Die Kapselmaschine für Wein

Eigentlich verrate ich in der Überschrift schon um was es geht, und ich hätte auch längst schon darüber geschrieben, wenn mir Kaiserslautern nicht dazwischen gekommen wäre. Doch jedes mal wenn ich das Foto (unten) sehe, regt es mich auf. Dabei hörte es sich zu Anfang vielversprechend an, bis zu dem Moment an dem dem ich hinter die Chose sah. Aber der Reihe nach…

Ich bekam vor zwei Wochen eine Mail von der N. in der sie ganz aufgeregt über ein neues Projekt redete das sie zusammen mit dem B., einem Bildhauer und Maler gemachte hätte. Die Präsentation wäre im Cercle Münster, ein privat Club. Ich sagte sofort zu, da ich neugierig war, nicht allein auf das Projekt der beiden, sondern auch auf den Club, an dem ich sehr oft vorbei gehe aber noch nie betreten habe, weil ich kein Mitglied bin und auch niemanden kenne der Mitglied ist.
Die N. hatte schon einmal davor mit dem B. für eine limitierte Auflage an Serigraphien gearbeitet für die sie lyrische Texte geschrieben hatte. Dieses Mal war es ein Auftrag in Zusammenarbeit mit dem Weingut La Croste aus Frankreich, das in Luxemburg sehr bekannt ist, da der großherzogliche Prinz Felix (der jüngere Bruder vom Kronprinzen) dort eingeheiratet hat. Ich dachte noch, „Uiiii…diesmal hat die N. ein größeres Los gezogen.“

Auf der Einladung stand ‚Tenue de Ville‘, was bedeutet, dass man Krawatte tragen sollte. Wir fanden uns alle gegen 18:30 dort ein. Der Cercle Münster ist sehr klassisch ausgestattet und es erinnerte mich ein wenig an das Oro e Argento, das ja eines Lieblingsrestaurants ist.  Jeder war gespannt ob Prinz Felix auch da sein würde, doch er war leider verhindert. Als ich dann den Koffer sah, für den der B. die Zeichnung und die N. den Text entworfen hatte, wurde ich stutzig.

Was hier so schön in der Holzschatulle ausgestellt zu sehen ist, sind drei kleine Flaschen mit einem Fassungsvermögen von 0,1L pro Flasche. Jeweils ein Rotwein, Weißwein und Roséwein. Doch dann erklärte man mir dass es sich um Flaschen handelt, zu denen eigentlich noch eine Maschine gehört.

Diese Maschine mit Namen 10-Vins ist eine Art Nespresso Maschine für Wein. Oben im Flaschenhals befindet sich ein Chip auf dem vermerkt ist wie der Wein temperiert und ‚gelüftet‘ sein soll. Die Maschine stellt sich dann automatisch ein und schenkt dann das Glas Wein so aus, wie auf dem Chip der Flasche gewünscht.  Für stolze 890 € ist die Maschine zu haben. Es gibt bereits eine große Auswahl an Weinen aus aller Welt die bei diesem … Unfug mitmachen.

Ganz ehrlich, gehts noch?  Kapselkaffee ist schon eine unmögliche Ressourcen Verschwendung, muss es jetzt auch noch für Wein sein? Produzieren wir nicht schon mehr als genug Abfall? Zudem wenn man den Preis für diese kleinen Flaschen hochrechnet, ergibt das einen stattlichen Preis für eine ganze Flasche.

Aber zumindest habe ich den legendären Privatclub einmal von innen gesehen. Und ein Foto konnte ich mir in dem großen Salon nicht verkneifen :

Drei Tage Kaiserslautern


Ich hatte im Mai schon einmal von dem Theaterstück Ashcan berichtet. Es war damals schon klar, dass es weitere Vorstellungen geben sollte, in Kaiserslautern.  Doch war auch klar, dass ich nur eine Übergabe machen sollte. Das war dann plötzlich nicht mehr der Fall und ich musste das Stück während dem ganzen Gastspiel betreuen. Das wäre auch alles kein Problem, wenn ich nicht zusätzlich zwei andere Stücke vorbereiten müsste.

