St.Jean-de-Luz: Zwei Filme im Kino

Nach der großen Bilderflut der letzten Tage gönnte ich mit heute, da das Wetter versprach nicht so toll zu werden, nicht einen, sondern gleich zwei Filme im Kino.

Erster Film: Le cours de la vie Eine romantische Geschichte von einem Filmemacher der eine Kinoschule eröffnet und einer sehr erfolgreichen Filmauthorin. Nichts was wirklich die Welt umhaut und doch habe ich ein paar interessante Tipps bekommen was das Schreiben angeht. Der Film steht und fällt mit Agnes Jaoui, die einfach eine sehr gute Darstellerin ist. Und mit 1:30 ist der Film auch nicht zu lang. Es ist jedoch eine sehr sehr sehr französische Geschichte und wird wahrscheinlich nirgendwo sonst Erfolg haben.

Zweiter Film: Jeanne du Barry. Der Eröffnungsfilm von Cannes dieses Jahr. Oh je. Ich hatte vorab einen gewaltigen Verriss gelesen. Aber so schlimm wie er dort vorgestellt wurde, war er nicht. Das einzige was ich dem Film vorwerfen kann ist, dass er sehr sehr glattgeschmirgelt wurde, was sicherlich damit zu tun hat, dass Netflix ihn mitfinanzierte und er für ein U.S. Publikum tauglich sein muss. Ich denke wenn man Maïwenn, die Regie führte und die Hauptrolle spielte, mehr Spielraum gegeben hätte… Ich finde ihn recht unterhaltsam und auch Johnny Depp kommt als alternder Ludwig XV. recht gut rüber. Et hat zugegeben wenig französischen Text, spricht ihn aber akzentfrei.

Anschließend ging es nich für einen kleinen Happen ins Chistera und dann in die Heia.

St.Jean-de-Luz: Sonntag ist Ruhetag

Am Morgen an dem ich später aufstand, (es war am Abend davor fast 3:00 Uhr bevor ich die Augen schloss) ging es nach Ciboure.

Die Brücke wurde mit neuen Fahnen bestückt. Die von letzten Jahr sahen nämlich sehr zerrissen aus.

Auf dem Parkplatz direkt hinter der Brücke gab es eine Aktion zum Geldsammlen des hiesigen Rotary Clubs. Am konnte für 15€ pro Kopf mit einem alten Wagen eine Spritztour samt Chauffeur über die Corniche machen:

Wir hingegen schlenderten einmal kurz über den Markt, der dort Sonntags stattfindet und tranken ein Kaffee im Café Garat.

Später ging ich allein zum Strand:

Nichts, aber wirklich gar nichts entspannt und erdet mich so sehr wie am Strand zu sitzen und dem endlosen Spiel der Wellen zuzusehen. Ich las und schrieb schon einen Teil hier vor.

Später gab es ein Affogato bei Bargeton. Man gönnt sich ja sonst nichts:

Später musste ich dann doch ran und ein paar Hausaufgaben erledigen. Manchmal fallen mir Dinge in den Schoß, die ich nicht haben will und wenn ich mich nicht sofort darum kümmere, knallt es mir später mit viel Aua gegen die Birne.

Am Abend dann noch einmal zu Jérôme ins Bidaian:

Die Vorspeise war eine rekonstruierte Tomate, gefüllt mit frischem Schafskäse und Basilikum in einem Gaspacho aus gelben Tomaten. Das war schon ganz große Kunst.

Kurz nach 22:00 lag ich bereits im Bett.

St.Jean-de-Luz: Die Hand im Sand.

Die letzten Tage gab es viele Fotos weil ich zu faul war zum schreiben und nur das Nötigste notierte. Es ist diesmal hier etwas anders als sonst. Sonne und Wolken bin ich ja von hier gewohnt, aber die Temperaturen könnten höher sein und entsprechen nicht den Normen. Es ist immer wieder recht frisch, zumal im Schatten hält man nicht ohne Jacke aus, ganz besonders wenn ein Brise aufkommt. Die Wassertemperatur hat um 15-16 Grad. Die D. steigt ins Meer als ob es Bedwannenwasser ist, ich hingegen schaffe es grad mal mit den Beinen.

Von wegen Biopren! Das ist Hardcore Kneipen! Ich frage mich die D. das schafft. Gut, sie hat wesentlich mehr Übung darin und beschreibt es als eine mentale Sache. Man muss sich auf die Kälte einlassen, doch wir wissen ja alle wie ich zur Kälte stehe….brrr.

Für den Abend hatten wir ebenfalls am Morgen groß eingekauft, weil wir Besuch erwarteten vom S. und der L. Ich hatte ein bisschen rumgesucjt was mit dem Mitteln die uns zur Verfügung stehen, machbar wäre und was und nicht den ganzen Nachmittag in der Küche fesseln würde. Nach ein wenig Recherche bei Anne auf Papilles et Pupilles hatte ich was gefunden.

‚Mittagstisch‘ bei Bargeton:

Derweil wir auf der Terrasse saßen zählten wir die Streifenhörnchen* und kamen auf weit über 20 Stück binnen kappen 15 Minuten.

Für alle Vargas Fans. Vor drei Tagen erschien seit langen Jahren mal wieder ein neuer Krimi mit Kommissar Adamsberg. Die D. kaufte ihn sofort.

Und allein beim lesen der ersten Satzes ist man sofort in der Geschichte drin.

Am Abend gab es dann Seehecht mit Weißwein und Kirschtomaten aus den Ofen und eine Ratatouille. Sensationell gut! (Beide Links führen zu einer französischen Seite, aber ihr könnt es ja übersetzen lassen, gell?)

Es wurde sehr spät.

*Streifenhörnchen sind T-Shirts und Pullover im Marinelook.

St.Jean-de-Luz: Ein Tag in Bildern in San Sebastian.

Ich habe diesmal versucht andere Bilder von San Sebastian zu machen als sonst:

Gegen Mittag saßen wir dann auf der Konstituzio Plaza und speisten Pinxos bis zu Umfallen. Davon gibt es aber kein Foto. Geshoppt habe ich auch, aber das zeige ich wenn ich wieder daheim bin.

Das nächste Foto durfte ich mit Genehmigung aller posten, sprich die D. und die S.

Am Abend, müde und matt schleppten wir uns zu Constance in die Pilles d‘Assiettes und aßen nur eine Kleinigkeit. Und dann ein letztes Bild mit Sonnenuntergang über dem Fort de Soccoa.

