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Fressen, Kunst und Puderquaste

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Von Wellington nach Christchruch

Nur mal so zwischendurch ein Foto vom Koffer, den ich mit Aufklebern personalisiert habe aus einem einfachen Grund. So finde ich ihn leichter auf dem Gepäckband wieder. Vor allem dann wenn ich müde bin und der Flug lang war. Als ich zum Beispiel in Melbourne landete, war ich leicht groggy und ‚gepäckblind‘. Es rollten hunderte von Koffern an mir vorbei und das gleiche Modell wie meiner von Samsonite sah ich noch ein- oder zweimal. Dass aber jemand auch eine Möhre und Tiger als Aufkleber hat ich höchst unwahrscheinlich.

Am Flughafen nach der Landung nutzte ich zum ersten mal eine sogenannte Pick up App. Ich stand nämlich am Taxistand und da standen drei unbemannte Taxis. Nett.

Olacabs hatte der C. mir bereits in Auckland empfohlen. Ich wollte damit schon in Wellington zum Flughafen fahren aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund wollte die App mir kein Wagen schicken… In Christchruch klappte es dann auf Anhieb.

Christchurch ist flach im Gegensatz zu Wellington. Nachdem ich eingecheckt hatte, erkundete ich ein wenig die Umgebung einfach auf gut Glück. Huiii, das ist sehr anders hier. Der erste Gedanke war, „ hier sieht es aus wie auf dem Kirchberg! Das wird gewöhnungsbedürftig.“

Doch mann muss auch wissen, dass die Stadt sehr zerstört war nach dem fatalen Erdbeben 2011. Es ist sehr wenig von der alten Bausubstanz vorhanden. Es ist alles neu und für meinen Geschmack nicht unbedingt schön, sondern funktionsorientiert. Ich mag mich auch täuschen und vielleicht ändert sich meine Meinung ja.

Es gibt hier jedoch zwischen all den modernen Gebäuden eine alte Tram. Schön.

Ich denke dass ich mir hier die Sehenswürdigkeiten etwas mehr ergooglen muss. Es ist nicht so offensichtlich. Im Hotelfernsehen gibt es ein Kanal mit mit einer Endlossendung über alles sehenswerte der Stadt.

Am Abend ein Steak im Hotel.

Schmeckte erstaunlich gut sogar dei Bearnaise. Dazu ein Sauvignon blanc. Aber im Wein bin ich in Neuseeland noch nicht ein einziges mal enttäuscht worden.

Wellington: Rundflug & Weta Workshop

Das Leben geht in der Heimat weiter und hört manchmal auch auf. So las ich heute in der LW, dass ein Schulfreund von mir verstorben ist.
Adieu Tommy…
Früher machte ich mich halbwegs lustig über meine Großmutter Thérèse, die jeden Tag als erstes die Todesanzeigen in der Zeitung aufschlug.
“ Fir d’éischt gëtt gekuckt wien alles net méi mam Caddy duerch de Cactus fiert.“
Ich mache es heute fast genau so…

***

Heute fand er nun endlich statt, der Rundflug, den ich bereits gestern machen sollte, der jedoch wegen den Wetterbedienungen ausfiel.

Im Hafen, wo sich auf der Start- und Landeplatz des Hubschraubers befindet, stand ein Kreuzfahrtschiff kleineren Kalibers am Pier:

Ich zeige das Boot absichtlich denn man wird es gleich noch einmal sehen.

Es war WOW! Man kann sich echt an diese Art von Fliegen gewöhnen. Das war mit Sicherheit nicht zum metzten mal!

Das Kreuzfahrtschiff von oben
…und hier ist auch mein Hotel darauf.