Aber klagen hilft nicht. Zudem war es eine gute Gelegenheit aus dem Alltagstrott rauszukommen. Also fuhr ich am Donnerstag los, in der Hoffnung keine bösen Überraschungen zu haben mit seltsamen Haarschnitten oder Bärte die ich nicht schneiden darf, weil die Schauspieler in anderen Projekten beschäftigt sind.  Doch es war klar dass es nicht ohne geht.  Also verbrachte ich den halben Tag damit, mit jedem einzelnen der 12 Akteure zu verhandeln, was machbar ist und was nicht…

Abends nach der einer irren langen Probe ging ich zum Chinesen gegenüber meinem Hotel. Es war ganz in Ordnung doch aß ich viel zu viel und ich merkte erst zu spät dass alles doch ungewöhnlich fettig war.  Ich ging zurück zum Hotel, ( das Altstadt Hotel, das ich nur empfehlen kann) lag die halbe Nacht wach und rülpste vor mich hin und schlief knapp zwei Stunden.

***

Ich schleppte mich am Freitag Morgen zur Generalprobe, arbeitete so gut es ging die Zusatzmaske ein und legte mich dann am frühen Nachmittag nochmal eine Stunde im  Hotel hin, um abends für die Premiere einigermaßen fit zu sein. Die Premiere war ein voller Erfolg und alle waren Feierlaune. Nur ich verzog mich beizeiten, denn ich war humdemüde.

***

Am Samstag Morgen hatte ich einen kleinen Rundgang durch die Altstadt geplant. Es wurde eine Shoppingtour daraus. Dabei kaufte ich Dinge die ich auch zum Teil in Luxemburg erwerben könnte. Doch laufe ich hier meistens an den Geschäften vorbei ohne sie zu betreten. Mit der billigen Entschuldigung, dass ich ja sonst nichts zu tun habe, schlug ich zu. So kaufte ich bei Rituals zwei neue Raumdüfte einmal fürs Bad und einmal fürs Schlafzimmer. Savage Garden und Precious Amber.



Bei Engbers fand ich diese tolle Strickjacke.

Am späten Nachmittag ging ich zurück ins Theater und absolvierte die zweite Vorstellung. Später dann speisten wir dann noch alle gemeinsam in einer Pizzeria. Ich saß am Kopfende, was seltsamerweise sehr oft passiert.

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Am Samstag Morgen ging es dann zurück nach Luxemburg. Ich hatte das Auto in der Tiefgarage am Theater geparkt wegen dem Sturm, der sich dann aber in Kaiserslautern als harmlos herausstellen sollte. Ich checkte zeitig aus dem Hotel aus und ging los. Da es regnete, und ich dadurch nicht trödeln wollte, ging ich schnellen Schrittes. Auf dem Fussgängerstreifen rutschte ich aus, verstauchte mir den Fuss und legte mich der Länge nach mitten auf die Straße. Ich rappelte mich wieder auf und konnte Gott sei Dank auftreten und weiter gehen ohne dass es zu sehr schmerzte. Im Auto merkte ich dass auch mein Knie weh tat. Aber es ging einigermaßen gut um zu fahren und ich lenkte mich mit guter Laune Musik ab.

Seitdem humpele ich durch die Gegend.

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Gerade jetzt

Gerade jetzt
OyeHaHa / Pixabay

Auch eine Suche nach diesem Stöckchen (obwohl ich es nicht als solches empfinde) hat nichts ergeben. Dabei dachte ich dass ich das hier schon einmal gemacht hätte. Nö. Die Kaltmamsell hat es vor ein paar Tagen getan. Und da ich zur Zeit für’s Blog etwas ideenlos bin,…
Bitteschön.

Ich lese… die letzten Wochen mit Ausnahme des New Yorkers fast ausschließlich Internet. Sei es die Tageszeitung, oder Blogs, oder die alltäglichen Belanglosigkeiten von Freunden und Bekannten auf der bestgemachten Werbe- und Datensammelplattform der Welt, Facebook.

Ich trage… meinen neuen Hausmantel, den ich euch vor ein paar Tagen hier gezeigt habe. Ich liebe ihn heiß und innig.

Ich habe… finanziell die letzten Wochen versucht ein bisschen auf die Bremse zu treten. Vom Umbau und den neuen Möblen stehen noch mindestens drei richtig fette Rechnungen an. Im Dezember kommt der Weihnachtsausflug in den Süden. Und im Januar steht die Weltreise an. Danach muss ich einen Gang runterschalten.

Ich höre… die letzten Tage viel Radio. Verstärkt wieder 100,7, WDR5 und die beiden Deutschlandfunk Sender. Im Auto immer mehr l’Essentiel, den Sender der täglichen Gratiszeitung.

