10 Jahre Twitter & geplatzte Kühe

Ja dann mach ich das mal.

Zugegeben, ich war Spätzünder bei Twitter, weil ich zu Anfang das Prinzip nicht begriff und für was das überhaupt gut sein sollte. Ich hatte auch ein Account sehr zu Anfang als Twitter erschien, wusste jedoch gar nichts damit anzufangen, ich mockierte mich sogar darüber.

Als es dann die berühmte Welle kam, sich bei allem und jedem Sozialen Dienst und überhaupt von allen unnötigen Webseiten und Netzwerken abzumelden, schawppte ich mit hoch oben auf der Spitze mit und dabei ging der Twitter Account mit über Bord.

Später dann, also vor 10 Jahren, merkte ich, dass es ein Fehler war und erstellte ein neues Konto. Seitdem bin ich dabei, auch wenn ich nicht der eifrigste Twitterer bin, so lese ich doch viel und bekomme jeden Aufreger des Tages mit. Einmal habe ich auch einen Mini kleinen Shitstorm gegen mich provoziert.

Es war während einem Sommer in dem es bekanntlich auch das journalistische Sommerloch gibt. Dabei kam in einer etwas größeren Zeitung ein Bericht über Franzosen die Singvögel braten und verspeisen. dabei ging es vor allem um den Ortolan oder Gartenammer geannnt. Ich verdrehte schon die Augen allen beim Lesen des Titels.
Ja, es stimmte tatsächlich dass der Vogel bereits in der Antike als Delikatesse galt. Was die Gemüter jedoch viel mehr erhitzte war WIE sie zubereitet wurden. Es wurden Vögeln mit einem Trichter Armagnac eingeflößt bis sie völlig hinüber waren und starben. Inzwischen jedoch ist das alles schon lange verboten, doch es war natürlich Wasser auf den Mühlen der Tierschützer die laut schrien.
Genau das habe ich versucht in einem Tweet zu erklären.
Und genau das wurde mir zum Verhängnis.
Nun ja, das ist alles lange her, aber ich weiß jetzt wie es sich anfühlt wie eine Sau durchs Dorf getrieben zu werden.

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Zur kurzen Tagesberichterstattung:
Ich hatte einen kurzen Abstecher nach Trier gemacht zwecks einem neuen blauen Sakko, das mir im Juli gute Dienste leisten wird. Aber dazu im Juli mehr. Am Abend dann endlich wieder ein Treffen mit der A.
Apérotime im Hotel Parc Belair:

Wir kamen beide wieder zu dem Schluss, dass es eine der angenehmsten und schönsten Terrassen unseres Viertels ist, auch weil sie direkt an den Park angrenzt. Zu essen gab es Spragel.

Und wenn wir schon bei Twitter sind, Herr Spontiv twitterte gestern ein TikTok Video, das zu Verkaufszwecken von der Maklerfirma Remax erstellt wurde. Da wurde viel Geld in ein Haus gesteckt um von innen wie außen so ziemlich alles falsch zu machen. Nur ganz am Ende des Videos kam ein Teil der mich überzeugte. Ich zeigte es der A. und ihr vielen vor allem die geplatzten Kühe auf.

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Liest jemand mit der schwanger ist? Wenn sie Ihrem Gatten mal zeigen wollen heftig es ist, vor allem am Ende der Schwangerschaft, diese gewaltige Kugel mit sich herum zu schleppen, bitteschön:


Verschossen

Sechs Tage lang nichts geschrieben. Mein zukünftiges Ich wird sich wieder sehr ärgern.

Dabei gäbe es so manches zu berichten. Und hier verschiebt sich wieder die Grenze der Verbolgbaren. ( Was ja bei mir seit Jahren schon ein Sonderforschungsbereich ist)

Ich habe aus Covid Gründen einen Job übernommen der anfangs nicht meiner war. Er kam die letzten Tage dann, nach vielem Hin und Her, zustande. Dass ich ihm bekam, war einer Schwangerschaft geschuldet, die ja unaufhörlich weiter geht egal ob da jemand erkrankt oder nicht. Er ging auch bis auf ein paar kleinere,sagen wir Unschönheiten, glatt.

Doch nebst dieser Herausforderung war ich dieser Tage ein wenig verschossen. Zeitlich hat es aber nicht geklappt dass wir uns näher kennenlernten und das kam so:

Er war mir schon vor längerer Zeit in einer Dating App aufgefallen. Hui! Wir chatteten auch ein paar wenige male hin und her. Er wohnt in einer Stadt in der ich vor etlichen Jahren mehrere Filme gedreht hatte, also sehr viel weiter weg… Nun ja, Fernbeziehungen hatte ich schon, das geht nur sehr bedingt für eine Weile gut. Dann sah ich sein Gesicht vor etwas über einem Monat auf einem Plakat einer Gay Party, die hier in Luxemburg dieses Wochenende stattfand. Es sollte dort auftreten. Ich fand sein Profil auf Insta und merkte dann erst, dass er weitaus bekannter ist. Ich hatte mich in einen Pornostar verguckt. Doch da ich weltoffen bin und nur selten versuche voreingenommen zu sein, schreckte mich das nicht ab. Im Gegenteil es machte mich nur neugieriger.

Diese Party sollte am Samstag sein, also am Tag vor der oben beschriebenen Premiere. Zudem hatte man die Generalprobe auf den gleichen Tag am Morgen geplant. Das kommt nur sehr selten vor, aber ungewöhnlich ist es nicht. Ich ging trotzdem zu Party, auch wenn das bedeuten würde, dass ich am Sonntag ein wenig in den Seilen hänge.

Es war ein schöner Abend, da ich sehr viele Jungs wieder sah, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Es war auch die Creme de la Creme der Fetischboys vertreten, alle in voller Montur, was immer für Aufsehen sorgt. Zudem bekam ich eine Einladung zu einer Hochzeit von einem Freund über die mich sehr freute weil er und sein Partner endlich, nach weit über 15 Jahren, endlich den Schritt wagen.

Ich aber habe den Herrn, in den ich verschossen war, aber nur einmal kurz von weitem gesehen. Seine Show begann erst weit nach Mitternacht. Und so kam es dass ich gegen 2 Uhr in der Früh den Heimweg antrat, ohne ihn näher kennengelernt zu haben.

Am Sonntagmorgen bekam ich dann auch prompt die Rechnung präsentiert, in Form von latenten Kopfschmerzen die den ganzen langen Tag über anhielten. Generalprobe und Premiere an einem Tag machten den Tag zusätzlich sehr lang.

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Am Montag hatte ich frei und ließ alles sehr langsam angehen. Ich ging ein wenig hinaus da schönes Wetter war, machte einen Abstecher in die Alte Heimat und fuhr über ein paar Umwege wieder heim.

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In Schweden gab es ein großes Benefizkonzert für die Ukraine. Dort trat auch Benny Anderson von ABBA auf mit der Ode To Freedom.

Drei Tage

Der Montag war gekrönt von Wackeligkeit. Ich hatte die Nacht über gründlich geschwitzt und ich fühlte mich wesentlich besser. Doch wenn ich fürs Wochenende fit sein sollte musste ich jetzt nicht zu sehr über die Stränge schlagen. Ich blieb zuhause kümmerte mich um Haushaltsdinge die schon länger anstanden.

Der Dienstag glich dem Montag wie ein Ei dem andern. Mit der Ausnahme, dass ich mich an Abend mit der A. auf einen Drink hinaus traute.

Blue war sehr sehr müde, wollte auf den Arm und schlief auch ziemlich schnell ein.

Am Mittwoch war ich soweit wieder hergestellt.
Am Morgen dann eine Runde über den Markt und eine heisse Schokolade mit der D. und dem B. im Torrino. Wetterbedingt war das genau das richtige.
Am Nachmittag war dann zum letzten Mal meine Putzhilfe da für die nächsten sechs bis acht Wochen. Sie wird sich einer OP unterziehen müssen die schon länger anstand aber wegen der Pandemie erst jetzt gemacht wird. Das bedeutet ich muss die nächsten Wochen selber ran.

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Ein wenig Ablenkung lieferte dieses Video von Julian Baumgartner. Bei seinen Restaurierungsarbeiten erfährt man immer recht wenig über die Besitzer und wo das Bild herkommt. In diesem Video haben sich die Besitzer bereit erklärt mit vor die Kamera zu kommen und ein paar Anekdoten über das Bild zu erzählen.

Aus dem Familienalbum 43

Der Sonntag war war vom Wetter her sehr erträglich, auch weil teilweise die Sonne schien, doch ich hatte mir von Tag davor eine leichte Erkältung eingehandelt, die natürlich sämtliche Alarmglocken zum klingeln brachte. Aber nach dem Schnelltest beruhigten sich diese wieder. Nix Virus.

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Darum mache ich heute etwas anderes. Die Überschrift verrät es bereits.