St.Jean-de-Luz: Ein weiterer Tag in Bildern

Ein Spaziergang am Hafen und am Meer:

Mit anschließendem „Mittagessen“:

Wenn man in die Suchmaske vom Bolg Bargeton eingibt, erscheinen ganze 16 Einträge. Es ist für mich einer der besten Eiscremehersteller den ich kenne. Sein neuer Laden im Ort beinhaltet jetzt auch ein Eissalon. Zugegeben es ist nicht billig. Der große Eisbecher kostete 14,50, aber es ist alles selbst hergestellt. Die kleinen Browniestückchen, die Baiserwolke und die hauchdünnen Knusperkeks Splitter mit Vanillesahne, einer Vanillekugel und zwei Kugeln Maroneneis. Nichts wird extern eingekauft. Es ist spektakulär.

Am Abend dann ins Instincts:

Vollgefressen bei Zeiten ins Bett, denn am Freitag geht es früh nach San Sebastian.

Ein Tag in Bildern

Ich hatte mich lange gefragt was denn da am Horizont neben dem Wasserturm in Leudelange gewerkelt wird, da dort zwei gewaltige Kräne standen und sehr viel höher als der Wasserturm. Ja, das eine war ein Kran der schon wieder abgebaut wurde, das andere jedoch ist ein Windrad:

Tagesdress ✅ :

Rucksack und Koffer ✅ :

Während dem Flug ein überraschend gutes Hörbuch gehört: Nach Mitternacht von Irmgard Keun. gelesen von Camilla Renschke. Da erinnerte ich mich daran,dass ich das Buch schon einmal angefangen hatte zu hören beim WDR5, doch kurze Zeit später war es es aus der Mediathek verschwunden. Camilla Renschke ließt übrigens ganz hervorragend vor.

Und dann ENDLICH!!!

Salut St.Jean-de-Luz! Long time no see.

Abendessen in Bidaian. Das Menü war grandios! Allein beim Anschauen der Fotos läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen.

Es ist schön wieder hier zu sein.

Ein Tag in einem Bild

Für Dienstag gibt nur es ein Bild mit zerrissenen Wolken von einer Stelle aus die fast wieder so aussieht wie vor fünf Jahren, wenn auch noch nicht ganz. Die Teil linke Teil ist immer nich eine Baustelle ist aber auf dem Foto nicht zu sehen. Die Guillaume (Knuedler) ähnelt langsam wieder einem Platz und nicht einem Loch.

Ein Ausflug nach Trier mit der A.

Die A. hatte sich gewünscht einmal wieder mit nach Trier zu fahren. Da wir beide die ganze Woche und das Wochenende durchgeackert hatten, stand das als Ausgleich auf dem Programm.

Und als wir dort waren fing es über die Mittagsstunden an mit heftigem Regen! Wir hatten beide keinen Schirm mit, also warteten wir bis es vorbei war.

Die A. hat in Trier einen Laden in dem sie immer fündig wird und während sie vieles durchprobierte, saß Blue andächtig im Laden und wartete:

Als wir zurückfuhren über die Autobahn, kam es mir seltsam vor, dass auf den Gegenfahrbahn nicht ein einziges Auto zu sehen war, obwohl es schon nach 16:00 Uhr war. Ich hatte sofort den Verdacht dass es eine Sperrung gäbe und lag richtig. Kurz hinter der Ausfahrt Münsbach hatte es einen gewaltigen Unfall gegeben und es staute schon weit zurück.

Daheim verordnete ich mir einen Abend mit Ruhe.

***

Da ich das grad bei Anke gelesen habe und dem sehr zustimme:

Ich habe nur zwei Gänge fotografiert und eigentlich wollte ich gar keinen ablichten, aber ich merke, dass ich Gänge vergesse. Gleichzeitig mag ich inzwischen das Flüchtige eines Restaurantbesuchs wieder sehr gern, ich kann es nicht festhalten und das ist Teil des Vergnügens. Ich sitze ja auch nicht im Konzert und lasse mein Handy mitlaufen, um es danach nochmal knarzend abzuhören. Ja, dann vergesse ich halt Gänge wieder, aber das Gesamtgefühl eines gelungenen Abends vergesse ich nicht.

Anke Gröner

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Ansonsten wäre noch das hier zu berichten, das fast eine Katastrophe hier am Flughafen geworden wäre:

Ein sehr langes Wochenende

…das mir keine Zeit zum Schreiben ließ.

Auch wenn der Großteil davon unverblogbar ist, so kann ich doch ein bisschen was zeigen.

Bereits vor der Pandemie gab es ein Projekt der M.I.L asbl die sich zum Ziel gesetzt hat, kulturelle Projekte für Menschen mit Demenz veranstalten. Das ist jetzt nicht unbedingt etwas ganz neues. Den die Hospize und Heime selbst, in denen diese Menschen untergebracht sind, versuchen das auch aber eher schlecht als recht, weil es nicht deren primäre Aufgabe ist für kulturelle Unterhaltung zu sorgen. Ich hatte auch einmal darüber berichtet.

Am Sonntag gab es jetzt das vorerst letzte Konzert von ‚Kanner, oh Kanner‘ mit viel Glitzer und Glanz, im Look der 20er Jahre, in dem alte luxemburger Gassenhauer gesungen werden, aber nicht nur. Es war so ein großer Erfolg über all die Jahre, dass die M.I.L. asbl sich kaum retten konnte vor Anfragen.

Ein letze Hebeübung bevor es losgeht.
Warten hinter den Kulissen

Es war wie jedesmal eine schöne Erfahrung für die Musiker, die Sänger und Tänzer aber auch für die Bewohner der Heime und ihr Pflegepersonal.

Am Abend dann ging ich mit der A. zum Pavillon in Park von Merl. Ich bestellte mir ein Vitello Tonato.

Es war ok, aber das nächste mal nehme ich etwas anderes.

Kurz nach 22:00 lag ich bereits flach.

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In eigener Sache, weil das grad von Belang ist und mich Herr Rau vom Lehrerzimmer darauf aufmerksam machte. Wer mein Blog über Feedreader oder ein ähnliches Programm abonniert hat, wird keine Fotos mehr sehen. Das hat damit zu tun, dass die Fotos dort direkt über mein Blog, also über meine Ressourcen angezeigt werden. Das lässt, entweder mein Provider oder WordPress nicht mehr zu. Ich kann versuchen das zu ändern, aber wenn mein Provider keine sogenannten 3rd Party mehr zulässt müsst ihr euch leider damit abfinden.

