… an dem ich jetzt auch, wie so viele andere, zu der Liga Ersatzteillager gehöre. Die Details erspare ich mir und den geschätzten Lesern; es sind wahrscheinlich die ganzen Unannehmlichkeiten, durch die wohl jeder gehen muss.
Insgesamt war es ein ruhiger Tag, der nichts hervorbrachte, das in seiner Wichtigkeit für das Blog gereicht hätte. Ein Bild möchte ich jedoch zeigen. Ich hatte es schon vorgestern gemalt. Es ist für mich eines der gelungensten:
Am Abend schaute ich mir einen Film Noir an. Phone Call from a Stranger (1952) mit einer sehr jungen Shelly Winters und einer erst sehr spät im Film auftretenden Bette Davis, die erfolglos versucht das Beste aus dieser Opferrolle herauszuholen. Jetzt verstehe ich, warum sie sich zeitlebens gegen solche Frauenbilder in Filmen gewehrt hat. Trotzdem sehenswert.
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Welche Sache sollte deiner Meinung nach jeder wissen?
Wie man respektvoll mit seinem Gegenüber umgeht. Oder, wenn man aus Gründen diesen Respekt partout nicht aufbringen kann, ein Minimum an Höflichkeit, und da rechne ich Ignorieren mit dazu. Ignorieren ist immer noch höflicher, als dem Gegenüber eine Ohrfeige zu verpassen.
Manche wussten dass heute die Zahnfee kommen sollte und wünschten mir alles Gute, gleich schon früh am Morgen. Das war schön.
Zwischendurch bediente ich die Waschmaschine und las in diesem Buch:
Es ist zu groß und dick um Abends im Bett zu lesen. Ich hatte es versucht und lag dann so unbequem, dass ich nach wenigen Minuten aufgab.
Am frühen Nachmittag fuhr ich zur „Zahnfee“.
Ein obligates WAZIFUBO Foto.
Und keine halbe Stunde später war ich wieder raus und konnte wieder lachen ohne die Monster Zahnlücke.
Dann tat ich etwas was ich mir gerne verkniffen hätte, aber so kurzfristig konnte ich das nicht mehr absagen. Es war ein Debriefing was mir wichtig war und bei dem ich jetzt gerne den Mund gehalten hätte, denn mit dem Fremdkörper im Mund war sprechen erst mal schwierig. Aber da musste ich jetzt durch.
Danach war ich erledigt. Ich fuhr noch kurz ins Theater weil dort noch etwas zu erledigen war und dann ging es fix heimwärts.
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Wenn dir ein Flaschengeist drei Wünsche erfüllen würde, was würdest du dir wünschen?
Der große Klassiker aller Fragen. Der erste wäre, dass ich sich bei einer Wunschäußerung die Anzahl der Wünsche immer wieder zurück gestellt wird auf drei Wünsche. Der zweite Wunsch, (der dann wieder der erste wäre) wäre Frieden auf Erden, schlicht und einfach. Der Dritte wäre ein Bankkonto, das nicht leer wird, so wie ein Füllhorn. All die anderen Wünsche, die ja dann endlos wären, wären um Missstände zu beseitigen und kleine Wunder zu bewirken, die man für Geld nicht kaufen kann.
Ich glaube es war heute zu allererstem mal, dass mir die Zeitumstellung erst am Morgen des eigentlichen Tages auffiel. Der Wecker im Schlafzimmer springt nicht von selbst um. Und als ich erwachte, war es kurz vor 6:00, also erst kurz erst kurz 5:00!!! Ich bemerkte das zu Anfang nicht, stand auf, schaute aufs Smartphone…dann fiel erst der Groschen. Viiiiel zu früh! Doch da ich schon die Kaffeemaschine angeworfen hatte, war es jetzt eh egal.
Ich schreib den Beitrag von gestern fertig und beschloss, dass heute ein Tag zum Malen ist. Ich hatte am Abend davor noch ein wenig bei Pinterest gesucht (ja, das gibt es noch, wenn auch sehr werbeverseucht). Es sprangen mir immer wieder Motive ins Auge, die von der Perspektive herausfordernd sind. Das bedeutet ausmessen, weil es sonst ein Reinfall wird, wie bei dem letzten Bild, das ich nicht zeigen kann, weil ich es verschenken wollte, Es ging gehörig schief. Zudem zog ich mit der ganzen Malstation von Esszimmertisch in die Küche um sehen ob es sich dort besser malt. Dort sitze ich auf einem Hocker und der Blickwinkel ist anders.
Ich malte zum Aufwärmen erst mal etwas anderes:
Die Tannen werden langsam besser, und ich fragte mich ob man im Aquarell die gleiche Technik wie Bob Ross in der Ölfarbe anwenden kann, nämlich die Tannen mit dem Fächerpinsel malen? Das neue Aqurellklebeband ist auch nicht sooo toll. Es ist jetzt schmaler, so wie ich es haben wollte, aber es suppte doch an man Stellen durch.
Und noch eins:
Der Horizont ist nicht ganz grade, ansonsten mag ich das Bild sehr. Ich habe nur mit Schwarz gemalt und der Verdünnung mit Wasser. Das nöchste mal probiere ich das Grau selbst anzumischen mit Blau, Rot und Gelb. Auch die Steine im Wasser vorne sehen aus wie Maulwurfshügel. Gibt es Seemaulwürfe?
Und noch eins:
Von den Motiven her sind es Variationen von Bildern die ich schon mal gemalt habe, aber es geht ja auch ums Üben. Hier ging es mir um die Ratio von Farbe und Wasser so wie im obigen Bild auch. Schatten, wie z.B. der vom Giebel muss schon sehr präzise sein, sonst verpufft die Wirkung. Die Mini Details habe ich mit einem Pigmetstift hinzugefügt.
Am späten Nachmittag fuhr ich ins benachbarte Ausland. Ich hatte versprochen, dass ich bei einer Videoaufnahme helfen würde. Das war sehr schnell im Kasten, weil jeder vorbereitet war und ich den Ort mit ordentlichem Licht schnell ausgewählt hatte. In weiser Voraussicht hatte ich die Podcast Mikrophone eingepackt, damit der Ton sauber wird. Zwei Aufnahmen reichten.
Anschließend gab es mein erstes Reclette für diese Wintersaison und das war ausgesprochen lecker. Es wurde ein lustiger Abend mit ein paar guten Lachern.
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Was ist deine Lieblingsform der körperlichen Betätigung?
Schwimmen! Darüber gibt es auch einen ausführlichen Podcast bei Ëmgefall an Ausgelaf. Op Lëtzebuergesch.
Ich war sehr früh erwacht, beschloss aber, dass es zu früh war, drehte mich noch einmal um und schlief weiter. Kurz nach acht rockte ich dann den Blogbeitrag von gestern runter und machte mich ausgehfertigt für den Wochenmarkt.
Die Haare am Oberkopf sind inzwischen so lang dass sie bis zur Nasenspitze reichen:
Ich könnte, wenn ich wollte, mir eine Frisur à la Leningrad Cowboy machen. Als ich dann los wollte, hatte sich das Wetter wieder geändert und es regnete. Bäh. Ich strich den Wochenmarkt weil ich keine Lust hatte wieder klatschnass zu werden, wie vor ein paar Tagen.
Und dann passierte das, was vorgestern auch schon passiert war, meine Homepage fiel aus. Es geht wieder von vorne los. Ich schrieb eine Mail wie gehabt an den Host. Kurz vor 11:00 zog ich dann doch los. Meine Kaffeevorräte waren alle.
Wieder daheim kam ein Anruf… Ich machte einen Krankenbesuch. Es war schön diese Person wiederzusehen… Mehr kann ich dazu nicht schreiben. Kurz vor 19:00 war ich wieder daheim. Das Wetter war den ganzen Nachmittag ein einziger Wasserfall gewesen, ich war müde und hatte dunkle Gedanken.
Am Abend malte ich noch ein Bild fertig, das ich gestern angefangen hatte, das aber trocknen musste.
Zudem gab es noch drei kleinere Bilder in Form eines Lesezeichens, die auch den letzten Schliff bekamen.
Die dunklen Gedanken kreisten um so manche Begebenheit das Tages und um mich selbst, so dass ich keinen anderen Ausweg sah, als früh ins Bett zu gehen.
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Wie viel würdest du bezahlen, um zum Mond zu fliegen?
0 Euro. Was soll ich dort? Nur um später sagen zu können, dass ich mal ein Astronaut war? Es gibt noch so viele schöne Flecken auf der Erde, die ich noch nicht besichtigt habe und die möchte ich davor sehen. Ich würde es mir höchstens überlegen, wenn mich jemand einladen würde, um mitzufliegen.
Ich erwachte sehr früh. Draußen war es noch stockfinster. Da ich ja gestern in einem alten Märchenbuch gelesen hatte, schrieb ich am Morgen an einem größeren Text, der voraussichtlich erst im Frühjahr erscheinen wird. Ich möchte ihn aber dieses Jahr noch fertig bekommen.
