Der HP2 Tag

Um all denen nachzukommen, die es gerne haben wenn ich etwas nerdiger hier gestalte; in der Überschrift steht eine Abkürzung aus dem Bühnenbereich, die ich erklären muss. Vorab, HP eine Abkürzung, die es nicht in der Oper und auch nicht in der Operette gibt. Da gibt es die so genannte KP. (Klavierprobe) Im Schauspiel ist es die HP und steht für Hauptprobe. GP steht für Generalprobe. Die Generalprobe ist die Probe, die am Tag vor der Premiere stattfindet. In der wird eine Vorstellung so gefahren und alles gemacht, wie wenn die Premiere wäre, oder eine reguläre Vorstellung. Zu Generalprobe sind auch bisweilen Zuschauer zugelassen. HP sind die Endproben vor der Generalprobe. Für gewöhnlich gibt es eine HP1 und eine HP2. In der Generalprobe wird nicht mehr unterbrochen, selbst dann, wenn ein Schauspieler im Text hängen bleibt oder sonst ein Problem ist, muss das Problem so gelöst werden, dass die Vorstellung weiterläuft, ohne dass das Publikum es möglichst mitbekommt. In den HPs kann noch unterbrochen werden, was fast immer der Fall ist. Vor der HP gibt es aber auch noch eine AmA (Alles mit Allem), was eigentlich auch eine HP ist. Die einen nennen AmA, die anderen nennen es HP0. Es gibt somit vier Endproben, die alle einen eigenen Namen und Nummer haben.

Nachtrag: Im englischen Schauspiel ist es noch mal anders. Da gibt es den tech rehearsal und den dress rehearsal. Das tech rehearsal ist in meinen Augen ein Unding, weil da auch alles schon fix und fertig auf der Bühne steht, Schauspieler in Kostüm und Maske mit Licht und Ton, sämtlichen Requisiten und was noch alles dazugehört. Dann geht man Szene für Szene alles durch und es wird überall dort gestoppt, wo es ein Problem gibt, sei es im Schauspiel oder in der Technik und es wird sofort geregelt. Es werden mit unter sogar Bühnenelemente verschoben und Scheinwerfer umgehängt, was eine Ewigkeit dauert.

Ich hatte heute also eine HP2. Und weil es noch so viel vorzubereiten gab, war ich bereits kurz vor 14:00 Uhr im Theater. wie immer, wenn es um dienstliche Dinge geht, kann ich nicht in die Details gehen. Aber es lief alles… Gut.

Im Vorhof des Theaters machte ich ein schönes Wolken Foto

Und weil es sonst weiter nichts zu berichten gibt, weil der Tag halt randvoll mit dienstlich Zeug war, gibt es noch eine Tagesfrage.

Welche:n Promi würdest du gern mal treffen – und worüber würdet ihr reden?

Ich habe in meinem Leben schon so viele Promis, möchtegerne Promis aber auch richtige berühmte Persönlichkeiten kennen gelernt. Der Promistatus würde auf keinen Fall das Thema bestimmen, über das wir reden würden. Somit ist die Frage für mich hinfällig, denn sie zielt ja ein wenig darauf ab. Ich musste eine Weile überlegen, doch dann fand ich jemand. Ich würde gerne mit Madonna über ihre Kunstsammlung reden. Auf die Idee kam ich, weil ich vor noch gar nicht so langer Zeit ein YouTube Video von der Vogue gesehen hatte, in der sie ihre Wohnung in London zeigte. Sie besitzt unter anderem zwei Frida Kahlo Bilder.

Friseur, keine Dumplings mehr & Dienst

Regenwetter am Morgen.

Es war schon interessant zu sehen, wie am Tag davor alle durch den gewaltigen Wetterumschwung auch ihre Energie runter fuhren. Man konnte es den Menschen die auf der Straße an mir vorbei gingen, in den Gesichtern ablesen.

Ich erledigte ich ein paar lästige Büroarbeiten, und einen Berg Wäsche. Viel lieber wäre ich zur Therme nach Mondorf gefahren, um eine Runde zu schwimmen, was ja auch bei schlechtem Wetter geht.

Um 12:00 hatte ich einen Termin beim Friseur.

Vorher:

Nachher:

Auf den ersten Blick sieht man es nicht, aber da kam so einiges runter.

Als ich dann Dumplings essen wollte, was nach dem Friseurbesuch schon fast eine Tradition ist, sah ich dieses Schild:

😢

Ach nö. Wieder ist einer weg. Es waren wirklich die besten Dumplings der Stadt. Ich freute mich immer nach dem Haarschneiden dort ein paar Teigtaschen zu genießen, weil er gleich gegenüber war. Das ist jetzt leider vorbei…

Nach dem Mittagstisch im Renert der mir so mittel schmeckte, ging die Dienstrunde los, die mich aber sehr schnell erschöpfte.

Zudem erfuhr ich später ein paar Hintergrund Dinge die mich auch betreffen wenn auch nur indirekt. Manchmal macht das alles keinen Spaß mehr. Nicht die Arbeit selbst, sondern da ganze Drumherum ist inzwischen sagenhaft nervend. Es ist schon klar dass ich hier nicht ins Detail gehen kann.

Am Abend wollte ich rausgehen weil ich nicht so viel Bewegung den ganzen Tag hatte, doch das trübe Wetter ließ mich daheim bleiben. Ich nahm den letzten Rest vom Wäscheberg in Angriff und machte beizeiten Schluss.

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Die Tagesfrage, weil ich sofort eine Antwort parat hatte, als ich sie las.

Wie lernst du auf Reisen am besten neue Leute kennen?

Indem ich alleine reise. Man lernt grundsätzlich mehr Leute kennen wenn man alleine reist. Wenn man zu zweit reist, sind die Chancen weitaus geringer andere Leute um sich herum überhaupt wahrzunehmen, weil man die meiste Zeit mit dem Reisepartner beschäftigt ist.

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Via Kiki

Das KI mittlerweile die die Namen der Künstler von Cartoons fälscht, regt mich auf, wundert mich aber nicht. Aaaaand Now The Robots Are Forging Our Signatures. Perfect.

Viel beängstigender finde ich, dass KI das jetzt auf ganz regulären Verträgen kann. Das ist dann keine Urheberrechts Delikt mehr,  sondern eine viel weitreichendere Straftat, die uns alle betreffen kann. Urkundenfälschung at its best!

Mittwoch as usual & anderes Zeug

Der Tag begann mit einer Runde auf dem Markt, und einem Kaffee im Renert. Noch strahlte die Sonne hell und kurz vor Mittag war ich wieder daheim.

Den Nachmittag hatte ich für eine freiwillige Dienstrunde vorgesehen. Nicht dass ich sie tun müsste, ich wollte es so, um die Arbeit vom Tisch zu haben, bevor am Donnerstag die nächsten Aufgaben kommen. Im Anschluss hätte ich dann eine Vorstellung gehabt und es wäre ein ins andere über nahtlos übergegangen. Doch der Plan wurde schlagartig durchkreuzt mit einer Migräne. Aber hallo! So heftig war es schon seit über einem Jahr nicht mehr. Der Auslöser und davon bin ich überzeugt, war ein drastischer Wetterumschwung. Denn als ich mich am frühen Nachmittag mit einer Tablette hin legte und dann volle 2 Stunden fest schlief, wurde aus dem hellen Blau ein dunkles Grau. Ich kam kurz vor 18:00 Uhr so gerade noch trocken im Theater an. Die Dienstrunde verlief reibungslos.

Und da der Mittwoch nicht mehr zu bieten hatte, gibt es noch ein bisschen was anderes:

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Ich weiß nicht, wann der bisher letzte Tag in meinem Leben war, den ich wirklich sorgenlos (er-)leben konnte – er muß lange, sehr lange zurückliegen; und wieso seit­her kleinere und größere, oft durchaus begründete Sorgen um so viele verschiedene Menschen und Dinge und Ereignisse und auch um die Zukunft zu meinen alltäg­li­chen Gedanken zählen, kann ich mir auch nicht ganz erklären.

Ist das bei euch anders?

Der Emil

Das erinnert mich an einen uralten Klassiker, den ich in den 80er gelesen habe, und der mich damals beeindruckte. Sorge dich nicht, lebe! von Dale Carnegie.

Aber um auf die Frage zuantworten, ja, bei mir ist das anders. Ich habe gelernt, Sorgen distanzierter zu betrachten, und mich nicht davon wahnsinnig machen zu lassen. Man könnte mir vorwerfen, dass es sich je nach Art der Sorgen, um ein Mangel an Empathie handeln könnte, doch das glaube ich nicht. Ich bin überzeugt, dass viele Menschen Sorgen mit Mitleid verwechseln. Mitleid ist etwas das ich fast gar nicht empfinde, (außer mit Menschen, die ich zutiefst verabscheue), denn damit ist der betroffenen Person nicht geholfen. Wenn es jemandem schlecht geht, versuche ich zu helfen, soweit und so gut ich das kann. Doch damit man das kann, muss man lernen, Dinge aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Und ja, das geht, selbst bei sehr nahestehenden Menschen.

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Die Tagesfrage:

Wenn morgen Aliens landen würden: Was würdest du sie als Erstes fragen?

Ich habe keine Ahnung. Ich hab ein bisschen in anderen Antworten gelesen und da kamen die klassischen und zugleich seltsamsten Fragen. Hallo. Wie geht’s? Wie steht’s? Was macht ihr hier? Seid ihr nur auf der Durchreise oder ist es für länger? Soll ich euch die Stadt zeigen? Braucht ihr ein Hotel oder ein Tipp für ein gutes Restaurant… (zugegeben die beiden letzten sind von mir)

Zuerst müsste ich wohl herausfinden ob sie überhaupt fähig sind, auf irgendeiner Art und Weise zu kommunizieren, mal ganz davon abgesehen, dass sie mich nicht verstehen würden und ich sie nicht. Die meisten stellen sich grüne Männchen vor, wie das halt von den alten Science-Fiction Geschichten immer vorgegeben wird. Aber wer sagt uns, dass sie irgendeine physische Form haben? Was ist, wenn sie nur aus reiner formlosen vielleicht unsichtbarer Energie bestehen? In dem Fall wüsste man gar nicht, dass sie überhaupt da wären. Vielleicht sind sie ja schon hier, und wir wissen es nur nicht…

Eigentlich finde ich die Frage doof und ich hätte gar nicht drauf antworten sollen…

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Awwwwwww!!!!

Eine Stippvisite nach Saarbrücken & Tagesfrage

… die einerseits dazu diente, endlich die B wiederzusehen. Wir hatten uns wirklich lange nicht gesehen. Doch wurde daraus leider auch ein Geschäftsessen weil es sehr viel Dienstliches zu besprechen gab. Aber es gab auch eine schöne Einladung für mich für nächstes Jahr.