Zwei Fotos

Das wird sehr kurz werden. Es gab am Freitag sehr wenig Verbolgbares und das wird auch sicherlich für Samstag und eventuell für Sonntag so sein. Aber dafür gibt es ab Mittwoch sehr viel mehr.

Ein weiteres Foto aus St.Jean:

Ein Regenbogen. Nicht mal die gibt es zur Zeit bei uns, denn das würde ja bedeuten dass nach dem Regen die Sonne nicht weit wäre. Aber, nein…

Dann schickte mir die A. noch ein Foto vom Tag als wir mit den Pferden eine Runde drehen wollten. Calido war kurz davor mir Küsschen zu geben.

***

Und dann noch ein Naturschauspiel, das ich zwar gesehen hatte aber nicht so wie unten im Regen:

ESC zweites Halbfinale

Ein langer Tag mit einer Fahrt die ich mir eigentlich, wenn ich jetzt so im Nachhinein darüber nachdenke, hätte sparen können. Aber gut, es war ja nicht umsonst.

Ich bekam ein Foto aus St. Jean:

Ja ja. Genau dort… in einer knappen Woche…und niemand freut sich mehr als ich.

Ich war am Abend ein wenig zu spät heimgekommen um nur die letzten Töne von Dänemark mitzukommen, die mir aber gefielen. Hier wieder meine Vorabprognose:

Dänemark ja / Armenien nein / Rumänien nein / Albanien nein/ Estland ja/ Belgien oh ja / Zypern ja / Island ja / Griechenland nein nein nein / Polen ja? Ach nee doch nicht/ Slovenien ja/ Georgien nein? na ja… doch eher ja / San Marino nein aber wahrscheinlich ja / Österreich nein / Albanien pfff eher nein/ Litauen nein/ Australien oh ja das ist richtig geil

Und ich lud mir die App runter im mitzuwählen. Das ganze lief über das Kreditkartensystem und kostete 99 Cent pro Stimme. Nö dann doch nicht.

Die Dragqueenshow die eine von den Zwischenlagen war, war wichtig und richtig zumal wenn man weiß zur Zeit in manchen Ländern in Europa und abgeht.

Albanien, Zypern*, Estland*, Belgien*, Österreich, Litauen, Polen, Australien*, Armenien und Slovenien* hatten es geschafft. Und ich hatte wie beim ersten Halbfinale wieder fünf Stück richtig.

Das Finale werde ich nicht sehen, weil ich dann anderweitig beschäftigt sein werde. Aber hier mal meine Favoriten mit einem ganz großen Faible für Belgien.

Migräne

Der Verdacht dass mit dem Alter die Wetterfühligkeit steigt, erhärtet sich zusehends. Oder wie ist es zu erklären, dass ich im Abstand von wenigen Wochen zweimal einen heftigen Migräneanfall hatte? Nun kann ich von Glück reden wenn es an einem Tag passiert, an dem ich keinen Auftrag habe und mich ins Bett legen kann. Doch an einem Mittwoch an dem die Sendung aufgezeichnet wird, ist das alles andere als optimal. Ich musste raus und fit sein. Die Kopfschmerzen brüllten schon gleich beim Erwachen. Ich schlich zur Küche nahm ein Glas Wasser, versuchte so gut es ging ein Stück trocken Brot hinunterzuwürgen und nahm eine Hammertablette. Als die binnen einer halben Stunde nur mäßig wirkte nahm ich noch eine. Ich musste spätestens für 10:00 fit sein. Ich ging mit einem schaumgebremsten Gefühl aus dem Haus. Ich musste noch zu einer Montage von einer Ausstellung und Bildmaterial machen. Das war alles etwas eng getacket aber es klappte. Gegen 13:00 waren die Kopfschmerzen dann weg und ich überstand ohne Probleme die Sendung, die übrigens sehr lustig war.

Am Abend besuchte ich mit der A. seit langem wieder einmal Dalton im Pferdegestüt. Da sie ja inzwischen ein zweites Pferd im Pflege hat nahm ich das zweite Ross (er heißt Calido)am Halfter und und wir marschierten los. Keine zwei Minuten später waren wir klitschnass weil eine längere Schauer wie eine Dusche hernieder ging, also gingen wir sofort zu den Boxen zurück.

Calido ist ein ganz lieber. Ich bekam sogar Küsschen. Nur von Selfies ist er weniger begeistert:

Hunger kündigte sich an. Keine Lust auf selbst kochen. Also erkundeten die A. und ich was es in unserem Viertel denn noch so an Gaststätten gibt. Wir wählten den Italiener Fama am unteren Ende von Park aus. Seine Pizzen sind erstaunlich dünn und knusperig und sehr gut. Man hat Ende nicht das Gefühl einen Klotz Teig verzehrt zu haben. Das nächste mal versuche ich die Pasta.

Früher zu Bett als sonst.

ESC erstes Halbfinale

Ein Feiertag hier, an dem ich aber ein paar Dinge vorzubereiten hatte. Ansonsten regnete es was das Zeug hielt.

Am Abend schaute ich mir seit langem mal wieder den ESC an bzw. das erste Halbfinale. Sie haben in Liverpool alles hochgefahren was machbar war. Schön war, dass immer wieder daran erinnert wurde, dass es eigentlich die Ukraine sein sollte und man viel versuchte das Land mit einzubinden, und diverse Einblicke in das Land zu geben.

Hier meine Prognose während der Show. Ich habe nur mit ja oder nein gestimmt ob sie ins Finale kommen oder nicht.

Norwegen ja / Malta ja / Serbien nein!!! / Lettland nein / Portugal ja / Irland ja / Kroatien nein! / Schweiz ja wow! / Israel nein / Moldavien ja /Schweden oh ja / Azerbaijan ja / Tschechien nein / Niederlande nein / Finland seltsamerweise ja

Es kommen zehn Länder weiter und ich hatte nur 8 mit ja. Und ich war gespannt ob die zumindest alle im Finale sind.

Bis zur Auswertung sangen ein paar andere unter anderem Rita Ora mit einem Medley das mit dem Lied Anywhere anfing, ein Lied das viel in Australien lief, als ich zum ersten mal dort war.

Die Liste derer die weiterkamen:

Kroatien, Moldavien, Schweiz*, Finland*, Tschechien, Israel, Portugal*, Schweden*, Serbien, Norwegen*, sind am Samstag mit dabei.