Jeden morgen und Abend veranstalten die Krähen eine Flugshow und Tonkonzert. Ich war nicht schnell genug mit Smartphone. Es sind immer riesige Schwärme. Das hier ist der Rest, der sich auf dem Baum gegenüber niedergelassen hatte:
Es ist erstaunlich wie schnell es in den letzten zwei Wochen morgens immer später hell wird. Wer schon länger hier mitliest weiß, dass ich kein Fan der dunklen und kalten Jahreszeit bin. Damit kommen auch immer wieder die dunklen Gedanken wieder, wann auch nicht mehr so schlimm wie noch vor zehn Jahren. Ganz verschwinden werden sie wahrscheinlich nie.
Das Gute an dem Tag jedoch war, dass am Nachmittag Meisterin Proper kommen sollte. Das bewog mich, die Wohnung weitgehend aufzuräumen, damit sie putzen kann. Am Nachmittag malte ich eine Reihe von Dingen. Ich versuchte mich vor allem in Bäumen, die ich nicht so ohne weiteres hinbekomme. Ich schaute mir noch einmal ein paar Videos an. So gegen 5:00 Uhr musste ich dann schon wieder damit aufhören, denn draußen wurde es schon wieder dunkel und bei elektrischen Licht malt es sich nicht gut.
Am Abend gab es ein Tomatensalat, den ich in winzig kleine Würfel geschnitten hatte, mit einem Karottenpüree. Dann gab es noch einmal drei Folgen von Will & Grace und damit war der Freitag soweit gelaufen.
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Welche alternativen Berufswege hast du erwogen bzw. für welche interessierst du dich?
Alternative Berufswege kommen nur dann infrage, wenn der eigentliche Beruf keinen Spaß macht. Das ist bei mir nicht der Fall. Ich könnte mir vorstellen stattdessen irgendetwas mit Schreiben zu machen. Aber das mache ich ja eh schon. Ich schreibe vierteljährlich größere Reportagen für queer.lu und täglich hier im Blog. Alternativ könnte ich mir noch vorstellen, dass ich irgendetwas mit Reisen mache. Eine Kombi von beidem wäre schön. Ich könnte mir vorstellen Reiseführer zu schreiben.
Ich war sehr spät eingeschlafen, wachte aber auch punktgenau wieder um 7:25 auf, wie die letzten Tage auch. Ich hätte mich noch einmal auf die andere Seite drehen können und weiterschlafen, aber das hätte nicht geklappt.
Der Himmel am Morgen verhieß nichts gutes.
Dann beging ich einen Fehler. Noch vor der ersten Tasse Kaffee, also völlig unvorbereitet, schaute ich in die Mails, weil ich das gestern wegen der ganzen Aufregung nicht getan hatte. Großer Fehler! Es war eine Zeitbombe dabei. Merke: IMMER erst Kaffee, dann erst irgendetwas anderes.
Ich fing an zu malen.
Ich kann doch nicht ganz genau sagen, was das werden soll, aber irgendetwas wird es schon werden.
Inzwischen hatte sich das Wetter ein wenig gebessert. Ich kaufte allerlei Joghurts auf Pflanzenbasis und Puddings, wegen dem situationsbedingten Esszimmerumbau. So langsam wird es langweilig. Ich bin nah dran die Tage rückwärts zu zählen, obwohl das die Warterei bekanntlich schlimmer macht.
Wieder daheim malte ich das Bild fertig:
Ich werde mich weiter in Perspektive versuchen. Ich finde hier ist das schon mal nicht schlecht geworden. Auch das mit den Wolken ist fast ok. Ich traue mich immer noch nicht mit der Nass-auf-nass Technik einfach loszulassen und die einfach Farben laufen zu lassen. Ich wünschte ich hätte darüber mehr Kontrolle. Üben,üben,üben…
Ich hatte nicht wirklich das Verlangen am Abend etwas zu unternehmen. Das Wetter war sehr unstetig und ich beschloss mir etwas anzusehem. Mit großer Freude stellte ich fest, dass Prime jetzt endlich die erste komplette Staffelserie von Will and Grace hat. Für mich eine der lustigsten und frechsten Sitcoms die es je gab. Heute wäre eine solche Serie gar nicht mehr machbar.
Ich malte noch ein Blid, weil mich die Nass-auf-nass Technik immer noch reizt.
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Was ist das größte Risiko, das du eingehen würdest – aber bisher nicht konntest?
Da ich kein wirklich risikofreudiger Mensch bin und nur das mache, bei dem es ein kontrolliertes Risiko gibt, wird es wahrscheinlich nie eintreten. Ich würde gerne auswandern, wenn auch nicht für immer. Meine großen Reisen in den letzten Jahren waren ja ein erster Ansatz, aber eben kontrolliert, weil es ja eine fixen Rückflug gab. Aber ich könnte mir vorstellen ein Jahr oder länger weg zu sein und dort einen völlig anderen zu Job machen, vielleicht etwas mit Sprachen, ich kann ja ein paar.
Ein ruhiger Samstag. Ich war am Morgen doch auf dem Wochenmarkt, entgegen meiner Eitelkeit, die mir ja befohlen hat, mich nicht so zu zeigen, einerseits um rauszukommen, andererseits um zu sehen was Markt an Wäre hätte, die für mich in Frage kommt. Suppe, Yoghurt, Püree, Pudding, Mousse au Chocolat… es ist ein bisschen langweilig. Inzwischen träume ich von einem Steak mit Pommes und Salat, aber das geht ja nicht.
Ich traf auch kurz die D. auf einen Kaffee im Renert. Es war schönes Wetter doch es war auch schweinekalt. Wir unterhielten uns über unseren Podcast und kamen auf weitere Ideen und Themen. Die Folgen bis Ende des Jahres sind gesichert.
Wieder daheim malte ich ein wenig. Immer auf der Suche nach Motiven, fand ich eines das ich ausprobieren wollte. Das Prinzip erst die hellen Dinge zu malen und dann immer dunkler zu werden, habe ich noch nicht so richtig verinnerlicht. Dabei ist das wichtig wenn man Landschaften malen will. Ich fand eine von der ich glaubte dass ich sie hinbekäme.
Das schwierigste waren dann die Steine im Vordergrund. Einer davon passt farblich nicht.
Am frühen Nachmittag hörte und sah ich sie. Ich hatte sie bereits in der Nacht gehört aber nicht gesehen. Schneegänse:
Über den ganzen Tag verteilt hörte ich sie immer wieder. Dann wird es jetzt wohl definitiv kälter werden.
Meine Abendunterhaltung bestand aus Podcastschneiden. Mittwoch in achten Tagen kommt er raus.
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Würde der Sketch auch andersrum funktionieren, wenn wir in einem Matriarchat leben würden? Oder ist es nur ein dummer Macha* Witz?
*Das weibliche Pendant vom Macho.
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Nenne eine Sache, die die meisten Leute nicht über dich wissen.
Nein, das werde ich nicht tun! Es hat schon seinen Grund, warum es nicht alle wissen und das soll auch so bleiben. Denn wenn ich es schreiben würde, wüssten es ja alle, und die Frage wäre hinfällig. Es gab einmal eine ähnliche Tagesfrage: „Verrate ein Geheimnis über dich.“ Nein, das kann ich auch nicht, sonst wäre es ja kein Geheimnis mehr.
Fühlst du dich an faulen Tagen ausgeruht oder unproduktiv?
Das ist eine sehr gute Frage, weil sie davon ausgeht, dass Ausgeruhtheit mit Unproduktivität einher geht, was absolut nicht stimmt. Dazu sollte ich erst einmal definieren was bei mir an einem sogenannten ‚lazy day‘ passiert, bzw. nicht passiert. Da ich mich zur Zeit grad in einer Periode befinde, in der ich wegen der Zahnbehandlung keine Projekte am Start habe, sprich ich habe das so bewusst so eingetaktet, sind diese Tage ja prinzipiell alle faule Tage.
Ich fühle mich, um auf die Frage zu antworten und nicht noch ausschweifender zu werden, nicht unproduktiv. Es gibt immer was zu tun. So bereite ich im Kopf und auch per Mail das große Projekt vom Jahresende vor. Wenn ich mich damit nicht beschäftige, mache ich andere Dinge. Podcast schneiden, Malen, in spezifischen Büchern über Dinge recherchieren für die nächsten große Reportage für Queer.lu. Alles Dinge die ich nach meinem Gusto tun oder lassen kann. Ich mache sie, weil sie Spaß und Freude machen. Und ja, ich fühle mich auch ausgeruht. Dabei stellte ich mir die Frage ob es in meinem Fall wirklich faule Tage, sprich lazy days, sind. Ich finde dass ‚Lazy Days‘ im Englischen viel positiver besetzt ist, als ‚faule Tage‘ auf Deutsch. In meinem Fall sind es ja Krankheitstage, obwohl ich nicht krankgeschrieben bin und ich theoretisch arbeiten könnte. Es ist nur meine eigene Eitelkeit, die mir verbietet mich so zu zeigen.
Zusammenfassend gesagt, ich fühle mich ausgeruht UND produktiv!
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Und mit dieser Antwort ist der Donnerstag auch so weit beschrieben. Am Abend hatte ich ausgewählten Besuch hier, denn ich hatte Lust zu kochen. Der Besuch brachte Blumen mit:
Es gab ein Großväterchen Menü, der sein Gebiss vergessen hat; Hachis Parmentier. Ich hatte dafür alles eingekauft. Ich hatte das schon lange nicht mehr zubereitet und war erstaunt wie viel Arbeit das dann doch ist. Die Fleischfüllung bestand aus mehr Gemüse als Fleisch. Ich hatte Möhren und Frühlingszwiebeln burnoise ähnlich kleingeschibbelt und vorab gekocht, damit alles butterweich sein sollte. Der ausgewählte Besuch fand das ganz großartig und die riesige Schüssel von der ich dachte, dass davon mindestens die Hälfte übrig bleibt, war leergefuttert.
