Mittwoch, Nachtrag zum Dienstag & Tagesfrage

Zwei Dinge die ich gestern nicht berichtet habe.

Zum einen kaufte ich mir eine Aquarell Palette und entsprechendes Papier. Ich folge schon länger einer Youtuberin, die vor allem Aquarell malt. Sie macht das so gekonnt, dass ich richtig angefixt wurde. Ich habe als Kind viel gemalt (heute auch noch, aber mit Schminke) und wollte das mal wieder ausprobieren. Eine schöne Beschäftigung für die langen kalten Winterabende, wenn ich keine Vorstellungen habe.

Zum anderen vergaß ich, darüber zu berichten, dass ich im Rainbow Center war und die neue Quer.lu frisch aus der Druckerei geliefert wurde. Da ich dieses Mal nicht so lange warten will, bis mein Text endlich online erscheint, werde ich hier die nächsten Tage ein PDF einsetzen.

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Kommen wir zur heutigen Tagesberichterstattung. Es war Mittwoch und Wochenmarkt. Ich kaufte ein bisschen Obst, aber das Hauptevent war das Wiedersehen mit dem H. Er kam gestern aus Australien an. Es gab viel zu erzählen. Wir speisten gemeinsam zu Mittag in der Casa Gabriele, wo ich schon länger nicht mehr war.

Im Anschluss fuhr ich mit der D zu mir und wir nahmen noch einen Podcast auf. Jetzt sind die Folgen bis Anfang November gesichert. Ich muss sie nur noch schneiden, aber dafür habe ich nächste Woche Zeit genug.

Am Abend war ich dann wieder dienstlich im Einsatz.

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Die Tagesfrage ist ein bisschen redundant hinsichtlich dessen, was ich schon alles im Blog über mich steht.

Was war das schwierigste persönliche Ziel, das du dir gesetzt hast?

Das schwierigste persönliche Ziel war in dem Sinne schwierig, weil es sehr lange gedauert hat, um endlich dahin zu kommen.

Beruflich war ich nicht von Anfang an Maskenbildner. Ich war Friseur. Dass dies immer nur ein Zwischenziel war, hatte ich mit den Jahren ein wenig aus den Augen verloren. Ich wollte schon Maskenbildner werden, als es den Beruf in Luxemburg so noch gar nicht nicht anerkannt war. Brotlose Kunst! Das war das Argument, das meine Eltern mir immer wieder vor Augen hielten und dass ich irgendwann auf der Straße sitzen würde. Doch mit Anfang 30 bekam ich dann endlich die Kurve. Es war auch der richtige Moment damit zu starten, da sich damals in Luxemburg, die Filmindustrie langsam etablierte.

Eine Tagesfrage

Der Tag war angefüllt mit nachträglichem Herumgerenne, für Dinge, die ich schon längst abgeschlossen habe. Ansonsten war ein ruhiger Tag, der fürs Blog nicht viel hergab. Darum gibt es eine Tagesfrage:

Wer sind deine Lieblingskünstler?

Die, die mich bei der Arbeit nicht in den Wahnsinn treiben und glauben alles besser zu wissen. Das wird übrigens jeder MUA bestätigen.

Aber das ist ein anderes Thema. Der Grund warum ich diese Tagesfrage beantworten wollte, ist weil ich erst gestern erfahren habe, dass Patricia Routledge am 3.Oktober verstarb. Sie war vor allem eine Theaterschauspielerin, doch die breiten Masse kennt sie für die legendäre Rolle der Hyacinth Bucket aus Keeping up Appearences.

Sie war auch eine der Talking Heads von Alan Benett in der Folge A Woman With no Importance. Hervorragende Schauspielkunst und eine recht traurige Geschichte.

Die Ruhe vor dem Sturm

Vielen Dank für all die Rückmeldungen über alle Kanäle vom gestrigen Post. Ich weiß das sehr zu schätzen und es hat mir geholfen manches besser zu verstehen.

Es wird diese Woche hier sehr ruhig werden, weil das Unverblogbare überhand nehmen wird.

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Der Samstag war ein strahlend schöner Sonnentag von dem ich aber nur morgens etwas mitbekam. Den Nachmittag unf Abend saß ich drinnen.

Das Foto des Tages:

Ein Requisitentisch.

Nach Arbeitsrunde ging es mit dem G. ins Le Zai wo ich viele male dran vorbeigefahren bin, aber noch nie drin war. Eine Institution die ich bis dahin nicht kannte.

Noch ein Foto vom Mond am Abend.

Anschließend fiel ich ins Bett wie ein Stein.

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Inwiefern bietet dir harte Arbeit Erfüllung?

Erfüllung bringt die Härte der Arbeit schon lange nicht mehr, wenn sie es denn je brachte. Das Resultat zählt. Wie ich dahin gekommen bin, ist nebensächlich. Zudem ist Härte in meinem Fall wohl das falsche Wort. Es ist eher kniffelig und manchmal sehr kompliziert.

Vor der Abreise

Die erste Mail die ich am Morgen las, war ein weiterer Vorschlag hinsichtlich des Hausputzes im Blog. Mein heißgeliebtes Theme Hemingway, ist nicht mehr auf dem neuesten Stand, schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Aber ich fand ein neues, dass sich Hemingway Rewritten nennt. Ich jubelte fast vor Begeisterung. Sollte ich an meinem letzten Tag, vor der Abreise noch irgendwo ein Stündchen Zeit finden, werde ich es einsetzen. Es sollte sich vom Look her nichts ändern, ich muss nur diverse Dinge noch einmal individuell anpassen.

Die erste Sims des Tages kam von der D. und beinhaltete zwei Fotos.

Jahaaa! Genau da geht es morgen hin!

Am Morgen huschte ich raus und besorgte ein paar letzte Dinge. Meine Sneaker sehen alle aus wie S.. Beide Paare kann ich noch anziehen, für die Arebeit gehen sie noch, aber so für Urlaub und vorzeigbar sind sie nicht mehr. Da ich ja bald Geburtstag habe, nutzte ich die 15% Rabatt bei Geox und schlug in der Cloch d’Or zu.

Wieder daheim, ließ mir mein Blog und mein ungeupdatetes Theme keine Ruhe. Also setzte ich hin und ersetzte alles. Ich denke mal dass jetzt alles noch immer fast so aussieht wie davor, aber im Hintergrund herrscht jetzt wieder Zucht und Ordnung.

Am Abend war ich mit den Bären unterwegs, wir waren nur zu viert. Und wir speisten ausnahmsweise nicht im Lentz, sondern im Grand Café. Aber es ergab erstmal schöne Gespräche und ich lernte zwei von ihnen ein wenig besser kennen. Er wurde erstaunlich spät. Huch!

Und dann wäre da noch eine Tagesfrage:

Wenn du auf ein Wort verzichten müsstest, das du regelmäßig verwendest, welches wäre das?

Da sich meine (deutsche) Sprache über die Jahre, wie bei jedem, stetig verändert, finde ich die Frage interessant. Es müsste also ein Wort sein das ein fest angestammten Platz in meinem Wortschatz hat.

Ich arbeite grad an einem großen Text für nächstes Jahr, in dem es um eine intersexuelle Person aus den 19. Jahrhundert geht und ich musste dort lange überlegen, wie ich das hinsichtlich der Geschichte und der Pronomen angehe. Ich denke, dass ich das ganz gut hinbekommen habe, aber es war nicht einfach. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, würde wahrscheinlich nicht nur ein Wort verschwinden, sondern eine ganze Wortgruppe, nämlich alle Pronomen und Artikel. Ja ich weiß, das ist ein schwerer chirurgischer Eingriff. Aber es würde viele Probleme lösen. Fragt mich nicht wie das aussehen soll, das weiß ich auch nicht. Ich weiß auch, dass es die Pronomen Sier bzw. Xier für intergeschlechtliche oder non-binäre Menschen gibt, aber darum geht es ja nicht nur. Es würde auch der gesamten Genderei ein Ende setzten. Aber damit öffne ich ein weiteres großes Fass und das gehört nicht zur der oben gestellten Tagesfrage.

Ratlosigkeit im Hard- und Software Bereich

Und damit starten wir gleich mit der Tagesfrage.

Hegst du einen Groll? Wogegen?

Oh ja! Zur Zeit hege ich einen gewaltigen Groll gegen den Server meiner Homepage. Nicht später als gestern hatte er die Seite wieder selbstständig abgeschaltet. Ich telefonierte diesmal mit dem Support anstatt eine Mail zu schreiben und bekam sofort einen Techniker an die Strippe. Er wusste sofort um was es sich handelt. Mein Problem scheint also bekannt zu sein. Er erklärte mir dass es ein Rätsel sei warum der Server ohne ersichtlichen Grund meine und eine weitere Homepage immer wieder rausschießt. PHP und Apache sind (zumindest bei mir) auf dem letzten Stand, und es gab in letzter Zeit keine Cyberattaken. Er versprach mir dass es in der nächsten Zeit neue Server geben würde und meine Seite die erste wäre die dann umziehen würde.

Und als ich heute Morgen (also Donnerstag)erwachte, teilte mir Jetpack mit, dass die Seite wieder weg ist. Langsam macht es mich wahnsinnig.

Update: Nach einer eingehenden Recherche schien das Problem an zwei verschiedenen Plugins zu liegen, vor allem an einem das schon seit geraumer Zeit nicht upgedatet wurde. In der Hoffnung dass das Problem war… die Zeit wird es zeigen.

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Was den Mittwoch angeht, hatte ich vor häuslich zu bleiben und diverses am Schreibtisch abzuarbeiten. Ich musste zudem als letzte Pflicht eines Jurymitglieds eine Argumentation schreiben. Ich orientierte mich dabei an den argumentativen Schreiben der letzten Jahre, die aber derart ausgeschmückt und blumig klangen und so gar nicht mein Schreibstil sind. Also erfand ich selbst etwas.

Ich hätte noch andere Dinge erledigen können wenn ich keinen Migräneschub gehabt hätte. Den hatte ich nun wirklich die letzten Wochen alles andere als vermisst! Und damit war der Tag gelaufen.

Verstopfung

Kurz nach dem Aufwachen war mein erster Gedanke wieder der Umstand, dass ich Jurymitglied bin. Ich setzte mich noch einmal hin und überflog sämtliche Entscheidungen und ob ich sie rechtfertigen kann.