Na zumindest hatte ich *fünf Stück richtig. Am meisten überraschte mich Serbien, Tschechien und Kroatien. Die hatte ich partout nicht auf dem Radar.

Wenn ich am Donnerstag die Zeit finde schaue ich mir das zweite Halbfinale an.

Aus dem Familienalbum 49

Geschrieben, gelesen und extern einer Generalprobe beigewohnt über die ich gerne etwas schreiben würde, aber nicht kann.

Darum gibt es heute etwas anderes:

Joël am Strand.
Wenn ich die Fotos sehe, wird mir bewusst warum ich heute noch immer ans Meer will. Beide Fotos wurden am Strand von Porto in Korsika gemacht. Ich erkenne es an den großen Kieselsteinen.

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Eine Hommage* von Damien Robitaille an den kürzlich verstorbenen Harry Belafonte:

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*die Hommage. Da musste googeln ob es Die Hommage oder Der ist, denn im französischen, wo das Wort ja herkommt, ist es UN hommage, also männlich. Das kommt davon wenn man mehrsprachig aufwächst und mir manchmal die geläufigsten Wörter abhanden kommen.

Coronation Quiche

Die Krönung von Charles war schon am Samstag doch da fehlte mir die Zeit und der Besuch, denn ich baue mir keine komplette Quiche, sonst esse ich drei Tage daran. Die A. hatte sich Sonntagabend angekündigt und somit war der Anlass gegeben.

Der englische Königshof hatte bereits bei der Krönung von Elisabeth ein Gericht herausgebracht, das Coronation Chicken. Diesmal dann eine Quiche. Das Original Rezept gibt es hier bei BBC Good Food. Ich hatte das Rezept aber bei Anne Letaillade von pappilles & pupilles (Papillen und Pupillen), einem meiner liebsten französischen Kochblogs, entdeckt. Ich habe mich auch an ihr Rezept gehalten.

Die Grundzutaten sind ein Mürbeteig, Spinat, Saubohnen und Estragon. Man kann den Estragon aber auch durch Petersilie ersetzen aber ich finde genau da liegt der Knackpunkt in der Kombi. Denn Estragon mit Spinat wäre jetzt keine Mischung auf die ich gewettet hätte, ist aber erstaunlich lecker.

Asche auf mein Haupt; ich hatte einen Fertigteig genommen.

Teig Blindbacken
Dann kommt das Schichten was eher umgewohnt ist. Zuerst eine Schicht geriebenen Cheddar (ich hatte keinen gefunden und ihn durch Emmentaler ersetzt)
Dann folgt der Spinat der vorher einmal kurz abgekocht wurde damit er zusammenfällt und grob durchgehackt.
Darauf die Saubohnen. Da hätte ich gern frische gehabt, fand aber keine. Die aus dem Glas tun es auch sind aber nicht so schön bissfest. Darauf dann dir Füllung aus Eiern Milch und Rahm sowie dem gehackten Estragon.
…und drüber nochmal eine Schickt geriebenen Käse.

Sie schmeckte hervorragend gut. Wenn ich sie nochmal mache werde ich ein Ei mehr nehmen und weniger Rahm. Denn die Füllung hatte mir nicht genug gestockt um alles zusammenzuhalten.

Aber wie schon oben erwähnt, man muss den leicht likörigen Geschmack vom Estragon mögen und die Kombi mit Spinat ist wirklich lecker.

Verstopfter Samstag

Ich flog aus dem Bett wegen einer Sms. Als ich auf den Wecker schaute war es schon kurz nach 9:00!!! Huch! Dann kam ein Anruf ob ich Zeit hätte die Hundedame Blue zu sitten. Gestern hätte die Arme den gesamten Tag im Theater verbracht und war sehr unglücklich. Also nahm ich sie um 11:00 in Empfang und wir marschierten los zum Wochenmarkt. Derweil las ich links und rechts Kommentare über die Krönung. Der schönste Tweet war der hier. Allein die stoische Haltung:

https://twitter.com/buitengebieden/status/1654821347812585473?s=46&t=E7xypFjcFlWQVtV5MRJKQw

Blue trappte mit durch die Stadt die sehr voll war. Aber sie liebt das ja. Sie fuhr auch mit Begeisterung mit der Tram.

Mittagstisch im Renert:

Capelletti mit Spargel. Sehr gut! Ich huschte auch noch einmal kurz in den Supermarkt und kaufte noch das was ich morgen für die Coronation Quiche brauchte. Eigentlich wollte ich sie schon heute backen, doch da ich morgen Besuch bekomme kommt das wie gerufen.

Am späten Nachmittag lieferte ich Blue wieder ab.

Dann wurde es hektisch in der Stadt. Ein Bombenalarm im Bahnhof legte den gesamten Verkehr lahm.

RTL.lu

Ich schaffte es so just noch über einen Schleichweg das Auto in der Tiefgarage zu parken. Es fuhr kein Bus, keine Tram und Zug mehr. Und je länger es dauerte, umso verstopfter wurde die Stadt.

Das brachte mit sich dass ich mit der D. mit der ich ins Theater wollte, später das Bahnhofsviertel weiträumig umfahren musste, um ins Kasemattentheater zu kommen. Wir sahen uns Janus an. Ein heftiges Stück dass viel Zwischenmenschliches anspricht und nicht so einfach zu verdauen ist. Ich werde noch ein paar Tage drüber nachdenken müssen, bevor ich da eine klare Meinung dazu habe.

Später dann wollte ich nich zur WOOF Party, ging heim um mich umzuziehen, legte mich kurz aufs Bett,…. und wachte um 7:30 wieder auf. Soviel zur WOOF!

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5 melancholische Hunde, von R&B bis Oper.

https://www.instagram.com/reel/CrT_xSdJJT-/?igshid=NTc4MTIwNjQ2YQ==

Perspektivenwechsel

Es fing vor Wochen mit einem harmlosen Chat an:

Die alte Heimat… War es denn überhaupt eine?

Die Frage begleitete mich jetzt seit Wochen. Doch löste sie auch damals sofort etwas in mir aus. Wenn ich mit ‚Nein‘ darauf antwortete, fühlte ich mich schlagartig von einer Menge Altlasten befreit und es gelang mir endlich zu sehr vielem aus der Vergangenheit, das ich bis heute nicht verdaut habe, eine gewisse Distanz zu gewinnen. Sie rückten weiter von mir weg. Ich dachte an all die negativen Dinge die das Gehirn von anderen mit der Zeit ausblendet, nur bei mir nicht. Und all das verlor an Relevanz.