Leider kein Foto, aber es sah auch nicht sehr fotogen aus.
Mit einer Wut im Bauch aufgewacht. Ich hatte geträumt, dass irgendjemand im Hinterhof, seinen fetten Bentley hinter meine Garage gestellt hatte und mir mit Handzeichen zu verstehen gab, dass ich mit meinem Auto nicht rausfahren könnte. Der Typ sah aus wie ein Arsch, also so wie ich mir einen Archetypen von Arsch vorstelle. Ich war so echauffiert, dass ich aufstehen musste. Ich ging in die Küche und trank einen Schluck Wasser. Da wurde mir bewusst, dass es draußen noch stockfinster war. Als ich auf den Wecker sah, war es erst 6:30 Uhr. Ich legte mich noch einmal hin und versuchte noch einmal einzuschlafen, was erstaunlicherweise gelang. Richtig aufstehen tat ich dann erst gegen 8:00 Uhr.
Als ich später noch einmal an diese Episode dachte, wurde mir bewusst, dass sie fast etwas Schlafwandlerisches hatte und ich fragte mich, was für seltsames Zeug mein Kopf da wieder abgearbeitet hat. Ich kann mir vorstellen, wo es herkommt, aber das gehört nicht ins Blog.
Am Nachmittag gab es einen wichtigen Termin der für die kommenden Monate ausschlaggebend sein wird.
Danach noch eine kleine Einkaufsrunde für Dinge die ich speziell für Dienstag brauchen werde und wahrscheinlich auch für den Rest des Woche. Aber das erzähle ich morgen.
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Nach welchen Prinzipien lebst du?
Die Frage hört sich sehr nach einer Frage an, die man in einem Einstellungsgespräch gestellt bekommt. Mein erster Gedanke war, dass ich nach den Prinzipien der Askese und der Völlerei lebe. Ich weiß, das passt nicht zusammen, aber ich könnte es auch anders drehen. Ich bin ein Genussmensch, der sich in Verzicht übt. Und Üben ist immer gut. Ich weiß auch jetzt schon, wenn ich diese Frage irgendwann in den nächsten Jahren noch einmal lese, ich mich ärgern werde, dass ich sie wieder auf diese etwas überhebliche Art beantwortet habe, die ich nicht an mir mag.
„Ich versuche, ehrlich zu mir selbst und anderen zu sein, Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen und Menschen mit Respekt zu begegnen. Mein Grundprinzip ist, anderen so zu begegnen, wie ich selbst behandelt werden möchte.“ Das wären zwei Sätze, die ich in einem Einstellungsgespräch antworten würde. Ich selbst musste solche Fragen, Gott sei Dank nie beantworten.
Am frühen Morgen hatte ich einen Termin mit einer Person, die mit zu der Gruppe gehört, die sich gerade viele Sorgen machen. Aber nach dem Motto geteiltes Leid ist halbes Leid, war mir danach wohler und es half auch der Person mit der ich mich getroffen hatte.
Ansonsten war der Tag sehr ereignislos. Am Abend gab es noch eine Dienstrunde, die ohne Zwischenfälle verlief und keine zwei Stunden später lag ich im Bett.
Darum gibt es heute etwas anderes zu lesen. Mein Text über eine Königin von Schweden aus dem 17. Jahrhundert, kam vor ein paar Tagen endlich raus. Da ist immer ewig dauert, bis der Text auch online erscheint, gibt es hier ein PDF mit dem ganzen Bericht.
Wenn du eine Million Euro zu verschenken hättest, wem würdest du sie geben?
Niemandem. Denn dem wäre damit nicht geholfen. Ich würde die Million so einsetzten, dass sie nicht nur einem hilft, sondern mehreren zu Gute kommt. Ich würde das Geld in einem Fond anlegen dessen Gewinn mehrere Menschen unterstützt.
Zum einen kaufte ich mir eine Aquarell Palette und entsprechendes Papier. Ich folge schon länger einer Youtuberin, die vor allem Aquarell malt. Sie macht das so gekonnt, dass ich richtig angefixt wurde. Ich habe als Kind viel gemalt (heute auch noch, aber mit Schminke) und wollte das mal wieder ausprobieren. Eine schöne Beschäftigung für die langen kalten Winterabende, wenn ich keine Vorstellungen habe.
Zum anderen vergaß ich, darüber zu berichten, dass ich im Rainbow Center war und die neue Quer.lu frisch aus der Druckerei geliefert wurde. Da ich dieses Mal nicht so lange warten will, bis mein Text endlich online erscheint, werde ich hier die nächsten Tage ein PDF einsetzen.
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Kommen wir zur heutigen Tagesberichterstattung. Es war Mittwoch und Wochenmarkt. Ich kaufte ein bisschen Obst, aber das Hauptevent war das Wiedersehen mit dem H. Er kam gestern aus Australien an. Es gab viel zu erzählen. Wir speisten gemeinsam zu Mittag in der Casa Gabriele, wo ich schon länger nicht mehr war.
Im Anschluss fuhr ich mit der D zu mir und wir nahmen noch einen Podcast auf. Jetzt sind die Folgen bis Anfang November gesichert. Ich muss sie nur noch schneiden, aber dafür habe ich nächste Woche Zeit genug.
Am Abend war ich dann wieder dienstlich im Einsatz.
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Die Tagesfrage ist ein bisschen redundant hinsichtlich dessen, was ich schon alles im Blog über mich steht.
Was war das schwierigste persönliche Ziel, das du dir gesetzt hast?
Das schwierigste persönliche Ziel war in dem Sinne schwierig, weil es sehr lange gedauert hat, um endlich dahin zu kommen.
Beruflich war ich nicht von Anfang an Maskenbildner. Ich war Friseur. Dass dies immer nur ein Zwischenziel war, hatte ich mit den Jahren ein wenig aus den Augen verloren. Ich wollte schon Maskenbildner werden, als es den Beruf in Luxemburg so noch gar nicht nicht anerkannt war. Brotlose Kunst! Das war das Argument, das meine Eltern mir immer wieder vor Augen hielten und dass ich irgendwann auf der Straße sitzen würde. Doch mit Anfang 30 bekam ich dann endlich die Kurve. Es war auch der richtige Moment damit zu starten, da sich damals in Luxemburg, die Filmindustrie langsam etablierte.
Der Tag war angefüllt mit nachträglichem Herumgerenne, für Dinge, die ich schon längst abgeschlossen habe. Ansonsten war ein ruhiger Tag, der fürs Blog nicht viel hergab. Darum gibt es eine Tagesfrage:
Wer sind deine Lieblingskünstler?
Die, die mich bei der Arbeit nicht in den Wahnsinn treiben und glauben alles besser zu wissen. Das wird übrigens jeder MUA bestätigen.
Aber das ist ein anderes Thema. Der Grund warum ich diese Tagesfrage beantworten wollte, ist weil ich erst gestern erfahren habe, dass Patricia Routledge am 3.Oktober verstarb. Sie war vor allem eine Theaterschauspielerin, doch die breiten Masse kennt sie für die legendäre Rolle der Hyacinth Bucket aus Keeping up Appearences.
Sie war auch eine der Talking Heads von Alan Benett in der Folge A Woman With no Importance. Hervorragende Schauspielkunst und eine recht traurige Geschichte.
Vielen Dank für all die Rückmeldungen über alle Kanäle vom gestrigen Post. Ich weiß das sehr zu schätzen und es hat mir geholfen manches besser zu verstehen.
Es wird diese Woche hier sehr ruhig werden, weil das Unverblogbare überhand nehmen wird.
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Der Samstag war ein strahlend schöner Sonnentag von dem ich aber nur morgens etwas mitbekam. Den Nachmittag unf Abend saß ich drinnen.
Das Foto des Tages:
Ein Requisitentisch.
Nach Arbeitsrunde ging es mit dem G. ins Le Zai wo ich viele male dran vorbeigefahren bin, aber noch nie drin war. Eine Institution die ich bis dahin nicht kannte.
Noch ein Foto vom Mond am Abend.
Anschließend fiel ich ins Bett wie ein Stein.
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Inwiefern bietet dir harte Arbeit Erfüllung?
Erfüllung bringt die Härte der Arbeit schon lange nicht mehr, wenn sie es denn je brachte. Das Resultat zählt. Wie ich dahin gekommen bin, ist nebensächlich. Zudem ist Härte in meinem Fall wohl das falsche Wort. Es ist eher kniffelig und manchmal sehr kompliziert.
Die erste Mail die ich am Morgen las, war ein weiterer Vorschlag hinsichtlich des Hausputzes im Blog. Mein heißgeliebtes Theme Hemingway, ist nicht mehr auf dem neuesten Stand, schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Aber ich fand ein neues, dass sich Hemingway Rewritten nennt. Ich jubelte fast vor Begeisterung. Sollte ich an meinem letzten Tag, vor der Abreise noch irgendwo ein Stündchen Zeit finden, werde ich es einsetzen. Es sollte sich vom Look her nichts ändern, ich muss nur diverse Dinge noch einmal individuell anpassen.