Da der Weg von hier nach Saarbrücken und zurück wieder länger dauerte, suchte ich mir Zeug zum Hören für unterwegs. Von Fred von Hoerschelmann fand ich Caro (Audible Link), ein sehr schönes und lustiges Krimihörspiel, das aber kein Krimi im eigentlich Sinne ist, denn es gibt kein Toter. Also doch, es gibt einen toten Hund, der aber dann auch nicht wirklich… Ich war erstaunt, dass Hoerschelmann auch lustige Sachen geschrieben hat, denn alles andere was ich bisher von ihm kannte war zwar gut, ist aber immer sehr ernst und mit viel Tiefgang. Von Lester Powell begann ich Die Dame mit den grauen Löckchen.(Audible Link)

Der Tag war insgesamt mit so viel Dienst Zeug belegt, dass ich im Kopf keine Ruhe fand. Irgendwann beschloss ich etwas von dem Büchergutschein zu kaufen den die C mir geschenkt hatte. Doch im Buchladen hatte ich eine solche innere Unruhe, dass ich nichts fand was mir zusagte.

Im Renert und im Glèck schrieb ich Teile hier vor.

Und weil der Tag nicht sonderlich ergiebig war, gibt es noch ein Mini Rant oder wie Herr Rau es nennt, eine Kurzgrantlerei über KI bezüglich der Tagesfrage.

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Wie schreibst du, dass Leute es wirklich lesen wollen?

Erst mal habe ich die Frage oben, die immer aus dem englischen übersetzt ist, so hingeschrieben, dass man versteht, was damit gemeint ist. Irgendwo war ein „so“ zu viel. Dann war ich neugierig, was andere geantwortet haben und damit wusste ich auch schon, was ich antworten werde.

Erstens verwende ich keine generative KI Bildchen um solche Fragen bebildern und auch sonst nicht. Mich schreckt das ab bei anderen, es überhaupt zu lesen! Das sollte übrigens jeder beherzigen. Wenn die Frage dann auch noch so generisch beantwortet wird, dass einem die Haare zu Berge stehen, schieße ich das gesammte Blog gleich ab. Hier wäre so ein gruseliges Beispiel, von dem ich überzeugt bin, dass dort nur KI am Werk ist.

Ja, zu einem gewissen Zeitpunkt gab es auch bei mir KI Bilder, weil das alles neu und aufregend war und jeder damit herumspielte. Ich wollte damals wissen, wie weit KI schon gediegen ist. Ich wollte zum Beispiel wissen, ob KI mir ein Bild malen kann von einem apokalyptischen Luxemburg und ähnliches. Inzwischen bin ich gescheiter.

Aber darum ging es ja nicht, ich sollte ja erklären, was ich schreibe, nicht, was ich nicht schreibe. Ich schreibe über das, was mich bewegt und interessiert und was mir tagtäglich widerfährt. Natürlich filtere ich manches raus. Dritte Personen z.B. lasse ich immer ein wenig außen vor, oder sie werden so anonymisiert, dass sogar ich in späteren Jahren manchmal nicht mehr weiß, wen ich gemeint habe. Der Schreibstil spielt auch eine nicht zu unterschätzende Rolle. Das Schlüsselwort ist, denke ich, Authentizität, oder schlicht Ehrlichkeit! Das ist das, was Leute lesen wollen. Sie wollen wissen, dass dort ein Mensch aus Fleisch und Blut dahinter steckt und kein Faulpelz, der seinen Text durch den KI-Fleischwolf dreht.

Dienstag

Tägliche Schreibanregung
Wie schaffst du dir Zeit für Self-Care?

Da ich einen Job habe in den es hü und hot geht, habe ich manchmal jede Menge Zeit dafür und manchmal überhaupt keine. Selbst wenn ich dann große Lust auf Wellness & Co. hätte, ist nicht daran zu denken. Wenn man darunter aber auch die kleinen Augenblicke versteht, die es jeden Tag braucht, wie die Körperpflege mit Haare ordentlich föhnen und sonstigem, und nicht bloß eine zwei Minuten Dusche und noch halb nass in die Klamotten steigen, dafür bin ich gewillt jeden Tag früher aufzustehen. Ich brauche morgens meine Zeit, sonst bin ich ungenießbar und nicht arbeitsfähig.

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Ich hatte zwar so so la la geschlafen, aber ich war sehr früh wach, so früh 5:30 dass ich eine Weile in der Wohnung herumschlurfte und wieder ins Bett ging, weil ich nichts anzufangen wusste. Ich schlief tatsächlich noch einmal ein.

Nach dem obligaten Internet leerlesen, ging ich raus. Der Wetter war herrlich! Ich wäre gerne losgezogen eine Runde schwimmen, aber gegen 15:00 hatte ich einen dienstlichen Termin und das wäre zu knapp geworden.

In der Mittagszeit sah ich zu meiner Überraschung die L wieder, die ja ganz nach Frankreich in die Cevennen gezogen ist. Große Wiedersehensfreude.

Um 15:00 kam dann dieser Termin, der vieles klärte und jetzt weiß ich auch wo wir für den Rest der Woche hinsteuern. Ich bestellte Dinge im Internet die dann hoffentlich zeitig da sein werden.

Den Rest des Tages dann wieder häuslich verbracht. Ich saß noch lange auf dem Balkon bevor es dann doch empfindlich kühl wurde.

Der Sonntag after

Ach ja. Der Tag nach der Party. Ich wurde verhältnismäßig spät wach zu meinen sonstigen Zeiten und im Kopf spürte ich den Alkohol, jedoch nicht so schlimm dass es nicht auszuhalten gewesen wäre.

Die Wohnung aufräumen und die Spülmaschine bemühen für eine Bewirtung von ( ich musste es nochmal nachzählen) 25 Gästen. 18 Flaschen Cremant und Wein, ohne die ganzen Softdrinks. Ein schönes Ergebnis; das kann sich sehen lassen. Ich räumte jedoch nicht alles weg, es war mir zu viel. Zudem schmerzte mein Fuß, weil ich gestern unentwegt die neuen Schuhe aus San Sebastian anhatte. Ich machte etwas anderes.

Am Nachmittag fuhr ich ins benachbarte Ausland, nach Frankreich. Dort waren am Samstag und Sonntag, die Journées du Patrimoine. Und in dem kleinen Dorf, wo die N wohnt, gibt es eine Besonderheit. Eine Kirche, die ganz aus Metall ist. Ich muss immer daran vorbeifahren, wenn ich zu ihr fahre, und ich wollte sie schon lange gerne einmal von innen sehen. An diesen Tagen sind solche Gebäude auch von innen zu sehen. Die N hatte mich darauf aufmerksam gemacht.

Notre Dame de Fer.

Die Kirche ist ein Trauerspiel. Erbaut wurde sie in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Sie steht in einer Siedlung, die damals eigens für die Minenarbeiter gebaut wurde, zu einer Zeit als die großen Firmen sich noch für ihre Arbeiter verantwortlich fühlten, und ihnen innerhalb des künstlichen kleinen Dorfes auch andere Dinge zur Verfügung stellten, wie nur ein Dach über dem Kopf.

Die Kirche wurde entweiht und ist letztes oder vorletztes Jahr verkauft worden an ein Konsortium.

Doch es stand schon einmal sehr schlecht um sie in den neunziger Jahren. Das Foto unten habe ich von einem Plakat abfotografiert, dass zu der Zeit gemacht wurde. Da sieht man deutlich, dass sie aus Metall ist und schwer von Rost befallen war.

Gerettet wurde sie dann von einem Metallmagnaten, der sie im Jahr 2000 wieder Instand setzte. Doch das ist jetzt auch schon 25 Jahre her, und seitdem ist nichts mehr passiert.

Der schwere Steiner der Altar befindet sich immer noch im Innern:

Die heilige Barbara die hingerichtet und geköpft wurde
Die heilige Maria, bei der jemand fand, sie könnte eine modische Pediküre gebrauchen.

Ich lernte bei der Gelegenheit auch ein älteres Ehepaar kennen, die sich ehrenamtlich für sehr viele Dinge in dem kleinen Dorf engagieren,die uns viel über diese Kirche erzählten. Es soll in Zukunft eine kulturelle Begegnungsstätte werden, doch dafür braucht es erst noch einmal Renovierungsarbeiten.

Nach dieser Visite ging es ab nach Mondorf zu dem einzigen großen Thermalbad und Kureinrichtung, die Luxemburg zu bieten hat. Dort tauchte ich ab im Schwimmbecken mit dem salzigen Wasser. In dem Becken sind Massagedüsen an verschiedenen Wänden angebracht die eine Wohltat waren. Im Anschluss tauchte ich noch in das normale Becken und Schwamm, ein paar Runden, jedoch nicht so lange, denn das war Chlorwasser.

Gleich neben dem Thermalbad steht eine der bekanntesten Skulpturen über das Märchen der Maus Kätty.

Später trafen wir dann noch die K auf einen kurzen Plausch in einem Café gleich nebenan. Es war ein schöner, angenehmer Nachmittag und früher Abend.

***

Was hättest du im Leben gern viel früher angefangen?

Es gibt zwei Dinge, die mir dazu einfallen. Einerseits ist es das Aquarell malen, mit dem ich schon viel früher hätte beginnen sollen. Andererseits ist mein Beruf. Ich hätte mich in jungen Jahren gegenüber meinen Eltern viel energischer durchsetzen müssen. 

Zu Gast bei einem Koch

Auch wenn ich es nicht jeden Tag erwähne, aber ich bin während der letzten Tage, jeden Tag zweimal im Meer gewesen. Man könnte meinen, ich schwimme auf Vorrat, denn wenn ich wieder in Luxemburg bin, wird der Spaß im Meer oder im See zu schwimmen, vorbei sein.

Die erste Schwimmrunde:

Am Morgen war es sehr bedeckt und die Wellen ganz schön hoch. Doch an der Stelle, wo die D und ich immer ins Wasser steigen, geht es ganz gut und man wurde nicht umgeworfen. Denn wenn man bis einmal im Wasser ist, hinter den Wellen, ist es eigentlich sehr ruhig. Ich schwamm bis raus zu der weißen Boje, und merkte, dass es doch ein größeres auf und ab war, was eigentlich sehr lustig ist und mich je nach Welle, sehr viel schneller weiterbrachte.

Eine Weile später stießen die C und die V zu uns, denen wir am Tag zuvor gesagt hatten, dass wir jeden Morgen eine Schwimmrunde absolvieren. Die C versprach uns die Tage einmal mitzugehen.

Anschließend ging es in die Bar de la Marine zu einem kleinen Frühstück.

Ich legte einen etwas ruhigeren Tag ein. Zudem sollte es später sehr heiß werden.

Am Nachmittag ging ich dann noch einmal raus auf ein Eis. Als wir von Bargeton zurückkamen, war eine Art Aufruhr am Strand, von der wir aber sofort wussten, warum sie stattfand. Alle starrten wie gebannt aufs Meer hinaus.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt. In Wirklichkeit waren es sehr sehr viele. Es war der Delfin, der wahrscheinlich kurz davor eine Kapriole vollzogen hatte.