Danach ging ich in die Stadt, denn am ersten Montag im September findet auch immer die große Braderie statt. Ein Räumungsverkauf von allen Geschäften der Stadt. Das Renert hatte auch deswegen ausnahmsweise geöffnet, mit einem extra Braderie Menü:

Es war lecker aber gewaltig. Ich schaffte nicht alles.

Mir blieb noch ein wenig Zeit und ich ging hinüber zum Bücherladen Ernster der Bücher zum Kilopreis verkaufte. Ich erstieg folgende sehr dicke Schwarchte:

Was dann folgte war wie eine gewaltige Verstopfung, die raus wollte aber nur zögerlich kam. Man schwitzt und stöhnt und es geht nur mit viel Anstrengung, Schmerz und Geduld. Ich beschreibe hier keine peinliche Sitzung auf dem Klo, sondern eine Besprechung, von der ich hoffte, sie wäre in knapp anderthalb Stunden vorbei, aber sie dauerte fast drei Stunden ohne Pause. Aber ein Erfolg war es dann trotzdem. UFF! Ich fühlte mich wie durch den Fleischwolf gedreht, und sehnte mich seit vielen Tagen zum ersten mal nach einem Glas Wein oder ein Apéro.

Es wurde ein Apérol Spritz im Hotel Parc Belair

Danach fühlte ich mich besser.

Ich war schon lange nicht mehr bei meinem Hauschinesen gewesen. Also auf dorhin! Das tolle an dem Restaurant Räiskär ist, dass sie nebst ihrer recht klein gehaltenen Karte auch immer eine Karte mit neuen Vorschlägen haben. Darauf standen heute Glasnudeln aus Süßkartoffel Stärke, etwas was ich noch nie gegessen hatte.

Sie sind anders als normale Glasnudeln, die bissfester sind. Diese sind eigentlich auch bissfest, aber man hat so ein seidiges Gefühlt im Mund und sie schmelzen zum Teil weg. Ich habe noch nie solche Nudeln gegessen. Die Besitzerin erklärte mir dass es diese Nudeln in China nur bestimmten Anlässen gibt, weil es wesentlich mehr Arbeit ist sie herzustellen. Den üblichen Reis dazu hätte ich gar nicht gebraucht.

Und während ich dort saß, überkam mich eine gewaltige Müdigkeit. Wie kann ein Mensch kurz nach 19:00 Uhr schon so müde sein?

Wieder daheim fiel ich ziemlich steinartig ins Bett. Ab morgen muss ich anfangen Vorbereitungen zu treffen, weil ich Ende der Woche im Flieger sitzen werde.

Die Tagesfrage reizte mich:

Was treibt dir Freudentränen in die Augen?

Vieles treibt mir Tränen in die Augen, aber Freudentränen? Dann muss die Überraschung so überwältigend sein, dass der Verstand aussetzt und mir nichts anderes übrig bleibt, als den Tränen freien Lauf zu lassen. Und das ist äußerst selten.

Zeit vertrödeln

Es regnete und es war am Morgen schweinekalt. Zu kalt zum schwimmen. Wenn ich in St.Jean gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich gegangen, weil das Meer dort vor der Haustür liegt. Der See ist aber eine halbe Autostunde entfernt.

Insgesamt, ein sehr ruhiger Sonntag.

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Ich habe mal wieder zu viel Zeit in den YT Shorts vertrödelt, wenn so viele Videos gleich hintereinander kommen. I ❤️ Lucy Darling alias Carisa Hendrix. Carisa ist Zauberin/Illusionistin bisweilen in der Stage Persona Lucy Darling und ich liebs. Sie arbeitet viel mit dem Publikum und jede Show ist anders.

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Beschreibe eine Gewohnheit, die dir Freude bereitet.

In der Küche zu werkeln und hantieren. Das ist schon eine der täglichen Dinge die ich gerne mache. Das war lange Zeit nicht so. Ich glaube, dass ich die Küchenarbeit erst richtig schätzen gelernt habe, während den Lockdowns in der Pandemie. Sie war etwas vertrautes, was mich ablenkte und bei dem am Ende etwas leckeres heraus kam.

Ein Samstag mit Schwimmrunde & Markt

Das zeigte die kurz nach halb acht:

Ich war überzeugt, dass wenn die D und ich ein klein wenig warten und nicht ganz so früh losfahren, wäre es ein wenig wärmer und wir könnten wir trotzdem schwimmen gehen…

Yep, so geplant, so getan! Es war wie das letzte Mal. Das Wasser war wärmer als die Außentemperatur. 

Wieder daheim waren wir noch schnell pber den Samstagsmarkt. Und auf einen Kaffe beim Renert.

Als ich nach Hause ging, vernahm ich den ersten Sprühregen. Ich zuckte einmal freudig zusammen, nicht, dass ich mich über den Sprühregen selbst gefreut hätte, sondern, weil wir den Morgen so gut genutzt hatten, um noch einmal schwimmen zu gehen, bevor die Regenschauern einsetzen.

Am Nachmittag schüttete es dann, wie aus Kübeln:

Am Abend schaute ich mir einen Science-Fiction Film an, den ich vor ein paar Tagen aufgenommen hatte. District 9. Ein Film unter anderem von Peter Jackson produziert wurde.

Da der Film in Johannesburg spielt, ist er um Längen interessanter, weil es viele Allegorien gibt, die man mit der Zeit der Apartheid zusammenhängen. Das Peter Jackson ihn mit produziert hat, wunderte mich nicht. Er erinnerte mich streckenweise an den Film Brain Dead. Ein lustiger Splatter Film mit Zombies, dem immer nachgesagt wurde, er würde den Weltrekord halten, wegen der Mengen an Kunstblut die dort verwendet wurden. In District 9 wie in Brain Dead geht es um einen Protagonisten, der über sich hinaus wächst. Insgesamt recht sehenswert, aber er hat auch ein paar Längen.

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Was macht dich neugierig?

Alles. Aber da ich keine Katze bin und keine sieben Leben habe, bin ich vorsichtig.

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Ein Regenjacke mit eingebauter Hose? Hä?

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Es gibt eine kleine Umfrage von mir auf Mastodon. Es wäre schön, wenn ihr daran teilnehmen würdet.

Schwimmen & Tagesfrage

Schwimmen, schwimmen schwimmen!

Zugegeben, das Wetter war nicht das beste, aber wir fuhren trotzdem zeitig am Morgen los zum See. Nach den letzten Regentagen hatte ich damit gerechnet, dass das Wasser um einiges kühler wäre. Aber das war es nicht. Es war sogar wärmer als die Außentemperatur. Das war dann auch der ausschlaggebende Punkt erst mal länger im Wasser zu bleiben als geplant. Ach ja, die D war auch mit dabei.

Auf dem Weg zurück, fuhren wir zum Grand Frais, für eine Einkaufsrunde von Obst und Gemüse.

Am Nachmittag recherchierte und schrieb ich weiter über die LGBTIQ+ Adelige aus dem 17. Jahrhundert.

Am Abend traf ich mich noch einmal mit der D. zu einem Apéro in der Innenstadt. Angdacht war ihm beim Wëllem zu nehmen, doch die Bar war zum bersten voll mit schottischen Fussballfans die sich morgen ein Fussballspiel hier anschauen werden. Nun ja.

Abendessen gab es in der Osteria. Vitello al Limone:

Hervorragend gut!

Nebenan fiel die Kinoleinwand vom Open Air in sich zusammen:

Das hatte aber, so erfuhr ich später, mit einer Wetterwarnung von Meteolux zu tun, die Windstöße bis 50km/h vorausgesagt hatten. Das hätte die Leinwand nicht ausgehalten. Doch er Wind kam nicht und so wurde sie kurz vor Beginn der Vorstellung wieder aufgeblasen.

Einen letzten Absacker gab es im Renert und dann ging es auch schon nach Hause. Den Film Plein Soleil mit Alain Delon in der Hauptrolle, wollte ich mir nicht ansehen.

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Welche Traditionen deiner Eltern hast du nicht übernommen?

Das ist eine gute Frage. Ich habe so ziemlich alles nicht übernommen was was meine Eltern traditionell taten. Nicht einmal kleine Rituale oder Dinge. (Ich saß nach dem Satz eine ganze Weile da und überlegte, aber es fiel mir wirklich nichts ein) Es gab auch nicht wirklich welche, mit Ausnahme der traditionellen Feiertage, die aber auch mit dem Jahren und dem Ableben der einzelnen Familienmitglieder, immer mehr abnahmen, bis sie gar nicht mehr stattfanden. Sogar Geburtstage wurden manchmal komplett übergangen. Das hört sich traurig an, aber ich empfinde es nicht so. Der Grund, warum es keine Traditionen gab, ergab sich meiner Meinung nach aus dem Umstand, dass meine Eltern aus zwei verschiedenen Ländern kamen, mit völlig unterschiedlichen Lebensweisen. Meine Mutter war eine waschechte Luxemburgerin, und mein Vater kam aus dem Elsass. In den Sechzigern, als sie sich kennen lernten, waren diese Unterschiede größer als heute und Globalisierung war ein Fremdwort.

Klatschnass & eine schöne Schwimmrunde

Am Donnerstag war endlich die Biographie im Postkasten auf die ich schon länger gewartet hatte. Was mir nicht bewusst war, war dass es eine Schwachte von über 500 Seiten ist. Also werde ich die nächsten Tage wohl mit Lesen verbringen.

Ansonsten war ein Friseurbesuch geplant, der mir vorkam, als ob der letzte Besuch Monate her wäre. Dabei war der letzte Termin erst drei Wochen her. Die Haare wachsen im Sommer definitiv schneller.

Ich absolvierte noch zwei kleine Einkäufe in der Stadt und schaute noch im Rainbow Center vorbei, was ein Fehler war, denn ich hätte früher nach Hause gehen sollen. Auf dem Rückweg zog sich der Himmel zu und ich beschloss den Bus zu nehmen, denn ich hatte keinen Schirm dabei. Auf der Haltestelle ging es dann los mit großen Tropfen, die sich ein mehr als kräftigen Regenguss verwandelten. Ich hüpfte schnell in den Bus, in der Annahme es würde sich in ein paar Minuten wieder beruhigen. Als ich aber aus dem Bus wieder aussteigen musste, regnete es so heftig, dass ich auf dem wenigen Metern bis zum nächsten Hauseingang klatschnass war. Dort stand ich dann auch noch fast 20 Minuten bis es endlich weniger wurde.