Man sagt ja heute immer dass es früher mehr Schnee gab. Ja, gab es. Solche Winter wie in diesem Foto (es steht kein Datum darauf, doch es war Mitte der 70er, denn meine Mutter hatte eine Citroen Ente) waren nichts ungewöhnliches.

An die Ente kann ich mich noch gut erinnern. Wenn Mutter uns zur Schule fuhr, (was nur dann vorkam wenn wir den Bus verpasst hatten) saßen mein Bruder und ich auf den Rücksitz und beteten dass er wegen der Kälte nicht ansprang. Es kam aber leider recht selten vor.

Schnee & Taubenfrage

Mit Ausnahme eines Mittagessens zusammen mit dem B. und ein paar Begegnungen in der Stadt von Menschen die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, hatte der Samstag nicht sehr viel zu bieten. Es war sehr kalt und es schneite so richtig am Morgen und den Tag krümmelte es vor sich hin, bei sehr unangenehmem Wind.

Im Renert können sie inzwischen wieder die Terrassen Stühle und Tische vor die Tür stellen denn die Steinquader sind alle verlegt, doch die Aussicht ist…

…nicht so schön.

Ich bleib weitgehend häuslich.

Eine Frage habe ich an die Runde, vor allem die Vogelkundler sind gefragt. Ich beobachte schon seit Tagen auf dem hinteren Balkon eine Taube mit einem recht ungewöhnlich Flugstil, den ich bei Tauben so noch nie gesehen habe. Sie ist Einzelgänger und fliegt immer allein. Für gewöhnlich fliegen Tauben recht zeilstrebig auf das nächste Ziel zu, doch diese hier, scheint eher durch die Luft zu flanieren. Sie fliegt ohne wirkliches Ziel, flattert hoch um dann in den Gleitflug überzugehen, setzt dann wieder zum flattern an um wenige Meter später wieder zu gleiten, immer im regelmäßigen Wechsel, so als ob sie wellenreiten würde. Es ist mir schon mehrfach aufgefallen und ich hatte versucht es abzufilmen was mir natürlich auf die Schnelle nie gelang.
Ist das ein normales Verhalten von Tauben, hat sie einen Flügelschaden oder amüsiert sie sich einfach nur?

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Ihr braucht ganz dringend gute Laune? Dann klickt euch durch den Twitterkanal von Damien Robitaille
Spreading joy through music.
Oh ja, das tut er!
Hier gibt es zwei schon mal zwei von mir handverlesene Tweets, doch er hat unzählige weitere davon zu bieten.

Ein Profi in Schusseligkeit

Ein Scheibe Bananaenbrot das ich gestern buk, zum Frühstück, getoastet mit Butter. Es hatte zwar Geschmack aber irgendwie schmeckte es mir dann doch nicht, weil ich es wahrscheinlich in der falschen Umgebung esse. Ich dachte dabei an Kängurus…

Gegen Mittag zusammen mit der D. in den Wëllem, der zur Zeit den wahrscheinlich leckersten Mittagstisch der Stadt anbietet.

Salsiccia in Tomatensauce auf Polenta mit Ratatouille und Linsen Gemüse.

Vegetarische Gyoza auf buntem Salat.

Und passierte mir wieder ein Schusselding.
Ich eilte von dort aus noch schnell zum Elektrogeschäft weil ich neue Wasserfilter und Entkalker brauchte. Ich habe so das Gefühl, dass der Kaffeevollautomat, das demnächst wieder lautstark einfordern wird und wollte dafür gewappnet sein. Als ich dann richtig in meine Tasche sah, war keine Geldbörse drin. Ich zahlte mit den iPhone.
Doch da ich das Auto mitgenommen hatte und in der Parkgarage zwar bargeldlos bezahlt werden kann, aber nicht kontaktlos, ging ich nochmal zurück zum Wëllem, doch die Geldbörse war nicht dort. Ich hatte sie mit ziemlicher Sicherheit nicht eingesteckt und im Wëllem hatte ich auch mit dem Handy bezahlt. Mist! Der Kellner gab mit ein paar Münzen Kleingeld, damit ich das Auto aus der Garage bekam. Ansonsten hätte ich den Bus nehmen müssen, heimfahren und wieder zurück kommen, damit ich die den Wagen aus der Garage bekäme. Ich nahm mir fest vor dem Kellner morgen ein fettes Trinkgeld vorbeizubringen.
Als ich ich dann zuhause war, strahlte mich die Geldbörse von Küchentisch aus an…

Ich werkelte den Rest des Nachmittags zuhause, wusch Wäsche und machte mich endlich daran das Bücherregal im Büro aus und umzuräumen. Die letzten Monate war dort so einiges verstaut worden, was definitiv nicht dorthin gehörte. Ich füllte damit einen ganzen Wäschkorb voll. Es hatte sich mehr als gelohnt.

Am Abend schaute ich mir zwei aufgezeichnete Folgen von Murdoch Mysteries an und lag früh im Bett.

Bananenbrot, Steinbutt & Gedanken über den Krieg

Gleich am Morgen mehrere Telefonate geführt um Termine umzulegen, weil ich mal wieder ein Schussel war. Dass diese Schusseligkeit mir bis dato keine verheerenden Folgen gebracht hat, ist schon sehr erstaunlich. Aber jetzt da es ausgesprochen ist,…

Gegen Mittag fuhr ich die paar Flaschen Wein, um die die K. mich gebeten hatte aus der Pfalz mitzubringen, zu ihr an die Mosel. Erstaunlich miserables Wetter.

Wieder daheim machte ich mich endlich daran, die beiden Bananen die ich noch von vor dem Pfalzausflug hatte, zu einem Bananenbrot zu verarbeiten.

Gesagt, getan.

Es wurde sehr dunkel weil ich Rohrzucker genommen hatte. Aber man roch das Backgut durchs ganze Haus. So sehr, dass die ältere Nachbarin über mirmich anrief und fragte, was dieser wundervolle Duft im Haus wäre. Ich sah schon wo das hinführt. Morgen muss ich wohl ein Stück vorbei bringen.

Es ist übrigens das erste mal, dass ich seit sehr langer Zeit Bananenbrot backe. Das letzte mal dass ich überhaupt welches gegessen hatte, war kurz vor der Pandemie in Australien. *seuftz*
Ich vermisse Down Under.

Am Abend dann einen Abstecher zum Nachbarn in die Rotisserie.

Als Vorspeise: Mit getrockneten Tomaten gefüllte Artischockenherzen vom Grill. Überraschend lecker. Davon hätte ich mehr essen können.

Hauptgang: Steinbutt mit Fenchelgemüse

Da war ich etwas enttäuscht, denn dem Fisch fehlte es komplett an Geschmack, als ob er nicht in einem Sud gegart worden wäre sondern einfach in Wasser, zudem machte die etwas zu dicke Soße, die man dazu reichte, es nicht gar nicht wett. Schade, dabei mag ich Steinbutt sehr.

Nachtisch war eine Zitronentarte.

Die hingegen war nun wieder sensationell, allein schon weil sie keine Baiserhaube hatte und richtig intensiv zitronig schmeckte.

Ich ließ die Gedanken derweil schweifen und schrieb schon teilweise hier im Blog vor.

Es ist wahrscheinlich schonso manchem aufgefallen, der hier regelmäßig mitliest, dass ich nichts über den Ukreinekrieg schreibe. Ich kann es nicht. Es lähmt mich. Der Krieg begann zu einem Moment, als ich mitten in einer unverblogbaren Blase steckte und meine Arbeit kam mir plötzlich so unwichtig, nutzlos und fast hirnverbrannt vor. Ich lese tagtäglich davon, wie auch hier in Luxemburg sich Menschen mobilisieren und Aktionen starten, Leuten die von dort geflohen sind eine Unterkunft bieten. Ich habe mir auch zu einem Zeitpunkt überlegt ob ich nicht mein zweites Schlafzimmer eine als Übergang anbieten soll. Aber ich kann es nicht. Das mag einerseits feige klingen, doch andererseits sehe ich mich außerstande das zu bewältigen. Inzwischen bin ich soweit dass ich die Nachrichten im Radio oder im Fernsehen abschalte, weil es mir Angst macht. Auf Twitter habe ich manche auf stumm geschaltet weil ich es nicht mehr hören kann. Ihr könnt mich für einen Hosenscheisser halten der überhaupt keine Courage hat, aber ich habe auch den Mut es offen zuzugeben.

Ein Mittwoch

… der mich wieder nach alle der Entspannung auf den Boden der Realität zurück brachte.

Das Foto wollte ich euch noch zeigen. In Wissenbourg war am Montag nicht alles geschlossen. Der Seifenladen hatte geöffnet.

Und das ist die Auswahl, die ich so mehr oder weniger bis Anfang nächsten Jahres und unter der Dusche verbraucht haben werde. Kostenpunkt, 32€ für ein ganzes Jahr. Da kann man nicht meckern und ich habe keinen Plastikabfall produziert.

