Tadler Marionettenfestival: Tag 1

Ich flog vom Wecker geweckt, zu recht unchristlicher Zeit aus dem Bett. Aber durch die wilde Party der Nachbarn von gestern, war ich halt noch lange wach.

Eine Stunde Fahrt nach Tadler.

Es war schön so viele vertraute Gesichter nach zwei Jahren Pause wiederzusehen. Wie gewoht konnte ich was in den einzelnen Aufführungsstätten gezeigt wurde, nicht ablichten, aber auf der Straße schon.

Ein verrücktes Taxi
Ein Huhn das ein Ei legt.

Ansonsten war ich den ganzen Tag über sehr beschäftigt, weil von einem Saal zu anderen raste um die Publikumseinlässe zu regeln. Da ich mit zwei anderen Freiwilligen, die einzigen sind, die auch beim letzten Festival dabei waren, bekamen wir die meisten Einlässe zugeteilt. Das System ist das gleiche wie vor zwei Jahren. Es geht alles über eine App, die die Eintrittskarten scannt. Vielleicht sollte ich das System mal im Techniktagebuch erklären.

Doch ich bekam am Abend zwei gruselige Vorstellungen zu sehen. Eine, fand ich ganz großartig und nannte sich Terreur (Terror). Ein Stück das definitiv nicht für Kinder ist.

Foto aus dem Programmheft

Terror ist ein packendes Eintauchen in absolutes Leiden. Ein lebendig gehäutetes Individuum, eingesperrt in einem undefinierten Raum, eine bewegliche Präsenz an der Grenze zum Albtraum. Doch inmitten dieser Dunkelheit taucht unsere Menschlichkeit auf. Antonin Lebrun haucht der Marionette Atem, Gesten und Stimme ein und erweckt so eine beunruhigende Empathie.

So steht es im Programm geschrieben. Es ist eine unglaubliche Performance. Der Puppenspieler gibt über die Puppe fast unmenschliche Töne von sich, die einem durch Mark und Bein gehen. Man weiß nicht was das Grauen ausgelöst hat oder woher es kommt. Es ist einfach da; das Grauen ein Reinform. Und gerade deswegen ist es spannend. Was passiert wenn der Terror keine Ursache hat? Die Figur hat keine Augen. Diese kotzt der Puppenspieler während dem Stück regelrecht aus und drückt sie der Puppe in die Augenhöhlen. Das ist ein bisschen eklig aber durch das Licht das sehr ausgeklügelt ist, kann man es nur erahnen. Damit sieht die Figur zu ersten mal das Publikum…

Anschließend gab hatte ich noch den Wohnwagen des Horrors.

Eine sehr ausgefeilt lustige Geschichte um einen Mord in einem Wohnwagen.

Abends in Hotel gönnte ich mir eine ‚Pfanne‘…

die richtig gut tat.

Ich schlief sofort ein.

Ein Samstag ohne Verpflichtung

Zum Vortag ist noch eine Kleinigkeit zu berichten. Da ich ja im LëtzBoys war, fiel mir wieder einmal auf wie viel Musik aus alten, sehr alten Zeiten lief, und es mitunter nur die ist, bei der die Menschen leicht mitwippen. Es liefen ein paar Lieder, die ich schon lange nicht mehr gehört hatte. P.Lion / Happy Children oder auch noch Miquel Brown / So Many Men So Little Time. Mir kommt bei diesen Liedern als erstes in den Sinn, dass ich schon darauf getanzt habe, als sie noch in den Hitparaden waren. Ich komme mir dann sehr steinalt vor.

***

Ja, das war schon sehr schön. Ich erwarte früh und machte mich zurecht zum samstagtäglichen Wochenmarkt. Ich hatte mich mit der D verabredet, auf einen Kaffee, wie gewöhnlich im Renert. Trotz des kühlen Wetters war so einiges los in der Stadt. Die Demokraten und Sozialisten hatten ihre Stände auf dem Markt aufgestellt und verteilten Rosen und kleine Veilchenstöcke, weil am Sonntag Muttertag ist.

Ich saß eine Weile mit der D zusammen auf der Terrasse, und wir ließen die letzten Tage Revue passieren und beratschlagen noch ein paar Dinge für die Zukunft.

Vom Markt brachte ich mir lediglich ein paar frische Nudeln mit, genauer gesagt, Tagliatelle mit Basilikum. Die bereitete ich mir für das Mittagessen zubereitete, was ein kleiner Fehler war. Ich hatte noch ein kleines Glas Sugo dass ich als Basis für die Sauce nahm. Es schmeckt mir extrem gut, aber es lag mir anschließend sehr schwer auf den Magen.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit Lesen, einem Nickerchen, wieder lesen und einer Geschichte von Agatha Christie, die kein wirklicher Krimi war.

Die Serie wurde, ich habe das nicht genau nachgesehen, wahrscheinlich Ende der siebziger Anfang der achtziger gedreht. In dieser Episode erleben wir einen sehr jungen John Nettles, der besser bekannt ist in der Rolle, die er über Jahrzehnte gespielt hat, Inspector Barnaby.

Später hatte ich das Gefühl, dass wieder seltsame Rauchschwaden in der Luft hingen, denn die Sonne war wieder halbwegs verdeckt:

Ich wollte beizeiten ins Bett, aber an schlafen war nicht zu denken, weil im Nachbarhaus im dritten Stock eine wilde Party stattfand. Ich ließ sie gewähren und hoffte, dass es nicht allzu lange dauern würde, doch gegen 1:30 Uhr morgens, als die Musik immer noch sehr laut war und alle lautstark mitsangen, wurde es mir dann doch zu viel. Ich war im Begriff, mich anzuziehen und hinüber zu gehen, als Ruhe einkehrte, und das sehr schlagartig. Als ich zum Fenster hinaus sah, stand die Polizei vor der Tür. Aha, einem der anderen Nachbarn war es also auch zu viel.

Und ab morgen wird vom Marionettenfestival berichtet.

Unsteter Donnerstag, ein Blue-Freitag & Zeit des Loslassens

Den Donnerstag verbuchen wir unter unstetem Wetter mit unstetem im Kopfschmerz. Zudem war es ein Tag, der wieder mit viel Unverblogbarem, sprich dienstlichen Dingen, belegt war.

Ich fing am Morgen jedoch einen neuen Podcast, eher Hörbuch vom WDR5 an. Jeremias Gotthelf / Die schwarze Spinne Teil 1 / Teil 2 / Teil3 / Teil4

Was für eine abenteuerliche Geschichte! Jeder Teil dauert ungefähr eine knappe Stunde. Ich kannte Gotthelf überhaupt nicht. Es war einer der erfolgreichsten Schweizer Schriftsteller im 19. Jahrhundert.

***

Da ich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag sehr schlecht geschlafen hatte und erst am Morgen irgendwie zur Ruhe kam, klingelte mich die A. kurz vor 9:00 aus dem Bett. Sie fragte, ob ich mich heute einige Stunden um Blue kümmern könnte. Konnte ich. Eine Stunde später war sie da.

Wann gehen wir endlich Gassi???

Ja, ja, ja, wir gehen!

Ich hatte aber noch ein paar Büroarbeiten zu erledigen. Unter anderem tat ich das, was ich schon vor Tagen hätte tun sollen, mir aber schwer fiel. Doch plötzlich kam mir das Lied von Édith Piaf in den Kopf; Non. Rien de rien. Je ne regrette rien. Und damit war WhatsApp auch weg! Wer die letzten Tage nicht mitgelesen hat, lese bitte das hier. Mich überkam das Gefühl der Leichtigkeit, des Loslassens und die Hände frei haben.

Ich zog mit Blue los in die Stadt mit Umweg durch dem Park, wo sie brav das große Geschäft verrichtete. Es ist immer wieder ein sehr erhebender Moment mit der Tüte die Hinterlassenschaft aufzuheben…nun ja. Nach einer kurzen Stärkung im Renert, musste ich zurück mit Blue und sie in der Wohnung abgeben, denn ab 14:00 trat ich in den Dienst der Kultur. Es wurde eine längere Runde und kurz vor 22:00 war ich endlich fertig.

Da es der Bärenabend war, wollte ich kurz bei denen vorbei schauen, aber die waren alle schon weitergezogen und ich fand alle im LëtzBoys wieder. Kurz vor Mitternacht fiel ich ins Bett.

Dienstag mit Rauch & Mittwoch mit Abendessen

Für den Dienstag gibt es nicht viel zu berichten. Doch mir fiel am Abend etwas auf, das ich aber nicht mit Waldbränden in Verbindung brachte. Die Sonne stand noch hoch aber sie leuchtete so rötlich, als ob sie im Begriff wäre unterzugehen. So sah sie am frühen Abend aus:

Dann las ich am Mittwoch morgen, dass es an den Waldbränden in Kanada liegt aus der Provinz Manitoba und wir inzwischen die Rauchwolke in Luxemburg sehen.

Ansonsten war nichts weiter was verblogbar war.

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Am Mittwoch dann eine schnelle Runde über den Mittwochsmarkt und ein Kaffee im Renert. Auf dem Markt fand ich nicht das, was ich haben wollte. Ich beschloss, zum Grand Frais zu fahren. Grand frais ist eine Frischemarkt Kette aus Frankreich die inzwischen drei Ableger in Luxemburg hat. Zu Beginn fuhr ich ab und zu dem Markt in Contern, der für mich aber ungünstig liegt weil ich einmal quer die Stadt muss. Von den Kilometern wäre er näher.

Er hat vor allem frische Produkte – Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Milchprodukte. Alles andere hat gibt es auch, aber weitaus weniger gut sortiert wie ein traditioneller Einkaufsmarkt.

Wieder daheim sortierte ich alles in den Kühlschrank ein und entschied noch einmal loszufahren, denn das Wetter sollte am Nachmittag besser sein und ohne Regen. Ich beschloss daheim zu bleiben, weil es genug zu tun gab, das ich wieder auf die lange Bank geschoben hatte.

Am Abend traf ich mit der S. und dem J., die ich beide schon länger nicht gesehen hatte. Im Bovary gab es für mich ein Cordon Bleu:

Wir hatten ein langes angeregtes Gespräch über Dinge die mich zur Zeit sehr beschäftigen. Es ist nicht die erste Diskussion die ich mit Menschen aus meinem nahen Umfeld darüber habe. Und ich muss sagen, dass ich überall auf großen Zuspruch stoße. Ich animiere niemanden dazu, es mir gleich zu tun. Aber bisher konnte noch jeder meine Gründe nachvollziehen. Facebook und Instagram sind inzwischen weg. Facebook habe ich lediglich ausgeschaltet, da ich noch den Messenger eine Weile beibehalten möchte. WhatsApp wird aber in den nächsten Tagen auch begraben. Als Alternative dafür habe ich Signal installiert.

Zum Abschluss noch eine Tagesfrage:

Erinnerst du dich an dein liebstes Kinderbuch?

Ich weiß nicht mehr ob ich eines hatte. Ich kann mich vage an Pixie Bücher erinnern, aber das auch nur, weil mein jüngerer Bruder sie später erbte und mit Vorliebe gerne darin blätterte wenn er auf dem Töpfchen saß.

