Waffeln!

Ich war letzte Woche schnell noch im Rainbow Center und holte das neue Magazin ab. Ich habe, wie in den letzten Ausgaben auch, ein Artikel dazu beigetragen. Den Link zum Artikel selbst wird irgendwann in dieser Rubrik zu finden sein, wo auch schon alle anderen stehen.

Wer ihn trotzdem jetzt schon gerne lesen mag, ich habe ihn als PDF eingescannt: ‚Wie queer sind alte Märchen?

Hinzu kam dieses Mal auch ein Podcast, bzw. ein Interview, das ich mir noch einmal ganz bewusst anhörte. Interview mam Tata Tom. Auf luxemburgisch. Für die es lernen wollen oder für meine deutschen Leser, die es dann nur teilweise verstehen, Tom spricht sehr deutlich und sauber und es ist eine gute Gelegenheit, sich eine Fremdsprache anzuhören, die man teilweise versteht, um sie später vielleicht ein bisschen mehr zu verstehen.

Am Nachmittag beschäftigte ich mich daheim mit Dingen die zwar noch aufgeschoben werden können, aber wenn sie mal von der To Do Liste sind, ist die auch schon etwas leerer. Unter anderem schnitt ich den Podcast zusammen, den die D und ich im Mudam aufgenommen hatten. Es war etwas mehr Arbeit, denn ein Podcast in einer Ausstellung aufzunehmen in einer Menschenmenge, braucht im Anschluss mehr Zeit und ist anders aufgegliedert.

Als ich davon genug hatte, kam mir die Idee, Waffeln zu machen. Dabei überlegte ich mir, nach welchem Rezept ich vorgehen möchte. Die Rezepte, die ich im Netz recherchiert hatte, sind alle recht einfach. Es wird alles zusammen gerührt und dann im Waffeleisen gebacken. Das Resultat ist meistens so mittel. Ich erinnerte mich an das Waffelrezept meiner Mutter, deren Waffeln um einiges leckerer waren. Ich wusste noch, dass sie das Rezept von Michel Olivier hatte. Mit fiel ein, dass ich sein Rezeptbuch irgendwann mal gekauft hatte! Und tatsächlich, das Rezept steht drin! Der Teig ist komplexer als alles nur zusammenrühren.

Der folgende Text ist aus dem Rezeptbuch und er gilt für eine Menge von 20! Waffeln. Das ist für mich alleine viel zu viel. Ich habe die Mengenangaben erst mal um die Hälfte reduziert.

Waffeln nach Michel Olivier

Für 20 Waffeln:

250 g Weizenmehl (Type 55) / 1/2 Liter Milch / 125 g Butter / 4 Eier (Eigelb und Eiweiß getrennt) / 10 cl frische Sahne / 125 g Puderzucker / 1 Esslöffel Orangenblütenwasser / 1 Teelöffel Backpulver / 1 Prise Salz / Puderzucker zum Bestäuben

1/2 Liter Milch in eine Schüssel geben, 125 g Butter (in Stücke geschnitten) dazugeben und die Schüssel auf mittlere Hitze stellen. Sobald die Milch kocht, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

In einer großen Schüssel 250 g Mehl (Type 55) mit 1 Päckchen Backpulver vermischen.

Die 4 Eigelb mit 125 g Puderzucker schaumig schlagen und nach und nach mit dem Mehl vermengen, bis eine glatte Masse entsteht.

Die abgekühlte Milch langsam unter die Mehl-Eigelb-Mischung rühren, bis ein glatter Teig entsteht.

10 cl frische Sahne und 1 Löffel Orangenblütenwasser unterrühren. (Ich hatte kein Orangenblütenwasser und nahm stattdessen braunen Rum. Das geht auch und ist eine Variante vom Rezept.)

Den Teig 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Nach der Ruhezeit die 4 Eiweiß mit 1 Prise Salz zu steifem Schnee schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

Den Waffelautomaten vorheizen und die Waffeln goldbraun backen. Nach dem Backen sofort mit Puderzucker bestäuben und warm servieren.

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Dass das Eiweiß sonder aufgeschlagen wird und erst nach einer Ruhezeit zum Rest dazu kommt, war mir neu.

Derweil rief die N an die grade anderweitig in der Stadt zu Besuch war ob sie noch vorbei kommen könnte. Ja klar! Es gibt frische Waffeln!

Und dann kam das was ich befürchtet hatte aber im Kopf ein wenig ausgeblendet hatte. Ich habe eine Croque Monsieur Gerät, dem man auch ein paar andere Schlappen Eisen anziehen kann und dann wird er zum Waffeleisen. Aber es bleibt von der Hitze her immer nur eine Croque Monsieur Maschine die sich als Waffeleisen verkleidet hat. Es wird nicht heiß genung. Das Resultat sah dann leider etwas ärmlich aus. Zudem werden es von der Teigmenge her höchstens 8 Stück.

Die N bestätigte mir aber, dass der Teig großartig schmecke, auch wenn die Waffeln zu hell und nicht kross waren. Nun ja, das wäre dann wohl die nächste Neuanschaffung, obwohl ich mir geschworen hatte, dass ich nichts Neues für die Küche kaufe, in der nächsten Zeit.

Die abendliche Unterhaltung bestand aus einer DVD aus meinen Beständen. Porco Rosso. Ich hatte den Film lange nicht gesehen.