Ich trinke…die letzten Tage mehr Kaffee als gut für mich ist.

Ich esse…seit ein paar Tagen verstärkt zu hause. Das Kochen, selbst wenn es nur für mich allein ist, macht in der neuen Küche so viel Spaß wie schon lange nicht mehr.

Ich stehe…dort im Leben wo ich sein auch gerade sein will. Das Gefühl das mich über Jahrzehnte begleitet hat, auf einem Abstellgleis zu stehen, oder mich im Kreis zu drehen, habe ich Gott Sei Dank nicht mehr. Meine beste Idee vor fast fünf Jahren war umziehen in die Hauptstadt und das hat vieles zum Guten verändert.

Ich gehe… Seit ein paar Wochen wesentlich mehr zu Fuß als davor, weil ich mit dem Umzug in die neue Wohnung festgestellt habe, dass ich noch näher am alla meine Werkstätten, sprich Theater, gezogen bin als davor.

Ich lache… die letzten Tage sehr viel mit Patricia Bright, eine YouTuberin aus London die mich sehr an meine beste Freundin Jacky aus London erinnert. Sie kauft Klamotten in sehr billigen Internet Shops für ganz wenig Geld ein und probiert sie dann vor laufender Kamera an, und zeigt dann das Resultat zwischen was sie gekauft hat und wie es tatsächlich aussieht. Ich habe schon Tränen gelacht mit ihr.

Ich sehe…auf Netflix Star Trek Discovery und The Good Place, wobei ich bei Star Trek nach der ersten Folge wieder aufhören wollte, weil es nur schrecklich schlecht war. Doch dann sah ich einen Tweet von einem mir vertrauten Blogger der beteuerte, dass es ab der dritten Folge besser werden würde und das tat es dann auch. Über de The Good Place schreibe ich in einem anderen Posting.

Ich mag… den Frühling und den Sommer, wenn alles zu Leben erwacht. Und da wir uns jetzt in der Zeit befinden in der genau andersherum ist, fällt es mir schwer etwa gutes an dieser Zeit zu finden.

Ich schreibe… zur Zeit weniger als mir lieb ist. Ich hoffe das ändert sich bald.

Ich weiß… durch das alljährliche Schreiben des Centre Informatique, das gestern im Briefkasten lag, dass mein Vater heute vor 29 Jahren starb. Er wäre jetzt 81 wenn er noch leben würde, und würde wahrscheinlich mit der Welt nicht mehr klarkommen.

Ich möchte… mit ein paar Dingen in meinem Leben endlich abschließen können. Aber das werde ich wahrscheinlich nie.

An einem Freitag in Trier

Der Tag begann trüb mit Regenschauern, nach den wunderschönen goldenen Herbsttagen

Da ich heute einen Kinderschminkkurs habe, (meine Gute Tat für den Monat Oktober) musste ich gestern nach Trier um dort in einem Bastelgeschäft Kinderschminke kaufen. Der Laden ist um einiges besser sortiert als der in Luxemburg. Und da sie relativ gute und bekannte Marken haben, kann ich dort bedenkenlos kaufen, ohne zu fürchten, dass sie Kiddies anschließend mit Pusteln nach hause gehen.

Ich fuhr beizeiten los, denn in Trier ist der Verkehr seit einer Weile mindestens genauso schlimm wie in Luxemburg. Anschließend ging ich wie wie gewohnt in die Trier Brasserie zum Mittagstisch.  Im Kaufhof machte ich sensationelles Schäppchen. Ich erstand ein Service von Zwilling für 6 Personen für…nein das verrate ich jetzt nicht. Aber zeigen kann ich es euch.

Das Besteck ist sehr schlicht, schnickschnack- und zeitlos und liegt sehr gut  in der Hand. Zudem schneiden die Messer perfekt. Man sieht mich übrigens in den Löffeln 🙂

Glücklich endlich mal ordentliches Besteck zu haben schritt ich zurück zum Parkhaus. Das Wetter war inzwischen wieder besser geworden und die Sonne schien.

Ich begegnete einer alten Frau, die bei Mc Donalds auf der Terrasse saß.  Sie sah verhärmt aus, hatte dünne fettige Haare und machte insgesamt keinen besonders gesunden Eindruck. Sie hatte das Gesicht in die Sonne gedreht, die Augen geschlossen und kaute mit Genuss auf einem Hamburger. Und sie schien sehr glücklich. Es war für sie perfekte glückliche Augenblick, den man sogar in einem Mc Burger findet, auch wenn ich dieser Dinger nie wieder anrühre, seitdem Jamie Oliver aufgedeckt hat, wie die Fleischpatties hergestellt werden.

