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Fressen, Kunst und Puderquaste

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Ein bisschen von allem

Am Morgen zog ich hoch erfreut dieses Buch aus dem Briefkasten das ein kleine Erklärung braucht:

Es ist das Buch zur Vermeer Ausstellung in Amsterdam im Rijksmuseum. Ich hatte es schon einmal kurz angedeutet, dass die Entrittskarten für die Austellung, die immerhin bis Juni geht, binnen drei Tagen ausverkauft waren. Es waren einem Zeitungsartikel nach 145.000 Karten. Das ist der absolute Wahnsinn.
Ich hätte die Ausstellung gerne gesehen.
Was macht diesen Maler so beliebt? Weil man nur sehr wenig über ihn weiß? Weil es keine schriftliche Aufzeichnungen von ihm selbst gibt? Weil seine Bilder für seine Zeit revolutionär waren, was den Umgang mit Licht angeht? Weil es einen fiktiven Roman vom Tracy Chevalier über ihn gibt, der ein Weltbestseller wurde? (Auf ihrer Homepage schreibt sie übrigens darüber und wie sie selbst die Ausstellung besichtigte) Weil die Verfilmung davon ein Welterfolg war?

Darum habe ich mir das Buch bestellt, Es ist das neueste Buch über ihn und ist auf dem letzten Stand der Forschung .

Am Nachmittag fuhr ich kurz in die Alte Heimat um endlich etwas abzugeben das ich schon länger hätte tun sollen, weil ich es von Australien mitgebracht hatte. Ich sah dabei zum ersten mal seit langer Zeit zwei Menschen wieder. Es war für mich eine auch eine Begegnung mit meiner Vergangenheit und ich wurde für einen Moment daran erinnert, dass dass es dieses Jahr schon zehn Jahre her sind dass meine Mutter gestorben ist.

Am Abend hatte die A. zum Abendessen eingeladen. Auf dem Menü stand eine vegetarische Lasagne. Zugegen waren ebenfalls die N. mit Darwin und eine befreundete Nachbarin und Arbeitskollegin die C. war auch da.

Ich überfraß mich restlos, weil es auch noch einen Schokoladenkuchen von der Bäckerei Pascal im Anschluss gab.

Aschermittwochdonnerstag

Eine blöde Überschrift aber das erklärt sich gleich. Das ist überhaupt zum ersten mal dass ich dieses Jahr nur annähernd mit Fasnacht in Verbindung komme , und das kam so.

Ich musste aus Gründen nach Trier. Dort nahm ich den Mittagstisch in der Brasserie mit und das war das Aschermittwochsmenü, was mich zu Anfang so verwirrte, dass ich den Kellner fragte ob Mittwoch ist. Nein es war Donnerstag.

Es gab eingelegte Heringe auf vier verschiedene Arten:

Einmal klassisch mit Zwiebeln, einmal mit Apfel, einmal scharf mit Paprika und Pfefferkörnern und einmal mit Curry und Ananas. Letztres schüttelte mich einmal kurz weil es mich an so gruselige Dinge wie Toast Hawaii erinnerte, es war aber ganz ok, weil kein Stück Ananas auf dem Teller war.

Für den Rest des Tages zupfte und zerrte man an mir per Telefon für kommende diverse Arbeitsdinge dass mit schwindlig wurde und ich hoffte dass ich keine Termine übereinander gelegt hatte. Am Abend wollte ich mir irgendwas belangloses im Fernsehen ansehen, denn für mehr reichte es im Kopf nicht mehr, doch alles machte mich nervös. Also ging ich früh zu Bett.

Arbeitstage & eine Fotolovestory

Es ist wie immer. Wenn diese Tage anstehen wird es ruhiger hier. Aber dafür gibt es für alle Blue Fans eine Fotolovestory.