***

Das hätte ich gestern posten sollen. Aber glücklicherweise ging alles glatt mit dem was ich eigentlich für heute vor hatte.
Weta Workshop sind die Filmstudios und Werkstätten, die bekannt wurden durch die Filme von Peter Jackson, allen voran die Herr der Ringe Trilogie. Ich hatte eine größere Tour gebucht.
Zuerst ging es durch die Werkstätten (die Ausstellungsräume davon) in denen alles mögliche an Prothesen, Kostümen, Figuren, Waffen hergestellt werden. Fotos machen war dort nicht erlaubt. Überhaupt waren sie in dieser Hinsicht sehr hibbelig, da sie auf all diese Requsisten keine Bilderrechte haben. Aber ein paar Sachen durften wir dann doch ablichten.

In einem Raum begegneten wir auch einem der großen Erfinder der unter anderem an King Kong arbeitete:

Er war dabei ein Skelett eines riesigen Vogels zu erstellen, der entweder als neues Ausstellungsstück für ein Museum kommt oder er gehört zu den neuen (das ist meine Vermutung) Avatar Verfilmungen. Avatar 2,3,4 und 5!!!

Dann zeigte man uns die Studios der abgedrehten britischen Comic Serie Thunderbirds. Sie basiert auf einer alten Serie die in den 60er Jahren mit Marionetten bereits verfilmt wurde. Man zeigte uns wie man quasi aus Schrott das ganze Set gebaut hat, und in dieses Set anschließend die Figuren per Computeranimation hinzufügte.
Anschließend gab man uns noch Zeit durch den Shop zu schlendern.

Vor der Tür des Shops sah ich ihn…

…und jetzt ich habe einen neuen Freund. 🙂
Ist es nicht süß?

Und das war auch schon der letzte Tag in Wellington. Morgen geht es weiter nach Christchurch.

Wellington: Nieselregen, Museum, Schmuck & Leffe

Die Überschrift klingt etwas konfus.

Nieselregen:

So fing der Tag an und machte eine Unternehmung auf die mich sehr gefreut hatte, zunichte.
Der Nieselregen hier ist wirklich tückisch. Man glaubt man kkönnte es ohne Regenschutz schaffen, doch letztendlich ist man nass bis auf die Haut. Und wenn man konstanter Brillenträger ist, so wie ich, sieht man gar nichts mehr.

Also nutzte ich die Gelegenheit und ging noch einmal ins Museum Te Papa.

Es war brechend voll. Ohrenbetäubendes Kindergeschrei. Die Neuseelaänder gehen gerne mit ihren Kindern ins Museum, weil es einerseits (zum Teil) freier Eintritt bedeutet und man die Kinder über Stunden hin mit lehrreichem Zeug beschäftigen kann.

Doch ein paar interessante Dinge kann ich euch zeigen. Die Kanone stammt von der berühmten Endavour mit der Kapitän James Cook einst die Gegend erkundete und eroberte. Sie lag lange im Meer und war unter anderem eine der Kanonen die, weil das Schiff gestrandet war, über Bord geworfen wurde, damit es wieder Auftrieb bekommt. Das glückte auch.

Die gewaltige Maori Schnitzerei konnte ich nur vom dritten Stockwerk ganz aufs Bild bekommen.

In der naturhistorischen Sektion, von dem ich oben schon ein Foto zeigte, war auch ein sogenannte Gastroptychus spinifer.

Es gibt in Wellington recht viele Juweliere, bei denen ich oft ins Fenster geschaut habe um etwas zu finden was ich für mich als Souvenir kaufen könnte. Im Laden des Museums wurde ich fündig.

Maori Schmuck aus grüner Jade. Es gibt sie auch als Massenware an jedem Souvenirstand, (wobei der Ursprung und das Material dann sehr zweifelhaft sind) doch diese hier hat ein Zertifikat und ich weiß auch den Namen des Künstlers.