Ich ging an meinem Lieblingsschuhgeschäft Ragazza vorbei und musste mit Schrecken feststellen, dass es Ende des Monats schließen wird. Ich war erschüttert. „Der Laden läuft nicht mehr so wie früher“, erklärte mir der Besitzer. Zudem kam eine saftige Mieterhöhung. Er erzählte mir, dass die Ladenmieten insgesamt für Trier ins unermessliche gestiegen seien und er nannte mir ein paar Preise. Ich sollte einen Schlag bekommen. Noch liegen sie nicht ganz gleichauf mit den Preisen die man für Toplagen in Luxemburg bezahlt aber ganz weit davon entfernt sind sie nicht mehr. Ich probierte mehrere Paar Schuhe an die noch in meiner Größe verfügbar waren und kaufte zwei Paar für den Winter.

Es war wiederum ein Schnäppchen, aber eines auf das ich liebend gerne verzichtet hätte, wenn es den Laden dann noch geben würde.

Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch & Museumsnacht

Etwas was ich nicht mehr kann, ist lange ausschlafen. Wenn ich wach bin, bin ich wach. Also zog ich bei Zeiten los auf den Wochenmarkt.

Und obwohl die Kathedrale im Hintergrund noch durch die Nebelschwaden nicht ganz zu sehen war, drückte die Sonne das alles eifrig weg und es wurde ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch.

 

Ich konnte zum ersten mal an Nachmittag das brandneue Sonnendach auf dem Balkon ausfahren. Wunderschön.

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Es war Museumsnacht. Ich weiß nicht mehr wann ich meine letzte gemacht habe. Doch bei dem schönen Wetter bot es sich regelrecht an.

Ich schlenderte kurz nach 18:00 Uhr bereits in die Villa Vauban. Dort stelle Claude Mangen seine Lieblingsbilder vor, anhand der zwei Ausstellungen die dort zur Zeit zu sehen sind. Ich war sehr erfreut zu sehen dass All Reitz Reserved  einen Raum für sich hatte. Ich hatte die neue CD von Chris Reitz bereits im Radio gehört und war sehr angetan, da er Elektrogeige spielt, ein eher ungewöhnliches Musikinstrument. Hier konnte ich die CD vom Künstler selbst kaufen.

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Ich habe mich oft gefragt was das seltsame weiße Ding im Casino soll das dort über den Bürgersteig hängt. Es ist nicht immer zugänglich, doch gestern Abend war es geöffnet.

Man kann in das „Dreieck“ einsteigen und hat dann einen Ausblick über die ganze Straße.

 

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Um von einem Museum zum nächsten zu kommen, hatte der TVL extra seinen ganzen Oldtimer losgeschickt. Zwei davon hatte ich vor die Linse bekommen.

Ich fuhr allerdings mit der A. mit dem Wagen ins Mudam. Es eine gute Gelegenheit war sich die Ausstellung von Su-Mei Tze anzusehen. Zudem gab es eine geniale Retrospektive des Karikaturisten Ad Reinhardt mit dem auch andere zusammen ausgestellt wurden.

 

Die Eingangshalle vom oberen Treppenabsatz

 

Ad Reinhard

 

Olaf Westphalen

 

Der Käfig von Su-Mei Tze aus Neonröhren einmal von innen und außen.

Zwei ungewöhnliche Abende

Insolite ist eine neue Serie an ungewöhnlichen Events der Eventagentur Angels. Gestern war zum ersten Mal.

Das ganze geht so: Man bekommt eine Einladung an der man zu einer ganz bestimmten Uhrzeit sich an einem Ort einzufinden hat. Von dort aus wird man dann in einer Limousine zu einem ungewöhnlichen Ort geführt. Das kann gelinde gesagt überall sein.

Gestern war der erste Insolite Abend und man führte die geladenen Gäste zu einer…Baustelle. Es befand sich in Dommeldange auf den Gelände vom Habitare Einrichtungsladen. Im obersten Stockwerk wird Ende des Monats eine neue Bar eröffnen, von der ich zu einem späteren Zeitpunkt berichten werde. Sie wir ‚Rooftop‘ heißen und wir konnten schon mal vorab einen Ort besuchen, der sich noch im Work in Progress-Modus  und uns einen ersten Eindruck verschaffen, wie das alles in ein paar Wochen aussehen soll.