Sie wurde fotografiert als ich mit der A. nebenan im Max & Moritz war. Ich war schon seit Jahren nicht mehr dort gewesen. Es ist inzwischen ein Restaurant mit Cocktailbar geworden. Vom Restaurant war ich damals nicht begeistert. Es schmeckte so so la la und es war dafür zu teuer. Doch die Mutter der A. meinte, dass sie vor kurzem dort war und es besser geworden wäre.

Und in der Tat es ist wirklich besser geworden. Unten der Absacker nach dem Essen. Ein Espresso Martini:

Ich… will… auf… den… Arm!
Jahaaa, ich kuck ja in die Kamera!
ICH…WILL…KÜÜÜÜSSCHEN! Und das möglichst MITTEN in die Brille!
Nein, ich halte nicht still!
Ich kann auch mein ‚tödliches‘ Gebiss zeigen

Dabei kann sie so lieb sein und zum Beispiel, sich hübsch neben dem neuen Pouf der A. platzieren, der aussieht wie ein Stein, damit man ein Gefühl für die Größe bekommt.

Das Wochenende

Der Samstag begann mit einem Kaffee in Torino und einem später einem Gang über den Wochenmarkt wo ich schöne Bergamotte Zitronen fand.

Anschließend ging es auf die die Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für den J. der für den Abend ins Dipso geladen hatte. Ich setzte ihm einen Präsentkorb zusammen.

Weil ich wusste dass es spät werden würde, legte ich mich am Nachmittag kurz hin.

Es war ein schöner Abend an dem so mancher illustre Gast geladen war, auch ein paar, die ich kannte aber noch nie persönlich getroffen hatte.

Es gab Raclette mit Kerzenstöfchen. Eine Methode die ich übrigens sehr schätze weil es seltsamerweise nicht so stark nach Käse riecht am Ende und man daheim im Anschluss nicht alle Klamotten zum lüften auf den Balkon hängen muss.

Und strahlend in der Mitte das Geburtstagskind rechts hinter mir.

Es war ein sehr ausgelassener Abend an dem ordentlich getanzt wurde. Im Bett lag ich gegen 2 Uhr morgens. Huch!

***

Den Sonntag dann verbrachte ich komplett daheim mit lesen, ein wenig schreiben, was mir aber nicht so richtig gelang und ein wenig Recherche für die Aufzeichnung der Sendung am Mittwoch.

Ich viel recht früh ins Bett.

Schmuddelwetter

Ich hätte nicht wenig Lust nur die Überschrift zu posten. Aber ok. Ordnungshalber…

Ich hatte mir am Abend davor Pasta gekocht mit frischen Champignons und die lagen mir aber schwer im Magen. Aber schlafen ging dann doch einigermaßen.

Inzwischen bin ich, denke ich, mit dem Jetlag durch. Ich erwachte um 6:00 Uhr, drehte mich noch einmal um und schlief weiter bis 7:00 Uhr

Es gibt für heute wenig zu berichten weil ich auch wieder an anderen Dingen schreibe, über die ich irgendwann berichten kann, nur jetzt noch nicht und das braucht Zeit und viel Gehirnschmalz.

Irgendwann war es mir dann doch zu viel und ich zog los in die Stadt. Renert. Ein Gin Tonic.

Es war genau das Richtige!

Am Abend mit der A. und der N. zu einem baskischen Spanier, la Taperia.

Nun muss ich sagen, dass ich, der nun das Baskenland zumindest von der französischen Seite her sehr gut kennt nichts speziell baskisches an dem Restaurant entdecken konnte. Es waren ein paar Namen auf der Karte anders die Tx… begannen, aber mehr auch nicht. Die Tapas hießen immer noch Tapas und nicht Pintxos, was aber nicht heißen will dass es nicht lecker war.