Am späten Nachmittag zog ich mich dann auch noch einmal hinaus ins Wasser.

Foto

Und dann kam das, auf dass ich mich schon den ganzen Tag gefreut hatte.

Am Abend fuhren wir zu viert nach Urrugne um dort bei einem Koch daheim zu speisen. Es war seit sehr langer Zeit mal wieder dass wir wieder einmal vom Koch der einst das Bidaian hatte, bekocht wurden. Schön dabei war, dass ich seine wunderbare Art zu kochen wieder fand. Fotos der Speisen habe ich nur eine gemacht und aber sonst keine Fotos; das hat seinen Grund. Wir waren in einem Privathaus und es waren noch sehr viele andere Leute zugegen.

Das waren Shrimps dreimal verschieden angerichtet. Die Vorspeise.

Eines kann ich aber noch zeigen. Als wir dort ankam, ging ein Donnerwetter nieder, mit dem keiner richtig gerechnet hatte. Im Anschluss gab es einen wunderschönen Regenbogen:

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Wenn du ein Jahr deines Lebens noch einmal erleben könntest – welches wäre das?

Ich glaube, das wäre das 51. Lebensjahr. Das Jahr, in dem ich meine Weltreise gemacht habe und die ich abbrechen musste, weil ich in Neukaledonien mit einem geplatzten Blinddarm operiert wurde. Da der ja jetzt weg ist und nicht noch einmal platzen kann, würde ich dort weitermachen, wo ich damals aufgehört habe, und all die Orte, die ich damals noch im Südpazifik und Südamerika vorgesehen hatte, aufsuchen. Neuseeland habe ich ja ein paar Jahre später nachgeholt. Alles andere in Südamerika und Pazifik leider nicht. In Argentinien und in Chile war die politische und wirtschaftliche Lage in den darauf folgenden Jahren, alles andere als gut. Die Welt ist nach Covid eine andere geworden und ich weiß nicht, ob ich noch dahin will.

Malen & Austausch übers Malen

Erzähl von einem Hobby, das du dir erst kürzlich angeeignet hast – wie bist du dazu gekommen?

Wer schon länger hier mitliest, weiß es: Aquarelle malen. Das kam, als ich die gewaltige Zahn OP letztes Jahres hatte. Da konnte ich fast drei Wochen nicht vor die Tür. Und weil ich daheim nicht wahnsinnig werden wollte, brauchte ich eine weitere Beschäftigung. Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so faszinieren und dass ich weitermachen würde. Inzwischen ist es ein Hobby geworden, von dem nicht nur ich profitiere, sondern auch meine Mitmenschen. Jedes Mal, wenn ich eingeladen werde, ist das Mitbringsel meist ein kleines Bild. Durch Zufall (wir sprachen ja gestern über Zufälle), sinnierte ich noch heute Morgen kurz nach dem Aufstehen über meine Herangehensweise. Ich bin ja jemand, der sehr präzise ist und alles muss irgendwie unter Kontrolle sein und seine Ordnung haben. So funktioniert Aquarell aber nicht. Bei Aquarell liegt das Schöne im Unpräzisen. Es ist somit auch eine gute Übung loszulassen, das ich nicht besonders gut kann. Ich zeige es mal an einem Beispiel. Nehmen wir das Foto von vorgestern, wo ich zwei Lesezeichen so gemalt habe, die, wenn man sie zusammenlegt, ein Bild ergeben:

Die Schattierungen in den Bergen, (bei den Wolken ist es noch mal was anderes) sind per Zufall entstanden. Manchmal werden sie richtig gut, so wie hier, manchmal gehen sie komplett daneben, aber das passiert meistens dann, wenn ich versuche die Schattierungen zu kontrollieren. Auch die Perspektive erschließt sich mir nicht sofort. Da ich hier den oberen Teil zuerst gemalt habe und den unteren mit einem Stück Malerkrepp abklebte, entsteht eine gerade Linie dort, wo die Berge aufhören und das Wasser anfängt. Der kleine weißliche Bereich dazwischen ist gewollt, denn wenn ich den unteren Teil male, klebe ich mit Malerkrepp von oben her, ein ganz klein wenig über den Fuß der Berge hinweg. Dabei entsteht die Illusion, dass da irgendwie wie ein Strand ist. Das kommt dann dem superpräzisen, alles unter Kontrolle haben wollenden Joël zugute. Und im Moment arbeite ich daran, mir andere Motive zu suchen, in denen das nicht geht.

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Die Tagesberichterstattung:

Nachdem ich diese sehr ausführliche Antwort oben geschrieben hatte, zog ich los zum Wochenmarkt.

Ich kaufte ein wenig Obst aber sonst nicht viel, weil ich nächste Woche ja schon wieder unterwegs bin.

Ich traf den Y den ich schon eine Weile nicht gesehen hatte. Er malt auch aber völlig andere Dinge und wir zeigten und gegenseitig was wir in letzter Zeit zustande brachten. Wir aßen zusammen Mittag im Renert.

Am Nachmittag fing ich wieder an mit einem Editing von einem Podcast an, obwohl ich ja noch Zeit hätte damit, doch ich will mich damit nicht beschäftigen müssen wenn ich wieder unterwegs bin.

Am Abend hatte ich Lust auf leichte Kost für den Kopf und da es zwischendurch immer wieder regnete blieb ich daheim. Ich schaute mit einen Sherlock Holmes an, einer von den ganz alten mit Basil Rathbonre. Prelude to Murder.

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Das Lied hörte ich auf der Rooftop Terrasse on Duisburg und ging mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Ein loungiges Teil und sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber ich mag es.

Zufälle & 1984

Ein verregneter Morgen. Schwimmen im See oder im Weiher, war keine Option.

Dann sah ich die Tagesfrage, die aber mal wieder nach dem seltsamsten, größten, dicksten, längsten und was weiß ich noch alles, fragt. Ich hätte ja vor einer Weile geschrieben, dass ich diese Art von Fragen, die einer Klassifizierung unterliegen oder einer Hitparade, nicht mehr beantworte, weil mein Leben nun mal nicht so funktioniert. Und doch machte mich diese Frage neugierig. Es geht um Zufälle.

Was war der seltsamste Zufall, den du je erlebt hast?

Ich war neugierig, ob man Zufälle erforschen kann. Nach ein bisschen Recherche – ja, man kann. Interessieren würde mich, ob man über Zufälle geforscht hat, die wie oben in der Frage, so unglaublich oder seltsam sind, dass sie nicht wie Zufälle aussehen, sondern aus der Erklärungsnot heraus einer unbekannten, höheren Macht zugeschrieben werden, weil man sich anders nicht erklären kann, wie das passieren konnte.

Und ja, da gibt es natürlich ganz viel Forschung darüber. Und je mehr ich mich in diesem Thema beschäftigte und mich in einzelnen Foren und Berichten fest las, umso bewusster wurde mir, dass das ein sehr gutes Thema für ein Podcast ist. Also werde ich hier nicht weiter darauf eingehen. Ein interessanter Bericht über einen Workshop der Uni Münster der bereits 2012 stattfand, findet ihr hier. Der Text ist ein bisschen trocken, aber man merkt doch, wie breitgefächert dieses Thema ist.

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Nachzutragen von der kleinen Stippvisite nach Cloppenburg und Duisburg wäre noch ein schon etwas älterer Podcast über George Orwell aus der Langen Nacht im DLF, den ich während der Fahrt hörte. Außer Animal Farm und 1984 kannte ich nicht viel von ihm. Ich wusste nicht, dass er nicht George Orwell hieß, sondern Eric Blair. Ich wusste lediglich, dass die Verfilmung, die 1984 in die Kinos kam, mich sehr beeindruckt hatte. Gelesen hatte ich das Buch damals noch nicht. Es war übrigens der letzten Filme mit Richard Burton.

Zwischendurch sah ich dass eine Mail übers Blog reingekommen war. Es ist ein Konto das ich seltener checke als die anderen. Darin fragte mich eine Person ob ich ihr Tipps geben könnte was man sich in Luxemburg ansehen soll und wo man essen soll. Da diese Person nett angefragt hatte, gab ich ihr ein paar Tipps wo sie alle gute Adressen und Anlaufstellen findet, nur damit ich nach dem Absenden, einen Mailer-Deamon bekomme, dass die Mail nicht angekommen ist. Da die Person hier offensichtlich mitliest, werde ich die beiden Links hier einsetzen. Ein Link der für die Stadt sehr verlässlich ist, wo auch ich ab und an nachsehe was es Neues gibt. https://www.luxembourg-city.com/de Ein anderer für das ganze Land ist der hier. https://luxembourg.public.lu/de/tourismus.html Beides vertrauenswürdige Seiten, die nichts versprechen was sie nicht halten können. Beide Seiten arbeiten auch mit den Jahreszeiten, den Luxemburg hat andere Dinge im Sommer zu bieten, als im Winter.

Am Nachmittag ging ich raus. Das Wetter war zwar nicht sonderlich chic aber für eine Runde draußen reichte es. Ohne Fotos.

Im Glèck gab es einen falschen Apérol, der übrigens richtig lecker ist. Ja, er ist rötlicher.

Im Red Face gab es Hühnchen mit rotem Curry das ebenfalls gut schmeckte.

Ich machte früh Schluss.

Zurück nach Luxemburg

Eine kleine Anmerkung noch zum Twins Hotel. Verglichen mit dem Park Hotel in Cloppenburg war das Park ein paar Level besser. Vor allem das Frühstück war im Twins ok aber das in Cloppenburg um Längen vielfältiger.

Auf der Rückfahrt wurde mir kurz warm. Für gewöhnlich suche ich die nächste Ladestation aus. Diesmal versuchte ich das über die Navi im Auto der mir einen Zwischenstopp einbaute, wo ich laden könnte.

Die Autobahnen um Köln herum waren, sind noch immer und werden auch in Zukunft eine Zumutung sein. Als ich dann hinter Köln war fuhr ich schon vorab bei einer Raststätte raus, bei der angewiesen wurde, dass es dort ein Ladestation gibt. Aber…ABER!!! Sie war defekt! Also ließ ich das Navi gewähren, das mir ich dann erst viel später rauslotste. Mir wurde aber zwischenzeitlich heiß und kalt weil ich dann nur noch 26% Saft hatte und das mitten in der Eifel.

Ich kam wohlbehalten daheim an.

Am Abend war ich eingeladen zu einem Apero im Süden des Landes. Als Mitbringsel malte ich etwas:

Es war ein sehr schöner Abend, an dem viel gelacht wurde. Es gab drei allerlei Fisch einmal Sardinen, einmal Scampi, und eine wunderschöne Dorade.

Kurz vor Mitternacht war ich daheim.

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Welches Buch hast du nie zu Ende gelesen, denkst aber trotzdem immer wieder daran?

