gab viel am Rechner zu tun. Aber ich schaffte alles weg. Zumindest konnte ich jetzt getrost ins Wochenende starten ohne dass etwas aufgeschoben wurde.

Gegen Mittag eine schnelle Stippvisite im benachbarten Ausland in einem Discounter. Es fehlten ein paar Haushaltsdinge ohne die meine Putzhilfe nicht leben kann. Sie beharrt übrigens auf genau diesen Produkte. Mir soll es recht sein, so lange alles sauber ist und es ihr, ihrer Meinung, die Arbeit erleichtert. Alles gut.

Am Abend dann seit sehr langer Zeit ein Bärentreffen an dem ich teilnehmen konnte.

Schön ist, dass immer wieder neue mit dabei sind.

Irgendwann kam eine Frage auf. Who was your very first crush? Jeder Erzählte ein bisschen von sich. Da der Großteil von ihnen wesentlich jünger ist als ich, kam mehrfach George Michael vor.
So ganz hatte ich das für mich nicht mehr in Erinnerung, darum gibt es vier Stück. Da war zuerst mal Tarzan aus der Serie von 1966 die in den 70er Jahren im deutschen und französischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Das war dann wohl Ron Ely. Oder hatte ich da schon die Johnny Weissmüller Filme gesehen?
Es war aber auch eine Zeit lang Edward Mulhare als Geist aus der Serie The Ghost an Mrs. Muir. Oder hatte ich da schon den Spielfilm gesehen mit dem gleichen Titel? Dann wäre es nämlich Rex Harrison.
Später war es dann Paul Michael Glaser aus Starsky and Hutch.
Noch später war es John Travolta.

Campen?

Der Sonntag war sehr ereignislos. Das Wetter spielte nicht mit, sonst hätte ich eine kleine Wanderung unternommen. Aber ich musste auch aus Gründen eine Serie auf Netflix schauen, für die ich aber nicht in Stimmung war. Den Rest davon schaue ich mir am Montag an.

Darum gibt es heute nach längerer Zeit mal wieder eine Tagesfrage:

Warst du schon einmal campen?

Ja und nein, weil ich die zweimal nicht so wirklich als Campingurlaub in Erinnerung habe und sie zudem sehr kurz waren. Das allererste mal war mit den Nachbarn und deren Tochter, die so alt war wie ich. Sie besaßen einen Campingwagen, im Norden das Landes. Später durfte ich dann nicht mehr mit, weil meine Eltern es nicht mehr erlaubten, da sie fanden, dass die Nachbarn ‚asoziales Pack‘ waren und unter ihrer Würde. An das einzige an was ich mich da noch erinnern kann, war eine Weide mit vielen großen Pferden und dass ich dort meine Angst vor großen Tieren verlor.

Ich weiß dass ich dann noch einmal sehr viel später mit meinen Eltern einmal eine kurze Tour gemacht habe, diesmal ins Elsass und, dass meine Mutter es gehasst hat, wie die Pest. Wo wir waren weiß ich nicht mehr und es waren auch nur ein paar wenige Nächte, vielleicht zwei oder drei, im Wohnwagen eines Freundes meines Vaters, der diesen dort auf längere Dauer stehen hatte.

Als Kinder hatten mein Bruder und ich mal ein Zelt geschenkt bekommen, dass wir den Sommer über auf der Wiese im Garten stehen hatten. So richtig Camping war das nicht, aber ich schlief gerne im Zelt.

Aber so ein richtiger Campingurlaub hatte ich nie. Ich denke aber dass es mir, mit den inzwischen sehr modernen Wohnwagen der heutigen Zeit, ganz gut vorstellen könnte.

Ostern mit Eis

Willkommen Sommerzeit! Vielleicht hilft es ja dass es endlich wenig weniger regnet.

Der neuen Zeit nach sehr spät wach geworden, obwohl ich das bis Dienstag in dem Griff bekommen muss, da ich mitten in der Nacht raus muss.

Ansonsten ein ruhiger Tag, den ich mi einem längeren Spaziergang durch die Stadt krönen wollte, mit vielen Fotos fürs Blog. Doch das Wetter, vor allem die Kälte, machte mir einen Strich durch die Rechnug.

Ich hatte eine unbändige Lust auf Eis. Pistazieneis!

