Weltreise Tag 65: Ein Minispaziergang

Minispaziergang

Wenn man über das Restaurant den Hotelkomplex verlässt, kommt man direkt an den Strand von Anse Vata. Es wehte ein kleines fast frisches Lüftchen und da heute Sonntag ist und nicht viel Betrieb wie unter der Woche, beschloss ich einen kleinen Spaziergang zu wagen.
Direkt gegenüber der Bucht befinden sich zwei kleine Inseln. (Foto) Vom 4. Stock meines Zimmers aus sehe dass es zwei Stück sind. Die vordere heißt Ilot Canard, die hintere Ilot Maître.

Der Strand ist sehr sauber aber sehr schmal. Ich schaute mir ein wenig die Nachbarschaft an. Ein paar wenige Geschäfte, ein paar Restaurants. Nichts wirklich weltbewegendes. Wenn ich etwas Abwechslung wolle, dann müsste ich wahrscheinlich bis in die nördlichere Bucht wandern, die ‚Baie des Cirtons‚. Da ich keine Schmerzmittel mehr nehme, machte mein Bäuchlein den Wanderspaß aber nur eine kurze Weile mit, danach musste ich umkehren.

Ich merkte, dass die Entscheidung von Anfang an im Restaurant des Hotels zu speisen die richtige war. Es ist zwar immer nur Buffet, aber es ändert alles jeden Tag, und jetzt nach einer guten Woche merke ich erst dass sich die Gerichte wiederholen. Es ist alles super gesund mit vielen frischen Zutaten. Und selbst wenn es für ein Buffet dieser Qualität und für unsere Verhältnisse irre teuer ist, hätte ich was anderes nicht essen wollen.
Wenn man sich nur am Salatbuffet bedient, was ich die meiste Zeit tue, mit einer kleinen Flache Tafelwasser, habe ich jeden Abend für fast 28€. Wenn ich mir noch ein Glas Wein dazu gönnte, waren es je nach Wein direkt noch mal 10-15€ mehr. Dabei war nicht ein Wein davon wirklich lecker und ich ließ ihn dann weg. Wenn ich das komplette Menü nehme liegt der Preis bei ungefähr 85€!

Etwas anderes, das ich heute an mir feststellte, ist dieses „devenir mou“, dieses Weichwerden. Nicht nur körperlich sondern auch in Kopf. Ich nehme an dass es mit der beständigen Wärme zu tun hat und dem hohen Level der Luftfeuchtigkeit die nie auf ein „europäisches Niveau“ sinkt. Man wird immer ‚weicher‘ in den Bewegungen und im Denken. Es fühlt sich entspannt an, ist es aber nicht. Eine vom Körper erzwungene Entspanntheit. Ich weiß, es klingt widersprüchlich, aber anders kann ich es nicht erklären. Wer weiß, vielleicht hätte ich es genießen können wenn ich durch die OP nicht so ausgebremst worden wäre.

Ein Tag noch.

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