Manchmal reicht ein leichter Perspektivenwechsel der alles verändert. Danke E.!!!

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Wunderschön! Hommage an Berry Humphries von 60 Minutes Australia.

Wusstet ihr dass er Bruce der Haifisch in Finding Nemo war?

Hinaus in die Sonne

Das bisschen Haushalt… kostete mich den ganzen Morgen. Da aber wieder so wunderschönes Wetter war, wollte ich raus.

Unter diesem Vorbau der Monterey Palace Gebäudes gehe ich fast jeden Tag hindurch. Da das Gebäude aber von einem Baugerüst umgeben ist, wird daraus ein langer Tunnel.

Das Foto unten entspricht fast wieder dem was ich vor der Pandemie postete, als die Place Guillaume noch keine Baustelle war.

Ich begegnete der L., die das Bovary führt, in dem ich schon lange nicht mehr war. So lange dass ich fast ein schlechtes Gewissen hatte. Also ging ich heimwärts, nahm das Auto und fuhr nach raus nach Weimerskirch zum Bovary. Dabei entstand dieses Foto:

Ein klassisches Streetfotography Bild.

Da es schon spät war, orderte ich Abendessen. Fussili mit Pesto:

Ich schrieb ein neues Posting über einen Perspektivenwechsel, das ich noch einmal überarbeiten muss. Das erscheint, wenn nichts ausser der Reihe passiert, morgen.

Ich saß noch eine Weile im Bovary und ließ den Gedanken freien Lauf. Kennt ihr das Gefühl dass sich etwas ändern wird bzw. muss, man weiß bloß nicht so richtig was, oder warum. Denn letztendlich ist es eigentlich gut so wie es ist, doch kann ich so nicht weitermachen, denn das wird irgendwann im Desaster enden. Ich habe es zu oft um mich herum erlebt. Manchmal frage ich mich ob es nur eine Art Weltschmerz ist, oder wirklich mit mir zu tun hat. Es hat übrigens nichts mit dem Perspektivenwechsel zu tun… oder etwa doch?

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Eine Frage, diesmal nicht aus automatischen Frage-Instanz im Blog sondern von Twitter.

https://twitter.com/sisadness/status/1653695068664999939?s=46&t=E7xypFjcFlWQVtV5MRJKQw

Ja. Von klein auf. Mein Vater war in einem Schützenverein und im Haus gab es eine Reihe von Handfeuerwaffen und Flinten. Selbst damit geschossen habe ich nur ein einziges mal, als Vater mich und meinen Bruder einmal mit auf den Schießstand nahm. Als meine Mutter verstarb und ich das Haus ausräumte, fand ich mehr Waffen als auf dem Waffenschein standen und Munition. Es waren unter anderem ein paar sehr alte Exemplare dabei, die nie registriert worden waren, weil sie noch aus dem ersten Weltkrieg und von davor stammten. Ich ging mit allem zu Polizei, gab sie ab und was sie anschließend damit gemacht haben weiß ich nicht. Wahrscheinlich wurden sie zerstört.

Der erste Frühlingstag, der den Namen verdient hat

Auf dem Wochenmarkt die D. getroffen zu einem schnellen Kaffee. Gleich im Anschluss und weil es nur im die Ecke war, ging ich mit ihr noch einmal zur Gallerie Valerius zur Roger Ballen Ausstellung, denn die D. hatte sie noch nicht gesehen. Im Lentz dann auf der Terrasse den Mittagstisch mitgenommen, weil im Renert die ganze Terrasse schon wegreserviert war. Es war herrlich endlich draußen in der Sonne zu sitzen.

Später noch machte ich die Runde der Bibliotheken, da meine Ausleihlarte für alle Bibliotheken abgelaufen war. In der Stadtbibliothek jedoch versicherte man mir dass sie noch bis 2027 gültig sei. Da ich eh etwas aus der großen Staatsbibliothek haben wollte, fuhr ich mit der Tram auf den Kirchberg. Da klärte sich dann alles auf. Ein neues internes System verlangte nach einem neuen Passwort, das ich noch nicht erstellt hatte. Deswegen also die ganze Aufregung. Jetzt kann ich auf wieder von zu Hause aus alles abrufen und downloaden was digital verfügbar ist.

Da ich bei dem Wetterchen keine Lust hatte in der Bibliothek zu hocken, ging ich noch einmal in die Stadt.

Am Abend schaute ich mit ein Reupload von Arte über Agatha Christie an. Für jemand der die Schriftstellerin nicht weiter kennt, ein guter Einstieg in ihr Werk, aber insgesamt erzählte mir die Doku nichts neues.

Aus dem Familienalbum 48

Da ich zur Zeit an vielen Dingen im Hintergrumd arbeite die allesamt unverblogbar sind, gibt es heute ein Foto aus vergangener Zeit.

Was mich an dem Foto faszinierte, war der Umstand dass meine Mutter mich nicht halten durfte. Es war eine Krankenschwester und das ganze geschah noch in der Kapelle der Geburtsklinik. Ich nehme mal an dass meine Mutter die Fotos gemacht hat. Neben der Krankenschwester standen mein Patenonkel Jules (der Arm von links) und auf der anderen Seite, Tante Gritty. Auch der Umstand dass das Taufwasser mit einer Sauciere über mich geschüttet wurde. Ist das heute immer noch so?

Ein Spaziergang am 1.Mai

Ich war sehr unschlüssig was ich an diesem Feiertag machen sollte. Rausgehen wollte ich nicht wirklich. Ein Ausflug irgendwo weiter weg, dafür war mir das Wetter zu unsteht. Also beschloss ich einen Spaziergang durch die Stadt zu machen.

Es grünt am 1. Mai, wenn auch nur zaghaft. Sonst war alles schon viel weiter:

Der Mäertchen. Ein Volksfest eher, das aber hier bei der Gëlle Fra in der Miniversion stattfindet. Sonst war er auf der Place Guillaume.

Die weiß gelbe Fahne ist zu Ehren der Muttergotteswalfahrt.

Das Märchen Sparkassenschloss.