Ich kann eher mich an Märchen Schallplatten erinnern, und dass es dazu immer ein Heft gab mit vielen Bildern und auch Text. Die Schallplatten, das weiß ich noch, hatten die Größe von einer Single Schallplatte aber mit einem kleinen Loch in der Mitte. Und sie liefen auch nicht auf 45 Touren sondern 33. Es war eine ganze Serie und ich glaube nicht, dass ich danach noch einmal ähnliche Platten gesehen habe. (Und nach ein paar Klicks hatte ich sie gefunden)

Sonntag ohne Ende

Die D. hat immer wieder großartige Ideen. Zugegeben die Idee hatte ich auch schon vor Wochen, aber ich hatte sie am falschen Wochentag. Am frühen Morgen erhielt ich eine SMS, ob ich nicht Lust hätte, eine große neue Ausstellung anzusehen.

Also auf nach Metz ins Centre Pompidou. Daher auch der Titel, der für die Beschreibung eines Montags seltsam erscheinen mag,

Nebst noch zwei anderen kleineren Ausstellungen gibt es seit Anfang Mai die große Jubiläumsausstellung im Rahmen ihres 15. Geburtstages. Hauptakteur dieser Ausstellung ist Maurizio Cattelan, zusammen mit vielen anderen Werken namhafter Künstler, die aus der Kollektion vom Centre Pompidou in Paris stammen, das ja für die nächsten fünf Jahre wegen Renovierungen geschlossen sein wird. Also wird wahrscheinlich in den kommenden Jahren viel in aus deren Kollektion in Metz zu sehen sein.

Cattelan versteht es, den Kunstbetrieb mit Humor ad absurdum zu führen. So steht es bei Wiki geschrieben. Stimmt, ich habe viel geschmunzelt in der Ausstellung der Superlative. Man braucht nur bedingt Erklärungen zu seien Werken.

Es folgen viele Fotos:

Das Skelett einer Katze
Das ist nicht von Maurizio sondern von Tony Cragg
Das müsste manchen Kunstkennern bekannt vorkommen, denn einen dieser Pferdelaiber hatte ich schon im Blog gezeigt, als ich in Basel in der Beyeler Foundation war.
Der Kalender ist immer up to date.
Das sieht im Foto so echt aus, aber es ist eine Folie die auf einen Spiegel geklebt ist.
Die berüchtigte Banane die auf der Art Basel einen Skandal provozierte, weil ein anderer Aktionskünstler sie von der Wand nahm und gegessen hat.
Das ist Maurizio selbst in der Pose eines Hundes auf dem Rücken, der sich freut.

Die Ausstellung ist riesengroß und geht über zwei Etagen. Ich hätte noch sehr viele Fotos zeigen können.

Nach fast drei Stunden waren wir platt. Wir hatten uns nämlich auch ein komplett gefilmtes Theaterstück über Sylvia Plath angesehen, in einem kleinen Vorführraum, von dem die D und ich so gefangen waren, dass wir bis zum Ende sitzen blieben. Letters from Home in einer Inszenierung von Françoise Merle von 1984 gefilmt von Chantal Ackerman.

Nach einer kurzen Stärkung in Form einer Quiche aus Tomaten und Ziegenkäse mit Salat traten wir den Rückweg an.

Ein Foto wollte ich noch zeigen, dass wir bereits auf dem Hinweg gemacht hatten. Der Laster einer kleinen Werkstatt für Blechverarbeitung:

Wir bekamen beide einen haltlosen Lachanfall.

Sonntag mit Hörspiel und Film

Die kleinen Freuden des Lebens bestanden heute aus einem wunderschönen kleinen Salat mit Kirschtomaten und dem Möhrenspeck. Der Salat hatte kleine rote Punkte. Ich hatte ihn auf dem Markt gekauft, weil ich ihn zum ersten Mal dort sah. Er nennt sich Forellenschluss.

Ich hörte das Zauberberg Hörspiel fast bis zum Ende, während ich in der Küche hantierte und später den Salat auf dem Balkon aß. Ich kann es nur noch mal wiederholen, es ist großartiger Hörstoff.

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Ich fand einen neuen Kanal auf YouTube, der mir sehr interessant erschien. Forgotten British Television. Es gibt jede Menge dort zu sehen. Ich fand einen Film mit Olivia Colman und Vanessa Redgrave. The Thirteenth Tale. Eine eine alte, bekannte Schriftstellerin, die nicht mehr lange zu leben hat, erzählt einer jüngeren Kollegin, die sich auf Biografien spezialisiert hat, ihre Lebensgeschichte. Ich fand den Film nicht schlecht. Mit Colman und Redgrave kann es nur gut werden. Zum Schluss wird es aber ein wenig verwirrend wenn man nicht genau aufpasst.

Freitag und Samstag

Den Freitag verbrachte ich damit, das Posting zu schreiben über die Erkenntnisse , die ich aus der Re:publica gezogen habe. Den Kommentaren nach zu urteilen, scheinen es aber ein paar falsch verstanden zu haben. Mein Blog wird nicht verschwinden, im Gegenteil, er wird bleiben aber alles andere habe ich aber schon zum Großteil umgesetzt. Mein Facebook Account ist weg, ebenso Instagram und Thread. Ansonsten war nicht besonders viel, was sich lohnt, im Blog festzuhalten.

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Am Samstagmorgen war ich auf dem Wochenmarkt. Ich kaufte allerlei Obst und Gemüse und vor allem frische Kirschen, die ersten für dieses Jahr. Es gab einen Kaffee mit der D. im Renert und den gewohnten Austausch der letzten Neuigkeiten und Schandtaten, die während meiner Abwesenheit passiert sind.

Am Nachmittag schnitt ich eine Fuhre Möhren in lange Streifen und machte Möhren Speck. Diesmal gab ich aber auch eine ordentliche Prise Piment d‘Espelette dazu. Ein Teil davon wanderte in einen großen Salat zum späten Mittagessen.

Während dieser ganzen Zeit hörte ich einen Großteil des Hörspiels, dass ich bereits im Flugzeug angefangen hatte, als ich von Berlin zurück kam. Der Zauberberg von Thomas Mann. Ich kannte die Geschichte, denn ich hatte sie vor Jahren im Theater von einer Kollegin übernommen. Das TNL brachte den Klassiker damals als Theaterstück auf die Bühne. Hier ist es eine sehr aufwändige Hörspielproduktion, die bereits im Jahr 2000 entstand und sehr hörenswert. Damit verbrachte ich weitgehend den ganzen Nachmittag.

Das Wetter hätte mich im Prinzip dazu verleitet, etwas draußen zu tun, doch es war ebenfalls der Samstag an dem ein Marathon mitten in der Stadt stattfindet. ab dem späten Nachmittag waren sehr viele Straßen gesperrt. Vom organisatorischen her läuft das recht gut und alle Haushalte bekommen weit vorab einen Plan, wie der Marathon organisiert ist und wo er entlang läuft. Das sieht dann so aus:

Den Plan entnahm ich, dass ich wieder eingesperrt werde, während dem Rennen, denn meine Straße befindet sich mittendrin. Den Plan hatte ich auch abgelichtet und der A geschickt, weil sie am späten Abend aus Frankreich mit dem Zug zurückkommen sollte. Wir beratschlagten vorab noch per Telefon, wie ich sie eventuell abholen könnte, denn sie hatte einen schweren Koffer zu schleppen und wie ich mit dem Auto rein und raus käme. Resultat: es war nicht machbar. Ich konsultierte noch ein paar weitere Seiten im Netz und fand heraus, dass die Tram während dem Marathon aber fuhr, wenn auch nicht alle Abschnitte der Strecke. Das war schön, denn das brachte sie und denein gewaltiges Stück näher, und sie musste nur einen kleinen Teil durch den Park gehen.

Ein wildes Wolkenbild vom Balkon:

Es kündigte das an, was alle für den Marathon befürchteten, sich dann aber nicht bewahrheitete. Es war ein Unwetter im Anzug. Es entlud sich allerdings erst weit nach Mitternacht.

Lehren die ich aus der re:publica25 gezogen habe

Dieses Posting erscheint ausserhalb meiner täglichen Berichterstattung.

Die re:publica hat mich dieses Jahr mehr als sonst wachgerüttelt. Es gibt dafür mehrere Gründe, aber der, der meine Online Präsenz betrifft, werde ich versuchen, so unaufgeregt wie möglich hier zu beschreiben. Ganz emotionslos wird es aber nicht sein.

Während der #rp25 wurde ich mehrfach an etwas erinnert, das einer der Gründer, Johnny Heausler schon vor weit über zehn Jahren schrieb. Es bewog mich, nach einer einjährigen Pause im Blog wieder mit bloggen weiterzumachen. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich festgefahren hatte im Blog, dass es eine beständige Wiederholung der gleichen Dinge war. Meine Leserzahlen sanken und überhaupt war es total hip sich in den Sozialen Medien zu tummeln. Ich gab auf.

Hier der Wortlaut von dem, was Johnny damals schrieb:

2013: Das Web zurückerobern

… Es wird also Zeit, dass wir uns – und damit meine ich alle Internet-Nutzer, deren Nutzungsverhalten über den gelegentlichen Online-Einkauf von Waren hinaus geht – das Web zurückholen…

Es ging auch damals um die Tech Giganten Twitter, Facebook, Google+ und Co., und dass man ihnen das Feld nicht komplett überlassen soll. Die Gründe dafür waren damals andere als die, die wir heute haben.

Aber wir haben diese Giganten aufgrund unserer eigenen Bequemlichkeit weitermachen lassen. In den darauffolgenden Jahren wurden unsere hinterlegten Daten zu einer Verkaufsware, die ausgewertet und verscherbelt wurden. Und wo stehen wir heute? Heute liegen all diese U.S. Konzerne auf dem Bauch, zu Füßen eines gefährlichen Irren und machen Männchen auf Kommando!

Dass Meta nun unsere Daten nutzt, um seine eigene KI zu trainieren – in einem Netzwerk, in dem ohnehin immer chaotischer wird – hat für mich das Fass zum Überlaufen gebracht. Was für eine KI soll dabei herauskommen? Eine, die unterschwellig rechtes Gedankengut verstärkt? Ich weiß, das ist eine böse Unterstellung, aber einem Opportunisten wie Zuckerberg würde ich das zutrauen. Klar, man konnte bis zum 27. Mai Widerspruch einlegen – aber wer garantiert mir, dass das nicht nur eine Beruhigungstaktik war?

Ich habe Konten bei Facebook, Instagram und seit einiger Zeit auch bei Threads. Auf Threads postete ich lediglich Links zu neuen Blogbeiträgen – mehr nicht. Auf Instagram habe ich seit letztem Sommer nichts mehr veröffentlicht, auf Facebook seit Jahren nichts, abgesehen von einem einzigen Link im Winter – zu einer Petition. Es ist an der Zeit, diese Konten zu schließen.

Und ja, ich habe auch ein X-Konto, das ich seit Musks Übernahme stillgelegt habe. Ich hielt es nur, weil ich dort noch ein paar Unverbesserlichen folge, die bislang nicht umgezogen sind. Aber ich denke, ich komme auch ohne sie zurecht. Damit schließt sich ein Kreis, den ich eigentlich schon vor Jahren hätte schließen müssen.

Die logische Konsequenz wäre, dass ich auch Whats App und den FB Messenger beende, weil sie auch zu Meta gehören. Aber weil über diese Dienste viel berufliches läuft, tue ich mich augenblicklich schwer damit. Ich werde auch sie beenden, wenn ich eine gute Lösung dafür habe.

