Ein sehr ruhiger Tag mit Regen und keinen angenehmen Temperaturen. Ich stich den Wochenmarkt, da es immer noch genug im Kühlschrank gab, und ich ja ab Samstag wieder etwas weiter südlich in Europa zu finden bin.
Zuerst einmal fiel der Server der Homepage aus für satte 5 Stunden. Es fiel nicht nur der Server aus. Ich bekam auch keine E-Mails.
Ich nutze den Tag für jede Menge Häuslichkeit, und machte all das, was die letzten Tage liegen geblieben war.
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Zudem las ich das Buch von Gisèle Pelicot aus und bin bis zum Schluss dran geblieben, obwohl es keine leichte Kost ist. Einerseits ist es die Sprache, andererseits ist es die Geschichte, die immer sehr nah an der Person dran bleibt. Sie schildert eidringlich ihre unterschiedlichen Emotionen und die ihrer Kinder. Wie diese Frau den Spagat schafft zwischen dem, was ihr angetan wurde, über zehn Jahre lang, und zugleich vehement einfordert, kein Opfer zu sein, und das auch schafft, ist wirklich bemerkenswert. Sie versucht Zusammenhänge zu finden aus ihrem Leben und aus dem Leben ihres Ex-Mannes und wie es soweit kommen konnte. Sie will verstehen und Antworten auf ihre Fragen finden.
Was ich sehr gut nachvollziehen kann, ist, dass sie oft das Bedürfnis hat alleine zu sein mit sich und ihren Gedanken, um sich zu sammeln und zur Ruhe zu kommen. Einer der stärksten Momente im Buch ist der, wenn sie alleine am Meer ist, kurz bevor der Prozess beginnt und beschließt, ihn öffentlich zu machen und sich für ihr Schicksal nicht zu schämen und es nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden zu lassen.