***

Nur um euch mal etwas zu zeigen das ich so auch noch nie gemacht habe. Nicht im meinem früheren Leben als Friseur und auch nicht als Maskenbildner, obwohl ich da schon viel Seltsames gemacht habe. Mickey Da Barber folge ich schon seit einer Weile. Und das hier sieht sehr gut aus. Man glaubt es kaum, aber es ist der gleiche Typ:

Donnerstag ohne Smartphone

Das war schon seltsam und ein bisschen doof weil ich keine Fotos machen konnte. Aber die Übung an sich war gar nicht so schlecht.

Am morgen machte ich mich auf nach Saarbrücken wegen Arbeitsdingen. Unterwegs merkte ich erst dass das iPhone daheim liegen geblieben war, als ich aus der Tiefgarage kam. Na gut, dann muss es auch ohne gehen. Die Aufladekarten für den Wagen hatte ich eh bei mir, denn hin und zurück nach Saarbrücken reicht es dann doch nicht so ganz mit einer Ladung. Ich muss ein klein wenig dazwischen aufladen, wenn auch nicht sehr viel. Das einzige was in Saarbrücken Zentrum wirklich nervt, ist die geringe Zahl an Ladestationen. Und die wenigen die da sind, sind immer besetzt, entweder durch andere E-Autos oder durch Benziner die da gar nicht hingehören. Könnten wird da mal bitte einführen, dass es saftige Strafzettel gibt, so wie wenn man sich auf einen Behinderten Parkplaz stellt? In Luxemburg sind wir da mit 50€ mit dabei und wenn mich nicht alles täuscht gehen auch Punkte flöten.

Zu Mittag ass ich im Alex, das diesmal wirklich nicht lecker war. Es war ein Topf voll mit indischer Currysauce, in der fünf winzig kleine Hänchenstücke schwammen. Aus oben genannten Gründen kein Foto.

Als ich wieder zurückfuhr, fuhr ich in Völklingen raus, weil es dort eine Ladestation gibt von der ich weiß, dass sie mit meiner Karte klappt. Und während ich wartete, schaute ich mir die Umgebung an anstatt aufs Handy zu starren und hörte Radio.

Als ich dann wieder daheim war schaute ich auf die Batterie. Ja, ich hatte genau das aufgeladen was ich jetzt noch Rest hatte. Aber besser ist besser.

Am Abend eine der verpassten Folgen von Murdoch.

Mittwoch mit Ausflug

Ach, wie nett:

Graupel! Was für ein scheußliches Wort, morgens kurz vor 8:00.

Der Jetlag verflüchtigt sich langsam. Von 3:30 auf 4:00 und heute wurde ich um 6:15 Uhr wach.

Ich zurrte ein paar Termine für den Rest der Woche fest und machte mich, da Mittwoch auf dem Weg zum Wochenmarkt, den ich aber nicht besuchte sondern ging gradewegs zu Namur, zur Verabredung mit der D.

Sie erzählte mir dass zur Zeit im Amsterdamer Rijksmuseum die bis dato kompletteste Vermeer Sammlung zu sehen ist, die es je gab und das noch bis zum 4 Juni. Aber… es ist schon keine Eintrittskarte mehr dafür zu bekommen! Mist! Die hätte ich wirklich gerne gesehen!

Ich machte später auf und fuhr über die Geenze nach Perl um eine Reihe an Einkäufen zu tätigen an Dingen die ich hier nicht bekomme. Da ich schneller fertig war als gedacht und das Wetter sich gebessert hatte, fuhr nich ein kleines Stück weiter nach Orscholz. Dort gibt es neben der großen Rehaklinik das Hotel Saarschleife an das ich ein paar schöne Erinnerungen habe.

Das Mittagsmenü beinhaltete unter anderem Forellenfilets mit geschmorter Gurke und Coucous.

Anschließend nachte ich einen Spaziergang hinunter zur Aussichtspunkt über die Saarschleife und beging zum ersten mal den Baumwipfelpfad. Ich war vor ein paar Jahren schon an der gleichen Stelle gewesen und hatte sehr schöne Fotos gemacht, aber nicht von der oberen Platform. Ich zahlte den stolzen Preis von 12,50€ und ging los.