Die erste Sims des Tages kam von der D. und beinhaltete zwei Fotos.
Jahaaa! Genau da geht es morgen hin!
Am Morgen huschte ich raus und besorgte ein paar letzte Dinge. Meine Sneaker sehen alle aus wie S.. Beide Paare kann ich noch anziehen, für die Arebeit gehen sie noch, aber so für Urlaub und vorzeigbar sind sie nicht mehr. Da ich ja bald Geburtstag habe, nutzte ich die 15% Rabatt bei Geox und schlug in der Cloch d’Or zu.
Wieder daheim, ließ mir mein Blog und mein ungeupdatetes Theme keine Ruhe. Also setzte ich hin und ersetzte alles. Ich denke mal dass jetzt alles noch immer fast so aussieht wie davor, aber im Hintergrund herrscht jetzt wieder Zucht und Ordnung.
Am Abend war ich mit den Bären unterwegs, wir waren nur zu viert. Und wir speisten ausnahmsweise nicht im Lentz, sondern im Grand Café. Aber es ergab erstmal schöne Gespräche und ich lernte zwei von ihnen ein wenig besser kennen. Er wurde erstaunlich spät. Huch!
Und dann wäre da noch eine Tagesfrage:
Wenn du auf ein Wort verzichten müsstest, das du regelmäßig verwendest, welches wäre das?
Da sich meine (deutsche) Sprache über die Jahre, wie bei jedem, stetig verändert, finde ich die Frage interessant. Es müsste also ein Wort sein das ein fest angestammten Platz in meinem Wortschatz hat.
Ich arbeite grad an einem großen Text für nächstes Jahr, in dem es um eine intersexuelle Person aus den 19. Jahrhundert geht und ich musste dort lange überlegen, wie ich das hinsichtlich der Geschichte und der Pronomen angehe. Ich denke, dass ich das ganz gut hinbekommen habe, aber es war nicht einfach. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, würde wahrscheinlich nicht nur ein Wort verschwinden, sondern eine ganze Wortgruppe, nämlich alle Pronomen und Artikel. Ja ich weiß, das ist ein schwerer chirurgischer Eingriff. Aber es würde viele Probleme lösen. Fragt mich nicht wie das aussehen soll, das weiß ich auch nicht. Ich weiß auch, dass es die Pronomen Sier bzw. Xier für intergeschlechtliche oder non-binäre Menschen gibt, aber darum geht es ja nicht nur. Es würde auch der gesamten Genderei ein Ende setzten. Aber damit öffne ich ein weiteres großes Fass und das gehört nicht zur der oben gestellten Tagesfrage.
Oh ja! Zur Zeit hege ich einen gewaltigen Groll gegen den Server meiner Homepage. Nicht später als gestern hatte er die Seite wieder selbstständig abgeschaltet. Ich telefonierte diesmal mit dem Support anstatt eine Mail zu schreiben und bekam sofort einen Techniker an die Strippe. Er wusste sofort um was es sich handelt. Mein Problem scheint also bekannt zu sein. Er erklärte mir dass es ein Rätsel sei warum der Server ohne ersichtlichen Grund meine und eine weitere Homepage immer wieder rausschießt. PHP und Apache sind (zumindest bei mir) auf dem letzten Stand, und es gab in letzter Zeit keine Cyberattaken. Er versprach mir dass es in der nächsten Zeit neue Server geben würde und meine Seite die erste wäre die dann umziehen würde.
Und als ich heute Morgen (also Donnerstag)erwachte, teilte mir Jetpack mit, dass die Seite wieder weg ist. Langsam macht es mich wahnsinnig.
Update: Nach einer eingehenden Recherche schien das Problem an zwei verschiedenen Plugins zu liegen, vor allem an einem das schon seit geraumer Zeit nicht upgedatet wurde. In der Hoffnung dass das Problem war… die Zeit wird es zeigen.
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Was den Mittwoch angeht, hatte ich vor häuslich zu bleiben und diverses am Schreibtisch abzuarbeiten. Ich musste zudem als letzte Pflicht eines Jurymitglieds eine Argumentation schreiben. Ich orientierte mich dabei an den argumentativen Schreiben der letzten Jahre, die aber derart ausgeschmückt und blumig klangen und so gar nicht mein Schreibstil sind. Also erfand ich selbst etwas.
Ich hätte noch andere Dinge erledigen können wenn ich keinen Migräneschub gehabt hätte. Den hatte ich nun wirklich die letzten Wochen alles andere als vermisst! Und damit war der Tag gelaufen.
Kurz nach dem Aufwachen war mein erster Gedanke wieder der Umstand, dass ich Jurymitglied bin. Ich setzte mich noch einmal hin und überflog sämtliche Entscheidungen und ob ich sie rechtfertigen kann.
Danach ging ich in die Stadt, denn am ersten Montag im September findet auch immer die große Braderie statt. Ein Räumungsverkauf von allen Geschäften der Stadt. Das Renert hatte auch deswegen ausnahmsweise geöffnet, mit einem extra Braderie Menü:
Es war lecker aber gewaltig. Ich schaffte nicht alles.
Mir blieb noch ein wenig Zeit und ich ging hinüber zum Bücherladen Ernster der Bücher zum Kilopreis verkaufte. Ich erstieg folgende sehr dicke Schwarchte:
Was dann folgte war wie eine gewaltige Verstopfung, die raus wollte aber nur zögerlich kam. Man schwitzt und stöhnt und es geht nur mit viel Anstrengung, Schmerz und Geduld. Ich beschreibe hier keine peinliche Sitzung auf dem Klo, sondern eine Besprechung, von der ich hoffte, sie wäre in knapp anderthalb Stunden vorbei, aber sie dauerte fast drei Stunden ohne Pause. Aber ein Erfolg war es dann trotzdem. UFF! Ich fühlte mich wie durch den Fleischwolf gedreht, und sehnte mich seit vielen Tagen zum ersten mal nach einem Glas Wein oder ein Apéro.
Es wurde ein Apérol Spritz im Hotel Parc Belair
Danach fühlte ich mich besser.
Ich war schon lange nicht mehr bei meinem Hauschinesen gewesen. Also auf dorhin! Das tolle an dem Restaurant Räiskär ist, dass sie nebst ihrer recht klein gehaltenen Karte auch immer eine Karte mit neuen Vorschlägen haben. Darauf standen heute Glasnudeln aus Süßkartoffel Stärke, etwas was ich noch nie gegessen hatte.
Sie sind anders als normale Glasnudeln, die bissfester sind. Diese sind eigentlich auch bissfest, aber man hat so ein seidiges Gefühlt im Mund und sie schmelzen zum Teil weg. Ich habe noch nie solche Nudeln gegessen. Die Besitzerin erklärte mir dass es diese Nudeln in China nur bestimmten Anlässen gibt, weil es wesentlich mehr Arbeit ist sie herzustellen. Den üblichen Reis dazu hätte ich gar nicht gebraucht.
Und während ich dort saß, überkam mich eine gewaltige Müdigkeit. Wie kann ein Mensch kurz nach 19:00 Uhr schon so müde sein?
Wieder daheim fiel ich ziemlich steinartig ins Bett. Ab morgen muss ich anfangen Vorbereitungen zu treffen, weil ich Ende der Woche im Flieger sitzen werde.
Die Tagesfrage reizte mich:
Was treibt dir Freudentränen in die Augen?
Vieles treibt mir Tränen in die Augen, aber Freudentränen? Dann muss die Überraschung so überwältigend sein, dass der Verstand aussetzt und mir nichts anderes übrig bleibt, als den Tränen freien Lauf zu lassen. Und das ist äußerst selten.
Es regnete und es war am Morgen schweinekalt. Zu kalt zum schwimmen. Wenn ich in St.Jean gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich gegangen, weil das Meer dort vor der Haustür liegt. Der See ist aber eine halbe Autostunde entfernt.
Insgesamt, ein sehr ruhiger Sonntag.
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Ich habe mal wieder zu viel Zeit in den YT Shorts vertrödelt, wenn so viele Videos gleich hintereinander kommen. I ❤️ Lucy Darling alias Carisa Hendrix. Carisa ist Zauberin/Illusionistin bisweilen in der Stage Persona Lucy Darling und ich liebs. Sie arbeitet viel mit dem Publikum und jede Show ist anders.
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Beschreibe eine Gewohnheit, die dir Freude bereitet.
In der Küche zu werkeln und hantieren. Das ist schon eine der täglichen Dinge die ich gerne mache. Das war lange Zeit nicht so. Ich glaube, dass ich die Küchenarbeit erst richtig schätzen gelernt habe, während den Lockdowns in der Pandemie. Sie war etwas vertrautes, was mich ablenkte und bei dem am Ende etwas leckeres heraus kam.
Ich war überzeugt, dass wenn die D und ich ein klein wenig warten und nicht ganz so früh losfahren, wäre es ein wenig wärmer und wir könnten wir trotzdem schwimmen gehen…
Yep, so geplant, so getan! Es war wie das letzte Mal. Das Wasser war wärmer als die Außentemperatur. 
Wieder daheim waren wir noch schnell pber den Samstagsmarkt. Und auf einen Kaffe beim Renert.