6 Eigelb / 200gr. Zucker / 250ml Milch / 250ml Sahne / 200gr. ungesalzene Pistaziencreme. (ich hatte ein Glas mit 190gr. Das reichte auch) / Ein Spritzer Mandelextrakt.

Zuerst wird die englische Creme hergestellt. Einen Teil des Zuckers wird mit dem Eigelb verrührt, der andere Teil kommt in die Milch und wird einmal ganz kurz aufgekocht. Die Milch kurz stehen lassen damit sie ein wenig abkühlt. Sie dann unter rühren mit dem Schneebesen zuerst löffelweise zu der Eigelbmasse geben und dann ganz einrühren. Die Mischung zurück in den Topf geben, auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze, unter ständigem Rühren bis auf 80 Grad erhitzen. Ein Küchentermometer ist da sehr hilfreich. Damit werden eventeuelle Keime im Ei abgetötet und es bleibt nicht mehr ganz flüssig sondern wird eine Creme. (Zur Rose abziehen nennt man das auch)

Die Creme vom Herd nehmen und die Pistazien Creme und den Spritzer Maldelextrakt. mit dem Mixstab unterrühren. Die Mischung eine Weile im Kühlschrank abkühlen lassen, und dann kommt sie schon in die Eismaschine. Wenn sie dann so aussieht wie oben, wird sie umgefüllt in einen Behälter der sofort ins Tiefkühlfach wandert. Et voilà!

Die Pistaziencreme fand ich hier in Luxemburg auf dem Wochenmarkt beim dem kleinen griechischen Stand, der Pistazien in allem möglichen Varianten anbietet. Ich fand sie aber auch schon in großen gut sortierten Supermärkten. Und gebt acht dass sie ungesalzen ist.

Der Spritzer Madelextrakt unterstützt das Pistazienaroma. Ich fand aber auch schon Rezepte, die einen ganzen Teelöffel voll davon verwenden. Aber dann wird es meiner Meinung nach Pistazieneis mit Mandelgeschmack. Ein Spritzer reicht völlig. Wenn ihr sie grüner haben wollt müsst Ihr Lebensmittelfarbe dazugeben. Aber das muss nun wirklich nicht sein.

Am Abend war der Himmel plötzlich rosafarben…

…doch die Sonne war nicht erschienen.

***

Und da wäre noch eine Tagesfrage:

Welche Aspekte machen deiner Meinung nach eine Person einzigartig?

Die Frage ergibt keinen Sinn aus zwei Gründen.

Das Wort Aspekt leitet sich vom Sehen ab, also vom Blick, Blickwinkel, Blickrichtung, Ansicht. Richtiger wäre nach den Eigenschaften zu fragen.

Und selbst dann, wäre die Frage noch immer unsinnig, denn jeder Mensch IST einzigartig. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Nach den Eigenschaften zu fragen ist somit hinfällig, denn es sind Eigenschaften an sich, die seine Einzigartigkeit ausmachen.

Ostersamstag

Am Morgen auf den Wochenmarkt, nebst einem Kaffee auf der kalten recht ungemütlichen Terrasse des Renert. Brrr.

Als ich zurück ging fing es an zu regnen. Am Morgen war der nächtliche Regen auf den Autos in meiner Straße getrocknet und hinterließ einen gelblichen Schleier vom Sahara Sand. Jetzt wurde er weggespült um neuem Sand Platz zu machen, denn man sah den Sand regelrecht in der Luft hängen. Das Licht war so gelblicht trüb wie selten davor.

Es erinnerte mich an meine Reise 2019/20 nach Australien während der Buschbrände und der gelbliche Himmel über Sydney:

29.12.2019
Zugegeben in Sydney war es noch gelblicher

Das kalte regnerische zog sich über den ganzen Tag hinweg bis in den Abend. Brrr.

Am Abend hatte ich einen Termin mit dem J. im Hêtre. Ich hatte mir diesmal fest vorgenommen ein paar Fotos zu machen, doch ich verpasste es wieder. Nun ja.

Ich ging anschließend noch auch einen Absacker ins Letz Boys. Ich fühlte mich aber sehr überfressen und bleib nicht lange.

***

Wenn du etwas nach dir benennen könntest, was wäre das?

Ich denke, das entscheide ich nicht selbst, es sei denn ich mache in der nächsten Zeit eine bahnbrechende Erfindung, was aber höchst unwahrscheinlich ist. Auch wenn ich auf meine Vergangenheit zurück blicke, gibt es da nichts weswegen es mir benannt werden sollte.