Das Wahrzeichen des vorletzten Kulturjahres

Das Aussichtsturm sieht von unten, so hatte ich es vom letzten Mal in Erinnerung, nicht so spektakulär aus, als wenn man darauf steht. Man ist ganze fünf Stockwerke über den Baumkronen. Es wehte kein Wind aber der Turm wackelte dann doch ganz schön durch die Besucher die hoch und runter gingen.

Als ich wieder unten war ging ich zurück durch den Wald zum Wagen und dachte mit Wehmut an Tante Gritty, durch die ich diese Gegend überhaupt kennengelernt hatte. Plötzlich war sie mir so gegenwärtig wie schon lange nicht mehr. Sie kam über mehrere Jahre hinweg nach Orscholz zur Kur in die Rehaklinik. Ich besuchte sie dann dort ein paarmal. Durch sie lernte ich das danebenliegende Hotel kennen. Ich war mit ihr mehrfach in der kleinen Stadt Mettlach, da es dort ein gewaltiges V&B Porzellan Geschäft gibt. Ich habe immer noch Teile von dem Geschirr was sie mir damals gekauft hatte.

Am Abend früh zu Bett mit der Hoffnung dass es keine Auswirkungen auf den Jetlag hat.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Der Jetlag hält sich wacker. Ich war aber erst um 4:00 Uhr wach nicht schon 3:30 Uhr. Da heute ein Arbeitstag war und sonst nichts Blogwürdiges passierte, mache ich etwas anderes.

Was packt man in den Koffer wenn man zwei Monate oder länger unterwegs ist? Ich habe die Erfahrung mehrfach gemacht und muss sagen, dass es da ein paar Grundregeln gibt.

Ich sah in Australien ein älteres Ehepaar am Flughafen mit zwei gewaltigen Koffern, zwei kleinen Koffern plus zwei größeren Taschen. Da ich hinter ihnen in der Schlange zum einchecken stand und die beiden sich angeregt mit einem Paar vor ihnen unterhielten, wusste ich dass sie für zwei Wochen in Urlaub fahren zur Schwester der Frau. Ich fragte mich ehrlich, ohne jetzt alle Umstände zu kennen, was alles im den Koffern drin ist, wenn sie nur für zwei Wochen verreisen und dann auch noch privat untergebracht sind. Ich stand dahinter im meinem kleineren Koffer samt einem kleinen Rucksack und das reichte voll und ganz für zwei Monate! (Und jetzt da ich wieder hier bin, bin ich der Meinung dass ich noch zu viel mithatte.)

In dem Zusammenhang kam mir eine Diskussion in den Sinn, die ich mal mit der A. hatte was Kofferpacken angeht. Sie meinte nämlich, dass Frauen es in der Hinsicht schwerer haben als Männer, weil sie mehr einpacken müssen. Ich halte das schlichtweg für falsch.

Ich denke man muss sich grundsätzlich von der Idee verabschieden jeden Morgen, wie daheim vor dem Kleiderschrank, eine Auswahl je nach Gemütslage zu haben. Wenn man den Koffer mit der Grundüberzeugung packt, endet es in einem Desaster.

Ich packe den Koffer für maximal zehn Tage. Das bedeutet dass ich mich zehn Tage lang anziehen kann ohne zwischendurch waschen zu müssen. Im meinem Fall ist das Unterwäsche und kurze Socken für zehn Tage. Aber auch hier empfiehlt es sich genau hinzuschauen. Wenn Boxershorts, dann sehr dünne, am besten sind kurze knappe Slips, Tangas, oder wer mag, Jockstraps. Je weniger Stoff umso besser. Das hat nichts mit sexy zu tun sondern mit Platzsparen und Gewichtsreduzierung. Bei Socken ist es das gleiche, dünne leichte Sommersöckchen.