Bei der Frage musste ich eine Weile überlegen. Wenn ich Bücher nicht zu Ende lese, dann, weil sie fürchterlich schlecht geschrieben sind (und ich meine damit wirklich ganz fürchterlich, denn meine Grenze, an dem ich nicht mehr lese, liegt nicht sehr hoch), oder weil das Thema mich so gar nicht interessiert. Es gibt somit kein Buch, an das ich noch immer denke, denn wenn ich es bis einmal in die Ecke gepfeffert habe, dann habe ich es auch im Kopf ad acta gelegt.



Von Cloppenburg nach Münster und Duisburg mit MKM

Übernachtet habe ich im Park Hotel:

Ein von außen etwas unattraktiver Bau mit Renovierungen die sicherlich in den 80er gemacht wurden. Von innen aber hat es den Charme der 60er, vor allem die große Freitreppe die zu den Etagen führt. Die Zimmer wiederum sind modern eingerichtet. Es ist ein reines Frühstückshotel und das Frühstück ist sehr gut. Auch das Omelett sieht so aus als ob es mit frischen Eiern gemacht wurde und nicht mit der Pampe aus den Tetrapack. Kulinarisch hat Cloppenburg übrigens recht wenig zu bieten. Als ich am Abend davor suchte, fand ich nichts was mir wirklich zusagte. Außer das Übliche wie Pizza, Burger, Döner und Co. war da nicht viel. Ich hatte noch einen Inder gefunden und einen Griechen aber auf beides hatte ich keine Lust.

***

Ich war zeitig wach und ging hinunter zum Frühstück. Obwohl Essen am Morgen bei mir ja meist vergebene Liebesmüh ist, zwang ich mich dazu etwas zu essen. Dann würde ich den Mittagstisch nämlich ausfallen lassen und die unumgängliche Fressnarkose bliebe auch aussen vor.

Ich setzte noch schnell den Wagen um auf einen anderen Parkplatz, gleich nebenan, wo ich am Abend davor eine Ladestelle entdeckt hatte. Ich trank noch einen Kaffee und wartete ein Weile bis die Batterie wieder voll war.

Kurz nach 9:00 war ich unterwegs.

Und dann tat ich etwas, von dem ich mir anfangs nicht sicher war, ob es ein Fehler war oder nicht. Jetzt da ich es schreibe, denke ich, es war keiner. Ich hielt kurz an in Münster im Stadtteil Hiltrup. Ich schaute in einem Laden vorbei, von dem ich dachte, dass ich dort jemanden wiedersehe. Und ja in der Tat, die Person war da! Große Wiedersehensfreude nach fast zehn Jahren.

Ich trank noch einen Kaffee in der Konditorei nebenan und fuhr weiter nach Duisburg.

MKM oder Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Aber Hallo! Christian hmbl hatte nicht zu viel versprochen. Es folgen Fotos:

Es gab mal eine Skulptur von Plensa in Luxemburg während der Artweek zu sehen. Sie sind schon sehr einzigartig…
…und die gleich beim Eingang zum Museum verschlägt einen regelrecht die Sprache. Ich habe extra gewartet bis jemand aus dem Museum rauskam, damit man den Größenunterschied sieht.
Einmal von vorn und von der Seite. Irgendwie glaubt man immer man würde eine Art Verzerrung in einem Spiegel wahrnehmen im Zweidimensionalen, doch die Skulpturen sehen tatsächlich so aus.
Auch hier wartete ich bis die Frau genau dazwischen stand, sonst merkt man nicht wie groß die Figuren tatsächlich sind.
Einmal von unten…
…und von oben.

Und jedesmal wenn ich einen neuen Raum betrat entfuhr mir jedesmal ein Wow! Aber die Beleuchtung trägt auch sehr viel dazu bei. Emotional kann ich das noch gar nicht richtig einordnen. Sicher ist, dass diese Köpfe etwas in mir auslösen und dass ich sehr berührt war.

Ich könnte jetzt noch lange so weitermachen und noch sehr viele Fotos einstellen, nicht nur von der Plensa Sonderausstellung, auch von all den anderen permanenten Werken im Rest des Hauses. Es wird alles gezeigt was Deutschland an Rang und Namen zu bieten hat. Richter, Baselitz, Kippenberger, und und und… Und auch einer meiner liebsten ist mit dabei – Anselm Kiefer, dessen Werke mich immer wieder zuriefst bewegen. Diese zwei muss ich noch zeigen:

Klingsors Garten, verwelkt und vertrocknet.
Und dieses Bild hängt an der Seite neben dem Garten.

Und damit das hier alles nicht zu lang wird, noch schnell etwas zum Hotel. Das Twin Hotel das ich auf die Booking Bewertung hin genommen hatte, ist auch Wow. Ich habe ein schönes modernes Zimmer im obersten 5 Stock. Zudem gibt es noch eine sehr schöne Rooftop Bar, die an diesem lauen Abend geöffnet hatte mit einem Rundumblick über ganz Duisburg.

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In welcher fiktiven Welt würdest Du am liebsten Urlaub machen?

Eine in der es nur Urlaub und Kunst gibt? Aber vom theoretischen und philosophischen Standpunkt her wäre das unsinnig.

Regenbogen & „Regenbogen“ Thread

Vor einem Monat noch fuhr ich oft mit der D schon um 7:00 los um schwimmen zu gehen. Dafür ist es jetzt zu den Uhrzeiten noch zu kühl. Wir machten uns um 10:00 Uhr auf den Weg.

In dem großen Springbrunnen sah man einen Regenbogen. Das Wasser war sehr frisch, was die Geister außerordentlich belebte. Nach einem Kaffee, diesmal in dem kleinen Strand Café und nicht in der Jugendherberge, ging es dann wieder zurück.

Wenn man am Sonntagmittag in Luxemburg irgendwo speisen möchte, muss man das ein bisschen planen. Das hat damit zu tun, dass halt viele Restaurants am Sonntag geschlossen sind, und die wenigen, die geöffnet sind, voll ausgebucht sind. Spontan etwas zu bekommen wird schwierig. Wir hatten entschieden, ein neues Restaurant in der Alten Heimat aufzusuchen. Neu ist es nicht, aber es wurde von jemandem übernommen, den ich noch von früher kannte. Aber als ich dort anrief, war schon alles komplett ausgebucht. Es macht keinen Sinn zu sagen, welche Gaststätte es genau war, ich kann ja nicht beurteilen, wie man dort sitzt und bedient wird und ob das was auf dem Teller ist, seinen Preis wert ist. Wir fuhren zurück in die Stadt. Im Hotel Parc Belair gibt es neuerdings am Sonntagmittag ein Brunch. Den versuchten wir und wurden nicht enttäuscht. Die Speisen habe ich nicht abgelichtet. Dafür machte ich aber ein Foto, dass schon sehr nach altmodischer Ansichtskarte aussah, so sehr, dass ich es auf die Spitze trieb:

Wieder daheim legte ich mich ein bisschen hin und machte ein Nickerchen.

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In meiner Mastodon Timeline fand ich einen Thread, der sich mit der Zeitschrift BRAVO beschäftigte. Dazu möchte ich auch einen journalistischen Beitrag verlinken, von dem das Ganze ausging. 70 Jahre Bravo: Wie von München aus Stars geschaffen wurden. (Ein Radio Beitrag vom BR) Habe ich schon jemals darüber berichtet, dass ich in meiner sehr frühen Jugend, die BRAVO regelmäßig kaufte? Es war das Tor zu einer Welt, die ich nicht kannte, weil die Pop-Kultur im elterlichen Haus keinen Platz hatte. Für mich war sie aber so etwas wie ein kleines Türchen in Richtung Freiheit.

Jutta Stiehler, die Redakteurin hinter dem legendären, fiktiven Sexualberater Dr. Sommer, nimmt für sich in Anspruch, „auf Augenhöhe“ mit dem Publikum gesprochen zu haben. Allerdings auch auf Augenhöhe mit einem Zeitgeist, der Heterosexualität als absolut verbindlich ansah. ]…[ „Mein Problem ist: Ich bin schwul“, schrieb etwa ein „Junge, 13, ohne Ortsangabe“ an die Bravo. Und die antwortete: „Nur weil du bei nackten Jungen ein steifes Glied kriegst, glaubst du, schwul zu sein. Wenn du erstmal Erfahrungen mit Mädchen gemacht hast, sieht die Sache wahrscheinlich gleich ganz anders aus. Also mach dir vorerst keine Sorgen.“

Ich war nicht der 13-jährige, der an die Bravo geschrieben hat, aber ich hätte es sein können. Heterosexualität als absolute Verbindlichkeit. Es fühlte sich so falsch an, und war es letztendlich auch für mich. Auch der letzte Satz. (also mach Dir vorerst keine Sorgen)… oh doch, ich machte mir Sorgen, denn ich passte nicht in das vorgesehene Schema. Es war erst sehr viel später dass ich mein „Schema“ fand. Dazu habe ich auch vor kurzem einen Artikel für queer.lu geschrieben, den ich auch hier einstellen werde, wenn er bis erschienen ist.

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Wenn du dir jetzt ein Tattoo stechen lassen würdest, was wäre das? Und warum?

Ich würde mir gar kein Tattoo stechen lassen. Als Maskenbildner musste ich die doofen Dinger viel zu oft abdecken und überschminken, was mir sehr auf die Nerven geht und Zeit kostet. Es kommt selten vor, dass ich Tattoos wirklich schön und originell finde. Es gibt diesen Satz von einem hiesigen recht bekannten Tätowierer, der inzwischen auch gelernt hat, Tattoos mittels Laser wieder verschwinden zu lassen: „Think before you Ink!“ Sehr richtig! Und mein „Think“ ergab, dass ich das nicht haben will.

Schwimmen & Billard

Ich denke dass die Schwimmtage so langsam aber sicher gezählt sind. Ich fuhr bewusst erst um 10:00 Uhr los, weil es davor einfach zu kalt war.

Und zum ersten Mal gab es eine Tasse Kaffee in der Strandbar und nicht in der Jugendherberge. Die Strandbar öffnet immer erst um 11:00 Uhr.

Am Abend waren die D und ich eingeladen zu der D und dem J für ein Abendessen. Es gab eine köstliche Salat Nicoise. Später dann machten der J und ich eine Partie Pool Billard.

Das letzte Mal, dass ich gespielt hatte, war auf einem Mini Tisch bei der N. Richtig gut darin war ich nie. Aber ich könnte mir vorstellen, es wieder öfters zu versuchen. Übung macht den Meister. Kurz vor Mitternacht war ich daheim.

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Tägliche Schreibanregung
Bei welchem Film hast du zuletzt geweint?

Da gibt es eine Top 3 Liste, bei der ich nicht sagen welcher mich mehr umgehauen hat. Ich zähle sie mal chronologisch auf: Der älteste ist Borkeback Mountain. Danach Call Me By Your Name und der Neueste All Of Us Strangers.

Im Kino: Was Marielle weiß & Wiedersehen

Schwimmen in Weiher.

Von mir aus könnte das nahtlos so weitergehen. Ja, ich weiß dass das Wetter jetzt schon sehr viele Probleme mit sich bringt und noch viel Schlimmeres, wenn es nicht bald gründlich regnet. Aber ich kann nun mal einfach gut mit Sonne und Hitze.