Als ich nach Hause ging, vernahm ich den ersten Sprühregen. Ich zuckte einmal freudig zusammen, nicht, dass ich mich über den Sprühregen selbst gefreut hätte, sondern, weil wir den Morgen so gut genutzt hatten, um noch einmal schwimmen zu gehen, bevor die Regenschauern einsetzen.
Am Nachmittag schüttete es dann, wie aus Kübeln:
Am Abend schaute ich mir einen Science-Fiction Film an, den ich vor ein paar Tagen aufgenommen hatte. District 9. Ein Film unter anderem von Peter Jackson produziert wurde.
Da der Film in Johannesburg spielt, ist er um Längen interessanter, weil es viele Allegorien gibt, die man mit der Zeit der Apartheid zusammenhängen. Das Peter Jackson ihn mit produziert hat, wunderte mich nicht. Er erinnerte mich streckenweise an den Film Brain Dead. Ein lustiger Splatter Film mit Zombies, dem immer nachgesagt wurde, er würde den Weltrekord halten, wegen der Mengen an Kunstblut die dort verwendet wurden. In District 9 wie in Brain Dead geht es um einen Protagonisten, der über sich hinaus wächst. Insgesamt recht sehenswert, aber er hat auch ein paar Längen.
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Was macht dich neugierig?
Alles. Aber da ich keine Katze bin und keine sieben Leben habe, bin ich vorsichtig.
Zugegeben, das Wetter war nicht das beste, aber wir fuhren trotzdem zeitig am Morgen los zum See. Nach den letzten Regentagen hatte ich damit gerechnet, dass das Wasser um einiges kühler wäre. Aber das war es nicht. Es war sogar wärmer als die Außentemperatur. Das war dann auch der ausschlaggebende Punkt erst mal länger im Wasser zu bleiben als geplant. Ach ja, die D war auch mit dabei.
Auf dem Weg zurück, fuhren wir zum Grand Frais, für eine Einkaufsrunde von Obst und Gemüse.
Am Nachmittag recherchierte und schrieb ich weiter über die LGBTIQ+ Adelige aus dem 17. Jahrhundert.
Am Abend traf ich mich noch einmal mit der D. zu einem Apéro in der Innenstadt. Angdacht war ihm beim Wëllem zu nehmen, doch die Bar war zum bersten voll mit schottischen Fussballfans die sich morgen ein Fussballspiel hier anschauen werden. Nun ja.
Abendessen gab es in der Osteria. Vitello al Limone:
Hervorragend gut!
Nebenan fiel die Kinoleinwand vom Open Air in sich zusammen:
Das hatte aber, so erfuhr ich später, mit einer Wetterwarnung von Meteolux zu tun, die Windstöße bis 50km/h vorausgesagt hatten. Das hätte die Leinwand nicht ausgehalten. Doch er Wind kam nicht und so wurde sie kurz vor Beginn der Vorstellung wieder aufgeblasen.
Einen letzten Absacker gab es im Renert und dann ging es auch schon nach Hause. Den Film Plein Soleil mit Alain Delon in der Hauptrolle, wollte ich mir nicht ansehen.
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Welche Traditionen deiner Eltern hast du nicht übernommen?
Das ist eine gute Frage. Ich habe so ziemlich alles nicht übernommen was was meine Eltern traditionell taten. Nicht einmal kleine Rituale oder Dinge. (Ich saß nach dem Satz eine ganze Weile da und überlegte, aber es fiel mir wirklich nichts ein) Es gab auch nicht wirklich welche, mit Ausnahme der traditionellen Feiertage, die aber auch mit dem Jahren und dem Ableben der einzelnen Familienmitglieder, immer mehr abnahmen, bis sie gar nicht mehr stattfanden. Sogar Geburtstage wurden manchmal komplett übergangen. Das hört sich traurig an, aber ich empfinde es nicht so. Der Grund, warum es keine Traditionen gab, ergab sich meiner Meinung nach aus dem Umstand, dass meine Eltern aus zwei verschiedenen Ländern kamen, mit völlig unterschiedlichen Lebensweisen. Meine Mutter war eine waschechte Luxemburgerin, und mein Vater kam aus dem Elsass. In den Sechzigern, als sie sich kennen lernten, waren diese Unterschiede größer als heute und Globalisierung war ein Fremdwort.
Am Donnerstag war endlich die Biographie im Postkasten auf die ich schon länger gewartet hatte. Was mir nicht bewusst war, war dass es eine Schwachte von über 500 Seiten ist. Also werde ich die nächsten Tage wohl mit Lesen verbringen.
Ansonsten war ein Friseurbesuch geplant, der mir vorkam, als ob der letzte Besuch Monate her wäre. Dabei war der letzte Termin erst drei Wochen her. Die Haare wachsen im Sommer definitiv schneller.
Ich absolvierte noch zwei kleine Einkäufe in der Stadt und schaute noch im Rainbow Center vorbei, was ein Fehler war, denn ich hätte früher nach Hause gehen sollen. Auf dem Rückweg zog sich der Himmel zu und ich beschloss den Bus zu nehmen, denn ich hatte keinen Schirm dabei. Auf der Haltestelle ging es dann los mit großen Tropfen, die sich ein mehr als kräftigen Regenguss verwandelten. Ich hüpfte schnell in den Bus, in der Annahme es würde sich in ein paar Minuten wieder beruhigen. Als ich aber aus dem Bus wieder aussteigen musste, regnete es so heftig, dass ich auf dem wenigen Metern bis zum nächsten Hauseingang klatschnass war. Dort stand ich dann auch noch fast 20 Minuten bis es endlich weniger wurde.
Daheim las ich dann in der Biografie.
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Zwischendurch eine schnelle Tagesfrage:
Welche Geschichte steht hinter deinem Spitznamen?
Es gibt keine Geschichte. Ich habe keinen Spitznamen. Joël reicht voll und ganz und ist exotisch genug, dass ich keinen Spitznamen brauche. Es gab durchaus Versuche mit einen aufzudrücken, doch die schlugen alle fehl, weil ich nicht darauf hörte.
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Am Freitag war ich zeitig auf, räumte die Wohnung auf und fuhr in die Alte Heimat zum Schwimmen. Es war endlich wieder schönes Wetter.
Es war recht frisch und es waren nicht zu viele Menschen da, vor allem keine die mir ihre Musikbeschallung aufzwangen.
Da ich später losgefahren war, aß ich eine Kleinigkeit zu Mittag im Pier 75.
Gegen 13:00 fuhr ich zurück.
Ich las weiter in der Boigraphie wo ich nicht später als im ersten Kapitel auf der dritten Seite schon eine Unstimmigkeit fand. Nun ja…
Am Abend ging es dann in den Park der Villa Louvigny wo eine Vorstellung stattfand im Rahmen der LUGA. Lilith erzählt die etwas andere Entstehungsgeschichte. Ein paar Fotos konnte ich vorab der Vorstellung machen.
Später ging es noch auf einen Absacker in den Microcosmos und kurz nach Mitternacht lag ich im Bett.
Eine sehr frühe Runde auf dem Wochenmarkt und das aus gutem Grund. Es war eine gewaltige Kundgebung organisiert worden von allen Gewerkschaften. Ich hatte schon einmal ganz kurz erwähnt, dass es hier in Luxemburg eine Rentenreform geben wird. Im Sinne der Transparenz gab es da auch ein inoffizielles Referendum, wo man als Bürger seine Belange niederschreiben konnte. Diese ganze Aktion war aber ein bisschen für die Galerie, denn letztendlich zog die Regierung ihr Rentenprogramm einfach so durch, ohne irgendjemanden zu berücksichtigen oder zu konsultieren. Vor allem die Gewerkschaften ließ man außen vor. Das Resultat: eine gewaltige Demonstration mitten in der Stadt an einem Samstagmorgen.
Der Wochenmarkt musste extra noch einmal umziehen für ein Wochenende auf den Platz der ‚Gelle Fra‘.
Kurze Zeit später traf ich mich mit dem J. Weil es noch sehr früh war, setzten wir uns beim Wellem auf die Terrasse und tranken dort den ersten Kaffee des Tages. Als die Demonstranten dann kamen, die inzwischen schon vom Bahnhof Haus durch die ganze Stadt bis hoch ins Zentrum gekommen waren, machte ich noch ein paar Fotos und ging nach Hause.
Später las ich, dass die Gewerkschaften meinten, es seien um die 25.000 Menschen dabei gewesen. Die Polizei spricht jedoch von 12-14.000 Teilnehmern. Das ist, selbst wenn es die kleinere Zahl ist, für Luxemburg eine erstaunliche Zahl.
Es ist nun mal so, dass rein rechnerisch, das Luxemburger Rentenmodell irgendwann zusammenbrechen wird und es muss reformiert werden. Da sind sich auch alle einig, aber wie man das angehen soll, das ist die große Frage.
Am Nachmittag setzte ich mich hin und las ein Buch(eines von mehreren), über das ich gewillt bin, etwas zu schreiben.
Am Abend gab es wunderschöne Schleierwolken am Himmel in einem satten gelb.
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Wurdest du jemals operiert? Weswegen?