Den Morgen ließ ich langsam angehen und machte später eine größere Einkaufsrunde.
Auf der Suche nach einem Geschenk, kann mir eine der besten Ideen überhaupt und ich zog ebenfalls los in den Buchladen, um ein Buch zu bestellen. Doch man sagte mir dass sie es in ihrem anderen Laden in der Belle Etoile hätten, einer größten Shoppingmals des Landes. Ich mag Schoppingmals ab einer gewissen Größe nicht, weil sie mich wahnsinnig machen. Aber gut, da musste ich jetzt wohl hin wenn ich das Buch haben wollte.

Quer gegenüber dem Buchladen befindet sich ein Mise Au Green Laden, bei denen ich schon vor einer Weile ein wunderschönes Polo Hemd und ein Pulli im Marine Look gesehen hatte. Ja, ihr dürft mich hauen! Ist ja nicht so als ob ich davon nicht schon mehrere hätte…

Wieder daheim verstaute ich alles und las eine Runde in Crossroads weiter. Später dann ließ ich mich von YouTube berieseln.

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Hazariel aus Montpellier wurde mir vom Algorithmus vorgeschlagen. Eine Youtuberin die für gewöhnlich im Setdesign arbeitet und aus Mangel an Aufträgen (wegen der Situation) ein YouTube Kanal gestartet hat. Vor allem aber nimmt sich sich selbst nicht so ernst und das macht es sehr unterhaltsam.
Ein historisches Kleid aus Ikea Stoff? Kein Problem.

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Via hmbl auf diesen Text gestoßen: Never
Sehr berührend und in weiten Teilen sehr zutreffend für mich. Vor allem die beschriebenen Geister (Geister der Vergangenheit wie ich sie nenne), die immer wieder auftauchen, mal hier, mal da, mal zu den seltsamsten Zeiten an denen ich sie am allerwenigsten erwarte, vorzugsweise aber in der kalten, dunklen Jahreszeit.
Ich habe in all den Jahren gelernt mit ihnen zu leben und weiß, dass sie immer wiederkommen werden. Und wenn sie dann so präsent sind, dass ich es kaum noch aushalte, dann muss ich da durch, eine andere Wahl bleibt mir nicht. Alternativen gäbe es, doch die kommen, so lange ich es so wie jetzt handhaben kann, nicht in Frage.

Hotel Pfalzblick : zwei Tage Ausspannen pur

Ich weiß nicht warum, aber jedesmal wenn ich hier bin, fährt mein Stresslevel derart runter wie nirgendwo sonst.

Zwischen schwimmen, Sauna, Whirlpool, Lesen, und einem Ausflug nach Weißenburg war nicht viel. Ich hatte nicht mal Lust zum Blogschreiben. Ich hatte das Laptop zwar mit, aber ich habe es nicht angerührt.

Oben das Gemeindeamt von Weißenburg. Wissembourg ist übrigens, und das obwohl Pandemie und dergleichen, eine noch lebendigere Stadt geworden, als sie es schon war. Es ist erstaunlich. Ich hatte, als ich hinfuhr, Angst dass das Gegenteil passiert sei. Aber nein. Der einzige Dämpfer; gehe nie an einem Montag dorthin. Es ist (fast) alles geschlossen.

Angefangen zu lesen habe ich Crossroads von Jonathan Franzen, auf die Empfehlung von H., der es in den Weihnachtsferien ganz las und sehr begeistert war. Mit geht es jetzt nach der ersten fünfzig Seiten auch so.

Ich habe auch heute wieder sehr wenige Fotos gemacht. Es ist halt ein Wellnesshotel mit vielen Menschen im Bademantel oder komplett nackt. Dafür gibt es andere Seiten im Netz um sich das anzusehen.

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Am Dienstag dann eine frühe Schwimmrunde und am späten Morgen ging es dann wieder zurück nach Luxemburg.
Das E-Auto machte übrigens den ganzen Ausflug tadellos mit und bei der Hin- wie bei der Rückfahrt, hatte ich jedesmal 25% Saft über. Also werde ich mich im Mai wahrscheinlich an eine längere Fahrt trauen in der ich zwischendurch aufladen muss. Aber ich muss vorab planen wegen der Aufladestationen.

Irgendwie waren die Tage zwar nicht anstrengend aber ich war hundemüde am frühen Nachmittag, fiel für zwei Stunden aufs Bett und schlief tief und fest.

Am Abend dann, weil ich nichts eingekauft hatte, ging es zur Skybar. In den nächsten Tagen wird die Karte wieder ändern und ich bekam vorab den neuen Nachtisch. Eine weitere Variation der Dame Blanche unter einer Schokoladen Sphäre versteckt und dann zum Vorschein kommt, wenn die heiße Schokolade darüber gegossen wird. Sie war sehr schokoladig und erstaunlicherweise nicht sehr süß, stattdessen leicht pfefferig. Sehr, sehr gut. Manchmal frage ich mich dann doch wie oft der Chefkoch Renaud es noch hinbekommt, immer wieder eine weitere Variation zu erfinden.

Wieder daheim las ich weiter im Crossroads.

Ein Tag in Bildern der keiner wurde

Ich erwachte gegen schon 4:30 (Winterzeit) so zeigte es mir der Wecker. Mir wurde schlagartig bewusst, dass ich vergessen hatte den Wagen anzuschließen damit er sich auflädt. Mist! Also huschte ich im Schlafanzug mit Pantoffeln hinaus über die Straße in den Innenhof um die Kiste anzuschließen. Ich prüfte über die App ob das mit der Aufladezeit reichen würde. Ja, es ging sich so just auf. Uff.
Ich muss lernen umzudenken.

Wieder oben war natürlich nicht mehr an Schlaf zu denken. Ich stellte alle Uhren auf Sommerzeit um, die das nicht von selbst taten und macht mir den ersten Kaffee.

Für den Rest des Tages sollte es ein Tag in Bildern werden was mir aber nicht gelang.

Es ging mit der A. nach Dahn ins Wellnesshotel Pfalzblick. Ich war schon sehr lange nicht mehr dort. Das E-Auto brachte uns ohne Probleme mit einer Ladung bis dorthin. Es blieben sogar noch 25% der Ladung über. Aber man darf nicht rennen wie ein Wilder.

Und jetzt erst mal schwimmen und ausspannen.

Stimmen aus der Stahlindustrie

Ich war früh wach, wie überhaupt die letzten Tage. Ich ließ es sehr gemütlich angehen.

Gegen 10:00 traf ich mich mit der D. und ihrem M. auf der Terrasse von Namur, die einzige Terrasse die am Morgen bereits Sonne hat.

Gegen Mittag fuhren die D. und ich nach Dudelange zur Eröffnung der neuen Ausstellung

Ich hatte die Ausstellung gestern kurz erwähnt, da die A. mit daran gearbeitet hat. Die Ausstellung läuft auch in Rahmen des Kulturjahres Esch2022, obwohl sie in Dudelange stattfindet. Dudelange besaß einst ein Hütten und Stahlwalzwerk, das aber schon lange geschlossen wurde. Es traumatisierend für Stadt und die Region. Ein Großteil des Bauten wurden weggerissen doch einige davon stehen noch. Unter anderen das sogeannte Pomhaus und der allte Wasserturm. Bide wurden schon in 90ern zu einer Austellungsfläche umgebaut.
Dahinter gibt es auch noch die riesige inzwischen leere Halle in der Walzwerk war. Ich habe dort vor in der Zeit vor dem Blog, Wochen und Monate verbracht weil es damals auch genug platz bot für ein Filmstudio. Und für mich der nicht so oft im Süden des Landes anzutreffen ist war es seltsames Gefühl wieder dort zu sein.

Die Ausstellung Stëmme vun der Schmelz sollte nicht nur eine reine dokumtarische Ausstellung sein, sondern auch ein künstlerisch durchdachte, weswegen die A. mit hinzugezogen wurde.

Mit dem Aufzug in den Wasserturm
Auf einer riesigen Einwand gab es einen Film über das Werk.
Über die Treppe ging es wieder durch luftige Höhen hinunter, während dem man ein Klanginstallation hörte.
Eine von mehreren Videos in dem Zeitzeugen zu Wort kommen.

Wieder zurück in der Stadt, gab es für mich das erste Eis in der Bonomeria. Wir waren übrigens bei dem schönen Wetter nicht die einzigen, denn die Schlage vor Laden war dann doch schon sehr lang.

Am Abend dann wieder mit, der A. diesmal, nach Esch in die Kulturfabrik ins „Ratelach“ (Rattenloch) ein urgemütliches Kaffee, in dem ich auch vor etlichen Jahren meine allererste Lesung hatte.

Wir fuhren jedoch zeitig zurück, denn morgen geht es für mich und die A. ins benachbarte…
Ach, das erzähle ich morgen.