Es bleiben zwei Dienste im Social Media Bereich. Einerseits Blue Sky und Mastodon als gute Alternative für X, die sich von selbst reguliert, weil sie dezentral ist. Als Alternative für WhatsApp gibt es Telegram, obwohl… aber ok, es gibt da sicherlich noch andere.

Aber was ist mit der Reichweite vom Blog? Was wenn ich da nicht mehr täglich die eigenen Gedanken und Taten promote? Ganz ehrlich, mir ist die Reichweite inzwischen herzlich egal. Ich blogge seit über 20 Jahren und ich mache das für mich. Dass ihr, meine LeserInnen, daran teilhabt, finde ich ein schönes Extra. Zudem ist es die einzige Hinterlassenschaft an die Welt, denn ich habe keine Nachkommen. Ich sehe es als Zeitzeugenbericht, der vielleicht irgendwann einmal historisch aufgearbeitet werden wird. Wer weiß.

Im weiteren Verlauf werde ich auch komplett auf Open Source Software umsatteln, doch da werde ich Hilfe brauchen.

Warum mache ich das? Ich kann als einzelner kleiner Internet User doch eh nichts ausrichten. Das macht doch alles keinen Sinn.

Doch. Für mich macht es einen Unterschied. Ich tue das für mein eigenes Seelenheil – weil ich nicht Teil eines Systems sein will, das gerade mit voller Geschwindigkeit in die falsche Richtung läuft. Und wenn ich nur eine Person überzeugen kann, es mir gleichzutun, dann hat sich der Aufwand schon gelohnt.

Ihr könnt mir weiterhin folgen auf Mastodon : @joedelux@fnordon.de

Oder Bluesky: joedelux.bsky.social

Alles andere ist weg oder wird in den nächsten Tagen verschwinden.

Der letzte Tag & Rückreise

Vom Vortag bleibt noch folgendes zu berichten:

Ich suchte die Box zum Bändchen durchschneiden am Ausgang vergeblich. Entweder stand sie nicht da, oder ich habe sie übersehen. Das wurde nämlich letztes Jahr ein schönes Foto. Also schnitt ich diesmal das Bändchen offiziell im Hotelzimmer durch.

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Der letzte Tag in Berlin, bevor es heute Abend wieder zurück nach Luxemburg geht. 

Den Morgen nutzte ich dazu, den ganzen Rest vom Vortag zu schreiben. Es war viel, denn ich hatte kaum etwas vorgeschrieben. Zudem hatte ich ein bisschen Zeit, die ganze re:publica25 auf mich wirken zu lassen. Ich werde Dinge ändern müssen in den kommenden Tagen.

In der Lobby der Hotels fand ich einen kleinen Stuhl für Kinder, den ich sofort googelte, ob er noch zu haben sei:

Ja, man findet ihn schon, aber zu irren Preisen. Die die schon sehr lange hier mitlesen, wissen, warum ich ihn haben möchte.

Gegen Mittag kam die Choreografien an. Ich hatte einen Tisch im Sucre et Sel bestellt, weil es nicht weit war und ich weitere Dinge von der Menükarte kosten wollte.

Anschließend fuhren wir hinaus zum Olympiastadion. Die Choreografie hatte ihn noch nie gesehen. Und ich finde dieses Stadion sehr beeindruckend, wenn man ein paar architektonische Dinge darüber weiß.

Der Bau wurde ja für die Olympiade von Hitler in Auftrag gegeben. Wir wissen alle, dass er jemand war, der es sehr groß und beindruckend liebte. Wenn man also von außen den Riesenbau betrachtet, hat man den ersten Wow Effekt . Geht man aber dann hinein, wird einem bewusst, dass der Bau sehr viel höher wäre, wenn nicht zwei drittel davon im Boden stünde.

Ein weiteres architektonisches Meisterwerk ist die Überdachung, von der ich heute noch immer nicht so richtig verstehe, wie sie überhaupt zusammenhält. Sie scheint zu schweben.

Und dann war es schon an der Zeit, um wieder zurück zum Hotel zu fahren, die Koffer abzuholen und die weite Reise zum Flughafen anzutreten.

Kurz vor Mitternacht war ich daheim.

rp25: Tag 3

Eines gleich vorab. Als ich dieses Posting anfing, war ich sehr müde. Es wird deshalb nur Halbgegartes geben. Sorry.

Der Tag empfing mich mit Regen und sehr dunklen Wolken. Ich hatte vor Regenschirm und einer weiteren Jacke vorgesorgt. Eigentlich wollte ich die neuen Schuhe ausführen, doch bei dem Wetter ließ ich es bleiben.

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Mit der langen Schlange kam ich zu spät bei Maja Göpel an, doch ich fand ein Plätzchen weit hinten. Ich, der sonst immer in der ersten Reihe sitzt!

Ihr Thema: Reaktionär. Generationen, Zeitgeister und Zukunft. Frau Göpel hat die Gabe es sehr auf den Punkt zu bringen. Ich war nach ihrem Vortrag, den ihr euch gerne im großen Livestream von Stage1 ansehen könnt (es war der ersten des Tages), ein wenig niedergeschlagen.

Es war übrigens bei vielen Rednern so während der drei Tage. Im Analysieren sind alle gut und können ganz genau Szenarien um Schemata aufzeigen, wie die Rechtsextremen grad an die Macht kommen und dass Resilienz keine Lösung ist. Aber wie man dagegen aktiv vorgehen kann, weiß keiner so richtig. Frau Göpel versuchte gab den Tipp immer wieder einzulenken, egal wie schwer es auch fällt.

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Hedwig Richter im Gespräch mit Géraldine de Bastion erzählte etwas über: Das eherne Gehäuse der Geschlechterordnung: Hausfrauen und Krise

Es ging vor allem darum wie das Bild der Hausfrau in den 20ern war und wie es während der Nazizeit demontiert wurde. Und wie das Bild der Frau heute wieder ganz langsam Stück für Stück wieder auseinander genommen wird und einem sehr rechten Weltbild angepasst wird.

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Danach ging es um Geschichte: True history: Was, wenn alles ganz anders war? Das war sehr spannend weil es um geschichtliches Wissen ging. Da ging es gleich zu Andang um die berühmte Bibliothek in Alexandria. Wer hat sie zerstört? Die Römer bzw. Caesar? Die Christen? Die Muslimen?

Die Mehrheit des Publikums antwortete mit Römer. Falsch, obwohl das in den Schulen lange so unterrichtet wurde. Man weiß nicht genau sagen wer sie zerstört hat, oder ob sie überhaupt existiert hat. Die und viele andere Fragen werden in der neuen Serie „Stimmt es, dass …?“ auf Arte durchgenommen. Es war eine sehr spannende Runde, die mir sehr gut gefiel.

Danach hatte ich eine Pause eingebaut. ein wohlverdienter Kaffee zusammen mit der Kaltmamsell.

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Und dann kam das worauf ich mich den ganzen Tag gefreut hatte. Meine Nachbarin, langjährige Freundin, Choreographin und Tänzerin war da.

Tanz ist sinnlich, ausdrucksstark, individuell. Und lebt doch von der Präzision.  Die Tänzerin und Choreographin Sylvia Carmada hat mit den großen Namen im Tanz zusammengearbeitet. Die Tech-Künstlerin Cecilie Waagner Falkenstrøm hat eine KI für Tanz entwickelt. Auf der Re:publica treffen sie nun für eine Live-Performance zusammen. Kann KI was Choreographen können – und vielleicht sogar besser?

Die fünfte Staffel von Tanzmagazin Move ist inzwischen online.

Ich lernte sehr viele neue Menschen kennen, unter anderem auch die Produzentin von Move und die KI Künstlerin Cecilie Waagner, unten mit auf dem Bild.

Es gibt in der neuen Staffel eine ganze Folge mit KI. Ansehen!

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Ich hatte bis zum Ende des Tages aber noch ein paar weitere Dinge auf dem Programm: Community-Stories – wie man Geschichten erzählt, die über Bubbles hinausgehen.

Das war die Geschichte eines Liedes das als das mysteriöseste im Internet galt. Niemand konnte sagen woher es stammt. Es gibt bei Reddit ein große Community die sich auf das Aufspüren von unbekannten Liedern spezialisiert hat. Nach langen Mühen fand man es endlich heraus. Die ganze Story könnt ihr hier hören. Noch so ein Panel der schön war und mich nicht runterzog.

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Die beiden Vorträge im Anschluss hatte ich bewusst gewählt, weil zumindest einer davon mich ganz persönlich traf und das mein ganz ureigenes Problem ist, obwohl ich bei weitem nicht alleine damit bin. Ich blende Dinge die mich lähmen und belasten, aus. Ein Beispiel war ein Panel das gestern stattfand in dem es über The Idiot Trump und seine Strategie ging. Ich ertrage ihn nicht mehr. Für mich fühlt er sich immer mehr an, wie ein bösartiges Krebsgeschwür, das operativ entsorgt werden muss. WENN ES DENN SO EINFACH WÄRE!

Unterschätze niemals die Macht der Verdrängung!; so der Titel des Vortrags von Katharina Nocun. Es ging zum Teil auch darum was gegen die eigene Lähmung machen kann.

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Und dann kam der letzte Beitrag den ich mir in diesem Jahr ansah von Ingrid Brodnig

Desinformation ist auch altersabhängig: Jüngere sehen auf TikTok ganz andere Falschmeldungen als Ältere auf Facebook. Der Vortrag beleuchtet diese Unterschiede und was sie über Plattformen und unsere Gesellschaft verraten. Und er gibt Tipps, wie man je nach Altersgruppe Fakten präsentieren kann.

Brodnig erzählte mir nichts neues. Ich denke, dass ich relativ gut bin, im Falschmeldungen erkennen, wenn auch nicht unfehlbar. doch gab sie mir auch ein paar Tipps mit auf den Weg, wie man mit Leuten umgeht, die an solche Falschmeldungen glauben.

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Später saß ich noch mit Sylvia lange draußen auf der Terrasse und obwohl wir in Luxemburg Nachbarn sind, sehen wir uns nicht so oft. Es gab viel zu bereden.

Am Abend suchte ich das Restaurant auf, in dem ich schon vor zwei Jahren mit einer guten Bekannten aus Berlin war. Das Yumcha Heroes.

Es war so lecker, wie ich es in Erinnerung hatte.

rp25: Tag 2

Das war dann doch ein bisschen viel gestern. Den Tag heute ging ich gemütlicher an. Ich war beizeiten wach und schrieb den Rest vom Vortag fertig.

Kurz nach 9:00 war ich schon wieder in der Station ohne Frühstück diesmal. Und das war ganz gut so.

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Vertrauen in die Medien? Mit der Community geht’s.

Das Journalisten Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, mittels einer Community, Faken zu checken und Fake News zu entlarven. Es ist im Prinzip das was man versucht bei RTL Luxemburg in ihrer Rubrik Fake Check auch zu tun. Das was das Correctiv macht ist aber wesentlich detaillierter. Ein interessanter Beitrag, aber meiner Meinung nach erreicht die Initiative nicht unbedingt die, die sie wirklich sollte.

