Mittwoch, Donnerstag & Freitag

Der Donnerstag verlief fast genauso wie der Mittwoch. Es waren zwei Tage mit Endproben und am Freitag war die Premiere. Hier mag ich gar nichts erzählen, nach dem Motto, wenn du nichts schönes zu berichten hast, dann schweige.

 Worüber ich aber etwas erzählen kann, ist, dass ich seit Dienstag schon, einen Hausgast habe. Der T. aus Wales ist zur Zeit in Luxemburg. Wir wussten beide, dass ich wenig Zeit für Unternehmungen hätte, weil ich halt in den finalen Proben stecke, aber er hat ja seine Kindheit und Jugend in Luxemburg verbracht, und ich muss ihm keine Gebräuche erklären oder Reiseführer spielen.

Was die letzten Abende sehr angenehm war, ist, dass ich nach Hause kam und jemand da war, mit dem ich über etwas anderes sprechen konnte als dienstliche Angelegenheiten. Sonst bekomme ich wieder diesen Tunnelblick und kann an nichts anderes denken als Arbeitszeug.

Wer den T. nicht kennt, ich habe ihn schon ein paarmal hier als technisches Heinzelmännchen beschrieben, der mir mit Rat und Tat zur Seite stand, als ich den Podcast Emgefall an Ausgelaf startete. Seine Stimme kommt zudem in dem Intro von dem ersten Podcast, den ich für queer.lu gemacht habe.

Am Freitagmorgen hatte der Tee eine Verabredung. Ich lies den Morgen sehr langsam und gemächlich angehen. Ich holte die Bügelwäsche aus dem Keller, der am Nachmittag Meisterin Proper des Regiments übernahm.

Ich traf mich mit der D an auf der Place Guillaume, die jetzt schon sehr anderes aussieht und in den nächsten zwei Wochen keinen Markt beheimaten wird wegen dem Mäertchen.

Wir aßen ein letztes mal in der Casa Gabriele, herrlich gute Ravioli, bevor die D am Samstag nach St.Jean entschwindet. Ich werde ihr aber sehr bald folgen…

Später saß ich noch eine Weile im Park Belair um mich mental auf die Premiere vorzubereiten.

Der Parc Belair bekommt eine neuen Spielplatz der meiner Meinung nach total überdimensioniert ist für den kleinen Park und sehr unübersichtlich ist für Eltern, weil er so groß ist, dass sie ihren Nachwuchs aus den Augen verlieren. Ich versuchte hinter der Absperrung ein Bild davon zu machen, es ging nicht weil er zu groß ist:

Am Abend dann war die erlösende Premiere. Das Stück ist raus, uff.

Es wurde spät bevor ich daheim war, weil das Stück mit Pause drei Stunden dauerte.