Unangenehme Entdeckungen

Der Tag ging wieder sehr früh los weil ich einfach sehr früh wach werde, ohne Wecker ohne nichts. Ich könnte schon seit einer Woche in der Sommerzeit leben.

Es waren Fotos angesagt für ein Tanzstück.

Am Abend dann ein wundervolles Dinner im Grünewald mit der D. Davor saßen wir noch lange im Wëllem auf der Terrasse in der Sonne bis es doch langsam zu kühl wurde.

Und war wie immer köstlich im Grünewald.

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Der Freitag dann begann mit einer längeren Bürorunde und zwischen durch Wäsche wachen.

Kurz nach Mittag klingelte es an meiner Wohnungstür. Die Putzfrau die für das Treppenhaus und den Keller zuständig ist, erklärte mir dass wir einen weiteren Bewohner im Keller haben. Ich ging hinunter und sah im Heizungskeller eine Decke liegen ein Einkaufstüte mit allerhand Zeug, viele leere Dosen Bier, Zigarettenstummel und in der hintersten Ecke ein Pfütze Erbrochenes. Na Super! Ich rief die Hausverwaltung an und es kam sofort jemand nachsehen. Wir fanden dann auch Glasscherben einer kaputten Crackpfeife…

Ich prüfte noch einmal ob meine beiden Keller verschlossen sind. Waren sie. Später dann trat eine weitere Putzcrew an die den Unrat wegräumte und mir gab man den dem Typ sofort die Polizei zu verständigen wenn ich jemand sehe. Um die Tür des Heizungskellers und die Vordertür würde man sich sofort nächste Woche kümmern.

Es ist nicht zum ersten mal dass wir ungebetene Bewohner haben. Es war schon mal vor etlichen Jahren der Fall, als meine Tante noch hier lebte. Doch unsere Haustür ist inzwischen auch nicht mehr das sicherste und neueste Modell.

Am Abend auf einen Absacker mit der A. ins Bovary. Wir stießen auf eine „Baustelle“ an, die die A. endlich schließen konnte und die sie sehr viele Nerven gekostet hat. Morgen berichte ich mehr darüber.

Ein schöner Tag

Vielleicht sind Tage wie heute ein kleines Geschenk vom Himmel. Es passierten nur schöne Dinge. Ich hatte durch die Bank weg nur mit Menschen zu tun, die ich mochte.
Doch fangen wir von vorne an.

Am Morgen stand ich mit Brummschädel auf, was nur dann vorkommt, wenn ich schlechten Wein getrunken habe. Das eine Glas Riesling von Abend davor muss wirklich jede Menge Zusatzstoffe gehabt haben, den für gewöhnlich passiert mir das bei guten Weinen nicht.

Ich traf mich mit der D., nachdem ich eine Ibu eingeworfen hatte, in der Stadt. Wir schlenderten ein wenig umher um eine Terrasse mit Sonne zu finden. Die von der Konditorei Namur war ideal. Wir saßen eine ganze Weile dort und tauschten sämtliche Neuigkeiten aus weil wir uns ja schon eine ganze Weile nicht gesehen hatten.

Ich plante mir ihr die kommende Zeit durch, hinsichtlich der Sommermonate und den Herbst. Es wird ein arbeitsintensiver aber auch ein schöner Sommer werden. Ich freue mich jetzt schon sehr darauf, weil es etwas völlig Neues und Ungewohntes auf mich zukommen wird. Es ist aufregend und total neu und irgendwo macht es auch Angst, aber zur Zeit überwiegt die Freude.

Am Nachmittag die Aufzeichnung der Samstag Sendung. Der Gast war auch kein Unbekannter. Er ist einer der besten Exportartikel den Luxemburg in Sachen Pianist hervorgebracht hat.
Franceso Tristano. Ich mochte ihn schon immer sehr und war froh, dass ich ihn endlich mal persönlich kennenlernen durfte.

Da diese Fotos auch bei Instagram zu sehen waren, kann ich sie auch hier posten.

Tristano war zu Gast wegen seinem neuen Albums On Early Music von dem es auch eine Auskopplung mit Remixen von dem Titel Toccada gibt, das ich sehr laut im Auto auf der Rückfahrt hörte. Und am Sonntag gibt es, wie gewohnt, den Link zur Mediathek. (Kann sich übrigens jeder ansehen. Hier ist nix mit lächerlichem Geoblocking)

Am Abend dann für ein kurzes Abendessen im Bovary. Ich ging alleine hin. Mit all dem was an diesem Tag erfahren hatte, musste ich das erst einmal sacken lassen und mich selbst ermahnen, dass alles wie gewonnen so zerronnen sein kann. Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann, dass nichts sicher oder in Stein gemeißelt ist. Aber, zumindest für einen Augenblick, schien die Welt in Ordnung zu sein und spendet Hoffnung und Zuversicht auf das was in der Zukunft noch kommen mag.

Meine Bank ist weg & ein weggefressenes Hinterteil

Kennt ihr das? Ihr setzt euch als Tagebuchblogger täglich vor die leere Eintragsseite und stöhnt bisweilen laut auf. Es geht mir seit Tagen so. Dann überlege ich immer wieder hier eine Pause zu machen. Bloggen ist und bleibt ein zeitaufwendiges Hobby. Wenn ich es dann jedoch schaffe in die Tasten zu hauen, kommen die Wörter quasi im Alleingang und alles ist wieder in Ordnung.

Ach,vielleicht muss ich auch andere Dinge in meinem Leben ändern…

Kommen wir zum Tagesbericht:

Ich erwachte sehr früh ohne Wecker. Es war kurz nach 6:00. Das beruhigte mich einerseits, weil ich noch nichts geschrieben hatte und andererseits blieb ausreichend Zeit für Körperpflege und mich vorzeigefertig zu machen, für den Besuch in einer Kunstgalerie.

Nach dem Besuch in der Galerie war ich dann im Wëllem und nahm dort den Mittagstisch mit.

Hühnchen Filet sehr saftig in einer leicht scharfen Safransauce mit Brokkoli-Kartoffelpüree.

Und im Wëllem schrieb ich schon mal teilweise hier vor. Wenn ich das zwischendurch tun kann, geht es mir leichter von der Hand.

Zurück ging es durch den Park mit einem ersten Ice Kaffee zu meiner Lieblingsstelle im Park wo ich erstaunt feststellte, dass sie mir eine beiden Bänke weggenommen haben. Huch!

Wieder daheim gab es Schokolade:

Später dann ging zum letzten mal ins Unverblogbare und somit ist diese Baustelle auch zu.

Anschließend sah ich endlich die D. wieder, die aus der Quarantäne raus war, alles ohne weitere Komplikationen. Ich traf sie und die V. in der Theaterstuff. Wir machten jedoch nicht lange auch weil ich hundemüde war.

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Marc Rober, (ihr wisst schon, der mit dem Eichhörnchen Parcours und Glitzerstinkbomben) zeigt hier wie man ein Piano zum sprechen bringt.

Sonntag & Montag

Den Sonntag vergessen wir mal kurz, weil er , entgegen seines Namens der Sonne beinhaltet, gar nicht er Fall war. Es war kalt und es regnete. Zudem hatte ich Nachmittagsvorstellung, was den Tag in zwei spaltete und für eine richtige Unternehmung blieb wenig Zeit.

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Der Montag dann begann ich mit Haushalsarbeiten, Telefonaten und mir ein paar Folgen einer Show in einer Mediathek ansehen, zwecks Recherche. Es konkretisieren sich langsam Dinge über die ich noch nicht sprechen kann, weil sie alle noch nicht zustande kommen könnten. Es bleibt spannend.

Am Nachmittag dann Großeinkauf im Supermarkt meines Vertrauens. Ich wanderte dort ohne wirklich was zu suchen durch Körperpflegeabteilung und fand dann endlich das, was ich schon seit etlichen Jahren suche und ich hätte mir gedacht, dass ich es ausgerechnet HIER finde.

Meine Marseille Seifen gehen langsam zur Neige und ich schaute mich um ob ich diesbezüglich nicht ein Stück finde zur Überbrückung bis ich Nachschub von Maison du Savon de Marseille bekomme. (Das wird übrigens nächste Woche sein) Dabei fand ich das hier:

Ein festes Shampoo Seifenstück gegen Schuppen! Das war seit Jahren schon immer wieder mein Anliegen, dass es feste Shampoos für alle Haartypen gibt, aber keines gegen Schuppen. Juchuu! Wenn es jetzt noch hält was es verspricht ist meine kleine Welt in Ordnung.

Am Abend fing ich mit dem achten Comic Band von Stéphane Heuet an, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat Marcel Proust – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, als Comic umzusetzen. Kein leichtes Unterfangen und er arbeitet schon etliche Jahre dran.