Abendessen dann, weil keine Lust hatte weit zu laufen, nicht weit vom Hotel entfernt in einem, man staune, belgischen Lokal. Leuwen. Ich hatte Lammbraten bestellt:

Und wenn schon ein belgisches Lokal dann ein Glas dunkle Leffe dazu, die ich schon ewig nicht mehr getrunken hatte. Es schmeckte alles hervorragend.
Doch leider auch hier, wie in vielen anderen Lokalen in Australien als auch in Neuseeland war die Bedienung am Tisch alles andere als optimal.
Das erklärte mir vor zwei Jahren der Chefkoch Philippe in Melbourne. Der Beruf des Kellners kann man hier nicht als Beruf mit Ausbildung erlernen. Die meisten kellnern so nebenher und/oder als Übergang. Das merkte man leider auch im Leuwen. Das muss nicht immer so sein, es fällt nur extrem auf, wenn man ein europäisches Lokal besucht und nicht den selben Standard vorfindet.

Und morgen dann hoffentlich, das Ereignis auf das ich heute wegen dem Wetter verzichten musste.

Wellington: Cuba Street & Beehive

Eines noch vorweg, das ich erst gestern erfuhr. Ich habe (bzw. hatte) sehr laute und geräuschvolle Nachbarn. Wenn sie sich ins Bett warfen wackelte mein Bett im Zimmer daneben mit.
Irgendwann später in der Nacht wackelte mein Bett wieder und ich gab den Nachbarn die Schuld, doch es war, wir ich am Morgen erfuhr ein Erdbeben.
Das ist nichts ungewöhnliches hier, der Boden wackelt hier häufig, doch es erklärt auch so einiges in der Stadt, was mir bis dato ein Rätsel war. Aber dazu komm ich noch.

Ein ruhiger Tag der mit einem Spaziergang anfing zum Beehive. Der Bienenstock, ist das Parlament des Landes.

Man kann das Gebäude auch besichtigen. Doch ich ließ mir sagen, dass es nur Sinn macht wenn die sogenannten Sessions sind. In den Sommerferien (also jetzt) sind die Abgeordneten alle in Urlaub.

Eine Straße die mir sehr gut gefiel und die man mir auch empfahl, ist die Cuba Street.

Diese Carmen Rupe muss schon zu Lebzeiten eine Icone gewesen sein. Ihre Wiki Seite ließ mich echt staunen.
Dort ließt man auch über eine Ampel die an der Kreuzung Vivian Street / Cuba Street steht, die ich aber nicht gesehen habe. Im gleichen Zusammenhang sah ich aber andere Ampeln:

Maoris als Ampeln. Der Mann in rot, die Frau in grün.

Aber zurück zur Cuba Street:

Das Foto oben wollte ich eigentlich gar nicht zeigen, wegen der Baustelle. Doch es erklärt warum hier und da plötzlich Dinge geschlossen sind die nicht so aussehen als ob sie in Konkurs gegangen wären. Es sind die Erdbeben die, die Gebäude unzugänglich machen und darum werden sie sicherheitshalber geschlossen.

In einer kleinen Seitengasse der Straße fand ich einen Buchladen der mit die Sprache verschlug. Pegasus Books.

Der Laden hat vier Räume und platzt regelrecht vor Büchern. Es ist so eng im Laden das ich zu ersten mal froh war über die Pano Funktion in der Foto App, sonst könnte ich euch die vollgestopften Räume nicht zeigen.
Ich musste mich sehr zusammennehmen um nicht den Rest des Tages dort zu verbringen und noch mehr um nichts zu kaufen. Aber wenn ich hier wohnen würde, ich würde viel Freizeit dort verbringen.

Am Abend dann chinesische Kost.

Das Red Hill hatte ich per Zufall gefunden. Es lag im ersten Stock und von der Straße her hörte es sich sehr belebt an.

Sehr gut auch wenn ich nicht das Gericht bestellen konnte für das sie bekannt sind. Den Hot Pot gibt es erst ab zwei Personen. Auf jedem Tisch stand ein Pot köchlete vor sich hin.

Wellington: Te Papa Tongarewa & Cable Car

Brr, es ist kalt hier. Die Temperaturen steigen tagsüber nicht über 22 Grad, meist liegen sie dartunter.

Nach den Frühstück zog ich los durch die Stadt. Man merkt schon an den vielen Menschen morgens dass Wellington eine Hauptstadt mit vielen Büromenschen ist, die alle seltsamerweise rennen. Wenn man auf dem Bürgersteig kurz innehält um etwas zu betrachten steht man meistens jemandem in Weg der vorbei will.