Schuhe. Ein leidliches Thema. Aber auch hier reichen drei Paar, also eines an den Füßen und zwei im Koffer. Ich hatte sogar diesmal nur zwei Paar, also nur ein Paar im Koffer. Das waren Flip Flops. Das andere Paar war ein paar hybride Turnschuhe die aber auch für etwas sportlichere Straßenschuhe durchgehen konnten.

Kleidung. Jetzt wird es spannend. Zehn Oberteile, zwei Shorts, zwei lange Hosen. Da machte ich diesmal den Fehler und nahm zu viel an Hosen mit. Ich hatte drei Shorts und drei lange Hosen ohne die, die ich anhatte. Das waren zwei wenn nicht drei Teile zu viel. Der Trick ist, dass farblich alles kombinierbar sein muss. Also alles eher neutral halten, nichts sollte zu fancy sein. Die Oberteile waren T-Shirts, Polohemden und drei klassisch kurzärmelige Hemden mit Knopfleiste. Auch hier empfiehlt es sich genau hinzuschauen, was die Stoffe angeht. Nichts das extrem knittert oder zu dick im Stoff ist. Für schlechte oder kältere Wetterverhältnisse hatte ich den regenfesten K-Way mit, eine Fleece Jacke und eine dünne Cashmere Jacke. Die Fleece Jacke hatte ich immer bei Flügen an weil sie über mehrere Taschen verfügte und ich alles wie Pass, Handy und Boarding Pass darin griffbereit hatte. Dann noch eine Badehose und ein Kimono Schlafanzug.

Kulturbeutel hatte ich zwei, wobei einer die Reiseapotheke war. Auch hier wieder Reduktion auf ein Minimum. Barttrimmer, Gesichtscreme, Sonnenschutzcreme und zwei Seifenstücke für Haut und Haar. Zwei Stück weil ich mit einem Stück ungefähr einen Monat auskomme. Wer unempfindlich ist kann auch auf die Seife ganz verzichten und auf die Seife im Hotel zurückgreifen die im Zimmer liegt. Ich tat das auch je nach Hotel und was sie zur Verfügung stellten. Ein kleines Taschenmesser mit Schere, Nagelfeile, Pinzette Zahnstocher und ein Nagelclipper. Zahnbürste und Zahncreme Konzenztrat, weil die Tube kleiner ist und ich eh sehr sparsam damit umgehe. Eine Mini Haarbürste, Haarwax und/oder Haarpumpspray. Und dann darf ein Duftwasser bei mir nicht fehlen. Reisefön braucht man eigentlich keinen, denn in Hotels ab drei Sternen müssen sie einen zu Verfügung stellen, sonst hat es keine drei Sterne.

In der Reiseapotheke waren Ibu, Paracetamol, etwas gegen Durchfall und Verstopfung., Augentropfen für trockene und leicht entzündete Augen (Klimaanlage) ein paar Pflaster, Desinfektionsspray und ein paar Blasenpflaster. Rei in der Tube zum Waschen. Und weil das halt immer noch akut war, ein Schnelltest Set.

Ich hatte noch mit ein dünnes Strandtuch eine Strandtasche, die zwischendurch als Dreckwäschebeutel diente und einen Minirucksack, wenn ich auf Erkundungstour war.

Der Koffer auf der Waage hatte dann um 17-18 Kilo.

Im Rucksack waren sämtliche Papiere, Pass, Geldbeutel, Laptop, Ladegeräte, Powerbank, Kabel, Handy, was zum lesen und für den Notfall, wenn der Koffer mit den vielen Flügen irgendwo hängenbleibt, ein T-Shirt, eine Unterhose und eine Zahnbürste.

Ich fühlte mich mit alledem gut versorgt. Ich war nie over- oder underdressed, auch nicht für die besseren Gelegenheiten in edleren Restaurants oder in meinem Fall, als ich die Oper in Sydney besuchte.