Ich muss sagen dass Proust mich mit den Jahren immer mehr fasziniert. Ich hörte ja vor kurzem erst die Hörspiel Podcast Reihe, wo mir noch einmal bewusst wurde, wie bösartig manche der Protagonisten sind. Auch Marcel, den ich zu Anfang immer nur als stillen Beobachter einschätzte ist,was seine manipulativen Fähigkeiten angeht, kein Unschuldsengel.
Ach, vielleicht schaffe ich doch irgendwann die Serie einmal komplett zu lesen.

Aus der Alten Heimat in die große Stadt

Ach,die Überschrift klingt ein wenig prätentiös, aber ich lass sie jetzt so.

Die letzten Tage fielen die morgendlichen Aktivitäten alle sehr differenziert aus. Das war heute nicht anders. Zwischen Bloggen, Telefonaten, Kaffee und Körperhygiene war auch ein Termin mit dabei, den ich erst für nächste Woche eingetaktet hatte. Hatte ich mich etwa wieder vertan? Es schien so! Aber ok. Er schmiss mir zumindest keinen anderen Termin um.

Der A. aus der Alten Heimat sollte mit der J. zum Mittagessen in die Stadt kommen. Sie hatten sich beide sehnlichst thailändische Küche gewünscht. „Nichts leichter als das!“ antwortete Pigeldi alias Joël. „Kommt mit!“

Wir trafen uns im Wëllem und gingen dann gegen Mittag hinüber zum Thai House, für mich zur Zeit eine der besten Adressen der Stadt. Und ich sollte recht behalten. Die beiden waren begeistert. Ich hatte den A. noch nie mit dem Hinterteil auf dem Stuhl wackeln sehen, so gut schmeckte es ihm.

Auf dem Heimweg sah ich die inzwischen obligate samstägliche Demo. Doch sind es nicht mehr die Impfgegner. Den Fahnen nach muss ich nichts erklären…

Am Nachmittag zog ich dann mit meiner A. und Blue los, zum Tag der offenen Tür im alten Schlachthof von Hollerich, der schon seit Jahren ein Treffpunkt für Skater und Graffiti Künstler ist. Ich war gespannt, denn vor Jahren schon war angekündigt worden dass man vorhätte das Schlachthaus umzubauen und etwas neues dort zu entstehen zu lassen. Doch dem war nicht so. Es war lediglich eine Aktion den Ort bekannter zu machen und anzukündigen, dass man dort demnächst weitere Aktivitäten stattfinden lassen wird.

Ich hatte mir erhofft daraus ein Chronik machen zu können für die Sendung, aber dafür reichte das Angebot dann doch nicht aus. Also muss ich mir etwas neues einfallen lassen.

Später ging es dann noch in den Park von Belair wo wir Freunde der A. im Pavillon trafen. Wegen dem schönen Wetter und der Beliebtheit des Parks, herrschte dort großer Andrang, doch wir hatten Glück und bekamen einen Tisch direkt am Teich.

Im Teich schwammen massiv dicke Welse und Blue war fasziniert.

Doch langsam wurde es empfindlich kalt. Wir verabschiedeten uns und ich huschte noch einmal schnell heim etwas Wärmeres anziehen, denn ich hatte gefroren.

Die A. hatte Lust auf italienisch. Also ging es los zur Feluca das ein wenig abseits zwischen den Tennisfeldern und den alten Stadion liegt. Ich hatte glühend heiße frische Nudeln mit Pilzen. Genau das richtige bei den Temperaturen.

Ich fiel, für meine Verhältnisse, erstaunlich früh in die Horizontale.

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Und hier noch der versprochene Link zur No Art Sendung.

Frei wie Freitag

Ich erwachte bei strahlend blauem Himmel. Ein kompletter Wetterumschwung. Aha. Das erklärte dann auch warum ich am Donnerstag am späten Nachmittag Kopfbrummen hatte. (Nein, ich habe mich getestet, deswegen war es nicht)

Ich verblogte den Vortag und hatte mehrere Anrufe. Ich beschloss nach Trier zu fahren. Bei dem schönen Wetter und überhaupt wollte ich den neuen Wagen mal richtig auf der Autobahn testen und sehen wie viel er an Ladung von Luxemburg nach Trier braucht.

Als ich dann dort in die Parkgarage fuhr war dann doch sehr baff. Er hatte für die Strecke nur runde 20% der Ladung gebraucht. Aber es hängt auch sehr vom Fahrstil ab. Ich ließ ihn auf der Autobahn mit Tempomat auf 110 km/h laufen. Das interessante dabei ist, der Wagen macht dann (fast) alles von selbst. Er achtet auf den Wagen davor, hält genügend Abstand, liest die Tempolimit Schilder und hält mich in der Fahrspur. Ich könnte sogar das Lenkrad loslassen, doch das merkt er auch und mahnt mich ab.

Während der Fahrt hörte ich das neue Album von Vendredi sur Mer – Métamorphose, das heute erschien. Stimmlich erinnert sie mich diesmal ein wenig an Mylène Farmer weil sie ein ähnliches Timbre hat. Ich hatte schon einmal über sie berichtet als ich per Zufall im französischen Radio in einem Interview spät abends entdeckte, als ich bei Saarbrücken im Stau stand. Das war 2019 im Sommer. Die Frau hat die Gabe Melodien zu schreiben die sofort ins Ohr gehen und sehr hartnäckig dort sitzen bleiben. Das sind schon keine Ohrwürmer mehr es sind Maden.

Das neue Lied Le Lac finde ich ganz besonders schön, aber auch traurig. Und Monochrome in dem ein Mann eine Umwandlung macht.

In Trier dann die Überraschung. Hier wird noch stramm Maske getragen und in den Gaststätten wird noch der Impfpass geprüft. Für Rheinland-Pfalz wurden die Maßnahmen bis Anfang April verlängert. Zugegeben ich trage sie ja teilweise auch immer noch, auch wenn es in Luxemburg quasi überall aufgehoben wurde.

Ich erstand in der Blauen Hand ein paar neue Hemden, sehr bunt und sehr fernsehtauglich.

Mittagsmenü in der Trier Brasserie

Unter der Haut gefüllte Poulade mir Schmorgemüse und Bandnudeln. Sehr gut.

Wieder daheim sah ich nach Tagen die A. und Blue wieder. Blue ist jedes mal total aus dem Häuschen wenn sie mich sieht und würde mich am liebsten von oben bis unten ganz abschlabbern.

Wir verbrachten den ersten Abend, wenn auch gut in Mäntel und Jacken eingepackt, auf der Terrasse im Bovary. Es gab ein Glas Wein und paar Tapas:

Und irgendwann war Blue so müde dass sie Kopf auf den Tisch legte und einschlief.

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In Mondorf-les-Bains wurde im Park des Thermalbades die Statue von Juri Gagarin zugehängt. Unabhängig wie man zum Ukrainekrieg steht, wollte man Vandalismus an der Statue verhindern.
Das gefiel jedoch drei Senioren absolut nicht und nahmen die Verpackung der Statue wieder ab.

Das Übliche

Immer wenn die Blognachbarin Kaltmamsell von einer zerhackstückelten Nacht spricht, konnte ich mir nie so wirklich etwas darunter vorstellen. Seit Donnerstagmorgen weiß ich was sie damit meint. Nun ja. Sich ausgeschlafen fühlen geht anders.

Der Vortag weggeblogt und eine Recherche über ein Thema für die Sendung gemacht, das ich vorgeschlagen hatte. Dabei festgestellt, dass ich mich ein wenig verrannt hatte. Mir wurde das wie ein Tag der offenen Tür verkauft, was es auch so gesehen ist, aber anstatt dass damit etwas Neues beginnt, wird etwas definitiv geschlossen. Das macht also wenig Sinn. Zum Glück hatte ich noch ein anderes Thema auf Langer.

Eigentlich wollte ich mir ein Mittagessen in der Nachbarschaft gönnen, doch stattdessen arbeitete ich weiter Bürodinge ab damit ich Freitag und Samstag zwei volle freie Tage habe.

Am Abend dann wieder das Übliche im Theater.

Spargel & Styropor

Den Dienstag Morgen mit viel Bürokram verbracht. Es gibt dann doch immer wieder Dinge die keinen Aufschub dulden.

Das Mittagessen sah so aus:

Es wurde zum ersten mal angespargelt in diesem Jahr! Mit Räucherlachs und einer Sauce Hollandaise, die mir beinah geronnen war. Ja, ich weiß. Die Spargelzeit hat noch nicht begonnen aber ich konnte ihm nicht widerstehen. Zudem stammt er aus Italien und nicht, wie so oft, aus Übersee.

Den Nachmittag mit Recherche verbracht zwecks der Sendung am Mittwoch. Der Rest war dann im Theater rumsitzen und Unverblogbares tun.