Am Morgen suchte ich den Cable Car, der in einer winzig kleinen Seitengasse versteckt ist.

9.00$ für eine Hin- und Rückfahrt sind übrigens nicht sehr viel. Das sind nur knapp über 5€.

Der Cable Car selbst ist sehr gut besucht und ich musste für die Hinfahrt stehen. Es geht 120m in die Höhe und ober auf dem Hügel angekommen hat man eine schöne Aussicht über die Stadt.

Auf dem Hügel befindet sich eine kleines Cable Car Museum, ein Observatorium und ein botanischer Garten. Im Observatorium gibt es auch ein Museum das sich aber eher an Kinder richtet. Doch eine schöne Geschichte der Maori gibt dann doch zu hören und zu sehen. Warum scheint die Sonner im Sommer länger und im Winter kürzer?
Wie Maui die Sonne einfing.

Mittagessen ließ ich ausfallen.

Das Museum das mir ich mir unbedingt ansehen sollte und as mir viele an Herz legten war. das Te Papa Tongarewa, oder wir die meisten hier sagen das Te Papa.

Es ist riesig und beherbergt mehrere Museen auf einmal. Das Naurhistorische Museum , das Geschichtsmuseum und und kunsthistorische Museum sind an einem Ort untergebracht. Zudem gibt es dort auch zeitgenössische Kunst. Ich sah mir zwei davon an. mehr schaffte ich nicht.

Eine Wanderausstellung über Alice im Wunderland versetzte mich zurück in meine eigene Vergangenheit als ich in Luxemburg 2002 an einem Musical über Alice arbeitete. (Zurückblätteren im Blog hilft da nicht, da hatte ich das Blog noch nicht)

Es war eine wunderschöne Aufmachung. Es wurden unzählige Filmausschnitte gezeigt von Verfilmungen die ich gar nicht kannte. Die älteste war von 1903. Die Mad Hatter Tea Party konnte man virtuell an einem Tisch erleben.

Eine weitere Ausstellung in der Geschichtsabteilung, war dann um so erschütternder, zumal ich das gar nicht wusste. Ich hatte keine Ahnung dass die Neu Seeländer zusammen mit den Australiern in den ersten Weltkrieg involviert waren und da auch einige Verluste zu beklagen haben.

„Gallipoli, the scale of our War erzählt die Geschichte von einer Schlacht die nicht sehr lange dauerte aber viele Opfer mich sich brachte.

Für die Ausstellung wurde alles an möglicher Technik aufgefahren. 3D Pläne mit Overhead Beleuchtung die das Vorankommen der Truppen zeigten. Nachgebaute Schützengräben, Tonanlagen…
Was mich aber am meisten von Hocker haute, waren die überdimensionalen Plastiken vom Weta Workshop (auf den ich noch einmal in Detail die nächsten Tage eingehe) Die waren so gut gemacht, dass es einem durch Mark und Bein ging. Ich denke dass es aber auch meinem Beruf geschuldet ist, dass ich noch genauer betrachte als andere.

Das reichte mir dann auch mal fürs erste und ich werde mir den Rest des Museums für einen anderen Tag aufheben.

Von Auckland nach Wellington

Das New Chancelor Hotel in Auckland werde ich sicherlich nicht mehr als Unterkunft wählen. Das Zimmer war so an der Schwelle von Ok und Naja. Positiv war die kleine Küchenzeile, der Balkon und die Aussicht auf den Skytower. Das Frühstück aber war eine Zumutung. Ich werde zu Hause nochmal nachsehen was das extra gekostet hat.

Frühstück gab es somit an dem Morgen in einem Sierra am Hafen. Eggs Benedict.

Der C. hatte sich angeboten mich zum Flughafen zu fahren was ich dankend annahm.