Aber es gibt ja auch Menschen, deren Namen für etwas verwendet wird, das sie zeitgeschichtlich auf immer und ewig festhält, ob die das wollen oder nicht. So lernte ich erst kürzlich was die Miranda Rechte sind, benannt nach dem aus Mexiko stammenden Ernesto Arturo Miranda. Bekannt sind sie inzwischen auf der ganzen Welt, weil sie in jeder U.S Polizeiserie zitiert werden. Möchte ich so in die Geschichte eingehen? Wohl eher nicht. Aber eine Straße wäre schön.

Rue Joël / 1966-20.. / Blogeur de la première génération à Luxembourg

Wochenanfang

Sehr früh aufgewacht noch vor dem Wecker, weil ich schon früh zu tun hatte. Es hatte sich ein Handwerker für 8:00 angekündigt. Das ging auch erfreulich glatt. Zwischendurch brachte ich ein paar Vorhänge zur Wäscherei die mehr als reif für eine Reinigung waren.

Was ich bei dem ganzen Hin und Her in der Stadt immer schätze sind die Öffis und den Umstand, dass sie nichts kosten. Ich konnte alles schneller erledigen als wenn ich das Auto genommen hätte.

Kurz nach 11:00 war alles soweit erledigt und ich gönnte mir einen Kaffee.

Später ich ging an einer Baustelle vorbei, die ich glaube ich noch nie gezeigt habe:

Das alte Hotel Central Molitor sieht so schon mal vielversprechend aus. Es ist innen völlig hohl, nur die schöne verschnörkelte Fassade steht noch. Ich kann mich noch erinnern, dass die Besitzerin des Hauses in den 80ern Kundin im Friseursalon war, im dem ich meine Ausbildung machte. Aber das ist alles schon so lange her, dass es schon fast nicht mehr wahr ist…

Mal ehrlich, überkommt euch nicht manchmal das Gefühl dass die ganze eigene Vergangenheit und das Erlebte, egal ob gut oder schlecht, sich wie zu viel Ballast anfühlt und man kommt sich plötzlich steinalt vor? Ich mag das Gefühl nicht, denn es bewirkt zugleich, Stillstand und eine Schwere im Kopf, die ich nicht haben will. Sind das erste Alterserscheinungen?

Ich schweife ab…

Ich wanderte ein wenig durch die Stadt und machte Fotos:

Das Foto ist fast vom gleichen Standpunkt aus gemacht, wie mein allererstes Foto auf Instagram. Es hat sich viel verändert.

Ich fuhr mit der Tram zum Kirchberg:

Es tat gut durch die frische Luft zu wandern.

Am Abend eine sehr spannende Reportage über Elisabeth Friedman. Sehenswert!

***

Wie oft sagst du „nein“ zu Dingen, die deinen Zielen im Weg stehen würden?

Das hängt von den Zielen ab die betroffen sind.

Aber davon mal abgesehen, muss man mit den Jahren lernen ‚Nein‘ zu sagen. Man sagt zu allem Ja und Amen wenn man jünger ist, vor allem im beruflichen Bereich, weil immer die Angst mitschwingt, es könnte verheerende Auswirkungen auf die Zukunft haben. Mit der Zeit lernte ich dann abzuschätzen, was wirklich wichtig ist und was nicht. Ich entwickelte einen sechsten Sinn für die Dinge die sich nach Ausnutzen anfühlten und konnte sie gleich im Keim ersticken. Mit den Jahren kommt es dann immer seltener vor.

Ich weiß dass sich Antwort sehr allgemein beantwortet anhört, doch Beispiele würden wie so oft dritte Personen miteinbeziehen.

***

Ein sehr altes Lied wiederentdeckt, das mich melancholisch werden ließ:

Ein kalter Sonntag mit Regen und Sonne

Wir haben immer noch März, nicht April. Nun ja.

Am Morgen den Tagesbericht von gestern hochgeladen und den Wochenendeinkauf von nachgeholt. Ich hätte ihn in meinem Viertel machen können (der Cactus hat morgens geöffnet), doch ich wollte auch Dinge nachkaufen die ich dort nicht finde. Also machte ich eine Stippvisite in der Alten Heimat im REWE.