Für den späten Nachmittag hatte der J. mich gefragt ob ich Lust hätte mit ins Kino zu gehen. Ja, klar, immer, gerne. Auf dem Programm: Was Marielle weiß. Ein Film der schon lange in Deutschland raus ist, aber halt jetzt erst hier läuft.

Marielle bekommt am letzten Schultag eine schallende Ohrfeige von ihrer besten Freundin verpasst. Seit diesem Vorfall kann sie in ihrem Kopf alles hören was ihre Eltern sagen…

Der J. meinte zu recht, nach dem Film, dass die Geschichte etwas sehr Perverses hat. Keine Lüge, kein Geheimnis bleibt unentdeckt. Einerseits verstehe ich worauf der Film hinaus will, andrerseits lässt er den Zuschauer ein wenig unbefriedigt zurück, weil noch sehr viel unentdeckt bleibt.

Nach der Vorstellung hatte ich Hunger:

Tartare de Boeuf, Frites, Salade aus der Osteria

Anschließend ging es noch auf einen letzten Espresso zum Renert. Zu meiner großen Überraschung war der G. wieder da. Ich freute mich richtig ihn wiederzusehen. Es ging ihm über Monate hinweg nicht gut, doch es geht wieder bergauf. Es gab sehr viel zu erzählen und es wurde später als geplant.

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Tägliche Schreibanregung
Wenn dein Zukunfts-Ich dir einen einzigen Satz schicken könnte – was würdest du hoffen, dass darin steht?

Oh jeee! Das ist so, als ob ich eine Wahrsagerin fragen würde. Optimal wäre eine Antwort wie: „Alles wird gut. Du wirst ein langes, sorgenfreies Leben haben.“ Aber das wird nicht so sein. Das Schicksal wirft einem immer wieder Steine in den Weg. Die Kunst ist es dann diese so zu überwinden, mit alldem was man in seinem bisherigen Leben erfahren und gelernt hat, dass man möglichst keine bleibenden Schäden davonträgt.

Im Kino: De la Comédie-Française

Fangen gleich mal mit der Tagesfrage an:

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Wenn du nur einen einzigen Tipp geben dürftest, der das Leben verändert – welcher wäre das?

Die Antwort wird ein bisschen „Das Wort zum Sonntag“ werden.

Zu dieser Frage las ich anderen Blogs, dass sie gar keinen Ratschlag oder Tipp geben würden, weil sie selbst auch keine ungebetenen Ratschläge hören wollen. Aber hier wird ja explizit danach gefragt, also gebe ich ihn.

Dieser eine einzige Tipp, ist mir auch erst vor einem knappen Jahr bewusst geworden, als während einer Unterhaltung jemand zu mir sagte, dass ich mich selbst nicht sehr ernst nehmen würde. Ich nickte sofort mit dem Kopf und bejahte die Feststellung. Als ich später darüber nachdachte, verfestigte sich der Gedanke. Ich habe mich tatsächlich noch nie besonders ernst genommen und würde jedem raten, es auch zu tun. Es macht das Leben um vieles leichter. Ich finde, dass eine gesunde Portion Selbstironie auch eine Art von Demut ist, und die Selbstakzeptanz und Resilienz fördert.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. So gesehen, täten diejenigen die keinen ungebetenen Ratschläge wollen, gut daran, ihn zu befolgen!

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Kommen wir zur Tagesberichterstattung. Angedacht war dass ich den Sonntag schwimmlos verbringen würde. Doch als ich wieder so früh wach war, bereitete mir dieser Gedanke Unbehagen. Nicht schwimmen ist auch keine Lösung. Aber so ultra früh losfahren, wollte ich nicht. Also las ich erst mal was andere Blogs so geschrieben haben, beantworte die Tagesfrage und fuhr kurz nach 9:00 Uhr los.

Beim Weiher angekommen, merkte ich dann, dass es nicht der beste Plan gewesen ist, ausgerechnet dorthin zu fahren. Ich hatte vor ein paar Tagen schon sehr viel Zeug und Deko in der Ecke vom Beachvolley stehen sehen. Als ich dort ankam, lief die Musik bereits auf voller Lautstärke. Also wanderte ich einmal halb um den herum zum Naturisten Areal und ging dort ins Wasser.

Am späten Nachmittag ging ich ins Kino. Es war so heiß, dass man wirklich nicht viel anderes hätte tun können. Auf dem Programm, ein Film, den die D mir wärmstens empfohlen hatte. Nach eigener Aussage hätte sie gewiehert vor Lachen, was ich mir kaum vorstellen kann

De la Comédie Française ist ein Film übers Theater. Es geht um die Premiere von Macbeth in der Comedie française in Paris und wenn ihr euch den Trailer angeschaut habt, wisst ihr, dass sehr vieles schief geht. Toll daran ist, dass es alle Schauspieler sind, die tatsächlich an der Comédie française arbeiten. Und da es dort nicht anders zugeht als auch in anderen Theatern konnte ich sehr viele Umstände nachvollziehen. Ich denke sogar, dass es für mich der regelmäßig im Theater arbeitet, fast noch lustiger war als fürs normale Publikum. Ich habe schon lange nicht mehr so laut gelacht. Der Film dauert nur 1 Stunde 15 und ist eine herrlich kurzweiliges Vergnügen. 

Im Anschluss hatte die D zu sich in den Garten eingeladen für ein kleines Abendessen. Dort saßen wir dann zu dritt, bis es dunkel wurde.

Schwumm & Podcast

Schwimmen, am Morgen vertreibt und Sorgen. Und heute tat er richtig gut, denn das Wasser ist wieder um einige Grad kühler, und wenn man nach der Runde aus dem Wasser steigt, sind alle Lebensgeister quicklebendig.

Im Anschluss fuhr ich mit der D in ein kleines Dorf in der Mitte des Landes. Dort besuchten wir eine liebe Freundin, die uns versprochen hatte, dass sie bei uns im Podcast mitmachen würde. Mehr möchte ich noch nicht dazu verraten, der Podcast kommt erst Anfang September. Da sie seit einem knappen Jahr erst umgezogen ist, durften wir auch das neue Haus besichtigen, das wirklich sehr schön geworden ist. Sie hatte extra gekocht für uns und zu Mittagessen gab es Ratatouille, ein Gericht, dass ich morgens, mittags und abends kalt oder warm verspeisen könnte.

Wir fuhren zurück und daheim empfing mich Meisterin Proper mit Staubwedel und Co. Ich verzog mich auf den Balkon.

Am Abend war ich sehr unschlüssig, was ich machen wollte. Letztendlich blieb ich zu Hause, und lag recht früh in den Federn, obwohl ich lange nicht einschlafen konnte und dieses und jenes las.

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Tägliche Schreibanregung
Wenn du mit einer fiktiven Figur zu Abend essen könntest – wer wäre das?

Tarzan.

Im Kino: The Odyssey

Vom Vortag bleibt zu berichten, dass ich ein Problem mit dem hochladen des Postings hatte. Irgendetwas hatte sich selbst korrumpiert. So heftig, dass ich Abschnitt für Abschnitt in den Browser kopieren musste, um es dann von dort aus hochzuladen. Und damit erschien das Posting schon kurz nach Mitternacht.

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Ich erwarte erst 20 Minuten vor Abfahrt zum See. Huch! Das gab mir nur die Gelegenheit für eine schnelle Tasse Kaffee, und das Badezeug einzupacken.

Nach der Schwimmrunde bei der uns diesmal keine Schwäne oder Nilgänse Gesellschaft leisteten, ging es danach gleich wieder zurück. Daheim erledigte ich ein bisschen Haushalt.

Am späten Nachmittag saß ich dann zusammen mit der D und der V in der ersten Vorstellung des neuen Chris Nolan Film Odyssey.

Eines gleich vorab, es ist kein Heldenfilm! Der Trailer gibt nur winzige Einblicke, in was der Film eigentlich ist. Es ist ein 3 Stunden Spektakel, bei dem ich aber wie schon vor drei Jahren bei Oppenheimer, nicht ein einziges Mal auf die Uhr geschaut habe. Ich hatte große Bedenken, weil der griechische Stoff (wir erinnern uns an die extrem peinliche Verfilmung von Troja im Jahr 2004 mit Brad Pitt) kann leicht zu etwas werden, das vor Pathos, Kitsch und Muskeln nur so trieft und damit zu etwas sehr Unverdaulichem. Das ist absolut nicht der Fall. Ich hatte auch große Bedenken, dass Matt Damon dem nicht gewachsen sei. Falsch gedacht! Er spielt die Rolle des Odysseus erstaunlich nüchtern und bedient dabei die Geschichte und lässt nicht sein Talent raushängen. Ganz großartig ist Robert Pattinson als Fiesling. Und Samantha Morton brennt mit ihrem kurzen, aber unglaublich prägnanten Auftritt als Circe regelrecht Löcher in die Leinwand! Wenn ihr die Gelegenheit habt, den Film in einem Imax Kino zu sehen, dann tut es bitte.

Nolan schafft es wieder einmal einen klassischen Stoff so zu verfilmen, dass er den Zuschauer langsam aber sicher packt und man am Ende voller Spannung da sitzt, obwohl man den Stoff ja kennt und die Geschichte so ausgeht, wie sie ausgehen muss.

Die Kontroversen die zur Zeit von sehr dummen Menschen über den Film in den sozialen Medien zu finden sind, kann man getrost vergessen. Der Film ist großartig.

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Wenn du für eine Woche ein Tier sein müsstest – welches wärst du und warum?

Ich wäre wahnsinnig gern ein Vogel, weil ich wissen möchte wie es sich anfühlt selbstständig fliegen zu können. Und nur so gefühlshalber denke ich, dass es das ist, was die meisten geantwortet haben. Einmal im Leben fliegen können.

Schwäne & Malen

Heute vor 8 Jahren war ich mit det D in der Alten Heimat und postete dieses Foto vom Marktplatz:

Dem Text nach den ich dazu schrieb, wurde damals die Ruine des Hotels mitten auf dem Marktplatz erst kürzlich abgerissen. Dieses Loch ist heute immer noch da und es ist noch nichts Neues gebaut worden.

An diesem heutigen Montag fuhr ich mit der D in die alte Heimat, aber nicht bis ins Zentrum, sondern nur bis zum See.

Dort hatten wir zwei Begleiter im Wasser:

Zwei Schwäne auf der Suche nach Fressbarem, die, als wir im Wasser waren, unbeirrt und das ziemlich nah an uns vorbeischwammen. Tierische Begegnungen im Wasser sind uns ja nicht neu, siehe hier.

Danach die obligate Tasse Kaffee. Ich fand, dass ich sie heute schöner als sonst abgelichtet hatte:

Wieder zurück machte ich zuerst mal einen Einkauf in dem sehr großen Supermarkt, wo ich aber nicht das fand für sich eigentlich wollte.