Im Flugzeug erzählte mir mein Sitznachbar, ein Lehrer aus Auckland, dass es eine Zugverbindung gibt. Viermal die Woche und sie würde gute 12 Stunden brauchen für die knappen 800km Das erinnerte mich an meine Zugfahrt von Brisbane nach Cairns von vor zwei Jahren…. Dafür gibt es stündlich eine Flugverbindung.

Der Flug dauerte knappe 45 min. Ich sollte beim nächsten mal sehen ob es da nicht eine Zugverbindung gibt. ??? Das nächste Mal ??? Ja und das ziemlich sicher. Aber darüber schreibe ich wenn es in Planung geht.

Einchecken im Hotel und eine erste kleine Erkundung durch die Stadt. Ihr ist es um einige empfindliche Grade kälter als in Auckland. Die Runde fiel somit sehr klein aus.

Abendessen im Saigon, ein vietnamesisches Restaurant. Leider nicht so gut wie ich mir das vorgestellt hatte.

Das Huhn war fade, was ich schon recht erstaunlich fand, denn so aussehen tut es nicht.

Morgen dann die erste richtige Erkundung.

Auckland: letzter Tag

Auckland war ganz genau ein Tag zu lang. Es ist an der Zeit dass ich morgen die Koffer packe und weiterziehe.

Was man mir schon vorab bestätigt hatte ist, dass Auckland nicht Neuseeland ist wie ich es denn jetzt die nächsten Tage kennenlernen werde.

Heute möchte ich heute noch über ein paar kleine Eigenheiten schrieben. So saß ich ja gestern im Restaurant mit dem C. und schaute auf die Speisekarte wo ich nur die Hälfte von dem Verstand was da geschrieben stand.

Chook ist chicken also Hühnchen. Dann gibt es hier Fischarten die man in unseren Breitengraden gar nicht kennt und die jedesmal googeln musste.

Ein anderes Beispiel das ich schon in Australien hörte, hier weitaus weniger, ist Brekkie für Breakfast, also Frühstück.

Eine Werbecampagne von Durex ließ mich auch staunen:

***

Am Mittag schaffte ich es dann doch zu Odettes Eatery die wieder geöffnet hatte.

Frito Misto mit einer Espelette Mayo und dazu Aubergine gegrillt mit Basilikum und ein paar frittieren Kichererbsen. Sehr gut.

Nachtisch, Berry Tart.

Ich hatte selten ein Törtchen bei dem der Mürbeteig so luftig war dass er augenblicklich im Mund zerbröselte, sich in Nichts auflöste und nur den Geschmack hinterließ. Sensationell! Doch beim Anblick des Törtchens dachte ich auch unweigerlich an das Fräulein…

Ich hätte noch ein Museum besichtigen können am Nachmittag, doch wirklich Lust dazu hatte ich nicht.

Ich flanierte noch ein wenig durch die Stadt die sich absolut nicht wie eine Millionenstadt anfühlt. Es ist alles so entspannt hier…

Den Rest des Nachmittages verbrachte ich damit schon mal vorab ein paar Besichtigungen in Wellington auszusuchen und zu buchen denn da gibt ein paar sehr schöne Sachen. Huiiiii!

Am Abend dann noch einmal zum Depot.

Ich hatte, weil es das letzte mal so gut war, noch einmal Skirt Steak.

Ein Stück Fleisch das man in Deutschland kaum kennt, Kronfleisch. In Frankreich und in Luxemburg heisst es bavette. Und die frittierten Zwiebeln sind Sünde pur.

Es gibt auch ein Kochbuch vom Restaurant, das ich wirklich gerne gekauft hätte. Aber ich habe schon eins gekauft und ich kann unmöglich noch mehr Bücher schleppen. Hier also die Daten des Buchs in der Hoffnung dass ich das bestellen kann.

Al Brown / Depot – Biography Of A Restaurant (with Recepies) 2014 / ISBN 978 177553 719 9

Ich muss morgen nicht so irre früh raus wie das letzte mal. Der Flieger geht erst um 14:00 und da es ein Inlandflug ist muss ich auch nur eine Stunde vorab da sein.