Ich ging seit langem mal wieder einen Weg den ich vor dem Blog Jahr für Jahr, sehr häufig ging, nämlich über die Corniche. Früher gab es hier mal ein tolles Restaurant, dessen Besitzer aber erst vor kurzem verstarb. Am Haus erinnert nichts mehr daran. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf Neumünster Abtei. Im Hof waren Zelte und eine Bühne aufgerichtet, wegen der 1.Mai Kundgebungen.

Der kleine Park mit dem Blumenrondel befindet sich an einer Stelle wo es auch einen unteren Eingang zum Museum gibt. Eine kleine versteckte Ecke die ich bis dahin nicht kannte.

Die Entdeckung des Tages war aber der Frosch. Er ist an einer Stelle an der ich doch recht häufig vorbei gehe, wenn die No Art Sendungen wieder auf der Terrasse des Gudde Wëllen stattfinden. Er steht unscheinbar hinter dem Gerichtsgebäude.

Von dort ging es zurück am Mäertchen vorbei wieder heimwärts und ich kam so just zum rechten Zeitpunkt an als die ersten Regentropfen fielen.

Sonntag mit unbekanntem Tumult

Wie sich für einen Sonntag gehört ging ich ihn seeeeehr langsam an. Es passierte nichts.

Für den Nachmittag jedoch hatte die N. Theaterkarten besorgt für das Stück, das ich ja schon die Woche davor in einem Durchlauf gesehen hatte. Machte nichts ich schaute es mir gerne noch einmal an.

Anschließend suchten wir in Esch dann etwas länger nach einem Lokal das etwas Essbares anbot, weil Sonntag und in Esch ist die Auswahl dann auch so beschränkt wie in der Hauptstadt. Wir fanden auf sieben Minuten Gehweg eine Tapas Bar an der dir N. Vorab schon vorbei gegangen war und rege besucht war. Der Koch selbst empfahl uns seine Fischsuppe. Wir sagten zu. Und dann eine gute halbe Stunde später entstand aus uns unbekannten Gründen plötzlich ein Tumult in der Küche. Der Koch kam und wieder hervor und hatte Tränen in den Augen, ebenso später seine Frau. Zudem erhob sich ein ganzer Tisch ein wenig weiter von uns weg, der just alles aufgetischt bekommen hatte und ging wortlos weg. Die Stimmung die davor sehr fröhlich gewesen war, sank auf den Gefrierpunkt.

Wir aßen schweigend weiter. Es war sehr seltsam. Es musste schon etwas passiert sein das recht schwerwiegend war, doch niemand klärte uns auf. Ich würde gerne etwas positives über das Lokal schreiben doch die Fischsuppe war nicht so super gewesen und überhaupt war das alles sehr seltsam und bedrückend.

Wieder daheim überfiel mich die Müdigkeit und ich lag früh in den Federn.

***

Ja, in meinem früheren Leben war ich mal Friseur. Auch wenn ich schon sehr lange keine Salonarbeit mehr mache heisst das nicht, dass ich mich nicht mehr für die neuesten Technologien interessiere. Tina von ‚Tina tries it‘ war bei einem südkoreanischen Friseur und bekam eine Ansatzdauerwelle, damit ihre sogenannten Babyhaare nicht mehr so widerspenstig sind. Die gab es auch schon als ich noch in der Ausbildung war, aber es sah sehr anders aus und war auch ein wenig geschummelt, denn der Rest der Haare wellte sich dann auch leicht mit.

Wochenmarkt, Mäertchen & Banana

Am Morgen zum Wochenmarkt. Es war nötig, da mein Kühlschrank sonst langsam seine Daseinsberechtigung verliert. Der Markt vor der alten Post und in der rue Aldringen war extrem gut besucht und ich brauchte länger als gedacht. Anschließend ging ich kurz über den Mäertchen der auch am Samstag startete.

Ich hatte mal Jahren darüber geschrieben dass ich eine ganz besondere Erinnerung zu dem Mäertchen habe. Das kam durch Tante Gritty. Sie hatte in ihren Jahren als sie für die Caritas arbeitete, einen Marktstand ins Leben gerufen der allerhand Krimskrams, Muttergottebildchen und Statuen sowie Rosenkränze anbot. Es war für sie eine anstrengende Zeit, aber auch eine schöne. An freien Schulnachmittagen half ich ihr. Den Stand gibt es immer noch aber viel kleiner und mit kaum noch Devotionalien:

Ich machte das Foto heimlich über die Schulter. Gezeigt hätte ich es nicht wenn die beiden Damen innen mehr zu sehen gewesen wären. Die Rosenkränze hängen noch immer an einem Seil, so wie Tante Gritty das damals quasi erfunden hat.

Am Abend ging ich hinüber zu A. die Pasta gekocht hatte.

Noch später ein schneller Abstecher zur Banana Studio 54 Party, weil ich versprochen hatte hinzugehen:

Doch ich blieb nicht lange weil ich sehr müde war.

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Ich scheine ja ein paar Follower zu haben die sich gerne royale Hochzeiten ansehen. Der Anzahl der Klicks auf den Link letztens, das waren nicht wenige. Letzte Woche wurde Prinzessin Alexandra von Luxemburg nämlich hier im Standesamt getraut. Die kirchliche Vermählung fand dieses Wochenende in Bornes-les-Mimosas statt. Wer davon Fotos sehen will, bitteschön.

Afterwork & Frage

Wieder so einer der Tage mit ergiebigen Niederschlägen und wenig Sonne. Es macht keinen Spaß mehr. Zudem war es ein Tag der zu 70% unverblogbar war.

Am Abend ging es dann zum Bear Afterwork. Ich kam später und blieb auch nicht zu lange denn ich war sehr müde.

Und da der Post mit nur zwei Abschnitten sehr spärlich wäre, gibt es noch eine schnelle Frage mit einer schnellen Antwort.

Wann bist du das letzte Mal ein Risiko eingegangen? Wie ist es ausgegangen?

Eine interessante Frage, weil ich nämlich so gut wie nie Risiken eingehe, und wenn, dann ist das Scheitern in absehbarem Maß so dass ich das problemlos verkrafte.