Daheim las ich dann in der Biografie.

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Zwischendurch eine schnelle Tagesfrage:

Welche Geschichte steht hinter deinem Spitznamen?

Es gibt keine Geschichte. Ich habe keinen Spitznamen. Joël reicht voll und ganz und ist exotisch genug, dass ich keinen Spitznamen brauche. Es gab durchaus Versuche mit einen aufzudrücken, doch die schlugen alle fehl, weil ich nicht darauf hörte.

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Am Freitag war ich zeitig auf, räumte die Wohnung auf und fuhr in die Alte Heimat zum Schwimmen. Es war endlich wieder schönes Wetter.

Es war recht frisch und es waren nicht zu viele Menschen da, vor allem keine die mir ihre Musikbeschallung aufzwangen.

Da ich später losgefahren war, aß ich eine Kleinigkeit zu Mittag im Pier 75.

Gegen 13:00 fuhr ich zurück.

Ich las weiter in der Boigraphie wo ich nicht später als im ersten Kapitel auf der dritten Seite schon eine Unstimmigkeit fand. Nun ja…

Am Abend ging es dann in den Park der Villa Louvigny wo eine Vorstellung stattfand im Rahmen der LUGA. Lilith erzählt die etwas andere Entstehungsgeschichte. Ein paar Fotos konnte ich vorab der Vorstellung machen.

Später ging es noch auf einen Absacker in den Microcosmos und kurz nach Mitternacht lag ich im Bett.

Demonstration

Eine sehr frühe Runde auf dem Wochenmarkt und das aus gutem Grund. Es war eine gewaltige Kundgebung organisiert worden von allen Gewerkschaften. Ich hatte schon einmal ganz kurz erwähnt, dass es hier in Luxemburg eine Rentenreform geben wird. Im Sinne der Transparenz gab es da auch ein inoffizielles Referendum, wo man als Bürger seine Belange niederschreiben konnte. Diese ganze Aktion war aber ein bisschen für die Galerie, denn letztendlich zog die Regierung ihr Rentenprogramm einfach so durch, ohne irgendjemanden zu berücksichtigen oder zu konsultieren. Vor allem die Gewerkschaften ließ man außen vor. Das Resultat: eine gewaltige Demonstration mitten in der Stadt an einem Samstagmorgen.

Der Wochenmarkt musste extra noch einmal umziehen für ein Wochenende auf den Platz der ‚Gelle Fra‘.

Kurze Zeit später traf ich mich mit dem J. Weil es noch sehr früh war, setzten wir uns beim Wellem auf die Terrasse und tranken dort den ersten Kaffee des Tages. Als die Demonstranten dann kamen, die inzwischen schon vom Bahnhof Haus durch die ganze Stadt bis hoch ins Zentrum gekommen waren, machte ich noch ein paar Fotos und ging nach Hause.

Später las ich, dass die Gewerkschaften meinten, es seien um die 25.000 Menschen dabei gewesen. Die Polizei spricht jedoch von 12-14.000 Teilnehmern. Das ist, selbst wenn es die kleinere Zahl ist, für Luxemburg eine erstaunliche Zahl.

Es ist nun mal so, dass rein rechnerisch, das Luxemburger Rentenmodell irgendwann zusammenbrechen wird und es muss reformiert werden. Da sind sich auch alle einig, aber wie man das angehen soll, das ist die große Frage.

Am Nachmittag setzte ich mich hin und las ein Buch(eines von mehreren), über das ich gewillt bin, etwas zu schreiben.

Am Abend gab es wunderschöne Schleierwolken am Himmel in einem satten gelb.

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Wurdest du jemals operiert? Weswegen?

Ja, dreimal. Als ganz kleiner Knirps mit einem Leistenbruch. Ein oder zwei Jahre später kamen die Mandeln die Polypen dran. Und den geplatzten Blinddarm in Neukaledonien habe ich hier ausführlich beschrieben.

Tagesbericht mit fuchsiger Tagesfrage

Ein langes Telefonat am Morgen war sehr aufschlussreich hinsichtlich dessen, was in den nächsten Monaten auf mich zukommt. Einerseits freue ich mich sehr darauf, andererseits wird es sehr viel werden.

Aus diesem Gespräch heraus kam eine Idee, die ich sofort am Nachmittag in die Tat umsetzte.

Das Mittagessen bestand aus einem Vitello Tornado Tonato. (Ist das kein schöner Verschreiber? Den musste ich stehen lassen.)

Ich machte etwas das ich noch nie gemacht habe und das im Alleingang. Für gewöhnlich macht man das zu mehreren. Location scouting. Dafür fuhr ich in die alte Heimat und es entstanden ein Fotos und Filme.

Zu welchem Zweck bleibt zu diesem Zeitpunkt noch unter Verschluss. Es kann ja auch sein dass der Ort nicht ausgewählt wird.

Ich hatte auch an eine Schwimmrunde gedacht, der der See war nicht weit, doch der Himmel war bedeckt.

Am Abend gab es eine deftige Brotzeit mit einer frischen Focaccia. Und weil das schon alles ist, gibt es noch eine Tagesfrage, die mich ein wenig fuchsig gemacht hat:

Gibt es Dinge, die du täglich zu praktizieren versuchst, um einen nachhaltigeren Lebensstil zu führen?

Ich finde dass das Wort Nachhaltigkeit in den letzten Jahren so missbraucht wurde, dass es kaum noch laufen kann. In allen Bereichen wird inzwischen vermeintliche Nachhaltigkeit promoviert und praktiziert, die eigentlich gar keine ist. Vor allem im Bausektor wird das Wort zur Lachnummer wenn es nicht zum heulen wäre. Es gibt so viele Beispiele in Luxemburg, wo schöne alte Gebäude im Sinne der Nachhaltigkeit niedergerissen wurden, weil sie nicht regelkonform zu den Energiesparmaßnahmen waren. Das ist für mich keine Nachhaltigkeit, im Gegenteil. Es ist finanzieller Wachstum und dem Deckmantel der Nachhaltigkeit. Renovierung und Restaurierung sind Fremdwörter.

Letzte Woche hatte ich einen vermeidlichen Experten von Creos im Haus weil ich eine neue Heizung brauche. Es ist inzwischen so viel nicht mehr regelkonform (noch so ein Wort!) was die Leitungen angeht, dass es Unsummen kosten wird und das nicht nur mich, sondern die ganze Hausgemeinschaft. Er schlug uns ebenfalls ein komplett neues Gemeinschaftssystem vor das ‚innovativer‘ wäre. Als ich ihn dann fragte ob innovativ auch im Anschluss kostengünstiger ist, konnte er mir nicht antworten.

Das musste einfach jetzt einmal raus. Aber damit ist die Frage nicht beantwortet. Ich denke, dass ich jede Menge kleine Dinge tue, die in Richtung Nachhaltigkeit ein bisschen was bewirken. Seit Jahren benutze ich kein Duschgel mehr, sondern Seifenstücke. Seit Jahren benutze ich keine Plastiktüten mehr, sondern habe meine gefalteten Einkaufstaschen immer parat in meinem kleinen Rucksack. Ich trenne den Müll. Ich fahre elektrisch, ansonsten mit den Öffis. Seit über zehn Jahren habe ich keine Kaffeemaschine mit Kapseln mehr, sondern einen Vollautomaten und den Kaffee kaufe ich bei einem hiesigen Röster. Auf dem Wochenmarkt kaufe ich jede Woche, soweit es mir möglich ist, bei lokalen Produzenten.  Auch im Supermarkt greife ich, wenn es nur irgendwie geht auf lokale Produkte zurück. 

Der lange Twin Peaks Tag & Tagesfrage

Am Morgen ein bedeckter Himmel und es war sehr frisch. Zu frisch um schwimmen zu gehen. Ich verwarf den Gedanken. Stattdessen wurde ich ein bisschen geschäftig zu Hause.

Ich sah am Morgen dem großen Flieger zu, der über die Militärparade flog, die zwei Straßen weiter von mir entfernt stattfand. Theoretisch hätte ich auch das im Fernsehen verfolgen können, hatte aber keine Lust dazu.

Auf MUBI fand ich die dritte Staffel Twin Peaks (2017) von David Lynch, die ich noch nie gesehen hatte. Ich war Anfang der neunziger, ein Riesen Fan der Serie. Ich saß jede Woche gebannt vor dem Fernseher. Ich wurde auch einmal auf eine Party mit Kaffee und Kirschkuchen eingeladen. Es ging soweit, dass als die Serie nicht mehr bei RTL gezeigt wurde, sondern auf einem Sender, den ich nicht empfing, ich mir die Serie von Freunden aufnehmen ließ. Einige Jahre später gab es dann auch noch den Kinofilm Fire Walk With Me, der die Vorgeschichte der schönsten Leiche in der Filmgeschichte erzählte.

Gleich bei der ersten Episode überfiel mich ein wohliger Schauer, als ich die Titelmelodie von Angelo Badalamenti hörte. Sie versetzte mich augenblicklich zurück in die Vergangenheit. Eine Zeit der Unbeschwertheit. Ein Leben, dass ich so nicht mehr führen möchte und doch hatte es seine unbestreitbar schönen Seiten.

Es war schön, all diese zum Teil schrulligen und skurrilen, jedoch liebenswerten Charaktere wiederzusehen. Was Lynch ganz besonders gut hinbekommt, ist diese Charaktere nicht so ganz ernst zu nehmen. Ich musste oft laut lachen über ihre Eigentümlichkeiten und wie sie miteinander umgehen. Was den Neunzigern oft ritualhaft und mysteriös erschien, wirkt hier eher zum schmunzeln. Andererseits hat das Explizite und die Brutalität um einiges zugenommen. Ich schaute mir zehn Folgen an. Das will etwas heißen, denn so lange halte ich Serien in den letzten Jahren nicht mehr aus.

Und weil das schon alles für den Tag ist, gibt es noch eine Tagesfrage:

Wie wichtig ist Spiritualität in deinem Leben?