Ja, dreimal. Als ganz kleiner Knirps mit einem Leistenbruch. Ein oder zwei Jahre später kamen die Mandeln die Polypen dran. Und den geplatzten Blinddarm in Neukaledonien habe ich hier ausführlich beschrieben.
Ein langes Telefonat am Morgen war sehr aufschlussreich hinsichtlich dessen, was in den nächsten Monaten auf mich zukommt. Einerseits freue ich mich sehr darauf, andererseits wird es sehr viel werden.
Aus diesem Gespräch heraus kam eine Idee, die ich sofort am Nachmittag in die Tat umsetzte.
Das Mittagessen bestand aus einem Vitello Tornado Tonato. (Ist das kein schöner Verschreiber? Den musste ich stehen lassen.)
Ich machte etwas das ich noch nie gemacht habe und das im Alleingang. Für gewöhnlich macht man das zu mehreren. Location scouting. Dafür fuhr ich in die alte Heimat und es entstanden ein Fotos und Filme.
Zu welchem Zweck bleibt zu diesem Zeitpunkt noch unter Verschluss. Es kann ja auch sein dass der Ort nicht ausgewählt wird.
Ich hatte auch an eine Schwimmrunde gedacht, der der See war nicht weit, doch der Himmel war bedeckt.
Am Abend gab es eine deftige Brotzeit mit einer frischen Focaccia. Und weil das schon alles ist, gibt es noch eine Tagesfrage, die mich ein wenig fuchsig gemacht hat:
Gibt es Dinge, die du täglich zu praktizieren versuchst, um einen nachhaltigeren Lebensstil zu führen?
Ich finde dass das Wort Nachhaltigkeit in den letzten Jahren so missbraucht wurde, dass es kaum noch laufen kann. In allen Bereichen wird inzwischen vermeintliche Nachhaltigkeit promoviert und praktiziert, die eigentlich gar keine ist. Vor allem im Bausektor wird das Wort zur Lachnummer wenn es nicht zum heulen wäre. Es gibt so viele Beispiele in Luxemburg, wo schöne alte Gebäude im Sinne der Nachhaltigkeit niedergerissen wurden, weil sie nicht regelkonform zu den Energiesparmaßnahmen waren. Das ist für mich keine Nachhaltigkeit, im Gegenteil. Es ist finanzieller Wachstum und dem Deckmantel der Nachhaltigkeit. Renovierung und Restaurierung sind Fremdwörter.
Letzte Woche hatte ich einen vermeidlichen Experten von Creos im Haus weil ich eine neue Heizung brauche. Es ist inzwischen so viel nicht mehr regelkonform (noch so ein Wort!) was die Leitungen angeht, dass es Unsummen kosten wird und das nicht nur mich, sondern die ganze Hausgemeinschaft. Er schlug uns ebenfalls ein komplett neues Gemeinschaftssystem vor das ‚innovativer‘ wäre. Als ich ihn dann fragte ob innovativ auch im Anschluss kostengünstiger ist, konnte er mir nicht antworten.
Das musste einfach jetzt einmal raus. Aber damit ist die Frage nicht beantwortet. Ich denke, dass ich jede Menge kleine Dinge tue, die in Richtung Nachhaltigkeit ein bisschen was bewirken. Seit Jahren benutze ich kein Duschgel mehr, sondern Seifenstücke. Seit Jahren benutze ich keine Plastiktüten mehr, sondern habe meine gefalteten Einkaufstaschen immer parat in meinem kleinen Rucksack. Ich trenne den Müll. Ich fahre elektrisch, ansonsten mit den Öffis. Seit über zehn Jahren habe ich keine Kaffeemaschine mit Kapseln mehr, sondern einen Vollautomaten und den Kaffee kaufe ich bei einem hiesigen Röster. Auf dem Wochenmarkt kaufe ich jede Woche, soweit es mir möglich ist, bei lokalen Produzenten.  Auch im Supermarkt greife ich, wenn es nur irgendwie geht auf lokale Produkte zurück. 
Am Morgen ein bedeckter Himmel und es war sehr frisch. Zu frisch um schwimmen zu gehen. Ich verwarf den Gedanken. Stattdessen wurde ich ein bisschen geschäftig zu Hause.
Ich sah am Morgen dem großen Flieger zu, der über die Militärparade flog, die zwei Straßen weiter von mir entfernt stattfand. Theoretisch hätte ich auch das im Fernsehen verfolgen können, hatte aber keine Lust dazu.
Auf MUBI fand ich die dritte Staffel Twin Peaks (2017) von David Lynch, die ich noch nie gesehen hatte. Ich war Anfang der neunziger, ein Riesen Fan der Serie. Ich saß jede Woche gebannt vor dem Fernseher. Ich wurde auch einmal auf eine Party mit Kaffee und Kirschkuchen eingeladen. Es ging soweit, dass als die Serie nicht mehr bei RTL gezeigt wurde, sondern auf einem Sender, den ich nicht empfing, ich mir die Serie von Freunden aufnehmen ließ. Einige Jahre später gab es dann auch noch den Kinofilm Fire Walk With Me, der die Vorgeschichte der schönsten Leiche in der Filmgeschichte erzählte.
Gleich bei der ersten Episode überfiel mich ein wohliger Schauer, als ich die Titelmelodie von Angelo Badalamenti hörte. Sie versetzte mich augenblicklich zurück in die Vergangenheit. Eine Zeit der Unbeschwertheit. Ein Leben, dass ich so nicht mehr führen möchte und doch hatte es seine unbestreitbar schönen Seiten.
Es war schön, all diese zum Teil schrulligen und skurrilen, jedoch liebenswerten Charaktere wiederzusehen. Was Lynch ganz besonders gut hinbekommt, ist diese Charaktere nicht so ganz ernst zu nehmen. Ich musste oft laut lachen über ihre Eigentümlichkeiten und wie sie miteinander umgehen. Was den Neunzigern oft ritualhaft und mysteriös erschien, wirkt hier eher zum schmunzeln. Andererseits hat das Explizite und die Brutalität um einiges zugenommen. Ich schaute mir zehn Folgen an. Das will etwas heißen, denn so lange halte ich Serien in den letzten Jahren nicht mehr aus.
Und weil das schon alles für den Tag ist, gibt es noch eine Tagesfrage:
Wie wichtig ist Spiritualität in deinem Leben?
Wenn wir davon ausgehen, dass Spiritualität nicht Religiosität bedeutet, dann hat sie eine relativ große Wichtigkeit in meinem Leben. Selbstreflektion ist zum Beispiel etwas, was sich tagtäglich mache. Mein Blog ist das beste praktische Beispiel dafür. Zugegeben, es ist mühsam, weil ich mich und mein Tun dabei immer wieder infrage stelle. Eine längst verstorbene Freundin sagte einmal, dass sich jemand bin, der sehr in sich selbst ruht. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber ich habe gelernt, in vielen Situationen mit mir selbst zufrieden zu sein. „Be happy with what you have.“ Man kann es auch mit einem Satz aus der Maus Ketty sagen: Zufriedenheit das schönste Kleid.
Ein sehr heißer Tag, doch die Hitze verzog sich am Ende des Tages, seltsamerweise ohne Platzregen oder Donnerwetter.
Da die Schwimmrunde gestern so irrsinnig gut getan hatte, wiederholte ich das heute. Diesmal aber nicht alleine. Ich hätte mir den Wecker gestellt, und kurz nach 8:00 Uhr fuhr ich gemeinsam mit der A und Blue in die Alte Heimat.
Familie Nilgans war auch wieder da.
Wieder daheim verbunkerte ich mich in der verdunkelten Wohnung. Man hatte sehr hohe Temperaturen vorausgesagt und sie kamen.
Am Abend hatte ich nicht die geringste Lust irgendwie weg zu gehen. Es war ja Vorabend vom Nationalfeiertag und die Stadt stand Kopf. Ich betätigte ein paarmal die Waschmaschine, las ein wenig, und schaute mir eine Doku an.
Pünktlich um 23:10 Uhr vibrierten meine Fensterscheiben von den Knallern.
Auch wenn ich das Feuerwerk nicht komplett sehe Teile davon bekomme ich trotzdem vom Wohnzimmerfenster mit.
Und damit war der Tag gelaufen. Ich trat noch einmal auf den Balkon und war erstaunt, wie sehr die Temperaturen gefallen waren.
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Womit vergeudest du jeden Tag am meisten Zeit?
Mit Warten. Früher als ich noch in der Alten Heimat wohnte, war einer der schlimmsten Wartemomente, wenn ich in der Schlange stehen musste, um zu tanken im Sommer, wegen der Tanktouristen. Das machte mich schier wahnsinnig. Ein anderer Umstand war auf Filmsets, wo das oberste Gebot herrschte,‘Hurry up and Wait‘. Heute versuche ich soweit wie möglich Zeiten denen ich warte zu vermeiden. Wenn es nicht geht und ich dazu gezwungen werde, zum Beispiel in einem Wartezimmer, versuche ich zu lesen.
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Und dann gäbe es dann noch was, was aber eigentlich ein alter Hut ist, ein sehr alter sogar. Vielleicht braucht es auch eine kleine Erklärung. Im französischen gibt es den Ausdruck ‚la bonne piore‘. Er bedeutet wörtlich „die gute Birne“, aber im übertragenen Sinn bezeichnet er eine gutmütige, leichtgläubige oder ausnutzbare Person. Es ist ein umgangssprachlicher, leicht spöttischer Ausdruck für jemanden, der sich ausnutzen lässt, weil er zu nett oder zu naiv ist.