Es wurde heute ziemlich unerträglich heiß und das motivierte mich nicht mehr weiter noch nach draußen zu gehen. Ich kramte meine Malsachen hervor und fing nach Monaten endlich wieder einmal an zu malen. Ich hatte mir ja vor einigen Tagen schon eine kleine neue Aquarell Farbpalette gekauft, die ich günstiger erworben hatte, mit Farben von Windsor and Newton. Aber hallo! Da merkt man schon den Unterschied! Zudem hatte ich auch ein paar neue Pinsel von Da Vinci dazu gekauft, die ein völlig neues Gefühl im Farbeauftragen vermittelten. Ich malte ein Bild für die Serie der einsamen Männchen mit schwarzen Köpfen. Davon habe ich bereits eine ganze Reihe und es macht immer noch Spaß die Serie zu erweitern. Ich habe auch eine Idee, was ich damit anstellen könnte, aber dazu muss ich noch sehr viele weitere malen.

Die Abendunterhaltung bestand aus einem Krimi aus der Serie. Kein Mucks! – Die Mördergrube. Eine sehr bizarre Geschichte.

Ich lag verhältnismäßig früh zu den vorigen Tagen in der Horizontalen. Aber schlafen ging erst sehr viel später.

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Welches Buch hast du öfter gelesen als jedes andere?

Als ich die Frage sah, beschäftigte sie mich eine Weile, denn ich bin jemand der Bücher selten mehrfach liest. Ein ganz spezielles Buch kam mir dabei nicht in den Sinn. Und wenn, dann müsste es ein Buch sein aus meiner Jugend oder Kinderzeit. Da lass ich die Bücher häufiger als einmal. Dabei fiel mir die Serie der Fünf Freunde ein oder auch die Comicbände meines Vaters, wie Asterix oder Tim und Struppi, Lucky Luke oder weniger bekannt, Yoko Tsuno.

Markt und Geburtstagsfeier

Es bleibt noch etwas von gestern zu berichten. Auf der Pride, die sich ja auf der Place Guillaume abspielte, waren auch Infostände. Einer davon war neu. Es geht um eine Initiative, die aus England kommt. Ask for Angela. Ich kannte diese Initiative überhaupt nicht, finde sie aber großartig. Diese Initiative hilft Menschen, diskret nach Unterstützung zu fragen, in Bars, Cafés oder Clubs oder auf sonstigen Events, die sich belästigt oder unsicher fühlen. Die D war so begeistert davon, dass sie aktiv mitmachen möchte.

Die Berichterstattung vom Samstag:

Die Schwimmrunde ließen wir ausfallen. Es war schließlich Samstag und Wochenmarkt und ich wollte ein bisschen frisches Obst fürs Wochenende. Es gab einen Kaffee im Renert, und wir staunten nicht schlecht, wie die Marktstände sich nebst der großen Bühne und all den Infostände noch dazwischen geschoben hatten. Es war aber gleich am Morgen schon sehr heiß und wir beschlossen, den zweiten Tag Pride nicht mitzumachen.

Am Abend waren ich bei der J eingeladen auf ihren Geburtstag und zugleich einer Feier für all ihre bestandenen Examen.

Es war eine wunderbar lauschige Nacht, und ich habe viele Menschen wieder gesehen, die schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte.

Lernst du dein Leben lang weiter?

Ja, man lernt ein Leben lang. Ob man will oder nicht. Sei es der letzte Tratsch von den Nachbarn, oder schlechte Nachrichten aus der Zeitung, oder man lernt ganz bewusst etwas Neues in dem man liest oder jemandem in einer Weiterbildung zuhört; irgendwas lernt man jeden Tag. 



Schwimmen & Pride

Manchmal sehe ich Dinge, so wie diese Brücke mit Dach, die der Eingang ist zur Insel ist, wo sich die Stege zum Schwimmen befinden. Ich habe sie schon so oft fotografiert, dass es mir redundant vorkommt. Aber heute stand die Sonne so perfekt:

Die D und ich sind mittlerweile nicht mehr die einzigen, die jeden Morgen eine Schwimmrunde hinlegen. So waren wir heute Morgen gefühlt zu zehn, die das gleiche taten. Alle sehr ruhig und nur ein Ziel im Kopf, ein oder zwei Runden zu schwimmen. Das Planschvolk mit viel aufblasbaren Geräten, kommt später.

Wieder daheim, finalisierte ich einen Beitrag für Queer.lu mit allen Fotos und zurrte für den frühen Nachmittag einen Termin in der Staatsbibliothek fest,wegen einem weiteren Foto eines Dokumentes, dass die Bibliothek nur einmal hat und dass sich nur unter Aufsicht ansehen durfte. Soviel kann ich verraten, es ist die original Partitur eines Liedes das für Luxemburg vor sehr sehr langer Zeit den ESC gewann.

Derweil tobte sich Meisterin Proper in den vier Wänden aus. Sie war früher gekommen, was mir nur recht war.

Am späten Nachmittag machte ich mich auf dem Weg zu den ersten Pride Veranstaltungen für dieses Wochenende. Es ist zum ersten mal seit fünfzehn Jahren, dass die Pride wieder in der Hauptstadt stattfindet. Sie war in all den Jahren davor in Esch-sur-Alzette.

Eva-Marija die 2026 im ESC für Luxemburg sang und leider nicht ins Finale kam. Eine großartige Sängerin, die das falsche Lied erwischt hatte, denn das was wir von ihr auf der Bühne hörten, war richtig gut.
Zusammen mit der S aus dem Rainbow Center und dem G.

Auf einen letzten Absacker ging es noch ins Dipso, bevor ich daheim wie ein Stein ins Bett fiel.

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Welches Kapitel deines Lebens würdest du „Die harten Jahre“ nennen – und was hat dich da durchgebracht?

Die richtig harten Jahre waren von 1992-1996. Durchgebracht, um bei dem etwas seltsamen Wort zu bleiben, waren Durchhaltevermögen, Nervenstärke und nicht zuletzt eine gewisse Resilienz, gegenüber Menschen, die ich mich finanziell wie emotional ausgebeutet haben, von denen ich aber weiß, dass das Leben sie späterhin angemessen „bestraft“ hat, was mir eine gewisse Genugtuung verschaffte, auf die ich nicht stolz bin, aber dafür schämen tue ich mich auch nicht.

Sommerhit, Podcast & Implantate

Fangen wir mit etwas Schönem an. Mein Sommerhit für dieses Jahr:

Ich fand das Lied vorgestern schon, als ich aus Gründen die Playliste mit 1961er Songs von ESC zusammenstellte. Ich war total geflasht. Plein Soleil von Gilbert Bécaud im Remix von Saint Honoré. Das Lied ist schon sehr alt, der Remix aber erst ein paar Tage. Ich postete das auf Mastodon. Doch da Geschmäcker absolut verschieden sind, pflichtete man mir dort nicht bei und man bevorzugte das Original.

Doch beginnen wir von vorn. Punkt 7:30 fuhren die D. und ich zum Schwimmen an den See. Die Sauerstoffzufuhr der großen Maschinen, die ich vor ein paar Tagen zeigte, scheint zu helfen, denn das Wasser ist weniger trüb und frischer und es riecht nicht mehr moorig.

Wir waren bei Zeiten zurück, denn um 12:00 hatte ich einen Friseurtermin.

Diesmal hatte die L. es sehr kurz geschnitten, aber die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Sie ist ja schon angekündigt, wenn auch nicht so heftig wie die letzte. Zudem wachsen meine Haare atemberaubend schnell. Die L. meinte das was sie bei mir abschneidet, scheidet sie bei anderen in 6 Wochen.

Danach gab ging es wie die letzten Male auch hinüber zum Dumpling. Diesmal nahm sie ich Dan Dan Noodles, die ok waren, weil ich mal was anderes wollte, aber das nächste mal wieder Dumplings.

Und dann harrte ich der Dinge aus, die da kommen sollten. Es steht in der Überschrift. Implantate. Um 16:00 Uhr war der Termin.

Anderthalb Stunden später fühlte ich mich wie durch den Fleischwolf gedreht. Die meisten der implantierten Teile waren kein Problem, aber eines tat beim Einfügen höllisch weh.

Ich ging zur Apotheke und nahm sofort eine Schmerztablette.

Die abendliche Unterhaltung bestand aus wahllos irgendwelchen Dingen, weil ich mich auf nichts konzentrieren konnte.

Der Himmel bot am Abend dieses seltsame Farbenspiel zwischen weiß, blau und gelb, das man nie so malen kann in Aquarell, weil dann gerne grün entstehet:

Irgendwann am späten Abend schluckte ich noch eine Tablette bevor ich zu Bett ging. Die half dass ich wenigstens einschlafen konnte.

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Wenn du irgendwo auf der Welt leben könntest, wo wäre das?

Das letzte mal dass ich einen Ort kam der mir zu dem Moment völlig unbekannt war und ich nach zwei Tagen dachte, ich könnte dort leben, war in Hobart in Tasmanien.

Eine Chaosfrage

Der Tag war in seiner Gesamtheit ein bisschen Bäh und nicht wirklich würdig, dass man ihn beschreibt.  Darum gibt es heute lediglich eine Tagesfrage:

Tut uns ein bisschen Chaos vielleicht sogar gut?

Vor 20 Jahren und davor hätte ich mit Ja geantwortet. Inzwischen nicht mehr. Damals entstand Chaos wenn ich auf der Suche nach etwas war, sei es im Kopf oder auf dem Arbeitstisch vor mir, oder überhaupt in allem Lebenslangen. Dieses Ungeordnete war mein ständiger Begleiter und hatte rückblickend seine Wichtigkeit und Zweck. Dieses Chaos war gut, um dann die berühmte Nadel im Heuhaufen zu finden, was es spannend machte und das Glücksgefühl sie zu finden, war ohnegleichen. Heute funktioniere ich anders, weil ich älter bin und die jahrelange Erfahrung mich nicht mehr so viel suchen lässt, weil ich es einfach weiß. Und wenn ich suche, entsteht kein Chaos oder zumindest ein geordnetes Chaos, weil ich weiß, wo ich suchen muss. Chaos ist letztendlich sehr anstrengend.

Wenn ich heute junge Menschen in beruflichen Dingen ein wenig chaotisch daherkommen sehe, erinnern Sie mich häufig an meine jüngeres Ich.

Ein anderer See

Der Tag begann später als die Tage davor und mit Kopfschmerzen, warum auch immer. Da ich beschlossen hatte den anderen See in Remerchen für die Schwimmrunde aufzusuchen, der Eintritt verlangt und erst um 10:00 öffnet, fügte sich alles schön ineinander, auch die Einnahme der Kopfschmerztablette, die kurz vor 10:00 ihre Wirkung zeigte.

Auf dem Weg dorthin hörte ich ein Krimihörspiel von Kein Mucks, die ja jede Woche alte Schätze ausgraben. Diesmal Rebecca von Daphne Du Maurier. Es ist ewig lange her, dass ich den Film und die Geschichte überhaupt gesehen oder gelesen hatte, dass mir alles sehr neu vorkam.