Wenn wir davon ausgehen, dass Spiritualität nicht Religiosität bedeutet, dann hat sie eine relativ große Wichtigkeit in meinem Leben. Selbstreflektion ist zum Beispiel etwas, was sich tagtäglich mache. Mein Blog ist das beste praktische Beispiel dafür. Zugegeben, es ist mühsam, weil ich mich und mein Tun dabei immer wieder infrage stelle. Eine längst verstorbene Freundin sagte einmal, dass sich jemand bin, der sehr in sich selbst ruht. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber ich habe gelernt, in vielen Situationen mit mir selbst zufrieden zu sein. „Be happy with what you have.“ Man kann es auch mit einem Satz aus der Maus Ketty sagen: Zufriedenheit das schönste Kleid.

Am Vorabend des Nationalfeiertages

Ein sehr heißer Tag, doch die Hitze verzog sich am Ende des Tages, seltsamerweise ohne Platzregen oder Donnerwetter.

Da die Schwimmrunde gestern so irrsinnig gut getan hatte, wiederholte ich das heute. Diesmal aber nicht alleine. Ich hätte mir den Wecker gestellt, und kurz nach 8:00 Uhr fuhr ich gemeinsam mit der A und Blue in die Alte Heimat.

Familie Nilgans war auch wieder da.

Wieder daheim verbunkerte ich mich in der verdunkelten Wohnung. Man hatte sehr hohe Temperaturen vorausgesagt und sie kamen.

Am Abend hatte ich nicht die geringste Lust irgendwie weg zu gehen. Es war ja Vorabend vom Nationalfeiertag und die Stadt stand Kopf. Ich betätigte ein paarmal die Waschmaschine, las ein wenig, und schaute mir eine Doku an.

Pünktlich um 23:10 Uhr vibrierten meine Fensterscheiben von den Knallern.

Auch wenn ich das Feuerwerk nicht komplett sehe Teile davon bekomme ich trotzdem vom Wohnzimmerfenster mit.

Und damit war der Tag gelaufen. Ich trat noch einmal auf den Balkon und war erstaunt, wie sehr die Temperaturen gefallen waren.

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Womit vergeudest du jeden Tag am meisten Zeit?

Mit Warten. Früher als ich noch in der Alten Heimat wohnte, war einer der schlimmsten Wartemomente, wenn ich in der Schlange stehen musste, um zu tanken im Sommer, wegen der Tanktouristen. Das machte mich schier wahnsinnig. Ein anderer Umstand war auf Filmsets, wo das oberste Gebot herrschte,‘Hurry up and Wait‘. Heute versuche ich soweit wie möglich Zeiten denen ich warte zu vermeiden. Wenn es nicht geht und ich dazu gezwungen werde, zum Beispiel in einem Wartezimmer, versuche ich zu lesen.

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Und dann gäbe es dann noch was, was aber eigentlich ein alter Hut ist, ein sehr alter sogar. Vielleicht braucht es auch eine kleine Erklärung. Im französischen gibt es den Ausdruck ‚la bonne piore‘. Er bedeutet wörtlich „die gute Birne“, aber im übertragenen Sinn bezeichnet er eine gutmütige, leichtgläubige oder ausnutzbare Person. Es ist ein umgangssprachlicher, leicht spöttischer Ausdruck für jemanden, der sich ausnutzen lässt, weil er zu nett oder zu naiv ist.

Die A behauptet immer von sich selbst, seit Jahren schon, dass sie eine ebensolche Gute Birne ist. Ich hatte ihr schon seit Jahren ein T-Shirt versprochen mit dem Aufdruck, dass sie das nicht wäre.

Es gibt von René Magritte das weltberühmte Bild mit der Pfeife und dem Spruch ‚Ceci n’est pas une pipe’. ChatGPT wandelte mir das Bild perfekt um mit Birne:

… und das schenkte ich der A als T-shirt.

Eine Tagesfrage & Anderes

Da die letzten beiden Tage mit nichts anderem angefüllt waren, als mit dienstlichen Zeug, machen wir heute mal etwas anderes.

In einem relativ belanglosen Unterhaltung, wurde mein Vorname plötzlich zu einem Gesprächsthema. Dabei kam die Frage auf, ob Joël und Noël den gleichen Stamm haben. Ich konnte das sofort aufklären und verneinen, weil ich das einmal recherchiert hatte. Ich hätte das sogar hier gepostet. Dabei fiel mir auf, dass es sehr viele Vornamen gibt, die mit mit -ël enden. Joël, Noël, Gaël, Maël, Yaël, wären nur ein paar zweisilbige Beispiele. Dann gäbe es noch Raphaël oder Ismaël. Das Trema auf dem e wird je nach Land häufig weggelassen und kommt fast nur im Französischen vor. Viele davon stammen aus dem Hebräischen, aber nicht alle. Maël z.B. kommt aus einer ganz einer ganz anderen Ecke, dem Bretonischen und ist nicht, wie ich anfangs vermutete, eine Abkürzung von Ismaël.

Onomatologie kann richtig spannend sein.

Das bringt uns zur Tagesfrage:

Was magst du an dir selbst am liebsten?

Mein Vorname. Der Rest an mir ist soweit in Ordnung und es gibt nichts, was ich lieber mag als anderes, weder körperlich noch geistig. Sehr vieles davon wäre jedoch verbesserungswürdig, aber danach wurde ja nicht gefragt. Uff…

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Ein Foto noch aus dem dienstlichen Bereich. Das Foyer dieses Theaters wird immer wieder umgemodelt. Es wird zeitenweise auch zur Bühne umgewandelt. Zur Zeit sieht es aus wie eine Kunstinstallation im Museum.

Sonntag mit Film & Föhn

Es blieb trübt den ganzen Tag über, die Sonne war nur selten zu sehen. es zogen immer wieder große Wolkenberge vorbei, die alles verdunkelten. Ich hatte am Abend zuvor angedacht, am Morgen eventuell schwimmen zu gehen, doch mit dem Wetter hatte ich keine Lust.

Und als ob der Föhn es gewusst hätte, verließ er mich gestern vollends. Dieses Teil, was ich tagtäglich benutzte und über den ich nicht später als gestern Morgen eine Lobeshymne schrieb, verließ mich kurze Zeit später und gab keinen Ton mehr von sich.

Ich las den New Yorker Magazinen hinterher, von denen ein kleiner Stapel hier lag, den ich noch nicht angerührt hatte. Es gab einen Foto Austausch mit der D im Baskenland. Sie schickte mir dieses Foto:

Ich schickte ihr diese Aussicht:

Am Abend schaute ich mir diesen Film an, der als Theaterstück den Pulitzerpreis bekam. Als Film fand ich ihn ok. Die Schauspieler sind großartig, aber die Geschichte ist etwas altbacken und wird erst ganz am Ende aktuell.

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Wie stellst du dir deine Rente vor?

Es hängt sehr von der Tagesform ab, wie ich diese Frage beantworte. Es gibt Tage, an denen ich sofort in Rente gehen könnte, von hier auf jetzt. Doch vor einigen Jahren war ich davon überzeugt, dass ich nie in Rente gehen werde. Ich werde arbeiten, bis ich tot umfalle oder mich niemand mehr haben will.

Zur Zeit schlägt eine Rentenreform in Luxemburg sehr hohe Wellen, die mich aber nur bedingt treffen wird. Obwohl, es hängt davon ab, was genau beschlossen wird. Die Diskussionen laufen gerade auf Hochtouren.

Ich bin zur Zeit noch nicht gewillt, in dieser Hinsicht irgendetwas zu beschließen. Eine Rente will vorbereitet sein hinsichtlich dessen, was danach kommt. Mir ist das noch nicht so ganz klar. Sicher ist, dass es etwas sein muss, was mich beschäftigt, was mich auf Trapp hält und vor allem, was mir Spaß macht.

Ich habe zu viele Menschen gesehen, die von heute auf morgen aufgehört haben mit arbeiten und vor dem Abgrund saßen. Eines der besten Beispiele in meiner Familie war Onkel Nicolas, der nach seiner Rente keinen Finger mehr krumm machte und regelrecht einrostete.

Meine Mutter wusste auch nicht so richtig, was sie danach anfangen sollte. In ihrem Beruf als Krankenpflegerin, war sie nicht mehr glücklich. Es wurde ihr alles zu viel und es war sehr anstrengend. Aber ich glaube nicht, dass sie sich sehr viele Gedanken gemacht hat, was danach kommt, denn sie saß viel zu Hause rum, wurschtelte ein bisschen hier, ein bisschen da, aber so richtige Langzeitaufgaben hatte sie keine.

Ich könnte mir für mich eine Art Consulting vorstellen, denn über die Jahre habe ich eine Menge an Wissen angesammelt. Ich könnte mir so etwas vorstellen wie Mitglied in einem „Rat der Weisen“ zu sein, denn alleine macht das keinen Spaß.

Ein Samstag mit Regen, der aussah wie Schnee

Es fing damit an, dass ich entschlossen hatte erst mal ausschlafen und noch tief und fest schlief, als das Telefon klingelte. Die A hatte bei einer Freundin übernachtet, weil sie ein bisschen zu tief ins Glas geschaut hatte und nicht mehr fahren wollte. Besagte Freundin hatte sie früh nach Hause gefahren, doch als sie vor der Tür stand, merkte sie, dass sie keine Hausschlüssel hatte, und klingelte mich aus dem Bett. Das war morgens um 7:30 Uhr. Bäh!

Danach war es mit schlafen vorbei. Diese Grundmüdigkeit hing den ganzen Tag an mir, wie eine Klette.

Ich ließ den Wochenmarkt sausen und setzte mich an den Rechner, um eine lange E-Mail zu schreiben, hinsichtlich eines gewaltigen Projektes das Ende des Jahres auf mich zukommen wird.

Gegen Mittag fuhr ich dann die A zurück zu ihrem Auto, damit sie es abholen konnte.

Als ich zurückkam, fuhr ich so just noch trocken in meine Garage, bevor das gewaltige Unwetter losging.

Nein, das ist kein Schnee, sondern Regen.

Am späten Nachmittag fing die Dienstrunde an. Sie verlief ohne Zwischenfälle, zumindest für mich.

Ein Bild werde ich zeigen, dass ich gemacht habe, als ich ihn Zuschauerraum saß.