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Gleich im Anschluss auf der gleichen Bühne, zeigte man uns klar und deutlich die Methoden der Rechtsextremen auf, wie sie mit Klagen und Abmahnungen ihre Kritiker versuchen einzuschüchtern. ‚Von der Straße in den Gerichtssaal’ Wirkliche Lösungen gegen diese Klagen zu gehen, gab das Duo der Sprecher leider nicht.

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Auf die Diskussion ‚Truth Under Fire: Documentary Filmmaking Between Risk, Ethics, and Innovation‘ hatte mich die Kaltmamsell aufmerksam gemacht. Im Interview waren drei Doku Filmemacher, die über ihre Erfahrungen sprachen wie es ist, dunkle Ecken aufzudecken, welche Gefahren es birgt und wie man sie vermeiden kann. Ein spannender Talk. Ihre Filme möchte ich gerne sehen. Wenn ich sie finde werde ich sie nachträglich verlinken.

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Danach machte ich Schluss. Ich wollte nicht noch einmal so geschlaucht sein, wie gestern. Zudem möchte ich für morgen fit sein, denn morgen ist meine Nachbarin auf der re:pubica. Und wenn ihr die Sendung Move auf Arte kennt, wird sie euch bekannt vorkommen.

Ich fuhr zum Hackischen Markt und kaufte Schuhe. Ich konnte nicht widerstehen. Zudem schaute ich auch bei Muji vorbei. Dort konnte ich ebenfalls nicht widerstehen. Die Dinge gibt es im traditionellen Mitbringsel Posting, wenn ich wieder daheim bin.

Zurück im Hotel, setzte ich mich erst mal in die Lobby und schrieb den Großteil von heute schon vor, und überlegte was ich sonst noch machen will.

Ich tat… nichts, und das mit voller Absicht. Ich suchte nach einem guten Restaurant nicht weit entfernt. Der Rosenthaler Platz beinhaltet eine größere Ansammlung von Hotels und Restaurants. Ich fand das Sucre et Sel, das sehr ansprechend wirkte und ich rief dort an. Es hob niemand ab. Darüber schlief ich ein, weil ich mich aufs Bett gelegt hatte. Doch dann rief man mich zurück und die Reservierung war kein Problem.

Als ich dort ankam sprach man mich auf französisch an. Ich antwortete im perfektem Französisch zurück und ab da ging es nur noch en français. Ich kann nicht sagen, ob mir das einen Vorteil verschaffte aber von der Bedienung her war alles einwandfrei sehr zuvorkommend.

Ich hatte Lust auf Fleisch. Ein Entre Côte. Sehr gut. Die Pommes waren eine Idee zu gesalzen. Aber sonst war es sehr gut.

Der Nachtisch:

Eine sehr gute Tarte Tatin.

Und während ich sie genoss, lief sehr leise ein Lied im Hintergrund, das ich schon ewig nicht mehr gehört hatte, von dem ich nicht mal weiß, ob das in Deutschland überhaupt bekannt war:

Es ist einer der sehr seltenen Rap Songs den ich bis heute noch auswendig mitsingenrappen kann, weil es eine Geschichte erzählt.

Und weil ich alleine war, achtete ich mehr als sonst auf die Musik, die lief. Ist euch in letzter Zeit aufgefallen, dass das Lied Forever Young von Alphaville verstärkt überall gespielt wird? Es wurde ja dieses Jahr 40 Jahre alt. Es hat für mich eine besondere Bedeutung. Ich war 19 und ich hörte den Song nicht zum ersten, aber zu dem Moment, in einem Auto mit einer Bekannten, die just ihren Führerschein gemacht hatte und im dem alten Auto ihres Vaters rumfahren durfte. Wir fuhren über kleine Landstraßen im Sommer, die Fenster runtergekurbelt an Feldern und Wiesen vorbei. Forever Young. Es war mir sehr bewusst, dass ich jung war und wollte das ‚forever‘ bleiben. Ich habe von dem Augenblick noch immer Bilder im Kopf, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass ich sie mit den Jahren verklärt habe.

rp25: Tag 1

Es ist wie jedes Jahr am Stand der Akreditierung. Ich erwische immer den oder die, die das zum ersten mal macht und ich bin der erste den sie/er bedient und beim dem es erstmal nicht klappt. Ich musste schon fast lachen.

Guten Morgen, re:pubilca25.

Die Eröffnung:

…mit einer gut gefüllten Stage1.

Die Digitale Welt brennt und wir müssen sie löschen. Das war einer der Sätze von Markus Beckedal, der vor allem bei mir hängen blieb.

Ich blieb gleich bei Stage1 sitzen und schaute mir Björn Ommer an:

Es war ein für mich mühsamer Vortrag, der aufzeigte was Generative KI ist und wo das hinführt. Mühsam daher, weil KI schon so viel weiter ist, als ich das vermutete. KI ist so viel mehr nur reine Wissensansammlung die wiedergegeben wird. KI kann inzwischen komplexe Probleme lösen, die es in der Zukunft geben wird. Ich habe das zumindest so als kleiner Laie verstanden. Doch kann man das den wenigen Global Playern nicht überlassen. In Amerika liegt diese Wissensmacht mir ihrer sehr rechtsgerichteten Ideologie nicht in guten Händen. Es müssen andere neue Wege her.

Danach brauchte ich bereits eine Pause.

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Ich holte mir einen Kaffee und sah mir dann auf Stage 6 Sanaz Saleh-Ebrahimi an, Wissenschaftsjournalistin und jetzt Content Creatorin auf Instagram.

Es ging dabei um ein Short bzw. einen kritischen Bericht über einen Zuckersatz. Es war vor allem ein gewisser Christian Wolf von More Nurtion, den ich gar nicht kannte, der sich auf sie eingeschossen hatte. Sie gewann alle gerichtlichen Abmahnungen und Prozesse gegen ihn. Der ganze Vortrag war leider ein wenig kurz und ich fragte mich ob ernsthaft ob man über Shorts und Co. die Menschen wirklich zurück wieder zum ernsthaften Journalismus zurückgewinnen kann. Sie ist überzeugt, ich bin da eher skeptisch.

Zurück zu Stage1 mit Markus Beckedahl.

Sein Thema: Eine bessere digitale Welt ist trotzdem möglich. Er machte einen kurzen Ex-Kurs über alles was digital in Deutschland von Anbeginn in Sachen Digitalisierung schief lief und wie wenig ernst das von der Politik genommen wurde, mit der Begründung, ‚das geht auch wieder weg‘. Tja, nichts ging weg. Was mir hier richtig bewusst wurde, war wieviel Macht die großen U.S. Techfirmen wirklich haben und wie sehr sie zur Zeit vor „The Idiot Trump“ heuchlerisch auf den Knien kriechen.

Es wird Zeit dass ich in meinen Sozialen Medien auch Dinge ändere.

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Was dann folgte war etwas anderes. Verbotene Liebe: Queere Schicksale in der NS Zeit auf der Media Stage von ARD und ZDF.

Es ging um eine Dokuserie auf ZDF Info, die mit großem Aufwand produziert wurde. Ich muss mir die erst ansehen, vielleicht sogar heute Abend im Hotel. Moderiert wurde die Diskussion von einem der sein Handwerk als Journalist wirklich versteht, Andreas Wunn, mit dem beiden Machern der Serie, Julia Morno und Monti Ott. Julia Morno, eine Transfrau, erzählte auch aus ihrem Leben und wie sie dem Mut fand endlich zu sich selbst zu stehen aber dafür ihr ganzes soziales Umfeld zu verlor. Ich hätte große Lust sie zu interviewen für die Queer. lu.

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Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen referierte über vernetzte Gewalt. Analyse und Gegenwehr.

Es tut mir sehr leid, Herr Pörksen, ich habe ihnen kaum zugehört. Ich war mit dem Kopf noch zu sehr in der Diskussion davor. Aber sie waren ja auf Stage1, das kann ich auf YouTube nachholen.

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Das letzte Panel das ich besuchte war ‚Das Bloggertreffen der Generationen‘. Es war ein kleines Panel mit knapp 30 Menschen die zuhörten.

Ich saß zwischen KammerbloggerInnen, die alle, so wie ich, auch über 20 Jahre und mehr im Internet schreiben. Aber es gab auch jüngere Menschen die erst vor kurzem damit angefangen haben. Blogs sind noch lange nicht ausgestorben. Ich persönlich glaube sogar dass sie die Zukunft sind denn auf die großen Social Media Plattformen kann man sich nicht mehr verlassen.

Und damit war Schluss für heute. Ich hatte Hunger.

Pizza im 12 Apostel. Es ist ein der seltenen Orte an denen ich Pizza mag, den sonst bin ich kein großer Fan davon.

Spät am Abend entdeckte ich auf Mastodon das Foto:

Joël in der ersten Reihe.

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Es passierte noch do einiges drumherum was ich aber weggelassen habe, sonst hätte das Posting keine Ende genommen.

Von Luxemburg nach Berlin

Den Morgen mit rumgammeln und Koffer packen verbracht.

Die App hatte es fast auf die Minute genau angekündigt. Als ich gegen 16:00 Uhr aus dem Haus ging um zum ersten mal die Tram Richtung Flughafen zu nehmen, fing es an zu regnen. Ich ging zur nächsten Bushaltestelle und sah, dass dort der Bus der schon immer hinaus zum Flugplatz fuhr, immer noch dorthin fährt und er würde im 4 Minuten abfahren. Also nahm ich den und blieb bis zur Endstation darin sitzen.

Interessant zu wissen ist, dass zumindest am Sonntag, Tram und Bus gleich schnell sind. Der Bus war nur eine knappe Minute später da als die Tram da.

Im Duty Free, der proppenvoll mit Düften ist, versuchte ich einen. Ich habe nämlich seit meinem Geruchsschwund Ende Dezember, keinen mehr gekauft und ich verlasse mich auf die Düfte die ich bis dahin eh hatte. Ich muss gestehen, dass ich verschiedenes immer noch nicht rieche. Vieles ist wieder da, aber die kleinen Nuancen sind immer noch weg. Ich bin aber guter Dinge, denn es kann, zwischen neun Monaten bis zu einem Jahr dauern.

Ich hörte während dem Flug einen Podcast vom WDR5 Alles in Butter. Es ging um die Stadt Münster in der ich vor vielen Jahren mal mit einem Herrn liiert war. Was man mir im Podcast alles von Münster erzählte, das hat der besagte Herr mir nie gezeigt, woraus ich schloss, dass er es nicht kannte und sich überhaupt für herzlich wenig interessierte. Das ist schade, denn Münster ist schon eine schöne Stadt und ich hätte gerne mehr davon gehabt, als den langweiligen Herrn.

In Berlin gelandet ließ ich es bis zum Ende offen wie ich in die Stadt reinfahre. Öffis oder Taxi. Es hing von Stresslevel ab. Was hier aber Usus zu sein scheint, denn es war schon das letzte mal der Fall, dass der Bustranfer zum Gebäude immer mit guten 10-15 Minuten Verspätung kommt. Letztendlich hatte ich keine Lust nochmal über Stunde durch Berlin zu pendeln und gönnte mir ein Taxi.

Guten Abend Berlin.

EMOP & schlimme Dinge

Ich erwachte ziemlich früh, zu tristem und sehr kühlen Wetter. Auf dem Wochenmarkt saß ich mit der D zusammen im Renert und wir beschlossen, uns am Nachmittag einen Teil der Foto Ausstellungen im Rahmen der EMOP anzusehen.