An jedem neuen Ort, war die erste Aktion die Wäsche der letzten Tage entweder selbst zu waschen oder abzugeben. Da ja alles frei kombinierbar war, hatte ich nie das Gefühl nicht ordentlich angezogen zu sein, selbst dann wenn über die Hälfte der Klamotten gewaschen wurden oder in der Strandtasche waren und nicht zur Verfügung standen. Und wer mich kennt, weiß dass ich darauf großen Wert lege.

Wenn man unterwegs etwas schönes findet, ein Hemd zum Beispiel, MUSS ein anderes Teil den Koffer verlassen. Bei mir war das dreimal der Fall, wobei ich einmal schummelte. Zudem soll und muss man jeden Kauf hinterfragen, ob es das wirklich Wert ist, denn man ist am Ende nur der Gelackmeierte, weil man bis zum Ende der Reise das Zeug selbst schleppen muss. Immer bedenken, jedes Gramm zählt. Für die Lieben daheim kaufte ich kleine Dinge die kaum etwas auf die Waage brachten und sehr wenig Platz wegnahmen. Nun ist es aber auch nicht so, dass man sich nicht ausschließlich damit beschäftigen soll. Dann macht es keinen Spaß mehr. Ich hatte mir ja auch den großen Porzellanschädel gleich zu Anfang gegönnt und war mir bewusst dass ich den lange schleppen müsste. Aber dann zieht man es auch konsequent durch.

Ich hoffe dass ich nichts vergessen habe. Ich habe versucht es so allgemein wie möglich zu halten. Natürlich hat auch jeder seine ganz individuellen Bedürfnisse an Dingen, auf die er nicht verzichten mag oder kann. Und bitte fragt mich nicht nach Tipps wie man den Koffer für einen Ski- oder Winterurlaub packt. Ich war in meinem Leben noch nie in so einem Urlaub.

Für Fragen und Anregungen sind die Kommentare da.

Der erste Montag

Tja, so einfach läßt sich der Jetlag dann doch nicht überlisten. Ich saß um 3:30 hellwach im Bett. Das hatte aber zur Folge dass ich ein ungewöhnliches Naturschauspiel sah. Gegen 4:00 Uhr ging ein Meteorit im Westen nieder und ich sah ihn. Zuerst dachte ich es sei ein explodiertes Flugzeug und ich machte mich darauf gefasst, nachdem es hinter dem Horizont verschwunden war, dass ich einen dumpfen Knall hören würde, doch es blieb still.

Ich musste ein wenig suchen doch die Kronen Zeitung hatte den Asteroiden verzeichnet und es deckt sich mit dem was ich sah. Ich dachte nämlich er würde in Belgien niedergehen doch es war noch Stück weiter oben im Ärmelkanal.

Es wurde dann notgedrungen ein langer Morgen, an dem ich ein wenig dem hinterher las was ich die letzte Zeit logischerweise nicht tat.

Gegen 10:00 fing ich an Telefonate zu führen wie es die nächsten Tage arbeitsmäßig aussieht. Langsam werden die Zügel angezogen. Am Nachmittag machte ich Einkäufe und stelle dabei erstaunt fest dass ich das Auto mit der regulären Karte an der Aufladestation nicht laden konnte. Ich musste eine von europäischen Karten nehmen. Später rief ich dann bei Chargy an und in der Tat, die Karte war gesperrt wegen einem internen Fehler. Ich schickte ein Paket nach Berlin worüber sich jemand sehr freuen wird.

Aber späten Nachmittag ging es mit der A. und Blue in den Park, die sich riesig freute ihren Joël wiederzuhaben:

Doch als ich zurück zur Wohnung ging und die Sonne weg war, fing ich an zu frieren.