Eine weitere Überraschung an dem Abend war eine Künstlerin die Scherenschnitte machte. Eine alte Kunst die in ihrer Familie seit Generationen gepflegt wird.

Inès Stanikovska machte diesen Scherenschnitt von binnen weniger Minuten. Ihr findet sie unter La Silhouettiste.

Sie erzählte mir, dass ihr Großvater bereits Scherenschnitte machte. Ich kann mich vage erinnern, dass ich vor über 20 Jahren bereits einen habe machen lassen auf der Schueberfouer. Es kann gut sein dass es damals ihr Großvater war. Auf dem Foto oben sieht man sie übrigens im Hintergrund bei der Arbeit.

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Rinschleiden, ist ein Mini Mini Mini kleiner Ort, von dem auch so mancher Luxemburger nicht weiß dass es ihn gibt. Die große Abschlussfeier von dem Freilichttheaterstück im Sommer führte mich gestern dorthin. Man hatte ein Catering bestellt und wir saßen alle in der sogenannten „Thillenvogtei“ eine Art Dorfmuseum, mit einer gewaltigen Scheune.

Es war ein vergnüglicher Abend.

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Mitbringsel, ein Restaurant und Links

Ich hatte euch im letzten Post versprochen, dass ich euch die Mitbringsel zeige die ich zum Wahlbrunch erhalten hatte. Es war ein bisschen wie Weihnachten. Zugegeben die meisten Dinge hatten die Gäste schon für meinen Geburtstag gekauft, da ich den dieses Jahr aber nicht gefeiert habe, blieben sie gewissermaßen auf den Geschenken sitzen. Nicht sehr nett von mir und als ich sah was es alles war, schämte ich mich ein wenig.

Mitbringsel

Da wäre zum Beispiel ein Hausmantel mit meinen Initialen. Ich sehe jetzt einige den Kopf schütteln, aber ich liebe Hausmäntel!!! Und nein, sie sind nicht altmodisch, ganz im Gegenteil, sie sind voll im Trend. Ich ziehe sie übrigens Sommer wie Winter an.

Ein Staubwedel mit echten Federn. Das Ding sieht so schick aus dass man es als Dekoration hinstellen kann.

Eine Vase in Form einer Glühbirne. Ich glaube mit einem Gebinde drin wird sie ganz schick aussehen.

Und dann zwei Flaschen, wovon ich mich ganz besonders über die Cap Corse Flasche freute. Cap Corse ist ein Aperitif aus Korsika, mit einem sehr eigentümlichen aber tollen Geschmack. Man findet es nur sehr selten auf den Festland. Ich habe es vor Jahren bei meinen Korsika Reisen kennengelernt, und brachte mir damals auch eine Flasche mit. Jahre später fand ich das Getränk bei der S. wieder als sie mich zum Essen eingeladen hatte. Und da die S. erst vor kurzem in Korsika war, hatte sie mir eine Flasche mitgebracht.

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Gestern Abend speiste ich mit Fabrice in einem neu eröffneten Restaurant Tempo. Es befindet sich im Gebäude der Philharmonie auf der Rückseite. Die Adresse an sich gibt es schon so lange wie es die Philharmonie gibt, doch der Besitzer der Name und die Einrichtung sind neu.
Der Explorator schreibt folgendes:
This restaurant shares space with the Philharmonie and is a charming composition of gold and rose tones, serving a well-orchestrated variety of original suggestions.
Die Speisekarte ist klein, was ich ja mag. Man findet sie hier.

Ich hatte Piotrine de veau longe cuisson, und es war himmlisch lecker.

Endlich eine weitere Adresse in Luxemburg wo man sehr gut speisen kann ohne dass es ein irrsinniges Vermögen kostet.
Tempo Bar où Manger / 1 Place de l’Europe / Tel. (+352) 27 99 06 66

(Denn ein anderes Café-Restaurant, von dem ich hier sehr oft berichtet habe, meide ich, da es zur Zeit preislich und in puncto Service eine schlichte Katastrophe ist. Sehr traurig, aber vielleicht kommt die Inhaberin ja irgendwann wieder zur Vernunft.)