Das Wasser ist klarer und kühler, als im See der Alten Heimat und seltsamerweise fühlt sich die Haut sehr seidig an. Hat das mit dem Kalkgehalt im Wasser zu tun? Wahrscheinlich. Ich nehme nicht an dass sie Weichspüler in den See laufen lassen.

Mittagstisch gab es nebenan im Chalet.

Feuilleté de viande sauce champingnon, frites et haricots

Danach fuhr ich heim und legte mich kurz mit einer weiteren Schmerztablette eine Weile hin. Es scheint ein Kopfschmerztag zu sein. Und in der Tat forderte der Körper eine Ruhezeit von satt, 3 Stunden ein. Ich weiß nicht, warum das manchmal so ist, aber es war bestimmt nicht nur der Kopfschmerz, mein Körper arbeitete auch noch an etwas anderem. Nach den 3 Stunden war ich wieder hergestellt.

Ich ich wurschtelte eine Stunde lang herum und fragte mich, was ich tun sollte. In der Zwischenzeit rief die D an, die aus St.Jean zurück war.

Die Abendunterhaltung bestand aus der Verfilmung von Leonie Swanns Buch Glennkill – Ein Schafskrimi, den ich vor sehr vielen Jahren gelesen hatte. Der Film ist unterhaltsam und kurzweilig, und ich hätte nie gedacht, dass die Story jemals verfilmt werden würde.

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Was ist für dich der beste Weg, mit negativen Gedanken umzugehen?

Das hängt von der Schwere der dunklen Gedanken ab. Schwimmen hilft, wenn wir schon dabei sind, es macht den Kopf frei. Interessanterweise hilft schlafen auch manchmal. Wenn mir zu vieles im Kopf herum trottet, was nicht gut ist, ist schlafen nicht die schlechteste Idee. Wie das funktioniert und warum, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich beim aufwachen dann meistens die Ursache der dunklen Gedanken gefunden habe, sei es in Form einer Lösung, oder ich hab sie einfach weg geträumt. 

Schwimmen & Sandalen

Ich kann ja nicht anders und gestern hatte es mir zu sehr gefehlt. Ich war fast alleine und die Schwimmrunde war eine Wohltat, aber der See ist noch nicht abgekühlt und er ist inzwischen sehr trüb und riecht ein wenig nach Moor. Morgen werde ich an den Weiher an der Mosel fahren.

Als ich los wollte, kam eine riesige Gruppe Kinder mit drei Lehrern auf die Insel. Ich dankte dem Himmel dass ich beschlossen hatte wieder zurück zu fahren. Doch als ich los wollte, fragte mich eine der Lehrerinnen ob ich ein so nett wäre um ein Gruppenfoto zu machen. Machte ich. Ich bin ja kein Unmensch.

Nach der obligatorischen Tasse Kaffe in der Jugendherberge…

… fuhr ich zurück.

Angedacht sind seit ein paar Tagen schon ein paar neue Sandalen. Die alten hatte ich bereits in St.Jean entsorgt, war aber dort nicht fündig geworden. Und es scheint sehr sehr schwer zu sein ein paar schlichte Männersandalen, die nicht aussehen wir Crocs oder die unsäglichen Birkenstock Latschen. Ich glaube ich hatte im meinem ganzen Leben ein einziges Birkenstock Paar, die ich aber nach dem Sommer wieder ganz fix aussortiert habe wahrscheinlich kurze Zeit später entsorgt. Nett, im Sinne von, ‚Kleine Schwester von…‘ finde ich Espadrilles, und es sind keine Sandalen. Davon hätte ich mit 1000 Paar in St.Jean kaufen können, wollte ich aber nicht, weil irgendwie laufe ich da gar nicht gut drin. Und wenn Espadrilles einmal aus Versehen nass werden, kann man sie zdP bringen. Es bleiben noch Adiletten, die man gesetzlich verbieten müsste, oder diese seltsamen verstellbaren Sandalen mit mehreren Klettverschlüssen, von denen ich einmal ein Paar von Camper hatte, die aber bei aller Verstellungsliebe vom Fußbett her nicht passten. Ich möchte SANDALEN, Römerlatschen oder meinetwegen auch Jesuslatschen. Gibt es nicht. Also doch, gibt es schon, aber halt im Internet, wo ich grundsätzlich keine Schuhe kaufe.

Mit diesen Gedanken fuhr ich zurück.

Den Nachmittag lesend auf dem Balkon verbracht.

Am Abend eine Dienstrunde, die ohne Zwischenfälle verlief.

Ich sah mir noch eine Folge Grandchester an, bei ich aber auf dem Sofa entschlief.

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Was liebst du heute, das du früher gehasst hast?

Kann ich die Frage auch andersrum beantworten? Was hasst du heute, was du früher geliebt hast? Na ja, geliebt ist das falsche Wort, gemocht trifft es besser.

Als ich die Frage sah, beschäftigte ich mich gerade mit dem Umstand, dass ich in manchen Blogs, denen ich folge, beziehungsweise Blogs, die ich vorgeschlagen bekomme, weil irgendein Algorithmus glaubt, dass ich das lesenswert finden könnte; dass ich dort immer wieder ganz fürchterlichen KI Bildern als dekorative Untermalung der Texte begegne. Bitte, bitte, BITTE, lasst das sein! Ich weiß, ich muss mir selber Asche auf das Haupt streuen, da ich es zu Anfang, als alle im generativen KI Fieber waren, auch tat. Aber es ist so kontraproduktiv und allen Kunstschaffenden verpasst man damit eine schallende Ohrfeige. Es gibt so viele Fotos, Kunstwerke und Zeichnungen, die unter CC Commons laufen, oder Bilder z.B. bei Pixabay, die ebenfalls frei zugänglich sind, wenn ihr sie nicht kommerziell benutzt. Nehmt die, oder werdet selbst kreativ!

Schwimmen, Gießen & Dienst

Um 5:30 Uhr war ich bereits wach. Schlafen ging nicht mehr. Angedacht war, dass ich heute die Schwimmrunde ausfallen lasse und stattdessen zur N fahre, um noch einmal die Pflanzen zu gießen. Aber wenn ich so früh wach war, konnte ich auch schwimmen gehen. Ich packte mein Zeug zusammen und fuhr in die alte Heimat.

Es menschelte schon wieder arg auf dem Steg, und das, obwohl ich sehr früh da war. Eine der Besucherin begrüßt mich. Ich hatte sie die Woche davor mehrfach gesehen. Das Wasser ist immer noch sehr aufgeheizt. Ich schwamm zwei Runden. Danach die obligatorische Tasse Kaffee in der Jugendherberge.

Von dort aus ging es dann Richtung benachbartes Ausland auf der anderen Seite von Luxemburg. Ich brauchte ungefähr 1 Stunde für hinzufahren. Ich war hoch erfreut, als ich sah, dass die Tomaten ein gutes Stück weitergekommen, und nicht eingegangen sind.

Wieder zurück, war es kurz nach 11:00 Uhr und ich nutze die Gelegenheit, um noch schnell im Supermarkt etwas für ein spätes Frühstück zu kaufen.

Daheim gab es dann eine dicke Scheibe von dem Rosinen-Mandel Stutenzwilling den ich gestern auf dem Markt gekauft hatte, mit ordentlich Butter und Käse.

Am späten Nachmittag, eine weitere Dienstrunde.

Wieder daheim schaute ich mir ein Interview an mit Madonna das sie Graham Norten gab im Rahmen ihres neuen Albums. Sie ist fast nicht wieder zu erkennen. Sie hat sich diesmal viel Hilfe von anderen Stars geholt. Kylie, Stromae, Sabrina Carpenter…

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Imperator Palpatine hat freie Wahlen für einen neuen Imperator angekündigt – und Darth Vader nominiert. Du darfst einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken: Wen nominierst du?

Keine Ahnung…Captain Kirk?

Ein Reisetag & neuer Podcast

Der neue Podcast ist da! Wir haben einen Gast und wir reden über Resilienz.

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Am Morgen eine Schwimmrunde, eine gute halbe Stunde früher als die Tage davor. Man sieht es am Sonnenstand:

…und am Schatten.

Ich habe mich schon oft gefragt was , wenn man für die Rückreise auf einen Zug oder einen Flieger angewiesen ist, besser ist. Im aller Frühe fahren/fliegen, oder den Tag noch vor Ort mitnehmen und erst Abend zu reisen? Beides hat seine Vor- und Nachteile; ich kann mich nicht entscheiden.

Mein Flieger zurück ging pünktlich um 13:00. und kam auch sehr pünktlich an.

Von den Temperaturen her war es denn in Luxemburg nicht sehr viel weniger als in Biarritz. 33° um 15:00 Uhr. Und sie stieg noch.

Als ich dann in meiner Wohnung ankam, war sie brütend heiß, weil die Putzhilfe ein Fenster auf Kipp stehen lassen, und die ganze Hitze zog in die Wohnung. Mist!

Ich machte mich langsam daran die ganzen Hemden und T-Shirts, die ich mitgenommen hatte, zu waschen. Nichts war wirklich dreckig, nur verschwitzt. Das einzig Gute an dem heißen Wetter ist, dass alles binnen 30 Minuten bis zu 1 Stunde, trocken ist. Mit dieser Aktion war der ganze Koffer mit drei Waschmaschinen im Express Modus innerhalb 4 Stunden gewaschen und getrocknet.

Die Abend Unterhaltung bestand aus einer Folge Wilsberg, die ich mit aber so nebenbei anschaute, richtig darauf konzentrieren konnte ich mich nicht.

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Welche Sprachen sprichst du – und wie hat das dein Leben beeinflusst?

Ich habe die Frage schon mal in einer anderen Form beantwortet. Aber bitte, hier noch einmal. Ich bin von Geburt halb Luxemburger, halb Franzose bzw. Elsässer. Ich konnte also vor Schulbeginn Luxemburgisch, Französisch, Elsässisch und Deutsch, das dem Luxemburgischen sehr nahe ist. Später kam dann auch Englisch dazu. Die Frage wie die Sprachen mein Leben beeinflusst haben, kann ich so nicht beantworten, weil ich es von kleinauf nicht anders kenne. Aber ich denke, dass ich dadurch einen leichteren Zugang zu anderen Menschen, Kulturen und Umgangsformen hatte, als andere, die nur mit einer Sprache aufwuchsen. Ich spreche ganz bewusst von leichterem Zugang. Einen erweiterten Horizont und Verständnis für andere und anderes, wird zwar durch die Mehrsprachigkeit erleichtert, aber man muss es auch zulassen! Es gibt nämlich sehr rechtsgerichtete, kurzsichtige und vor allem dumme Luxemburger, die in genau wie ich aufgewachsen sind, und das nicht haben.

St.Jean im Ausnahmezustand

Wenn die Stadt St.Jean ihren heiligen Saint Jean feiert, dann dauert das drei Tage lang. Es ist wie Ostern, Weihnachten und Neujahr auf einmal.