Ein brennendes Glashaus.

Später saß ich noch eine Weile mit der N im Parc Belair. doch die Müdigkeit siegte, und ich lag beizeiten im Bett.

***

Was ist die älteste Sache, die du besitzt und die du immer noch täglich benutzt?

Die Frage kam mir bekannt vor und wurde wahrscheinlich schon einmal gestellt. Ich dachte, ich hätte sie beantwortet aber wie es scheint, hab ich das nicht getan. Ich tue mich schwer im Kopf,was diese Sache sein könnte. Meine Brille wäre zum Beispiel so etwas was ich täglich benutze, aber die besitze ich erst seit drei Jahren, also nicht so alt. Wenn ich eine alte Sache beschreiben soll, dann gehen meine Gedanken meistens in Richtung Alte Heimat und was ich von der Zeit noch habe und mit in die Hauptstadt umgezogen ist. Es gibt etwas aus dem Badezimmer. Mein Föhn. Meinem Beruf ist es geschuldet, dass ich mehrere habe. Aber diesen hier benutze ich rein privat. Er liegt in der Schublade unter dem Waschbecken. Ich habe ihn über 20 Jahre. Er ist von Babyliss und er funktioniert immer noch. Es ist nicht der, den ich auf Reisen mitnehme, dafür ist er ein bisschen zu groß, obwohl er zusammenklappbar und für die Reise gedacht, ist. Die Kaltlufttaste funktioniert seit ein paar Jahren nicht mehr. Ansonsten tut er seinen Job immer noch.

Donnerstag mit einer Tagesfrage

Legen wir mal gleich mit der Tagesfrage los:

Welche bemerkenswerten Dinge sind heute passiert?

Die Frage zielt genau auf das ab was am Donnerstag los war, nämlich nichts Bemerkenswertes. Es ist die Frage, die ich mir jeden Tag stelle, ohne die ein Tagebuch Blogging nicht möglich wäre.

Es hängt auch von meinem Tagesablauf ab, der ja sehr unstet ist, weil ich keine geregelten Arbeitszeiten habe. Wenn ich am Morgen von null einen Blogbeitrag schreiben muss, ist es oft mühsam. Wenn ich während des Tages immer wieder zehn Minuten oder eine Viertelstunde finde, um ein bisschen vorzuschreiben, ist es einfacher.

Das hier zum Beispiel, habe ich am Morgen danach ins Smartphone diktiert. Doch fangen wir von vorne an. Es wurde ja nach bemerkenswerten Dingen gefragt.

Bemerkenswert wäre der Friseurbesuch. Jedoch so bemerkenswert ist er auch wieder nicht, denn er findet alle drei Wochen statt.

Es war ein heißer Tag, der bis zu 30° hochging. Nach dem Besuch fuhr ich zum Rainbow Center und gab eine kleine Notiz ab, die mit einem Magazin verschickt wurde, an die Freundin und Witwe von Marc Grund, über den ich ja in der letzten Ausgabe geschrieben habe. Von dort aus ging es nach Wickrange in den Grand Frais. Ich kaufte alles ein, um mir meinen liebsten Sommersalat zu machen. Eine riesige Ochsentomate, gegrillte Paprika im Glas, Aprikosen und Räucherlachs.

Zwischendurch bekam ich einen schönen Anruf, bei dem ich zu einer Geburtstagsparty für Freitag eingeladen wurde.

Und dann war es schon auch an der Zeit, eine Runde Dienstliches zu tun. Es war ein voller Erfolg, denn es waren Tests angesagt und und alle meine Vorschläge wurden sofort angenommen.

Später saß ich noch eine Weile lesend auf dem Balkon und schaute mir noch eine weitere Folge der Agatha Christie Serie an, die keine Krimis per se sind. Wie es scheint, sind diese Videos in Deutschland nicht verfügbar. Wenn dem wirklich so wäre, heißt das Zauberwort VPN. Ich verlinke ihn hier trotzdem. Interessant in dieser Folge ist, dass zwei Protagonisten auftreten, die es später in den Umkreis von Hercule Poirrot schafften. Miss Lemon, die Sekretärin und die Schriftstellerin Ariadne Oliver.

Dienstag mit Rauch & Mittwoch mit Abendessen

Für den Dienstag gibt es nicht viel zu berichten. Doch mir fiel am Abend etwas auf, das ich aber nicht mit Waldbränden in Verbindung brachte. Die Sonne stand noch hoch aber sie leuchtete so rötlich, als ob sie im Begriff wäre unterzugehen. So sah sie am frühen Abend aus:

Dann las ich am Mittwoch morgen, dass es an den Waldbränden in Kanada liegt aus der Provinz Manitoba und wir inzwischen die Rauchwolke in Luxemburg sehen.

Ansonsten war nichts weiter was verblogbar war.

***

Am Mittwoch dann eine schnelle Runde über den Mittwochsmarkt und ein Kaffee im Renert. Auf dem Markt fand ich nicht das, was ich haben wollte. Ich beschloss, zum Grand Frais zu fahren. Grand frais ist eine Frischemarkt Kette aus Frankreich die inzwischen drei Ableger in Luxemburg hat. Zu Beginn fuhr ich ab und zu dem Markt in Contern, der für mich aber ungünstig liegt weil ich einmal quer die Stadt muss. Von den Kilometern wäre er näher.

Er hat vor allem frische Produkte – Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Milchprodukte. Alles andere hat gibt es auch, aber weitaus weniger gut sortiert wie ein traditioneller Einkaufsmarkt.

Wieder daheim sortierte ich alles in den Kühlschrank ein und entschied noch einmal loszufahren, denn das Wetter sollte am Nachmittag besser sein und ohne Regen. Ich beschloss daheim zu bleiben, weil es genug zu tun gab, das ich wieder auf die lange Bank geschoben hatte.

Am Abend traf ich mit der S. und dem J., die ich beide schon länger nicht gesehen hatte. Im Bovary gab es für mich ein Cordon Bleu:

Wir hatten ein langes angeregtes Gespräch über Dinge die mich zur Zeit sehr beschäftigen. Es ist nicht die erste Diskussion die ich mit Menschen aus meinem nahen Umfeld darüber habe. Und ich muss sagen, dass ich überall auf großen Zuspruch stoße. Ich animiere niemanden dazu, es mir gleich zu tun. Aber bisher konnte noch jeder meine Gründe nachvollziehen. Facebook und Instagram sind inzwischen weg. Facebook habe ich lediglich ausgeschaltet, da ich noch den Messenger eine Weile beibehalten möchte. WhatsApp wird aber in den nächsten Tagen auch begraben. Als Alternative dafür habe ich Signal installiert.

Zum Abschluss noch eine Tagesfrage:

Erinnerst du dich an dein liebstes Kinderbuch?

Ich weiß nicht mehr ob ich eines hatte. Ich kann mich vage an Pixie Bücher erinnern, aber das auch nur, weil mein jüngerer Bruder sie später erbte und mit Vorliebe gerne darin blätterte wenn er auf dem Töpfchen saß.

Ich kann eher mich an Märchen Schallplatten erinnern, und dass es dazu immer ein Heft gab mit vielen Bildern und auch Text. Die Schallplatten, das weiß ich noch, hatten die Größe von einer Single Schallplatte aber mit einem kleinen Loch in der Mitte. Und sie liefen auch nicht auf 45 Touren sondern 33. Es war eine ganze Serie und ich glaube nicht, dass ich danach noch einmal ähnliche Platten gesehen habe. (Und nach ein paar Klicks hatte ich sie gefunden)

Ein schreibintensiver Donnerstag & Tagesfrage

Ich erwachte recht früh und freute mich endlich einen Tag ohne Arbeit zu haben. Also so ganz ohne Arbeit ging auch nicht, aber es hatte zumindest nichts mit Unverblogbarem zu tun.

Ich setzte mich zeitig hin und schrieb, also eher ich transkribierte das Interview fertig, das ich schon vor fast zwei Wochen geführt hatte. Es war aufwändiger, als ich vermutet hatte. Wenn Interviewpartner sich in ihren Gedanken verheddern, wird es schwierig, gescheite Sätze daraus zu machen.

Apropos schreiben: die Coverstory aus der letzten Queer Ausgabe ist endlich online.

Am Abend traf ich mich mit der D. aus P. (nicht die hier regulär erwähnte D.) Wir hatten einiges durchzuarbeiten bezüglich eines Projektes im Winter und taten das bei einem Abendessen.

Wir entschieden uns für das Mamacita:

Da es recht kühl war setzten wir uns nicht draußen hin. Wir bekamen einen Tisch im ersten Stock und aßen eine gewaltige Portion Chili con carne.

Später ging es noch auf einen kurzen Absacker hinüber zum Renert:

Interessant war, als wir um die Ecke bogen, dass ich fast vergessen hatte, dass da noch ein bisschen mehr auf dem Platz steht, als nur der stolze Reiter Wilhelm.

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Hast du dir jemals etwas gebrochen?

Es widerstrebt mir darauf eine Antwort zu geben, weil mich das dumpfe Gefühl beschleicht, dass ich damit das Schicksal herausfordere. Aber nein, ich hatte noch nie etwas gebrochen. Aber dafür hatte ich verstauchte und verrenkte Gliedmaßen zu Hauf. Vor allem verstauchte Fußgelenke war lange Zeit eine Spezialität von mir.

Ein langer Dienst Samstag & ESC mit einer Problematik

Es ist wie immer,wenn eine Premiere ansteht, die Dienstrunden werden härter und länger.

Als ich wieder daheim legte ich mich erstmal hin. Dass eine Hauptprobe so früh am Morgen stattfand, war schon sehr außergewöhnlich. Ich schlief fest ein.

Am Abend hatte ich entschieden, dass ich mir dann definitiv das Finale vom ESC im Public Viewing im Rainbow Center ansehe. Doch alles es dann soweit war, beschwerte sich mein Sofa warum ich schon wieder gehen müsste. Oder andersrum, mein innerer Schweinehund wollte nicht aufstehen. Also blieb ich daheim und sah mir den ESC dort an. zudem fing es an, unangenehm kühl zu werden.