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Mittwochmorgen dann brachte ich wie gewohnt die Wohnung auf Putzniveau, weil am Nachmittag die Putzfrau antrat. Ich selbst möbelte mich auf, auf Kameratauglichkeit, denn am frühen Nachmittag stand eine neue Aufzeichnung von No Art On Air an. Diesmal war es übrigens eine auch in Deutschland weitaus bekannte Darstellerin und es war eine sehr entspannte Sendung. Wenn sie am Samstag ausgestrahlt wird, poste ich den Link zur Mediathek.

Zudem bekam ich eine sehr aufregende und erfreuliche Nachricht, so sehr, dass ich mich noch nicht wage an sie zu glauben.

Nach der Sendung noch ein paar Einkäufe die ich fix heim schleppte. Und dann hatte ich einen Geistesblitz, den ich sofort in die Tat umsetzte. Ich buchte für Ende des Monats ein paar Wellnesstage im Pflazblick in dem ich vor der Pandemie zu letzten mal war.

Am Abend dann wieder der gewohnte Anblick leerer Styroporköpfe, weil wieder alle im Einsatz waren.

Später schaute ich mir noch zwei Folgen Murdoch Mysteries an, die ich brav regelmäßig aufnehme aber halt nie live sehen kann.

Einbauküchen & Geister

In Ermangelung an verblogbarem Zeug, machen wir heute etwas anderes.

Außer vielleicht das hier, weil ich es noch nicht erwähnt hatte und mein zukünftiges Ich es aber als wichtig empfinden wird.
Seit Freitag letzter Woche sind hier, bis auf wenige Ausnahmen alle verpflichtenden Schutzmaßnahmen wegen der Pandemie aufgehoben. Masken gelten jedoch weiterhin im öffentlichen Transport sowie in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen. Man kann und darf sie jedoch immer noch tragen wenn man sich im öffentlichen Raum bewegt.
Ich konnte beobachten, dass inzwischen fast niemand mehr sie draußen an der frischen Luft trägt. (Ich übrigens auch nicht)
Drinnen jedoch, wie zum Beispiel in Supermärkten, ist die Ratio 50:50.

Wettermäßig ist es seit Sonntag weitgehend vorbei mit Sonnenschein, dafür ist es milder und es regnet auch wieder.

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Letztes Jahr im Juli berichtete ich über die Ausstellung Pol Aschman.

Ich nehme mal an, dass es pandemiebedingt war, dass jetzt erst das Buch dazu erschien. Ein paar Fotos davon möchte ich zeigen, weil ich fast aufgeschrien habe vor Begeisterung.
Es gab und gibt heute noch immer die große Frühjahrs- und Herbstmesse, auch wenn sie inzwischen anders heißen. In ihren ersten Jahren fanden sie noch mitten in der Stadt auf dem Limpertsberg in der Victor Hugo Halle statt. (wo man heute hingeht um sich impfen zu lassen) Pol Aschman war vor allem Gesellschaftsfotograph. Er war immer und überall dabei wenn ein Event stattfand. Somit photographierte er auch die Ausstellungsflächen der einzelnen Händler. Ganz besonders schön fand ich die Badezimmer und Einbauküchen. Vor allem die halbrunde lila Küche ist einfach nur ….gaaahhh!

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Und wenn wir schon bei der Lektüre sind:
Die Zeitungsläden sind allesamt voll mit der ersten Ausgabe vom Merian über Luxemburg. Ich kannte eine erste Ausgabe der Zeitschrift über Luxemburg aus den 70ern und meines Wissens ist das hier nun die dritte Ausgabe.

Ich kaufte sie vor allem, weil ich wissen wollte was sie schreiben und ob es den üblichen Klischees entspricht oder mehr in die Tiefe geht.

Gleich vorab, mehr in die Tiefe geht es nicht. Man hat sich vor allem auf die Hauptstadt und die zweitgrößte Stadt Esch-sur-Alzette konzentriert, weil diese ja Kulturhauptstadt ist.
Interessant auch, meine alte Heimat, die früher DIE Touristenhochburg schlechthin war, mit vielen Sehenswürdigkeiten und überhaupt ein sehr lebendiger Ort, wird nur noch am Rande im einem kleinen Abschnitt erwähnt, als Teil der Müllertal Wanderroute.

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Catlyn erzählt eine spannende Geschichte über William Mumler und die Geister Fotografie und wie es zu dem Hype kam.

Die E-Fahrt hinaus

Den Samstag lassen wir mal aus Gründen weitgehend weg, weil er nichts fürs Blog hergab.

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Dafür der Sonntag umso mehr.

Ich war recht früh wach hatte aber nicht so gut geschlafen wie ich mir das gewünscht hätte. Ich beschloss eine Fahrt hinaus zu zu machen.
Zwei Tassen Kaffee, Dusche und los.

Ziel dieser Aktion war auch mal eine längere Fahrt mit dem neuen Gefährt zu unternehmen, allein schon, damit ich mir das Treten nach der Kupplung mit dem linken Fuß abgewöhne. Es war die letzten Tage immer das erste was ich tat wenn ich ins Auto stieg. Erstmal die nicht mehr vorhandene Kupplung durchdrücken, was dazu führte dass ich auf der Bremse stand, und den Wagen anlassen.

Eine Eigenheit möchte ich noch zeigen die den Wagen besonders macht. Er hat 3+1 Tür und das sieht so aus:

Eigentlich sollte hier ein Foto sein, dass ich aber schlichtweg vergessen habe, und als später an Nachmittag anfing zu regnen, wollte ich es nicht mehr machen.

Darum gibt es jetzt zwei Stück aus den Internet die ich mit Genehmigung von Fiat.lu zeigen darf:

Auf den ersten Blick merkt man gar nicht dass auf der Beifahrerseite noch eine kleine Tür versteckt ist. Sie macht es sehr viel leichter hinten einzusteigen, denn man muss sich nicht mehr verbiegen und zusammenfalten um reinzukommen. Zudem erleichtert es mir den Transport meines ganzen Arbeitsmaterials, da ich die Kisten und Koffer nicht mehr um die Ecke auf den Rücksitz wuchten muss, denn der Kofferraum ist zu klein um alles dort zu verstauen.
Dieser Umstand brachte aber auch mit sich, dass es diesmal, nach fast 15 Jahren, kein Cabrio mehr in Folge ist. Das schmerzte ein klein wenig.

Ich fuhr in die alte Heimat, nahm dort ein schnelles Mittagessen mit, besuchte den A., zeigte ihm Auto und fuhr weiter an die Mosel zur K. bei ich den Nachmittagskaffee trank und bis zum Abendessen blieb.
Anschließend fuhr ich zurück.

Wenn ich alles zusammen rechne fuhr ich 103 km wobei ich, wieder daheim noch 64 % an Ladung hatte. Ich habe also 36 % verbraucht. Das kommt so ungefähr hin mit der maximal Leistung.

Das gab mir Mut für einen längeren Ausflug, den ich mir für Ende des Monats vorgenommen habe. Am Abend setzte ich mich hin und fing an zu recherchieren wie ich das am besten hinbekomme, denn längere Fahrten wollen ab jetzt geplant sein. Auf der Suche nach einer Navi App die mir für eine bestimmte Strecke alle Ladestationen anzeigt, wurde ich fündig.
Sygic macht genau das was ich mir vorgestellt habe, man muss es nur vorher mit Wagen Marke und Typ einstellen und die Ladestationen anzeigen lassen. Klappt gut in der Gratis Version. Die Bezahlversion kostet sie 20€ pro Jahr. Ich glich alle angezeigten Ladestellen auf der Route ab, mit den beiden Aufladekarten die ich habe. Im Prinzip müsste das einwandfrei klappen und ich kann alle Stellen anfahren und Strom tanken.
Testen werde ich das aber erstmal auf einer Strecke die ich kenne.

Irgendwo las ich auch dass Goggele Maps das auch anbietet, doch ich fand keine Optionen in der App wo man das einstellen kann. Kennt sich da jemand aus?

Besprechung & Thai House

Jeder scheint die Farbe des neuen Autos sehr zu mögen. Zugegeben auf dem gestrigen Foto schimmert sie sehr blau. Doch wenn es in der Sonne steht geht es ins grüne über, siehe Foto.

Das Aufladen klappt übrigens auch problemlos, an den Ladestellen sowie an den Steckdose in der Garage.

Der Freitag war vor allem mit einer langen Besprechung gekrönt, in der ich so mach Neues erfuhr was die kommenden Monate angeht. Es wird ein paar Änderungen geben auch hinsichtlich meines regelmäßigen Auftretens im Fernsehen.

Nach dieser Besprechung dröhnte mir und allen anderen der Kopf und wir beschlossen in der Oberstadt auf einen Absacker zu gehen und ich reservierte fix einen Tisch im Thai House. Es war schön auch mal mit all den Fernsehkollegen etwas zu unternehmen, die ich ja nicht so oft sehe, und war ein sehr angenehmer Abend.