Das letzte Foto vom Abend, weil die Lift und der Himmel so klar war, oben Jupiter und unter Venus:

***

Ich folge schon recht lange der Katie auf Youtube die Upcycling Videos von Klamotten macht. Das Projekt 333 das sie zur Zeit sehr konsequent durchzieht beinhaltet ein Kleidercapsule herzustellen in der man sehr limitiert eine Klamottenanzahl versucht durch ein Saison zu kommen. Alles muss und soll kombinierbar sein. Aber schaut euch die Videos an, sie erklärt das viel besser als ich.

Das brachte mich auf die Idee darüber zu schreiben wie man Koffer für lange Reisen packt und wie ich das handhabe. Aber das folgt dann morgen.

Die Mitbringsel & Generation Art Ausstellung

Mit Ausnahme des Poloshirts hatte ich auf der Reise vieles nicht gezeigt was die Mitbringsel angeht. Hier ist der Rest:

Da wäre der Totenkopf aus Porzellan den ich in Hobart im MONA kaufte und sehr viel Platz wegnahm. Aber er hat die Reise gottlob gut überstanden. Dann das Shirt mit Alice in Wonderlad das ich mehrfach in den Dangerfield Läden gesehen hatte. Als ich ihn dann auf einer Schaufensterpuppe sah mit schwarzem Hemd darunter war klar, dass ich es kaufen musste. Das schwarze T-Shirt mit dem Pride Logo gab es auch dort und ich werde mir das für die Pride hier im Sommer aufheben. Das Brillenetui stammt aus Canberra. Dort sah ich dass meines den Geist aufgegeben hatte und ich ersetzte es durch eines mit Aborigenee Muster. Die Flasche oben rechts mit der Holzkiste ist von dem C. aus Auckland. Es ist Gin mit Apfel und Saffran. Er wird die nächsten Tage probiert. Ich fand auch wieder von Sukin die mattifying Lotion, die ich sehr vermisst hatte. Die blaue Falsche Aeroguard rechts daneben ist das beste Mückenspray das ich je hatte. Zwischen den Shirts liegt eine kleine blaue wiederverwendbare Einkaufstasche von der Ausstellung die ich in Auckland besuchte. Die drei kleinen schwarzen Beutel sind Tasmanischer Pfeffer.

Ein Shirt aus der Steve Mc.Queen Ausstellung fehlt auf dem Bild weil es bereits in Wäsche ist. Und dann noch die beiden Tassen die ich für Mumu kaufte. Es war viel Porzellan bzw. Steingut mit dabei, was aber alles heil ankam.

Ich erwachte um 8:00 Uhr. Sehr gut! Ich scheine den Jetlag überlistet zu haben. (Little did I know, kann ich jetzt schon verraten) Ich schrieb den Beitrag von gestern fertig und fing an mit diesem hier mit dem Mitbringseln.

Am frühen Nachmittag kam die D. Große Wiedersehnsfreude. Wir hatten zwar regelmäßig während der letzen Zeit immer miteinander telefoniert, aber sich live zu sehen ist dann doch was anderes.

Wir fuhren nach Dudelange ins Pomhouse. Dort war vor kurzem die Ausstellung eröffnet worden der drei Finalisten des von Generation Art.

Und ich war… enttäuscht. Er gab nur ein Kandidat der drei der mir wirklich gefiel. Die anderem zwei waren von dem was sie ausstellten nicht wirklich eine Überraschung. Sie haben wirklich die Gelegenheit verstreichen lassen um etwas außerordentliches zu produzieren. Denn die Chance eine Ausstellung im Pomhouse zu haben, werden sie so schnell nicht wieder haben.

Wieder in der Stadt gingen wir zum Renert der ausnahmsweise am Sonntag geöffnet hatte, weil sie ihren winterlichen Pastatag hatten. Da ich aber spät gefrühstückt hatte, hatte ich keine Lust auf Pasta. Stattdessen verspeisten wir ein Baba au Rum.

Wieder daheim kümmerte ich mich weiter um die Wäsche aus dem Urlaub und machte früh Schuss. (Was ein Fehler war, aber darüber morgen mehr)

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