Unterwegs entdeckte ich einen jungen Mann, der mir schon gestern auffiel. Dass jemand passende Schuhe zur Kleidung trägt, ist nichts ungewöhnliches. Das aber jemand die passende Haarfarbe zum Outfit hat, das ist schon ein Foto wert. Respekt!

Nein, es war keine Perücke, das hätte ich gemerkt.

Wir besuchten zwei Ausstellungsräume. Den einen hatte ich bereits gesehen, es war der Ratskeller. Die andere Ausstellung befand sich im nationalen Museum, und dort muss man schon sehr suchen, um den Raum zu finden.

Das Unsichtbare sichtbar machen war das Thema dieses Jahr:

Die schwarz-weiß Fotos fand ich sehr beeindruckend, da sie von einer KI erstellt wurden. Der Jesuiten Pater Baranbé Cobo Peralta, schrieb 1653, ein Buch über Indien. Le nouveau Monde. Darin beschrieb er zahlreiche Pflanzen und Gräser. Diese Texte gab an einer K.I. zu lesen, und sie wandelte sie in Fotos um.

Ganz beeindruckend fand ich noch dieses Foto, dass ich im Ratskeller befand:

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Das, was ich jetzt schreibe, könnte ich eigentlich auch auf privat stellen. Und es ist im Grunde auch nur für mich gedacht, weil es mich die letzten Tage sehr beschäftigt hat. Da es aber einen Teil meines heutigen Abends ausmachte, habe ich es aufgeschrieben.

Die Theater- und Kunstwelt war in letzten sehr in Aufruhr hier in Luxemburg, weil ein Gerichtsurteil bereits im Februar/März gesprochen wurde, über einen Mann, den wir in der Theaterwelt alle kennen. Europol hatte bereits 2019 die Luxemburger Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass sie einen pädophilen Ring im Darknet aufgedeckt haben und darin unter anderem auch ein Luxemburger aktiv war. Wie und warum die Presse das aufdeckte und warum das jetzt erst ein Knaller wurde, weiß ich nicht. Obwohl alles anonymisiert war, und der Mann nur mit seinem Alter in der Presse stand, und dass er im Vorstand eines Theaters war, war im Ausschlussverfahren schnell herausgefunden, wer es ist. Ich wurde in den letzten Tagen so oft darauf angesprochen, dass es mir fast peinlich war. Der Mann wurde durch die Presse geschleift wie ein Stück Fleisch. Ich kannte ihn nicht sonderlich gut, da ich recht wenig für das besagte Theater in den letzten Jahren gemacht habe. Das letzte Mal, dass ich mit ihm gesprochen habe, war auf einem Rückflug von Berlin nach Luxemburg. Das muss letztes oder vorletztes Jahr gewesen sein.

Vorgestern war noch einmal einen Knaller in der Presse, da das Luxemburger Wort ihn im Interview hatte und ihm, nach ihrer Aussage, die Gelegenheit gab, zu der Verurteilung Stellung zu nehmen. (Der Artikel ist auf ihrer Internetseite wieder heraus genommen worden) Aus diesem Interview ging hervor, dass er sich beklagt, über seine eigene Lage. Dass niemand ihn anrufen würde und keiner ihm die Gelegenheit gibt, seine Sicht der Dinge zu erklären. Dieses Interview sorgte noch einmal für gründlichen Wirbel. Wie man es wagen könnte, einem verurteilten Pädophilen, eine Plattform in der größten Luxemburger Tageszeitung zu geben. Ich habe das Interview gelesen und muss sagen, dass er sich damit nur noch mehr geschadet hat. Er ist einerseits in Berufung gegen das Urteil gegangen, was sein gutes Recht ist, aber andererseits erwähnte mit keinem Wort, dass es ihm leid tut, was für einen Schaden er angerichtet hat.

Da das Urteil öffentlich ist, kann man auch die Prozessakten einsehen. Das Dokument ist 75 Seiten lang. Es war gestern Abend meine Bettlektüre bis zur Seite 10. Danach hatte ich mehr als genug gelesen. Es ging nicht nur darum, dass der Mann pädophiles Material besaß und wahrscheinlich weiter in Umlauf brachte, er produzierte auch selber Fotos und Filme u.a. mit seiner minderjährigen Tochter. Bitte fragt mich nicht wie schlimm oder wie harmlos sie waren, es steht wahrscheinlich im Gerichtsurteil, aber mehr wollte und konnte ich nicht lesen.

Zwischen Friseur, Foto und re:

Spät wach geworden durch den Klingelton der mich daran erinnern sollte, dass ich um 11:00 einen Termin beim Friseur hätte. Theoretisch wäre er erst nächste Woche, aber da ich Luxemburger Landei ab Sonntag in Berlin bin, wollte ich dann doch kurz davor nochmal die Haare scheren lassen.

Ich räumte noch ein bisschen auf in der Wohnung, damit sie putzfertig für Meisterin Propper ist. Und dann sah ich im Kalender, dass eine Kollegin gegen 15:00 Uhr vorbei kommen sollte wegen, Materialzeugs. Ich beschloss ihr das selbst zu bringen.

Wieder aus Bettembourg zurück fuhr ich in die Stadt rein und ass in der Casa Gabriele das hier:

Mit Lachs und Zitrone gefüllte Tortelloni mit grünem Spargel, Burrata und Räucherlachs. Sehr gut, wie immer.

Im Renert war es im Anschluss ein wenig ruhiger auf der Terrasse. Ich nahm den Kaffee dort zum mir und schrieb schon mal hier vor. Zudem überlegte ich was ich noch bis 17:00 Uhr machen könnte, denn zurück in die Wohnung mit der Putzlappen schwingenden Meisterin Propper, war keine Option. Auch mit dem Wagen ganz raus aus der Stadt war kein guter Plan, denn ich hätte anschließend wieder viel Mühe reinzufahren.

Ich erinnerte mich dass es eine Fotoausstellung im Ratskeller gab, die ich noch nicht gesehen hatte.

Ich mochte sie ganz gerne, werde sie mir aber die nächsten Tage noch einmal ansehen, wenn ich mehr Zeit und Muße habe.

Ich fuhr zeitig ins Theater und da mir noch etwas Zeit blieb, schaute ich mir den Plan aller Vorträge und Gespräche der re: an und suchte schon mal Verschiedenes raus.

Das Foyer, in dem ein Kostüm- und Perückenwechsel stattfindet, und der Darsteller durch den Haupteingang wieder die Bühne betritt. Darum steht der Kopf auf dem Tisch.

Nach der Show war ich unendlich müde, fiel daheim in den Sessel und schlief sofort für eine Stunde ein. Als ich erwachte wurde mir schlagartig bewusst, dass ich die lange Durststrecke geschafft hatte. Das nächste was jetzt kommt, ist Berlin und die re:publica. Hiii Haa!

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Der Schauspieler Gary Sinise, bekannt aus der Serie CSI:NY, erzählt von seinem Sohn Mac der 2024 verstarb:

Eine sehr berührende Geschichte. Ich hörte mir das Album an, für das Mac die Musik komponiert hatte:

Aber darüber schreibe ich die Tage, wenn ich das Album ganz gehört habe.

Ein schreibintensiver Donnerstag & Tagesfrage

Ich erwachte recht früh und freute mich endlich einen Tag ohne Arbeit zu haben. Also so ganz ohne Arbeit ging auch nicht, aber es hatte zumindest nichts mit Unverblogbarem zu tun.

Ich setzte mich zeitig hin und schrieb, also eher ich transkribierte das Interview fertig, das ich schon vor fast zwei Wochen geführt hatte. Es war aufwändiger, als ich vermutet hatte. Wenn Interviewpartner sich in ihren Gedanken verheddern, wird es schwierig, gescheite Sätze daraus zu machen.

Apropos schreiben: die Coverstory aus der letzten Queer Ausgabe ist endlich online.

Am Abend traf ich mich mit der D. aus P. (nicht die hier regulär erwähnte D.) Wir hatten einiges durchzuarbeiten bezüglich eines Projektes im Winter und taten das bei einem Abendessen.

Wir entschieden uns für das Mamacita:

Da es recht kühl war setzten wir uns nicht draußen hin. Wir bekamen einen Tisch im ersten Stock und aßen eine gewaltige Portion Chili con carne.

Später ging es noch auf einen kurzen Absacker hinüber zum Renert:

Interessant war, als wir um die Ecke bogen, dass ich fast vergessen hatte, dass da noch ein bisschen mehr auf dem Platz steht, als nur der stolze Reiter Wilhelm.

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Hast du dir jemals etwas gebrochen?

Es widerstrebt mir darauf eine Antwort zu geben, weil mich das dumpfe Gefühl beschleicht, dass ich damit das Schicksal herausfordere. Aber nein, ich hatte noch nie etwas gebrochen. Aber dafür hatte ich verstauchte und verrenkte Gliedmaßen zu Hauf. Vor allem verstauchte Fußgelenke war lange Zeit eine Spezialität von mir.

Drei Tage

Drei Tage mir sehr viel Unverblogbarem. Es passierte nicht mal was, das irgendwie erwähnenswert gewesen wäre. Es waren die letzten Tage vor der Premiere und die sind immer stressig. So sehr diesmal, dass ich staunte wie viel Arbeit es dann doch war um zu einem Resultat zu kommen, das…. Über den Rest muss ich schweigen…

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Am Dienstag kam ein ersehnter Anruf. Meine Brille ist wieder heil und ich kann sie abholen. Hurra!

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Am Mittwoch Abend war die Premiere und ich hatte tagsüber frei. Am Morgen schrieb ich noch am einen Text und ich machte dann mich auf zum Wochenmarkt der während der Muttergottes Oktave in verschlankter Form bei der ‚Gëlle Fra‘ stattfindet.

Davor traf ich mich kurz mit der D. und der K. auf einen Kaffee im Wëllem. Die Stadt ist zur Zeit, sogar in der Woche, ein großes Gewühl an Touristen und Pilgern. Pilger erkennt man meistens an ihrer Kleidung. Sie sind immer eine Idee feiner angezogen als die anderen. Im französischen gibt es ein schönes Wort dafür; endimancher. Das Lexikon meint dazu:

Das Wort „endimancher“ stammt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich übersetzt „sich sonntäglich anziehen“ oder „sich herausputzen“. Es kommt von „en dimanche“, also „im Sonntagsstaat“, und bezieht sich darauf, sich besonders elegant oder festlich zu kleiden – so wie man es früher sonntags zur Kirche oder zu besonderen Anlässen tat.

Das Wort gibt es aber auch im luxemburgischen, endimanchéiert, obwohl es nur noch selten gebraucht wird. Im krassen Gegensatz dazu gibt es dann, Sonndesgezei, das prinzipiell Sonntagskleidung bedeutet, dass für viele aber eine Jogginghose und ein T-Shirt ist, um damit am Sonntag auf der Couch zu liegen.

Mittagessen gab es, weil ich aus der Stadt raus wollte, im Tzukii. Ich hatte schon lange keine Sushi mehr.

Am Abend dann die oben erwähnte Premiere. Ich hatte im Verlauf des Nachmittags einen Brummschädel bekommen, weil das Wetter umschlug. Ich musste mich durch die Arbeit quälen. Doch irgendwann merkte ich dass es besser wurde. Es hatte zu regnen begonnen. Endlich.

