Ich wurde sehr früh wach und konnte nicht mehr einschlafen. Ich zählte die Stunden, in denen ich eigentlich geschlafen hatte. Es waren nicht mal ganze fünf. Das reicht nicht.
An diesem Tag sah ich zwei Frühlingsboten. Der erste flog am Fenster vorbei. Ein Schwarm Kraniche:

Ich spann noch einmal die Idee der Strafarbeit eine Runde weiter und kam zu dem Schluss, dass ich im Blog einen Aufsatz schreiben werde, den ich tatsächlich einmal schreiben musste. Es war keine Strafarbeit in dem Sinne, sondern eine Klassenarbeit mit dem Titel, Ein Tag im Leben eines/einer… Ich weiß nicht mehr, was ich damals ausgewählt hatte. Aber später hin schwirrte mir immer eine andere Idee durch den Kopf, die ich einmal schreiben wollte. Leider war der Tag so voll gepackt mit anderen Dingen, dass ich nicht dazu kam. Vielleicht am Wochenende.
Am Nachmittag suchte ich die S auf die ich seit Monaten nicht gesehen hatte. Sie hatte in letzter Zeit zwei schwere Schicksalsschläge zu durch leiden, und es geht ihr jetzt den Umständen entsprechend langsam besser. Das traf sich auch gut, denn es war Freitag und Meisterin Proper schwang das Zepter bei mir zu Hause, so dass ich wie immer flüchten musste. Wir zurrten paar Daten fest, um uns weiter um ein Projekt zu kümmern, dass ein bisschen angestaubt war.
Auf dem Rückweg entdeckte ich den zweiten Frühlingsboten und der machte mich sehr glücklich! Schneeglöckchen!

Am Abend war ich sehr unschlüssig, was ich tun sollte. Ich schaute mir schließlich zwei Folgen von Adam Dalgliesh an, von denen ich überzeugt war ich hätte sie noch nicht gesehen. Aber dem war leider so.
Ich ging recht früh zu Bett, da die Nacht davor ja so kurz ausgefallen war.
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Was haben deine Eltern in deinem Alter gemacht?
Ich werde dieses Jahr 60. Mein Vater lebte schon seit acht Jahren nicht mehr. Das war im übrigen ein sehr seltsames Gefühl, als ich 52 wurde und ab da länger lebte als mein Vater. Meine Mutter war mit 60 bereits seit zwei Jahren in Rente.