Ich muss sagen, Basel hat sich sehr viel Mühe gegeben. Was mir ganz besonders auffiel, war das viele drumherum, dass in Basel stattfand und sonst nie gezeigt wird. Den türkisen Teppich zum Beispiel oder die große Arena gleich neben der Jakobs Halle, die ebenfalls bis zum letzten Platz ausverkauft war. War das in den anderen großen Städten nicht so oder wurde nur nicht gezeigt?

Das Gewinnerlied:

Dass Österreich gewinnen würde, war keine große Überraschung, es war einer der Favoriten. Was mich dann aber überraschte, waren die Punkte der Publikumswahl. Es kapitulierte Israel von den unteren Plätzen bis zum letzten Moment auf Platz 1. Ich hatte das Lied überhaupt nicht auf dem Schirm. Ohne jetzt politisch werden zu wollen, denn das sollte in diesem Wettbewerb nicht sein, finde ich trotzdem, dass Israel, wegen seiner Lage zur Zeit nicht teilnehmen dürfte.

Was mich aber wütend machte, denn das machte kein anderes Land ausser Israel, war die Werbung, die ich für das Lied im Internet sah. Es fiel mir vor allem bei YouTube schon seit Wochen auf. Das hat doch niemand von den anderen gemacht,oder? Ich kann das nicht beurteilen, denn die Werbung in den sozialen Medien und auf der Videoplattform sind ja länderspezifisch ausgerichtet. Ich finde, das müsste schlichtweg verboten werden.

Kurz nach 1:00 lag ich im Bett.

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Noch eine Tagesfrage:

Bist du eher ein Anführer oder ein Mitläufer?

Oh ha! Ich bin eigentlich eine Mixtur von beidem. Prinzipiell wäre ich ein Mitläufer. Aber ich bin Individualist, der weder in die eine, noch in die andere Kategorie so richtig passt.

Ein Restaurant beim Seerosenteich

Ein schöner Mittwoch mit einem feudalen Mittagessen. Ich entdecke immer noch neue Orte in der Gegend. So war ich mit der G. in einem kleinen Dorf über die Grenze, nicht weit von Cattenom entfernt, in Manom. Les étangs ist ein Kleinod zwischen den mehreren kleinen Teichen.

In wenigen Wochen könnte man hier ein impressionistisches Bild mit Seerosen à la Monet malen.

Es war wunderbar. Leider habe ich nichts weiter von Restaurant selbst abgelichtet. Das Ambiente innen ist nämlich auch sehr schön.

Zu essen gab es eine ganze Seezunge für zwei nur mit braunem Butter und ein wenig Zitronensaft. Dazu ein köstliches Kartoffelpüree. Es war wunderbar, aber ich hätte mir gewünscht, dass noch ein bisschen Gemüse dabei gewesen wäre.

Als Nachtisch hatte ich ein Baba mit Ruhm.

Die Konsistenz des Baba war eine andere wie gewöhnlich und ich wüsste gerne, welche Art von Teig er dafür gemacht hat. Es war sicherlich nicht der übliche Biskuit Teig.

Vollgefressen fuhren wir zurück. Da gehe ich sicherlich nochmal hin.

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Liste deine fünf Lieblingsfrüchte auf.

🍒 , 🥭 , 🍊 , 🍌 , 🍓 , 🍎, 🍑, 🍇. Das wären dann acht an der Zahl. Aber wenn man mich nach einer einzigen Frucht gefragt hätte, dann wäre das allen anderen voran, Kirschen gewesen.

Eine Tagesfrage und anderes

Da ist für diesen Europa Tag, der in Luxemburg ja ein Feiertag ist, nichts weiter zu berichten gibt was wirklich erwähnenswert wäre, machen wir zwei kleine andere Dinge. Da wäre erst mal die Tagesfrage:

Mit welcher Persönlichkeit des öffentlichen Lebens kannst du dich am wenigsten identifizieren?

Mit gar keiner. Aber wenn schon danach gefragt wird welche Persönlichkeit am weitesten von mir entfernt ist, ist es wohl The Idiot Trump. (Ich nenne ihn übrigens nur so. Es ist sein ganz persönlicher von mir verliehener Titel.)

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Und wenn wir schon bei aktuellen Persönlichkeiten sind. Es gab da noch einen Umstand, die letzten Tage, weswegen sich hier in Luxemburg heimlich Hoffnungen gemacht wurden, obwohl es sehr unwahrscheinlich war. Es war das erste Mal, dass ein Luxemburger im Konklave mit dabei war. Jean-Claude Hollerich, unser Kardinal, galt in manchen ausländischen Berichterstattungen als einer der Favoriten. Hollerich hatte es aber von Anfang an, in mehreren Interviews, von der Hand gewiesen, dass er für diesen Posten nicht infrage käme. Nicht auszudenken, wenn Luxemburg jetzt auch noch Papst wäre! Dass ist ein Amerikaner wurde, kann man auch als eine politisch motivierte Entscheidung sehen.

Am Abend schaute ich das vom Arte Kanal über eine Malerin, die ich beschämenderweise nicht kannte, Lotte Laserstein. Sie hat wunderbare Portraits gemalt:

Versuchskaninchen & Eigenwerbung

Kurze Zwischenfrage: Gibt es im Medizinstudium ein Pflichtfach, wie man sich eine Sauklaue in der Handschrift aneignet? Werden gar Punkte abgezogen, wenn man zu leserlich schreibt? Warum schreiben MdizinerInnen so schlecht? Is that a thing? Das war heute ein Thema, in meiner Thread Timeline. Es wurden ein paar Handschriften gepostet, die ich bei aller Liebe nicht entziffern konnte.

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Zur Tagesordnung.

Am Morgen war nichts besonderes. Ich fing an das Interview von gestern durchzuhören, weil ich es aufgenommen hatte und nicht aufgeschrieben. Das wird ein schöner Text werden.

Am Nachmittag hatte ich einen Termin mit der G. Es war aber nur kurz und wir zurrten einen Termin fest für nächste Woche.

Ich schaute kurz im Rainbow Center vorbei und dann war es auch schon an der Zeit die Dienstrunde anzutreten.

Die Kollegin brauchte jemand der dem Kopf hinhält, da sie grad an einem anderem Projekt arbeitet. Ich weiß ja selbst wie das manchmal ist, wenn man eine Idee umsetzten will und man grad niemand zur Hand um etwas auszuprobieren.

Resultat:

Das ist NICHT schwarz gefärbt oder eingesprüht. Das wäre nie und nimmer so regelmäßig geworden. Frage an des Publikum: Mit was hat die Kollegin das hinbekommen? Ich bin auf die Antworten gespannt. Kleiner Tipp, das zweite Foto verrät es ein wenig.

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Und da die Tagesfrage grad sehr gelegen kam:

Was tust du, um dich in der Community zu engagieren?

Das ist schnell beantwortet. Ich schreibe vierteljährlich für die Queer.lu. Wer noch nichts von mir gelesen hat was ich außerhalb vom Blog schreibe, sollte hier mal reinschauen.

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Und wenn wir schon bei der Eigenwerbung sind, hier ist ein Interview mit mir im Rahmen einer Sendung in der es ums Scheitern geht. Das Fiasko Fest. (Auf luxemburgisch.)

Montag mit Konklave

Nein, ich ging nicht mit mir selbst in Konklave.

Von vorn.

Ich erwachte sehr früh, zu früh um schon geschäftig zu werden. Also gab es ein Tasse Kaffee die mit zum Bett wanderte und ich legte mich nochmal hin.

Es gab ein wenig Büroarbeit und eine Wäscheladung, um die ich mich kümmern musste. Es stand ebenfalls ein Dienstbesuch an und eine Runde Einkäufe für daheim. Da ich für beides eh den Wagen nehmen musste, konnte ich auch in einen Supermarkt fahren, der etwas weiter weg lag. Wenn ich die Zeit und Muße dafür habe, erkunde ich gern andere Orte, um meine Einkäufe zu tätigen, die mir ein wenig fremd ist. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass die Cactus Kette immer ein wenig andere Produkte in ihren größeren Supermärkten anbieten, je nachdem wo sie beheimatet sind. So habe ich vor Jahren schon festgestellt, dass es Produkte von Ferrero gibt, die man nur im Süden des Landes findet und nicht anderweitig. 

So fand ich gestern eine Flasche Teppichreiniger mit Bürstenaufsatz von Dr. Beckmann, die ich noch nie gesehen hatte. Hoffentlich kommt die endlich zurande mit ein paar unverwüstlichen Flecken auf dem weißen Teppich im Wohnzimmer.

Am Abend schaute ich mir den Film Konklave*auf Prime an, den ich im Kino verpasst hatte. Zum einen, weil es ja bald mit dem richtigen Konklave losgeht und zum anderen, weil ich sehr neugierig auf den Film war. (Weil ich das Wort so selten gebrauche, war ich überzeugt, dass es die Konklave sei. Falsch. Es ist das Konklave.)

Der Film der auf dem Roman von Robert Harris basiert, hält sich einer Filmkritik nach, eng an die Romanvorlage. Es ist spannend zu sehen, wie es im innersten dieser Versammlung zugeht, denn eigentlich ist das Konklave ja eine streng geheime Veranstaltung. Das lässt aber auch den Schluss zu, dass das, was wir im Film sehen, nur ansatzweise der Realität entsprechen kann. Oder es trifft den Nagel auf den Kopf; man weiß es nicht so genau.

Eine großartige Geschichte mit Intrigen und Verwicklungen, aber auch ein bisschen Klischee, was dem Film aber nicht schadet. Den Schluss finde ich großartig!

(Wenn mir ein Film gefällt, lese ich häufig im Anschluss ein paar Kritiken. Wenn ihr eine lesen wollt, die schlecht geschrieben ist, von einer Person die sich selbst gerne liest / reden hört, dann lest diese hier aus den Filmstarts.)

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Und zum Abschluss gibt es noch eine Tagesfrage:

Was sind deine Lieblingsmarken und warum?