Auf den Weg hin wechselte das Wetter mindestens dreimal. Auf einem drittel regnete es, das nächste Drittel hatte strahlend Sonnenschein und in der Alten Heimat fielen ein paar einzelne Schneeflocken. Ich hatte mir vorgenommen, wenn das Wetter denn mitspielt, eine Runde um den See zu wandern, aber mit Schnee und eiskalten Windböen, nein danke. Ich muss, jetzt da Winter fast vorbei ist, als krönenden Abschluss keine Erkältung haben.

Darum blieb ich auch nicht dort, sondern fuhr gleich wieder zurück.

Am späten Nachmittag gab es dann ein letztes mal Dienstliches.

***

Was ist eine geheime Fertigkeit oder Fähigkeit, die du besitzt oder gerne besitzen würdest?

Wenn ich sie hier verraten würde, wäre sie nicht mehr geheim.

Eine Tagesfrage

Du gehst auf eine Überlandreise. Reist du per Flugzeug, Bahn, Bus, Auto oder Fahrrad?

Bei der Frage musste ich schmunzeln. Wenn jemand in Luxemburg sagt, dass er morgen den Großteil des Tages im Ausland verbringt, verpufft jeglicher Wow-Effekt. Wenn ich noch in der Alten Heimat wohnen würde, hätte ich zu Fuß ins Ausland gehen können, was ich auch regelmäßig tat.

***

Der Samstag war ansonsten eher gemächlich. Am Morgen ging ich mit der A. und Blue auf den Wochenmarkt und ich kaufte ein für das Wochenende. Obst und Gemüse sowie Käse und Brot beim Eifeler Bäcker.

Anschließend gab es einen Kaffee im Renert wo wir noch viele weitere Bekannte trafen.

Am Abend dann das üblich dienstliche wo bei überlegte ob ich nicht im Anschluss noch kurz auf einen Absacker… Ich ließ es aber bleiben.

Tagesfrage & letzte Show

Was ist dein zweiter Vorname? Hat er eine besondere Bedeutung?

Ich habe sogar drei. Es war immer noch in den 60ern üblich dem Nachwuchs ein paar weitere Vornamen zu geben, vom Großvater/Großmutter und Taufpate bzw. Taufpatin. Mein zweiter Vorname ist Jules wie mein Taufpate. Ob der Name eine besondere Bedeutung hat, musste ich googlen. Dass es die französische Variante von Julius ist, wusste ich. Und über Julius fand ich folgendes:

Der Name Julius geht auf den römischen Gentilnamen Iulius zurück[1], der „aus dem Geschlecht der Julier“ bedeutet.[2]

Die Bedeutung des Gentilnamens ist ungesichert. Möglicherweise geht er auf altgriechisch ἴουλοςíulos „Bartflaum“[3] zurück.[4][1] Eine andere Theorie verbindet den Namen mit dem Gott Jupiter[4], „dem Jupiter geweiht“[1], wobei der Name Jupiter so viel wie „Himmelsvater“ oder „leuchtender Vater“ bedeutet.

Wikipedia

Bartflaum??? Nun, mit meinen Vollbart passt das ja.

Und als ich diese Tagesfrage beantwortete, lief im Hintergrund ein Album von Tracey Thorn, Solo: Songs and Collaborations 1982–2015 Ich hatte es schon lange nicht mehr gehört. Großartig! Wenn ich auch sonst nicht so den Fantum fröne, bei Tracey Thorn kann ich das getrost zugeben.

***

Am Morgen die Wohnung durchgräumt. Es war so einiges an Unordnung.

Dan überkam mich noch einmal eine große Müdigkeit und ich legte mich nochmal kurz hin.

Ich war am Abend nochmal dienstlich gefordert, und da es Freitag war, musste ich früher los. Nicht weil es mehr oder früher wäre. Nein, weil ausnahmslos jeder um Punkt 16:00 bzw. um 17:00 den Kugelschreiber im Büro fallen lässt, ins Auto steigt und heimwärts fährt. Das Resultat sind noch verstopftere Straßen als in der Woche.

Da es zum letzten mal war, dass ich diesen Auftrag machte, war auch wieder die große Einpack- und Schleppaktion angesagt. Doch es ging besser als ich dachte. Dann hieß es Abschied nehmen, zumindest von denen, die im fernen Ausland wohnen und die ich sicherlich nicht so bald wiedersehen werde, auch wenn sich das alle so wünschen.

