Fressen, Kunst und Puderquaste

Kategorie: Allgemein (Seite 181 von 222)

Ich hab den Henker bestellt

Ich habe ihn oft abgelichtet, so bleibt auf Fotos er der Nachwelt erhalten. Vor einigen Tagen noch machte ich ein Foto von ihm als er in voller Blüte stand. Zu sehen gleich nebenan in Photoblog.

Er ist krank und das schon seit ein paar Jahren. Bei jedem noch so kleinsten Sturm oder leichten Windböe stand er immer schräger.  Man sieht es an den Ästen und mit den Wurzeln stimmt auch was nicht sonst würde er gerade wachsen. Ich hab Angst dass er umfallen wird und dann wäre der Schaden groß.

Morgen kommt er weg.

Und es tut weh.

The Infernal Comedy – John Malkovich

Ach ja, das war schon nicht schlecht gestern Abend in der Philharmonie, John Malkovich als Serienmörder Jack Unterweger mit zwei Opern Sängerinnen und einem Kammerorchester.

The Infernal Comedy beschreibt eine fiktive Situation in der der Serienmörder Jack Unterweger ein Buch nach seinem Tod geschrieben hat und damit auf Lesetour ist. Es soll seine wahre Geschichte beinhalten mit allen Daten und Fakten der Morde die er begangen hat.

Zu Anfang leicht verwirrend war der Umstand, dass Malkovich auf die Bühne kam und sofort mit einer Begrüßung loslegte die sehr auf das luxemburgische Publikum und den Ort zugeschnitten war, und man nicht richtig wusste ob man noch John oder schon Jack vor sich stehen hat. Doch nach den ersten paar Sekunden war klar dass er Jack spielte.
Die Rolle des Serienkillers ist Malkovich auf den Leib geschrieben. Im Grunde ist es ein Theaterstück mit einem eher mittelprächtigen Text, der wahrscheinlich nicht funktionieren würde wäre es nicht John Malkovich sondern jemand unbekanntes. Das ist auch ein wenig das Enttäuschende daran, denn die Figur das Jack verändert sich nicht sondern wirft lediglich Fragen auf ohne sie zu beantworten. Mit zwei begnadeten Opernsängerinnnen Bernarda Bobro und Aleksandra Zamojska wird das ganze aufgelockert.

Aber Malkovich einmal auf der Bühne zu sehen war mir das Ticket schon wert.
Heute Abend ist er mit dem gleichen Programm in Brüssel in Bozar zu sehen.

Hier ein Video mit Ausschnitten aus dem Abend in Wien im Ronacher Theater.
(Ich kriege es leider nicht eingebettet.)

David Byrne & Fatboy Slim – Here Lies Love

Als vor kurzem in Paris war, schlenderte ich durch den CD Laden in der Gare de l’Est und hörte plötzlich ein mir unbekannter Song meiner geliebten Róisín Murphy. An der Kasse fragte ich nach der CD und man legte mir eine CD mit einem etwas seltsamen Foto einer asiatischen Frau auf dem Cover vor. David Byrne und Fatboy Slim, las ich. Here lies Love, der Titel der CD. Die Songs sind jeweils immer von jemand anderem eingesungen. Aha, dachte ich, eine Cover CD. Aber ich dachte falsch. Es ist die Geschichte der Imelda Marcos die Ex First Lady der Philippinen , musikalisch umgesetzt. Die Frage die sich David Byrne dabei stellte war, was treibt Leute mit Macht an? Interessant, mag man denken.

All das wusste ich noch nicht als ich die erste CD des Doppelalbums hörte. Jedoch waren mir Fatboy und Byrne ein Begriff und ein gemeinsames Projekt der beiden schien mir reizvoll. Doch wurde ich vom ersten Hören der CD enttäuscht. Die Songs klingen mit wenigen Ausnahmen so als ob man sie schon mal irgendwo gehört hätte. Manchmal dachte ich an Cole Porter, manchmal an die Teletubbies. Beides zusammen ergibt etwas Unausgegorenes, teilweise sehr schmalzig und nicht nachvollziehbar.