Das neue E-Auto

Der Mittwoch war ein langer unverblogbarer Tag mit Ausnahme eines kurzen Moment am Abend. Ich hatte den Wagen mitgenommen weil ich Material zu transportieren hatte. Und als ich spät abends wieder daheim in die Garage fuhr, wurde mir schlagartig bewusst, dass es zum letzten mal war, dass das rote Cabrio in meiner Garage steht. Es machte sich ein leichtes Gefühl der Melancholie breit.

Er hat in all den Jahren nicht ein einziges mal aufgemuckst oder sonst Probleme gemacht. Zudem bekam ich immer wieder große Komplimente dafür. Mit seinem knalligen rot war er halt schon etwas besonderes.

Unterwegs mit den Patenkind und seiner Mutter

Ich hatte das rote Cabrio gekauft, weil ich den Diesel loswerden und auch endlich von der Marke Peugeot weggekommen wollte . Es war die Familien Marke. Mein Vater war sein Leben lang bis auf eine Ausnahme immer Peugeot gefahren. Der Peugeot Werkstatt Besitzer aus der alten Heimat war ein Freund der Familie, und später als mein Vater verstorben war, war er eine kurze Liebschaft meiner Mutter. Ich kann das heute guten Gewissens schreiben, denn er lebt auch seit über einem Jahr nicht mehr…

Die Entscheidung mir jetzt einen neuen Wagen zuzulegen war schon länger ein Thema. Es machte für mich einfach keinen Sinn mehr ein Auto zu fahren der mit einer Tankfüllung 700 km zurücklegt und mehr rumsteht als gebraucht wird. (Und wenn ich zur Zeit die Spritpreise explodieren sehe…) Zudem wurde überhaupt das Tanken mir immer mehr zuwider, wegen Luftverschmutzung, Klimawandel usw. Vor allem die Luftverschmutzung merke ich, der mitten in der Stadt wohnt, schon sehr. Also fange ich gar nicht erst mit einem Mittelding, im Sinne von ‚ein bisschen schwanger’, sprich Hybrid an, sondern ging gleich auf ein voll elektrisches Gefährt. Ich hatte hier darüber berichtet.

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Ich schlief am Donnerstag erst mal gründlich aus, was mehr als von Nöten war, aber halt nur so halbwegs ging. Am Vormittag holte ich die Sommerreifen vom Cabrio, die in der alten Werkstatt gelagert waren, ab.

Ich hatte den Termin extra auf Donnerstag Nachmittag gelegt, weil ich frei hatte und mich dann in Ruhe mit dem E-Auto beschäftigen konnte. Gegen 14:00 kam ich dann im Showroom an, doch der Verkäufer, mit dem ich den Termin ausgemacht hatte, war völlig überfordert, weil zwei seiner Kollegen wegen Covid in Quarantäne saßen und er den Laden quasi im Alleingang schmeißen musste. Bis ich dann endlich dran kam, verging über eine Stunde. Als dann endlich alles abgewickelt war (Inzahlungnahme des alten Wagens, Überprüfung der Überweisung usw.) war es kurz vor 17:00. Was ich nicht bedacht hatte war ein Termin fürs Fernsehen den ich aber nicht umlegen konnte und am Abend wahrnehmen musste. Also musste ich durch die Rush Hour in Richtung Esch, zu einem Termin, in eine mir unbekannte Gegend, mit einem brandneuen Wagen! Ich war sehr nervös.

Wieder zurück, machte ich endlich das erste Foto:

In der Waschanlage?

Der Dienstag lief eigentlich genau gleich ab wie der Montag, mit Ausnahme einer kleinen Begebenheit.
Am Donnerstag wird das neue Gefährt kommen. Das bedeutet aber nicht, dass ich das alte Gefährt in einem dreckigen Zustand abgeben will. Also suchte ich am frühen Nachmittag nach einer Waschanlage in der man selbst mit mit den Kärcher einmal das Auto komplett abspritzen kann.
Ich konnte mich wage erinnern dass es mal so eine Anlage bei der Concorde gab, nebst der Waschstraße. Doch als ich dort ankam, musste ich feststellen dass es sie schon seit Jahren nicht mehr gibt. Ich rief die A. und den B. sowie eine Arbeitskollegin, und sie gaben mir zwei Adressen. Eine in im Stadtteil Hamm, und eine in Beggen. Beides sehr weit voneinander entfernt. ich fuhr beide an und keine davon hatte eine solche Selbstbedienungsanlage. Mist!
Ich hätte auch durch eine Waschstraße fahren können, aber da ich ein Stoffdach habe wollte ich nicht. Und um jetzt noch in eine Handwäsche zu investieren, was ich ja sonst immer tat, wollte ich nicht. Zudem hätte ich auf die schnelle keinen Termin bekommen.

Also fuhr ich unverrichteter Dinge zurück und arbeitete das ab was ich auch schon gestern tat. Alles lief wie am Schnürchen und es gab keine weiteren Vorkommnisse außer der Reihe.

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Ach, ich habe Baumgarthner schon so oft verlinkt und vorgestellt, dass es mir schon fast peinlich ist. Und ich muss mich sehr beherrschen es nicht bei jedem einzelnen Video zu tun, weil ich immer wieder hingerissen bin, was der Mann alles kann.
But you know what? Ich bin hier der Chef!
In diesem Video stellt er ein Bild von Albert Bierstadt vor das dem Feuer zum Opfer fiel. Jede Versicherung entschied, dass es nicht mehr zu retten sei und wollte nicht für eine Restaurierung aufkommen.

Im Einsatz

Die gestrige Mischung von Pommes, Reibekuchen und zwei Glühwein war nicht optimal. Mein Bauch wollte das die halbe Nacht mit mir durchdiskutieren und hielt mich bis fast 3:00 Uhr in der Früh wach. Nun ja.

Dementsprechend müde war ich am Morgen.
Ich bekam Anfragen, regelte sie und taktete sie für nächste Woche ein.

Ab dem frühen Nachmittag war ich dann wieder in dunklen Räumen tätig, obwohl draußen die Sonne wieder über Berg und Tal schien.

Und am Abend waren Alle im Einsatz.

Burgbrennen anders

Ein Sonntag am Schreibtisch. Es hatte sich viel angesammelt. Zwischendurch betätigte ich immer wieder die Waschmaschine.

Am Abend dann ein Ausflug mit der A. nach Fingig, ein kleines Dorf der Gemeinde Käerjeng. Es war der Sonntag an den der Winter symbolisch verbrannt wird mit den Burgenbrennen Fest, das am Samstag und Sonntag in quasi jedem Dorf des Landes stattfindet. In Fingig nahm man das zum Anlass und macht ein Feuerfestival daraus.
Das letzte mal dass ich wissentlich auf einem Burgbrennen war, war mit der N. in Fentange, weil ihr Bruder dort bei der Feuerwehr war. Es gibt auch irgendwo Fotos im Blog davon, doch finde ich sie grad nicht.

Es wurden eine ganze Reihe Holzkunstwerke angezündet. Am spektakulärsten war wohl der Hirsch, und wahrscheinlich auch später noch das ganz große Kreuz, doch da waren wir schon wieder auf dem Heimweg, weil es zu kalt war.

Freitag und Samstag

Der Freitag war ein 14 Stunden Arbeitstag mit Kotzerei. Beides kommt nur sehr selten vor. Ich musste sehr früh raus und hatte die Zeile des Liedes in Kopf von Chagrin d‘amour – Chaqun fait.

Six heures du mat‘, faut qu’j’trouve à boire
Liqueur forte ou café noir

Wobei es für mich eindeutig Café noir war, denn die Nacht viel zu kurz.

Und während die Schulvorstellung um 10:00 lief kaufte ich mir ein Käse-Schinkenbrötchen und ein Kaffee. Das Brötchen schmeckte nicht besonders und zu einem Moment dachte ich dass es einen seltsamen Geschmack hatte. Zu spät… Drei Stunden später als ich wieder zurückfuhr, musste ich runter von der Autobahn und irgendwo anhalten, damit ich mich übergeben konnte. Und als ich im nächsten Theater ankam, gleich noch einmal. Alles begleitet von Schwindelgefühl und Schweißausbruch. Herrlich!

Doch es half alles nichts, ich musste durch den Tag und es war fast 23:00 bevor ich wieder daheim war.

***

So sah es mal aus vor dem Renert. Eine der schönsten Terrassen der Stadt. Und so sieht das jetzt aus:

Zugegeben die Baustelle geht voran. Es wird auch am Wochenende gearbeitet. Es werden übrigens keine Pflastersteine mehr werden wie davor, sondern glattere Steine. Zumindest sehen sie die Steine so aus, die sie jetzt verlegen. Das wird den Vorteil haben dass die Tische nicht mehr wackeln.