Ab morgen dann aus Wellington.

Auckland: Huch, Regen!

Erstaunlich und zugleich beängstigend, dass ich bis jetzt nicht einen Regentag hatte. Somit war gestern der perfekte Tag zum Wale sichten.

Ich bloggte am Morgen wie gewohnt alles weg und sichtete dabei alle Fotos durch. Die Fotos der Delfine waren sozusagen vorprogrammierte Schnappschüsse. Ich haderte ein wenig ob ich nun den Wal, denn ich nur auf Video habe, aus den endlosen Aufnahmen herausschneiden sollte und dabei noch eine weitere Stunde verbringen sollte oder nicht. Ich ließ es bleiben.

Draußen hatte der Himmel sich zugezogen und als ich loszog, fing es an zu nieseln. So einer dieser Sommernieselregen wie es sie bei uns sehr selten gibt. Sehr feine kleine Tröpfchen, aber auch sehr dicht. Meine Brille hätte Scheibenwischer gebraucht.

Ich flüchtete in ein Kaufhaus, durch das ich gestern schon einmal kurz aus reiner Neugierde hineingeschaut hatte. Es fühlt sich ein bisschen wie das KDW an aber kleiner. Das Café in der obersten Etage war gut besucht aber ich bekam Platz. Smith & Caughey‘s hat sogar in der obersten Etage Villeroy & Boch und das ‚Vieux Luxembourg’ steht dort in der Auslage.

In einem anderen kleinen Laden fand ich den bekannten Manuca Honig genau von der gleichen Marke wie ich ihn zuhause habe.

Am Abend dann ein letztes Abendessen mit den C. in Orphans Kitchen. Ein Restaurant das bei C. und seiner Freundin N. schon lange auf dem Programm stand und jetzt war meine Anwesenheit die richtige Gelegenheit das auszuprobieren.
Ich habe es völlig versäumt Fotos zu machen.

Aukland: Walewatching

Da ich seit Beginn der Reise auch wieder ein paar Fotos auf Facebook gesetzt habe, obwohl ich dort schon lange nichts mehr mache, kam heute eine Message, die mir bestätigte, warum ich Facebook wieder meiden sollte.
Ich sollte doch bitte etwas über die armen verbrannten Tiere schreiben.
Weder mein Blog noch meine Facebookseite sind der Ort für Berichterstattung über Themen, die von Journalisten bestens abgedeckt sind.
Und wenn ich drüber schreiben würde, was ich zum Teil auch getan habe, dann über die Feuerwehrleute, die hier im Einsatz für andere ihr Leben gelassen haben. Über Menschen die bei lebendigem Leibe erstickt und verbrannt sind, weil sie nicht schnell genug waren. Über Menschen, die restlos alles verloren haben, denen nur noch Schutt und Asche als Erinnerung bleibt.
Buschfeuer sind nichts Neues in Australien. Es gehen jedes Jahr sehr viele Tiere in der Wildnis daran zugrunde. Nicht nur in Australien, sondern auch in Afrika und Südamerika. Was mir sehr viel mehr Sorgen macht ist, dass diese Buschfeuer mit den Jahren immer größer werden und länger anhalten und immer größere Flächen roden. Auf der Fahrt nach Maria Island zum Ferry, bin an zahlreichen Stellen vorbeigefahren, wo man den Bäumen noch ansah, dass sie in den letzten Jahren im Feuer standen. Und das war ja in Tasmanien wo es zurzeit ruhig ist.
„Aber wir haben ja kein Klimawechsel… gell ?!?!?“

So, können wir nun zur gewohnten Tagesordnung übergehen, bitte? Danke.

***

Am Morgen ging ich auf Empfehlung zu Odette, eine Frühstücksbar, die aber aus unerfindlichen Gründen geschlossen hatte. Da ich eh ein wenig getrödelt hatte mit bloggen und Blogs hinterher lesen, war es schon fast Zeit zum Waitemata Harbour zu gehen. Ich hatte eine Bootstour gebucht.