Die A behauptet immer von sich selbst, seit Jahren schon, dass sie eine ebensolche Gute Birne ist. Ich hatte ihr schon seit Jahren ein T-Shirt versprochen mit dem Aufdruck, dass sie das nicht wäre.
Es gibt von René Magritte das weltberühmte Bild mit der Pfeife und dem Spruch ‚Ceci n’est pas une pipe’. ChatGPT wandelte mir das Bild perfekt um mit Birne:
Da die letzten beiden Tage mit nichts anderem angefüllt waren, als mit dienstlichen Zeug, machen wir heute mal etwas anderes.
In einem relativ belanglosen Unterhaltung, wurde mein Vorname plötzlich zu einem Gesprächsthema. Dabei kam die Frage auf, ob Joël und Noël den gleichen Stamm haben. Ich konnte das sofort aufklären und verneinen, weil ich das einmal recherchiert hatte. Ich hätte das sogar hier gepostet. Dabei fiel mir auf, dass es sehr viele Vornamen gibt, die mit mit -ël enden. Joël, Noël, Gaël, Maël, Yaël, wären nur ein paar zweisilbige Beispiele. Dann gäbe es noch Raphaël oder Ismaël. Das Trema auf dem e wird je nach Land häufig weggelassen und kommt fast nur im Französischen vor. Viele davon stammen aus dem Hebräischen, aber nicht alle. Maël z.B. kommt aus einer ganz einer ganz anderen Ecke, dem Bretonischen und ist nicht, wie ich anfangs vermutete, eine Abkürzung von Ismaël.
Onomatologie kann richtig spannend sein.
Das bringt uns zur Tagesfrage:
Was magst du an dir selbst am liebsten?
Mein Vorname. Der Rest an mir ist soweit in Ordnung und es gibt nichts, was ich lieber mag als anderes, weder körperlich noch geistig. Sehr vieles davon wäre jedoch verbesserungswürdig, aber danach wurde ja nicht gefragt. Uff…
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Ein Foto noch aus dem dienstlichen Bereich. Das Foyer dieses Theaters wird immer wieder umgemodelt. Es wird zeitenweise auch zur Bühne umgewandelt. Zur Zeit sieht es aus wie eine Kunstinstallation im Museum.
Es blieb trübt den ganzen Tag über, die Sonne war nur selten zu sehen. es zogen immer wieder große Wolkenberge vorbei, die alles verdunkelten. Ich hatte am Abend zuvor angedacht, am Morgen eventuell schwimmen zu gehen, doch mit dem Wetter hatte ich keine Lust.
Und als ob der Föhn es gewusst hätte, verließ er mich gestern vollends. Dieses Teil, was ich tagtäglich benutzte und über den ich nicht später als gestern Morgen eine Lobeshymne schrieb, verließ mich kurze Zeit später und gab keinen Ton mehr von sich.
Ich las den New Yorker Magazinen hinterher, von denen ein kleiner Stapel hier lag, den ich noch nicht angerührt hatte. Es gab einen Foto Austausch mit der D im Baskenland. Sie schickte mir dieses Foto:
Ich schickte ihr diese Aussicht:
Am Abend schaute ich mir diesen Film an, der als Theaterstück den Pulitzerpreis bekam. Als Film fand ich ihn ok. Die Schauspieler sind großartig, aber die Geschichte ist etwas altbacken und wird erst ganz am Ende aktuell.
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Wie stellst du dir deine Rente vor?
Es hängt sehr von der Tagesform ab, wie ich diese Frage beantworte. Es gibt Tage, an denen ich sofort in Rente gehen könnte, von hier auf jetzt. Doch vor einigen Jahren war ich davon überzeugt, dass ich nie in Rente gehen werde. Ich werde arbeiten, bis ich tot umfalle oder mich niemand mehr haben will.
Zur Zeit schlägt eine Rentenreform in Luxemburg sehr hohe Wellen, die mich aber nur bedingt treffen wird. Obwohl, es hängt davon ab, was genau beschlossen wird. Die Diskussionen laufen gerade auf Hochtouren.
Ich bin zur Zeit noch nicht gewillt, in dieser Hinsicht irgendetwas zu beschließen. Eine Rente will vorbereitet sein hinsichtlich dessen, was danach kommt. Mir ist das noch nicht so ganz klar. Sicher ist, dass es etwas sein muss, was mich beschäftigt, was mich auf Trapp hält und vor allem, was mir Spaß macht.
Ich habe zu viele Menschen gesehen, die von heute auf morgen aufgehört haben mit arbeiten und vor dem Abgrund saßen. Eines der besten Beispiele in meiner Familie war Onkel Nicolas, der nach seiner Rente keinen Finger mehr krumm machte und regelrecht einrostete.
Meine Mutter wusste auch nicht so richtig, was sie danach anfangen sollte. In ihrem Beruf als Krankenpflegerin, war sie nicht mehr glücklich. Es wurde ihr alles zu viel und es war sehr anstrengend. Aber ich glaube nicht, dass sie sich sehr viele Gedanken gemacht hat, was danach kommt, denn sie saß viel zu Hause rum, wurschtelte ein bisschen hier, ein bisschen da, aber so richtige Langzeitaufgaben hatte sie keine.
Ich könnte mir für mich eine Art Consulting vorstellen, denn über die Jahre habe ich eine Menge an Wissen angesammelt. Ich könnte mir so etwas vorstellen wie Mitglied in einem „Rat der Weisen“ zu sein, denn alleine macht das keinen Spaß.
Es fing damit an, dass ich entschlossen hatte erst mal ausschlafen und noch tief und fest schlief, als das Telefon klingelte. Die A hatte bei einer Freundin übernachtet, weil sie ein bisschen zu tief ins Glas geschaut hatte und nicht mehr fahren wollte. Besagte Freundin hatte sie früh nach Hause gefahren, doch als sie vor der Tür stand, merkte sie, dass sie keine Hausschlüssel hatte, und klingelte mich aus dem Bett. Das war morgens um 7:30 Uhr. Bäh!
Danach war es mit schlafen vorbei. Diese Grundmüdigkeit hing den ganzen Tag an mir, wie eine Klette.
Ich ließ den Wochenmarkt sausen und setzte mich an den Rechner, um eine lange E-Mail zu schreiben, hinsichtlich eines gewaltigen Projektes das Ende des Jahres auf mich zukommen wird.
Gegen Mittag fuhr ich dann die A zurück zu ihrem Auto, damit sie es abholen konnte.
Als ich zurückkam, fuhr ich so just noch trocken in meine Garage, bevor das gewaltige Unwetter losging.
Nein, das ist kein Schnee, sondern Regen.
Am späten Nachmittag fing die Dienstrunde an. Sie verlief ohne Zwischenfälle, zumindest für mich.
Ein Bild werde ich zeigen, dass ich gemacht habe, als ich ihn Zuschauerraum saß.
Ein brennendes Glashaus.
Später saß ich noch eine Weile mit der N im Parc Belair. doch die Müdigkeit siegte, und ich lag beizeiten im Bett.
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Was ist die älteste Sache, die du besitzt und die du immer noch täglich benutzt?
Die Frage kam mir bekannt vor und wurde wahrscheinlich schon einmal gestellt. Ich dachte, ich hätte sie beantwortet aber wie es scheint, hab ich das nicht getan. Ich tue mich schwer im Kopf,was diese Sache sein könnte. Meine Brille wäre zum Beispiel so etwas was ich täglich benutze, aber die besitze ich erst seit drei Jahren, also nicht so alt. Wenn ich eine alte Sache beschreiben soll, dann gehen meine Gedanken meistens in Richtung Alte Heimat und was ich von der Zeit noch habe und mit in die Hauptstadt umgezogen ist. Es gibt etwas aus dem Badezimmer. Mein Föhn. Meinem Beruf ist es geschuldet, dass ich mehrere habe. Aber diesen hier benutze ich rein privat. Er liegt in der Schublade unter dem Waschbecken. Ich habe ihn über 20 Jahre. Er ist von Babyliss und er funktioniert immer noch. Es ist nicht der, den ich auf Reisen mitnehme, dafür ist er ein bisschen zu groß, obwohl er zusammenklappbar und für die Reise gedacht, ist. Die Kaltlufttaste funktioniert seit ein paar Jahren nicht mehr. Ansonsten tut er seinen Job immer noch.
Die Frage zielt genau auf das ab was am Donnerstag los war, nämlich nichts Bemerkenswertes. Es ist die Frage, die ich mir jeden Tag stelle, ohne die ein Tagebuch Blogging nicht möglich wäre.
Es hängt auch von meinem Tagesablauf ab, der ja sehr unstet ist, weil ich keine geregelten Arbeitszeiten habe. Wenn ich am Morgen von null einen Blogbeitrag schreiben muss, ist es oft mühsam. Wenn ich während des Tages immer wieder zehn Minuten oder eine Viertelstunde finde, um ein bisschen vorzuschreiben, ist es einfacher.
Das hier zum Beispiel, habe ich am Morgen danach ins Smartphone diktiert. Doch fangen wir von vorne an. Es wurde ja nach bemerkenswerten Dingen gefragt.