Ein sonorer Sonntag & Auquatunnel

Ich hatte mit der D. beschlossen gleich am Morgen eine Runde durch die Stadt zu drehen, doch es war ausgesprochen kalt und windig. Die Wetter App zeigte dass es am Nachmittag besser sein sollte.

Es wurde also erst mal ein sehr gemächlicher Morgen.

Wir verabredeten uns im Mudam. Dort sollte um 14:00 eine live Performance stattfinden von Bárbara Sánchez-Kane mit The Pueri Cantores.

Das war schon sehr berührend und wunderschön.

Anschließend ging es mit der Seilbahn hinunter ins Pfaffental zur LUGA (Luxemburger Gartenausstellung) über die ich schon vor ein paar Wochen berichtet hatte und die inzwischen eröffnet ist. Miteinbezogen wurde auch der Aquatunnel, den man nur sehr selten besichtigen kann. Man geht mit einem Führer hindurch.

Der Aquatunnel wurde zwischen 1961 und 1963 gebaut und verbindet das Petrusstal mit dem Pfaffenthal. Dieser unterirdische Tunnel ist 900 m lang und befindet sich 63 m unterhalb des Stadtzentrums. Der Tunnel wurde als Sammelstelle für Abwässer errichtet und auch für zivile Schutzzwecke ausgebaut, genauer gesagt als Atombunker.

In diesem Tunnel gibt es eine Sound Installation von Susan Philipcz.

An manchen Stellen hängt ein Straßenschild. Das ist schon sehr beeindruckend zu wissen dass man 60 Meter tiefer, genau unter der Strasse steht.

Auf dem ersten Foto sieht man, dass der Tunnel zu einem Großteil renoviert wurde. Der letzte Abschnitt ist allerdings noch immer der raue kahle Fels. Dort ist es auch weitaus feuchter.

Der Ausgang ist dann im Petrustal, wenige Meter oberhalb des neu angelegten Minigolf.

Dort zieht man auch wieder eine Reihe von angelegten Gärten und Pflanzen, die es davor nicht gab. Das einzige, was mich dabei störte, war, dass vieles schon sehr vertrocknet aussah. Es reicht nicht, es einfach einzupflanzen, es muss auch bewässert werden.

Dieser kleine Garten ist nur durch Gucklöcher zu bewundern. Doch plötzlich merkt man, dass der Garten eigentlich nur halb so breit ist. Die Rückseite ist ein Spiegel…
… in dem man sich selbst sieht.

Ich habe bei weitem noch nicht alles von der LUGA gesehen, und wahrscheinlich muss man auch bis in den Oktober mehrfach hingehen und sehen, wie alles wächst und gedeiht. Denn das, was ich bis jetzt gesehen habe, fand ich noch nicht so berauschend. Mit Ausnahme vom Aquatunnel. Der ist den Umweg auf jeden Fall wert.

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Caitlin Doughty macht nur noch selten Videos. Sie hat einen anderen Beruf, sie ist Totengräberin. Wenn man ein wenig weiter zurückblättert im Blog, wird man mehrere ihrer Videos finden, die ich gepostet habe. Hier eine weitere skurrile Geschichte über eine Leiche, die sehr bekannt wurde.

Ein langer Dienst Samstag & ESC mit einer Problematik

Es ist wie immer,wenn eine Premiere ansteht, die Dienstrunden werden härter und länger.

Als ich wieder daheim legte ich mich erstmal hin. Dass eine Hauptprobe so früh am Morgen stattfand, war schon sehr außergewöhnlich. Ich schlief fest ein.

Am Abend hatte ich entschieden, dass ich mir dann definitiv das Finale vom ESC im Public Viewing im Rainbow Center ansehe. Doch alles es dann soweit war, beschwerte sich mein Sofa warum ich schon wieder gehen müsste. Oder andersrum, mein innerer Schweinehund wollte nicht aufstehen. Also blieb ich daheim und sah mir den ESC dort an. zudem fing es an, unangenehm kühl zu werden.

Ich muss sagen, Basel hat sich sehr viel Mühe gegeben. Was mir ganz besonders auffiel, war das viele drumherum, dass in Basel stattfand und sonst nie gezeigt wird. Den türkisen Teppich zum Beispiel oder die große Arena gleich neben der Jakobs Halle, die ebenfalls bis zum letzten Platz ausverkauft war. War das in den anderen großen Städten nicht so oder wurde nur nicht gezeigt?

Das Gewinnerlied:

Dass Österreich gewinnen würde, war keine große Überraschung, es war einer der Favoriten. Was mich dann aber überraschte, waren die Punkte der Publikumswahl. Es kapitulierte Israel von den unteren Plätzen bis zum letzten Moment auf Platz 1. Ich hatte das Lied überhaupt nicht auf dem Schirm. Ohne jetzt politisch werden zu wollen, denn das sollte in diesem Wettbewerb nicht sein, finde ich trotzdem, dass Israel, wegen seiner Lage zur Zeit nicht teilnehmen dürfte.

Was mich aber wütend machte, denn das machte kein anderes Land ausser Israel, war die Werbung, die ich für das Lied im Internet sah. Es fiel mir vor allem bei YouTube schon seit Wochen auf. Das hat doch niemand von den anderen gemacht,oder? Ich kann das nicht beurteilen, denn die Werbung in den sozialen Medien und auf der Videoplattform sind ja länderspezifisch ausgerichtet. Ich finde, das müsste schlichtweg verboten werden.

Kurz nach 1:00 lag ich im Bett.

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Noch eine Tagesfrage:

Bist du eher ein Anführer oder ein Mitläufer?

Oh ha! Ich bin eigentlich eine Mixtur von beidem. Prinzipiell wäre ich ein Mitläufer. Aber ich bin Individualist, der weder in die eine, noch in die andere Kategorie so richtig passt.

Zwischen WAZIFUBO & Dienst

Ein WAZIFUBO Foto beim Zahnarzt, und das in, für mich, aller Frühe, nämlich kurz nach 7:00:

Ich war sehr zeitig losgefahren, denn ich hatte Angst dass ich nicht durch den morgendlichen Verkehr komme. Doch es ging erstaunlich gut, sogar auf dem Glacis wo es zur der Stunde immer stockt, weil sich dort drei große Schulen befinden.

Es war eine Zahnreinigung die quasi eine ganze Stunde dauerte. Es war anstrengend. Mein in Rente gegangener Zahnarzt, hat es am Ende ganz schön schleifen lassen und ich bin stocksauer auf ihn. Es hätte noch eine Röntgenaufnahme von der Stelle gemacht werden sollen, an der er das letzte Mal schon ein Problem sah, doch die Software des Apparates streikte. Also muss ich nochmal hin. Es bleibt spannend.

Auf dem Rückweg ging ich nochmal in die Stadt wegen einem Einkauf und gab zugleich die Arztrechnung in der Krankenkasse ab. Ich fuhr mit der Tram hin weil es am schnellsten geht. Aus dem Wagen heraus machte ich dieses Foto von dem neuen Aussichtsturm. Es ist ein anderer wie im vorigen Jahr.

Aus dem Briefkasten zog ich einen New Yorker. Inzwischen sind sie fast einen Monat im Verzug. Vor der Pandemie waren es 14 Tage. Ich frage mich, ob ich die Papierausgabe im Abo nicht beenden soll. Wir hegen ja zur Zeit alle einen Groll gegen die Staaten und vor allem gegen ihr-wisst-schon-wer. (Allein schon seinen Namen auszusprechen, fühlt sich an, als ob man sich mit eine schlimmen Krankheit infizieren würde.) Aber wenn ich dann die Coverzeichnungen sehe, wie diese hier, versöhnt es mich ein wenig:

Was vor sehr vielen Jahren von Charlie Chaplin eine Farce in einem Film war…

Am späten Nachmittag sollte ich nochmal eine kurze aber intensive Dienstrunde haben aber die fiel aus, weil die Darstellerin gar nicht in der Probe war und erst morgen kommt. Ein Kommunikationsproblem.

Da ich aber noch auf der Suche nach einem Profiproduckt war, nutzte ich die Gelegenheit und fuhr in die verhasste Belle Étoile, die als Einkaufszentrum einfach zu groß ist. Ich war auf der Suche nach einem Trockenshampoo das keine Rückstände hinterlässt. Es gibt welche, von Marken die ich hier nicht bekomme, ausser im Netz, zu irrealen Preisen. Ich fand aber eines von einer Marke, der ich schon lange für andere Produkte vertraue; ich wusste nur nicht, dass sie auch Trockenshampoo führen:

Ich konnte es im Geschäft probieren nebst anderen, die deutlich weiße Spuren hinterließen, war bei dem fast gar nichts zu sehen. Ich las, dass es auf Basis von Tapioka ist, alles anderen sind meist auf Basis von Talk.

Wieder daheim verabredete ich mich mit der A. auf einen Schlummertrunk im Pavillon im Park.

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Hier eine Tagesfrage die nicht von Day One stammt, sondern von mir selbst:

Nimmst du dich selbst ernst?

Nein. Absolut nicht. Ich denke sogar, dass es ein sehr großer Fehler ist, das zu tun. Ihr kennt alle Menschen in euerem Umfeld, die sich fruchtbar wichtig und ernst nehmen, mit dem Resultat, dass ihr sie als furchtbar anstrengend empfindet. Ich stelle grad mir vor wie ich wäre, wenn ich so ein riesiges aufgeblasenes Ego hätte. Nicht auszudenken!

Dienstliches und das zweite ESC Halbfinale

Ein Tag mit mehr hin und her als erwartet.

Ich hatte nicht besonders gut geschlafen und brauche am Morgen länger als gedacht.

Großes Hallo im Renert mit der D. Ich hatte sie seit ein paar Wochen nicht gesehen.

Anschließend noch ein paar Einkäufe und dann war es schon an der Zeit, dass ich eine intensive wenn auch kurze Dienstrunde antrete.

Mit fällt bei dem Foto grad auf, dass ich am Hinterkopf dann auch schon sehr grau geworden bin, bis auf eine Stelle im Nacken.

Am Abend schaute ich mit das zweite Halbfinale des ESC an. Und da waren weitaus mehr Songs dabei, die herausstachen als in der ersten Runde. Ich stimmte sogar mit ab für drei der Lieder die alle auch ins Finale kamen. Österreich, Dänemark und Lettland. Dass Luxemburg weiterkam, wunderte mich nicht, das war bei dem Ohrwurm schon ziemlich klar.

Ich hoffe nur, dass wir nicht gewinnen, denn sonst sitzen wir schön in der Sch… Ok, wir haben ein quietschneues Stadion, das erstmal überdacht werden müsste und wenn ich den Aufwand sehe, der in Basel betrieben wurde… Luxemburg wird aus allen Nähten platzen.

Ein Restaurant beim Seerosenteich

Ein schöner Mittwoch mit einem feudalen Mittagessen. Ich entdecke immer noch neue Orte in der Gegend. So war ich mit der G. in einem kleinen Dorf über die Grenze, nicht weit von Cattenom entfernt, in Manom. Les étangs ist ein Kleinod zwischen den mehreren kleinen Teichen.

In wenigen Wochen könnte man hier ein impressionistisches Bild mit Seerosen à la Monet malen.