Throwback Thursday & eine Ausstellung

Wenn Tage mit dem Erwachen schon so anfangen dass man es körperlich fast spüren kann. Es ist als ob mein Körper sich durch einen kleinen äußerlichen Einfluss an etwas erinnert fühlt und mir längst vergangene Welten öffnet. Ich dachte an Françoise und an unsere jährlichen Pilgerfahrten nach Cannes zu den Filmfestspielen und an das kleine Dorf Bedoin. (Den Bedoin Text hatte ich schon mindestens 10 Jahre nicht mehr gelesen, es war Throwback in Reinform)

Und genau in den Momenten wird mir bewusst, wie unendlich wichtig mir mein Blog ist und ich täte in Zukunft gut mich an diese Momente zu erinnern, wenn ich wieder aufstöhne dass ich das Gewesene noch niederschreiben muss. Blogger*innen wissen was ich meine…

Am Nachmittag und Abend Unverblogbares getan. Seuftz. Das Gute daran; ich konnte früher weg als gedacht. Da ich nichts eingekauft hatte, ging ich durch die Innenstadt auf der Suche nach etwas Essbarem.

Ich ging an der Galerie Valerius vorbei und sah dass dort Vernissage war einer neuen Ausstellung. Neugierig wie ich nun mal bin ging ich hinein.

Ich hatte weder auf den Namen geschaut noch hatte mich irgendjemand angesprochen. Und was ich sah machte mich ziemlich sprachlos.

Roger Ballen. Ein New Yorker Künstler der aber schon seit Jahren in Afrika lebt. Seine Fotographien sind fast alle alptraumhaft, aber von einer Komposition und Kraft dass einem die Spucke wegbleibt. Er bedient sich viel bei ‚niedlichen‘ Kindermotiven wie Puppen, Zeichnungen oder Stofftiere, kombiniert es mit Tieren und wandelt sie dann um in ein schwarzweißes Schreckenssznario. Zumidest war das hier in der Ausstellung das Thema. Kein Wunder dass die Bilder in einer sehr hohen Preiskategorie angesiedelt sind und seine Werke in vielen Museen auf der ganzen Welt zu finden sind.

Jetzt hatte ich richtig Hunger. Im Renert gab es eine Bruschetta mit Salat. Genau das richtige. Zudem war es der erste Abend seit sehr langer Zeit an dem man draußen sitzen konnte bos spät weil es nicht kalt war.

Shoppingbegleitung

Ich hatte es beinah vergessen. Aber am Morgen fiel es mir Gott sei Dank wieder ein. Ich hatte dem J. zugesagt mit ihm nach Metz zu fahren. Er wollte dort unbedingt in das Shoppingcenter Muse das er (und ich) nicht kannte. Ich war zwar das letzte mal direkt dabei als Centre Pompidou war, doch hinein ging ich nicht.

Ja, es ist wie viele andere Shoppingcentren auch, inklusive einiger Leerstände. Ich fand in einem Laden ein schönes Frühlingshemd für die nächste Sendung. Zudem fand ich einen schönen Zweiteiler der als „Sonntagskleidung“ durchgeht um daheim rumzulungern. Rumlungerkleidung habe ich nämlich kaum welche.

Mittagessen gab es im Piopa. Der Preisunterschied zwischen hier und Frankreich, vor allem was Restaurants angeht, ist erstaunlich. Ich zahlte schlichtweg mal die Hälfte von dem was ich Luxemburg zahlte.

Wieder zurück entdeckte ich etwas auf der Place Guillaume das ich näher betrachten musste. Der kleine Springbrunnen mit dem Renert Fuchs ist wieder da. Er war während der Baustelle abgebaut worden. Von weitem sah er sehr kleiner aus. Und als ich näher kam merkte ich erst dass man mich hinters Licht geführt hatte. Es ist ein großes Fotoplakat.

Ich saß eine Weile mit einer Bekannten im Renert Café. Sie hat sich mit auf die Liste der Kommualwahlen stellen lassen und ich erfuhr ein wenig „Hintergrundinformation“. Als es dann zu kühl wurde um noch auf der Terrasse zu sitzen ging ich heim.

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Im New Statesman ein schöner kleiner Artikel von Tracey Thorn die über das neue Album schreibt und wie es sich anfühlt nach 24 Jahren wieder ein Album mit EBTG herauszubringen.

Now our album is being released, I feel like I could cry at any moment – while reaching for the champagne.

Um ihn lesen zu können muss man sich anmelden und hat dann 3 Artikel im Monat für lau.

Zwei Fragen, eine Antwort & Fleisch

Was macht dich nervös?

– Früher mal lange Schlangen vor den luxembugischen Tankstellen. Jetzt mit dem Elektrogefährt nicht mehr.
– Akute Ungewissheiten für die ich keinen Plan B oder gar C in der Tasche habe.
– Menschen vor mir in der Schlange die trödeln.

Ansonsten ein ruhiger Tag. Viel in der Wohnung herumgewirbelt und Wühlecken ausgemistet. Es häufen sich immer wieder Dinge an und das stapelt sich dann in diversen Ecken der Wohnung. Ich durchforstete z.B. eine Kiste im Regal in der ich viele alte Postkarten Flyer fand von alten Produktionen gemischt mit alten Werbepostkarten die ich immer mal irgendwie verwerten wollte. Ich habe sie noch einmal ins Regal zurückgestellt, doch ich denke bei der nächsten Gelegenheit werden sie entsorgt.

Eine Frage an die Runde. Kennt jemand von euch den Begriff ‚Reverse Painting‘ und hat jemand Erfahrung damit? Ich habe das gestern per Zufall im Netz und war sehr angetan davon.

Am Abend kam die N. mit Darwin vorbei und wir wanderten durch den Park in die Stadt.

Später kehrten wir ins Batucada ein das so gerammelt voll war, dass wir auf einen Tisch warten mussten. Später kam auch die A. dazu.

Ich verspürte Fleischeslust.

Ein gewaltiger Grillspieß den ich kaum schaffte.

Da wir alle wetter- und stressbedingt müde waren, machten wir beizeiten Schluss.

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Und dann noch ein Entschluss:

Aus dem Familienalbum 47

In der losen Reihe habe ich schon lange kein Bild mehr gepostet. Und weil heute wirklich nichts passiert ist was verbloggt werden könnte, kramte ich in einer Kiste Fotos herum in der es noch jeder Menge Material gibt für diese Rubrik.

Die beiden Fotos benötigen keiner Erklärung. Da auf den Fotos hinten kein Datum steht kann ich nur raten. Es muss um 1970 gewesen sein. Es war die Nokolausfeier die jedes Jahr von der Nylonfabrik organisiert wurde, in der meine Eltern alle beide arbeiteten.
An den Traktor kann ich mich noch schemenhaft erinnern. Ich bin viel damit herumgesaust im Haus und später auf dem Seitenweg der zur Garage führte. Obwohl aus Plastik war es ein robustes Ding und man Bruder fuhr später viel mehr damit als ich.