Bemerkenswert wäre der Friseurbesuch. Jedoch so bemerkenswert ist er auch wieder nicht, denn er findet alle drei Wochen statt.
Es war ein heißer Tag, der bis zu 30° hochging. Nach dem Besuch fuhr ich zum Rainbow Center und gab eine kleine Notiz ab, die mit einem Magazin verschickt wurde, an die Freundin und Witwe von Marc Grund, über den ich ja in der letzten Ausgabe geschrieben habe. Von dort aus ging es nach Wickrange in den Grand Frais. Ich kaufte alles ein, um mir meinen liebsten Sommersalat zu machen. Eine riesige Ochsentomate, gegrillte Paprika im Glas, Aprikosen und Räucherlachs.
Zwischendurch bekam ich einen schönen Anruf, bei dem ich zu einer Geburtstagsparty für Freitag eingeladen wurde.
Und dann war es schon auch an der Zeit, eine Runde Dienstliches zu tun. Es war ein voller Erfolg, denn es waren Tests angesagt und und alle meine Vorschläge wurden sofort angenommen.
Später saß ich noch eine Weile lesend auf dem Balkon und schaute mir noch eine weitere Folge der Agatha Christie Serie an, die keine Krimis per se sind. Wie es scheint, sind diese Videos in Deutschland nicht verfügbar. Wenn dem wirklich so wäre, heißt das Zauberwort VPN. Ich verlinke ihn hier trotzdem. Interessant in dieser Folge ist, dass zwei Protagonisten auftreten, die es später in den Umkreis von Hercule Poirrot schafften. Miss Lemon, die Sekretärin und die Schriftstellerin Ariadne Oliver.
Für den Dienstag gibt es nicht viel zu berichten. Doch mir fiel am Abend etwas auf, das ich aber nicht mit Waldbränden in Verbindung brachte. Die Sonne stand noch hoch aber sie leuchtete so rötlich, als ob sie im Begriff wäre unterzugehen. So sah sie am frühen Abend aus:
Dann las ich am Mittwoch morgen, dass es an den Waldbränden in Kanada liegt aus der Provinz Manitoba und wir inzwischen die Rauchwolke in Luxemburg sehen.
Ansonsten war nichts weiter was verblogbar war.
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Am Mittwoch dann eine schnelle Runde über den Mittwochsmarkt und ein Kaffee im Renert. Auf dem Markt fand ich nicht das, was ich haben wollte. Ich beschloss, zum Grand Frais zu fahren. Grand frais ist eine Frischemarkt Kette aus Frankreich die inzwischen drei Ableger in Luxemburg hat. Zu Beginn fuhr ich ab und zu dem Markt in Contern, der für mich aber ungünstig liegt weil ich einmal quer die Stadt muss. Von den Kilometern wäre er näher.
Er hat vor allem frische Produkte – Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Milchprodukte. Alles andere hat gibt es auch, aber weitaus weniger gut sortiert wie ein traditioneller Einkaufsmarkt.
Wieder daheim sortierte ich alles in den Kühlschrank ein und entschied noch einmal loszufahren, denn das Wetter sollte am Nachmittag besser sein und ohne Regen. Ich beschloss daheim zu bleiben, weil es genug zu tun gab, das ich wieder auf die lange Bank geschoben hatte.
Am Abend traf ich mit der S. und dem J., die ich beide schon länger nicht gesehen hatte. Im Bovary gab es für mich ein Cordon Bleu:
Wir hatten ein langes angeregtes Gespräch über Dinge die mich zur Zeit sehr beschäftigen. Es ist nicht die erste Diskussion die ich mit Menschen aus meinem nahen Umfeld darüber habe. Und ich muss sagen, dass ich überall auf großen Zuspruch stoße. Ich animiere niemanden dazu, es mir gleich zu tun. Aber bisher konnte noch jeder meine Gründe nachvollziehen. Facebook und Instagram sind inzwischen weg. Facebook habe ich lediglich ausgeschaltet, da ich noch den Messenger eine Weile beibehalten möchte. WhatsApp wird aber in den nächsten Tagen auch begraben. Als Alternative dafür habe ich Signal installiert.
Zum Abschluss noch eine Tagesfrage:
Erinnerst du dich an dein liebstes Kinderbuch?
Ich weiß nicht mehr ob ich eines hatte. Ich kann mich vage an Pixie Bücher erinnern, aber das auch nur, weil mein jüngerer Bruder sie später erbte und mit Vorliebe gerne darin blätterte wenn er auf dem Töpfchen saß.
Ich kann eher mich an Märchen Schallplatten erinnern, und dass es dazu immer ein Heft gab mit vielen Bildern und auch Text. Die Schallplatten, das weiß ich noch, hatten die Größe von einer Single Schallplatte aber mit einem kleinen Loch in der Mitte. Und sie liefen auch nicht auf 45 Touren sondern 33. Es war eine ganze Serie und ich glaube nicht, dass ich danach noch einmal ähnliche Platten gesehen habe. (Und nach ein paar Klicks hatte ich sie gefunden)
Ich erwachte recht früh und freute mich endlich einen Tag ohne Arbeit zu haben. Also so ganz ohne Arbeit ging auch nicht, aber es hatte zumindest nichts mit Unverblogbarem zu tun.
Ich setzte mich zeitig hin und schrieb, also eher ich transkribierte das Interview fertig, das ich schon vor fast zwei Wochen geführt hatte. Es war aufwändiger, als ich vermutet hatte. Wenn Interviewpartner sich in ihren Gedanken verheddern, wird es schwierig, gescheite Sätze daraus zu machen.
Apropos schreiben: die Coverstory aus der letzten Queer Ausgabe ist endlich online.
Am Abend traf ich mich mit der D. aus P. (nicht die hier regulär erwähnte D.) Wir hatten einiges durchzuarbeiten bezüglich eines Projektes im Winter und taten das bei einem Abendessen.
Da es recht kühl war setzten wir uns nicht draußen hin. Wir bekamen einen Tisch im ersten Stock und aßen eine gewaltige Portion Chili con carne.
Später ging es noch auf einen kurzen Absacker hinüber zum Renert:
Interessant war, als wir um die Ecke bogen, dass ich fast vergessen hatte, dass da noch ein bisschen mehr auf dem Platz steht, als nur der stolze Reiter Wilhelm.
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Hast du dir jemals etwas gebrochen?
Es widerstrebt mir darauf eine Antwort zu geben, weil mich das dumpfe Gefühl beschleicht, dass ich damit das Schicksal herausfordere. Aber nein, ich hatte noch nie etwas gebrochen. Aber dafür hatte ich verstauchte und verrenkte Gliedmaßen zu Hauf. Vor allem verstauchte Fußgelenke war lange Zeit eine Spezialität von mir.
Es ist wie immer,wenn eine Premiere ansteht, die Dienstrunden werden härter und länger.
Als ich wieder daheim legte ich mich erstmal hin. Dass eine Hauptprobe so früh am Morgen stattfand, war schon sehr außergewöhnlich. Ich schlief fest ein.
Am Abend hatte ich entschieden, dass ich mir dann definitiv das Finale vom ESC im Public Viewing im Rainbow Center ansehe. Doch alles es dann soweit war, beschwerte sich mein Sofa warum ich schon wieder gehen müsste. Oder andersrum, mein innerer Schweinehund wollte nicht aufstehen. Also blieb ich daheim und sah mir den ESC dort an. zudem fing es an, unangenehm kühl zu werden.
Ich muss sagen, Basel hat sich sehr viel Mühe gegeben. Was mir ganz besonders auffiel, war das viele drumherum, dass in Basel stattfand und sonst nie gezeigt wird. Den türkisen Teppich zum Beispiel oder die große Arena gleich neben der Jakobs Halle, die ebenfalls bis zum letzten Platz ausverkauft war. War das in den anderen großen Städten nicht so oder wurde nur nicht gezeigt?
Das Gewinnerlied:
Dass Österreich gewinnen würde, war keine große Überraschung, es war einer der Favoriten. Was mich dann aber überraschte, waren die Punkte der Publikumswahl. Es kapitulierte Israel von den unteren Plätzen bis zum letzten Moment auf Platz 1. Ich hatte das Lied überhaupt nicht auf dem Schirm. Ohne jetzt politisch werden zu wollen, denn das sollte in diesem Wettbewerb nicht sein, finde ich trotzdem, dass Israel, wegen seiner Lage zur Zeit nicht teilnehmen dürfte.
Was mich aber wütend machte, denn das machte kein anderes Land ausser Israel, war die Werbung, die ich für das Lied im Internet sah. Es fiel mir vor allem bei YouTube schon seit Wochen auf. Das hat doch niemand von den anderen gemacht,oder? Ich kann das nicht beurteilen, denn die Werbung in den sozialen Medien und auf der Videoplattform sind ja länderspezifisch ausgerichtet. Ich finde, das müsste schlichtweg verboten werden.
Kurz nach 1:00 lag ich im Bett.
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Noch eine Tagesfrage:
Bist du eher ein Anführer oder ein Mitläufer?
Oh ha! Ich bin eigentlich eine Mixtur von beidem. Prinzipiell wäre ich ein Mitläufer. Aber ich bin Individualist, der weder in die eine, noch in die andere Kategorie so richtig passt.