Es war wunderbar. Leider habe ich nichts weiter von Restaurant selbst abgelichtet. Das Ambiente innen ist nämlich auch sehr schön.

Zu essen gab es eine ganze Seezunge für zwei nur mit braunem Butter und ein wenig Zitronensaft. Dazu ein köstliches Kartoffelpüree. Es war wunderbar, aber ich hätte mir gewünscht, dass noch ein bisschen Gemüse dabei gewesen wäre.

Als Nachtisch hatte ich ein Baba mit Ruhm.

Die Konsistenz des Baba war eine andere wie gewöhnlich und ich wüsste gerne, welche Art von Teig er dafür gemacht hat. Es war sicherlich nicht der übliche Biskuit Teig.

Vollgefressen fuhren wir zurück. Da gehe ich sicherlich nochmal hin.

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Liste deine fünf Lieblingsfrüchte auf.

🍒 , 🥭 , 🍊 , 🍌 , 🍓 , 🍎, 🍑, 🍇. Das wären dann acht an der Zahl. Aber wenn man mich nach einer einzigen Frucht gefragt hätte, dann wäre das allen anderen voran, Kirschen gewesen.

Zwei emsige Tage ESC erstes Halbfinale

Der Montag. Es wäre so schön gewesen wenn ich ihn frei gehabt hätte, weil das ganze Wochenende ja dienstlich vollgepackt war. Aber nein. Der Montag war einer der Tage, über die ich nicht viel schreiben kann, weil hauptsächlich aus Vorbereitungen für die nächste Produktion bestand. Der einzige Lichtblick war ein Telefonanruf der D, die Mittwoch zurück nach Luxemburg kommt.

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Am Dienstagmorgen fand ich endlich die Zeit das Interview von letzter Woche anzugehen und niederzuschreiben. Es ist mühsamer als ich dachte. Ich habe für die Einführung länger gebraucht als geplant. Das Interview selbst wird einfacher.

Den Nachmittag habe ich dann wieder mit dienstlichem verbracht, dass ausgenommen Spaß machte. Da ich erfreulicherweise früher fertig war, beschloss ich ins Rainbow Center zu gehen, um mir das erste Halbfinale des ESC anzusehen. Da noch etwas Zeit war, ging ich eine Runde durch den Park.

Viele Karpfen tummelten sich im Teich um kamen sofort angeschwommen, als ich mich näherte, aber ich hatte nichts zum füttern dabei und würde das auch nicht tun.

Ich erhielt aber einen Anruf, der das alles kippen ließ und ich mich um andere Dinge kümmern musste.

Ich schaute mir dann den Rest der Sendung daheim an. Eigentlich hatte ich vorgehabt, ein bisschen Liveblogging zu machen, aber ich war schlichtweg zu müde. Ich hatte hier schon einmal kurz erwähnt, dass ich mir alle Titel im Schnelldurchlauf angehört hatte und mich da recht wenig begeisterte. Die Titel in ihrer gesamten Länge zu hören, machte es nicht besser. Der Einzige, bei dem ich sicher war, dass er weiterkommen würde, war Schweden. Das Lied geht ins Ohr, ist aber auch nicht mein Geschmack. Sehr schräg, fand ich die beiden Vögel aus Italien, die ja neuerdings, obwohl sie zu den Big Five gehören, einmal im Halbfinale singen dürfen. Aber das Lied an sich fand ich gar nicht mal so schlecht.

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Ein netter kleiner Podcast über den berühmtesten Frosch der Welt.

Sonntag mit Smokey Carrot Bacon

Na ja, der Bacon steht in der Überschrift wegen dem Gag, weswegen ich das machte. Aber von vorn.

Als ich in Lichtenstein war, entdeckte ich zum ersten mal Smokey Carrot Salmon, das jeden Morgen auf dem Frühstücksbuffet stand. Es schmeckte mir ausgezeichnet, nicht weil es als Lachsersatz angeboten wurde sondern weil man die Möhren so sehr in ihrer Konsistenz umgewandelt hatte, das es nicht mehr an Möhre erinnerte. Später las ich, dass dieses Verfahren mit dreifachem einfrieren und auftauen von statten geht. Was für ein Aufwand! Ich verwarf den Gedanken. Aber in dem Stück das ich zur Zeit betreue, geht es unter andrem, um Somkey Carrot Bacon als Speckersatz.

Also machte ich heute für die letzte Vorstellung, als Toi Toi für die Derniere, eine große Ladung davon nach diesem Rezept.

Ich rührte die Marinade in einer tiefen Schüssel an und nahm die Mandoline aus dem Schrank, die ich schon so lange habe, dass ich im Geiste auf die 80er Jahre zurückrechnete. Die Möhren hatte ich bereits die Tage gekauft. Die Mandoline erfüllte aber ihren Zweck nicht mehr. Die Messer sind inzwischen stumpf. Also musste ich mich mit einem normalen Messer abmühen, die dann doch sehr festen und harten Möhren in feine Scheiben zu schneiden.

Ich nutzte zum ersten mal die Smoker Funktion vom Grill den ich letztes Jahr gekauft hatte und stellte ihn auf Speisefön Modus.

Resultat, hervorragend! Es sind noch immer Möhren und bei weitem kein Speck, aber geschmacklich sind die dünnen Scheiben großartig geworden. Ich machte zwei große Portionen davon. Ich musste mich sehr zusammenreißen, um den Teller nicht leer zu futtern:

Ich packte sie hübsch ein in Stanniolpapier und kleine Tüten.

Am Nachmittag machte ich mach dann auf, zu der letzten Vorstellung. Die Darsteller die Masken hatten, bekamen ihre Maske als Miniatur…

… die anderen bekamen Möhrenspeck. Die Kollegin fand den ‚Speck‘ schon mal ausgezeichnet.

Da in dem Stück auch eine Reihe von Jugendlichen mitspielten, und es ihre erste Erfahrung war, im Profibereich mitzuspielen, war die Trauer am Ende groß, dass es vorbei war und es flossen ein paar Tränen. Was mir persönlich Mut machte war der Umstand, dass die ganze „Rasselbande“ mitunter disziplinierter war als ein paar der Profis. Es sind ein paar Talente in Sicht.

Später gingen wir noch ins Microcosmos, über das ich die Tage berichten werde.

Ich war früh daheim und im Bett, denn ab Montag wird es Schlag auf Schlag gehen und ich habe ein wenig Bammel davor dass, ich das nicht schaffe. Wir werden sehen.

Ein stressiger Samstag

Es war mir klar dass es ein wenig viel werden würde, dass es aber sooo viel war, war nicht geplant.

Zudem hatte ich schlecht geschlafen, denn es schwirrten Geister aus der Vergangenheit in meinem Kopf herum. Und plötzlich waren lang vergangene Zeiten und Begebenheiten wieder so präsent als wären sie eben passiert und die ganze Wut, die ich damals nie zum Ausdruck bringen konnte, wühlte mich so auf, dass an schlafen nicht mehr zu denken war. Jetzt da ich das schreibe, mehrere Stunden vergangen sind und ich den Tag fast hinter mir habe, frage ich mich was diese Aktion sollte. Ich habe das nie psychologisch aufgearbeitet, weil es mit dem Ableben der betroffenen Person, für mich erledigt war. Wenn das öfters vorkommt, werde ich etwas unternehmen müssen.

Um 9:30 Termin um den immerwährenden kaputten Fingernagel wieder mit UV Gel auffüllen zu lassen.

Dann zurrte ich einen Termin beim Optiker fest für nächste Woche. Ich habe mir die Brille Anfang der Woche zerdeppert und der Rahmen ist gebrochen. Mist. Doch im Laden versicherte man mir dass, noch Gewähr auf dem Gestell sei und dass der Rahmen ersetzt wird. Nichtsdestotrotz lasse ich einen Test machen ob die Dioptrien noch immer gleich sind, denn ich habe das Gefühl das die Weitsicht nachgelassen hat.

Dann fuhr ich ins Theater wegen einem Projekt das in zehn Tagen Premiere haben wird und ich hatte noch keinen blassen Schimmer was Sache war. Die Produktion hatte mir das als ‚Locker vom Hocker’ verkauft, doch dem ist gar nicht so. Ich erarbeitete mit der Kostümbildnerin einen Schlachtplan was die nächsten Tage alles zu bewältigen ist. Danach war ich sehr niedergeschlagen. Ich werde aller Voraussicht nach, bis zur re:publica in Berlin, keinen freien Tag mehr haben.

Ein schnelles Mittagessen im Renert und dann eine Runde Shopping für die anstehende Theaterproduktion.

Und dann war es schon an der Zeit eine vorletzte Dienstrunde der aktuellen Produktion anzuteten. Später saß ich nochmal im Renert auf der Terrasse und genoss endlich ein wenig das schöne Wetter.

Twisted Cat für mich das beste alkoholfreie Bier.

Der hell erleuchtete Stand im Hintergrund ist Teil vom Mäertchen.

Kurz nach 22:00 war ich daheim. Ufffffffff.

Eine Tagesfrage und anderes

Da ist für diesen Europa Tag, der in Luxemburg ja ein Feiertag ist, nichts weiter zu berichten gibt was wirklich erwähnenswert wäre, machen wir zwei kleine andere Dinge. Da wäre erst mal die Tagesfrage:

Mit welcher Persönlichkeit des öffentlichen Lebens kannst du dich am wenigsten identifizieren?

Mit gar keiner. Aber wenn schon danach gefragt wird welche Persönlichkeit am weitesten von mir entfernt ist, ist es wohl The Idiot Trump. (Ich nenne ihn übrigens nur so. Es ist sein ganz persönlicher von mir verliehener Titel.)

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Und wenn wir schon bei aktuellen Persönlichkeiten sind. Es gab da noch einen Umstand, die letzten Tage, weswegen sich hier in Luxemburg heimlich Hoffnungen gemacht wurden, obwohl es sehr unwahrscheinlich war. Es war das erste Mal, dass ein Luxemburger im Konklave mit dabei war. Jean-Claude Hollerich, unser Kardinal, galt in manchen ausländischen Berichterstattungen als einer der Favoriten. Hollerich hatte es aber von Anfang an, in mehreren Interviews, von der Hand gewiesen, dass er für diesen Posten nicht infrage käme. Nicht auszudenken, wenn Luxemburg jetzt auch noch Papst wäre! Dass ist ein Amerikaner wurde, kann man auch als eine politisch motivierte Entscheidung sehen.

Am Abend schaute ich das vom Arte Kanal über eine Malerin, die ich beschämenderweise nicht kannte, Lotte Laserstein. Sie hat wunderbare Portraits gemalt:

Fast wie in alten Zeiten

Es war ein Tag der erstmal sehr ruhig und langsam anfing. Um 11:00 hatte ich einen Termin zum Haareschneiden. Auf dem Weg dorthin sah ich Blümchen aus allen Ecken sprießen:

Da meine Putzhilfe für gewöhnlich am Freitag kommt, morgen aber der Europatag ist, also ein Feiertag, machte ich mich daran einiges jetzt schon im Haushalt in Ordnung zu bringen.

Am späten Nachmittag trat ich eine Dienstrunde an, die wie gehabt verlief, ohne Zwischenfälle.