Sonntag

Ich war am Vorabend ziemlich schnell eingeschlafen.

Am Morgen dann eher früh wach geworden und es sehr langsam angehen lassen.

Ich hatte Lust ein Brot zu backen, für ein spätes Frühstück. Tat ich dann auch:

Nein, dafür gibt es kein Rezept. Es ist eine Brotbackmischung die ich noch hier im Schrank stand und früher oder später eh weg musste. Zudem riss das Brot seltsam auf weil ich VERGESSEN hatte es einzuschneiden. Dazu gab es keine Nutella, weil ich die nicht so mag, sondern regelrechte Schokoladencreme von Côte d‘Or.

Nebenher lief die Sendung mit der Maus in der ich lernte warum die Wochentage so heißen wie sie heißen. Dass der Montag tatsächlich mit dem Mond zu tun hat und der Sonntag mit der Sonne. Der Dienstag aber nichts mit Dienst und der Donnerstag nichts mit Donner zu tun hat.

Am Nachmittag wollte ich raus eine Runde drehen bis ich sah, dass es eine gelbe Unwetterwarnung für ganz Luxemburg gäbe ab 15:00. Wie nett!

Kurz danach rief die A.,an die heilfroh war dass sie Dalton und Co. bereits versorgt hatte und nicht noch mal rausmusste. Wir verabredeten uns dass wir doch kurz ins Parc Belair gehen würden, später am Abend.

Und pünktlich wie die Maurer fing es 15:00 Uhr an zu schütten.

Doch die Wetterwarnung war dann auch wieder nur ein Aufreger du jour. Als ich nämlich kurz nach sieben mit mit der A. traf, war der Spuck schon längst vorbei.

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Eine schöne Doku über Amanda Lear, die sich ihr ganzes Leben lang sehr hässliche Fragen gefallen lassen musste und dabei die Journalisten aber an der Nase herumführte.

Eine Baustelle weniger & ein Ausflug nach Esch-Sauer

Notiere einfach das erste, was dir in den Sinn kommt.

Ich träumte in der Nacht, Facebook würde sich nicht mehr öffnen lassen und anstelle wäre ein Testbild wie früher im Fernsehen zu sehen.

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Aber von vorn:

Am Morgen auf den Wochenmarkt weil ich Obst haben wollte und beim Gewürzstand vorbei sah.

Seit zwei Wochen wurde auf der Place Guillaume geackert wie selten zuvor. Es musste alles weg und die zweijährige Baustelle war bis auf ein kleines Stück wie weggefegt. Danke, Prinzessin Alexandra von Luxemburg. Sie hat nämlich am Samstag standesamtlich im Rathaus geheiratet, mit rotem Teppich, Blümchen, Fahnen und allem Pipapo.

Wer mehr Fotos sehen will, hier gibt es welche.

Am Abend das große Wiedersehen von den M. und der M.M. und mir. Ich hatte vor ein paar Wochen schon die Idee dass man mal wieder nach Esch-Sauer fahren könnte ins Hôtel de la Sûre. Gesagt getan. Die M. hatte ich vor einer Weile ja wiedergesehen als wir in der Skybar waren. Die M.M. aber sah ich zum letztem mal vor der Pandemie. Es gab also sehr viel zu erzählen.

Folgendes Foto durfte ich mit Genehmigung aller posten:

Mit am Tisch saß auch die Hausherrin des Hotels, die eine langjährige gute Freundin der M. ist.

Es gab zu essen:

Ein wunderschöner Abend den wir auf jeden Fall in der Kombi wiederholen werden.

Das neue EBTG Album – Fuse

Der Tag fing an mit technischen Startschwierigkeiten. Wordpess hatte mir die Homepage in Quarantäne gesetzt. Das kann schon ab zu mal passieren. Der gestrige Beitrag ging also wesentlich später online, obwohl es schon gegen halb acht fertig war. Ich bekam es aber nicht ohne Hilfe hin, die ich mir per Telefon holte, ohne Ticket in der Warteschleife von Emails. Der direkte Kontakt ist nach wie vor das einzig Wahre, und Gott sei Dank, geht das bei meinem Homepage Povider noch.

Danach ergoss sich eine Lawine an Anrufen und SMS über mich, dass ich leicht ins straucheln kam. Das Telefon klingelte auch mehrfach, als ich es wagte zu duschen. Doch ich konnte alles zur Zufriedenheit klären. Uff.

Ich sah Insta durch und sah wie Ben zusammen mit Tracey die neue Platte Fuse on EBTG aufllegte. Endlich ist es da! Ich wußte es schon seit Weihnachten dass es kommen würde. Seit Freitag ist das Album vollständig da. Davor gab es breites drei Auskopplungen. Da am Morgen quasi keine Zeit war die restlichen Lieder in Ruhe anzuhören, hörte ich sie teilweise im Auto auf dem Weg in den Süden.

Wer schon eine Weile hier mitliest, weiß dass ich ein melancholische Ader habe und das nicht zu knapp. Ich muss oft dagegen ankämpfen da ich sonst manchmal in haltloser Tristesse ende. EBTG hat definitiv ein melancholisches Album herausgebracht. Manche Textpassagen sind so sehr auf mich zugeschnitten dass es fast unheimlich ist. Die drei stärksten Songs des Albums sind aber auch die drei, die schon vorab herauskamen. Alle anderen muss ich wahrscheinlich noch ein paar mal hören.

Gegen Mittag fuhr ich los zu einer Probe eines Stückes, das ich nicht betreuen werde, wo man mich jedoch darum bat anwesend zu sein, weil hier das Publikum und dessen Reaktion nicht unwichtig ist. Ein sehr lustiges Stück und ein gutes Kontrastprogramm zu allem was am Morgen passierte. Am 29.04 ist Premiere.

Später dann, noch ein letztes Mal, was ich die letzten Tage am frühen Morgen machte. Jetzt kann ich es sagen, es waren Kindervorstellungen mit Kindern und Senioren. Beides zusammen ergab einen großen Sack unbändige Flöhe. Es ist erstaunlich wie sich das manchmal hochschaukeln kann und dann interessanterweise in der Kombi.

Daheim schaute ich mir nich zwei Folgen Big Bang Theorie an, die ich seit einigen Tagen wieder angefangen habe, einfach nur um mir was anzusehen was mich belustigt und nicht nervt.