Es hielt mich aber nicht davon ab trotzdem den Mittagstisch dort einzunehmen:

Bratwürstchen mit Kartoffelpüree und Salat. (Und wenn ich mir das Foto jetzt ansehe, bekomme ich schon wieder Hunger.)

Es scheint inzwischen eine Mode der Demos sich in Luxemburg breit zu machen. Jeden Samstag gibt es jetzt mindestens eine Demo oder zwei. Die Impfgegner sind noch immer eifrig dabei obwohl sie inzwischen zu einer kläglichen Gruppe von, na ich schätze mal, 100 zusammengeschrumpft sind. Und gab es eine weitere Demo gegen den Krieg die weitaus größer war.

Ich war froh dass ich so just mit dem Auto an dieser noch vorbeikam bevor die Straße abgesperrt wurde.

Am Abend dann ein letzter Absacker mit der A. in der Theaterstuff. Eine alte urige Kneipe die es schon seit dem bestehen des Großen Theaters gibt.

Im Norden

Wie soll ich den Dienstag beschreiben? Es war ein Tag mit Arbeitssorgen die mir zu schaffen machten. Aber was kann ich dafür, dass ich ein überdimensionales Pflichtbewusstsein habe? Für gewöhnlich habe ich immer ein Plan B und oft auch schon ein Plan C im Kopf, aber diesmal nicht. Dass alles um einen Tag verschoben wurde weil ich am Mittwoch anderweitig tätig war machte die Chose nicht besser, sondern verlagerte es nur auf die Streckbank.

***

Der dann ließ mich in den Norden des Landes fahren nach Ettelbruck. Unterwegs musste ich tanken. Es war mit aller Wahrscheinlichkeit das letzte mal dass ich Benzin getankt habe. Nächste Woche kommt das neue Gefährt. Ich werde in mancherlei Hinsicht umdenken müssen, was ich mir jetzt schon mehr oder weniger vorstelle, aber so richtig werde ich das erst ab nächste Woche wissen. Doch darüber mehr in einem der nächsten Postings. Ich habe da nämlich so einige Gedanken, that I would like to share.

Ettelbruck ist eine der größeren Städte des Nordens. Ich bin ab und an hier aber ich sehe mit Ausnahme des Kulturzentrums CAPE und dem angrenzenden Supermarkt nie viel davon. Da ich zwei Stunden Leerlauf hatte wanderte ich ein wenig durch den Stadtkern.

In diesem Haus gab es mal ein Geschenkeladen. Das einzige was noch daran erinnert sind die Katzen. Geführt wurde er vom C. einer meiner späteren guten Freunde mit dem ich viele viele Nächte durchgefeiert habe. Irgendwann verlor ich den C. aus den Augen. Später erzählte man mir er sei nach Deutschland ausgewandert. Ich hatte ihn erst vor kurzem auf FB wiedergefunden…

Und während ich so umherwanderte, kamen manche Erinnerungen hoch. Es war wie ein kleiner Ausflug in einen Teil meiner Vergangenheit.

Ich fand ein Straßenschild:

Ich kannte Lisa schon als Jugendliche. Ich wusste nicht dass hier eine Straße so ‚halbwegs‘ nach ihr umbenannt wurde. Es gibt ein sehr schönes Musikvideo von ihr, das ich schon einmal postete.

Am Abend absolvierte ich das was ich zu tun hatte und fuhr fix zurück, denn am Freitag sollte es sehr früh losgehen.

Fernweh Erinnerungen

Irgendwer wollte heute im Theater meine Finger sehen um zu überprüfen ob die Blasen real wären, oder ob ich sie geschminkt hätte. Er hatte das gestrige Foto gesehen. Ich kann nur versichern, sie sind real und machen mir auch beim Schreiben zu schaffen.

Wie schreibt ihr eigentlich auf dem Smartphone, wenn ihr beide Hände zu Verfügung habt? Ich habe ihn meistens, wenn ich was längeres schreibe, wie in einer Schaukel zwischen beiden Händen liegen und tippe den Text mit den Daumen. Und ihr so?

Aber kommen wir zur Tagesberichterstattung: Der Tag war lang, begann sehr früh und endete sehr spät. Wenn ich mir dazwischen nicht eine Auszeit aufgezwungen hätte, wäre auch im Blog nichts passiert.

Da es wirklich nicht viel zu berichten gibt, gibt es heute zwei Fernwehfotos.

Der erste schickte mir die D. heute Nachmittag:

St. Jean heute Nachmittag, Der Himmel war ein wenig bedeckt aber er waren satte 16 Grad!

Folgendes Bild erhielt schon vor mehreren Tagen und das schmerzte sehr viel mehr.

Das ist die Skyline von Melbourne von Stadtviertel Fitzroy aus gesehen. Da kamen unweigerlich Erinnerungen hoch. Genau an der gleichen Stelle entstand 2019 dieses Foto an Heiligabend:

Damals gab es den Baum noch der die Aussicht auf die Skyline zum Teil verdeckte. Der Nachbar, auf dessen Grundstück er stand, hackte ihn nieder. Und das ist alles schon so lange her und so weit weg, dass es mir manchmal vorkommt als ob ich es geträumt hätte…

Ich wollte nicht sofort heim am Abend und ging ins Renert.

Ein Glas Vulpes Molaris mit einer Bruschetta in einer Flammkuchen Version. Sehr deftig und herzhaft und genau das richtige.

Später ging ich über die Place Guillaume, sehr menschenleer und seit Jahren immer noch sehr baustellig.

Und der stattliche Guillaume in mitten der Baubuden, Absperrungen und Kränen sitzt immer noch stolz hoch zu Roß, doch er sieht traurig aus.

Paralellwelten

Die letzten Tage kommen mir vor als ob ich mich zwischen Paralellwelten bewege. Da habe ich zum einem meine Welt die mich grad sehr mit Unverblogbarem in Anspruch nimmt. Ich hatte ja schon von den Blasen an den Fingern berichtet.

Und dann wäre da die eigentliche Welt mit ihrer Pandemie und dem Krieg, die gegenüber dessen was ich grad mache, so irreal erscheinen. Dabei müsste es genau umgekehrt sein. Beides zusammen im Kopf führt zu einer seltsamen Mischung die mich kirre macht.

Wenn dann noch zusätzlich Dinge passieren, wie am Montag, wo bei den Tramarbeiten am großen Bahnhof eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg bei der Brücke gefunden wurde und das ganze Land in den Stillstand verfällt, weil sich dort ebenfalls das Werk befindet das das ganze Schienennetz mit Strom versorgt…

Aber es hilft alles nichts. Meine Bubble hat mich fest im Griff und ich muss jetzt da durch.

***

Heute Dienstag startete ein neuer Radiosender. RTL Today, die englische Redaktion des Senders hat seit heute auch ein Radiosender.
Damit sind jetzt im Radiobereich in Luxemburg ziemlich alle Sprachen abgedeckt. Luxemburgisch, Französisch, Deutsch (obwohl das bis auf eine kleine Nachrichten Redaktion ganz nach Berlin ausgelagert wurde) Portugiesisch und jetzt auch Englisch.
Damit keine Missverständnisse aufkommen, Es werden nicht alle von RTL abgedeckt, da gibt es auch ein paar private Sender.

Das letzte Raclette

Der Samstag begann recht früh da ich mit der D. erst zum Markt sollte und anschließend sollte der A. aus der Alten Heimat dazu stoßen und es sollte eine Runde Thai House geben. Das war alles von langer Hand geplant aber der kleine Joël hatte wieder einmal nicht aufgepasst.
Samstag der 26. hatte ich aufgeschrieben, aber da der 26. diesen wie nächsten Monat auf einen Samstag fällt… ihr sehr wo das hinführt ?!
Ich saß also im Renert in Erwartung auf Menschen die nie eintrafen, bis ich den A. endlich anrief und das Schlamassel sich aufklärte.

Die Sonne überflutete alles als ob sie sich entschuldigen wolle, dass sie so wenig in letzter Zeit zu sehen war. Derweil karrte ich mein Material ins Theater, arbeitete dort noch ein wenig weiter.

Am Abend traf ich noch einmal die D. mit ihrem Mann dem M. und die meine A. ging auch mit. Eine der Optionen wäre gewesen, dass wir nach Esch-sur-Alzette mit den Zug gefahren wären zur großen Eröffnungsfeier der Kulturjahres. Es waren insgesamt 25.000 Eintrittskarten rausgegangen für das Event. Doch es kündigte sich bereits an dass es schneidend kalt werden würde und ich hatte keine Lust mit einer solchen Menschenmassen über Stunden in der Eiseskälte zu verbringen. Zudem haben wir immer noch Pandemie.

Die andere Option war noch einmal Raclette für diesen Winter. Ich hatte den letzten Tisch im Vins Fins bekommen, die schnuckeligste Weinbar der Stadt. Es Folgen ein paar Fotos von Weg dahin und zurück.

Ein sehr entspannter Abend.