Ein warmes Mittagessen & spannende Tagesfrage

Für gewöhnlich fällt das Mittagessen weg, oder es ist irgendwas zwischen Tür und Angel. (Mir fällt dabei ein Blog aus früheren Zeiten ein, das da hieß „Rettet das Mittagessen“. Gibt es schon lange nicht mehr.)

Ich versuche es, so gut es geht einzuhalten, wenn Abends nicht ein größeres Menü ansteht. Irgendwo muss die Fresserei ja auch Grenzen haben.

Ich musste durch die Stadt hechten für dienstliche Einkäufe und beschloss bei Namur zu speisen.

Alaska Seelachs mit Risotto.

Sehr gut und es lag nicht schwer auf dem Magen.

Dann war nich einmal Gehechte und es war schon wieder an der Zeit dienstliches zu tun.

***

Eine schöne Tagesfrage:

Nenne eine Sehenswürdigkeit oder Stadt in deiner Nähe, die du noch nicht besucht hast, weil du noch nicht dazu gekommen bist.

Ooooooh! Das ist in der Tat eine Frage die jeder beantworten sollte. Warum in die Weite schweifen, das Gute liegt doch so nah. Tatsache ist aber, dass es Dinge gibt, die jeder Touri bereits gesehen hat. Aber weil sie gleich nebenan sind und man immer die Gelegenheit hätte sie zu besichtigen, nimmt man sie einfach nicht wahr. So gibt es ein z.B. ungeschriebenes Gesetz in Trier, dass kein Trierer auf die Porta Nigra steigt.

Mir fällt da spontan die Stadt Nancy ein, an der ich schon oft vorbei gefahren bin aber noch nie besucht habe. Sie liegt etwas unterhalb von Metz also nicht so weit. Es gibt dort die Place Stanislas, der Hauptplatz der Stadt der sehr geschichtsträchtig ist. Ich sollte das wirklich tun.

Eine andere Stelle, hier mitten in der Stadt, wäre Peter Onrou. Ich kenne die Stelle, weil ich seit meiner Kindheit daran vorbei fahre, aber mit eigenen Augen habe ich sie nie gesehen.

Beantwortet doch die Frage mal für euch selbst. Ich bin sehr gespannt auf die Antworten.

Lange Tage

… die nicht mal so sehr anstrengend sind aber einfach nur chaotisch.

Der drastische Wetterumschwung von Minusgraden auf plus, ließ mich am Montag sehr wirr und müde im Kopf werden.

Als ich dann am Abend wieder daheim war fühlte ich mich sehr schlapp und frostig. Und darum gibt es auch nicht sehr viel sondern nur eine Tagesfrage:

Wenn du deinem Haustier etwas beibringen könntest, was wäre das?

Da ich kein Haustier habe (die Hündin Blue gehört ja nicht mir, sondern der A.) kann ich hier eine doofe Antwort geben. Ich würde ich ihm beibringen wie man die Spülmaschine aus- und einräumt und Wäsche bügelt wenn die Putzhilfe im Urlaub ist.

Herumgerenne & ein Foto

Ein Freitag zum Vergessen. Ganz schnell. Das einzig gute daran war, dass die Tiefgarage in Saarbrücken jetzt Aufladestationen hat und das ersparte mir jede Menge Zeit. Denn da konnte ich aufladen während ich den Termin hatte. Und nicht noch irgendwo rumhängen außerhalb der Stadt das dann auch passiert ist.

So konnte ich auf dem Rückweg ein wenig schneller fahren als sonst, weil es egal war. Aber ist schon erstaunlich wieviel mehr die Batterie braucht bei minus Temperaturen.

Ein Foto wollte ich noch zeigen bei dem ich unweigerlich lachen musste:

Mäharbeiten??

Den ganzen Samstag dann mit dienstlichem verbracht.

Am Abend mit dem J. ein Apéro im Wëllem und später ein Abendessen im Red Face, bei schnuckeligen Außentemperaturen von -7 Grad.

***

Was ist dein Traumjob?

Im ersten Schuljahr fragte uns die Lehrerin was wir denn alle so werden wollten. Ich wollte Bankdirektor werden. Hat nicht so ganz geklappt. Ich wurde auf Umwegen Maskenbildner. Ich mache das jetzt 25 Jahre lang und ich mag dem Job immer noch.

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