Eine Frage die ich mal wieder so nicht beantworten kann, ohne die Frage selbst zu hinterfragen. Was ist dein Lieblings-was-auch-immer, kann ich zum Beispiel bei Filmen, Musik und Büchern nicht beantworten, weil ich zu viele davon gesehen, gehört und gelesen habe. Es gibt aber augenblickliche Lieblinge. Im Falle von Musik ist das ganz oft der Fall. So gab es vor ein paar Monaten ein Lied von Billie Eilish / Birds of a Feather, dass ich rauf und runter hörte. Es verband sich mit einem Moment des Abschiedes und der Trennung und einer definitiven Veränderung. Ich denke nicht, dass ich diesen Moment explizit hier im Blog beschrieben habe. Aber wenn das Lied noch ab und an im Radio läuft, werde ich an diesen Moment zurück erinnert. Auch bei Büchern kann ich keinen Liebling hervorstreichen. Genauso wenig bei Filmen. Sie kommen und gehen, manche davon bleiben eine Weile länger im Gedächtnis. Andere sind, auch wenn sie gut waren, sind nach einem knappen halben Jahr verschwunden.

Bei Lieblingsmarken setze ich voraus, dass es sich um Dinge handelt wie Bekleidung, Esswaren, Süßigkeiten und, und, und. Ich habe mir lange den Kopf zermartert um eine Marke zu finden und kam zu dem Schluss, dass es nur eine gibt, in einem einzigen Bereich, die ich gerade allen anderen bevorzuge. Zur Zeit bevorzuge ich Camper Schuhe allen anderen Marken, weil sie eine große Auswahl haben und zu jeder Gelegenheit, das passende Schuhwerk. Zudem trifft der Stil genau meinen Geschmack. Es kann aber durchaus sein, dass sich das in den nächsten Jahren ändert. Es hängt von den zukünftigen Modellen ab.

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*Lest im diesem Wiki Link, wenn ihr den Film sehen wollt, die Handlung nicht ganz, denn sie verrät das Ende des Films.

Übernachtungsgäste aus dem Breisgau

Am Morgen war ich gleich sehr emsig. Ich musste die Wohnung auf Vordermann bringen, denn die Putzhilfe hatte diese Woche um ihren freien Tag gebeten hatte, also musste ich selbst Hand anlegen. Kurz nach 10:00 Uhr ging ich zum Wochenmarkt und kaufte alles für den Abend ein. Ich hätte mir lange überlegt, was ich machen sollte, denn ich hatte keine große Lust, mich stundenlang in die Küche zu stellen. Also kaufte ich drei Sorten frische Pasta. Zudem kaufte ich Erdbeeren und machte dafür fix ein Vanilleeis. Am späten Nachmittag kamen die Übernachtungsgäste an. Es wurde ein schöner Abend an dem ich sie auch kurz durch die Stadt führte. Es wurde jedoch nicht sehr spät, denn die Gäste wollten am Sonntag zeitig los.

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Nenne die Menschen, die du bewunderst und bei denen du Rat suchst.

Menschen die ich bewundere UND bei denen ich Rat suche; das sind zwei Bedingungen. Das eine setzt das andere nicht zwingend voraus. Die Menschen, die ich bewundere, kenne ich zumeist nicht persönlich, weil es oft Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind, und die, die mir grad einfallen, sind bereits verstorben. Die kann ich schlecht um Rat fragen. Ich könnte höchstens nach Rat in ihren Büchern suchen, wenn sie denn welche geschrieben haben. Wenn ich praktischen Rat brauche, frag ich meistens Freunde und Bekannte in meinem Umkreis. Wenn es um Lebensfragen geht oder Fragen philosophischer Natur, das mache ich mit mir selber aus. Ich bin inzwischen so alt, habe so viel gesehen, gehört und gelesen, dass ich die Antwort auf diese Fragen meist kenne, auch wenn ich sie, je nach Situation, manchmal nicht wissen will.

Migräne, Geschenk & Geburtstagsfeier

Ich bin ja immer auf der Suche nach Antworten und Lösungen, wie wir alle. Als ich heute Morgen aufstand, hatte ich Kopfschmerzen. Es war nicht genau auszumachen, ob es nur Kopfschmerzen waren, oder ob er sich in eine ausgewachsene Migräne verwandeln würde. Doch als ich die ersten 10 Minuten auf den Beinen war, war mir klar, dass es eine Migräne werden würde. Es war jetzt so lange nichts und jetzt geht das wieder los.

Ich habe mich gefragt, ob diese Migränewellen im Zusammenhang mit der Andropause stehen. Ich suchte danach und ja, in der Tat, das kann ein Symptom sein.

Also nahm ich zwei Tabletten, legte mich eine Weile hin und begann das Tageswerk erst später. So lange rezeptfreie Paracetamol in einer etwas höheren Dosis ihre Wirkung zeigen, sollte ich mich nicht beschweren. Ich mache mir immer wieder selbst Vorwürfe, dass ich zu viel von dem Zeug schlucke, doch seit einer Weile vermerke ich immer im Kalender wann ich welche nehme. Daraus geht hervor, dass die Einmahne sehr unregelmäßig ist. Es gibt Zeitabschnitte in denen über Monate hin nichts ist und dann treten sie wieder verstärkt auf.

Ich schrieb endlich das leidige Datenblatt fertig, was diesmal nicht so schlimm war, aber halt gemacht werden muss. Dabei entdeckte ich in einem unscheinbaren Umschlag, Briefmarken von 1995! Es sind zwei Serien von vier Stück, die zusammen jeweils ein Bild ergeben. Sammelt jemand meiner geschätzten LeserInnen Briefmarken? Sie sind aus Luxemburg und damit eher selten.

Am Nachmittag begab ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Präsent für einen Geburtstag. Am Abend war ich nämlich bei einer Freundin und Kollegin, die B., aus Saarbrücken eingeladen. Ich ging in den kleinen Laden, der noch vor ein paar Monaten mitten im der Stadt war, jetzt befindet er sich in meinem Viertel. Sopilipili ist ein kleiner exklusiv Laden mit tollen Unikaten und jeder Menge an Ideen für Geschenke zu absolut vernünftigen Preisen. Ich ging rein und war binnen 5 Minuten fündig geworden.

Kurz nach 16:00 Uhr fuhr ich los weil ich befürchtete in der Feierabendverkehr zu kommen. Doch dank dem Brückentag war die Sorge unbegründet. Die B. hatte ein Restaurant und Hotel entdeckt, das ich nicht kannte, das aber von den Fotos her schon mal sehr ansprechend aussah. Gasthaus Schloss Saareck.

Leider habe ich es verpasst mehr Fotos zu machen auch vom Essen, dass nicht sternewürdig, aber sehr gut war. Da geh ich auf jeden Fall noch mal hin.

Wieder daheim, ging ich noch kurz durch die Innenstadt und machte ein paar Fotos. Eines davon ist ganz gut geworden.

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Was ist dein Lieblingsfeiertag? Warum?

Ha! Sehr gute Frage! Es wäre Weihnachten wenn ich das im Hochsommer feiern könnte, so wie ich das zweimal in Australien gemacht habe. Das war wunderbar. Da ist nix mit Besinnlichkeit, Dunkelheit und Kälte. Das ist wunderbares Essen draußen mit Sonne und in einem Jahr sogar mit Swimmingpool. Da gibt es auch ein Foto:

Das sind inzwischen fünf Jahre her. *Seuftz*

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Und dann wäre da noch etwas. Ich fand es heute per Zufall heraus. Ich überprüfe nicht regelmäßig meine Linkliste, nur sehr sporadisch. Genauso wenig tun das andere. Ich mache es also niemandem zum Vorwurf, sonst müsste ich mich selber an den Ohren ziehen. Der Link vom Blog des Fräuleins, führt bei mir zum Web Archive. Bei Frau Brüllen steht immer noch der direkte Link readonmydear.com . Er war lange nicht aktiv und stand zum Verkauf. Jetzt jedoch ist er wieder aktiv und mit ein paar alten Texten des Fräuleins versehen aber irgendwie so ‚ohne alles‘. Es ist nicht mal ein richtige Mirrorseite davon. Da ich nicht an das Übernatürliche glaube und das Fräulein ganz sicher nicht aus dem Jenseits bloggt, wüsste ich gern, was das soll und wer dahinter steckt.

Heftige Tage vor Ostern

Ich bin in den Endproben. Das Stück ist vom Kaliber her einige Nummern größer und verlangt mehr Aufmerksamkeit, als so manches Stück davor. Da bleibt wenig Zeit für andere Dinge. Darum gibt auch mal wieder eine Tagesfrage etwas weiter unten.

Den Mittwoch verbuchen wir unter viel Gerenne, hin und her, auf und nieder, immer wieder… Ich war am späten Nachmittag bereits so platt, dass ich mich hätte ins Bett legen können.

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Der Donnerstag verlief nicht viel besser, aber es gab zusätzlich auch eine Reihe von privaten Terminen. Der Erste war gleich früh am Morgen mit einem Installateur. Ich habe nämlich beschlossen, dass ich eine neue Heizung bekommen soll. Meine ist über 30 Jahre alt und entspricht gar nicht mehr den Normen. Das wird, wenn der Preis nicht ins Unermessliche geht, die größte Anschaffung für dieses Jahr. Der Installateur machte mich aber auf ein paar Dinge aufmerksam die vom Haus her auch nicht ganz konform sind, und wenn, müsste da auch etwas gemacht werden, was aber auf Kosten der Allgemeinheit geht. Da wir aber da auch finanziell schon andere Baustellen bedienen, wird es eine Kostenfrage werden ob das überhaupt dieses Jahr machbar ist. Es hängt also von mehreren Faktoren ab, ob ich eine neue Heizung bekomme oder nicht. Ich bin gespannt.

Gegen 11:00 ein Friseurtermin. Ich hatte das Gefühl dass meine Haare noch mehr gewachsen sind in den letzten drei Wochen, als davor, Aber der Friseur meinte, dass der Schein trüge. Wahrscheinlich hat er recht.

Für Mittag hatten die PR J. und ich schon von langer Hand geplant, dass wir ins Roma der essen gehen. Ich war schon ewig nicht mehr dort gewesen. Ich hatte mit Lasagne Salsiccia bestellt.

Sie war sehr gut, aber auch sehr teuer. Ich bin nicht gewillt für Pasta den gleichen Preis zu zahlen, wie anderweitig für Fisch oder ein Filetstück. Auch der Nachtisch schlug mit einem sehr hohen Preis zu Buche. Nee sorry, für mich kein Roma mehr, so gut es auch geschmacklich war und der Service einwandfrei, aber Nudeln sind Nudeln, „an ech hu net de Geldschësser.“

Danach begann ein langer Tag „unter Tage“. Der Maskenraum im Kapuziner befindet sich nämlich im Keller. Vom Wetter aber kein Problem, weil es wieder viel kälter und regnerisch geworden war.