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Via die Kaltmamsell fand ich diesen Bericht eines holländischen Schriftstellers der nach sechs Jahren wieder aus Großbritannien wegzieht. Ein ernüchterndes Portrait eines Landes das mit seinen hausgemachten Problemen nicht mehr klarkommt und langsam einsieht was für einen Schaden es sich selbst mit dem Brexit zugefügt hat.
How I learnt to loathe england

 

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An einem Wahlsonntag

Ich stand für meine Verhältnisse sehr früh auf, ich hatte ab 11 Uhr zum Brunch geladen. Und dem Erfolg nach werde ich das nächstes Jahr zur Abegordnetenwahl wieder tun. Aber eins nach dem andern.

Kurz nach 8:00 schritt ich die Straße hinunter zum Wahllokal um meine 27 Stimmen abzugeben. Der Gemeinderat der Stadt Luxemburg besteht aus 27 Mitgliedern und da wir in Luxemburg ja einzelne Kandidaten wählen können und nicht unbedingt eine Partei kann man so viele Kreuze machen wie es Mitglieder gibt. Doch bei dem größten Gemeinderat des Landes verzählt man sich gerne und so brauchte es eine Weile bis ich alle meine Kreuzchen gemacht hatte. In der alten Heimat waren zum Beispiel nur neun.

Auf dem Weg zum Wahllokal fiel mir ein lustiges Männchen mit verdrehtem Kopf an der Fassade des Key Inn auf. Da ich die Straße all die Jahre nur befahren und nur sehr selten begangen habe, stach es mir erst heute ins Auge.

Das Wahllokal war im der Avenue Marie-Thérèse im sogenannten Konviktsgaart, das schon seit Jahren ein Seniorenheim ist.

Gleich am Eingang hatte man die zwei Restaurants des Heimes zu Wahllokalen umfunktioniert. Ich hatte einen guten Moment erwischt und konnte sofort in die Wahlkabine.

Anschließend ging ich zurück über den Boulevard Joseph II, denn nach dem Männchen und der allgemeinen Ruhe, die an einem Sonntag herrscht, dachte ich, dass mir vielleicht noch ein paar interessante Dinge vor die Linse geraten könnten.

Ich ging an der britischen Botschaft vorbei, was mich ein wenig stutzig machte, denn auf dem Boulevard Roosevelt, also an anderer Stelle befindet sich ebenfalls ein Gebäude der britischen Botschaft. Oder irre ich mich?

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Wieder zu hause machte ich mich an die Vorbereitungen für den Brunch. Ich machte mir am Freitag bereits Gedanken was ich da so auftischen könnte. Ein Suche im Internet zeigt mir nur sehr zeitaufwendige Gerichte und darauf hatte ich keine Lust. Abends sah beim rumzappen im Fernsehen eine Sendung von Jamie Oliver aus der Serie wie man in 30 Minuten ein komplettes Menü zusammenstellt. Zwei der Gerichte schrieb ich mir hurtig auf.

Ein Fetatarte mit Spinat im Filoteig aus der Pfanne und ein Tomatensalat mit einem pfiffigen Dressing und einer Anrichtmethode bei der man sich keine Gedanken machen muss wenn des Salat etwas länger rumsteht und anschließend nicht mehr appetitlich aussieht.

Für die Fetatarte braucht man eine Tüte Pinienkerne in der Pfanne geröstet, die man mit 300gr Feta und 50gr geriebenem Cheddar vermischt. Hinzu kommen zwei große Tüten frischen Spinat, den man vorab mit Olivenöl ,Muskat und Salz kurz in einem Topf angedünstet hat, damit er in sich zusammenfällt. In diese Mischung gibt eine gute Prise getrockneten Oregano (frischen hatte ich keinen), Pfeffer und ein den Abrieb einer Zitrone. Anschließend legt man die Filoteigblätter auf einem Backpapier aus, das man zuvor unter fließendem Wasser zerknüllt und befeuchtet hat, damit es weich wird. Zwischen jede Lage kommt ein wenig Olivenöl und ein kleine Priese Cayenne Pfeffer. Es sollten ungefähr vier Lagen sein. Danach zieht man die ganzen Lagen mit dem Backpapier auf die Pfanne und schüttet die Feta/Spiantmischung hinein. Den Überschuss von den Filoblättern klappt man über die Masse zusammen. Wenn der Teig etwas störrisch sein sollte schneidet man ihn stellenweise etwas ein damit er sich legt und die ganze Masse zudeckt. Notfalls (so tat ich es) legt man noch ein Blatt darüber. Dann streut man noch ein wenig Rosmarin über die Tarte. Den Rest vom Backpapier schneidet man bündig zum Pfannenrand ab. Die Pfanne kommt anschließend für drei bis vier Minuten auf den Herd damit das Teig von unten auch schön knusperig wird und geht dann bei 200 Grad Ober Unterhitze für 20 Minuten in Ofen.