Und die Walewatching Tour war großartig. Wir sahen mehrfach Delphine und einen Brydewal.

Man erklärte uns, dass das Schiff nich nur ein Touristenboot, sondern auch ein Forschungsschiff ist. So wurde während der Fahrt der Planktongehalt des Wassers gemessen. Dazu wurde eine weiße Scheibe ins Wasser gelassen und man ließ sie soweit hinab bis sie zu dem Punkt, an dem sie nicht mehr sichtbar war. Diese Messung wird jeden Tag an der gleichen Stelle vollzogen und zeigt somit an wie die Schwankungen sind. Zudem wird die Farbe des Wasser angeschaut mithilfe einer Farbskala. Hat das Meer eine eher grünliche Farbe, ist der Planktongehalt hoch.

Und jetzt die Fotos. Ich habe ungefähr an die 200 Stück gemacht. Tiere in der freien Wildnis zu fotografieren ist auch eine Glückssache. Den Brydewal habe ich nur auf Video aber das werde ich ein andermal zusammenschneiden.

Unterwegs begegneten wir der Neuseeländischen Crew des World Sailing Cup beim Training.

Delfine schwimmen sehr gerne mit den Booten mit, nicht weil sie neugierig sind, sondern weil sie durch den Antrieb des Bootes eine Freifahrt bekommen. Sie können dann nämlich so schnell wie das Boot schwimmen, ohne sich anzustrengen. Der Wasserdruck genügt.

Die große Aufregung kam als das wir dem Wal begegneten und dieser fast neben dem Boot schwamm. Plötzlich verfärbte sich das Wasser bräunlich rot. Und dann sahen wir die Crew herumwuseln und der Kapitän bremste das Schiff ab. Es näherte sich dem Fleck im Wasser, der sich schon langsam auflöste und man nahm eine Probe davon.

Stolz zeigte man uns den Behälter:

Das ist Wahlkot. Das letzte mal dass sie eine Probe bekommen hätten wäre vor über einem halben Jahr gewesen.

Da wir sehr weit rausgefahren waren, dauerte die Rückfahrt über eine Stunde. Und das ist die Skyline der Stadt:

Am Abend dann noch einmal ins Depot. Ich hatte wieder großes Glück und bekam sofort einen Tisch, obwohl das Lokal proppenvoll war.
Später fiel ich todmüde ins Bett.

Auckland: Piha & Depot

Ein wunderschöner sonniger Tag. Es ist immer noch ungewohnt, dass ich mit der Heimat 12 Stunden auseinanderliege. Ich erwarte mir nämlich immer prompt Reaktionen auf Posts, doch die sehe ich dann erst am Morgen wenn ich erwache.

Ein Ausflug nach Piha schlug der C. vor. Aber gerne doch!

Google Map

Wie man auf der Karte sieht ein wenig weiter draußen.

Der Sand ist schwarz, das Meer wild und der Strand riesig.

Es war herrlich im Meer zu toben. Mit den Wellen konnte man nicht schwimmen. Wenn man ein wenig rausschwamm wurde man augenblicklich von den Lifeguards (David Hasselhof läßt grüßen) zurückgepfiffen. Und im Gegensatz zur Bondi Beach in Sydney war das Wasser hier recht frisch aber nicht so eisig kalt wie dort.

Diese Blumen werden hier auch Weihnachtsblumen genannt, denn man sieht sie nur zu dieser Zeit. Wie sie genau heißen muss ich nochmal nachfragen.

Man bestaune auch bitte das satte blau des Himmels.

Am Abend ging ich auf Empfehlung in ein richtiges Neuseeländisches Resraurant, das Depot das nur wenige Meter vom meinem Hotel entfernt liegt. Gleich vorweg, das war sehr lecker!!!

Als Appetizer unten links ein bisschen Humus, dann oben das Flanksteak mit frittierten Zwiebeln und Tomatensalat und anschließend ein Triffle mit Pflaumen. Amen.

Der Gedanke an den Skyjump lässt mich nicht los…

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