Kurz nach 21:00 war wieder im trauten Heim.

***

Beschreibe eine Entscheidung, die du in der Vergangenheit getroffen hast und die dir geholfen hat, zu lernen oder zu wachsen.

Die Vergangenheit ist ja ein dehnbarer Begriff, denn sooo lange ist es noch nicht her, dass ich daraus gelernt habe und gewachsen bin. . Ich habe, seitdem ich für Queer.lu schreibe, so einiges dazu gelernt, was das Schreiben selbst angeht, aber auch über die LGBTIQ+ Gemeinschaft. Es geht hauptsächlich um eine Horizonterweiterung, die mir in manchen Themen schlichtweg fehlte. Aber es ließ mich auch Schlüsse ziehen, die dem LGBTIQ+ ein wenig kritisch…, nein das ist ist das falsche Wort, ein wenig andersdenkend, gegenüberstehen. Dabei geht es um den Blick von außen auf die Community und wie sie wahrgenommen wird.
Über dieses Thema hatte ich auch eine längere Diskussion mit der D. schon vor einigen Tagen. Das Thema trottet mir seitdem im Kopf herum und ich werde darüber schreiben, aber dann wir es ein längerer Text, den ich ggf. anderweitig veröffentlichen werde.

Falsche Bewegung

Ich machte am Morgen eine falsche Bewegung mit dem Arm und fühlte sofort einen stechenden Schmerz vorne, seitlich im Burstbereich. Es war genau die gleiche Stelle wie vor ein anderthalb Jahren als in St.Jean von Strand aufstand. Aber diesmal nicht auf der rechten Seite, sondern auf der linken. Ach, wie schön! 😡 Ich rief sofort meinem Chiropraktiker an und bekam einen Termin für Montag morgen. Das letzte mal hatte er mit drei Terminen alles wieder in Ordnung gebracht. Ich merkte eh schon die letzten Wochen, dass der ganze Schulter- und Rückenbereich knirscht wie ein alter Dachstuhl. Ich weiß auch, dass ich mir das immer wieder selbst einhandele und es nicht so schlimm wäre, wenn ich mehrfach die Woche Sport treiben würde. (Vor meinem geistigen Auge sehe ich die gesamte Leserschaft mit dem Kopf nicken.)

Da es Freitag war und ich an dem Wochentag am Nachmittag lieber aus der Wohnung verdufte, weil Meisterin Propper das Regiment führt, nahm ich eine Schmerztalblette und fuhr in die alte Heimat um eine Runde um den See zu machen.

Das Wetter war bedeckt aber es war sehr warm. Weit über 20 Grad.

An dieser Stelle fotografierte ich letztes Jahr immer das Nilgänse Paar mit den ihren Jungen.

Ich begegnete wie immer jede Menge von Bekannten unter anderem einer Kollegin vom Fernsehen die zur genau der gleichen Zeit eine Runde um den See drehen wollte wie ich. Und natürlich wurden wir beide erkannt. Es war eine schöne Runde, weil wir endlich mal außerhalb von Sender über andere Dinge konnten.

Die Bewegung tat gut ich war für den Rest des Tages quasi schmerzfrei. Die Tablette tat den Rest.

Beim Renert traf ich die freischaffende PR ( jetzt hätte ich beinah Aktivistin geschrieben) also ich traf die J. , die vor allem in der Kunst und Kultur PR arbeitet. Wir waren uns erst letzte Woche über den Weg gelaufen. Diesmal hatten wir beide ein wenig Zeit um zu reden. Wir zurrten einen Termin im April fest für ein Dinner.

Ich war beizeiten daheim und sehr früh in den Federn.

Welche Sache würdest du gerne täglich häufiger tun?

Darauf werde ich jetzt eine äußerst blöde Antwort liefern, aber jeder kann es nachvollziehen. Ich würde gerne täglich ein wenig mehr Geld verdienen, als ich das jetzt tue. Ich beschwere mich nicht, aber wenn die Preise für den Lebensunterhalt, vor allem hier in Luxemburg, weiter ansteigen, wird es in naher Zukunft eng werden.

Nochmal Schreibkram & Tattoo?

Aus Gründen, die ich leider verschweigen muss, war der Morgen noch einmal mit gestrigen Schreibkram belegt, doch fand es endlich seinen Abschluss. Uff! Und jetzt bin ich gespannt auf der Dinge, die folgen werden. Denn es wird Folgen haben, dessen bin ich mir sicher! Wenn alles unter Dach und Fach ist, seid ihr im Blog die ersten, die davon erfahren. 

Gegen 14:00 Uhr zog ich los in die Stadt. Es war so schönes Wetter dass wir ich die Jacke nicht gebraucht hätte. Ich hatte Bücher bei Ernster bestellt, die ich abholte.

Zwischendurch gab es ein Kaffee im Renert. Dort überlegte ich was ich am Abend machen könnte. Der Kühlschrank ergab von Inhalt her nichts, was selbst in bizarrsten Kombi essbar gewesen wäre. Auf ein Restaurant hatte ich keine Lust. Nach was stand mir der Gusto?

Die Frage wurde mir mit einem Anruf abgenommen, den die A fragte mich ob ich Lust hätte, mit ihr zum ersten mal dieses Jahr auf der Terrasse des Parc Belair zu speisen.

Gegen 21:00 wurde es jedoch unangenehm kalt und kurze Zeit später war ich daheim.

Welches Tattoo möchtest du und an welcher Körperstelle?

Ich habe ein sehr gespaltenes Gefühl zu Tattoos. Einerseits muss ich mich immer wieder beruflich damit beschäftigen, weil falsche Tattoos immer wieder verlangt werden. Andererseits sind Tattoos so sehr in unserem Alltag verankert, dass wir sie kaum noch wahrnehmen. Wenn sie in einem Theaterstück verwendet werden, um eine gewisse Aussage zu machen, dann verpufft sie meistens. 

Aber das war nicht die Frage. Welches Tattoo ich gerne an welcher Körperstelle hätte, danach wurde gefragt. Sich mal kurz eben ein Tattoo stechen lassen, ist so ein Unding in unserer Gesellschaft geworden, dass ich beschlossen habe, mir nie eines stechen zu lassen. und wenn, dann müsste es schon etwas sein, dass ich mein Leben lang mit mir tragen werde und zu dessen Aussage ich auch noch in 20 oder 30 Jahren stehe. Da ich aber in 20 oder in 30 Jahren nicht mehr der gleiche sein werde, habe ich keine Ahnung, was das sein könnte.

Manchmal finde ich an Darstellern kleine versteckte Tattoos an diskreten Stellen:

Das fühlt sich dann so an wie ein bisschen schwanger sein. Ein Tattoo um des Tattowillen aber bitte so, dass es dem Beruf nicht zu sehr in die Quere kommt. Das kann ich für mich nicht nachvollziehen.

Versteht mich nicht falsch, es gibt Tattoos, die ich wunderschön finde und bei denen ich staune, was für Kunstwerke da geschaffen wurden. Das einzige, was ich mir in dieser Richtung für mich vorstellen könnte, ist, dass ich durch das Tattoo zu einem lebenden Kunstwerk werde. Das berühmteste Beispiel ist Tim der vom Künstler Wim Delvoye tätowiert wurde und der sich vertraglich immer wieder in Kunstmuseen ausstellen muss. Ich hatte Tim einmal in Tasmanien gesehen.

Drei Tage mit Tagesfrage

Am Sonntag war ausruhen, schlafen, lesen und anderweitig schreiben.

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Der Montag war mit einer Hauptprobe gekrönt. Aber da muss ich noch mal ran, denn da stimmte so manches nicht.

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Die meisten meiner Leser kommen ja aus Deutschland, die grad sehr verzweifelt sind und in manchen deutschen Blogs lese ich, dass sie sich ernsthaft Gedanken machen um auszuwandern. Ich lasse ja meist das politische Weltgeschehen in mein Blog nicht einfließen, obwohl schon klar sein dürfte, dass das, was alles vonstatten geht, mir auch nicht gefällt. Im Gegenteil, es lähmt mich und weil ich das Gefühl nicht mag, lese ich nur noch einmal am Tag die Zeitung oder schaue nur in eine Nachrichten App. Auch die sozialen Medien sind mir inzwischen herzlich egal.

Im gleichen Zusammenhang sah ich vor zwei Tagen einen Bekannten, der sich vor lagen Jahren “sehr um mich bemühte“ , ich aber nicht um ihn. Kurze Zeit später fand er dann seinen Lebensgefährten den er später heiratete. Er erzählte mir dass er seinen Mann eines Abends, Anfang Januar, leblos in der Wohnung gefunden hätte. „Hast du das nicht auf FB gesehen?“ fragte er mich. Nein, denn seit FB mir mehr viralen Blödsinn zeigt, als das was Freunde und Bekannte schreiben, schaue ich kaum noch rein.

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Und dann wäre da noch der Dienstag der sehr verregnet war, wieder gekrönt mit einer Hauptprobe. Ach ja… ich arbeitete mich langsam an die Dinge heran. Es wird so ganz langsam was, aber halt nicht so schnell wie sonst, was aber nicht an mir hing. Darum muss ich für den Mittwoch auch den Marktbesuch sausen lassen.

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Und dann wäre da noch die Tagesfrage:

Wenn du ein Wort endgültig aus der allgemeinen Verwendung verbannen könntest, welches wäre das? Warum?

Das hängt davon ab, aus welchen Gründen man das Wort in die Verbannung schickt. Wenn es nur darum geht ein Wort abzuschaffen, weil es in den eigenen Ohren nicht schön klingt, dann habe ich keines. Wenn man ein Wort aber abschafft, damit das, was das Wort beschreibt, dann auch weg ist und nie mehr wiederkommt, dann hätte ich jede Menge anzubieten. Diktator, Krieg, Hass, Hetze, Klimaerwärmung, Krankheit… man kann die Liste lange fortführen.

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Der Grund warum Scarlett Johansson nicht in den sozialen Medien ist.