Noch einmal schwimmen am frühen Morgen. Ich nutze das so lange aus wie nur möglich. Die Wettervorhersage, die zur Zeit mehr an Zukunft-aus-der-Kristallkugel-lesen erinnert, hatte ein Unwetter für den Nachmittag vorausgesagt.
Die D und die Reiher. Das ist eine Geschichte einer langen Freundschaft. Sie schaffte es heute so nah an diesen heranzukommen, dass sie ein Foto machen konnte das National Geographic würdig ist. Ich hingegen nahm ihn von der anderen Seite, mit Zoom.


Über dem See der Alten Heimat hingen dann ein paar dickere Wolken, aber keine davon sah bedrohlich aus. Da wir noch früher als die Tage davor losgefahren waren, und durch die Wolken die halbstündige Trocknung in der Sonne ausfiel, waren wir beizeiten wieder in der Stadt und die D und ich gingen auf den Markt, so pünktlich wie an anderen Samstagen auch. Ich kaufte Tomaten, eine Melone, Burrata von der Käsefrau, und ich nahm auch Yoghurts von ihr mit, von einer kleine Marke die ich nicht kannte.
Als ich kann kurz vor Mittag daheim war fiel ich wie ein Stein in den Sessel und schlief ein. Die Hitze über die Mittagsstunde war noch heftiger als am Freitag.
Den Nachmittag verbrachte ich mit lesen und dösen, etwas anderes ließ die inzwischen zu aufgeheitzte Wohnung nicht zu. Ein Unwetter, das die Schwüle ein wenig gebrochen hätte, war nicht in Sicht.
Am Abend marinierte ich mir zwei riesige Hähnchenfilets mit Zitrone und Thymian, die unbedingt wegmussten und legte sie auf den Grill. Eines davon gab es als Abendessen mit ein paar Tomaten, das andere wird morgen zu einem Geflügelsalat verarbeitet.
Da ich auf dem Balkon aß, hörte ich manche Gespräche rundherum von den Nachbarn die auch alle ihren Balkons saßen. Sonst nehme ich sie kaum wahr,
Gegen fast 23:00 war immer noch nichts von einem Unwetter zu sehen oder zu spüren. Und so beschloss ich am Sonntag früh spontan zu entscheiden, ob ich noch einmal dem See einen Besuch abstatte.