Für den Tomatensalat nimmt man allerlei verschiedene Tomaten auf schneidet sie auf verschiedene Art und Weise klein.  In dem Mixer gibt einen guten Schuss Ölivenöl, etwas Pfeffer, Salz, ein guten Schuss Balsamico und einen großen Bund frische Basilikumblätter. Das Ganze wird gemixt bis daraus eine Art grüne Soße entsteht. Diese wird in ein breites flaches Gefäß (ich nahem eine Auflaufform) geschüttet und die geschnittenen Tomaten darauf verteilt. Druchgemischt wird der Salat erst von den Gästen wenn sie sich von der Platte servieren.

Beide Gerichte hatte ich in etwas mehr als einer halben Stunde fertig.

Ich hatte ebenfalls einen Apfelkuchen vorgesehen, hatte hierfür jedoch eine Sorte Äpfel gekauft die mir zu säuerlich war. Ich schnitt sie also vorab klein und briet sie mit Butter, Zucker, Zimt und in Rum eingelegte Rosinen an und gab sie erst dann auf den Mürbeteig, zusammen mit Ei-, Rahm- und Zuckermischung.

Es ist ein Wunder dass ich noch ein Foto von einem Stück des Apfelkuchen machen konnte, denn er fand reißenden Absatz.

Des weiteren hatte ich eine große Schale Obst, Müsli, Brot, frische Croissants und eine Käseplatte bereitgestellt. Zu trinken gab es Kaffee, Saft, Champagner und späterhin auch Wein.

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Es war ein wunderbarer Nachmittag und ich bekam jede Menge Mitbringsel, die ich euch aber in einem nächsten Posting zeige.

Später am Abend sah ich mir dann die Resultate der Wahl an und es trat ein, was ich bereits vorausgesagt hatte. Die Presse schreibt ebenfalls heute morgen, dass ein kleiner Rechtsruck durch die Gemeinden ging. Nun ist das aber bei weitem nicht so dramatisch, wie es in Deutschland oder in Frankreich der Fall ist. Es gibt bei uns keine rechtsradikale Partei wie AfD oder Front National.  Die konservative CSV hat überall gut zugelegt und der Trend wird sich wahrscheinlich bis ins nächste Jahr halten wenn wir eine neue Regierung wählen. Auch in Stadt Luxemburg, die immer als Hochburg der Lieberalen galt (und immer noch ist) verlor die DP zwei Sitze an die Konservativen. Sehr erstaunt war ich aber über das Resultat der Sozialisten die durchgehend auch viele Stimmen verloren haben und vor allem in der Hauptstadt einen Dämpfer einstecken mussten und noch viel mehr in ihrer Hochburg Esch-sur-Alzette.

Das ist jetzt nur so eine kleine Übersicht über die Wahlen. Wer mehr darüber wissen will, schaut bitte in der einschlägigen Presse nach.

Eines steht aber fest. Ich werde nächstes Jahr wieder ein Wahlbrunch machen, denn er fand sehr großen Anklang.

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Die Bilder einer Woche

Als ich vor fünf Jahren in die kleine Wohnung zog, hatte ich keine Badewanne mehr. Vor allem im Winter vermisste ich sie, wenn ich völlig durchgefroren nach hause kam. Jetzt da ich wieder eine habe, kam sie mir wie ein heiliger Schrein vor, der gehegt und gepflegt werden will, aber nicht benutzen darf.

Nach etwas über zwei Wochen nach dem Umzug, habe ich es trotzdem gewagt. Ein wundervoll duftiges Schaumbad.

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Eine kleine Erinnerung als ich vor zwei Jahren mit C. in London war. Da der C. noch nie in London war, ich hatte darüber berichtet, klapperten wir alle Touristenattraktionen ab, u.a. auch Harrods wo diese kleine Foto-Love-Story zwischen mir und einem Scone entstand.

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In einer Ecke des Kellers fand ich diese fünf Teller, von denen meine Tante ein paar davon an der Wand hängen hatte. Es ist eine limitierte Auflage von Villeroy & Boch in Zusammenarbeit mit dem Alters- und Invalidenverband von Dommeldange. Keine Ahnung ob die Serie komplett ist, oder es noch mehr davon gibt. Es sind alte Ansichten vor allem vom Vorort Dommeldange und der Oberstadt.

