Tarte Tatin am Sonntag

Ein Sonntag ohne Pläne, ohne Verpflichtungen. Wunderschön!

Ich erwarte dann relativ früh zu schönem Wetter. Und ausnahmsweise gab es heute Frühstück! Etwas, das ich ja sonst nie mache. Ich hatte mir vom Hofladen eine Brioche mitgebracht. Sie sah nicht nur vielversprechend aus, sie war auch sehr gut und er erinnerte mich an die Brioche, die ich in Freiburg im Hawara hatte. Ich hatte mir dazu Clementinen Marmelade gekauft, die hervorragend schmeckte.

Zudem fand ich heraus, dass ich den Sonnenclip auch verkehrtrum aufsetzen kann, und dass es sehr doof aussieht:

Nach ein bisschen lesen und Haushalt, fuhr ich in die alte Heimat. Ich hatte gestern nämlich etwas vergessen, was ich mir dann doch unbedingt kaufen wollte, weil ich es nie selbst mache. Blätterteig! Ich habe es um ehrlich zu sein, auch noch nie versucht. Ich weiß nur, dass es eine Heidenarbeit ist.

Angedacht war eventuell doch zum Mäertchen zu gehen. Doch ich besann mich eines besseren, denn es war schließlich Sonntag, der Tag des Herrn, und ich wollte nicht wissen, wie viele Menschen wegen der Wallfahrt tatsächlich in der Stadt waren.

Auf dem Weg in die alte Heimat hörte ich ein Podcast über Charlie Chaplin in Berlin und was die damalige Journaille dazu schrieb. Die rechten und nationalsozialistischen Zeitungen machten ihrem Ruf als Lügenpresse alle Ehre. Aber auch alle anderen bekleckerten sich nicht mit Ruhm, weil wirklich jedes Blatt Chaplin zu ihren Zwecken gebrauchte und darin ein Politikum sah.

Ich kaufte den Blätterteig und fuhr anschließend gleich zurück. Ich hatte vor eine Tarte Tatin zu machen, die ja bekanntlich kopfüber gebacken wird. Allerdings machte ich sie nicht mit Äpfeln, sondern die salzige Variante mit Tomaten.

Die Tomaten blieben leider nach dem Schmoren, nicht so fest, wie ich erhofft hatte. Merke: das nächste Mal wieder die länglichen Tomaten zum einkochen nehmen. Lecker war sie trotzdem:

An der einen Seite rutschten mir zwei Tomaten raus beim Stürzen, sonst hätte sie perfekt ausgesehen.

Und während ich in der Küche werkelte, hörte ich einen weiteren Podcast Aus den Archiven. Diesmal über Karl Valentin. Ich habe zu Beginn meiner Laufbahn im Theater ein Stück begleitet, das ein Weltuntergangspanoptikum hieß, in dem vier verschiedene Darsteller eine Reihe von Sketschen von Valentin spielten. Von Walburga Vrmdlwrmft (ich hoffe das ist richtig geschrieben) bis hin zu, „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“.

Später stolperte ich über diese kleine Perle an Film die ich völlig vergessen hatte. Keeping Mum mit der wunderbaren Maggie Smith und dem schon lange verstorbenen Patrick Swayze. Eine herrliche schwarze, britische Komödie.

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