Im Nachhinein kommt es mir ein wenig so vor wie das Projekt der Abba Herren die die Musik zu dem Musical Chess schrieben und damit einen riesen Erfolg feierten ohne dass das Musical auf einer Bühne zu sehen war. (Späterhin wurde es auf die Bühne gebracht und war ein Megaflop)

Der Unterschied besteht darin dass die Songs von Here Lies Love hier von Anfang an nichts taugen. Und das so sehr, dass ich erst jetzt darüber schreibe, denn ich hatte das Album bereits eingemottet und aus dem Gedächtnis gestrichen.

In 20, 30 Jahren

Wer will schon wissen wie er in zwanzig oder dreißig Jahren ausschaut.
Ich…

in20years.com

Mal in 20, mal in 30 Jahren, mal drogenabhängig, mal clean. Zugegeben mache der Morphings haben etwas Vampirhaftes. Aber da Vampire ja salonfähig und sexy geworden sind, hab ich nichts dagegen.

Quälende Gedanken & Händewaschen

Simple Hygiene hilft, mit einmal getroffenen Entscheidungen leichter zu leben. Zum Beispiel kann Händewaschen den Kopf von lästigen Alltagsgedanken befreien.

Eine Reportage den ich heute Nachmittag im Deutschlandfunk hörte während ich zur Arbeit fuhr.

Wer die Qual der Wahl hat, hadert auch dann noch mit sich, wenn die Entscheidung längst getroffen ist – und zwar unbewusst. Kognitive Dissonanz nennen Psychologen das und haben jetzt ein erstaunlich simples Mittel dagegen gefunden. Händewaschen.

Als ich im Theater war habe ich das mal gleich ausprobiert und mir konsequent nach jedem Schauspieler die Hände gewaschen, selbst dann wenn ich sie nur indirekt angefasst habe und das Händewaschen eigentlich nicht nötig war. Und seltsamerweise war ich anschließend ausgeglichener und konnte mich besser auf den nächsten Darsteller konzentrieren.
Vielleicht ist es auch ein Trugschluss, da ich ja das Händewaschen bewusst getan habe.

Den ganzen Beitrag via Deutschlandfunk / Forschung Aktuell

Ich höre…

Auf der Suche nach neuer Musike, kam mir dieser Beitrag von Spreeblick grade recht.

Die Gruppe heisst The Mary Onettes, kommen aus Schweden und haben gerade ihr zweites neues Album aufgelegt. Mich erinnern sie stimmlich an eine Gruppe aus den 80ern die da China Crisis hieß und von denen ich fast alle CD’s habe. (Jawohl, CD’s, ich habe mir die nach der Vinyl Ära alle nachgekauft.)

Die Mary Onettes sind so nett und schenken uns einen Titel von der neuen CD: Puzzels. Zu sehen unten und zum gratis Downloaden hier.

The Illusionist

Nachdem ich den kleinen Beitrag über den Zeichentrickfilm Les Triplettes de Belleville bei der Grinsekatze las, machte ich mich seit längerem mal wieder auf die Suche nach dem neuen Film von Sylain Chomet. Und was soll ich sagen mir zittern die Hände. Er kommt! Als ich die ersten Bilder davon sah, (denn er lief bereits auf der Berlinale) wurde mir ganz warm ums Herz. Diese noch von Hand gezeichneten Bilder alle durchweg in Herbstfarben gehalten, sind so unbeschreiblich schön…hach!
Dass Sylvain Chomet eine Affinität zu Jaques Tati besitzt ist seit seinem ersten Film La Veille Dame Et Les Pigeons (YouTube Teil 1/2/3) nicht von der Hand zu weisen. Somit war es nicht verwunderlich, dass die Verwalter des Jaques Tati Erbes sich an ihn wandten um ein unverfilmtes Drehbuch von Herrn Tati selbst in einen Zeichentrick umzusetzen.
Wann der Film erscheinen wird ist noch so ganz raus. Ich fand verschiedene Daten 5.Mai, 16 Juni…
Wenn es nach mir ginge wäre er morgen schon zu sehen!

Folgende Bilder habe ich dem Pressedossier des Films entnommen.

Trailer (russich)

Interview mit Sylvain Chomet

Links:
Pathé International
IMDB
Kino-Zeit.de
Daily Film Dose
ciritc.de
Berlinale
Wikipedia

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