Ich bin nicht so der Fan von Dekotellern. In unserer Familie war es mal schwer im Trend die Wände mit Dekotellern regelrecht zu tapezieren, bis zu dem Zeitpunkt, als mein Bruder ein paar schöne Stücke mit dem Fußball zerdepperte. Danach ebbte die Begeisterung merkbar ab. Ich schweife ab…
Sind die Teller was Wert? Kennt jemand die Serie? Kann ich sie bedenkenlos als Servierteller benutzen? Denn an die Wand hänge ich sie nicht mehr.

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Aussichten von der Wohnung aus. Die Straße am frühen Abend und die frühe Morgensonne die sich im Kaminrohr spiegelt.

An einem Samstag

Ein gewaltiger Knall ließ mich kurz nach 6:00 Uhr aus dem Bett hochfahren. Mein erster Gedanke galt dem Kran der quer gegenüber steht. Da ich ihn letztens vom Balkon aus sehr bedenklich wackeln sah, war ich überzeugt, er wäre umgefallen.

Doch der Kran stand da, unerschütterlich. Es ging ein Gewitter nieder, an frühen Morgenstunden doch eher ungewöhnlich. Es goss wie aus Eimern und die warme Luft kühlte binnen wenigen Minuten stark ab.

An Schlafen war nicht mehr zu denken, und bei dem Wetter ist der samstägliche Wochenmarkt auch kein Vergnügen. Ich schmiss meine Pläne um, blieb zu hause und betrieb nach sehr langer Zeit mal wieder ausführliches Körper- und Gesichtswellness.

Die Glamglow Maske, die schon mal hier beschrieben hatte, ist nach wie vor der Hammer, und die Haut fühlt sich anschließend herrlich straff und fest an.

Ich könnte euch bei dieser Gelegenheit auch den Badezimmerschrank zeigen der sich gut neben der Badwanne macht. Er wurde am Freitag endlich geliefert.

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Am späten Morgen machte ich mich auf nach Bettembourg zu Rugs & Sons. Rug and Sons ist ein Pop Up Store der seinen festen Sitz in Paris hat, aber immer wieder seine Wäre für sehr kurze Zeit an vielen verschiedenen Orten der Welt verkauft. Ihre Spezialität sind alte Berber Teppiche. Ich kam dort an und musste feststellen dass ich viel zu früh da war, denn der Laden sollte erst gegen 14:00 Uhr öffnen. Doch man ließ mich freundlicherweise rein und ich konnte mir die Teppiche ansehen. Es waren wunderschöne Stücke dabei. Einer der mir ganz besonders gefiel, war weit über 40 Jahre alt und vom Preis weit von dem was ich vorhatte auszugeben.

Ich wählte zwei Stück aus, die etwas günstiger waren, und machte mit dem Verkäufer aus, dass er am frühen Nachmittag mit beiden vorbeikäme und ich sie mir zu hause ansehen könnte. Ich hatte beide für das Wohnzimmer ausgesucht, doch letztendlich wählte ich einen für das Gästezimmer.

Im Hintergrund steht übrigens das neue Schlafsofa für Gäste das ebenfalls am Freitag geliefert wurde.

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Am Abend war ich zu einer Geburtstagsfeier geladen und ich tanzte bis in in frühen Morgenstunden. Die Gastgeberin M. hatte eine Bühnenbildnerin angeheuert für die Deko. Es sollte eine finnisch/marokkanische Deko sein. Das kam dabei raus.

 

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Ich hatte es schon auf Facebook gezeigt. Doch es gehört auch ins Blog. Am Donnerstag entdeckte ich auf der Kreuzung Boulevard Grand-Duchesse Charlotte / Avenue du 10 Septembre folgenden Zettel:

Als ich las was darauf stand wurde mir ganz warm ums Herz. Ich werde es übersetzen:

Am Donnerstag Morgen, 10. August viel mein Mann hier um weil er einen Schwächeanfall hatte. Ein paar Unbekannte haben ihm wieder auf die Beine geholfen, einen Krankenwagen gerufen und sind bei ihm geblieben bis der Wagen da war. Dank dieser Unbekannten, geht es meinem Mann wieder besser. Ich und meine ganze Familie sind ihnen sehr zum Dank verpflichtet. Ein großes Dankeschön an diese Unbekannten!! 🙂

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