Auf FB hatte ich gesehen, dass Miss Orey Li im Dipso für die Spring Party auflegen würde. Sie ist eine Freundin aus längst vergangenen Zeiten und sie legt nicht besonders oft auf, aber wenn, dann fliegen die Fetzen. Da ich auch schon seit sehr langer Zeit nicht mehr gescheit tanzen war, dachte ich, dass es mal wieder an der Zeit wäre.

Und es war fast wie in alten Zeiten. Es waren so viele gekommen die ich noch aus den 2000er Jahren kannte, dass ich mich in der Zeit zurück festsetzt fühlte.

Ich blieb vernünftig und versackte nicht bis in die frühen Morgenstunden, sondern war brav kurz nach 1:00 daheim.

Versuchskaninchen & Eigenwerbung

Kurze Zwischenfrage: Gibt es im Medizinstudium ein Pflichtfach, wie man sich eine Sauklaue in der Handschrift aneignet? Werden gar Punkte abgezogen, wenn man zu leserlich schreibt? Warum schreiben MdizinerInnen so schlecht? Is that a thing? Das war heute ein Thema, in meiner Thread Timeline. Es wurden ein paar Handschriften gepostet, die ich bei aller Liebe nicht entziffern konnte.

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Zur Tagesordnung.

Am Morgen war nichts besonderes. Ich fing an das Interview von gestern durchzuhören, weil ich es aufgenommen hatte und nicht aufgeschrieben. Das wird ein schöner Text werden.

Am Nachmittag hatte ich einen Termin mit der G. Es war aber nur kurz und wir zurrten einen Termin fest für nächste Woche.

Ich schaute kurz im Rainbow Center vorbei und dann war es auch schon an der Zeit die Dienstrunde anzutreten.

Die Kollegin brauchte jemand der dem Kopf hinhält, da sie grad an einem anderem Projekt arbeitet. Ich weiß ja selbst wie das manchmal ist, wenn man eine Idee umsetzten will und man grad niemand zur Hand um etwas auszuprobieren.

Resultat:

Das ist NICHT schwarz gefärbt oder eingesprüht. Das wäre nie und nimmer so regelmäßig geworden. Frage an des Publikum: Mit was hat die Kollegin das hinbekommen? Ich bin auf die Antworten gespannt. Kleiner Tipp, das zweite Foto verrät es ein wenig.

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Und da die Tagesfrage grad sehr gelegen kam:

Was tust du, um dich in der Community zu engagieren?

Das ist schnell beantwortet. Ich schreibe vierteljährlich für die Queer.lu. Wer noch nichts von mir gelesen hat was ich außerhalb vom Blog schreibe, sollte hier mal reinschauen.

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Und wenn wir schon bei der Eigenwerbung sind, hier ist ein Interview mit mir im Rahmen einer Sendung in der es ums Scheitern geht. Das Fiasko Fest. (Auf luxemburgisch.)

Dienstag mit Interview

Am Morgen legte ich erstmal eine Runde Haushaltspflichten ein, und das später als gedacht, weil ich nicht besonders gut geschlafen hatte. Danach setzte ich mich mich eine Weile hin und dachte mir Fragen aus, die ich am Nachmittag für ein Interview brauchte, was in der nächsten Queer stehen wird. Nebenbei bemerkt wird es das/die erste Interview/Reportage sein die ich komplett auf luxemburgisch schreiben werde. Das wird auch eine neue Erfahrung.

Gegen Mittag fuhr ich dann los. Das Interview sollte in Esch stattfinden. Da ich wesentlich zu früh da war, wanderte ich ein wenig durch die Fußgängerzone. Sie ist die größte Fußgängerzone in Luxemburg und sorgte über die Jahre für viel Gesprächsstoff. Diese schrägen Eisenträger z.B. mit kleinen Lämpchen zu nächtlichen Beleuchtung dran, wurden schon viel belächelt und sehen heute mit ihrem lila Anstrich noch mehr aus als ob aus der Zeit gefallen wären.

Ich lichtete den Teil ab, der keine Baustelle war.

Das Interview verlief ohne Probleme. Im Gegenteil, es war sehr angenehm und ich habe mehr Material, als ich letztendlich in der Niederschrift verwenden werde.

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Am Abend schaute ich mir eine Reportage auf Arte an über Tiefseetaucher im Mittelmeer. Davon gibt es inzwischen eine ganze Reihe. Es ist immer die gleiche Crew, und es erinnert mich an, da es Franzosen sind, Jacques Cousteau und seine Mittarbeiter. Mein Vater war ein riesiger Fan von ihm und immer, wenn Dokumentationen im Fernsehen gezeigt wurden galt das oberste Gesetz, sich die anzusehen.

Montag mit Konklave

Nein, ich ging nicht mit mir selbst in Konklave.

Von vorn.

Ich erwachte sehr früh, zu früh um schon geschäftig zu werden. Also gab es ein Tasse Kaffee die mit zum Bett wanderte und ich legte mich nochmal hin.

Es gab ein wenig Büroarbeit und eine Wäscheladung, um die ich mich kümmern musste. Es stand ebenfalls ein Dienstbesuch an und eine Runde Einkäufe für daheim. Da ich für beides eh den Wagen nehmen musste, konnte ich auch in einen Supermarkt fahren, der etwas weiter weg lag. Wenn ich die Zeit und Muße dafür habe, erkunde ich gern andere Orte, um meine Einkäufe zu tätigen, die mir ein wenig fremd ist. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass die Cactus Kette immer ein wenig andere Produkte in ihren größeren Supermärkten anbieten, je nachdem wo sie beheimatet sind. So habe ich vor Jahren schon festgestellt, dass es Produkte von Ferrero gibt, die man nur im Süden des Landes findet und nicht anderweitig. 

So fand ich gestern eine Flasche Teppichreiniger mit Bürstenaufsatz von Dr. Beckmann, die ich noch nie gesehen hatte. Hoffentlich kommt die endlich zurande mit ein paar unverwüstlichen Flecken auf dem weißen Teppich im Wohnzimmer.

Am Abend schaute ich mir den Film Konklave*auf Prime an, den ich im Kino verpasst hatte. Zum einen, weil es ja bald mit dem richtigen Konklave losgeht und zum anderen, weil ich sehr neugierig auf den Film war. (Weil ich das Wort so selten gebrauche, war ich überzeugt, dass es die Konklave sei. Falsch. Es ist das Konklave.)

Der Film der auf dem Roman von Robert Harris basiert, hält sich einer Filmkritik nach, eng an die Romanvorlage. Es ist spannend zu sehen, wie es im innersten dieser Versammlung zugeht, denn eigentlich ist das Konklave ja eine streng geheime Veranstaltung. Das lässt aber auch den Schluss zu, dass das, was wir im Film sehen, nur ansatzweise der Realität entsprechen kann. Oder es trifft den Nagel auf den Kopf; man weiß es nicht so genau.

Eine großartige Geschichte mit Intrigen und Verwicklungen, aber auch ein bisschen Klischee, was dem Film aber nicht schadet. Den Schluss finde ich großartig!

(Wenn mir ein Film gefällt, lese ich häufig im Anschluss ein paar Kritiken. Wenn ihr eine lesen wollt, die schlecht geschrieben ist, von einer Person die sich selbst gerne liest / reden hört, dann lest diese hier aus den Filmstarts.)

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Und zum Abschluss gibt es noch eine Tagesfrage:

Was sind deine Lieblingsmarken und warum?

Eine Frage die ich mal wieder so nicht beantworten kann, ohne die Frage selbst zu hinterfragen. Was ist dein Lieblings-was-auch-immer, kann ich zum Beispiel bei Filmen, Musik und Büchern nicht beantworten, weil ich zu viele davon gesehen, gehört und gelesen habe. Es gibt aber augenblickliche Lieblinge. Im Falle von Musik ist das ganz oft der Fall. So gab es vor ein paar Monaten ein Lied von Billie Eilish / Birds of a Feather, dass ich rauf und runter hörte. Es verband sich mit einem Moment des Abschiedes und der Trennung und einer definitiven Veränderung. Ich denke nicht, dass ich diesen Moment explizit hier im Blog beschrieben habe. Aber wenn das Lied noch ab und an im Radio läuft, werde ich an diesen Moment zurück erinnert. Auch bei Büchern kann ich keinen Liebling hervorstreichen. Genauso wenig bei Filmen. Sie kommen und gehen, manche davon bleiben eine Weile länger im Gedächtnis. Andere sind, auch wenn sie gut waren, sind nach einem knappen halben Jahr verschwunden.

Bei Lieblingsmarken setze ich voraus, dass es sich um Dinge handelt wie Bekleidung, Esswaren, Süßigkeiten und, und, und. Ich habe mir lange den Kopf zermartert um eine Marke zu finden und kam zu dem Schluss, dass es nur eine gibt, in einem einzigen Bereich, die ich gerade allen anderen bevorzuge. Zur Zeit bevorzuge ich Camper Schuhe allen anderen Marken, weil sie eine große Auswahl haben und zu jeder Gelegenheit, das passende Schuhwerk. Zudem trifft der Stil genau meinen Geschmack. Es kann aber durchaus sein, dass sich das in den nächsten Jahren ändert. Es hängt von den zukünftigen Modellen ab.

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*Lest im diesem Wiki Link, wenn ihr den Film sehen wollt, die Handlung nicht ganz, denn sie verrät das Ende des Films.

Sonntag mit dreierlei

Der Sonntag fühlte sich insgesamt sehr stressig an.

Ich war zeitig auf, um die Übernachtungsgäste zu verabschieden, weil sie früh los wollten. Es folgte Bett abziehen und eine erste Waschmaschine füllen, bevor ich dann auch los musste.

Der erste Termin war gleich dienstlicher Natur. Eine Übergabe an eine Kollegin, die eine Zeit lang mein linker und rechter Arm war. Der Grund war, weil ich mich nicht in zwei teilen und terminlich nicht alles bewältigen kann. Das ging sehr fix und ohne Probleme von statten.

Kurz nach Mittag stand ich dann bei dem JR auf der Matte der zum Mittagessen geladen hatte. Die A. zusammen mit Blue und jede Menge anderer Gäste waren auch da. Der JR. tischte herrliche Dinge auf. Als erstes gab es eine Brennnesselsuppe mit frischen Brennnesseln aus dem Garten. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal eine gegessen hatte, aber das ist schon ewig her. Anschließend folgten grüne und weiße Spargel mit Vinaigrette, Ei und Parmesan Flocken. Danach gab dreierlei Quiche. Eine klassisch mit Speck, eine mit Artischocke und eine mit getrockneten Tomaten, Ricotta und Spinat. Alles sehr lecker und von Grund auf selbstgemacht.

Auch der eingedeckte Tisch war auch sehr schön ein paar recht altmodischen Dingen die mich zum Teil an früher erinnerten.

Die alten, viel kleineren Weingläser, das Rosenthal Service in dem ein Teil der Teller noch den Aufdruck „US Zone“ im Stempel hatten, die Messerbänklein, die noch viel älter waren und mich an die Bänklein meiner Tante erinnerten, denn sie hatte genau die Gleichen. Ja, sie sind aus Elfenbein und ja, sie stammen aus einer Zeit in der andere Sitten und Bestimmungen herrschten…

Leider musste mich ich zu früh verabschieden denn ich hatte dienstlich zu tun.

Am Abend fiel ich wie ein Stein ins Bett.