Am Morgen eine erste Schwimmrunde. Ohne Delfin. Man kann das Glück nicht jeden Tag haben.

Auf einem kleinen Felsvorsprung hinter dem Hafen, bevor man zur Place Louis kommt, hatte sich jemand amüsiert kleine Steintürmchen zu bauen. Eine ältere Frau, die vorbei kam, meinte, dass sich jemand jedes Jahr

Es gab wie gestern einen Kaffee mit der M, in der Bar de la Marine. Anschließend gingen die D und ich zum Markt und kauften allerlei fürs Abendessen ein, denn wir hatten keine Lust in ein Restaurant zu gehen.

Am Nachmittag nahmen die D und ich noch einen Podcast auf, und ich zeigte ihr, wie ich das alles handhabe, um ihn zu schneiden und hochzuladen. Es ist ja nicht so dass die D das nicht kennt. Sie hat jahrelang beim Radio gearbeitet, aber digital am iPad schneiden ist dann doch noch mal etwas anderes.

Gegen 17:00 Uhr ging es dann noch einmal ins Wasser. Da sahen wir schon die ersten Partygänger in den traditionellen Farben, schwarz und rot.

Für das Abendessen war ich zuständig. Es gab Melone mit Iberico Schinken und dazu gelbe Tomaten mit Aprikosen und einem Balsamico Dressing nebst einer Burrata.

Gegen 8:00 Uhr zogen wir dann los. Ich lasse Foto und Video erzählen.

Die Tradition will auch, dass es zumindest an einem der Tage einmal kräftig regnet. In diesem Falle war es ein Unwetter mit Blitz und Donner und ein Meer und Himmel in sagenhaften Farben.

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Welches Buch, welchen Film oder welche Serie würdest du gern noch einmal zum allerersten Mal erleben?

Twin Peaks

Schwimmen mit Delfin

Bereits um 7:30 Uhr zogen die D und ich los zum Strand. Es waren sehr wenige Menschen unterwegs.

Und dann passierte genau das, was in der Überschrift steht und was ich mir schon das letzte Mal insgeheim gewünscht hatte. Der Delfin, der immer noch in der Bucht ist, und mit dem die D bereits Bekanntschaft machte, war heute neugierig auf mich. Ich schwamm mit der D hinaus, die eh immer sehr viel schneller schwimmt als ich. Als ich ein Stück weit raus geschwommen war, sah ich ihn. Er hüpfte einmal ungefähr 10 Meter vor mir aus dem Wasser. Das Vieh ist riesig! Ich war überzeugt, dass er zur D schwimmen wollte doch er kam auf mich zu. Ich hatte Herzklopfen, versuchte aber nicht nicht panisch zu werden. Er streifte mich einmal kurz unter Wasser und war wieder weg. Jetzt im Nachhinein kommt mir diese Begegnung fast irreal vor und ein bisschen Schiss hatte ich auch, denn es ist immerhin ein wildes, frei lebendes Tier.

Der Delphin ist übrigens eine Sie, voll ausgewachsen und 200 Kilo schwer.

Später sahen wir die Malerin M, die hier wohnt und auch regelmäßig schwimmen geht. Nach der Schwimmrunde gingen wir alle drei in die Bar de la Marine auf einen Kaffee.

Nach der Mittagspause mit obligatorischer Siesta, ging ich noch einmal an den Strand.

Ich schwamm nochmal eine große Runde und wollte nicht mehr aus dem Wasser. Draußen war es sehr heiß und der Sand brannte unter den nackten Füßen.

Am Abend ging es zu Piper Belz auf einen deftigen Pfannkuchen.

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Wenn du sofort jede Fähigkeit perfekt beherrschen könntest: Welche wäre das – und warum?

Die Frage ist sinnlos, denn auf die Frage welche Fähigkeit, steht die Antwort ja schon im ersten Satzteil, nämlich jede!

Die morgendliche Wonne eines Montags

Das Wasser war aber empfindlich kühler als gestern, zumindest kam es mir so vor. Aber so lange kein Regen angekündigt ist, dann wird es wirklich ungemütlich, werde ich jeden Morgen schwimmen gehen. Ich war alleine dort, nur eine Nilgans leistete mir Gesellschaft. Ich schwamm meine übliche Runde. Als ich wieder aus dem Wasser war und angezogen, kam auch schon die erste Horde Jugendlicher, und ich ging zurück zur Jugendherberge für eine Tasse Kaffee.

Dann war ich umschlüssig was ich tun sollte, denn einerseits wollte ich noch etwas unternehmen, doch ich besann mich eines besseren und fuhr zurück zur Wohnung und erledigte diverse Haushaltsdinge.

Später machte einen Ausflug in meine Kindheit und Jugend:

Was mir dabei auffiel war, wieviele dieser Werbungen gesungen wurden. 🎶 Ohne Scheuern, ohne Bücken,…. 🎶 Den Rest könnt ihr selber singen. Diese Ohrwürmer waren sehr hartnäckig und effektiv. Auch das Bild der Frau war noch ein sehr anderes als heute.

Am Abend schaute ich mir auf TCM Stage Door an. Eine kleine Pension mit jungen Damen alle voller Hoffnung eines Tage für die Bühne entdeckt zu werden. Immer nach dem Motto ‚frech kommt weiter‘, geht es hier auch schief.

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Schreib deinen Guide dazu, wie du in Beziehungen gesunde Grenzen setzt.

Dazu müsste ich erstmal eine Beziehung haben. Und was heißt „gesunde“ Grenzen? Sich möglichst keine Krankheiten einfangen bei einem „gesunden“ Seitensprung?

Zwei Tage

Vom Mittwoch, der sonst nicht viel hergab, möchte ich lediglich festhalten, dass ich mich durch einen Podcast im Editing gearbeitet habe und dafür mehrere Stunden gebraucht habe. Wenn wir Gäste haben, ist es ein viel minuziöser Prozess, denn da spielt die Aufregung auch eine Rolle. Es wurden eine Unmenge Füllwörter gebraucht die ich rausnehmen musste. Auch unmotivierte Pausen, (ich nenne sie zumindest so), also keine Pausen, die aus einem Gedankengang heraus kommen, in dem man etwas Wichtiges gesagt hat, dass man erst einmal sacken lassen sollte, (die lasse ich drin) sondern Pausen, die entstehen, weil man im Kopf nach den richtigen Wörtern sucht. Die einen füllen diese Pausen mit Eeeh und Ääääh, andere sagen gar nichts. Und so wurde aus dem Podcast, der anfänglich fast 33 Minuten dauerte, ein Podcast von 27 Minuten! Also gute 5 Minuten kürzer! Ich hörte ihn mir im Anschluss noch einmal an und war sehr zufrieden. Übernächsten Mittwoch geht er online.

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Der Donnerstag dann begann am Mittag mit einem Business Lunch. Und da es Business ist, kann ich nichts darüber schreiben.

Aber das Essen hätte ich ablichten können, wenn ich daran gedacht hätte. Es war ein schönes Meeting und die Terminlage für die kommende Spielzeit sieht vielversprechend aus.

Im Anschluss fuhr ich zum Supermarkt und kaufte ein paar wenige Dinge für den Kühlschrank, denn die Tage bis zur Abreise kann ich noch so gerade an zwei Händen abzählen.

Danach machte ich noch eine kurze Stippvisite in einem anderen Theater und setzte mich ins Renert.

Auf der Place Guillaume wurde wieder schweres Geschütz aufgefahren, wegen der Fête de la Musique am Wochenende.

Auch die Place Clairfontaine bekam eine Bühne:

In Rainbow Center sagte man mir dass das der Lëtz Boys seit Mittwoch wieder geöffnet ist mit anderem Namen. Le Gléck. (Insta Link) Oh ja! Jetzt kann man auch wieder dahin gehen!

Es war empfindlich kühl und ich machte mich auf in die eigenen vier Wände.

Ich war früh zu Bett.

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Welche Jahreszeit magst du am liebsten? Warum?

Aus der Frage sollte ich eine Quizfrage für meine geschätzten Leser machen.

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Ich dachte gestern an Tante Gritty, weil sie Geburtstag hatte. Sie wäre 89 geworden. Heute vor zehn Jahren besuchte ich Sie, und es war das letzte Mal, dass ich Sie lebend sah. Zwischen Lachen und Weinen.

Kurz über die Grenze & neuer Podcast

Den Montag lassen wir aus Gründen der intensiven Rumgammelei weg. Außer Papierkram war da nichs. Ansonsten las ich, erledigte Haushaltsdinge und hörte in den Podcasts, Kein Mucks! fest.

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Am Dienstag setzte ich der Gammelei ein Ende. Ich war früh wach. Fas unstete Wetter war nicht ideal zum Schwimmengehen. Ich beschloss nach sehr langer Zeit mal wieder, nach Trier zu fahren.

Eines muss man schon sagen. Die Stadt versucht wirklich mit aller Kraft gegen den Leerstand der Geschäfte anzugehen. Ich gehe ja selten vom Hauptmarkt in Richtung Porta Nigra, doch dachte ich mir dass ich es doch einmal versuche. Ja, man gibt sich wirklich Mühe, den Leerstandsvirus einzudämmen.,

Ich hielt Ausschau nach ein Paar Flip-Flops die nicht komplett aus Gummi und Schaumstoff sind. Ich fand welche von Rieker die aber nicht passten.

Mittagessen und da freute ich mich darauf, gab es im on der Trier Brasserie. Schweinemedaillons mit Bohnen und Rosmarinkartoffeln. Kein Foto aber dafür sehr gut.

Mit der Besitzerin unterhielt ich mich über die Covid Zeit ( das kam mir mein Blog sehr zu Hilfe) um genau zu sein über das erste mal dass ich nach Monaten wieder im in ein Restaurant durfte. In Luxemburg war es noch nicht erlaubt, aber in Rheinland-Pfalz durfte man wieder. Den Tränen nahe. Ich gab ihr den Blogeintrag zu lesen.

Ich schaute noch nach ob es zur Zeit keine schöne Ausstellung in Trier gäbe, doch da war nichts von Bedeutung.

Am Abend schaute ich mir zwei Folgen von Grandchester an, die immer mehr zur einer Soap verkommen, so sehr ich die Charaktere auch mag, die Kriminalfälle werden immer lahmer.

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Wenn Menschen Untertitel hätten, welche hättest du?

Da ist es wieder, dieses Schubladen-Denken, zumindest im umgangssprachlichen Sinn. Wenn ich es für mich wortwörtlich nehme, brauche ich keine Untertitel. Ich kann vier Sprachen verstehen und sprechen und nur verstehen tue ich noch ein oder zwei mehr. Umgangssprachlich gesehen, wüsste ich nicht was ich mir als Untertitel, z.B im ironischen oder sarkastischen Sinn, geben könnte. Das müssen andere tun.

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Der neue Podcast ist da! Wir haben drei Bücher gelesen.